One lesson per day #7

Samstag: Rhythmen mit einer Periodenlänge von ca. 24 Stunden nennt man circadiane Rhythmen. Längere Rhythmen werden infradian genannt.
Sonntag: Die Fläche der Gewässer von Hamburg ist zusammengenommen so groß wie die Fläche von Lüneburg.
Montag: Das Glas, welches für Augenprothesen verwendet wird, wird mit Hilfe von Kryolith, einem seltenen Mineral, getrübt. Kryolith wurde zuerst in Grönland gefunden. Die weiteren Vorkommen sind über die ganze Welt verstreut.
Dienstag: Das Backfill-Prinzip bei Werbeflächen. Mehr muss ich dazu wohl nicht sagen. ;-)
Mittwoch: Eine Eselsbrücke für die halben und ganzen Pausen in der Partitur: Ganze Schinken hängen, halbe Schinken liegen. Und so sehen die aus (Bild rechts)
Donnerstag: Der Ausdruck „to bowdlerise“ stammt von Thomas Bowdler ab und bezeichnet eine prüde Medienzensur. Besagter Bowdler hat vor allem die Shakespeare-Bücher „bereinigt“. Das ist nur deshalb so interessant, weil in der Thursday-Next-Reihe von Jasper Fforde sogenannte Bowdlerisierer vorkommen. Ich dachte immer, diese seien eine Erfindung des Autors, dass es da eine Entsprechung gibt, weiß ich nun also auch.
Freitag: Die Punkt vor Strichrechnung ist eine Konvention, also eine allgemeine Übereinkunft, dass das so gerechnet wird und nicht andersrum.

Mein Freund, der Baum

Wir leben ja in einer sehr grünen Stadt. Das führt immer zu Verwirrungen, wenn ich das Fremden gegenüber erwähne, weil zweitgrößte Stadt Deutschlands und so. Das kann ja gar nicht grün sein.

Nun ja, dank Winter ist es momentan tatsächlich auch nicht sehr grün, aber erfahrungsgemäß wird sich das in den nächsten zwei Monaten allmählich ändern.

Warum schreibe ich das hier? Auch um unser Haus herum stehen natürlich so einige Bäume. Die meisten sind recht hoch, wir wohnen im vierten Stock und da sind die Bäume noch nicht zu Ende. Einer steht wenige Meter vor unserem Küchenfenster. Das war in den letzten Wochen sehr spannend, denn Elstern bauten nur wenig unterhalb unseres Fensters ihr Nest. Wunderbar zu beobachten und Witze darüber zu machen, ob sie wohl auch Keller und Hobbyraum anbauen.

Ich schrieb „steht“. Das ist falsch, es muss heißen „stand“. Der Baum wurde gestern im Laufe des Tages komplett gefällt. Gemerkt haben wir das erst heute morgen, da wir beide im Dunkeln nach Hause gekommen sind.

Und nun sitz ich hier und suche nach dem Motiv. Ich bin wirklich keine Öko-Tussi und Baumknutscherin, aber dass dieser Baum einfach weg ist, macht mir mehr zu schaffen als gedacht. Sogar der Mann war echt verwirrt heute morgen.
Die Elstern tun mir irgendwo leid, obwohl ich kein wirklicher Freund von Elstern bin. Das Vogelpaar hat übrigens heute morgen schon im Baum nebenan angefangen, ein neues Nest zu bauen. Nicht mehr ganz so praktisch zum Beobachten, aber immerhin.

Der Baum (keine Ahnung, was das für ne Art war, irgendwas verzweigtes) war meines Erachtens übrigens fit, er hatte schon erste Knospen.

Merkwürdig.

