Bücher und Filme 2018 – Auswertung

Im vergangenen Jahr habe ich 59 Bücher gelesen, davon 14 eBooks. Das ist mein persönlicher Minusrekord, so macht sich das zweite Kind eben doch bemerkbar. Da konnte ich aber direkt ein Ziel für mich definieren, nämlich 2019 mindestens 60 Bücher zu lesen.

Thematisch war das Jahr sehr gemischt. Ich habe einige Bücher verschiedener Serien gelesen, teilweise auch zum wiederholten Male. Der Kindle bietet sich dafür einfach sehr gut an.
Besondere Literatur war nicht dabei, ich taste mich ganz allmählich an das Thema Feminismus heran. Da wird im neuen Jahr sicher noch einiges zu kommen.

Filmtechnisch war es wieder kein gutes Jahr, ich war erneut nur ein einziges Mal im Kino, nämlich in dem mittelmäßigen Phantastische Tierwesen 2.
Das würde ich 2019 ebenfalls gerne ändern, aber ich musste mal wieder feststellen, wie wahnsinnig teuer Kino mittlerweile ist.

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Jahresrückblick 2018

Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war Dein Jahr?
8

Glücklich gewesen?
Ja. Sehr.

Zugenommen oder abgenommen?
Weiterhin abgenommen, ich hab jetzt mein persönliches Idealgewicht.

Haare länger oder kürzer?
Gleich kurz

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Auch keine Änderung

Mehr ausgegeben oder weniger?
Ich schätze mal gleichbleibend.

Mehr Kohle oder weniger?
Etwas mehr, dank Wiedereinstieg in den Job

Besseren Job oder schlechteren?
Immer noch derselbe Job, aber er ist irgendwie besser geworden.

Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn ja, was?
Nein.

Mehr bewegt oder weniger?
Vielleicht ein bisschen mehr, da nicht schwanger.

Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr?
Vielleicht so 7-8

Davon war für Dich die Schlimmste?
Tja. Der unkontrollierbare Durchfall Anfang April, mit mehreren Tagen Übelkeit vorher und nachher
oder
Die diversen -itisse im Mai (Halsentzündung mit allem was dazu gehört), da ging es mir richtig beschissen
oder
Der relativ schwere Milchstau Ende August, mit Schmerzen und Fieber allüberall?

Ich kann mich nicht entscheiden. Ich hätte gut auf alle drei verzichten mögen.

Der hirnrissigste Plan, der einfach nicht funktioniert hat?
Mir einen neuen Job zu suchen.

Die gefährlichste Unternehmung?
Wahrscheinlich, mich regelmäßig abends im Dunkeln durch Hamburg zu bewegen.

Die teuerste Anschaffung?
Das Auto hatte einiges an Reparaturkosten.

Das leckerste Essen?
Da gabs eigentlich nicht viel besonderes. Einmal das Essen bei der Firmenweihnachtsfeier und einmal bracht der Chef etwas Ibericoschwein mit ins Büro, das war schon sehr sehr lecker!

Das beeindruckendste Buch?
Beeindruckend ist vielleicht das falsche Wort, aber am meisten gefesselt hat mich dieses Jahr die Clifton-Saga von Jeffrey Archer. Sehr spannend geschrieben, manchmal etwas zu konstruiert, manchmal ein bisschen arg unwahrscheinliche Wendungen, aber dennoch bin ich richtig in die Geschichte, die über mehrere Jahrzehnte geht, eingesogen worden. Insgesamt gibt es sieben Bücher, zwei hab ich noch vor mir.

Der ergreifendste beeindruckendste Film?
Ich hab kaum Filme gesehen und im Kino war ich nur einmal, in Phantastische Tierwesen 2, der war durchaus beeindruckend, aber insgesamt nur so mittel.

Das schönste Konzert?
Ich war bei unseren beiden Chorkonzerten dabei, da war das zweite schon sehr schön!

Die meiste Zeit verbracht mit…?
den Kindern

Die schönste Zeit verbracht mit…?
Schatz, meiner Familie, unseren Kindern

Vorherrschendes Gefühl 2018?
Mhmpf

2018 zum ersten Mal getan?
-nicht in meiner Heimat gewesen. Insgesamt werden es wohl sogar zwei Jahre werden.

2018 (nach langer Zeit) wieder getan?
-Bewerbungen geschrieben
-Ein Vorstellungsgespräch geführt
-Eine Jobzusage erhalten.
-einen Job abgesagt
-im Freibad gewesen
-Urlaub auf Rügen gemacht

Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
-s. meine Krankheiten
-die vielen Infekte vom kleinen Kind
-die vielen schlechten Nächte, besonders in der zweiten Jahreshälfte
-dass es bei der Jobzusage ausgerechnet am Gehalt gescheitert ist.
-die Nachricht am 1. Weihnachtsfeiertag, dass meine quasi beste Freundin, deren Tochter die quasi beste Freundin vom großen Kind in den nächsten Wochen wegziehen wird.

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Dass Geld vielleicht doch nicht so wichtig ist bzw. dass ich mehr Gehalt möchte.

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Dem Mann einen neuen Rucksack. Der alte war seit ungefähr zehn Jahren reif für den Müll.

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Der Mann hatte sich überlegt, mir ein bestimmtes Buch zu schenken, während ich mir gleichzeitig überlegt hatte, mir genau dieses von ihm zu wünschen. Solche Sachen kommen selten bei uns vor.

Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?

Dein Wort des Jahres?
Knutschbrosch!

Dein Unwort des Jahres?
Werbeverbot (Thema Abtreibung)

2018 war mit 1 Wort…?
gut

Zum Vergleich: Verlinke deinen Rückblick vom letzten Jahr!

Jahresrückblick 2012

Jahresrückblick 2013

Jahresrückblick 2014

Jahresrückblick 2015

Jahresrückblick 2016

Jahresrückblick 2017

WMDEDGT Dezember 2018

An jedem 5. eines Monats fragt Fr. Brüllen, was wir eigentlich den ganzen Tag so machen.

