Januar, Februar, März, April –

die Jahresuhr steht niemals still.

Kennt noch jemand dieses Lied von Rolf Zuckowski?

Bald ist endlich der März rum. Irgendwie mag ich diesen Monat nicht.

Das hat aber auch sicherlich damit zu tun, dass im April viele schöne Sachen anstehen.
Wir bekommen Besuch von einer Schulfreundin samt Mann, dann hab ich Geburtstag, kurz darauf ist Ostern, ich fliege zu meinen Eltern und wenn ich von dort wiederkomme ist schon wieder Chorwochenende.

Volle Action also!

Ansonsten beschäftige ich mich mit meinem grünen Daumen.
Letztes Jahr hab ich ja ein paar Ringelblumen- und Basilikumsamen besorgt, die werde ich bald aussähen. Anzuchterde ist schon parat, nun brauche ich nur noch ein paar Pöttchen zum Sähen.
Mal schauen, vielleicht werden meine Balkonkästen dieses Jahr ganz wild durcheinander bepflanzt, statt schön symmetrisch.

Aus Gründen beschäftige ich mich auch derzeit mit dem Thema Sprossen und Keimlinge.
Außer Kresse kenne ich da bisher gar nichts. Sowas gabs bei uns dahiem irgendwie nicht und ich bin bisher auch nicht auf die Idee gekommen, mal welche zu züchten.
Zu Kresse hab ich ein zwiegespaltenes Verhältnis. Eigentlich finde ich sie eklig, vor allem den Geruch. Trotzdem packe ich sie mir immer gierig aufs Brot, wenn denn mal welche da ist.

Der Körper weiß wohl, was er will.

Jedenfalls habe ich mir jetzt ein Keimglas und ein paar Samen bestellt.
Angefangen hab ich mit Alfalfasamen. Schön einweichen lassen, während ich beim Chor war und dann jeden Morgen und Abend einmal schön spülen.
Und tatsächlich, gestern abend zeigten sich die ersten Keime und heute morgen war schon ordentlich was los im Glas. Spannend!

Jetzt müssen sie nur noch schmecken. :)

9+1: Die Zeit vergeht

Die zehnte Woche hat angefangen. Das klingt nach … so viel. Als ob ich schon ewig schwanger wäre, dabei weiß ich es erst seit etwa 5,5 Wochen.

Mittlerweile wissen fast alle Bescheid. Die ganz enge Familie kam zuerst dran, und nach dem Ultraschall der engere Freundeskreis und ein bisschen Verwandtschaft wie die Omas oder des Mannes Tante.

Seit gestern sind auch meine Chefs informiert. Sie haben mir gratuliert und mir erklärt, dass sie mich in allem unterstützen, es hinge halt von mir ab, was ich genau wolle und wann ich wieder einsteigen wolle.
Letzeres ist noch ein kleines Problem. Ich sitze etwas zwischen den Stühlen. Der Mann findet, unser Kind sollte nicht schon mit einem Jahr in die Krippe. Meine Mutter hingegen meint, da könne ich keine Rücksicht drauf nehmen, ich könne es mir nicht leisten, ein ganzes Jahr auszusteigen. Altersvorsorge und so.

Tja. Ich bin auch nicht scharf drauf, mein Kind nach einem Jahr schon abzugeben. Aber meines Erachtens geht es nicht anders.
Chef Nr. 2 wusste zu berichten, dass es auch in der Innenstadt Kitas und Krippen gibt. Und wenn ich zunächst nicht wieder Vollzeit arbeiten will, dann ist das auch kein Problem, es lässt sich alles regeln, auch mit Heimarbeit und ähnlichem. Sie müssen halt Bescheid wissen.

Damit ist mir schon ein recht großer Stein vom Herzen gefallen.

