Wusch!

Als ich gestern abend in der Küche stand, überkam mich plötzlich ein leichter Schwindel. Oder eher ein Anflug von Panik.

In dem kurzen Moment sah ich mein Leben an mir vorbeifliegen.

Der erste Monat des neuen Jahres ist schon fast wieder rum. Ehe wir es uns versehen, feiern wir schon wieder Silvester.
Ich fand es schon immer erschreckend, wie schnell die Zeit vergeht, wenn man einen geregelten Tagesablauf hat und jede Woche im Prinzip gleich ist. Dass ich streng getaktete Tages- und Wochenabläufe habe, macht es nicht besser.

Ich habe überlegt, ob Kinder das Leben wohl langsamer machen. Aber vermutlich ist das Gegenteil der Fall.

Im Juli bin ich fünf Jahre in meiner Firma. Fünf Jahre! Das ist heutzutage eine halbe Ewigkeit. Ich habe einen unbefristeten Vertrag, rein theoretisch könnte ich dort bis zur Rente bleiben. Aber das ist natürlich illusorisch. Immer mal wieder wird mir (vor allem von meiner Mutter) ans Herz gelegt, ich sollte mir doch einen anderen Job suchen. Einerseits hat sie recht. Aber ich habe außer „Heutzutage bleibt man nicht so lange in einem Job“ keine wirkliche Veranlassung dazu. Klar, ich habe keine Aufstiegschancen, reich werde ich auch nicht, aber das will ich auch alles nicht.

Trotzdem hätte ich niemals gedacht, dass ich wirklich so lange dort bleiben würde.
Aber, um wieder zum eigentlichen Thema zurückzukommen, die Zeit kommt mir nicht so lang vor. Ein halbes Jahrzehnt? Das klingt so krass und es kommt mir vor wie zwei oder höchstens drei Jahre.

Das ist übrigens mit ein Grund, warum ich hoffe, dass das mit dem Kinderkriegen möglichst bald klappt. Wenn ich mir tatsächlich demnächst einen neuen Job suchen würde, müssten wir die Familienplanung um mindestens ein Jahr aufschieben.

Und ich finde eigentlich, ich habe genug gewartet. Auch wenn die letzten Jahre wie ein Wimpernschlag vergangen sind.

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41 Fragen

Geklaut bei der lieben Maufeline!

Ich liebe ja solche sinnlosen Fragen. :D

1.) Wo ist dein Handy? Direkt vor meiner Nase. Auf dem Tisch.
2.) Dein Partner? Der beste Ehemann von allen!
3.) Deine Haare? Kurz. Und oft das auffälligste an mir und das ganz ohne komische Farben.
4.) Deine Mama? Die Beste und in vielen Dingen mein Vorbild.
5.) Dein Papa? Eher Teilzeitpapa, weil er viel unterwegs war und ist, aber er ist trotzdem prima!
6.) Lieblingsgegenstand? Äh. Mein Handy vielleicht?
7.) Dein Traum von letzter Nacht? Ich habe ausnahmsweise sechs Stunden am Stück geschlafen, ob ich geträumt hab, weiß ich nicht mehr.
8.) Dein Lieblingsgetränk? „Frühlingstee“, ein aromatisierter Schwarztee.
9.) Dein Traumauto? Es sollte fahren und nicht allzuviel Sprit verbrauchen. Und einen großen Kofferraum haben. Und Automatikgetriebe.
10.) Der Raum in dem du dich befindest? Büro.
11.) Dein Ex? Joa. Bei jedem Einzelnen frage ich mich heute, was das bloß sollte, aber ich bin froh um die Erfahrungen.
12.) Deine Angst? a) Jemand wichtiges zu verlieren und da gehören viele Menschen dazu. b) Schwere Krankheit
13.) Was möchtest du in 10 Jahren sein? Glücklich und zufrieden, egal wie! (Zitat Maufeline)
14.) Mit wem verbrachtest du den gestrigen Abend? Mit dem Mann auf dem Sofa.
15.) Was bist du nicht? Ein sonniger Mensch.
16.) Das letzte was du getan hast? Mir ne Flasche Wasser aus der Küche geholt.
17.) Was trägst du? Jeans, warmen Pulli, dicke Winterstiefel. Unter anderem.
18.) Dein Lieblingsbuch? Also, das Buch, das ich am häufigsten gelesen habe, ist „Das Parfüm“.
19.) Das letzte, was du gegessen hast? Schoko-Dinkel-Keks
20.) Dein Leben? Recht gleichförmig. Derzeit.
21.) Deine Stimmung? Deutlich besser als gestern.
22.) Deine Freunde? Es sind nicht viele, aber sie sind mir wichtig.
23.) Woran denkst du gerade? Dass bald Wochenende ist.
24.) Was machst du gerade? Diese Fragen beantworten?!
25.) Dein Sommer? War ganz gut. Auch wettermäßig.
26.) Was läuft in deinem TV? Dschungelcamp. *räusper*
27.) Wann hast du das letzte Mal gelacht? Heute morgen. Warum sag ich jetzt nicht.
28.) Geweint? Das kann ich ausnahmsweise gar nicht auf die Schnelle beantworten.
29.) Schule? War eigentlich ganz schön, manchmal vermisse sie.
30.) Was hörst du gerade? Tastaturgeklimper und $Chef2, der im Raum nebenan redet.
31.) Liebste Wochenendbeschäftigung? Ausschlafen und Dinge erledigen.
32.) Traumjob? Ich würde gerne irgendwas tolles herstellen und das dann verkaufen. Und davon leben können.
33.) Dein Computer? Der hier im Büro ist so ein All-in-One-Ding.
34.) Außerhalb deines Fensters? Bäume. Und das mitten in der Stadt!
35.) Bier? Am liebsten Dunkelbier. Oder noch besser: Dunkles Radler!
36.) Mexikanisches Essen? Eher nicht. Außer Guacamole. Ist das mexikanisch?
37.) Winter? 1 Zentimeter Schnee!! Und Dauerfrost. Das ist mehr Winter als die letzten 6 Wochen.
38.) Religion? Nein.
39.) Urlaub? Der letzte: Miami! Der nächste? Keine Ahnung.
40.) Auf deinem Bett? Liegen grade ein paar Sportklamotten und ein Schlafanzug.
41.) Liebe? Ohne wäre mein Leben wohl ziemlich scheiße!