One lesson per day #6

Samstag: Die längste Schneckenart wird bis 91cm lang. Urks.
Sonntag: Die Person, die eine offzielle Urkunde unterschreibt und bestätigt, heißt Urkundsperson. Diese können sein: Notar, Rechtsanwalt, Standesbeamter.
Montag: Scampi und Garnelen sind nicht dasselbe. Scampi sind Krebse, Garnelen gehören zu den Hummerartigen.
Dienstag: Die englische Vokabel „thrive“ bedeutet florieren, gedeihen. Die Vokabel „thrift“ bedeutet einerseits Sand-Grasnelke, andererseits Sparkasse.
Mittwoch: Das offzielle Wort für Spendenquittung lautet Sammelzuwendungsbescheinigung. Warum auch immer.
Donnerstag: Das Glas, das bei vielen Smartphones, Tablets u.ä. verwendet wird, ist besonders verdichtet und bruchfest und heißt Gorilla-Glass.
Freitag: Es gibt sogenannte Strahlenkaries. Diese entsteht, wenn bei Tumoren im Bereich von Kopf und Hals dieser bestrahlt wird und dabei die Speicheldrüsen angegriffen werden. Die wichtige remineralisierende Wirkung des Speichels wird dadurch eingeschränkt und auch perfekte Mundhygiene kann dann Karies nicht verhindern.

Was mir so durch den Kopf geht

Warum bekommt mein alter Blog, in den ich im Prinzip ewig nichts geschrieben hab, plötzlich englische Anfragen per Mail, ob man bei mir bitte Werbung schalten darf? Und warum kriegt der neue Blog auch solche Anfragen, aber schon wenige Wochen, nachdem er begonnen hat zu existieren? Und habe ich möglicherweise ein MIllionengeschäft verpasst, weil ich sowas grundsätzlich als Junk einstufe? Wir werden es nie erfahren.

Wieso bezeichnet man mich einfach als Lügnerin, weil man mir nicht glaubt, dass ich in einem Chor singe? Und sagt dann später „Du spinnst doch!“, weil ich mit demjenigen dann drei Stunden nicht gesprochen habe und er sich angeblich an nichts erinnern kann? Das ist auf so viele Art und Weisen absurd, ich kann mir einfach nicht helfen. Da das Ganze in dem Club von letzem Freitag stattfand, ließ sich das natürlich auch nicht so einfach klären, laute Musik und so. Vielleicht war auch einfach nur alles ein Missverständnis. Möglicherweise werden wir auch das nie erfahren. Es handelte sich übrigens nicht um eine fremde Person, aber auch nicht um einen Freund.

Apropos Chor: Wir haben heute keine Probe, sondern Stimmbildung. Zumindest der Sopran. Ich bin aus mehreren Gründen gespannt.
1. Die Stimmbildnerin. Wir hatten zwei zur Auswahl, leider lagen aufgrund höherer Umstände mehrere Wochen zwischen den Vorstellungen, so dass es eine große Mehrheit für die zweite gab. An die erste konnte sich kaum jemand erinnern. Leider ist diese jetzt eine Opernsängerin. Ich fand sie etwas sehr exaltiert, und hatte immer das Gefühl, sie sucht nur eine weitere Bühne.
2. Die Gruppengröße. Stimmbildung funktioniert am besten in Gruppen von 1-3 Leuten. Ist der Sopran vollständig besetzt, sind wir fast 20. Uuhm ja. Wir werden es erfahren.

Meine Temperatur war heute morgen auf dem höchsten normalen (also ohne Alkohol oder andere Störfaktoren) Stand bisher. Entweder ist das einfach so, weil sich der Körper weiter einpendelt nach der Pille oder es tritt ein anderer Fall, der zwar möglich, aber sehr unwahrscheinlich ist. Auch dies werden wir erfahren.

