WMDEDGT Juni 2018

Wie jeden 5. eines Monats möchte Frau Brüllen wissen, was wir eigentlich den ganzen Tag so machen.

Mein Tag beginnt um zehn nach fünf. Da ist das Baby endgültig wach und lässt sich nicht mehr in den Schlaf stillen. Ich bin genervt, denn ich bin todmüde und habe Halsschmerzen. Ich nehme das Baby mit, wickle sie und setze sie in das Zimmer des großen Kindes, wo sie spielen kann. Ich selbst lege mich ins Kinderbett und döse vor mich hin, bis das Baby zu quaken anfängt.
Nochmal wickeln. Dann hängen wir noch etwas rum, bis ich sie um kurz vor sechs dem Mann übergebe und nochmal eine halbe Stunde ins Bett gehe.

Das große Kind wird um halb sieben wach. Ich stehe um viertel vor sieben endgültig auf. Der Mann geht heute zum Glück etwas später zur Arbeit. Ich frühstücke und räume etwas auf. Der Mann ist mit dem Baby oben. Es ist verdächtig still. Sie ist wohl eingeschlafen. Klar, wer schon um fünf Party macht. Das große Kind und ich gehen Zähne putzen und Haare machen. Das ist jetzt etwas einfacher, war sie doch gestern beim Friseur. Dann beschließt sie, sich auch wieder hinlegen zu müssen. Ich gehe aufs Klo und stelle fest, dass ich meine Regel bekommen habe. Also Menstasse auskochen. Der Mann verabschiedet sich zur Arbeit. Ich gehe erneut aufs Klo. Um kurz nach halb neun wird das Baby wach und ich muss das große Kind etwas antreiben.

Wir gehen vermutlich pünktlich los. Ich habe meine Armbanduhr unauffindbar verlegt, weshalb ich etwas durch die Zeit schwebe.

Ich gebe sie in der Kita ab, nach einigem Hin und Her, denn eigentlich möchte sie mit ihren Freundinnen raus, es dürfen aber erstmal nur die Größeren raus.
Dann fahre ich nach Hause, wo ich eine Weile mit dem Baby abhänge. Dann versuche ich die Telefonnummer der Ansprechpartnerin von einer meiner offenen Bewerbungen herauszufinden. Es gibt keine. Also schreibe ich eine E-Mail und erhalte die Antwort, dass das Auswahlverfahren noch laufe. Wie nett, vielleicht hab ich ja Glück. Dann rufe ich beim Kinderarzt an, um einen Termin für die U8 vom großen Kind auszumachen. Mein Anruf kann nicht entgegen genommen werden. Ich hinterlasse eine Nachricht.

Gegen viertel vor elf mache ich die Gartenserie auf Netflix an, die ich kürzlich entdeckt habe. Das Baby spielt vor sich hin, wird dann aber unleidlich. Ich trage sie im Schlafzimmer in den Schlaf, es jetzt etwa 20 nach elf.

Dann beschäftige ich mich mit dem Briefkasten. Der ist rostig. Dabei ist das Edelstahl. Mit Putzstein kriege ich den Rost fast vollständig weg. Nun ist er ein wenig zerkratzt, aber das sieht man fast gar nicht.

Danach ist Zeit fürs Kochen. Heute soll es Bohnen-Kartoffel-Stampf geben. Ich schneide alles klein, setze die Kartoffeln auf und gehe dann die Serienfolge zu Ende anschauen. Jetzt sind die Bohnen dran mit Kochen. Im keller, wo ich das Bohnenkraut aus dem Gefrierfach holen will, erlebe ich eine kleine Enttäuschung. Das, was ich für Bohnenkraut hielt, ist in Wirklichkeit Thymian. Das Bohnenkraut hab ich dann wohl letztens versehentlich entsorgt. Wie schade, ich liebe Bohnenkraut.

Um viertel vor eins erwacht das Baby aus seinem Mittagsschlaf. Wir essen gemeinsam, danach spielt sie etwas und ich aktualisiere diesen Beitrag.

Gegen zehn vor zwei machen wir uns auf den Weg zur Kita. Das große Kind ist draußen im Garten und zum Glück willens mitzukommen. Das geht manchmal auch ganz anders. Sie freut sich, als ich sage, dass wir zur Bücherhalle gehen wollen. Das tun wir dann auch.
Dort angekommen, gebe ich die Bücher zurück und möchte dann erstmal dringend aufs Klo. Kaum habe ich das zum Kind gesagt, fällt ihr ein, dass sie dringend Kaka muss. Das Klo ist besetzt. Es ist sehr leise und ich hoffe, dass es überhaupt geöffnet ist. Schließlich hört man aber doch was. Ein Jugendlicher mit Handy in der Hand kommt heraus. Ich habe sofort unangenehme Bilder im Kopf. Jedenfalls können wir jetzt unsere Geschäfte erledigen.

Dann setze ich die Kinder in die Kinderbuchabteilung und gehe zu den Regalen mit Büchern für mich, dabei immer ein Auge auf dem Baby. Dort gibt es nämlich ein dreistufiges Podest zum draufsitzen und sie klettert später tatsächlich komplett drauf. Da stehe ich aber nebendran.

Ich finde einige Bücher und auch zwei Zeitschriften. Das Kind möchte sich merkwürdige Bücher und Spiele ausleihen. Ich überrede sie sanft zu einem Spiel und einem anderen Buch.

Nach dem Ausleihen und Verlassen der Bücherhalle gehen wir Richtung Einkaufszentrum. Ich habe ein Eis versprochen und muss vorher aber noch Geld holen. Das Eis gibt es im Einkaufszentrum selbst. Das Kind möchte ihre Eiskugel in der Waffel. Ich lasse ich breitschlagen und nehme selber Schokolade und Pfirsich im Becher. Wir setzen uns auf eine Bank. Das Baby darf auch mal probieren. Das Eis in der Waffel ist erwartungsgemäß eine Sauerei. Zumal sie die Waffel am Ende gar nicht isst. Es gibt das nächste Mal also wieder Eis im Becher.

Danach gehen Richtung Bus mit Halt beim Erdbeerhäuschen (3,50€ das Pfund, die von gestern hätten 2€ gekostet, das hab ich zu spät gesehen) und beim Bäcker, für eine Brezel.

Ab mit dem Bus nach Hause. Das Baby ist sehr müde und ich lege sie direkt hin. Gegen kurz vor vier schläft sie. Das Kind möchte das Spiel spielen. Es stellt sich heraus, dass die Anleitung fehlt. Super. Fürs Spielen nicht so dramatisch, aber ich fürchte, dass das auf uns zurückfällt. Denn eigentlich werden die Spiele beim Abgeben kontrolliert. Außerdem fällt uns auf, dass das Kind ihre Sonnenbrille in der Bücherhalle vergessen hat. Da kann ich frühstens Donnerstag nachfragen.

