Spätsommerliche Vergleiche

Ein wunderschönes Wochenende bei tollstem Spätsommerwetter liegt hinter uns.

Wir hatten lieben Besuch von meiner Schulfreundin samt Mann und Kind. Unsere Töchter sind quasi gleich alt. Wir waren also gemeinsam schwanger und obwohl sie mir immer zehn Tage voraus war, kam unser Kind ja dann doch vier Tage eher auf die Welt.

Wir hatten uns zuletzt im Mai 2015 gesehen, da waren die beiden sieben Monate alt und nun war es sehr spannend zu sehen, wie die beiden knapp zweijährigen Mädels sich denn so verstehen würden.
Erfreulicherweise kamen sie ganz wunderbar miteinander klar. Auch wenn es morgens immer erst noch eine gewisse Auftauphase brauchte, haben sie viel miteinander gespielt, rumgequietscht und sich abends beim gemeinsamen Baden nassgespritzt.
Es war sehr entspannt, mit brav schlafenden Kindern (nun ja, das Besuchskind schlief bis acht bzw. halb neun, während unsere Nächte immerhin erst um viertel vor sieben zu Ende waren) und quasi keinen Wutanfällen und der Feststellung, dass wir und die anderen erziehungstechnisch doch größtenteils auf einer Linie liegen.

Das Wetter zeigte sich wie gesagt von seiner schönsten Seite, wir konnten gestern am Sonntag grillen und draußen sitzen und tatsächlich nochmal das Planschbecken aufbauen. Und natürlich haben wir diverse Spielplätze unsicher gemacht.

Nun bleiben bei so einem Treffen die Vergleiche der Kinder ja nicht aus. Soll und Haben sind ungefähr ausgeglichen.

Während das Besuchksind schon Sätze sagt wie : „$Name Schuhe ausgezogen“, kann unseres dafür Reißverschlüsse aufziehen und beim Malen den Stift korrekt halten (ob sie sich das in der Kita abgeschaut hat?)

Bisschen irritierend war der Schnuller. Ich bin ja durchaus pro Schnuller, aber unser Kind hat den nur die ersten paar Monate genommen und das auch nie wirklich begeistert. Das Besuchskind hingegen jammerte alle paar Minuten „Didi haben“ und lief auch viel damit herum. Vom Sprechen hielt er sie allerdings nicht ab. :D

Auch interessant: Der Besuchsvater vertritt die Ansicht „In Monaten mit r wird nicht barfuß gelaufen.“ Trotz 25°C auf der Terrasse bekam das Besuchskind also Schuhe angezogen, während unseres lediglich im kurzen Body umherlief. Das ganze wurde aber mit dem Aufbau des Planschbeckens allerdings kurzzeitig ab adsurdum geführt.

Unser Kind hängt ja auch eher der Freikörperkultur an. Sie lässt sich natürlich Schuhe anziehen. Aber sie zieht sie dann halt auch zeitnah wieder aus, was dem Besuchkind ganz offensichtlich gar nicht einfiel. (Ich bin froh, dass wir ab nächster Woche nicht mehr mit der U-Bahn zur Kita fahren müssen, denn es ist unmöglich sie davon abzuhalten, auf der Fahrt Jacke, Mütze, Schuhe und Socken auszuziehen. Und der Winter naht bekanntlich.)

Alles in allem hatten wir es also wunderschön, es waren auch sehr angenehme Gäste und wir wollen nun versuchen, uns wenigstens zweimal im Jahr zu sehen. Tatsächlich haben wir überlegt, ob wir nicht zusammen Urlaub machen sollen, unsere Kitaschließzeiten im August fallen perfekt zusammen, aber da wir quasi zeitgleich Nr. 2 planen, wird das wahrscheinlich eher nichts werden.

U7 und das Kind in der Kita

Gestern Morgen hatten wir U7. Das ist anscheinend die gefürchtetste Vorsorgeuntersuchung, weil die Kinder meist keinen Bock haben zu mitzumachen. Aber die Ärzte kennen das ja und ich war wie üblich tiefenentspannt. Ich hatte dem Kind am Abend vorher und morgens Bescheid gesagt, dass wir zum Doktor fahren und er sie anguckt. Ob sie es verstanden hat, keine Ahnung, aber für mein Gefühl war es gut.

Beim Arzt durfte ich einen Fragebogen ausfüllen, wo abgefragt wurde, welche üblichen Dinge das Kind schon kann und tut, z.B. Zwei-Wort-Sätze verwenden (ja), Tätigkeiten nachahmen (ja), ein Glas aufschrauben (WTF? Ne Tube, ja), den eigenen Namen verwenden (Nein) und ob sie weit entfernte Dinge wie Flugzeuge am Himmel sieht (oh ja, jedes Flugzeug ist zur Zeit ein Ereignis) und ob sie gut hört, also nicht im Sinne von gehorchen.