Ich werde nicht stündlich sondern nur anderthalb bis zweistündlich geweckt und frage mich, als um fünf nach sechs der Wecker klingelt, wie lange ich das wohl noch durchstehen werde.
Im neuen Jahr werden wir uns definitiv mit dem Thema Abstillen beschäftigen.
Ich Messe meine Temperatur und stehe um 20 nach sechs auf.
Als ich im Bad bin, kommt das kleine Kind in ihrem Schlafsack angerobbt. Hat die nicht grade noch auf dem Bett geschlafen?
Ich befreie sie und ziehe mich dann an. Währenddessen ist sie fest entschlossen, runter zu Papa und Schwester zu gehen.
Ich fange sie schließlich ein und ziehe sie an. Dann gehen wir runter.
Der Mann hat ihr schon Frühstück gemacht.
Ich bereite mein eigenes vor, außerdem die Rucksäcke der Kinder, heute ist Mittwoch und damit Ausflugstag für beide Kinder. Zwar bezweifle ich, dass die Krippengruppe rausgeht, aber sicher ist sicher.
Frühstück. Das kleine Kind verdrückt noch einiges von meinem Brötchen und Müsli und ist dann fertig. Sie holt ein paar Bücher, die ich nebenher anschaue. Ich stelle fest, dass sie bei Fragen wie: „Wo ist der Schlüssel?“ oder „Wo ist das Auto?“ korrekt auf die entsprechenden Dinge zeigt.
Um viertel nach sieben bin ich wieder in der Küche, schmiere Brote und höre die Radiocomedy. Der Mann hat sich wie üblich um kurz vor sieben verabschiedet.
Alle Rucksäcke packen und ab nach oben, großes Kind anziehen, kleines Kind nochmal wickeln, allen die Zähne putzen und dem großen Kind die Haare machen. Wie üblich sind wir ein paar Minuten zu spät dran, ich werde hektisch und meckere die Kinder an. Als ob das was nützen würde.
Wir gehen wieder runter und ich stelle fest, dass die Glühbirne der Wandleuchte am der Treppe kaputt ist. Ich schicke den Mann ein Bild und schlage vor, dass wir die beiden Wandleuchten, die wir noch von den Vorbesitzern übernommen haben, endlich mal ersetzen.
Ab in die Kita. Immer wieder muss ich das große Kind, das ohne Roller unterwegs ist, antreiben. Um zwei Minuten nach acht sind wir endlich da. Das abgeben funktioniert zum Glück ohne Probleme.
Ich gehe zum Bahnhof, wo die U-Bahn genau passend einfährt. Die Fahrt nutze ich zum Lesen und gehe dann durch den noch geschlossenen Weihnachtsmarkt zum Büro. Ich bin nur wenig zu spät. Ein Kollege ist schon da.
Ich mache meinen Kram, lese nebenher Twitter nach und recherchiere Lampen. Alle sind hässlich, aber es besteht Hoffnung.
Gegen zehn Uhr gibt’s erstmal Kaffee.
Der Vormittag vergeht, ich diskutiere über die Arbeit und mit dem Kollegen über Spielküchen.
Außerdem bringt der Paketdienst die Weihnachtskarten, die ich in Auftrag gegeben habe. Sie sind tatsächlich sehr hübsch geworden.
Um 13:30 Uhr mache ich Feierabend und fahre zur Kita. Auf dem Weg dorthin treffe ich meine Schwiegermutter, die heute das große Kind abholt. Das ist aber noch im Essensraum. Ich gehe hoch in die Krippe und hole ein blendend gelauntes kleines Kind ab, das gut gegessen und nur eine Stunde geschlafen hat. Wir gehen wieder runter und treffen da auch auf das große Kind. Sie waren heute auf einem Spielplatz.
Wir machen die Kinder fertig und verlassen die Kita. Das große Kind geht mit Oma, ich habe einige Besorgungen zu erledigen. In den nächsten anderthalb Stunden klappern das kleine Kind und ich die Post (Briefmarken), zwei Klamottenläden (Pullover, Socken, Mütze) und Budni (diverses, unter anderem die bestellten Fotokalender ab. Ich bin am Ende Schweißgebadet, Einkaufszentrum mit Wintermantel halt und froh, dass das kleine Kind so entspannt ist. Schließlich fahren wir mit dem Bus nach Hause. Ich räume sehr viel Kram aus Buggy und Rucksack. Dann möchte das kleine Kind stillen und wir setzen und aufs Sofa. Sie pennt gar nicht überraschenderweise ein und ich nutze die Gelegenheit, um ebenfalls kurz die Augen zu schließen. Nach etwa 20 Minuten versuche ich sie zu wecken und bin schließlich auch erfolgreich. Sie darf einen kleinen Schokoladennikolaus aus dem Adventskalender essen. Ich entdecke gefüllte Paprika im Gefrierfach und taue mir diese auf.
Wir essen und zwischendurch gucken wir Bücher an und hören Weihnachtsmusik.
Das kleine Kind möchte erneut stillen, dann beschließe ich, dass die Weihnachtskarten Unterschriften brauchen. Weil das kleine Kind noch nicht schreiben kann, will ich ihren Fingerabdruck nehmen. Leider finde ich unsere Stempelkissen nicht, also nehme ich die letztens gekaufte schminke. Das funktioniert so leidlich. Nach sieben Karten hat sie keine Lust mehr. Auf der Suche nach einem vernünftigen Stift öffne ich die Schranktür. Die Stempelkissen lachen mich an.
Halb sechs. Zeit für die Badewanne. Ich wundere mich, wo der Mann samt großem Kind bleibt. Als ich das kleine Kind gerade anziehe, kommen sie aber doch an.
Das große Kind kommt in die Wanne, das kleine Kind kriegt Abendessen, das große möchte nichts mehr. Also,eigentlich schon, nämlich Süßkram, aber davon hatte sie bei Oma schon genug, wie sie mir bereitwillig aufzählt. Außerdem eine Laugenstange, das genügt offenbar.
Gegen halb sieben packe ich meinen Kram zusammen. Es ist Mittwoch und da habe ich Chorprobe. Die Kinder dürfen noch eine Runde Paw Patrol gucken, ich verabschiede mich um viertel vor sieben. Wie üblich verpasse ich den Bus, und diesmal auch die entsprechende U- und S-Bahn und komme zu spät. An der Ampel treffe ich eine Mitsängerin. Wir amüsieren uns, weil wir uns eine Woche zuvor zur selben Zeit am selben Ort getroffen hatten. Und ich beides Mal Butterbrot gegessen habe.
Die Probe ist schön und erfolgreich. Nächste Woche kann ich leider nicht. Die Woche drauf ist die letzte Probe im Jahr, wir wollen es uns dann etwas gemütlich machen. Allerdings kommen an dem Tag auch meine Eltern an. Mal sehen.
Ich bin um viertel nach zehn zu Hause. Der Abend war wohl ruhig. Ich stecke noch rasch zwei Nikoläuse in die Stiefel der Kinder und hoffe dann auf Schlaf.

Gute Nacht!

15 Monate oder eineinviertel Jahre (2)

Meine liebe kleine Maus,
soeben habe ich mir nochmal den Bericht zum 15. Monatsgeburtstag deiner großen Schwester durchgelesen und muss wieder einmal feststellen, wie unterschiedlich ihr doch seid. Zwei (Überraschung) völlig verschiedene Menschen.

