Ganz neu

in meiner Berufe-Blogroll: Die Kampfbibliothekarin arbeitet in einer Schulbibliothek

Als studierte Bibliothekarin (ja, ich habs studiert, aber es hat dann doch nur zu nem Job mit bibliophilen Chef in einer Internetagentur gereicht) für mich ein Muss. Sie schreibt nicht sonderlich spektakulär, aber trotzdem amüsant.
Beim Lesen fiel mir ein, dass ich seinerzeit mal fast verantwortungsvolle Aufgaben in unserer Schulbibliothek übertragen bekommen sollte. Hat sich aber dann doch im Sande verlaufen.

Neben prima Buchempfehlungen, auch in den Kommentaren, kommt man immer wieder zu der Erkenntnis: Wir waren als Schüler nicht so frech!

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Morgens halb sieben

Der Kunde bat darum, dass heute jemand ab 6:30 Uhr im Büro zur Verfügung steht. *ächz*
Jemand bin irgendwie grundsätzlich ich. Immerhin durfte ich dann heute morgen gemütlich mit dem Taxi fahren. War auch ganz nett, so im nassen Dunkeln.

Der Taxifahrer und ich amüsierten uns dann über die beleuchtete Wäsche, die seit ein paar Wochen als Kunstobjekt über Straße hängt.

Gestern abend hab ich noch darüber sinniert, dass halb sechs aufstehen für andere Leute Normalität ist. Manche machen das sogar ganz freiwillig. Meine älteste Freundin steht sogar um halb fünf auf.

Dass der Kunde sich bis jetzt noch nicht gemeldet hat, brauche ich wohl nicht zu erwähnen.

Die liebe Nessy ist auch Taxi gefahren.

One lesson per day #3

Samstag: Der Mörder von Martin Luther King hieß James Earl Ray. Der Mord fand an einem 4.4. statt. Das jahr hab ich vergessen. Martin-Luther-King-Day ist am 18.01.
Sonntag: Auch wenn es im Film den Anschein hat, es gab zur Zeit der Sklaverei keine Kampfform namens „Mandingo“.
Montag: Die Energie von zwei Bananen reicht für ein 90-minütiges intensives Training. Ich weiß aber nicht, wie intensiv intensiv ist.
Dienstag: -2°C reichen aus, um mit der Zunge an einer Aluminiumstange festzukleben. Für eine Stahlstange muss es immerhin 6°C kalt sein.
Mittwoch: Es gibt Menschen, die riechen nach Liebstöckel. Finden sie selbst jedenfalls.
Donnerstag: Joker: Indiumoxid ist der Name mehrerer chemischer Verbindungen zwischen Indium und Sauerstoff. Wer hätte es gedacht.
Freitag: Meinem Chef zufolge wurden Salzstangen früher mit sogenanntem Saline-Salz bestreut. Das war weiß und rundlich statt durchsichtig und eckig.

Winter..

Heute hab ich die Kamera mitgenommen, weil ich in der Mittagspause Winterfotos machen wollte. Für Mutter, Oma, Schwiegermutter mache ich jedes Jahr einen kleinen Fotokalender und da hab ich ganz gerne jahreszeitlich passende Bilder. Und tatsächlich haben mir momentan Frost und mehrere Zentimter Schnee. Was das Hamburg Journal mal wieder zu einem seiner „Oh mein Gott, es hat geschneit“-Beiträge (gerne auch mehrmals im Winter) veranlasst hat.

Heute morgen schien die Sonne. Das Licht war wunderbar. Mein Blick war skeptisch, denn ich hatte erst in der Mittagspause Zeit zum Fotografieren und ich kenne das Hamburger Wetter mittlerweile. Es würde sich garantiert zuziehen bis Mittags.

Nun ja. Ich hatte recht. Bilder hab ich trotzdem gemacht und noch freundlich die Fragen eines Studenten für seine Hausarbeit beantwortet (zum Thema EU und Griechenlandhilfe, ist das nicht total 2012?) ;-)

Kleine Film-Review: Django Unchained

Ich sehe in letzter Zeit oft Filme, die mich sehr beeindrucken und noch mehrere Tage beschäftigen. So ging es mir mit Skyfall, Die Hüter des Lichts und jetzt mit Django Unchained.

Einer dieser Filme, den unbedingt alle im Umkreis sehen wollten.
Wir waren dann aber doch nur zu viert.

Wer schon ein oder zwei Tarantino-Filme gesehen hat, weiß was einen erwartet: Blut, Gewalt, mehr Blut, Schießereien (naja, es ist ein Western), noch mehr Blut, außerdem beeindruckende Schauspieler. Diesmal: Christoph Waltz (wunderbar geschraubte Sprechweise), Leonardo DiCaprio (arrogant und sadistisch) und ein Jamie Foxx, der nicht viele Worte macht, aber trotzdem klar macht, was er will. In diesem Fall seine Frau zurück.