Um zwanzig nach vier wecke ich das Baby. Wir gehen nach draußen auf die Terrasse, wo der Sandkasten steht. Ich versuche ein wenig in einem meiner ausgeliehenen Bücher zu lesen, aber es ist hoffnungslos.

Das große Kind möchte ein Butterbrot. Ich mache ihr eins. Sie legt es auf den Sandkastenrand und wird sandig. Das Baby schleicht sich sofort heran und klaut das Brot. Beide manschen mit Brot und Wurst rum und spätestens als das Kind dem Baby die Wurst auf den Kopf legt, ist meine Geduld am Ende. Ich bin wütend und sammle alles ein.

Dann kommt zum Glück der Mann nach Hause. Das Kind darf ein bisschen fernsehen und er erzählt von der Veranstaltung, auf der er heute war. Dann baden wir die Kinder und ziehen sie an, wobei wir mehrere Kämpfe mit dem großen Kind ausfechten. Sie ist offenbar ziemlich müde und hat nur noch vollkommenen Blödsinn im Kopf.

Schließlich schaffen wir es auch, beide abzufüttern, eins kriegt Frischkäsebrot, eins Wurstbrot.

Um kurz nach sieben gehen wir nach oben, Windel anziehen und Zähne putzen. Mann und Kind gucken noch ein Wimmelbuch an, ich stille das Baby. Dann fährt er einkaufen. Die Kinder sind noch nicht müde und spielen noch ein wenig. Das Baby erkundet den Flur, reibt sich dann aber doch die Augen. Ich trage sie ausdauernd herum und singe, bis sie um kurz nach halb acht schläft. Das große Kind ist schon etwas eher eingeschlafen.

Im Wohnzimmer angekommen, räume ich etwas auf und schreibe diesen Beitrag zu Ende. Der Mann kommt vom einkaufen nach Hause und berichtet, dass es keine Haferflocken mehr gab. Oh oh!

Mein Tag wird nicht mehr lang sein. Morgen habe ich ein Vorstellungsgespräch, auf das ich mich noch etwas vorbereiten muss. Danach duschen und rechtzeitig ins Bett.

Gute Nacht!

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Ein dreiviertel Jahr Chillerbaby

Mein liebes kleines Mädchen,

9 Monate wirst du heute alt. Übermorgen bist du genauso lange aus dem Bauch, wie du darin warst. Und nur noch drei Monate wird es dauern, dann bist du kein Baby mehr, sondern ein Kleinkind. Ich kann es kaum fassen.

Denn du bist immer noch sehr Baby. War deine große Schwester schon mit zehn, elf Monaten Kleinkind, mit Spängchen im Haar, so kultivierst du deine Babyfrisur und in Kombination mit deinen großen Kulleraugen wirst du gerne mal für zwei Monate jünger gehalten als du bist. Ein Blick ins Fotoalbum bestäigt das. Äußerlich hast du dich in den letzten Monaten wirklich kaum verändert.

Aber ums Äußerliche geht es ja eigentlich nicht. Motorisch hat sich seit meinem letzten Bericht natürlich einiges getan, wenn auch anders als ich erwartet hatte.

Ich war sicher, dass du mit acht, achteinhalb Monaten sitzen können würdest. Nun, setzt man dich hin, sitzt du auch ganz ok, aber das ist ja nicht so ganz das Richtige. Mit einem dicken Kissen im Rücken darfst du aber seit Mitte April trotzdem schon im TrippTrapp sitzen. Ich versuche aber, es nicht zu übertreiben.

Auch der Vierfüßlerstand, aus dem das Sitzen ja in den meisten Fällen hervorgeht, ist noch nicht so recht etabliert. Seit einigen Tagen ziehst du immer wieder die Knie an, scheinst aber entweder keinen Sinn darin zu sehen oder es fehlt noch die Kraft, denn für gewöhnlich platschst du nach ein paar Sekunden wieder auf den Bauch.

Das heißt aber natürlich nicht, dass hier nur Frust herrschen würde. Denn vorwärts kommst du. Ende März fingst du an, dich zu kullern. Dass das vorkommt, hatte ich wohl gewusst, aber noch nie gesehen. Du hattest die Seitwärtsdrehungen bald perfektioniert und kullertest dich durch Wohnzimmer, bis du etwas interessantes zum Spielen gefunden hattest. Du warst darin auch ziemlich flott und man musste bald gucken, wo das Baby denn jetzt schon wieder hin ist.

Beim Kullern blieb es aber nicht lange, kurze Zeit später fingst du an zu robben, aber auch nur für ein paar Tage, dann kam das „Robbeln“. Ein Fortbewegungsart, die schon sehr an Krabbeln erinnert, allerdings mit dem Po unten und auf den Unterarmen. Da du damit in einem Affenzahn überall hinkommst, hast du vermutlich auch keine Interesse, „richtiges“ Krabbeln zu lernen.

Feinmotorisch geht es derzeit Richtung Pinzettengriff. Du bist an allem interessiert und grapschst auch alles an. Manchmal macht mich das wahnsinnig, weil ich die Sachen gar nicht so schnell in Sicherheit bringen kann.

Zwei Zähne hast du bekommen. Im Abstand von fast zwei Monaten. Jetzt ist aber erstmal wieder Pause.

Schlaftechnisch ist es ganz ok. Wenn du nicht gerade krank bist, schläfst du meist ganz gut, ich kann oft nicht sagen, wie oft du eigentlich aufwachst. Es gibt allerdings auch Nächte, in denen du plötzlich knallwach bist und das dann gerne mal für zwei Stunden. Es gibt schöneres, aber es ist auch nicht soo schlimm, wie man meinen könnte. Tagsüber stellst du dich derzeit von drei auf zwei Schläfchen um, es kommt allerdings immer darauf an, wann du aufgewacht bist. Du bist nach wie vor Frühaufsteherin und wir sind immer ganz froh, wenn du nicht schon um halb sechs guckst, ob Mama schon wach ist.

Ansonsten bist einfach ein gut gelauntes Strahlebaby, das bisher so gut wie gar nicht fremdelt.
Wir freuen uns jeden Tag über dich, kleine Maus!

WMDEDGT April 2018

(Seit fünf Jahren schon sammelt Frau Brüllen unsere Berichte an jedem 5. eines Monats!)

So früh hab ich noch nie angefangen, einen Bericht zu schreiben. Es zehn vor eins in der Nacht. Vor ungefähr einer Stunde fing plötzlich das große Kind an zu kotzen. Perfektes Timing, ist doch der Mann die nächsten anderthalb Tage nicht da und ich hatte uns extra für heute Nachmittag verabredet, damit wir nicht zu Hause rumsitzen müssen. Daraus wird wohl nichts. Nun hoffe ich, dass das Kind nichts ansteckendes hat. Eine Runde Magen-Darm für die ganze Familie können wir eher nicht gebrauchen. Aber wenn kann man das schon.