15 Monate bist du nun also alt und doch wirklich endlich ein Kleindkind. Du bist ein stets gut gelauntes Mädchen und motzt eigentlich nur bei Müdigkeit, wenn deine Schwester dir mal wieder was weggenommen hat (oder wir) oder wenn du dir wehgetan hast, was leider öfter vorkommt. Du hast wohl meine Tollpatischigkeit geerbt.

Motorisch bist du total fit. Pünktlich zu deinem ersten Geburstag fingst du an zu laufen. Es sieht immer noch ziemlich witzig aus, weil du recht breitbeinig läufst, ein bisschen wie ein Cowboy, aber es geht gut. Die ersten Winterstiefel kannst du schon auftragen.

Sprachlich isses nicht so weit her. Du sagst recht zuverlässig Mama und Baba/Papa, aber das wars dann auch. Natürlich brabbelst du vor dich hin, aber irgendwelche eindeutigen Worte sind noch nicht dabei. Nun, das wird sicher kommen. Dafür kommunizierst du mit Kopfschütteln und Nicken, das klappt eigentlich auch sehr gut. Du verstehst uns jedenfalls prima, sogar Anweisungen wie: „Bring das mal in die Küche zu Papa!“ führst du prompt aus.

Bücher magst du sehr. Oft sitzt du vor unserem Bücherregel, räumst ein Fach aus, nimmst dir ein Buch nach dem anderen vor und guckst es dir ganz ernsthaft an. Mir fällt grad auf, dass ich sehr wenig Bücher angucke mit dir, vielleicht sollte ich das mal verstärken.

Musik ist ebenfalls großartig. Kaum läuft welche, oder es singt jemand, fängst du sofort an, dich zu bewegen. Entweder du gehst in die Knie und wackelst mit dem Hintern oder du bewegst deine Arme. Es hat manchmal viel von Schlangenbeschwörung.

In der Kita läuft es auch ganz gut. Das Abgeben ist allerdings momentan hart. Seit du vor zwei Wochen fünf Tage lang Fieber hattest (überhaupt hast du recht häufig Fieber, das bin ich gar nicht gewöhnt), ist ein bisschen der Wurm drin. Wir waren schon bei „die Arme nach der Erzieherin ausstrecken“, aber momentan schreist du ganz bitterlich, wenn ich dich an die Erzieherin übergeben will. Dass es nicht immer deine Bezugserzieherung ist und oft auch nicht der gewohnte Raum, ist allerdings sicher nicht ganz unschuldig daran. Da du dort aber problemlos isst und schläfst und eigentlich auch recht zufrieden wirkst, wenn ich dich abhole, denke ich schon, dass du dich wohl fühlst. Mir wurde bisher nichts gegenteiliges berichtet.

Apropos Essen: Du isst nach wie vor ziemlich gut (den Erzieherinnen zufolge auch gerne mal doppelte Portionen) und probierst recht bereitwillig alles. Obst ist nach wie vor deine absolute Favoritennahrung.

Zähne hast du schon ganze acht. Gestern kam der letzte Schneidezahn durch. Mal sehen, was als nächstes folgt.

Bis gestern bist du auch noch in der Babyschale gefahren. Diese scheint größer zu sein, als die die wir beim großen Kind hatten. Denn du bist eigentlich nicht kleiner als sie damals. Deine genauen Maße muss ich allerdings noch nehmen.
81 cm und etwas über 9 kg.
Gewachsen bist du seit deinem Geburtstag 3,5 cm und erstaunlicherweise 2 cm kleiner als deine große Schwester damals.
Jedenfalls wirst du ab sofort im ersten Folgesitz fahren und ich bin mir sicher, dass dir das Vorwärtsfahren zusagen wird.

Schlaftechnisch sieht es derzeit eher mittelmäßig aus. Du wirst noch gestillt und das kann nachts gerne mal ausarten. Immerhin kann dich der Papa problemlos ins Bett bringen, sogar wenn ich zu Hause bin. Auch ein-, zweimal beruhigen geht, aber irgendwann hast du die Nase voll. Vorerst möchte ich aber nicht abstillen, der Winter steht vor der Tür und ich denke, es kann dir nicht schaden, noch ein paar Monate Muttermilch zu bekommen. Hin und wieder gibt es auch ganz gute Nächte. Es passt schon!

15 Monate also schon und ich bin sehr gespannt auf die nächsten Monate!

WMDEDGT November 2018

Endlich hab ich mal wieder dran gedacht.
Am jeden 5. eines Monats fragt Frau Brüllen, was wir eigentlich den ganzen Tag so machen.

Der Tag beginnt um 6:18 Uhr. Ich bin erstaunt, weil es schon so spät ist. Hat das kleine Kind etwa seit viertel vor elf durchgeschlafen? Ich kann mich an kein Aufwachen erinnern. Eine ziemlich gute Nacht also, die haben schon seit vielen Wochen Seltenheitswert.
Der Mann steht auf, geht aufs Klo und teilt mir mit, das große Kind befinde sich nicht in ihrem Bett. Viele Orte kann es nicht geben, wo sie sein kann und ich erhalte dann auch eine Nachricht von meiner Freundin, das Kind sei oben bei ihnen auf dem Dachboden.
Dort nächtigen seit Donnerstag unsere Freunde aus München. Die beiden großen Mädchen, die eigentlich im Kinderzimmer schlafen, haben sich nach oben geschlichen und meine Freundin um eine Geschichte angebettelt.
Ich stehe auf, wickle das kleine Kind und ziehe sie an und gehe dann hoch auf den Dachboden. Vier kleine Mädchen im Alter von 9 Monaten bis genau vier Jahre wuseln durcheinander. Alle hatten eine gute Nacht. Sehr schön!
Der Mann kommt vom Brötchen holen zurück und deckt den Tisch.
Alle bis auf den Besuchspapa sitzen gegen halb neun am Tisch. Schließlich kommt auch er runter und bekommt von seiner Tochter und Frau ein Lied vorgesungen.
Das große Kind fragt nach der Medizin, die sie vor ein paar Tagen nehmen musste. Es hat sich herausgestellt, dass sie Würmer hat. Wie unangenehm, besonders mit dem Besuch. Sie sind aber entspannt und das Entwurmungsmittel scheint auch zu wirken. Sie muss sie erst nächste Woche wieder nehmen und dann zwei Wochen später nochmal.
Schließlich haben alle gegessen. Ich denke darüber nach, ob die vorhandenen Reste fürs MIttagessen ausreichen werden.
Tisch abräumen und spülen. Die Kinder werden fertig angezogen.
Gegen halb zehn den Lapt auf den Tisch und logge mich bei Eventim ein. Um Punkt zehn Uhr beginnt der Vorverkauf für Fanclubmitglieder für die Rammstein-Stadion-Tour nächstes Jahr und meine Freundin und ich wollen beim Münchner Konzert auf jeden Fall dabei sein. Nach Hamburg kommen sie leider nicht.
Dann gehe ich in den KEller und kümmere mich mal wieder um die Wäsche. Würmerbedingt wasche ich derzeit sehr viel. Um kurz vor zehn ruft meine Freundin mich aufgeregt nach oben. Die letzten paar Minuten hibbeln wir vor dem PC, um zehn Uhr aktualisiere ich die Seite und natürlich ist die Anfrage überwältigend. Wir sind im Warteraum. 30 Sekunden. Nochmal 30 Sekunden und nochmal. Nach ein paar Minuten haben wir tatsächlich die Möglichkeit, Karten auszuwählen. Wir entscheiden uns für die zweitbeste Kategorie im Rang. Meine Freundin wäre gerne in den Innenraum gegangen, aber das halte ich einfach nicht aus, so leid es mir tut.
Zweimal 3 Minuten später kann ich den Kauf abschließen und kaufe dann direkt noch Innenraumkarten für meinen Bruder.
Wir klatschen uns ab, ziehen alle an und gehen auf den Spielplatz. Meine Freundin teilt direkt allen auf Facebook unsere Pläne mit, was dazu führt, dass ich später noch weitere Tickets für München kaufen muss, eine gemeinsame Freundin will sie ihrem Freund und ihrem Bruder schenken. Nun sind meine sechs Tickets aufgebraucht und wir sehr zufrieden. Wir nutzen das entsprechende Wochenende (Pfingsten) direkt für den Gegenbesuch in München. Wunderbar! Nur noch sieben Monate!

