Ausschnitt

Worüber könnte ich denn heute mal bloggen?

Darüber, dass mein Geburtsmonat im Prinzip rum ist und sich das Ende des ersten Halbjahrs mit Riesenschritten nähert?
Heute abend ist Tanz in den Mai, aber leider fand sich diesmal kaum jemand, der Zeit und Lust hat und außerdem auch noch gesund genug ist und weder schwanger ist noch Kinder hat. Allmählich wird es schwierig mit solchen Feiern. Immerhin, am Samstag feiert meine Trauzeugin Geburtstag, da sind doch fast alle dabei.

Über das Wetter?
Durchwachsen bis ok. Gestern kam ich vom Sport und sah Richtung Westen einen ziemlich regnerischen Himmel. Die Hoffung, dass der Regen warten würde, bis sich zu Hause wäre, erfüllte sich nicht, auf dem Weg bis zur U-Bahn-Station wurde ich schon ziemlich durchweicht. Auf dem letzten Stück Heimweh gab es immerhin noch einen wunderbaren Doppelregenbogen.
Morgen, pünktlich zum Feiertag, sind 15 Grad und strahlender Sonnenschein angesagt. Ich werde also den Mittwoch auf dem Balkon verbringen. Die Balkonkästen habe ich am Sonntag schon bepflanzt.

Über Familie und Freunde?
Nächste Woche folgt direkt der nächste Feiertag. Direkt nach Christi Himmelfahrt fliegen der Mann und ich zu meinen Eltern, den Samstags hat mein Vater Geburtstag. Das wird ne ziemliche Sause, fast alle eingeladenen Gäste haben zugesagt. Und das Wetter sieht bis jetzt auch vielversprechend aus. Was ziehe ich bloß an?
Dramatischer hingegen die Sache mit meiner ältesten Freundin. Die schrieb mir um Ostern von Beziehungsproblemen, die, ihren Nachrichten nach zu urteilen, immer größer statt kleiner wurden. Letzte Woche bekam ich dann die Nachricht, dass die für Juli geplante kirchliche Trauung tatsächlich abgesagt wurde. Und ich sitze hier und frage mich seit Tagen, was da bloß los ist/war. Mit der Absage der Hochzeit ist es ja nicht getan. Die standesamtliche Trauung war bereits letzten Oktober. Sie will partout nicht drüber reden. Ich bin traurig.

Über die Arbeit?
Weiterhin spannend. Ich „darf“ in Zukunft immer wieder Präsentationen halten, aber es macht mir jetzt weniger aus. Ich habe mehr Verantwortung und werde auch viel stärker in Entwicklungen mit einbezogen. Das ist doch auch mal schön.

Über Schatz und mich?
Naja, weniger über uns als über unseren Urlaub. Nach langen Terminfindungsschwierigkeiten und Urlaubsgenehmigungsprozessen steht nun fest, dass wir (mal wieder) Anfang Oktober in den Urlaub fliegen. Wieder die USA, resultierend aus der Football-Manie des Mannes wird es diesmal Florida, genauer Miami. Am 6.10. spielen die Miami Dolphins gegen die Baltimore Ravens und um diesen Termin herum wird alles aufgebaut.
Gestern haben wir den Flug gebucht. Das Hotel fehlt noch, aber es steht fest, dass wir nicht unbedingt sparen wollen. Wer weiß, ob das nicht unser letzter großer Urlaub ohne Kinder sein wird. Außerdem wagen wir uns möglicherweise an das Thema Mietwagen ran. Wir sind ja beide keine großen Autofahrer, der Mann saß mindestens sieben Jahre, eher länger, nicht am Steuer. Auf jeden Fall müssten wir vorher Auffrischungsfahrstunden nehmen, das ist jedenfalls meine Meinung. Ich hoffe, ich kriege ihn auch dazu überredet.
Allgemein heißt es, dass man in Florida ohne Auto aufgeschmissen ist und 10 Tage Miami und am Strand rumliegen ist jetzt auch nicht so unser Ding. Ich hab auch keine Lust, ständig auf fragwürdige öffentliche Verkehrsmittel angewiesen zu sein.
Erstmal muss ich wieder zum Einwohnermeldeamt und einen neuen Reisepass beantragen. Das hab ich ja erst letztes Jahr gemacht, aber mittlerweile heiße ich ja anders und so darf ich wieder 60€ zum Fenster rausschmeißen. Größte Herausforderung ist das Finden meiner Passfotos.