Wir diskutieren, was die Ursache war. Viel Schlaf wird es heute Nacht wohl nicht geben. Immer lauschen wir auf verdächtige Geräusche aus dem Kinderzimmer. Die Matratze im Schlafzimmer ist ja nun leider vorerst unbenutzbar.

Nach dem zweiten übergeben ist Ruhe. Ich sitze bis zehn vor zwei an ihrem Bett, bis ich mich in mein eigenes wage. Es dauert eine Weile, bis ich einschlafe. Die Nacht ist um 6 vorbei, da ruft das große Kind nach mir. Sie kommt mit ins Schlafzimmer, wo sie sich ins Kinderbett legt und vor sich hin flüstert. Das Baby regt sich auch schon und ich möchte einfach nur schlafen. Um halb sieben klingelt der Wecker vom Mann.

Er zieht sich an, geht Brötchen holen und packt dann seinen Kram. Er nimmt das Baby mit, das Kind und ich liegen noch eine Weile rum. Schließlich stehen wir auf und ich stecke das Kind in die Wanne. Sie riecht trotz des nächtlichen Duschens immer noch ungut.

Dann legt sie sich in ihr Bett und ich rufe in der Kita an, um sie für heute abzumelden. Ich lass offen, ob sie morgen hingeht. Ich bin mittlerweile überzeugt, dass es nur ein verdorbener Magen ist. Mir ist eingefallen, dass sie am Tag zuvor ihr Brötchen an einem Mülleimer gerieben hat. Wenn man einmal eine Sekunde wegguckt..

Ich schaue nach der Wäsche. Und stelle fest, dass sie nicht sauber geworden ist, da war die Waschmaschine mal wieder zu voll. Also einen Teil nochmal rein.

Mir ist auch ziemlich flau, aber das ist wohl mehr solidarisch.

Um acht wird das Baby müde, ich stille sie und trage sie in den Schlaf.

Um halb neun kommen die Kollegen vom Mann. Sie stellen sich mir vor, dann steigen alle ins Auto und weg sind sie. Bis morgen Mittag bin ich nun Strohwitwe.

Das große Kind hat unterdessen einen kleinen Zusammenbruch, weil sie nicht in die Kita darf heute. Nun ja. Morgen vielleicht.
Sie möchte auf dem Sofa liegen und ihr Freundebuch vorgelesen bekommen. Dann gehe ich in die Küche und setze Brotteig an. Das Baby wird um kurz vor neun wach. Das Kind möchte nun lieber im Bett liegen, wo sie auch bald einschläft.

So, Zeit fürs Frühstück. Das flaue Gefühl wurde von Hunger abgelöst.

Dann hängen wir Wäsche auf und ich schmeiße direkt die nächste Maschine an. Danach muss der Brotteig in die Formen verfrachtet werden. Ich hab diesmal ziemlich viel Wasser genommen. Da geht der zwar schön auf, aber es besteht immer die Gefahr, dass er zu löchrig wird.

Ich telefoniere mit meiner Mutter und erzähle ihr von der aktuellen Lage. Das Baby ist müde und schläft um kurz vor elf beim Stillen ein. Zeit, sich um den Teppichboden zu kümmern. Der hat ein bisschen was abgekriegt letzte Nacht. Das Brot kommt ind en Ofen. Dann ist der Abwasch dran. Als ich fast fertig bin, wird das Baby wach. Gemeinsam versuchen wir, das große Kind mal zum Aufstehen und vor allem zum Zähneputzen zu überreden. Sie möchte nochmal ihr Freundebuch vorgelesen bekommen und beschließt dann, noch eine Weile liegen zu bleiben.

Es ist zwölf Uhr, jetzt kriegt erstmal das Baby was zu essen. Ich erwärme etwas und zunächst isst sie begeistert, um sich dann wieder jammernd zu winden. Das ist grad fast jedes Mal der Fall. Schließlich geht aber doch ein bisschen was rein.

Das Brot ist fertig, es kommt raus aus dem Ofen, ich gehe wieder hoch zum Kind, da klingelt es. Die Nachbarin steht mit ihrem kleinen Sohn vor der Tür, sie hat mal wieder köstliche türkische Dinge gebacken und bringt uns etwas davon vorbei. Ich gebe ihr im Gegenzug etwas von dem frischen Brot mit.

Wir unterhalten uns kurz, dann verabschiedet sie sich. Das große Kind legt sich aufs Sofa und guckt iPad. Ich schreibe Schwiegermutter, ob sie Zeit hat, kurz vorbeizukommen, damit ich einkaufen gehen kann. Sie sagt zu, gegen 14 Uhr vorbeizukomen.
Ich packe das motzende Baby in die Rückentrage und fege eine Menge Dreck zusammen. Das große Kind möchte Haferflocken und verlangt, einen Kinderriegel vom Einkaufen mitgebracht zu bekommen.

Um viertel vor zwei klingelt es schon. Wir essen rasch eine Scheibe Brot mit Butter zusammen, dann gehen das Baby und ich einkaufen. Während der ganzen Aktion macht sie keinen mucks, schläft aber auch nicht ein.
Gegen kurz vor drei sind wir wieder daheim und meine Schwiegermutter verabschiedet sich wieder.

Das große Kind verabschiedet sich nach ihrem Kinderriegel mal wieder ins Bett und auch das Baby ist jetzt endgültig müde. Bis sie um viertel vor vier wieder wach wird, habe ich etwas Zeit für mich und schreibe an diesem Beitrag.

Ich mache dem Baby etwas Obst mit Haferflocken, doch das Spielchen wiederholt sich. Zwei, drei Löffel sind genehm, danach Geschrei. Gut, dann nicht. Ich stille sie, das zumindest geht problemlos. Um zehn nach vier beschließe ich, mal nach dem Kind zu gucken und lege das Baby zu ihr ins Bett. Ich muss mal wieder das Freundebuch vorlesen.

Schließlich kann ich sie mit Paw Patrol nochmal ins Wohnzimmer locken, doch bald ist sie wieder müde. Da geht jemand morgen definitiv nicht in die Kita. Das Baby motzt weiter vor sich hin und ich zähle die Minuten, bis beide endlich im Bett sind. Ich mache den Fernseher an. Es läuft eine Zoosendung aus der Wilhelma. Allein wegen des Dialektes bleibe ich dort hängen. Irgendwann lege ich das Baby ab und schneide in der Küche mein Brot auf. Danach koche ich Griesbrei und füttere das Baby. Selbes Spielchen, siehe oben.