Erzählt hab ichs auch gestern meiner Friseuse. Na, wem auch sonst. Die gute Frau schneidet mir seit sechs Jahren alle sechs Wochen die Haare (ich nenne es die Schafschur), so eine gute Nachricht kann ich vor ihr nicht geheim halten.
Sie hat sich sehr gefreut und natürlich die üblichen Fragen gestellt.

Bald kann ich mir einen Zettel laminieren:
1. Müsst ihr umziehen? (Nein.)
2. Habt ihr schon über Namen gesprochen? (Wir diskutieren seit Jahren.)
3. Hast du eine Ahnung, was es wird? (Ein Dackel?)
4. Wieso hast du schon eine Hebamme? (Darum. Wann soll ich sonst eine haben?)

Apropos Hebamme.
Die war am Montag wieder da, diesmal zum Anamnesegespräch. Das war sehr interessant und ich hab mich wieder mal gefreut, dass ich sie habe und mich für sie entschieden habe. Sie ist einfach total lieb.

Montag in zwei Wochen ist schon die erste Vorsorge bei ihr. Ich bin gespannt!

Mir geht es ansonsten gut.
Ich schlafe weiterhin nicht allzugut. Dafür ist die Übelkeit verschwunden und auch der Hunger nähert sich allmählich wieder normalen Ausmaßen an.

Manchmal schiebe ich Panik, dass mit der kleinen Olive in mir („Ihr Baby ist jetzt so groß wie eine grüne Olive“) nicht alles in Ordnung ist und ich umsonst fröhlich alle möglichen Leute informiere.

Aber eigentlich bin ich optimistisch. Noch knapp 31 Wochen.

Wöchentlicher Statusbericht VI

Wie weit bin ich: 9+0
Bauchumfang: am Bauchnabel 82 cm
Gewicht: 57 kg (die Waage daheim)
Der beste Moment diese Woche: Eine Nacht mit fast genug Schlaf. Ich hätte Bäume ausreißen können. Außerdem die Erkenntnis, dass meine Hebamme einfach prima ist und meine Entscheidung für sie die richtige war.
Das war doof ungeplant: Mein unabsichtliches Outing auf Twitter. Manche Leute können aus einfachen Tweets alle Bedeutungsebenen herauslesen.
Ich vermisse: eigentlich nichts.
Heißhunger auf: Nichts
Wehwehchen/Symptome: Nicht durchschlafen können. Immer mal wieder Schmerzen im Unterleib.
Ich freue mich: auf in drei Wochen, wenn das erste Trimester endlich geschafft ist.
Gekauft/Bestellt: Nichts.

Heute sag ichs meinen Chefs. Es bleibt spannend!

Wöchentlicher Statusbericht V

Wie weit bin ich: 8+0
Bauchumfang: am Bauchnabel 81,5 cm
Gewicht: 57 kg (die Waage daheim)
Der beste Moment diese Woche: Ein schlagendes Herzchen im Ultraschall. Die Freude von Freundinnen, Freunden, Oma.
Das war doof: Die Zyste und das Myom, die ebenfalls im Ultraschall zu sehen waren.
Ich vermisse: endlich mal wieder durchzuschlafen.
Heißhunger auf: Nichts
Wehwehchen/Symptome: Übelkeit. Abgeschlagenheit. Schlaflosigkeit.
Ich freue mich: jeden Tag auf mein Bett.
Gekauft/Bestellt: Nichts.

7+4: Es schlägt!

Genau vier Wochen nach dem positiven Test war es heute soweit. Arzttermin. Der Mann kam mit.

Nach Urinabgabe und dann immerhin einer halben Stunde Wartezeit wurde ich zum Blutabnehmen geholt. Das war ein großer Spaß, die Helferin klopft ewig auf meinen Armen rum, entscheid sich dann für den linken, wo sie aber nur Luft rauszog. Die hinzugerufene Helferin schaffte es dann am rechten Arm auf Anhieb. Ich war recht erleichtert, denn ich bin zwar ausgesprochen schmerzfrei was Nadeln angeht, aber die letzte Konsequenz wäre Blutabnahme am Handrücken gewesen. Und da verzichte ich doch wieder ganz gerne drauf.