Schlaflos in Hamburg

Eine der tollen Nebenwirkungen des Pilleabsetzens war ja bei mir: viel besserer Schlaf.

Ich konnte mich mehrere Nächte hintereinander ins Bett legen, schnell einschlafen und die ganze Nacht wie ein Stein schlafen. Fit war ich am nächstne Morgen zwar nicht, weil ich meistens vom Wecker ausm Tiefschlaf gerissen wurde, aber man kann ja nicht alles haben.

Diese tolle Wirkung ist ein Jahr später aber leider verflogen. Seit Mitte Dezember schlafe ich schlechter denn je. Und das trotz Yoga, das ja angeblich auch gegen Schlafstörungen helfen soll.

Ich gehe also abends ins Bett, müde und voller Vorfreude, denn es ist warm und weich und der Mann liegt neben mir und Schlaf ist ja sowieso was tolles.

Und dann liege ich da. Und kann nicht einschlafen. Gar nicht mal aus dem klassischen Grund, dass ich ewig grübele oder einen Ohrwurm nach dem anderen habe. Ich bin eigentlich ziemlich entspannt und liege da und denke an nichts, also fast nichts, allein, das einschlafen klappt nicht.

Schlafe ich doch ein, werde ich meistens wieder wach und wälze mich herum, um dann nochmal einzuschlafen und dann ab fünf etwa endgültig wach zu sein. Das hat immerhin den Vorteil, dass ich beim Weckerklingeln schon wach bin, was das Aufstehen leichter macht.

Ich schätze, ich komme auf maximal vier Stunden Schlaf pro Nacht. Zwar habe ich schon länger den Verdacht, dass ich deutlich weniger Schlaf brauche als ich mir immer einrede, aber das ist auf Dauer dann doch etwas zu wenig.

Einen Grund kann ich nicht finden. Ich habe keinen Stress, weder beruflich noch privat. Es ist in unserem Schlafzimmer nicht lauter oder leiser, nicht heller oder dunkler als sonst. Der Mann schnarcht kaum. Ich bin insgesamt ganz fit.

Es ist mir ein Rätsel.

Alles Suchen ist schwer

Dank irgendwelcher Umstellungen bei Google oder so ist es mit den Suchbegriffen ja nicht mehr ganz so einfach. Meist wird nur angegeben, dass jemand über „unbekannte Suchbegriffe“ auf meinem Blog gelandet ist.

Übers Jahr haben sich aber doch ein paar Perlen angesammelt.

Am häufigsten wird natürlich nach „jukefrosch“ gesucht, wobei ich nicht weiß, wo das herkommt. Außer bei Quizduell benutze ich diesen Nick glaube nirgendwo.
Gerne genommen wird auch einfach die gesamte URL, aber das ist insgesamt schon viel besser geworden. Die Leute scheinen zu kapieren, wie eine Suchmaschine funktioniert.