Es ist 18 Uhr. Wir gehen jetzt mal hoch. Keine Lust mehr. Das Kind wird wach. Wir machen ein klein bisschen Quatsch. Dann ziehe sie um und putze ihr endlich die Zähne. Weil sie sich warm anfühlt, messe ich Fieber. 38,4. Nun denn. Das erklärt, warum sie so schlapp ist. Danach ist das Baby dran. Ich packe sie in den Schlafsack. Sie schläft beim Stillen ein.

Das große Kind kommt mit mir runter und darf nochmal iPad gucken. Ich schreibe weiter an diesem Text. Dann wird das Baby wach und es dauert eine ganze Weile, sie zu beruhigen. Als ich runter komme, hängt das Kind immer noch am iPad, lässt es sich aber widerstandslos wegnehmen und meint, sie sei müde. Sie möchte in Papas Bett. Dorthin lege ich sie und bleibe noch ein wenig mit meinem Kindle im Zimmer. Dann wird das Baby wach, ich trage sie herum. Um halb acht ist endgültig Ruhe.

Ich schreibe diesen Text zu Ende. Mir ist mal wieder flau und ich wünsche mir ganz fest, dass alle ruhig schlafen heute nacht. Ohne Kotzerei oder ähnlichem.

Gute Nacht!

WMDEDGT März 2018

Wie jeden Monat fragt Frau Brüllen, was wir eigentlich den gazen Tag so machen.

Zusammenfassend kann ich sagen: Husten und Schniefen. Die ganze Familie ist erkältet oder zumindest angeschlagen. Das Baby hatte gestern abend auch Fieber.

Aber gut, ich bin dankbar, dass es nichts schlimmeres ist.

Zum ersten Mal auf die Uhr schaue ich um kurz vor halb fünf. Das Baby hatte erst um 22:15 abends die Kurve gekriegt, seitdem haben wir maximal einmal gestillt. War also ziemlich gut die Nacht.
Sie ist aber jetzt mehr oder weniger vorbei. Es ist noch etwa eine Stunde Ruhe, aber um zwanzig nach fünf quatscht das Baby fröhlich vor sich hin. Der Mann nimmt sie zu sich ins Bett, ich döse noch etwas. Dann packt er sie aus dem Schlafsack, meint sie sei nass und geht wickeln.

Ich höre meine Eltern aufstehen. Die müssen heute schon um sieben los, sie fahren heute auf einen Nordseeinsel in den Urlaub und die Nachmittagsfähre fällt witterungsbedingt aus. Ärgerlich!

Ich stehe um viertel vor sechs auf und ziehe mich und das Baby an. Als ich runterkomme, sitzen tatsächlich alle um den Frühstückstisch. Bis auf das große Kind, das schläft ungewöhnlicherweise noch. Auch mein Bruder ist da, der fährt heute ebenfalls in den Urlaub. Wir haben am Samstag die Kinder taufen lassen, daher ist meine Familie versammelt.

Es wird etwas chaotisch. Mein Mutter hat es morgens regnen hören und der Blick aus dem Fenster offenbart einen Eispanzer auf den Gehwegen. Blitzeis, genau das, was man braucht, wenn man noch ne Weile Auto fahren muss. Prompt gerät mein Vater in Stress.

Miene Familie holt das ganze Gepäck zusammen. Sieht aus, als wollten sie ausziehen, so viel ist es. Ich frühstücke nebenher, das Baby mümmelt an einem Zwieback. Um halb sieben wacht das große Kind auf, will sich aber nicht anziehen lassen und sitzt schließlich im Schlafanzug am Tisch.

Um kurz vor sieben verabschiedet sich der Mann, gefolgt von meinem Vater mit einem Eimer heißen Wassers in der Hand. Irgendwie muss das Auto ja enteist werden. Dann geht auch mein Bruder, der muss zum Flughafen.

Eine Viertelstunde später ist das Auto enteist und beladen und meine Eltern verabschieden sich. Das große Kind sperrt sich erst noch, sie ist nicht begeistert, dass Oma und Opa schon wieder fahren, lässt sich dann aber dann doch dazu herab, aus der Tür zu winken. Sie ruft: „Auf Wiederhören!“

Dann frühstücken wir zu Ende. Das Baby kullert ein wenig im Wohnzimmer umher.
Ich räume den Frühstückstisch ab, dann möchte das Kind etwas Bandolino spielen.
Um kurz nach acht gehen wir schließlich nach oben. Zähneputzen, anziehen. Außerdem die benutzten Gästehandtucher abnehmen und in den Keller schmeißen.

Es dauert natürlich alles etwas länger, als es sich liest. Um halb neun gehen wir wieder runter, angesichts des Eises draußen möchte ich, dass wir rechtzeitig losgehen und ziehe uns alle an.
Draußen ist es nicht so glatt wie befürchtet. Trotzdem brauchen wir für den Weg zur Kita fast eine halbe Stunde, da das große Kind in Zeitlupe läuft und dazu noch durch jeden Schneehaufen und jede Schneefeld. Ich bin unwahrscheinlich genervt. Das Baby schläft zum Glück friedlich.

Schließlich sind wir in der Kita angelangt, wo ich erfreut das Freundebuch des Kindes im Fach finde. Das war bei einem anderen Kind und die eigentlich zuverlässige Mutter hatte es wohl völlig vergessen. Na, macht nix. Eine Sorge weniger.

Ich gebe das Kind ab und gehe dann mit dem Baby einkaufen. Mit Besuch schrumpfen die Vorräte doch immer deutlich schneller.
Als ich aus dem Supermarkt komme, werde ich angesprochen. Es ist eine Mutter aus dem Babyschwimmkurs, mit der ich mich die letzten Male immer gut unterhalten habe. Wir reden eine Weile über Krankheiten, wie das halt so ist mit kleinen Kindern und verabreden uns für spätestens die nächste Woche im Schwimmbad.

Ich gehe noch rasch zur Apotheke und fahre dann mit dem Bus nach Hause. Gegen viertel vor zehn bin ich daheim. Das Wetter wird freundlicher und es taut hörbar. Ich verräume die Einkäufe und nehme das Baby mit nach oben, sicherheitshalber doch nochmal Fieber messen. Aber es ist alles gut. Meine Eltern schreiben, dass sie gut am Fähranleger angekommen sind.

Das Baby wird motzig. Ich verabreiche ihr Nasentropfen und stille sie, sie ist aber doch noch nicht müde. Ich lese, dass der 5. des Monats ist und beginne diesen Text. Ohne Hinweis wäre mir das wohl nicht aufgefallen. ^^

Wir gehen wieder ins Wohnzimmer. Ich hole mir den Rest des Brötchens vom großen Kind aus dem Kühlschrank. Das Baby amüsiert sich ein wenig auf ihrer Krabbeldecke.

Um elf wird sie aber doch motzig und ich stille sie im Schlafzimmer in den Schlaf. Dann gibts noch Nasentropfen für mich selbst.
Ich schreibe an diesem Beitrag weiter und sinniere beim Blick aus dem Fenster darüber nach, ob wir heute zum Spielplatz gehen sollen oder nicht.

