Dresden

Nun waren wir also in Dresden.

Es war sehr schön, auch wenn ich ja den Mann daheim lassen musste.
Das Wetter war zumindest Freitag und Samstag 1a, nicht zu heiß und nicht zu kalt, während es Sonntag aufgrund von Nieselregen eher tropisch anmutete.
Wir sind Schiff gefahren und Straßenbahn und haben auch zu Fuß ziemlich viel Strecke gemacht. Wie das eben so ist, wenn man eine STadt erkundet.

Dresden ist tatsächlich eine sehr hübsche Stadt. Hamburg liegt ja ebenfalls an der Elbe, aber das ist kaum zu vergleichen. Wir haben hier den Hafen, während der Fluss in Dresden einfach mittendurch fließt und man sich dort tatsächlich überall aufhalten kann, inklusive Open-Air-Kino, Konzerte am Ufer und angeblich sogar Badestellen. Die hab ich aber so nicht gesehen.

Samstag abend machten wir eine Führung mit einem Nachtwächter, wo wir die nicht ganz so bekannten, aber ebenfalls wunderbaren Stellen von Dresden entdeckten. Die Tour endete an der Elbe mit einem wunderbaren Blick auf die Alstadt. Und wir bekamen einen Eindruck, wie hoch das Wasser gestanden haben muss. Das Gras war überall braun und es roch etwas muffig, merkwürdigerweise nach Pferd.

Wir nahmen an einer Orgelandacht inklusive Führung in der Frauenkirche teil. Dieses Mahnmal der Hoffnung hatte ich schon immer mal sehen wollen und es war wirklich faszinierend. Meine Eltern erinnerten sich noch daran, wie die gesamte Kirche in Trümmern lag.

Während die Männer Seilbahn fuhren, besuchten meine Mutter und ich das historische Grüne Gewölbe. Hier sind die Schätze nach Material in verschiedene Räume aufgeteilt. Angefangen bei Bernstein und Elfenbein über Silber und andere Pretiosen hin zu Edelsteinen. Unwahrscheinlich faszinierend, aber auch erschlagend.

Nicht gesehen haben wir das Asisi Panometer, obwohl geplant. Leider bekamen wir falsche Informationen, wie man dorthin gelangt (auf dem Flyer sind gar keine Infos, wie man mit ÖPNV dorthin gelangt. Muss man auch nicht verstehen) und so latschten wir uns bei besagtem Nieselregen die Füße wund, um dann doch nie dort anzukommen. Wir sind dann stattdessen ein bisschen Straßenbahn gefahren.

Neben dem Panometer haben wir übrigens noch ca. 78 andere Gründe, nochmal nach Dresden zu fahren.

Fakten, die ich mir gemerkt habe:
– Dresden ist schuldenfrei
– Der Ausländeranteil liegt bei etwa 4%, am häufigsten sind Vietnamesen vertreten
– Es werden ziemlich viele Kinder geboren und die Stadt baut eifrig Kindergärten und Schulen,
– Der Wiederaufbau der Frauenkirche kostete ca. 185 Mio Euro, 120 davon waren private Spenden aus 24 Ländern.
– Dresden hat eine riesige Moschee, die aber nie als solche genutzt, sondern eine Zigarettenfabrik war. Heute finden da u.a. Bodypainting-Aktionen statt.
– August der Starke war ungefähr an allem beteiligt. Ich frage mich, wie Dresden ohne ihn aussähe.

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