Gestern machte mein Hintern Terror. Genauer gesagt, die rechte Gesäßhälfte. Da zog es immer wieder so nett schmerzhaft rein. Ich fühlte mich an meine Zeit mit dem Bandscheibenvorfall erinnert, worauf mir prompt einfiel, dass ich ja noch so einen Berufsunfähigkeitsversicherungsantrag auszufüllen hatte. Jetzt sind Bandscheibenvorfälle da eher nicht so gern gesehen, will sagen, ich kann das eigentlich gleich vergessen. Obwohl der nie behandelt wurde und ich seit langem keine Probleme mehr habe.
Manchmal bin ich aber ein Glückspilz, ich muss nur die Krankheiten der letzten fünf Jahre angeben. Und der Vorfall ist genau fünf Jahre her. :D In dem Zeitraum hab ich sogar noch meine Bachelorarbeit geschrieben und da musste ich auch ne Menge sitzen. Von daher… Wird schon.

Schein und Sein

Ich stelle fasziniert fest, wie sehr sich die eigene Vorstellung von dem unterscheiden kann, was dann wirklich ist. Klingt tief philosophisch, es geht aber doch nur um das Buch „Zwei an einem Tag“.

Das wurde bekanntermaßen 2011 verfilmt. Ich habe den Film nicht gesehen, kannte nur die Poster und den groben Plot. Die Idee der Geschichte an sich fand ich aber schön und so hab ich es mir mal aus der Bücherhalle ausgeliehen.

Und es ist so völlig anders, als ich es mir vorgestellt habe. Vor allem die männliche Hauptfigur, die weibliche ist aber auch nicht viel besser. Ich bin vollkommen verwirrt, mittlerweile habe ich etwa die Hälfte gelesen und warte immer noch auf die Riesen-Liebesgeschichte, die ja da anscheinend irgendwo ist.

Dass mir die Hauptfiguren mit ihrem „Nichtwissen, was sie mit ihrem Leben anfangen sollen“ (mit Mitte 20, verdammt nochmal!) manchmal fürchterlich auf den Geist gehen, vertiefe ich jetzt mal nicht weiter.

Ich werde es trotzdem fertig lesen, vielleicht kommt die große Wendung ja noch. Und den Film werde ich mir auch irgendwann reinziehen, mich interessiert, wie das Ganze umgesetzt wurde.

One lesson per day #5

Samstag: Endlich gelernt, warum eine zu kurze Hochlage (die Zeit zwischen ~Eisprung und Menstruation) eine Schwangerschaft quasi unmöglich macht. Das befruchtete Ei braucht eine ganze Weile, bis es in die Gebärmutter gewandert ist und sich eingenistet hat. Wenn die Hochlage zu kurz ist (der Gelbkörper ist dann „ausgelaugt“ und produziert kein Progesteron mehr), wird die Eizelle von der beginnenden Regelblutung ganz einfach rausgespült. Und schon wars nix.
Sonntag: Kaneel ist ein niederdeutsches Wort für Zimt. Begegnete mir auf einer Flasche Merlot. Als ob da nicht schon genug Quatsch draufstünde.
Montag: Ich bin zu alt, um um halb vier ins Bett zu gehen.
Dienstag: Das Lied „Blau blüht der Enzian“ von Heino geht über drei Oktaven.
Mittwoch: Es gibt nicht nur Fantasy Football, sondern auch Fantasy Baseball. Das ganze ist vergleichbar mit Tipp Kick für Fußball.
Donnerstag: Joker: Der Code, mit dem vor allem Flughäfen und Fluglandeplätze abekürzt werden, heißt IATA-Code. Das steht für Internatioal Air Transport Association.
Freitag: Chorea, wie zb. in Chorea Huntington, bezeichnet eine Krankheit im Gehirn, die sich durch unwillkürliche Bewegungen des Gesichts, der Gliedmaßen und des Rumpfes manifestiert.

Große Ereignsse werfen

ihren Schatten voraus und manchmal auch zurück.

Gestern war nämlich „Hast du etwa gepupst?“-Tag. Vielleicht kein großes Ereignis, aber das muss einfach mal festgehalten werden. Mal ehrlich, wer denkt sich solche Tage aus?