Das Kind hat alles im Grunde ganz gut mitgemacht, bis auf das Messen und später das Abhören und in die Ohren schauen. Das war Drama pur und „Aua aua!“. Ich frage mich immer, was der Arzt bei so einem schreienden Kind hören will, aber gut, er wird genug Erfahrung haben.

Das Messen war sehr lustig, oder jedenfalls die Ergebnisse. Die Helferin maß 83 cm. Ich dachte mir, hä? Das war zu Hause mehr. Da das Kreuzchen auf der Linie ziemlich abfiel, habe ich den Kinderarzt drauf aufmerksam gemacht. Er maß selbst nochmal und kam auf 88 cm (!). Okee. Ich hab daheim mit der Messlatte 86 cm gemessen und bin überzeugt, dass das korrekt ist. Jedenfalls weiß ich, dank der Aufzeichnungen meiner Mutter, dass ich in so ziemlich dem aktuellen Alter des Kindes ein Kilo leichter (Kind ist bei 11,7 kg mit Sommerklamotten und Windel) und 2 cm kleiner war. Ich bin gespannt, wieviel größer als ich sie letztlich sein wird.

Der Rest war ein bisschen fragen, ob sie sie in die Kita geht und ob sie durchschläft (phasenweise ja, aber aktuell ist es zum Kotzen, ein Neugeborenes könnte kaum schlimmer sein) und an das Kind gerichtet, wo denn ihr Bauch, ihre Nase, ihre Ohren seien. Das hat sie alles korrekt gezeigt und mir wurde gesagt, da sei sie schon recht weit. Ich war überrascht, das macht sie nämlich schon seit mehreren Monaten.

Ich erwähnte dann noch eine Sache, die mir seit dem Tag zuvor etwas im Magen lag. Das Kind heult nämlich jedesmal zum Steinerweichen, wenn ich sie abhole und zwar aus Erleichterung. Das wird in letzter Zeit immer schlimmer. Sie lässt sich allerdings problemlos abgeben, weshalb ich mir keine wirklichen Sorgen mache.
Der Erzieher meinte jedenfalls, sie sei viel zu lieb und würde sich gar nicht wehren oder mal „Nein!“ sagen, wenn andere Kinder sie ärgern. Das kommt mir aus meiner eigenen Kindheit ja schon so ein bisschen bekannt vor. *seufz* Er hat aber gestern nachmittag beim abholen gesagt, ich solle mir da nicht so viele Sorgen machen, sie würde sich schon zu helfen wissen.

Der Kinderarzt meinte ebenfalls, das wäre ganz normal und irgendwann würde das Fass schon überlaufen und dann würde sie sich auch wehren. Sie würde das ja auch bei den anderen Kindern sehen.

Das Kind ist also, wie es natürlich mein Eindruck ist, ganz prima entwickelt und hat nun eine TÜV-Plakette bis nächstes Jahr. Während der ganzen Untersuchung standen übrigens noch ein Medizinstudent (Dreiviertelarzt) und ein Praktikant herum, das war irgendwie ganz lustig. Dem Kind gefiel die Aufmerksamkeit durchaus. ;)

WMDEDGT September 2016

(Wie üblich: Hier die anderen)

Montag. Ach schön!
Die Nacht war bis 1 Uhr unruhig, das Kind jammerte immer mal vor sich hin, dann ist aber Ruhe bis um kurz vor sechs die Rolläden hochgehen. An der Helligkeit im Zimmer ändert das nicht viel, es wird eindeutig Herbst.
Der Mann steht, obwohl er heute frei hat, wie üblich zuerst auf. Ich messe meine Temperatur und gehe dann ins Bad. Ich ziehe mich an, dann wecken wir das Kind, welches müde vor sich hinplappert. Immerhin lässt sie sich heute vom Mann wickeln und anziehen, die letzten Tage war sie immer sehr entschieden, wer was machen durfte und fürs wickeln war meist ich zuständig.

Die beiden gehen schon mal runter, während ich feststelle, dass meine Jeans nicht nur nach Holzrauch riecht (gestern war Mittelaltermarkt), sondern auch undefinierbare Flecken hat, ich ziehe mich also nochmal um.

Dann ab in die Küche, Frühstück machen. Das Kind kriegt ein halbes Brötchen mit Quark, knabbert aber nur ein wenig daran. Der Mann isst irgendwelche Cerealien, und ich Müsli mit Obst und Joghurt, sowie ein halbes Brötchen. Aus Zeitgründen esse ich einen Teil vom Brötchen in der Küche, wo ich Brote schmiere. In drei Wochen muss ich nur noch für mich welche schmieren, juchhu!
Das Kind kriegt statt des Brötchens eine Banane, die wird eher angenommen.

Dann Zähneputzen beim Kind, ich trete diese Aufgabe an den Mann ab, der hat ja Zeit. Selber Zähneputzen und dann das Kind nochmal mit der Haarbürste quälen. Ihre Haare lassen sich trotz der Locken prima bürsten, aber sie schreit jedesmal wie am Spieß, ähnlich wie beim Haarewaschen. Nun, da müssen wir durch.