Mehr möchte ich zur Story nicht sagen, es gibt viele überraschende Wendungen und oftmals darf auch gelacht werden. Es gab aber auch ein paar Szenen, bei denen ich lieber nicht hingesehen habe. Besonders gefällt mir in dem Zusammenhang der Ausdruck „ehrliche Brutalität“ aus einer Kritik bei Wikipedia.

Dazu wirklich toll: Der Soundtrack. Ich habe aber, so im Rückblick auf meine gesehenen Filme, sowieso ein Faible für Westernmusik.

Bei Django Unchained ist dieses hier mein Lieblingsstück.
Thematisch passend, wenn auch nicht aus dem Soundtrack: The Good, the Bad and the Ugly, auf der Ukulele.

One lesson per day #2

Samstag: Kurz vor Ende des 19. Jhdts. gab es den sogenannten Stromkrieg zwischen Thomas Alva Edison (Verfechter des Gleichstroms) und George Westinghouse (Verfechter des WEchselstroms). Letzterer gewann schließlich.
Sonntag: Leberwurst heißt auf Polnisch pasztetowa (gesprochen paschtetowa).
Montag: Wenn man das aktuelle Fenster mit der Maus hin- und herschüttelt, werden bei Windows 7 alle Fenster bis auf eben dieses minimiert.
Dienstag:Olivia Jones ist 2,07m groß. Hehe!
Mittwoch: Das „C“ ganz vorne im ersten System eines Notenblattes bedeutet 4/4-Takt. Mein ganzes verdammtes Chorleben (immerhin fast 20 Jahre) dachte ich, das beziehe sich auf ein Nichtvorhandensein von Vorzeichen! Pustekuchen.
Donnerstag: Die Leber eines gesunden Menschen wiegt etwa 1,5 – 2 Kg.
Freitag: Joker: Ich hab was über kretische Säulen gelernt: Diese verjüngen sich von oben nach unten und werden unten mit einer flachen Platte und oben mit einem Wulst und einer weiteren Platte abgeschlossen.

Mein Befinden

Vor ziemlich genau einem Monat nahm ich meine letzte Pille. Die erste nahm ich acht oder neun Jahre zuvor. Das ist eine lange Zeit voller Hormone.

Ich muss gestehen, ich stand der Pille niemals kritisch gegenüber und tue es auch jetzt nicht wirklich. Neben der praktischen Verhütung spielte ihre Wirkung gegen meine Regelbeschwerden immer eine sehr große Rolle. Viel weniger Blut und kaum noch Schmerzen, einfach wunderbar.

Meine Libido war niemals eingeschränkt, im Gegenteil sie wurde in den letzten Jahren eher mehr (kann auch am Mann liegen ;-)), wie übrigens auch die Krämpfe während der Abbruchblutung. Fast als ob ich eine Resistenz gegen die Hormone entwickelt hätte.

Ich kann auch sonst keine Nebenwirkungen entdecken. Ich habe etwas zugenommen, seit 2005 etwa 10kg, aber hey, ich war jahrelang untergewichtig, ich kann also auch darüber nicht klagen. Meine Haut war auch schon immer wunderbar rein, schon vor der Pille und jetzt einen Monat danach kann ich keine (negativen) Veränderungen feststellen.

Interessant ist das mit dem Schlaf. Ich meine mal irgendwo mitgekriegt zu haben, dass zumindest Hormonpflaster auch zu Schlafstörungen führen können. Nun war ich ja immer der Meinung, mein schlechtes Schlafen wäre erblich bedingt und Frauen schlafen ja meist eh nicht so gut. Wir denken zu viel.

Nun hab ich aber in den letzten acht Tagen etwa mehrere Nächte gehabt, in denen ich wie ein Stein schlief. Das Einschlafen war nicht unbedingt leichter, aber ich bin nicht ständig aufgewacht, sondern erst pünktlich mit dem Wecker des Mannes. Ob das nun Zufall ist, oder tatsächlich durch das Absetzen der Pille bedingt.. ich werde es mal beobachten.

Es heißt also jedenfalls nun: Körper kennenlernen.

Vor der Pille hatte ich einen prima 28-Tage-Zyklus, der sich jetzt wieder einpendeln muss. Dank der symptothermalen Methode weiß ich, dass ich in diesem ersten Zyklus bereits einen Eisprung hatte und dass der Zyklus knapp 40 Tage dauern wird. Also nur gut zehn Tage länger als normal.

Mir graut es etwas vor meiner Regel. Ich weiß noch genau, wie sehr ich gelitten habe, wie weiß ich im Gesicht war vor Schmerzen und wie ich mich gekrümmt habe, bis die Schmerztablette (sofern denn vorhanden) endlich gewirkt hat.