Auf dem Spielplatz powern wir die Kinder aus. Das große Kind fällt von der Seilbahn, das kleine will unbedingt Karussell fahren, darf dann die steile Rutsche runterrutschen und wird von Papa aufgefangen. Der Hit! Wir machen viele Fotos von den Kindern.
Dann schläft das Baby ein, das kleine Kind wird kurze Zeit später vom Mann schon mal heim- und ins Bett gebracht. Der Rest macht sich dann auch bald auf den Weg.

Zu Hause gibt es Mittagessen. Der Mann hat noch ein paar kleine Pizzen gekauft, die die großen Kinder begeistert weghauen. Wir essen Kartoffelsuppe und Lasagne. Alles ist leer, alle sind satt. So soll es sein!
Die kleinen Kinder schlafen noch ziemlich lange. Das kleine Kind wacht um viertel nach eins auf, das Baby etwas später. Nun kriegen auch sie Mittagessen.

Unsere Freunde packen ihr Zeug zusammen und suchen einen orangenen Stapelbecher. Sie suchen ihn sehr ausdauernd und als wir ihn schon abgeschrieben haben, findet meine Freundin ihn im Regal.
Die Kinder malen noch eine Runde und dürfen dann eine Folge Paw Patrol schauen. Wir kümmern uns um den Proviant.
Gegen 15 Uhr verabschieden wir unsere Freunde. Sie werden jetzt sechs Stunden mit dem Zug zurückfahren.
Es war ein schönes Wochenende und wir freuen uns auf das Wiedersehen!

Es wird Zeit, aufzuräumen und zumindest die Bäder zu putzen. Letzteres macht der Mann. Danach geht er mit dem großen Kind eine Runde Fahrrad fahren, während ich endlich meine Mutter anrufe. Wir haben aufgrund ständiger Besucher in letzter Zeit seit anderhtalb Wochen nicht gesprochen. Ich bringe sie bezüglich Besuch, Würmer und Chorkonzert auf den neuesten Stand und wir überlegen, wann wir uns nächstes Jahr sehen. Vielleicht machen wir im September Urlaub zusammen.
Ich erfahre, dass mein Vater eine Wundrose hatte. Ich halte mit der Thrombose meiner Schwiegermutter dagegen. Ein bisschen mehr Gesundheit für alle wäre schön!

Danach beschließe ich, endlich die ganzen Bananen im Kühlschrank zu verarbeiten und Schoko-Bananen-Muffins zu backen. Das große Kind möchte gerne helfen. Das kleine Kind räumt die Schränke aus und wird immer wieder vom Mann eingefangen. Schließlich schafft sie es, eine Packung Paniermehl auszuleeren, aber ich bin tiefenentspannt. Kann man auffegen.

Um halb sechs kommt das kleine Kind in die Badewanne. Ich räume unterdessen den Dachboden auf. Noch mehr zu waschen!
Etwa 20 Minuten später folgt das große Kind, sie hockt eine halbe Ewigkeit darin. Währenddessen bekommt das kleine Kind Abendessen.
Als das große Kind aus der Wanne kommt, fangen die Kinder an, sich kichernd und kreischend durch den Flur zu jagen. Davon hab ich immer geträumt. Kinder sind was tolles!
Nach dem Anziehen gibt es noch Haferflocken für das große Kind und die üblichen Folge Paw Patrol vor dem Schlafen gehen. Ich esse solange zu Abend.
Um kurz nach sieben bringen wir die Kinder ins Bett. Der Mann das kleine und ich das große Kind.

Danach genießen wir etwas Zweisamkeit auf dem Sofa. Dann guckt der Mann Football, ich muss direkt rein zum kleinen Kind. Es ist etwa 20 Uhr. Mir fällt ein, dass ich noch diesen Beitrag schreiben will und notiere ein paar stichpunkte auf dem Handy.

Es ist jetzt 20:43 Uhr. Ich werde noch etwas stricken, dann duschen und ins Bett gehen. Morgen ist wieder Allltag.

Gute Nacht!

Vier Jahre!

Endlich, endlich ist dein vierter Geburtstag da! Du hast im Prinzip seit dem letzten Geburtstag darauf hingefiebert und ich glaube nicht, dass es einen Tag gab, an dem der Geburtstag nicht Thema war. Du hast oft Kuchen backen und Kerzen anzünden und singen gespielt, du hast genau aufgezählt, wen du einladen willst (Mama und Papa wurden des öfteren ausgeladen) und nun ist es endlich soweit.

Du wirst vier und wir feiern das ganze gebührend mit deinem ersten Kindergeburtstag. Vier Kinder durftest du einladen und ich bin schon gespannt, wie das laufen wird.

Du bist sehr groß geworden im letzten Jahr. Wenn ich mir die Bilder aus der Zeit von der Geburt deiner kleinen Schwester angucke, fällt es sehr auf. Eindeutig kein Kleindkind mehr!