Kommt ja doch einiges bei rum, wenn man einfach mal so schreibt. Gleich ist erstmal Mittagspause, ich will Tee kaufen.
Und nachher hab ich vielleicht noch Zeit, mir im Livestream anzuschauen, wie man dem neuen König der Niederlande huldigt. :-D

Twitter und die Dankbarkeit

Ich liebe ja Twitter. Die Idee dahinter ist einfach großartig. Man kann vor sich hinquatschen wie man will, und es müssen nur die lesen, die es wollen. Im Gegensatz zu Facebook, wo die Reichweite zwar im Prinzip auch begrenzt, aber man mit vielen Leuten ja oft nur aus einer Art Pflichtgefühl befreundet ist.
Das kann bei Twitter auch vorkommen, nach dem Motto „folgst du mir, folge ich dir auch“, aber das ist nicht meins. Ich folge nur Leuten, die mich auch interessieren.

Und das sind die unterschiedlichsten. Bei mir sind die berühmte, sich immer mehr ausbreitende Mami-Timeline, die News-Twitterer für alle möglichen Themen und die etwas irren Leute, mit denen ich nicht allzu viel anzufangen weiß, die aber irgendwie witzig sind.

Dank Twitter kann ich die unterschiedlichsten Leben hineinschnuppern. Klar, das sind immer nur Schnipsel von maximal 140 Zeichen, aber auch die können eine ganze Menge ausdrücken.

Und das führt dazu, dass ich im Laufe der Zeit eine Menge in meinem Leben gefunden habe, wofür ich dankbar sein kann.

Schon vor einiger Zeit fiel mir auf, dass eine Menge Leute Probleme mit ihrere Familie haben. Damit meine ich nicht die bucklige Verwandtschaft, sondern die direkte Familie, namentlich die Eltern. Zwei Zeitpunkte oder -phasen gibt es, in denen das besonders raus kommt. Einmal Weihnachten. Und zweitens, wenn die Kinder selber Kinder kriegen, also Shwangerschaft und Geburt.

Und wow, was ich da schon alles an Hass, Abneigung und ähnlich negativem gelesen habe. Da ist es nicht einfach nur mit Streit getan, da wird oftmals gleich der gesamte Kontakt abgebrochen. Man kriegt schon Wochen vor dem Treffen Magendrücken, weil man Mutter/Vater/Eltern wiedersieht. Zum ersten Mal seit einem Jahr oder länger.

Klar, es kann nicht nur perfekte Familien geben, aber von den verkorksten scheint es doch ne ganze Menge zu geben, als ich gedacht hätte.

Von daher: Ich bin froh, dass ich mich mit meinen Eltern (und natürlich meinem Bruder) gut verstehe. Ich freue mich, wenn ich sie sehe und bin, zumindest bisher, auch immer ganz froh um Ratschläge u.ä. Dass ich mehr als 600km von meinen Eltern entfernt wohne, tut allerdings sicher einiges dazu. ;-)

Auch froh bin ich um meinen Mann. Mit dem bin ich jetzt schon fast sieben Jahre zusammen und ich habe nie gezweifelt. Das Glück hat nicht jeder, das sehe ich nicht nur auf Twitter, sondern auch im Freundeskreis. Ich persönlich glaube, dass der Mensch nicht dazu geschaffen ist, allein zu sein und ich bin froh, dass dieses Thema für mich durch ist. Und ich hoffe auch, für immer.
Das ist allerdings nicht das einzige. Ich kann mich glücklich schätzen, dass ich mit meinem Mann zusammen wohnen kann und wir nicht aus beruflichen oder sonstigen Gründen getrennt wohnen müssen.

Ganz frisch: Ich werde meinen Kinderwunsch vor dem 30. Lebensjahr realisieren können. Also falls nix unvorhergesehenes dazwischen kommt. Und für ein zweites Kind wäre dann auch noch genug Zeit.

Ein paar kleinere, aber ebenfalls wichtige Punkte: Wir haben beide Arbeit, die uns Spaß macht und von der wir leben können. Wir wohnen in einer schönen Wohnung, in der außer uns maximal ein paar Spinnen und Wollmäuse leben. Wir haben keine fiesen Nachbarn. Wir haben Freunde. Es gibt kein Mobbing, es gab keinen sexuellen Missbrauch. Wir sind gesund.

Vieles davon kann sich ändern, aber für den Moment kann ich/können wir dankbar sein.

Und nun schauen wir mal, was die Zukunft bringt.

Wein, Weib und Gesang. Und Geburtstag.

(Der Artikel hatte gestern schon erscheinen sollen. Leider hab ich die Hälfte davon geschrieben, während ich schon gar nicht mehr eingeloggt war und so verschwand alles im Nirvana.)

Ich denke, so lässt sich unser Probenwochenende ganz gut zusammenfassen. Auch wenn man die Reihenfolge umgekehrt sein müsste, denn trotz der Menge an Alkohol, die wir so vernichtet haben (*ächz*), stand doch das Singen im Vordergrund. Fünf Proben von Freitag abend bis Sonntag Vormittag sind nicht zu verachten, trotzdem haben wir uns Samstag abend, nach besagtem Alkohol-Konsum, doch wieder ums Klavier gestellt und einfach mal alles aus unserem Repertoire gegröhlt, was uns so einfiel. Wunderbar! Ich hätte noch ewig weitersingen können, aber man soll ja aufhören, wenns am schönsten ist.