Dann Abmarsch, den Mann lassen wir zu Hause, der muss auf den Klempner warten. Der soll die Verstopfung unterhalb unserer Spüle beseitigen. Ich hatte schon erfolglos dran rumgeschraubt, die Engstelle muss tiefer sitzen.

Heute ist eine Premiere. Das Kind und ich werden ohne Buggy zur Kita fahren. Sie will nicht mehr darin sitzen und da ich keine Lust habe, ständig einen leeren Buggy zu bugsieren und gleichzeitig auf das Kind aufzupassen, lassen wir ihn halt zu Hause. Schade, für die Einkäufe war der ja immer sehr praktisch.

Wir erwischen unseren Bus um halb acht, die Bahn hat dafür etwas Verspätung. Die Bahnfahrt ist entspannt wie nie. Wir setzen uns hin und das Kind bleibt sogar ruhig sitzen. Der Fußweg zur Kita ist etwas zäh und wir sind ca. 10 Minuten später da als sonst. Ich gebe sie problemlos ab und mache mich auf den Weg zur Arbeit. Ich fange ein paar Pokemon, bis der Mann anruft, als ich grade in der Bahn bin (ich hasse es, in der Öffentlichkeit zu telefonieren). Er teilt mir mit, der Klempner habe die Verstopfung nicht beseitigen können. Offenbar sind die Rohre auf dem Weg in den Keller verschlammt. Die müssen aufgeschraubt und gründlich gereinigt oder ausgetauscht werden. Das ist offenbar eine völlig normale, wenn auch eklige Sache. Große Freude. Er will einen Termin dafür ausmachen.

Um halb neun bin ich im Büro. Wieder ruft der Mann an. Morgen um elf kommen die Handwerker. Da muss Schwiegermutter einspringen und die reinlassen. Zum Glück wohnt sie in der Nähe, dafür bin ich immer wieder dankbar! Der Mann muss jetzt erstmal die Keller freiräumen. Vielleicht können wir die Gelegenheit nutzen und weiter ausmisten.

Der Kollege kocht uns einen Kaffee und fragt mich, wie das Wochenende war. Wir wollten ja nach Dublin, leider hat das Kind uns am Freitag einen Strich durch die Rechnung gemacht, indem sie frühmorgens anfing, sich zu übergeben. Wieder einmal wurde bewiesen, dass man mit einem Kleinkind keine Pläne machen sollte.

Dann rätseln wir darüber, warum mein Handy sich nicht mehr mit dem WLAN verbinden will, finden aber keine Lösung.

Nun heißt es erstmal: Arbeiten!

Kurz nach 12. Nichts neues im Westen. Montags habe ich immer viel zu tun und ich wünsche mir oft, das wäre an den anderen Tagen auch so.

Zwischenzeitlich informiere ich mich über potenzielle Geburtstagsgeschenke fürs Kind. Noch 6 Wochen bis dahin, da fängt man lieber frühzeitig an. ;) Ich denke an einer Kinderküche herum. Die eine Oma will zum Glück nur Geld schenken (plus vermutlich weitere Kleinigkeiten), die andere Oma (meine Mutter) muss ich nochmal befragen. Ich stoße auf einen Artikel, dass Laufräder das Fahrradfahrenlernen beeinträchtigen und bin verunsichert. Da muss ich mich nochmal informieren.

Der andere Kollege ist jetzt auch da und hat genau das gleiche Problem mit seinem Handy und dem WLAN, bloß, dass es ein anderes WLAN ist. Blöde Technik.

Um 13:30 Uhr ist Feierabend. Ich mache mich auf den Weg zu Jako-o. Die haben prima Marketing. Ich bekam drei großzügige Rabattaufkleber zugeschickt, die will ich jetzt direkt mal einlösen. Tatsächlich finde ich einen leichten Pullover, einen Body und eine warme Mütze. Wie gesagt, es wird Herbst.

An der Kasse dauert es länger, meine EC-Karte scheint den Geist aufgegeben zu haben. Ich bin daher relativ spät in der Kita. Das Kind ist wach, sie wird jetzt immer um halb zwei geweckt. Sonst dauert es abends so ewig.

Die Rückfahrt verläuft bis auf den einen oder anderen Drama-Anfall recht ereignislos.

Gegen 15:10 Uhr sind wir zu Hause. Nach Schuhe ausziehen und Hände waschen rufe ich meine Eltern an. Die sind gestern abend spät aus dem Urlaub wiedergekommen. Es war offenbar sehr schön, aber nicht sehr erholsam. Das Kind kann zwar jetzt Oma und Opa sagen, ist aber nicht gewillt, das unter Beweis zu stellen. Nun gut, da gibt es sicher noch eine andere Gelegenheit für.

Gegen viertel vor vier kommt der Mann nach Hause. Das Kind rennt ihm entgegen, um dann plötzlich laut weinend anzuhalten. So richtig ist nicht klar, was das Problem ist. Aber wir sind es ja gewohnt.