Ich erwähnte mal das Wort „Porno“. Immer keine so gute Idee:
„wie heisste der porno wo gefragt wird warum liegt hier stroh“ – wurde doch ein paar Mal gesucht und die Leute dürften die Antwort auch gefunden haben.
„porno saline lösung“ – Es gibt Pornos, die in Salinen spielen? Mittelalter-Pron oder was?
„dicke mutter ruft sohn zum fick mann ist arbeiten“ – Uhm. Ja. Sorry, da kann ich dann doch nicht helfen.

Ganz häufig in verschiedenen Varianten gesucht:
„sohn: papa was ist wichtiger? zu lieben oder geliebt zu werden?“ – Da wurde wohl ein Lieblingstweet gesucht und auch hier gab es eine Antwort.
Die Lieblingstweets wurden allgemein ziemlich häufig gesucht und gefunden. Kann ich verstehen, ich lese die auch gern.

„hibbelblogs“ – Sorry. Nur im Privaten.
„was schreib man den gästen wen man hohzeit verschoben hat“ – Joa. Da müsste ich jetzt meine älteste Freundin fragen. Obwohl die glaub eher telefoniert haben.
„hilft frauentee wirklich gegen regelbeschwerden?“ – Da muss ich mittlerweile verneinen. Ich hatte die ersten Monate einfach Glück.

Kurioses:
„pitch perfect kotzt auf katze“ – Die ersten drei Wörter passen zusammen, aber wie die Katze dazukommt, weiß ich nicht.
„imaginäre lichtschwertkanone“ – Hmmmm. Sag Bescheid, wenn du es geschafft hast, sie dir vorzustellen.
„bockelhart musik“ – So hart ist die Musik die ich höre aber eigentlich nicht.
„wake me up t-shirt mit frosch“ – Hä? Soll das T-Shirt quaken?
„kaete haete knötterina“ – Wieso landet man damit bei mir?
„versaute sachen in jeans“ – Ich liebe Jeans, aber für versaute Sachen sind sie dann doch zu unpraktisch.
„7 tod sünden in verbindungen mit spongebob schwammkopf“ – Davon hab ich mal gelesen. Schau mal bei 9gag, da wirds erläutert. Auf englisch halt.
„ich werde hier sein im sonnenschein ausschnitt“ – Das ist schön. Bleib da!

Nach einer Woche

ohne Eintrag kriege ich immer ein schlechtes Gewissen, wenn ich meinen Blog aufrufe.
Er guckt so vorwurfsvoll.

Nun denn.

Gestern war ich beim Yoga-Einsteiger-Workshop.
Wir durften erstmal viel zuhören, aber die Übungen hinterher waren keinen Deut weniger anstrengend. Einige davon habe ich wahrscheinlich zum ersten Mal so richtig ausgeführt und ich hab am Ende gezittert vor Anstrengung.
Erkenntnis: Wenn es sich leicht anfühlt, macht mans noch nicht richtig.

Der gefürchtete Muskelkater ist aber größtenteils ausgeblieben, es kommt wohl wirklich auf den Abstand zwischen den Stunden an. Die drei Wochen über Weihnachten und Jahreswechsel waren einfach zu lang.

Heute ist St. Knut-Tag.
In Schweden und Norwegen endet heute die Weihnachtszeit.
Ich hab beschlossen, dass Hamburg nahe genug an diesen Ländern dran ist, um heute erst die Lichterkette am Küchenfenster zu entfernen. Der Mann hatte sich auch schon beklagt.
Schade eigentlich, ich liebe dieses indirekte Licht. Wenn man die normale Küchenlampe an der Decke einschaltet, wirds dank Energiesparbirnen erstmal dunkler als vorher. Fürchterliche Dinger.

Woanders:
Frau Novemberregen will Steno lernen. Darüber hatte ich zu Beginn meines Studiums auch mal etwa 10 Minuten nachgedacht, aber es schien mir nicht sehr intuitiv zu sein und überhaupt wollte ich nicht mehr lernen als ich musste. Fürs Mitschreiben in der Hochschule wäre es aber sicher praktisch gewesen. Ich hab meine eigenen Hieroglyphen aufs Papier gekritzelt, die leider den Nachteil hatten, dass ich sie ein paar Stunden später nicht mehr entziffern konnte. Eine Handschrift unter aller Sau, schon immer. Um dagegen anzugehen, habe ich mich vor meheren Jahren mal mit Kalligraphie beschäftigt. Das war ganz nett, hatte natürlich aber keinen Effekt und nach einiger Zeit verlor ich auch das INteresse daran.

