Kopf vs. Herz

Eigentlich wollte ich den Artikel „Warten“ nennen. Aber dann wäre es noch mehr einer dieser Hibbel-Artikel geworden, die ich ja eigentlich nicht ertragen kann. Und trotzdem lese.

Frau Mümmel schrieb über die Folsäure, die bei ihr rumliegt und darauf harrt eingenommen zu werden. Noch ist es nicht so weit.

Auch bei uns liegt Folsäure rum, seit ich im März auf einmal überfällig war. Falscher Alarm damals, aber damals bei der „Ich will die Pille absetzen, ist eigentlich alles in Ordnung bei mir?“-Untersuchung im Dezember sagte die Frauenärztin sowieso, man solle 6-8 Wochen vorher anfangen, Folsäure zu nehmen. Den Satz fand ich damals schon witzig. 6-8 vorm Hibbelbeginn? Oder gar 6-8 Wochen vor einer Schwangerschaft?

Jedenfalls, die Folsäure nehme ich noch nicht.

Wir sind uns weiterhin nicht einig, wann es losgehen soll. Fest steht nur „irgendwann dieses Jahr“.

Das einzige wirkliche Hindernis ist unser Urlaub. Knapp zwei Wochen USA im Oktober. Mein ursprünglicher Wunsch war es, im Urlaub schon schwanger zu sein. Am allerliebsten schon in dem allseits bekannten tollen zweiten Schwangerschaftsdrittel, wo noch alles ganz easy ist, aber dafür ist einem nicht mehr schlecht. (Man wird ja noch träumen dürfen.)
Dazu müsste es jetzt bald losgehen. So im Juni. Oder Juli. Die Airlines nehmen einen bis zur 32. Woche mit und überhaupt ist fliegen gar kein Problem. Das sagt jedenfalls das Herz.

Zunächst meinte der Mann darauf nur „Bist du dann nicht zu dick?“
Doch dann gab er kürzlich zu bedenken, was mir zwar auch im Kopf rumgeschwirrt war, mich aber nicht wirklich beunruhigt hatte: Was ist, wenn im Urlaub was passiert?

Schließlich hat grade erst vor einer Woche eine Freundin einen Sohn zur Welt gebracht, bei der die Schwangerschaft erst mit Blutungen und dann mit vorzeitigen Wehen nicht wirklich einfach war.

Nun sagt der Kopf also zum Herz, lieber nochmal ein paar Monate warten. Also bis September/Oktober.
Im Prinzip lassen wir es grade drauf ankommen. Eine aktive Verhütung findet nicht statt, aber aus Gründen, die ich hier nicht weiter ausbreiten will, ist es mit dem drauf ankommen lassen, eben auch nicht so einfach.

Dieser blöde Urlaub. Ok, nein, es ist nicht der Urlaub, es ist der Zeitpunkt. Ich wäre ja gerne früher geflogen, aber die NFL hat ja ihre eigenen Zeitpläne. Dass ich mich immer wieder bequatschen lasse, nur damit andere glücklich sind.

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2 thoughts on “Kopf vs. Herz

  1. Kopf vs Herz ist immer schwierig- wenn Du Gründe GEGEN eine Schwangerschaft suchst, dann finden sich immer tausende.
    Aber Die meisten Schwangerschaften verlaufen gar nicht problematisch, vielleicht solltest Du Dich vor dem Urlaub gar nicht so… „fürchten“?
    Du musst Dich bereit fühlen, und alles andere ergibt sich dann von selbst und wird sich anpassen. Ob mit Schwangerschaft oder ohne.
    Schwangerschaften ändern zwar viel, sind aber nicht zwangsläufig ein Grund auf Dinge zu verzichten.
    Klar KANN was doof laufen dabei, aber Du kannst Dir genau so gut kurz vor dem Urlaub ein Bein brechen- oder sagen wir nur verstauchen. Kann man ja auch alles nicht planen.
    Ich denke wirklich, dass Du Dir wegen des Urlaubs keine Sorgen machen musst. Außerdem bist Du da ja nicht in einem Entwicklungsland, die medizinische Versorgung ist gewährleistet. Falls Du Dir ein Bein verstauchst, meine ich *gg*

    ABER ich verstehe natürlich was da so in Deinem Kopf vorgeht. Und grade das erste Kind / die erste Schwangerschaft ändert so viel, dass man sich vorher tausende Gedanken macht. Ich drücke Dir die Daumen, dass Du bald Deine Entscheidung findest!

    Liebe Grüße
    Katha

    1. (Jetzt ist mir doch ernsthaft mein Kommentar abhanden gekommen. Tse.)

      Also, ich weiß, den perfekten Zeitpunkt für eine Schwangerschaft gibt es eh nicht. Dabei wäre er derzeit sogar ganz gut.

      Tatsächlich mache ich mir wegen dieses Urlaubs auch gar nicht so viele Gedanken. Wie du richtig schreibst, passieren kann immer was.

      Das Problem ist halt der Mann, der sich da Sorgen macht. Und da kann ich mich auf den Kopf stelen, wenn er nicht will, will er nicht. Es braucht eben doch immer zwei dazu.
      Es ist alles etwas schwieriger, als ich hier so offen hinschreiben könnte.

      Letztlich wird sicherlich alles gut werden, das wird es eigentlich immer. Aber bis dahin taumel ich leider ziemlich unsicher durch die Gegend.

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