Sie darf ein wenig am iPad spielen, während der Mann mir von dem Klempnerbesuch berichtet.

Ich esse etwas und dann machen wir uns auf den Weg zum Baumarkt. Wir leben seit 4,5 Monaten ohne Boiler in der Küche, dem wollen wir jetzt doch mal ein Ende setzen.

Auf der Strecke herrscht Stop-and-Go, ich schaffe es, ein Ei auszubrüten.

Nach längerer Suche finden wir tatsächlich den gewünschten Boiler. Das Kind läuft begeistert mit uns durch den Baumarkt.

Auf dem Rückweg halten wir noch bei Rewe an und gehen einkaufen. Und ich fange ein neues Pokemon. Immer wieder schön!

Um kurz vor sechs sind wir daheim. Wir füllen die Zeit mit Spielen, Haferflocken essen und Baden. Also insbesondere das Kind. Dann natürlich noch Anziehen und Zähneputzen.

Sie hat übrigens eine neue Marotte, sie zählt „zwei“ und will dann springen. Natürlich runter. Immerhin immer beide Hände festhaltend. So springen wir also ein paar Mal vom Bett. Dann kommt der Mann und sagt ihr Gute Nacht. Sie will erst nicht so recht einsehen, dass ich sie ins Bett bringe, akzeptiert es dann aber.

Ich liege herum, singe fürs Kind und denke über den lokalen Rückenschmerz an meinem rechten Schulterblatt nach. Immer dieselber verspannte Stelle.

Das Kind möchte jetzt dringend in ihren Schlafsack. Das kommt auch eher selten vor. Nach ein wenig Herumgekugele und ähnlichem schläft sie gegen acht Uhr ein.

Im Wohnzimmer geselle ich mich zum Mann, der mir ein wenig den Rücken massiert. Hilft leider nicht.

Er sieht sich eine merkwürdige japanische Manga-Serie an, während ich diesen Beitrag schreibe.

Abendessen steht noch an. Außerdem duschen.

Und gegen zehn, halb elf gehe ich ins Bett.

Gute Nacht!

 

Lieblingstweets im August 2016

(Das kann ich bestätigen.)

Extra: Frösche!!

Nein!

Eine der Sachen mit Kind, die mir derzeit am meisten Sorgen bereitet, ist die berühmte „Terrible Two“-Phase. Auch Trotzphase oder, etwas netter, Autonomiephase genannt.
Immer wieder liest man von am Boden liegenden und schreienden Kindern im Supermarkt oder meinetwegen auch beim amerikanischen Präsidenten.

Dazu dann Kommentare anderer Leute über das schlechterzogene Kind, wundervoll. Der Traum aller Eltern.

Meine Mutter behauptet, wir (also mein Bruder und ich) hätten diese Phase nie gehabt. Naja, wir haben ja aber schon mit ein paar Wochen alleine im Zimmer durchgeschlafen. Man weiß es nicht.

Das Kind wird also in etwa sechs Wochen zwei Jahre alt. (Hier Lamento über „Wo ist bloß die Zeit geblieben?“ einfügen.)
In der Autonomiephase stecken wir schon. Bisher geht es aber. Sie will alles, was sie kann alleine machen und nun mal auch eben vieles, was sie noch nicht so kann.

Aus einem vollen Tetrapak Milch in einen Becher gießen z.B. Oder alleine in den Bus einsteigen. Während Muttern noch mit dem Buggy hantiert. Überhaupt, Buggy. Eigentlich so praktisch. Und meistens nur ein Klotz am Bein, weil das Kind den größten Teil der Zeit nicht darin sitzen will. Und wehe man setzt sie rein, eben weil man in den Bus einstiegen oder eine große Straße überqueren will.

Das mit dem Bus führt also in letzter Zeit zu großen Dramen. Mit langanhaltenden Schluchzern. Großen Krokodilstränen. Sirenenartigem Geheul. Und das, so wie gestern in einem vollbesetzten Bus, mit mittelalten Damen, die meinen ihren Senf dazugeben zu müssen: „Geht das auch noch etwas lauter?“ „Was WILL sie denn?“ „Ach, Sie wissen das auch nicht??“ (Da hatte jemand eindeutig keine Ahnung von Kindern.)

Kleiner Exkurs zum Thema ÖPNV: Ich bin immer wieder fasziniert von den Menschen im öffentlichen Nahverkehr. Meistens wird man ignoriert, das ist für gewöhnlich in Ordnung, vor allem, wenn das Kind mal wieder den überaktiven Kasper gibt. Dann gibt es die, die einem unbedingt helfen wollen. Und wenn es beim Aussteigen aus dem Bus ist. Der abgesenkt ist. Und direkt am Randstein steht. Die greifen einem dann auch schon mal ungefragt an den Buggy und ich weiß dann wieder, wie Rollstuhlfahrer sich fühlen müssen, wenn ihnen ohne zu fragen „Hilfe“ aufgedrängt wird. Wenn man aber wirklich Hilfe braucht, weil beispielsweise mal wieder der Fahrstuhl kaputt ist und man eine große Treppe rauf- oder runter muss, dann laufen die Leute an einem vorbei und glotzen wie die Fische. Zum Glück kann das Kind laufen und der Buggy ist leicht, also läuft die Kleine die Treppen selbst rauf/runter und ich trage den Buggy.