Das Baby schläft unerwartet zwei Stunden am Stück. Ich schaue YouTube, kümmere mich um die Wäsche und mache mir Reste vom Tag zuvor als Mittagessen warm. Außerdem habe ich beschlossen, dass wir zum Spielplatz gehen werden und bereite alles dafür vor. Dann gehe ich gucken, ob das Baby noch atmet. Tut sie. Also ist noch Zeit fürs Nägel feilen. Um kurz nach eins wird sie schließlich wach. Ich wickele sie und gebe ihr etwas zu essen. Besonders viel Hunger hat sie allerdings nicht.

Um zehn vor zwei machen wir uns auf den Weg zur Kita. Dort finde ich das Kind im Garten. Sie will erst nicht mitkommen, lässt sich dann aber doch überreden. Die Erzieherin meint, wir müssten demnächst mal ein Gespräch führen, sie möchte gerne einen Überblick haben. Das letzte Gespräch ist auch schon eine Weile her und war noch mit der vorherigen Erzieherin.

Um zehn nach zwei machen wir uns auf den Weg zum Spielplatz. Beim üblichen „mit Kind unterwegs“-Tempo brauchen wir dafür 15-20 Minuten. Heute sind es 50. Denn das Kind muss durch jede Pfütze, jedes Splittkorn zählen, jeden Schneematschhaufen mitnehmen, mit Steinen und Müll spielen, auf den Trimm-Dich-Geräten Sport machen und noch vieles mehr. Wenn sie nicht irgendwo steht oder hockt, bewegt sie sich in Zeitlupe. Für mich als bekennende Schnellgeherin ist das eine absolute Qual und mehr als einmal flehe ich sie an, doch wenigstens mal ein kleines bisschen schneller zu gehen.

Tatsächlich sind meine Freundin und ihre Tochter schon auf dem Spielplatz, das kommt sonst nie vor. Wir stecken die Kinder in Matschsachen und machen es uns gemütlich, soweit das bei den Temperaturen geht. Das Baby ist unbemerkt eingeschlafen, wie praktisch.

Spielen ist aber erstmal noch nicht. Die Kinder haben Hunger und stehen alle zwei Minuten bei uns am Tisch, um Brot, Kuchen, Kekse oder Obst zu essen. Dann wollen sie schaukeln, wir müssen anschubsen.
Es kommt zu einigen Tränen und ziemlich dreckigen Klamotten, also einem ganz normalen Spielplatznachmittag. Gegen zwanzig vor fünf verschwindet die Sonne hinter den Häusern. Wir wollen gehen, aber natürlich müssen die Kinder genau jetzt ganz dringend und völlig vertieft mit Schneematsch und Sand spielen.

Schließlich können wir sie loseisen und gehen los. Weil ich keinen Nerv auf weiteres Geschleiche habe, fahren wir heute mit dem Bus, der kommt auch nach ein paar Minuten. Das Kind ist ziemlich irritiert, normalerweise laufen wir erst ein ganzes Stück und fahren dann mit dem Bus. Heute steigen wir halt mal um.

Der Weg von der Bushaltestelle nach Hause ist ziemlich kurz, aber auf dem ersten Drittel der Einfahrt kommt wieder alles ins Stocken. Ich kann das Kind nicht bewegen, vorwärts zu gehen, aber in dem Moment kommt glücklicherweise der Mann nach Hause.
Vor der Haustür fällt das Kind noch in den letzten Haufen Schneematsch, so dass Klamotten waschen und Kind baden so richtig lohnen. Sie darf in Unterwäsche Bobo Siebenschläfer gucken, das Baby kriegt solange etwas Obst.
Dann überreden wir das Kind zum Baden, ich koche noch etwas Abendbrei, da ich mir sicher bin, dass das Obst nicht reicht. Das Baby hat derzeit nämlich ziemlich viel Hunger. Tatsächlich geht vom Abendbrei auch das meiste noch hinein.

Dann mache ich sie bettfertig und übergebe sie dem Mann. Nun muss das große Kind natürlich auch wieder überredet werden, aus der Wanne rauszukommen. Ich wasche sie und dusche sie ab, danach kommt sie ohne größere Widerrede raus und versteckt sich wie üblich auf dem Boden unter ihrem Handtuch. Sie plant, dort liegenzubleiben, weshalb ich sie in ihr Zimmer trage und in den Schlafanzug stopfe. Der Mann teilt mir mit, das Baby röche komisch. Tatsächlich ist die Windel voll. Das hätte ich wohl nicht gerochen, mein Geruchssinn macht erkältungsbedingt eine Pause.

Kurz nach halb sieben: Ich bringe das Baby ins Bett. Stillen, umhertragen, singen, wippen, singen, umhertragen, doch nochmal stillen. Schließlich schläft sie. Zwischendurch höre ich, wie das Kind den Mann anmotzt, weil er ihr nie „bis zur Musik“ die Zähne putzt. Ihre Zahnbürste spielt nach der Hälfte der Putzzeit eine Melodie, aber ihr eine Minute die Zähne zu putzen scheint dem Mann unmöglich zu sein. Tse.

Ich gehe runter und esse den Rest Brot vom Nachmittag. Dann lese ich in meinem Buch. Ich habe im Februar nur ein einziges Buch gelesen und mein aktuelles liegt nun seit fast vier Wochen herum. Ich hatte zuviel mit meiner Strickerei zu tun. Das ist jetzt aber alles fertig und nun habe ich wieder Zeit für Lektüre.

Bis 21 Uhr muss ich zweimal zum Baby rein, esse noch ein Brot und trinke Kakao und bereite zwei Behälter mit Kuchen vor. Wir haben von der Tauffeier soviel übrig, dass wir schon die Nachbarn verköstigen konnten und nun muss der Mann noch etwas für seine Kollegen mit zur Arbeit nehmen.

Aktuell ist es 21:19 Uhr. Ich werde noch etwas lesen und dann bald ins Bett gehen. Mal sehen, wie die Nacht wird.

Gute Nacht!

Ein halbes Jahr Chillerbaby

Liebes kleines Mädchen,
6 Monate bist du nun schon bei uns. Es ist kaum zu glauben!

Du bist unser kleiner Sonnenschein, jeder der dir etwas Aufmerksamkeit schenkt, wird sofort angestrahlt. „Lächle und es wird zurückgelächelt“, ist dein Motto.
Nur bei deiner einer Oma bist du anfangs immer ziemlich skeptisch. Bei deiner großen Schwester war das damals auch so, wir haben noch nicht rausgefunden, woran das liegt.