Ich kann viel aus meinem Bericht vom letzten Jahr übernehmen. Du quatscht uns nach wie vor die Ohren voll, bist wahnsinnig eloquent, manchmal drückst du dich viel gewählter aus, als wir Erwachsenen es tun würden. Oder du beschimpfst uns als „Kaka, Pipi und Pups“ oder „Du alte Gurke!“, aber ich schätze mal, das ist normal in dem Alter.

Das iPad liebst du ebenfalls weiterhin, natürlich. Besonders viel Bedeutung hat aber die Serie „Paw Patrol“, die du täglich gucken darfst und die mit Eifer nachspielst. Ansonsten müssen wir dem Medienkonsum immer noch ziemlich Grenzen setzen. Dein Vater ist leider kein gutes Beispiel und ich bin mit dem Handy oft auch nicht besser.

Auch beim Essen hat sich nicht viel verändert. Du isst vielleicht 20 Lebensmittel, weigerst dich zu probieren und isst leider für meinen Geschmack viel zu viel zwischendurch. Die Kinderärztin meinte, du solltest nichts zwischendurch essen, es sei denn, es handelt sich um rohes Gemüse, da musste ich dann doch lachen. Sehr realitätsnah!
Die U8 hast du ansonsten mit Bravour bestanden und du bist auch gar nicht zu dünn, wie ich befürchtet hatte.

Du bist ja ziemlich pünktlich zu deinem dritten Geburtstag trocken geworden und seit dem Sommer hast du auch keine Nachtwindel mehr. Das funktioniert meist ganz gut, seit wir dich abends immer noch mal aufs Klo setzen, noch etwas besser. Pipiwäsche wasche ich dennoch immer mal wieder. Aber so ist es halt.

Deine kleine Schwester liebst du nach wie vor über alles. Also meistens. Leider nimmst du ihr nach wie vor auch zuverlässig das Spielzeug weg oder schubst sie einfach um, wenn es dir in den Kram passt, da komme ich mir auch immer etwas hilflos vor. Das kleine Kind fängt aber allmählich an sich zu wehren, du wirst dich wohl noch ziemlich umgucken.

Beeindruckt bin ich von deinen Malkünsten! Innerhalb kürzester Zeit hat sich dein Gekrakel zu sehr eindeutigen Objekten gewandelt. Blumen, Häuser, Menschen. Gerne in allen Regenbogenfarben. Dein Lieblingsfarbe ist auch konsequenterweise jede fünf Minuten eine andere.

Außerdem kannst du mittlerweile schreiben. Noch nicht flüssig natürlich und auch nicht alle Buchstaben, aber wenn man dir buchstabiert, schreibst du zuverlässig und meist gut lesbar. Am häufigsten kommt natürlich dein Name und der deiner Schwester vor sowie der deiner Freundin aus München. Ich finde das recht erstaunlich für das grade mal vierte Lebensjahr.
Die Zahlen und Ziffern kannst du ja schon länger, allmählich fängst du auch in kleinen Bereichen zu addieren. In knapp zwei Jahren kommst du in die Vorschule. Besser ist das!

Und demnächst müssen wir wohl mal wieder zum Kinderturnen. Ständig bist du dabei irgendwelche Übungen zu machen und wenn es das vom Stuhl fallen vor lauter Rumhampeln beinhaltet. Tja, wer nicht hören will muss fühlen!
Was deine Motorikfähigkeiten allerdings noch nicht ergeben haben, erstaunlicherweise, ist Fahrradfahren. Du hast von uns ein Fahrrad als vorgezogenes Geburtstagsgeschenk bekommen und es fällt dir schwerer als ich erwartet hatte. Aber vielleicht erwarte ich doch ein bissschen viel von einer nun Vierjähren!

Ich bin schon sehr gespannt, was uns dein neues Lebensjahr bringt!

Herzlichen Glückwunsch zu Geburstag, geliebte große Tochter! Du bist ein Quatschkopf, unser großer Brosch, unser verrücktes Mädchen! Wir haben dich lieb!

Deine Mama, dein Papa

Ein Jahr (zum zweiten)

Geliebtes kleines Sonnenscheinkind, ein Jahr bist du nun alt!
Kein Jahr meines Lebens ist schneller verflogen als dieses erste mit dir.

Vor einem Jahr lag ich alleine in einem Krankenhauszimmer, denn du befandest dich im Kinderkrankenhaus, mit Papa an deinem Bett. Im Nachhinein treibt mir das die Tränen in die Augen, damals fand ich es zwar nicht ideal, aber auch nicht soo schlimm. Es hat letztlich weder bei dir noch bei mir irgendwelche Spuren hinterlassen. Unsere Bindung ist wunderbar, tatsächlich bist du in letzter Zeit ein ziemliches Mamakind geworden.

Was du immer noch nicht so recht bist: ein Kleinkind. Du bist unser Baby und du wirst das auch noch eine ganze Weile bleiben. Äußerlich hast du dich in den letzten Monaten so gut wie gar nicht verändert, wenn man ins Fotoalbum sieht, könntest du vom Gesicht her auch erst ein halbes Jahr alt sein. Deine blonden Haare, die soviel kürzer sind, als damals die deiner Schwester, sind sicherlich nicht ganz unschuldig daran.

Ansonsten lässt du jedoch keinen Zweifel daran, dass du jetzt ein Kleinkind bist. Motorisch bist du schon weit entwickelt. Seit knapp drei Wochen stehst du frei auf und stehst dann wie ein Erdmännchen in der Gegend herum. Oft denken wir, dass du jetzt jeden Augenblick losläufst. Das hast du bisher nicht gemacht, doch vor zwei Tagen hat dich die Badewanne so sehr gelockt, dass du die ersten beiden freien Schritte getan hast. Am Lauflernwagen und an der Hand läufst du schon richtig gut!

Dein Hobby ist Essen. Egal, was man dir anbietet, du greifst begeistert zu und knabberst drauf rum. Und das mit erst fünf Zähnen. Aber es funktioniert. Bei den Zähnen lässt du dir immer sehr viel Zeit. An jedem Zahn wird mehrere Wochen gearbeitet, deshalb war ich sehr erstaunt, als ich plötzlich den fünften Zahn entdeckt habe.

Du bist das entspannteste Kind überhaupt. Dich bringt kaum etwas aus der Ruhe, es sei denn, man nimmt dir was weg. Spielzeug meistens. Oder wenn du mal wieder ein Tablet ergaunert hast. Das sehen wir aber nicht gern. Und dann ist das Geschrei groß.
Drama ist natürlich auch, wenn du dir weh tust. Du bist ein ziemlich unfallträchtiges Kind, und ich drohe oft, dich ab sofort komplett in Schaumstoff einzuwickeln. Bisher bist du zum Glück mit ein paar Beulen und Kratzern davon gekommen. Toitoioi!