Nun, also, unsere kleine Dramaqueen. Es ist natürlich hilfreich, wenn man das Kind soweit alles machen lässt, was es kann. Meinetwegen auch im Kochtopf rühren (natürlich nur, wenn ich direkt dabei stehe). Bisher war es aber auch recht einfach, herauszufinden, was denn das Problem ist bzw. was das Kind will. Ich fürchte, das wird sich auch mit der Zeit ändern.

Das gewünschteste Wunschkind empfiehlt, wenn es denn zu spät ist und das Kind in einem Wutanfall hängt, es mimisch und mit Worten zu spiegeln. Ich stelle mir das irgendwie schwierig vor. Immerhin ist es gut zu wissen, dass das eigene tröstende Gequatsche in dem Augenblick gar nicht zum Kind durchdringen kann. Ich werde mich mal selbst beobachten und schauen, wie ich das umsetzen kann.

Immerhin, das Bahnfahren hat ja demnächst ein Ende. Nur noch 20 Tage in der alten Kita! Und dann schleichen wir zu Fuß in die neue… ;)

Alles in Butter

Nix neues bei uns. Alle gesund, das Kind redet endlich ein bisschen, will sagen, aus ihrem Gequatsche kristallisieren sich immer mehr Wörter heraus. Flugzeuge sind ihre aktuelle Leidenschaft. Immer wieder schaut sie zum Himmel auf und rennt auch sofort auf die Terrasse, wenn sie eines hört. Sie fordert das Baby meiner Freundin (8 Monate) zum Rutschen auf und füttert sie (naja, versucht es) mit ihrem Brot.
Sie ist veinfach wahnsinnig niedlich und ich bin jeden Tag dankbar, ihre Mutter sein zu dürfen.

Mein Kinderwunsch besteht nach wie vor, jetzt hat der Mann es wieder ein bisschen nach hinten geschoben. Ich übe mich in Geduld. Und habe die Hoffnung auf ein Frühlings- oder Sommerbaby schon längst begraben. Naja, irgendwann.

In der Kita läuft es gut, der Personalwechsel scheint keine größeren Spuren hinterlassen zu haben. Toll ist, dass sie nun wirklich jeden Vormittag raus gehen. Das war sehr lange nicht der Fall, da blieben sie aus Personalmangel oft auch bei schönem Wetter drinnen. Dennoch, in fünf Wochen werden wir uns verabschieden und das mit einem lachenden und einem weinenden Auge.

Nächstes Wochenende gibts eine Premiere. Der Mann und ich werden zwei Tage und Nächte weg sein und das Kind kommt so lange zur Oma. Ich bin ein bisschen nervös. Und vermisse sie jetzt schon.

Derzeit herrscht Hochsommer, wie wohl überall in Deutschland. Doch langsam aber sicher schleicht der Herbst näher. Und in gut anderthalb Monaten wird das Kind schon zwei!

Hallo!

Oh, ich hatte mich ja gar nicht abgemeldet. Das Kind und ich waren ja im Urlaub.
10 Tage bei meinen Eltern, es war sehr schön, aber auch sehr anstregend. Wenn auch nicht so anstrengend wie letztes Jahr, als ich mit dem 10 Monate alten BAby unterwegs war. Diesmal ließ sie sich doch viel eher von Oma und Opa bespaßen und auch ohne mich zum Spielplatz nehmen o.ä.
Wie erwartet war das Insbettbringen das nervigste, es mussten natürlich viele neue Eindrücke verarbeitet werden und so konnte es auch schon mal 22 Uhr werden, bis endlich Ruhe war. Dafür haben wir morgens ausgeschlafen, auch mal schön.
Einen Tag war sie krank, ausgerechnet als wir an den Bodensee wollten, um Verwandte zu besuchen. Sie war sehr jammerig und atmete so merkwürdig ächzend, als würde sie sich demnächst übergeben. Dem war zum Glück nicht so und nach einem ausgiebigen Mittagsschlaf wurde es dann schon besser. Sehr merkwürdig.

Außerdem haben wir eine Schulfreundin von mir besucht, deren Sohn jetzt sieben Monate alt ist. Sehr niedlich, aber ich habe mich schon sehr an die Zeit damals mit dem Kind in dem Alter erinnert gefühlt. Wenig Schlaf, immer nur das Kind rumtragen, weil sonst nicht zufrieden und so weiter.

Wir haben den Zoo besucht und waren Eis essen und es war wirklich eine schöne Zeit, aber ich bin froh, wieder beim Mann zu sein. Die Flüge waren übrigens jweils recht entspannt.

