Schwarzes Loch

Unsere Wohnung ist ein bisschen voll. Dinge ziehen andere Dinge an, auch wenn eigentlich kein Platz mehr dafür da ist.

Ich will schon lange mal entrümpeln, aber immer wenn ich total motiviert dazu bin, habe ich keine Zeit (meistens morgens, wenn ich zur Arbeit muss) und wenn ich Zeit habe, habe ich natürlich keine Lust (für gewöhnlich am Wochenende). Der Mann hat die ganze Woche frei, sieht grundsätzlich die Notwendigkeit auch ein, ist aber offenbar genauso wenig motiviert, sich mal der Sache anzunehmen.

Hinderlich ist auch die Tatsache, dass ich nicht weiß, was man mit dem Aussortierten machen könnte. Wegschmeißen ist doof, verkaufen, naja, ein Käufer fände sich vielleicht noch, aber der Aufwand. Und diese Umsonstläden, die es manchmal gibt, liegen für gewöhnlich am anderen Ende der Stadt, von den Öffnungszeiten ganz zu schweigen.

Es wäre ganz cool, wenn mal jemand käme und unsere Wohnung für uns aufräumte. Man selbst denkt ja immer „Ach, das kann ich noch gebrauchen“ und legt es wieder für die nächsten fünf Jahre in die Ecke.

Weshalb ich jetzt aber auf das Thema komme: In unserer Wohnung befindet sich eindeutig ein schwarzes Loch. Denn in letzter Zeit verschwinden immer mal Gegenstände und zwar spurlos. So unordentlich ist es bei uns aber eigentlich auch nicht.

Bisher verschwunden: Ein Pfannenwender (entgegen aller Erwartungen tauchte er auch nicht wieder auf, als ich einen neuen kaufte), mein Reihenzähler, die Zeitschaltuhr, die ich letztes Jahr kaufte und der Arbeitsvertrag vom Mann, also sein persönliches Exemplar.

All diese Dinge können nicht weit gekommen sein, aber weg sind sie trotzdem. Besonders mysteriös finde ich grade die Zeitschaltuhr. Die habe ich ausschließlich für die Lichterkette, die in der Adventszeit ans Küchenfenster kommt, gekauft. Daher hatte ich erwartet, dass sie sich bei der Lichterkette befindet. Unterm Bett. Die Lichterkette hängt schon wieder am Fenster, die Zeitschaltuhr hingegen…

Ich bin gespannt, ob irgendeines dieser Dinge wieder auftaucht, wenn wir mal umziehen. Oder doch mal jemanden zum Entrümpeln beauftragen. o_O

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2 thoughts on “Schwarzes Loch

  1. Ich finde das schlimmste beim Entrümpeln ist immer, dass man so ALLES sieht und ALLES AUF EINMAL ordentlich haben möchte- dann fehlt die Motivation, weil Alles ist ja immer sooo viel… Versuch doch immer mal so Schublade für Schublade zu entrümpeln, meinetwegen auch nur eine Schublade pro Woche, und alles was Du nicht brauchst tust Du in eine Kiste, erstmal. Ich weiß, solche Kisten tendieren dazu stehen zu bleiben, aber dann hast Du wenigstens was wo Du sagen kannst: Das soll weg :-) Das zu „entsorgen“ kann ja auch der Mann übernehmen, Also, vielleicht ;-)
    Liebe Grüße aus einer anderen Gerümpelkammer!
    Katha

  2. Schubladen stören mich ehrlich gesagt nicht. Die sind ja zu. Und bei uns auch gar nicht mal so unordentlich.

    Ich hab schon reduziert auf „Die Abstellkammer (aufräumen vor allem), die Regale im Arbeitszimmer und die Fensterseite im Schlafzimmer“. Wobei letzteres allein das Chaos vom Mann ist.

    Das wären so die wichtigsten Punkte, das würde schon viel bringen.

    Mitte Januar hab ich vielleicht mal Zeit dafür. ;-)

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