Ich schweife ab. Frau Novemberregen will Steno lernen und, naja, lest selbst. :D

Sprichwort gefällig? http://sprichwort.gener.at/or/
Mein Liebling: Faulheit ist schwer. :D

Bücher und Filme 2013 – Auswertung

Bevor ich besagte Listen anlegte, hab ich leider was vergessen, nämlich eine Schätzung abzugeben.
Zumindest bei den Büchern bin ich mir nämlich nicht sicher, ob ich 68 vollständig gelesene Bücher in einem Jahr viel oder wenig finde.
Für meine Schul- und Studiumszeiten ist es wenig, dafür, dass ich unter der Woche eigentlich nicht viel Zeit habe zum Lesen und gleichzeitig ganze Wochenenden vergehen können, an denen ich nicht lese (Schande über mich!) ist es dann doch recht viel.
Rausgerissen habens sicherlich unter anderem die Harry-Potter-Bücher, vier Bücher in fünf Tagen, das macht man ja nicht immer.
Auch Kinderbücher (z.B. Igraine Ohnefurcht) oder Bücher, die ich schonmal gelesen habe (z.B. Der Club der unsichtbaren Gelehrten von Terry Pratchett) reißen die Statistik sicher nach oben, solche Bücher lese ich einfach flotter und vor allem begeisterter.

Nicht mit reingezählt sind die Bücher, die ich nur angefangen habe, das waren dieses Jahr aber sehr weniger, unter zehn Stück, wahrscheinlich unter fünf.
Ebenfalls nicht zählen die Bücher, die ich (meist) aus Gründen der Beruhigung zwischenlese, d.h. alte Kinder- und Jugendbücher, die ich quasi auswendig kann und nur immer mal wieder rein- oder anlese, einfach weil sie auf mich so beruhigend wirken. Zusammengezählt sind das sicher ebenfalls nochmal fünf bis zehn Stück.

Mein Buchgeschmack ist erwartungsgemäß gemischt:
Zu den erwähnten Kinder- und Jugendbüchern kommen Klassiker (Anna Karenina), Fantasy (Die Scheibenwelt-Romane), Sachbücher (Das Lexikon des Unwissens), seichte Literatur (Agent Null-Null-Siebzig – Agent an Bord), Krimis (Prime Time) und Thriller (Der Federmann).

2014 gehts natürlich weiter. Idealerweise mit mehr Klassikern, Biografien und Sachbüchern.

—-

Zumindest was die Anzahl der gesehenen Kinofilme angeht, war 2013 eher ein schwaches Jahr für mich.
Bloß 9 Mal war ich im Kino. Immerhin, keiner der Filme war enttäuschend, ich würde sie mir wohl alle nochmal ansehen, das war auch schon anders.

Auch hier: gemischt.
Kinderfilme (Monster Uni), Musicalfilm (Les Misérables), Action-Western (Django Unchained), Komödie (Hangover 3) und Fantasy (Der Hobbit).

Völlig verpasst haben wir leider den eigentlich langerwarteten letzten Teil der Fire and Icecream-Trilogie, „The World’s End“.
Als mir einfiel, dass wir doch endlich mal reingehen könnten, lief er schon nicht mehr. Wirklich doof.

Hallo 2014!

Frohes neues Jahr zusammen!

Ich werde jetzt einfach mal nicht darüber jammern, wie schnell 2013 vergangen ist. Es überrascht mich jedes Mal wieder und dran gewöhnen werde ich mich wohl nie.

Nachdem 2013 ganz ok und einfach nur so ein „Zwischenjahr“ war, setze ich ein paar Hoffnungen in 2014. Gleichzeitig stelle ich fest, dass ich noch gar keine Pläne fürs neue Jahr habe. Also wirklich keine.

Ich habe bisher zwei Urlaubstage grob verplant. Wie machen das bloß andere Leute, die ihren gesamten Urlaub zu Jahresanfang einreichen müssen?

Wir wissen noch nicht mal, wann und wohin wir in Urlaub fahren wollen. Nicht wieder die USA, soviel steht fest.
Schottland vielleicht. Das reizt mich schon seit längerem und der Mann ist nicht abgeneigt.

Vorsätze, Vorhaben?
Vorsätze mache ich nie. Wenn man was Neues anfangen oder schlechte Angewohnheiten aufgeben will, sollte man das sofort machen und nicht zu so einem kritischen Datum wie dem Jahreswechsel.
Ich möchte allerdings meine Beziehung zum Yoga vertiefen. (Womit der Punkt Sport abgehakt wäre.)

Ansonsten ist da noch unsere Kinderplanung. Es wäre schön, wenn dieser Wunsch sich dieses Jahr erfüllen würde, aber erzwingen kann man bekanntlich nichts.

Warten wirs ab. 2014 begann mit gutem Essen, lieben Menschen, Tanzen und Singen. Zwar fühlte mich alt, als ein Gast sagte, die Backstreet Boys seien vor ihrer Zeit gewesen, grundsätzlich war unser Silvester aber ein gutes Omen. :D