Ansonsten habe ich unerwartete Dinge von einem unserer Männer erfahren, woran ich immer noch etwas zu schlucken habe; stundenlang über die eine Sopranistin und den einen Tenor gelästert, die an diesem Wochenende seeehr aneinanderhingen. Ich hab sie mit Magneten verglichen, bis mir einfiel, dass die sich ja abstoßen. Also irgendwas anderes mit sehr hoher Anziehungskraft. Außer in den Proben, verständlicherweise. Allerdings hat sie einen Freund. *hust*

Zum Glück wurden auch einige Dinge angesprochen, die in letzter Zeit etwas negativ waren. Seit einigen Monaten haben wir einen recht hohen Zulauf von neuen Mitgliedern. Das ist natürlich sehr erfreulich, wenn man aber endlich mal ernsthaft was arbeiten möchte, wird es schwierig, wenn ständig Neue hinzukommen (die vielleicht noch nicht mal singen können).

Auch ist unser aktuelles Programm durch einen nicht ganz optimierten Abstimmungsprozess sehr poplastig. Meist schöne Lieder, ohne Frage, aber was klassisches ist manchmal noch schöner. Da werden wir wohl noch ziemlich diskutieren.

Allgemein hab ich wieder festgestellt, wie wunderbar Singen ist. Und mit diesem tollen Chor allemal. :)

—-

Der Geburtstag gehört nicht zum Wochenende. Der ist erst heute. In drei Jahren werd ich 30. *schluck*

Es frühlingt!

Ja, tatsächlich. Ich erzähle vermutlich niemandem was neues, aber der Winter ist wohl endgültig vorbei. Wurde auch Zeit, Schnee brauche ich an meinem Geburtstag nächste Woche wirklich nicht. Ab Sonntag soll es sogar richtig toll werden, sonnig und warm. Ich hoffe sehr, dass das auch eintrifft.

Ich schulde ja noch ein kleines Update zu meiner Arbeit. Tatsächlich ist die Gehaltserhöhung durch und sie kam wirklich von meinen Chefs, statt auf meine Bitte hin. Jetzt soll ich mich noch dessen würdig erweisen, also so ganz allgemein, aber ich hab ja nicht vor, jetzt auf einmal alles schleifen zu lassen.

Der erste Durchgang der Präsentation lief auch recht gut, nun müssen ein paar Dinge überarbeitet werden. Am Donnerstag wirds jetzt nochmal ernst, aber da mache ich mir jetzt keine großen Sorgen.

Das letzte Wochenende war ziemlich gut und auch ziemlich alkoholgeschwängert. Ich hab mich zurückgehalten und durfte dann die anderen leiden sehen. Selbst schuld, ne? Es war allerdings nur die Hälfte der eingeladenen Verwandten da (dafür umso mehr andere, die aber auch cool waren), das schreit also nach einer Wiederholung.

Kommendes Wochenende bin ich schon wieder auf Achse, diesmal mit dem Chor. Da kommt der Frühling grade recht.

Zum Schluss noch eine (nicht ganz neue) Erkenntnis:

Wenn man auf eine Bad Taste-Party eingeladen wird, einfach in einen Innenstadtladen gehen. Da gibt es genug Scheußlichkeiten für 10 Partys.

Oh hai!

Da bin ich wieder.

Ich hoffe, ihr hattet alle schöne Feiertage, meine waren es jedenfalls.
Sie beinhalteten viel Familie, eher wenig Sonne, viel gutes Essen, relativ viel Alkohol, viel Nichtstun, viel Stricken und viele Spielerunden.
Außerdem einen fetten blauen Fleck am Hintern, weil ich Gründonnerstag direkt mal die halbe Treppe runtergepoltert bin. Und das bloß, weil ich andere Schokolade wollte. Tse.

Arbei ist weiterhin spannend. Zusätzlich zum morgen stattfindenden Durchlauf unserer Präsentation (ich bin so mittelruhig), gibts auch noch ein Mitarbeitergespräch. Das soll ja angeblich jährlich sein, nun ja, das letzte war 2011. Jedenfalls liegt das Thema Gehaltserhöhung in der Luft und ich hab das nicht dorthin gelegt.

Samstag sind wir direkt wieder auf Achse, wir klemmen uns ein Sixpack Bier unter den Arm und machen uns auf in den Ruhrpott zum Familientreffen der nächsten Generation.

Wenn ich jetzt noch schreibe, dass meine neuen Winterstiefel angekommen sind und auch tatsächlich ein Hauch von Frühling in der Luft liegt, wird Murphy dann aufmerksam? Ich lass es lieber.