Mit dem Kind hatten wir aber viel Spaß. Meine Eltern haben verzweifelt versucht, ihr ein „Oma“ oder „Opa“ zu entlocken, doch sie weigert sich. Da sind wir Eltern ein bisschen dran schuld. Zur Unterscheidung der beiden Omas hatten wir ihr beigebracht, meine Schwiegermutter auf polnisch zu bennen, Oma bedeutet in dieser Sprache „babcia“. Das spricht sie ganz prima aus und nun nennt sie auch meine Mutter babcia. Den Opa benennt sie gar nicht. Lustig irgendwie, zumal die deutschen Wörter doch deutlich einfacher sind.
Meine Eltern sind jetzt ein bisschen konsterniert. Und natürlich traurig, weil sie ihre Enkelin erst im Oktober wiedersehen und dann auch nur kurz.

Überschattet wurde der Urlaub von der Nachricht, dass beide Haupterzieherinnen der Krippengruppe der Kita gekündigt haben. Die eine sollte Mitte August gehen, die andere Ende August. Letztere haben wir jetzt dann tatsächlich gar nicht mehr gesehen. Von der anderen werden wir uns heute verabschieden. Ich bin wirklich traurig, da beide das ganz toll gemacht haben und es ist natürlich auch blöd fürs Kind. Im Oktober muss sie sich eh umgewöhnen und jetzt wird sie in den letzten paar Wochen nochmal mit ganz neuen Leuten konfrontiert.
Es gab zu dem Thema auch einen Elternabend, den der Mann besucht hat. Er hatte einen guten Eindruck, aber ich bin ganz froh, dass wir nur noch anderthalb Monate dort sind. Auch wenn man natürlich keine Garantie hat, dass es in der neuen Kita besser laufen wird.

Ich hoffe das Beste.

Gestern und heute war Alltag, morgen machen wir uns wieder auf die Socken und fahren die Verwandtschaft besuchen. Und schieben vielleicht noch ein kleines Mittagessen auf dem Gut ein, auf dem wir vor fast vier Jahren geheiratet haben. Wie schnell doch die Zeit vergeht!

Sommerloch

Also „Sommer“. Damit ist es ja mal wieder nicht so weit her. Ein paar Tage konnten wir schon auf der Terrasse und im Planschbecken verbringen.
Aber zuletzt regnet es sehr viel. Wir haben aber ja jetzt einen Garten und wissen das daher durchaus zu schätzen.

Das Wetter führte auch dazu, dass wir ein länger geplantes Treffen mit Freunden (eigentlich gedacht im Schrebergarten mit Grillen und Co) zu uns ins Wohnzimmer verlegen mussten. Immerhin, es blieb trocken und wir konnten die Kinder (insgesamt 4 an der Zahl) auch mal auf die Terrasse werfen.

Vier Kinder und insgesamt acht Erwachsene. Davon zwei Schwangere, die eine schon ziemlich hochschwanger. Hach, da wurde ich doch schon wieder sehnsüchtig!

Der Mann und ich konnten uns am Wochenende übrigens tatsächlich auf einen ungefähren Zeitpunkt für einen erneuten Hibbelstart einigen. Später als gedacht, aber mittlerweile ist es ok für mich.
Ich bin auch überzeugter denn je, dass dem Kind ein Geschwisterchen sehr gut tun würde. Mit den anderen Kindern kam sie, nach anfänglicher Skepsis, wunderbar klar, und das war wirklich schön zu beobachten.

—-

Sonst so? Urlaub machen wir ja keinen, jedenfalls keinen „richtigen“. Ende nächster Woche fliege ich mit dem Kind für 10 Tage zu meinen Eltern. Ich schwanke zwischen Grauen und Vorfreude.
Zunächst sind eine Stunde Flug zu überstehen. Noch ist das Kind keine zwei Jahre alt, weshalb sie keinen eigenen Sitzplatz hat. Mit dem auf dem Schoß sitzen hat sie es nicht so und mit mal ein bisschen stillsitzen erst recht nicht. Ich hoffe, dass es nicht so voll wird und sie etwas mehr Platz zum Rumwurschteln hat.
Und dann ist da noch die Sache mit dem Zubettbringen. Das klappt bei mir nach wie vor nicht wirklich. Gut, wenn der Mann nicht dabei ist, wird es schon irgendwie gehen, aber es ist halt alles etwas unentspannt. Naja, ist ja Urlaub.

Ansonsten werde ich so einige Leute wiedersehen, unter anderem eine langjährige Freundin, die im Januar Mutter wurde. Den Kleinen kenne ich bisher nur von Bildern und ich bin schon gespannt!

Wir wollen außerdem in den Zoo und zum Bodensee, meine Cousine samt Familie besuchen. Die kennen das Kind nämlich auch noch nicht.

—-

Das Kind selbst ist momentan (*auf Holz klopf*) ganz gut drauf. Von gelegentlichen theatralischen Ausbrüchen angesehen, wenn irgendwas nicht so läuft wie gedacht, mal abgesehen.
Mit dem Sprechen haperts immer noch, sie hat zuletzt nicht wirklich viel dazugelernt, saugt aber begierig alles auf. Mal sehen, wann sie platzt.

