Der Hund schaut immer noch nach unten

Nun war ich gestern also beim Yoga. Ich war viel zu früh dran und stand im nassen Dunklen und fragte mich, ob ich hier wohl richtig bin, denn es gab zwei Türen und nur eine war erleuchtet. Kaum hatte ich nochmal die Adresse zu Rate gezogen, kam auch schon die erste Yogaschülerin an. Und direkt danach der Yogalehrer. Mehr waren es dann auch nicht, das fand ich irgendwie lustig.

Umziehen (nächstes Mal unbedingt ein anderes T-Shirt, das gestrige war viel zu weit), Tee, Wasser für alle, in die Liste eintragen, Geld bezahlen, eine Yogamatte hervorkramen und dann gings auch schon los.

Ich bin ja recht unvoreingenommen dahin gegangen und hab beschlossen, alles auf mich zukommen zu lassen. Frau Federschwarze schickte mir noch ihre eigenen Erfahrungen mit Yoga zu, aber es war doch deutlich weniger räucherstäbchenhaft und ich war nur ein Hund, ein Tisch und eine Planke.

Ich weiß dann jetzt, was ein Sonnengruß ist und dass ich eine Menge Ziele habe, die ich erreichen kann. Hübsch ist, wenn der Lehrer was von „die Finger in die Zehen einhaken“ oder „bei gestreckten Beinen die Handflächen ganz auf den Boden“ erzählt und man selbst kommt kaum weiter als bis zur Wade. Aber wäre ja auch langweilig, wenn alles sofort ginge.

Es war intensiv und anstrengend, aber gut machbar. Ich war stolz auf mich, alle Übungen mitgemacht zu haben, mir wurde gesagt, ich könne jederzeit aussetzen.

Am Schluss kam dann noch die bekannte Ruhephase, man liegt in eine Decke eingewickelt auf dem Boden und soll sich fallen lassen, während beruhigend auf einen eingeschwätzt wird. Fiel mir jetzt nicht so leicht, ich kann sowas grundsätzlich nicht besonders und dass der Lehrer auch noch geradezu unverschämt gut aussieht, machte es nicht leichter.

Er verwendete auch noch das Wort „Poschi“. Das hab ich bisher auch nur von einer Freundin gehört. *g* Passte irgendwie nicht so ganz in die Stimmung.

Entgegen meiner Befürchtungen hab ich heute kaum Muskelkater, den aber vor allem in den Schultern, aber ich warte mal morgen ab.

Nächste Woche geh ich wieder hin.

P.S. Ach ja, der herabschauende Hund sieht so aus und wird ironischerweise als eine Position zum Ausruhen verwendet.

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