Diesmal bin ich vorbereitet. Ich habe mir passende Schmerzmittel besorgt und werde sie direkt mit dem ersten Schmerz einnehmen. Dazu hatte mir auch meine Frauenärztin geraten. Ich weiß, dass das eigentlich das A und O bei Schmerzbehandlung ist, aber irgendwie hab ich das nie so angewandt.
Dieselbe Frauenärztin riet mir auch zum Schüßler Salz Nr. 7. Da bin ich allerdings skeptisch. Letztlich ist es nur Magnesium, daher frage ich mich, ob ich mir da nicht einfach ein entsprechendes Präparat hole.

Außerdem trinke ich ab heute Frauentee mit Frauenmantel, Schafgarbe, Brennessel u.ä. Ob es hilft, wird sich zeigen. Aber ich trinke ja gerne Tee und der schmeckt, trotz der Krauseminze darin, ganz gut.

Im übrigen kann ich die symptothermale Methode jeder Frau, die nicht hormonell verhütet, empfehlen!
Es klingt furchtbar aufwändig, aber letztlich nimmt das keine 10 Minuten pro Tag in Anspruch. Und wenn dann die Temperaturkurve den Anstieg aufweist, der auf den Eisprung hindeutet, das ist ausgesprochen spannend! Ich hätte den Eisprung sonst niemals bemerkt, die einzige Änderung waren leichte Kopfschmerzen um den Zeitpunkt, aber Kopfschmerzen hab ich immer mal wieder, für mich also kein deutliches Zeichen.

Angeblich ist diese Methode von der Verhütung her, etwa so sicher wie die Pille. So ganz trau ich dem nicht, jedenfalls nicht jetzt am Anfang. Da es kein Problem wäre, wenn ich jetzt schwanger würde, verhüten wir auch nicht weiter.

Aber noch wollen wir ja ein bisschen warten. Also der Mann will das. Ich selber kann es kaum abwarten!

Hö?

Unser Hausfrauen-Alptraum ist nicht so ganz im Reinen mit sich.

Als ich am Samstag die 40°C-Wäsche reinpackte, hab ich die Temperatur sicherheitshalber auf 50°C gestellt. Meines Erachtens blieb die Wäsche kalt, ich hab leider vergessen, an der Waschmaschine zu fühlen. Die beiden letzten 60°C-Wäschen waren hingegen schön geheizt.

Die Maschine ist auch nur deshalb bisher unrepariert, weil der spätestmögliche Reparatur-Termin zwischen 16 und 18 Uhr liegt. Und für gewöhnlich ist erst ab kurz vor sechs jemand daheim. Der Mann hat zwar nächsten Montag frei, aber jetzt stellt sich mir die Frage: Ist die Maschine denn nun wirklich kaputt – oder veräppelt sie uns nur?

Ich glaube, ich warte mal noch etwas. Anfang Februar hab ich nämlich auch einen freien Tag.

One lesson per day #1

Inspiriert von Frau Federschwarz

Man zählt jeden Tag auf, was man an dem Tag neues gelernt hat. Zur Not schlägt man was im Lexikon nach.
Nun denn, Lernen ist ne gute Sache. Dann fangen wir mal an.

Samstag: Absolutes Gehör heißt auf Englisch Pitch Perfect
Sonntag: Ich habe das Prinzip der Playoffs beim American Football verstanden. Dank Mann. :)
Montag: alles zur Riester-Rente
Dienstag: Weingut heißt auf französisch Domaine
Mittwoch: Das Lied „Viva la vida“ von Coldplay beruht auf einem Gemälde von Frida Kahlo. Jedenfalls der Titel, der Text ist eher biblisch.
Donnerstag: Radicchio kann man auch roh essen
Freitag: Es gibt sogenannte Cargo-Kulte. Diese werden von den Bewohnern Melanesiens (Inselgruppe nordöstlich von Australien) ausgeübt und beruhen auf den neuen und wundersamen (Fracht-)Gütern, die sie bei der Begegnung mit den Kolonialherren und Missionaren das erste mal sahen. Im Prinzip glauben sie an den Weltuntergang und die Wiederkehr der Ahnen, welche dann alle wichtigen Güter mitbringen. (Übrigens kein Joker, naja, fast keiner.)

Dings

Nur zur Beruhigung: Ich werde jetzt nicht anfangen jedes Buch und jeden Kinofilm zu rezensieren. Dazu habe ich nicht den Nerv. Nur wenn mich was besonders beeindruckt hat, werde ich wohl mal was dazu schreiben.

In den Seiten oben werde ich allerdings eine Liste führen, was ich 2013 gesehen und gelesen habe. Ich brauche nämlich dringend mal eine Übersicht, was da so im Laufe eines Jahres zusammenkommt. Vor allem bei meiner Lektüre.