Dann ab in den Untersuchungsraum, wo auch der Mann hinzugerufen wurde und ich immer ungeduldiger wurde, weil niemand kam. Warten im Wartezimmer ist ja die eine Sache, aber im geschlossenen Untersuchungszimmer rumsitzen… Gnaaaaa.

Irgendwann kam die Ärztin dann, es handelte sich nicht um meine normale Ärztin, keine Ahnung, wo die war. Ich mochte die Vertretung jetzt nicht so gerne, aber was will man machen.

Nun, Klärung ein paar Fragen, oder zumindest Vertagung bis zum Gespräch mit meiner üblichen Ärztin. Na, meinetwegen. Dann, endlich, Untersuchung und Ultraschall. Und, tadaa, da war auch eine kleine Bohne, mit einem schlagenden Herz, das hab ich direkt gesehen.
Überflüssigerweise befinden sich in meiner Gebärmutter momentan allerdings auch eine Gelbkörperzyste und ein Myom.

Beides kein Grund zur Besorgnis, sie müssen halt beobachtet werden, ob sie „Wachstumstendenzen zeigen“ (um mal die Ärztin zu zitieren). Ich hab vorhin das Myom mal gegooglet. Naja, hätte ich sein lassen sollen, ich bemühe einfach weiterhin meinen Optimismus, der hat die letzten vier Wochen auch schon ganz gut funktioniert.

Mein Mutterpass ist auch schon am Start, natürlich noch ohne Blutergebnisse. In genau einem Monat darf ich wieder hin, zum ersten richtigen Ultraschall.
Zudem sollen wir uns überlegen, ob wir die Nackenfaltenmessung und das Ersttrimesterscreening haben wollen. Ich tendiere beides Mal zu nein. Mal schauen, was der Mann sagt.

Ansonsten bin ich übrigens weitgehende beschwerdefrei, mir ist selten mal schlecht, höchstens flau. Und ich schlafe wenig bis gar nicht. Das ist wohl die Übung für später.

Wöchentlicher Statusbericht IV

Wie weit bin ich: 7+0
Bauchumfang: am Bauchnabel 80,5 cm
Gewicht: 57 kg (die Waage daheim)
Der beste Moment diese Woche: Der Freudenschrei meines Vaters auf die frohe Botschaft hin und wie meine Mutter begeistert von den Babyklamotten erzählt, die sie direkt mal rausgesucht hat.
Das war doof: Die Erkenntnis, dass ich doch nicht vor Übelkeit oder Kopfschmerzen gefeit bin.
Ich vermisse: Derzeit nichts.
Heißhunger auf: Pommes mit Ketchup.
Wehwehchen/Symptome: Übelkeit. Börgs.
Ich freue mich: auf den Arzttermin am Montag. Endlich! Außerdem Outing gegenüber Schwiegermutter und Freundinnen.
Gekauft/Bestellt: Nichts.

6+6 – Urks

Morgen beginnt bereits die achte Woche. Bezeichnend ist, dass ich nicht mehr an jedem einzelnen Tag genau weiß, wie weit ich bin und fast schon überrascht war, dass der Wochenwechsel schon wieder ansteht.

Die siebte Woche hatte es in sich. Am Freitag stellte sich mir zum ersten Mal die Schwangerschaftsübelkeit vor. Auf diese Bekanntschaft hätte ich ja gut verzichten können, aber was solls. Ich hatte etwas Angst, dass sie mich nun ab sofort jeden Tag begleiten würde, aber am Wochenende war es wieder besser.

Gestern kam sie dann wieder, in Begleitung von Kopfschmerzen. Von letzteren war ich vier Wochen verschont geblieben und ich hatte schon gehofft, zu den Frauen zu gehören, die als positive Nebenwirkung der Schwangerschaft eben keine Kopfschmerzen haben.