In acht Tagen beginnt die Eingewöhnung in die Kita. Ich bin schon sehr gespannt, wie es dir dort gefallen wird.
Aber eigentlich bin ich optimistisch. Du hast du liebste Bezugserzieherin der Welt und du magst es gerne, wenn Action ist!

Kleines Mädchen, ein Leben ohne dich ist unvorstellbar! Wir gratulieren dir ganz herzlich zum ersten Geburtstag und freuen uns auf unser weiteres Leben mit dir!

WMDEDGT August 2018

Jeden fünften eines Monats sammelt Frau Brüllen unseren Beiträge.

Die Nacht ist mittelgut. Irgendwann, es ist noch dunkel, ist das Baby auf einmal wach, sehr wach und scheint Anstalten zu machen, jetzt nicht mehr zu schlafen, sondern mal bitte aufzustehen. Vergiss es, denke ich mir und drehe mich weg. Sie rollt nochmal über mich drüber, ich gucke auf die Uhr. 4:40 Uhr. Wundervoll. Schließlich schaffe ich es, sie mit Stillen doch wieder zur Ruhe zu bringen. Die frühen Morgenstunden sind aber immer unruhig und um viertel vor sieben ist endgültig Schluss mit Schlafen. Das große Kind liegt in des Mannes Bett und flüstert schon eine Weile vor sich hin.

Wir hängen noch etwas rum, dann geht der Mann Brötchen holen. Ich ziehe das große Kind an, das kleine ist schon längst vom Mann gewickelt worden, und kümmere mich dann wie jeden Sonntag um frische Handtücher für alle. Außerdem räume ich etwas auf und öffne auf dem Dachboden die Fenster zum Lüften. Draußen ist es ungewohnt kühl. Dann gehen wir runter, Tisch decken. Der Mann kommt wieder und füttert schon mal das Baby. Zu fünfzig Prozent, den Rest füttert sie sich selber. Wir frühstücken.

Nach dem Abräumen schmeiße ich die Waschmaschine an, und nehme schon mal das Putzzeug mit nach oben. Dort steht der Staubsauger. Gut, dann erstmal auf dem Dachboden staubsaugen. Am Mittwoch kommen meine Eltern und was erledigt ist, ist erledigt. Als ich fast fertig bin, kommt das Baby die steile Treppe hochgekrabbelt, natürlich mit dem Mann im Schlepptau. Er nimmt sie wieder mit runter, ich bringe den Staubsauger runter. Den brauchen wir eher im Erdgeschoss. Jetzt heißt es Bäderputzen. Na gut, nur grob. Ich putze nochmal gründlich, bevor der Besuch kommt.

Das Baby wird müde. Ich lege sie hin, um kurz vor halb zehn schläft sie wieder. Das große Kind kommt ebenfalls zum Schlafen ins Schlafzimmer. Ein bisschen Ruhe ist ganz nett, am liebsten würde ich jetzt das Spielhäuschen im Garten aufstellen, aber der Mann ist nicht motiviert. Also nehme ich mir stattdessen des Babys Geburtstagskerze vor. Die wurde bei der Taufe im März etwas in Mitleidenschaft gezogen. Ich bin leider nicht ganz erfolgreich, die letztens bestellten Buchstaben sind viel zu groß und dick. Da muss ich nochmal in die Stadt kommende Woche.

Ich setze mich an den Computer, eine Überweisung tätigen und diesen Beitrag beginnen. Ich komme nicht weit, um kurz nach zehn ist das Baby wieder wach. Ich versuche, sie nochmal in den Schlaf zu stillen, da sie eindeutig noch nicht ausgeschlafen ist, es klappt aber leider nicht. Dann muss es jetzt so gehen. Bis halb zwei muss sie mindestens durchhalten.

Ich erledige dies und das, hänge Wäsche auf und lese in jeder freien Minute in meinem aktuellen Buch. Das möchte ich morgen zurückgeben und spannend ist es auch. Um halb zwölf gucken wir Sendung mit der Maus. Danach kriegt das Baby schon mal was zu essen, sie isst ne ganze Menge. Der Mann will sich ein halbes Stündchen hinlegen, seine Nacht war nämlich ziemlich kurz. Das große Kind möchte auch was essen, sie kriegt eine halbe Banane und Haferflocken. Das Baby haut zwischendurch zweimal in die Windel.

Zum xten Mal räume ich die Kinderbücher ins Regal, wo sie innerhalb kürzester Zeit vom Baby herausgezogen werden. Zu Büchern hat sie eine ganz besondere Beziehung. Gegen 13 Uhr habe ich mein Buch ausgelesen und empfehle es auf Twitter weiter.
Dann kann ich ja morgen beruhigt zur Bücherhalle gehen. Das letzte Mal musste ich ziemlich viele Gebühren zahlen, ich hatte das Verlängern schlicht vergessen. Das soll nicht nochmal vorkommen.

Heute nachmittag fahren wir zu Freunden zum Grillen in deren Kleingarten. Gegen 13:30 Uhr wollen wir los.
Ok, 13:30 Uhr war etwas übertrieben. Wir fahren um kurz vor zwei los und finden den Garten sogar ohne Navi.

Den Nachmittag verbringen wir mit Reden (die Erwachsenen), Essen (alle), Rasierschaumparty, Planschen, Spielen und Heulen (die Kinder). Das Baby macht zwischen viertel nach drei und vier einen Mittagsschlaf.

Gegen halb sieben fahren wir nach Hause. Die Kinder werden ohne Umwege in die Badewanne gesteckt, bekommen Abendbrot und dürfen noch zwei Folgen Paw Patrol gucken. Dann geht es hoch zum Zähneputzen. Das große Kind möchte im Schlafzimmer schlafen. In Papas Bett. Das Baby ist begeistert! Na gut. Das große Kind schläft innerhalb von Minuten ein. Das Baby stillt eine Weile, als ich sie jedoch endgültig in den Schlaf tragen will, ist sie gut gelaunt und macht keinerlei Anstalten zu schlafen.

Ich gehe mit ihr zum Mann ins Arbeitszimmer. Er guckt Baseball. Das Baby spielt. Ich lese ein bisschen und liege rum. Es ist ein bisschen Leerlauf. Ich bin müde, müsste aber eigentlich noch was essen, habe aber keinen Hunger.

Also erstmal diesen Beitrag weiterschreiben. Es ist jetzt zwanzig vor neun.
Dann versuche ich, das Baby erneut ins Bett zu bringen und scheitere. Ich mache ihr eine neue Windel, lasse sie beim Papa und gehe erstmal was zu Abend essen. Im Wohnzimmer lese ich die 11 Freunde und esse. An den Geräuschen von oben höre ich, dass der Mann es wohl geschafft hat, das Baby zum Schlafen zu bringen und ins Bett zu legen.