Auch allgemein bist du ein echt entspanntes und gutmütiges Baby. Deine große Schwester kann sich fast alles mit dir erlauben. Sie ist deine große Heldin und du bist begeistert, wenn sie sich mit dir beschäftigt. Besonders gerne nimmt sie dir grundlos Spielzeug weg. Aber sie „liest“ dir auch vor und kümmert sich allgemein rührend um dich. Sie möchte dir wahnsinnig gerne ungesunde Dinge wie Muffins oder Smarties füttern und ist immer maßlos enttäuscht, wenn ich ihr das verbiete. Ich schmunzle dann immer in mich hinein und denke, dass ihr euch in einem Jahr um solche Zeug schlagen werdet.

Du bist nicht nur entspannt, du bist auch Frühaufsteherin. Die letze Woche bist du fast jeden Tag gegen fünf Uhr aufgestanden. Ich bin überhaupt keine Frühaufsteherin und fand das extrem anstrengend. Zwar schläfst du meist nach einer guten Stunde wieder, aber für mich ist das Thema Schlaf für den Tag erledigt. Die letzten drei Tage war es immerhin sechs Uhr, vielleicht ist diese Phase erstmal vorbei. Die Nächte sind ansonsten ganz ok, da will ich nicht klagen. Tagsüber hast du weiterhin deinen zwei/zweieinhalb Stunden-Rhythmus.

Motorisch bist du momentan sozusagen auf dem Sprung. Du drehst sich shcon seit zwei Monaten auf den Bauch, und seit einiger Zeit auch wieder zurück. Letzteres willst du nur meist nicht, sondern meckerst lieber. Manchmal hebst du schon den Hintern oder winkelst ein Bein an. Ich könnte mir vorstellen, dass du bald beginnst zu robben. Sitzen willst du auch unbedingt, aber das funktioniert noch nicht. Deine Füße hast du natürlich auch schon längst entdeckt, aber interessanterweise willst du sie nicht in den Mund stecken. Ich bin gespannt, ob das noch kommt.

Seit einem knappen Monat bekommst du Beikost. Zunächst warst du nicht so begeistert, aber nun isst du eigentlich alles, was man dir so gibt. Zähne sind übrigens noch keine in Sicht, aber es geht auch ohne.

Manchmal wirst übrigens sogar du laut, nämlich, wenn du für deinen Geschmack zu lange im Kinderwagen umhergefahren wirst oder wenn du Autofahren musst. Beides wird aber besser. Trotzdem mache ich drei Kreuze, wenn du groß genug für Buggy und den größeren Kindersitz fürs Auto bist.

Ansonsten bist du ein Riesenbaby, dass die 70cm-Marke schon geknackt hat und derzeit Strumpfhosen trägt, welche das große Kind mit 8-10 Monaten trug. Am Donnerstag ist U5, da erfahren wir auch dein Gewicht. Es dürfte nicht allzuviel sein, du bist nämlich ziemlich schlank.

Kleine Maus, die Hälfte der Babyzeit liegt schon hinter uns. Und ab jetzt wird es richtig interessant!

1000 Fragen an mich selbst IX

101. Treffen die deinem Sternbild zugeordneten Charaktereigenschaften auf dich zu?
Die musste ich erstmal googlen. Naja. Teilweise. Ich kann tatsächlich sehr undiplomatisch und direkt sein. Aber sonst bin ich nicht so kämpferisch wie dort beschrieben.

102. Welche Farbe dominiert in deinem Kleiderschrank?
Dunkelblau. Und petrol. Und eine Farbe, die glaube offiziell dunkles Magenta heißt.

103. Holst du alles aus einem Tag heraus?
Nein. Dazu bin ich zu faul.

104. Wie viele TV-Serien schaust du regelmässig?
Keine. Ich komm nicht dazu. Selbst für Breaking Bad hab ich momentan keine Zeit.

105. In welchen Momenten wärst du am liebsten ein Kind?
Ich weiß, wann ich definitiv wieder so fühlen werde: Wenn ich mich wieder bewerbe und alles doof ist und ich keine Lust habe, mich mit solch wichtigem Erwachsenenkram zu beschäftigen.

106. Kannst du eine Woche auf das Internet verzichten?
Das habe ich bisher nicht probiert. Ich würde tatsächlich wahnsinnig gerne mal Handy- und Internetfasten, aber dazu müsste ich alleine in den Urlaub fahren.

107. Wer kennt dich am besten?
Ich mich selbst.

108. Welche Arbeit im Haushalt findest du am wenigsten langweilig?
Wäsche waschen! Ich liebe es, die Wäsche zu machen.

109. Bist du manchmal von anderen enttäuscht?
Natürlich ja. Besonders häufig leider vom Mann, aber mit dem verbringe ich ja auch die meiste Zeit.

110. Wie sieht ein idealer freier Tag für dich aus?
Arbeitsfrei hab ich ja eh momentan, also kinderfrei: Ausschlafen. Und noch ein bisschen schlafen. Essen, Fernsehen, Lesen. Draußen sitzen. Vielleicht spazieren oder in den Park gehen. Ein Nickerchen, falls es passt. Abends ewig vorm PC versacken. Ins Bett gehen und alleine in meinem Bett schlafen.

111. Bist du stolz auf dich?
Ja. Manchmal schon.

112. Welches nutzlose Talent besitzt du?
Oh, viele. Ich komme mit der Zunge an meine Nasenspitze, kann mit den Ohren wackeln, den Vulkaniergruß und das Gegenteil zeigen (das können nicht viele!), außerdem kann ich gut Knoten lösen und Geld finden.

113. Gibt es in deinem Leben etwas, das du nicht richtig abgeschlossen hast?
Fragt mal meine Strickprojekte.

114. Warum trinkst du Alkohol beziehungsweise keinen Alkohol?
Wenn ich welchen trinke, was ziemlich selten vorkommt, dann weil er mir schmeckt.

115. Welche Sachen machen dich froh?
Wenn etwas so läuft, wie ich es mir vorgestellt habe.
Wenn man einen Vorschlag von mir annimmt.

116. Hast du heute schon einmal nach den Wolken am Himmel geschaut?
Es waren heute unfassbarerweise keine Wolken am Himmel zu sehen. Aber sonst schaue ich wirklich jeden Tag nach den Wolken.

117. Welches Wort sagst du zu häufig?
meistens

118. Stehst du gern im Mittelpunkt?
Ach, manchmal ist das ganz nett, aber eigentlich bin ich da nicht der Typ für.

119. Wofür solltest du dir häufiger Zeit nehmen?
An meiner Beziehung zu arbeiten.

120. Sind Menschen von Natur aus gut?
Nein.

WMDEDGT Februar 2018

Wie jeden Monat am 5. schreibe ich auf, was ich so mache. Frau Brüllen sammelt die Beiträge.