Die Wege zur Kita und zurück sind derzeit auch wieder recht entspannt. Das Kind lässt sich meist brav in den Buggy setzen und will auch nicht mehr alle Knöpfe drücken. Eine wahre Wohltat!

Der Mann und ich sind derzeit oft begeistert, was für ein niedliches und leicht verrücktes Kind wir doch in die Welt gesetzt haben! <3

—-

Ich selbst bin, wie so viele in meiner Filterblase, im Pokemon Go-Fieber. Ich finde dieses Spiel einfach klasse! Pokemon mochte ich schon immer, obwohl ich das nie gezockt habe, sondern nur damals die Serie angesehen habe. Die kleinen Biester jetzt wiederzusehen, hat ziemlich viel von "Ich fühle mich in meine Jugend zurückversetzt!" Und dass man wirklich rausgehen und ordentlich Strecke machen muss, gefällt mir großartig, von der Augmented Reality mal ganz abgesehen. Man entdeckt ziemlich viele Details und unsere Nachbarschaft kenne ich nach zwei längeren Streifzügen am Wochenende jetzt doch ganz gut.

Mal sehen, wie lange ich süchtig bleibe. ;)

WMDEDGT Juli 2016

Endlich hab ich mal wieder dran gedacht und es ist auch erst halb elf. ;-) Hier gibts die anderen.

Ich werde einmal um 2 Uhr wach, weil das Kind schreit. Das tut sie häufig so einmal pro Nacht. Meistens brüllt sie „Meine, meine!“ oder auch mal „Aua! Aua!“. So ersichtlich ist es nciht, warum sie so schreit, wahrscheinlich Verarbeitung des Tages, jedenfalls lässt sie sich beruhigen und wir schlafen weiter bis 6 Uhr. Um fünf nach sechs klingelt der Wecker, ich messe meine Temperatur und sinniere über meine neue Menstasse nach. Das Kind schläft weiter. Aufstehen, waschen, anziehen, um 20 nach kommt der Mann und weckt doch mal das Kind, was sich etwas schwieriger gestaltet, offenbar ist sie noch ziemlich müde. Es klappt dann aber doch alles ohne größere Wutanfälle. Da sie immer mehr selbst machen will, ist vieles ein Eiertanz geworden. Was gestern noch ging, darf man heute schon nicht mehr machen.

Das Kind wird angezogen und frühstückt Joghurt und Brötchen mit Nutella, welches sie sich selbst draufschmiert. Der Mann unterstützt aber etwas.

Ich bereite ebenfalls mein Frühstück, sowie unsere Brotdosen vor. Während ich frühstücke, ist das Kind fertig und möchte saubergemacht werden. Sie spielt etwas und holt dann eins ihrer großen Pappbilderbücher. Leider habe ich keine Zeit und verweise daher an den Mann, der das Buch mit ihr anschaut.
Ich mache die Brotdosen fertig und gehe dann mit dem Kind zum Zähnputzen. Das geht derzeit ganz gut. *klopft auf Holz*

Das Kind kriegt vom Mann Socken und Schuhe sowie eine Jacke angezogen, praktischerweise geht er heute erst nach uns aus dem Haus. Um viertel nach sieben brechen wir auf Richtung Bushaltestelle. Der Weg dorthin, sowie die Fahrt mit Bus und dann der Bahn laufen an sich recht ereignislos ab, das Kind möchte nur zweimal den Türöffnerknopf drücken, bringt mehrere Leute zum Lächeln und schafft es dann an der vorletzten Haltestelle doch noch rasch auf den Behindertennotrufknopf zu drücken. Peinlich peinlich! Das ist schon das zweite Mal, dass das passiert. Diesmal kann ich es zum Glück problemlos sofort dem Fahrer erklären, das letzte Mal musste ich durch die ganze Bahn laufen, weil die Verbindung nicht so richtig zustande kam. Ich hoffe, dass mir das kein drittes Mal passiert.

Wir dackeln Richtung Kita. Das KInd bleibt erfreulicherweise die Hälfte des Weges im Buggy sitzen, will dann aber aussteigen und ein und dieselbe Stelle immer wieder laufen. Ich lasse sie ein paar Mal gewähren, fange sie dann aber doch ein und bewege mich mit ihr Stück für Stück vor, da sie immer wieder zurücklaufen will. Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen. Sie findet es immerhin wahnsinnig lustig. Schließlich sind wir da, holen den Schlüssel für den Buggyraum, stellen selbigen ab und gehen dann hinunter zum Gruppenraum. Ich gebe das Kind ab, welches mich mit ihrem üblichen „Tiss“ verabschiedet.

Da ich genug Zeit habe, gehe ich zu Fuß zum Büro. An einer grünen Fußgängerampel werde ich fast überfahren, die Fahrerin stoppt etwa 30cm vor mir und guckt blöd. Ich weise auf die grüne Ampel hin und gehe kopfschüttelnd weiter. War wohl ein Auto mit eingebauter Vorfahrt.