Ich esse fertig und schreibe diesen Beitrag fertig. Es ist 21:29 Uhr. Gute Nacht!

WMDEDGT Juni 2018

Wie jeden 5. eines Monats möchte Frau Brüllen wissen, was wir eigentlich den ganzen Tag so machen.

Mein Tag beginnt um zehn nach fünf. Da ist das Baby endgültig wach und lässt sich nicht mehr in den Schlaf stillen. Ich bin genervt, denn ich bin todmüde und habe Halsschmerzen. Ich nehme das Baby mit, wickle sie und setze sie in das Zimmer des großen Kindes, wo sie spielen kann. Ich selbst lege mich ins Kinderbett und döse vor mich hin, bis das Baby zu quaken anfängt.
Nochmal wickeln. Dann hängen wir noch etwas rum, bis ich sie um kurz vor sechs dem Mann übergebe und nochmal eine halbe Stunde ins Bett gehe.

Das große Kind wird um halb sieben wach. Ich stehe um viertel vor sieben endgültig auf. Der Mann geht heute zum Glück etwas später zur Arbeit. Ich frühstücke und räume etwas auf. Der Mann ist mit dem Baby oben. Es ist verdächtig still. Sie ist wohl eingeschlafen. Klar, wer schon um fünf Party macht. Das große Kind und ich gehen Zähne putzen und Haare machen. Das ist jetzt etwas einfacher, war sie doch gestern beim Friseur. Dann beschließt sie, sich auch wieder hinlegen zu müssen. Ich gehe aufs Klo und stelle fest, dass ich meine Regel bekommen habe. Also Menstasse auskochen. Der Mann verabschiedet sich zur Arbeit. Ich gehe erneut aufs Klo. Um kurz nach halb neun wird das Baby wach und ich muss das große Kind etwas antreiben.

Wir gehen vermutlich pünktlich los. Ich habe meine Armbanduhr unauffindbar verlegt, weshalb ich etwas durch die Zeit schwebe.

Ich gebe sie in der Kita ab, nach einigem Hin und Her, denn eigentlich möchte sie mit ihren Freundinnen raus, es dürfen aber erstmal nur die Größeren raus.
Dann fahre ich nach Hause, wo ich eine Weile mit dem Baby abhänge. Dann versuche ich die Telefonnummer der Ansprechpartnerin von einer meiner offenen Bewerbungen herauszufinden. Es gibt keine. Also schreibe ich eine E-Mail und erhalte die Antwort, dass das Auswahlverfahren noch laufe. Wie nett, vielleicht hab ich ja Glück. Dann rufe ich beim Kinderarzt an, um einen Termin für die U8 vom großen Kind auszumachen. Mein Anruf kann nicht entgegen genommen werden. Ich hinterlasse eine Nachricht.

Gegen viertel vor elf mache ich die Gartenserie auf Netflix an, die ich kürzlich entdeckt habe. Das Baby spielt vor sich hin, wird dann aber unleidlich. Ich trage sie im Schlafzimmer in den Schlaf, es jetzt etwa 20 nach elf.

Dann beschäftige ich mich mit dem Briefkasten. Der ist rostig. Dabei ist das Edelstahl. Mit Putzstein kriege ich den Rost fast vollständig weg. Nun ist er ein wenig zerkratzt, aber das sieht man fast gar nicht.

Danach ist Zeit fürs Kochen. Heute soll es Bohnen-Kartoffel-Stampf geben. Ich schneide alles klein, setze die Kartoffeln auf und gehe dann die Serienfolge zu Ende anschauen. Jetzt sind die Bohnen dran mit Kochen. Im keller, wo ich das Bohnenkraut aus dem Gefrierfach holen will, erlebe ich eine kleine Enttäuschung. Das, was ich für Bohnenkraut hielt, ist in Wirklichkeit Thymian. Das Bohnenkraut hab ich dann wohl letztens versehentlich entsorgt. Wie schade, ich liebe Bohnenkraut.

Um viertel vor eins erwacht das Baby aus seinem Mittagsschlaf. Wir essen gemeinsam, danach spielt sie etwas und ich aktualisiere diesen Beitrag.

Gegen zehn vor zwei machen wir uns auf den Weg zur Kita. Das große Kind ist draußen im Garten und zum Glück willens mitzukommen. Das geht manchmal auch ganz anders. Sie freut sich, als ich sage, dass wir zur Bücherhalle gehen wollen. Das tun wir dann auch.
Dort angekommen, gebe ich die Bücher zurück und möchte dann erstmal dringend aufs Klo. Kaum habe ich das zum Kind gesagt, fällt ihr ein, dass sie dringend Kaka muss. Das Klo ist besetzt. Es ist sehr leise und ich hoffe, dass es überhaupt geöffnet ist. Schließlich hört man aber doch was. Ein Jugendlicher mit Handy in der Hand kommt heraus. Ich habe sofort unangenehme Bilder im Kopf. Jedenfalls können wir jetzt unsere Geschäfte erledigen.

Dann setze ich die Kinder in die Kinderbuchabteilung und gehe zu den Regalen mit Büchern für mich, dabei immer ein Auge auf dem Baby. Dort gibt es nämlich ein dreistufiges Podest zum draufsitzen und sie klettert später tatsächlich komplett drauf. Da stehe ich aber nebendran.

Ich finde einige Bücher und auch zwei Zeitschriften. Das Kind möchte sich merkwürdige Bücher und Spiele ausleihen. Ich überrede sie sanft zu einem Spiel und einem anderen Buch.

Nach dem Ausleihen und Verlassen der Bücherhalle gehen wir Richtung Einkaufszentrum. Ich habe ein Eis versprochen und muss vorher aber noch Geld holen. Das Eis gibt es im Einkaufszentrum selbst. Das Kind möchte ihre Eiskugel in der Waffel. Ich lasse ich breitschlagen und nehme selber Schokolade und Pfirsich im Becher. Wir setzen uns auf eine Bank. Das Baby darf auch mal probieren. Das Eis in der Waffel ist erwartungsgemäß eine Sauerei. Zumal sie die Waffel am Ende gar nicht isst. Es gibt das nächste Mal also wieder Eis im Becher.

Danach gehen Richtung Bus mit Halt beim Erdbeerhäuschen (3,50€ das Pfund, die von gestern hätten 2€ gekostet, das hab ich zu spät gesehen) und beim Bäcker, für eine Brezel.