Die Nacht ist mittelgut, ich bin definitiv wach gegen drei, da kann das Baby nicht so recht wieder einschlafen. Danach wieder um halb sechs, da ist sie endgültig wach. Ich kann sie guten Gewissens an den Mann übergeben, der war schon um neun im Bett und außerdem bin ich am Wochenende jeweils um viertel vor bzw. viertel nach fünf mit ihr aufgestanden.

Ich döse noch eine knappe Stunde, dann wird das große Kind laut, weil sie sich keine Haarspangen reinmachen lassen will. Ich stehe auf, gehe aufs Klo und wasche mich (das Kind fragt: „Was machst du da?“), darf mich dann aber nochmal für eine Viertelstunde ins Bett legen.

Um viertel vor sieben stehe ich endgültig auf, um fünf nach sieben sitze ich am Frühstückstisch. Der Mann hat heute frei, er muss nämlich dringend den Superbowl nachgucken.

Das große Kind und ich frühstücken, das Baby lutscht auf einem Stück Brötchen herum.

Danach hänge unter anderem ich Handtücher, werfe Wäsche in die Maschine und wundere mich, warum fs immer noch so viel im Korb ist. Außerdem bringe ich das Baby zum Schlafen und stelle fest, als sie schon fast die Augen zu hat, dass die Windel voll ist. Toll. Nun, sie schläft ja eh nicht lange.

Der Mann telefoniert unterdessen mit einer Autowerkstatt und einem Servicemenschen für Spülmaschinen. Am Samstag gingen nämlich sowohl Auto als auch Spülmaschine kaputt. Beides ist gleich ärgerlich, denn das Auto haben wir erst vor einem Jahr (gebraucht) gekauft und die Spülmaschine will ich eh durch eine größere ersetzen, aber das ist halt noch nichtmal in die Wege geleitet.

Ich putze mir die Zähne, dann dem Kind, ziehe sie fertig an und mache ihre Haare. Danach blicke ich ins Schlafzimmer, wo das Baby tatsächlich schon wieder wach ist und mit ihren Füßen spielt. Jetzt endlich, Windeln wechseln.

Danach geht sie ab zu Papa und ich mache das Kind für die Kita fertig. Gegen 20 vor neun gehen wir los. Draußen herrscht ausnahmsweise Winter. Also es hat eine leichte Schicht Puderzucker geschneit und die Temperaturen liegen bei etwa Null Grad. Sogar die Sonne scheint. Ganz angenehm, endlich mal nicht nur Regen und Grau zu sehen.

Wir sind pünktlich in der Kita. Das Abgeben geht fast unkompliziert, kaum bin ich aus der Tür, kommt das Kind nochmal hinterher und schmiegt sich nochmal eine Minute an mich.

Danach gehe ich nach Hause, wo der Mann mit dem Baby auf mich gewartet hat. Wir wollen die Halbzeitshow des Superbowl zusammen sehen. Justin Timberlake trägt ein Halstüchlein, wie ein Baby. Merkwürdig.

Dann hänge ich mit dem Baby Wäsche auf und bringe sie anschließend ins Bett. Es ist halb elf, als sie wieder schläft. Währenddessen beginne ich am Handy diesen Beitrag.

Dann gehe ich runter, schaue am Laptop endlich das Finale vom Dschungelcamp fertig und schreibe hieran weiter. Um viertel vor elf meint der Mann, das Baby sei wach. Tatsächlich, da rollt sie sich schon wieder herum. Weil eine Viertelstunde nun wirklich zu wenig ist, stille ich sie zurück in den Schlaf, zum Glück erfolgreich.

Das Baby schläft unterwarterweise fast eine ganze Stunde. Ich schreibe zwei Küchenbauer an, stricke dann mein aktuelles Projekt fertig und kette es ab. Dann friere ich Essen ein.

Um 20 vor zwölf fährt der Mann das Auto in die Werkstatt. Ich hoffe, er kommt heil an.
Zehn Minuten später wird das Baby wach. Ich bereite zwei Butterbrote vor, zähle die Muffins für später ab und mache dann dem Baby etwas Gemüse-Kartoffelbrei warm. Während ich sie füttere, kommt der Mann schon wieder nach Hause.

Er übernimmt das Baby, während ich mir Essen warm mache. Er selbst isst heute Döner.

Danach macht er den Abwasch. Ich bespaße das Baby und schreibe bei Gelegenheit diesen Text weiter.

In einer halben Stunde geht es los, das große Kind abholen, danach fahren wir zu einer Freundin. Das wird vermutlich ein nervenaufreibendes Treffen, weil auch noch eine weiter Mutter kommen will, die in letzter Zeit eine schlimme Sache durchgemacht hat. Mal sehen. Wenigstens haben wir Schokomuffins.

Bei der Freundin ist es schön, nur ein bisschen anstregend, weil die Kinder sehr an uns kleben und nicht so recht spielen wollen. Die Muffins kommen gut an, das Baby isst etwas Banane und Maiskringel.
Das Thema der Freundin streifen wir nur am Schluss ganz kurz, bis auf eine gewisse Traurigkeit merkt man ihr eigentlich nichts an.
Ich staube noch drei Stricksachen für das große Kind ab und biete der schwangeren Freundin Babyklamotten an. Sie hat nämlich gar nichts mehr, die Sachen der großen Tochter sind schon lange weg.

Gegen 20 nach fünf machen wir uns auf den Weg zur Bushaltestelle. Das müde Baby brüllt, bis ich sie dort rausnehme. Der Bus hat etwas Verspätung, wir fahren gemütlich durch die Gegend und müssen dann noch ein Stück laufen. Natürlich pennt das Baby auf dem Weg ein.
Daheim angekommen bin ich plötzlich völlig fertig und ruhe mich auf dem Sofa aus. Das große Kind guckt iPad, das Baby wacht um halb sieben auf. Der Mann erzählt mir von seinem Gespräch mit der Werkstatt. Offenbar ist alles nicht so schlimm, man empfielt uns einiges. Er spricht sich mit einem Freund, der gelernter KFZ-Mechaniker ist, ab.

Dann diskutieren wir mit dem Kind über Baden und Essen, sie willigt in „Waschen“ und „Butterbrot selber schmieren ein“.

Gesagt, getan. Sie isst ihr Brot, naja, vor allem den Belag, dann gehen wir alle nach oben. Es ist kurz nach sieben Uhr.

Der Mann zieht das Baby um, ich wasche das Kind und stopfe sie in Windel und Schlafanzug. Danach putze ich ihr die Zähne und sage ihr Gute Nacht. Ich bin gespannt, ob das Baby sich ins Bett bringen lassen wird. Müde genug ist sie eigentlich, trotz des späten Schlafs. Ich stille sie und trage sie dann im Dunkeln hin und her. Plötzlich leuchtet das Handy auf. Da das Baby noch keine Anstalten macht, zu schlafen, gehe ich ran. Einer der Küchenbauer ruft zurück und bittet um ein Foto der Situation, welches ich ihm zusichere.