Im Büro angekommen, ist mein Kollege schon da. Er hat später noch einen Arzttermin, erklärt er. Ich mache meine üblichen Aufgaben, trinken Kaffee, nehme Pakete und eine Wasserlieferung entgegen.
Währenddessen recherchiere ich eifrig weiter zum Thema Menstasse. Eventuell schreibe ich da später noch einen Beitrag zu.

Jetzt ist es 10:48 Uhr.

Ich bestelle eine Menstasse und eine neue Handytasche. Zwischendurch arbeite ich aber auch mal was. ;)

Um kurz nach halb zwei mache ich Feierabend. Ich habe ausnahmsweise nichts einzukaufen und trödle Richtung U-Bahn-Station, wo ich noch etwas Pause mache, bis ich um zwei an der Kita sein muss.

In der Kita selbst herrscht mal wieder Personalmangel, weshalb die Gruppen teilweise zusammengelegt wurden. Dem Kind macht sowas zum Glück nicht so viel aus. Ich ziehe sie an und gebe ihr einen Fruchtriegel.

Der Weg zur U-Bahn ist mal wieder mühsam. Zunächst läuft sie brav mit und lässt sich an der Kreuzung auch in den Buggy setzen, will später aber wieder aussteigen und in die andere Richtung rennen. Da ich dafür nicht so viel Zeit habe, lasse ich sie nur kurz gewähren und setze sie unter Geschrei in den Buggy.

An der Station wartet noch eine andere Kitamutter. In der Bahn selbst entdeckt das Kind ein winziges Baby. Die Fahrt selbst verläuft soweit ruhig.

Um 15 Uhr haben wir einen Termin in der neuen Kita des Kindes. Ab Oktober wird sie nah von daheim betreut werden und dafür müssen wir sie erstmal anmelden. Der Termin ist nicht in den Kalender eingetragen, was die Leiterin wundert, aber sie hat Zeit und so erledigen wir die ganze Angelegenheit. Die Kita ist anders als unsere jetzige, aber es ist sehr vielversprechend und ich hoffe, dass das Kind dort genauso gut aufgehoben sein wird wie jetzt. Den Vertrag unterschreibe ich noch nicht, sondern nehme ihn mit heim, um ihn dort mit dem Mann zu besprechen.

Der Rest vom Heimweg verläuft ruhig, ich muss das Kind allerdings mit Eis bestechen, damit sie die Kita überhaupt verlässt. Wie schon bei der Besichtigung findet sie den Außenbereich unwiderstehlich. :)

Zu Hause angekommen essen wir Eis mit Erdbeeren und gucken Bücher. Da es grade mal trocken ist, spielt das Kind ein bisschen im Garten. Ich mache was zu essen warm. Als wir am Tisch sitzen, kommen Sturzbäche vom Himmel. Keine zehn Minuten später strahlt die Sonne wieder vom blauen Himmel, bis selbiger wieder seine Schleusen öffnet. So geht das den Rest des Tages. Vielleicht haben wir doch April.

Wir spielen ein bisschen und ich lese etwas. Außerdem versuche ich meine Oma anzurufen, aber sie geht nicht ran.
Gegen 10 vor sechs kommt der Mann heim. Er war beim Friseur. Das Kind freut sich wie immer sehr ihn zu sehen und sagt: „Hi!“

Sie darf ein wenig mit dem iPad spielen, während der Mann duschen geht. Dann macht er ihr Haferflocken und sie essen zusammen zu Abend.

Gegen viertel vor sieben darf ich in der Wanne die Haferflocken vom Kind waschen. Die Zeit bis das Kind ins Bett geht vergeht mit eincremen, anziehen, rumrennen, Blödsinn machen, wickeln, telefonieren, pinkeln (auf den Teppich), Zähneputzen und Buch angucken.

Der Mann bringt das Kind zum Schlafen und ich aktualisiere endlich diesen Beitrag.

Kaum bin ich damit fertig, poltert und schreit es im Schlafzimmer. Offenbar hat sich das grade eingeschlafene Kind aus dem Bett gerollt. Sie weint und möchte von mir getröstet und schließlich auch ins Bett gebracht werden. Das ist die nächste Stunde leider eher unerfolgreich. Zwar ist sie recht ruhig, schält sich aber zweimal aus ihrem Schlafsack. Um kurz nach halb neun probiert der Mann es noch mal und ist auch nach kurzer Zeit erfolgreich. Ziemlich spät fürs Kind, mal sehen, wie sie morgen so drauf ist.

Wir genießen etwas Zweisamkeit auf dem Sofa. Dann zockt der Mann, ich lese mein Buch zu Ende und gehe gegen 22 Uhr duschen.

Um halb elf liegen wir im Bett, tauschen noch ein paar liebevolle Bemerkungen übers Kind aus und dann: Gute Nacht!

Lieblingstweets im Juni 2016