Ab mit dem Bus nach Hause. Das Baby ist sehr müde und ich lege sie direkt hin. Gegen kurz vor vier schläft sie. Das Kind möchte das Spiel spielen. Es stellt sich heraus, dass die Anleitung fehlt. Super. Fürs Spielen nicht so dramatisch, aber ich fürchte, dass das auf uns zurückfällt. Denn eigentlich werden die Spiele beim Abgeben kontrolliert. Außerdem fällt uns auf, dass das Kind ihre Sonnenbrille in der Bücherhalle vergessen hat. Da kann ich frühstens Donnerstag nachfragen.

Um zwanzig nach vier wecke ich das Baby. Wir gehen nach draußen auf die Terrasse, wo der Sandkasten steht. Ich versuche ein wenig in einem meiner ausgeliehenen Bücher zu lesen, aber es ist hoffnungslos.

Das große Kind möchte ein Butterbrot. Ich mache ihr eins. Sie legt es auf den Sandkastenrand und wird sandig. Das Baby schleicht sich sofort heran und klaut das Brot. Beide manschen mit Brot und Wurst rum und spätestens als das Kind dem Baby die Wurst auf den Kopf legt, ist meine Geduld am Ende. Ich bin wütend und sammle alles ein.

Dann kommt zum Glück der Mann nach Hause. Das Kind darf ein bisschen fernsehen und er erzählt von der Veranstaltung, auf der er heute war. Dann baden wir die Kinder und ziehen sie an, wobei wir mehrere Kämpfe mit dem großen Kind ausfechten. Sie ist offenbar ziemlich müde und hat nur noch vollkommenen Blödsinn im Kopf.

Schließlich schaffen wir es auch, beide abzufüttern, eins kriegt Frischkäsebrot, eins Wurstbrot.

Um kurz nach sieben gehen wir nach oben, Windel anziehen und Zähne putzen. Mann und Kind gucken noch ein Wimmelbuch an, ich stille das Baby. Dann fährt er einkaufen. Die Kinder sind noch nicht müde und spielen noch ein wenig. Das Baby erkundet den Flur, reibt sich dann aber doch die Augen. Ich trage sie ausdauernd herum und singe, bis sie um kurz nach halb acht schläft. Das große Kind ist schon etwas eher eingeschlafen.

Im Wohnzimmer angekommen, räume ich etwas auf und schreibe diesen Beitrag zu Ende. Der Mann kommt vom einkaufen nach Hause und berichtet, dass es keine Haferflocken mehr gab. Oh oh!

Mein Tag wird nicht mehr lang sein. Morgen habe ich ein Vorstellungsgespräch, auf das ich mich noch etwas vorbereiten muss. Danach duschen und rechtzeitig ins Bett.

Gute Nacht!

Ein dreiviertel Jahr Chillerbaby

Mein liebes kleines Mädchen,

9 Monate wirst du heute alt. Übermorgen bist du genauso lange aus dem Bauch, wie du darin warst. Und nur noch drei Monate wird es dauern, dann bist du kein Baby mehr, sondern ein Kleinkind. Ich kann es kaum fassen.

Denn du bist immer noch sehr Baby. War deine große Schwester schon mit zehn, elf Monaten Kleinkind, mit Spängchen im Haar, so kultivierst du deine Babyfrisur und in Kombination mit deinen großen Kulleraugen wirst du gerne mal für zwei Monate jünger gehalten als du bist. Ein Blick ins Fotoalbum bestäigt das. Äußerlich hast du dich in den letzten Monaten wirklich kaum verändert.

Aber ums Äußerliche geht es ja eigentlich nicht. Motorisch hat sich seit meinem letzten Bericht natürlich einiges getan, wenn auch anders als ich erwartet hatte.

Ich war sicher, dass du mit acht, achteinhalb Monaten sitzen können würdest. Nun, setzt man dich hin, sitzt du auch ganz ok, aber das ist ja nicht so ganz das Richtige. Mit einem dicken Kissen im Rücken darfst du aber seit Mitte April trotzdem schon im TrippTrapp sitzen. Ich versuche aber, es nicht zu übertreiben.

Auch der Vierfüßlerstand, aus dem das Sitzen ja in den meisten Fällen hervorgeht, ist noch nicht so recht etabliert. Seit einigen Tagen ziehst du immer wieder die Knie an, scheinst aber entweder keinen Sinn darin zu sehen oder es fehlt noch die Kraft, denn für gewöhnlich platschst du nach ein paar Sekunden wieder auf den Bauch.

Das heißt aber natürlich nicht, dass hier nur Frust herrschen würde. Denn vorwärts kommst du. Ende März fingst du an, dich zu kullern. Dass das vorkommt, hatte ich wohl gewusst, aber noch nie gesehen. Du hattest die Seitwärtsdrehungen bald perfektioniert und kullertest dich durch Wohnzimmer, bis du etwas interessantes zum Spielen gefunden hattest. Du warst darin auch ziemlich flott und man musste bald gucken, wo das Baby denn jetzt schon wieder hin ist.

Beim Kullern blieb es aber nicht lange, kurze Zeit später fingst du an zu robben, aber auch nur für ein paar Tage, dann kam das „Robbeln“. Ein Fortbewegungsart, die schon sehr an Krabbeln erinnert, allerdings mit dem Po unten und auf den Unterarmen. Da du damit in einem Affenzahn überall hinkommst, hast du vermutlich auch keine Interesse, „richtiges“ Krabbeln zu lernen.

Feinmotorisch geht es derzeit Richtung Pinzettengriff. Du bist an allem interessiert und grapschst auch alles an. Manchmal macht mich das wahnsinnig, weil ich die Sachen gar nicht so schnell in Sicherheit bringen kann.

Zwei Zähne hast du bekommen. Im Abstand von fast zwei Monaten. Jetzt ist aber erstmal wieder Pause.

Schlaftechnisch ist es ganz ok. Wenn du nicht gerade krank bist, schläfst du meist ganz gut, ich kann oft nicht sagen, wie oft du eigentlich aufwachst. Es gibt allerdings auch Nächte, in denen du plötzlich knallwach bist und das dann gerne mal für zwei Stunden. Es gibt schöneres, aber es ist auch nicht soo schlimm, wie man meinen könnte. Tagsüber stellst du dich derzeit von drei auf zwei Schläfchen um, es kommt allerdings immer darauf an, wann du aufgewacht bist. Du bist nach wie vor Frühaufsteherin und wir sind immer ganz froh, wenn du nicht schon um halb sechs guckst, ob Mama schon wach ist.

Ansonsten bist einfach ein gut gelauntes Strahlebaby, das bisher so gut wie gar nicht fremdelt.
Wir freuen uns jeden Tag über dich, kleine Maus!