Danach lege ich mich mit dem Baby hin, weil ich zu kaputt bin, sie weiter hin und her zu tragen. Ich stille sie, bis sie schläft. Dann gehe ich runter und mache mir was zu essen. Ich fühle mich nicht sehr gut, müde und irgendwie flau. Ich hoffe, das ist kein Vorbote einer Krankheit. Der Mann empfiehlt mir, früh ins Bett zu gehen.

Nach dem Essen geht es mir etwas besser. Ich beschließe, das Strickstück zu blocken. Dafür bietet sich der eine Kellerraum an, da liegt nämlich Teppich und es läuft nicht ständig ein neugieriges Kleinkind dort herum. Ich befeuchte das Strickstück und spanne es mit Nadeln auf einem Handtuch auf dem Teppich aus. Vermutlich hätte ich erst die Fäden vernähen sollen, aber es ist ja noch nicht fertig. Es wird ein Jäckchen für das große Kind zur Taufe in einem Monat und ich muss noch die Ärmel zusammennähen.

Danach aktualisiere ich diesen Beitrag. Es ist jetzt 20:45 Uhr und ich werde wohl den Rat des Mannes annehmen, gleich duschen und früh ins Bett gehen.

Gute Nacht!

1000 Fragen an mich selbst VIII (ab jetzt 20 Fragen auf einmal)

80. Auf welche zwei Dinge kannst du nicht verzichten?
Mein Handy. Und ein gutes Buch.

81. Was würdest du tun, wenn du fünf Jahre im Gefängnis sitzen müsstest?
Ich würde wohl versuchen, eine Ausbildung zu machen.

82. Was hat dich früher froh gemacht?
Wann früher? Im Zweifel, wenn genug Schokolade da war.

83. In welchem Outfit gefällst du dir sehr?
In dem, was grade angemessen ist. Wobei ich mein rotes Komplimentekleid schon sehr mag.

84. Was liegt auf deinem Nachttisch?
Cremedosen. Papiertaschentücher. Ein Wasserglas. Meine Armbanduhr. Mein Handy. Ladekabel. Ein Still-BH. Stofftaschentücher.

85. Wie geduldig bist du?
Ziemlich. Und ich kann sehr laut werden, wenn die Geduld irgendwann aufgebraucht ist.

86. Wer ist dein gefallener Held?
Ich habe keine Helden.

87. Gibt es Fotos auf deinem Mobiltelefon, mit denen du erpressbar wärst?
Ja.

88. Welcher deiner Freunde kennt dich am längsten?
Die Person, die mich am längsten kennt, bezeichne ich nicht mehr als Freund. Wobei nichts vorgefallen ist, wir haben uns nur auseinandergelebt.

89. Meditierst du gern?
Nein.

90. Wie baust du dich nach einem schlechten Tag wieder auf?
Faul aufm Sofa sitzen, was im Fernsehen anschauen, Schokolade essen. Alternativ stricken. Oder ein altes abgelesenes Jugendbuch lesen. Das hilft immer.

91. Wie heisst dein Lieblingsbuch?
Ich weiß nicht ob ich eines habe. Wenn es denn aber unbedingt eins sein muss, dann ist „Das Parfüm“ von Patrick Süskind ganz weit vorne.

92. Mit wem kommunizierst du am häufigsten über WhatsApp?
Mit meiner Freundin in München. Noch häufiger allerdings mit einer Freundin in Frankfurt, nur halt über Threema.

93. Was sagst du häufiger: Ja oder Nein?
Zur Zeit: Ja.

94. Gibt es Gerüchte über dich?
Zu Schulzeiten gab es welche, da möchte ich nicht genauer dran denken.

95. Was würdest du tun, wenn du nicht mehr arbeiten müsstest?
Medizin studieren. Aus reinem Interesse an der Materie.

96. Kannst du gut Auto fahren?
Leider nein. Ich hoffe, dieses Jahr wieder etwas reinzukommen.

97. Ist es dir wichtig, dass dich die anderen nett finden?
Nur bei Personen, die ich nett finde. Der Rest ist mir egal.

98. Was hättest du in deinem Liebesleben gerne anders?
Ich glaube nicht, dass ich irgendwas dazu aufschreiben werde.

99. Was unternimmst du am liebsten, wenn du abends ausgehst?
Ich gehe nicht aus. Wenn, dann würde ich einfach irgendwo sitzen, was essen und Wein trinken.

100. Hast du jemals gegen ein Gesetz verstossen?
Nicht, dass ich wüsste.

1000 Fragen an mich selbst VII

71. Welches Wort bringt dich auf die Palme?
Mami

72. Bist du schon jemals im Fernsehen gewesen?
Ja, das habe ich allerdings nicht selbst gesehen. Ich bin eines Tages mal beim Einkaufen angesprochen worden, ob ich nicht ein paar „exotische und unbekannte Früchte“ probieren und ein bisschen was dazu sagen wolle. DAs hab ich auch gemacht, es ging alles so schnell, dass ich nicht mal Zeit hatte, rot zu werden. Einige Zeit später sprach mich eine Chorkollegin an, sie hätte mich letztens im Fernsehen gesehen und ich hatte gar keine Ahnung, wovon sie sprach. Es war wohl irgendein kleinerer Regionalsender.

73. Wann warst du zuletzt nervös?
Als ich zur Weihnachtsfeier ging und den Mann mit den Kindern (und Schwiegermutter) daheim ließ.

74. Was macht dein Zuhause zu deinem Zuhause?
Der ganze Kram, den wir biem letzten Umzug mühsam reingeschleppt haben.

75. Wo informierst du dich über das Tagesgeschehen?
Radio, Twitter, Spiegel Online.

76. Welches Märchen magst du am liebsten?

77. Was für eine Art von Humor hast du?
Teilweise recht simpel. Gerne versaut. Kabarett geht aber auch gerne.

78. Wie oft treibst du Sport?
Naja. Nich so oft.

79. Hinterlässt du einen bleibenden Eindruck?
Irgendwie glaube ich, ja.

Spocht. Unterbrechung.

Nachdem ich nun etwa anderthalb Wochen mit Pausen fleißig vor mich hingeshreddet habe und auch durchaus motiviert war, muss ich das ganze jetzt leider unterbrechen.

Die Übungen haben mir sehr gefallen, auch wenn ich sie teilweise recht bald modiziert habe. Nach ein paar Tagen habe ich allerdings meine Unterschenkel und das rechte Fußgelenk ziemlich gespürt, weshalb ich das Ganze jetzt unterbrechen muss. Das Fußgelenk muckt momentan immer, sobald ich das Gelenk mehr belaste als beim Gehen oder Stehen, ich denke also, ich sollte das ernst nehmen.

Mal sehen, wann es weiter geht.