Es ging mir gestern vormittag also ziemlich dreckig und erst als ich mich aufraffen konnte, mal einen Keks und dann etwas Brot zu essen, wurde es besser. Es bleibt mir wohl nichts anderes übrig, als an Übelkeitstagen jede Stunde was zu essen.


Am Sonntag haben wir die frohe Botschaft erst meinen Eltern und dann meinem Bruder überbracht.
Die Reaktionen waren, wiewohl natürlich freudig, trotzdem sehr unterschiedlich. Mein Bruder wollte es erst nicht so recht glauben, mein Vater ließ einen Freudenschrei los, während meine Mutter mal wieder der Pragmatismus in Person war. Immerhin, sie hat am nächsten Tag direkt mal nach den Kisten mit den Babyklamotten geschaut. ;-)


Noch fünf Tage bis zum Arzttermin. Wir könnens kaum erwarten! :)

Freitag

Mit dem Bloggen ist es momentan nicht so ganz einfach.
Es passieren durchaus Dinge, über die ich aber grade nicht schreiben kann.

Das kommende Wochenende steht im Zeichen von.. naja, was eigentlich? Frühling, glaube ich.
Der Mann ist den großten Teil bei einem Football-Trainingslager, da werde ich wohl mal vorbeischauen.
Vorher werde ich wohl aber auf dem Rathausmarkt sein und an der Demo zur Unterstützung der Hebammen teilnehmen. Infos siehe hier: http://www.hebammenunterstuetzung.de/aktionen

Ich war noch nie auf einer Demo. Mal gucken, ob ich das kann. ;-)

Außerdem ist Aufräumen angesagt, völlig ohne mein Zutun füllen Kühlschrank und Schreibtisch sich und zwar so, dass es nicht mehr angeht.
Aber bei Sonnenschein geht ja immer alles leichter.

Und wenn ich ganz viel Glück habe und es windstill bleibt, kann ich mich am Sonntag mal raus auf den Balkon in die Sonne setzen. Vorhergesagt sind bis zu 17°C.
Wenn das nicht vielversprechend ist. :D

Ich hab mir einen neuen Rucksack bestellt.
Das ist eine Erwähnung wert, ich habe mich etwa zwei Jahre darumherum gedrückt. Der alte hat aber mittlerweile drei Baustellen und vielleicht ist es nach 15 Jahren (geschätzt) doch mal an der Zeit für einen neuen.

Jetzt liegt der neue hier und ich bin nicht so ganz überzeugt. Er ist ziemlich groß und vor allem breit.
Nun hab ich ihn mir nochmal in einer etwas anderen Ausführung bestellt, in der Hoffnung, dass er dann ansprechender ist. Das Muster gefällt mir nämlich durchaus.

Ansonsten im Westen nichts neues…

Wöchentlicher Statusbericht III

Wie weit bin ich: 6+0
Bauchumfang: am Bauchnabel 79 cm
Gewicht: 57 kg (die Waage daheim)
Der beste krasseste Moment diese Woche: Die Erkenntnis, dass diese kleine Wölbung da zwischen Schambein und Bauchspeck nicht eingebildet ist und wenige Tage zuvor bestimmt noch nicht da war.
Das war doof: Meine (von der Schwangerschaft unabhängigen) Magenprobleme haben mich nicht verlassen.
Ich vermisse: Derzeit nichts.
Heißhunger auf: Gestern auf TK-Salamipizza und Grapefruit. Heute Multivitaminsaft. Ich sollte wohl etwas gesünder essen.
Wehwehchen/Symptome: Müdigkeit. Rückenschmerzen.
Ich freue mich: dass wir es am Sonntag meinen Eltern sagen werden. Ich bin so gespannt!
Gekauft/Bestellt: Nichts. Aber ich hab mich über Hosenerweiterungen und Bauchbänder informiert.