9+1: Die Zeit vergeht

Die zehnte Woche hat angefangen. Das klingt nach … so viel. Als ob ich schon ewig schwanger wäre, dabei weiß ich es erst seit etwa 5,5 Wochen.

Mittlerweile wissen fast alle Bescheid. Die ganz enge Familie kam zuerst dran, und nach dem Ultraschall der engere Freundeskreis und ein bisschen Verwandtschaft wie die Omas oder des Mannes Tante.

Seit gestern sind auch meine Chefs informiert. Sie haben mir gratuliert und mir erklärt, dass sie mich in allem unterstützen, es hinge halt von mir ab, was ich genau wolle und wann ich wieder einsteigen wolle.
Letzeres ist noch ein kleines Problem. Ich sitze etwas zwischen den Stühlen. Der Mann findet, unser Kind sollte nicht schon mit einem Jahr in die Krippe. Meine Mutter hingegen meint, da könne ich keine Rücksicht drauf nehmen, ich könne es mir nicht leisten, ein ganzes Jahr auszusteigen. Altersvorsorge und so.

Tja. Ich bin auch nicht scharf drauf, mein Kind nach einem Jahr schon abzugeben. Aber meines Erachtens geht es nicht anders.
Chef Nr. 2 wusste zu berichten, dass es auch in der Innenstadt Kitas und Krippen gibt. Und wenn ich zunächst nicht wieder Vollzeit arbeiten will, dann ist das auch kein Problem, es lässt sich alles regeln, auch mit Heimarbeit und ähnlichem. Sie müssen halt Bescheid wissen.

Damit ist mir schon ein recht großer Stein vom Herzen gefallen.

Erzählt hab ichs auch gestern meiner Friseuse. Na, wem auch sonst. Die gute Frau schneidet mir seit sechs Jahren alle sechs Wochen die Haare (ich nenne es die Schafschur), so eine gute Nachricht kann ich vor ihr nicht geheim halten.
Sie hat sich sehr gefreut und natürlich die üblichen Fragen gestellt.

Bald kann ich mir einen Zettel laminieren:
1. Müsst ihr umziehen? (Nein.)
2. Habt ihr schon über Namen gesprochen? (Wir diskutieren seit Jahren.)
3. Hast du eine Ahnung, was es wird? (Ein Dackel?)
4. Wieso hast du schon eine Hebamme? (Darum. Wann soll ich sonst eine haben?)

Apropos Hebamme.
Die war am Montag wieder da, diesmal zum Anamnesegespräch. Das war sehr interessant und ich hab mich wieder mal gefreut, dass ich sie habe und mich für sie entschieden habe. Sie ist einfach total lieb.

Montag in zwei Wochen ist schon die erste Vorsorge bei ihr. Ich bin gespannt!

Mir geht es ansonsten gut.
Ich schlafe weiterhin nicht allzugut. Dafür ist die Übelkeit verschwunden und auch der Hunger nähert sich allmählich wieder normalen Ausmaßen an.

Manchmal schiebe ich Panik, dass mit der kleinen Olive in mir („Ihr Baby ist jetzt so groß wie eine grüne Olive“) nicht alles in Ordnung ist und ich umsonst fröhlich alle möglichen Leute informiere.

Aber eigentlich bin ich optimistisch. Noch knapp 31 Wochen.

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