17 vs. 27

Am Samstag habe ich eine Fahrstunde. Eigentlich eine Doppelstunde, morgens um 9 Uhr. Was mich da geritten hat, man weiß es nicht.

Warum ich Fahrstunden nehme? Den Führerschein habe ich ja schon längst, zum Glück. Mit viel Mühen und Tränen erarbeitet. Die Zahl in der Überschrift stimmt auch nicht ganz, denn ich habe mit 18 angefangen und kurz vor meinem 19. Geburtstag hatte ich das ersehnte Ding endlich in der Hand.

Das ist acht Jahre her. In der Zwischenzeit bin ich eher wenig gefahren. Klar, zu Hause, da hatte ich das Auto meiner Mutter zur Verfügung. Ein halbes Jahr lang, dann zog ich nach Hamburg. Auch wenn es für manche Leute (bspw. meine Chefs oder meine Tante) unglaublich erscheint, ein Auto braucht man hier nicht. Der öffentliche Nahverkehr ist super ausgebaut und man spart so viel, dass man sich auch mal problemlos ein Taxi leisten kann.

Den Gedanken an Auffrischungsstunden trage ich schon länger mit mir rum, aber erst der Urlaub im Oktober (Mietwagen und so, ich schrieb darüber) haben das jetzt so richtig auf den Tisch gebracht. Der letzte Anstupser ist die Vergrößerung des Car2go-Geschäftsgebiets. Nun gehört auch unser Stadtteil dazu und wir können diese Autos nutzen und quasi bei uns vor der Tür abstellen und auch welche finden, die Dinger stehen überall rum. Dass es da jetzt auch eine Kooperation mit dem HVV gibt, ist quasi das Sahnehäubchen.

Zurück zur Fahrschule. Ich hatte ja damals gedacht und gehofft, ich müsste nie wieder einen Fahrschulwagen von innen sehen. Aber da ich noch nie in Hamburg Auto gefahren bin und mich allgemein sehr unsicher fühle, bleibt mir nix anderes übrig.

Finde ich. Der Mann sieht das anders. Im Vergleich zu ihm hab ich massig Erfahrung. Er findet Auffrischungsstunden aber sinnlos, denn das Fahrschulfahren sei ja was ganz anderes und das würde gar nichts bringen. Wohlgemerkt, er ist seit mindestens 7 Jahren nicht mehr Auto gefahren.

Er möchte lieber mit so einem Car2go-Smart auf den Verkehrsübungsplatz. Keine Pointe.

Samstag morgen also Fahrstunde. Ich schwanke zwischen Panik und Vorfreude.

Als Kontrast dazu, um auch was zur 27 zu sagen, habe ich mir vorgestern sechs Flaschen Wein bestellt. Ein kleiner Part meiner Arbeit ist die Betreuung einer Wein-Website und ich bin mal ein paar Empfehlungen dort gefolgt. Held, der ich bin, habe ich Versand- und Rechnungsadresse verwechselt. Nun wird der Wein nach Hause geliefert. Mit Glück zu einem Nachbarn, mit Pech zur Post. Da freu ich mich schon aufs Schleppen. Soll ja auch schön warm werden. Vielleicht kann ich das Fahrschulauto zweckentfremden… ;-)

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