Außerdem war der Mann gestern in der zweiten Runde eines Vorstellungsgesprächs, wo es sich dem Vernehmen nach hauptsächlich um den HSV, S-Verweise (Hand hoch, wer weiß was das ist?) und seine Zukunft (Er möchte eine Familie gründen ♥) drehte. Insgesamt liefs gut, in ein paar Tagen wissen wir mehr.

Morgen ist dann erst mal Schafschur aka Friseur. Sieben Wochen ohne Schneiden sind zu viel für meine Matte.

Nächstes großes Ereignis: Ich gehe aus. Das tue ich nicht gerne; man steht in einem verrauchten Laden mit überteuerten Drinks und wenn die Musik endlich mal gut ist und man tanzt, ruft schon wieder jemand zum Aufbruch und man latscht zum nächsten überteuerten ad infinitum. Das hab ich nie verstanden, was soll dieses Gehoppe? Mein Sofa übt also meist eine hohe Anziehungskraft auf mich aus, wenn es heißt "Kiez oder was?".
Am Freitag ist jetzt aber 90er Party, sogar mit Dr. Alban, falls der noch jemandem was sagt. Der Club ist nicht auf dem Kiez, sondern einen Stadtteil weiter und es haben sich viele nette Leute gefunden, die mit wollen. Da freu ich mich schon.

Dann kommen ein paar Zahnarzt-Termine. Vorgestern war ich nämlich zur Kontrolle, wo der junge Kompagnon meines eigentlichen Zahnarztes (ich wäre ja glücklich, wenn man mir vorher sagen würde, dass ich mich auf jemand anderen einstellen müsse) mir mitteilte, dass 6 oder 7 meiner Zähne kariös sind. Auch bereits gefüllte Zähne. Und mein Zahnfleisch ist auch im Eimer. Ich war leicht geschockt. So viel zum Thema, ich putze zweimal täglich meine Zähne, verwende Zahnseide und gehe einmal im Jahr zur Kontrolle. Gna.

Und in genau zwei Monaten findet das Next Generation-Familien-Treffen mit meinen diversen Cousins und meiner Cousine statt. Das wird lustig, aber auch anstregend, denn es wird ne Menge Bier fließen und außerdem sind genannte Personen einfach sehr laut. Wir brauchen nun Zug und Hotel und evtl. auch den einen oder anderen Urlaubstag. Ich jedenfalls, denn an dem darauffolgenden Wochenende ist wieder Chorwochenende. Aber darüber schreibe ich wann anders. Das ist noch zu weit weg. ;-)

One lesson per day #4

Samstag: Der Vater von Frida Kahlo, Guillermo Kahlo, war Deutscher und hieß eigentlich Wilhelm Kahlo.
Sonntag: Frida Kahlo hatte eine Menge Affären, unter anderem eine mit Trotzki.
Montag: Beziehungen, die auf Sex ohne weitere Verpflichtungen basieren, werden „Casual Dating“ genannt.
Dienstag: Der 2. Konjunktiv 2. Person Singular von brennen ist brenntest. Der 2. Konjunktiv 1. Person Singular von fechten ist föchte. Der Imperativ Singular von fechten ist ficht!
Mittwoch: Der Ausdruck „Muhme“ bedeutet Schwester der Mutter. Die Tante hingegen ist die Schwester des Vaters. Strenggenommen ist es in jedem Fall falsch, Muhme zur Schwester des Vaters zu sagen.
Donnerstag: Auf dem Oralppass in Graubünden in der Schweiz steht der Nachbau eines holländischen Leuchtturms. Der weist darauf hin, dass in der Nähe der Rhein entspringt, der dann über 1000 km weiter nördlich in die Nordsee mündet.
Freitag: Der Porno, aus dem der berühmte Satz „Warum liegt hier überhaupt Stroh rum?“ stammt, heißt „Achtzehneinhalb“.