Hmpf

Heute ist so ein „Alles doof“-Tag. (Bis aufs Wetter, das Wetter ist super, ich hab schon seit Tagen nicht mehr übers Wetter gemeckert, so ist das, wenn sogar Hamburg Sommer hat).

Jedenfalls, alles doof. Meine Yogatante hat Sommerpause, eigentlich wollte ich heute endlich mal wieder ins Fitnessstudio, aber bei 30°C in einen stickigen Raum voller Menschen, nein, das ist vielleicht nicht die beste Idee. Prompt meldet sich mein Rücken und sagt, Sport wäre doch was feines.

Die Kirschenzeit ist vorbei.
Ich hab seit Tagen leichte Halsschmerzen, die Erkältung bricht aber nicht voll aus, dank Salzwassergurgeln. Ganz ohne Halsschmerzen wäre super.

Noch ungefähr 19 Arbeitstage. Heute ist mein vorletzter „normaler“ Arbeitstag. Übermorgen wird im Büro umgebaut und umgeräumt. Dann werde ich in einem anderen Raum sitzen und weil meine Chefs vom wilden Affen gebissen wurden, müssen in Zukunft wohl zwei Leute mit dem Rücken zum Raum sitzen. Es ist Platz genug, dass das niemand machen muss. Ich werde mich da nicht drüber streiten, wer weiß, wie es in einem Jahr aussieht, wenn ich zurückkehre.
Ab Freitag arbeite ich dann meine Nachfolgerin ein. Ich freue mich nicht drauf.
Noch 19 Arbeitstage.

Apropos zurückkehren, der Nachwuchs braucht einen Krippenplatz für Herbst 2015. Bisher war ich sehr optimistisch, hab eine schöne Liste gesammelt von Kitas, die in Frage kommen. Mehr haben wir aber noch nicht getan, dafür verfalle ich bei solchen Meldungen in Schockstarre.

Ich vertraue auf mein Mantra „Alles wird gut!“ Drum kümmern sollten wir uns trotzdem bald. Sehr bald.

Am Wochenende hab ich die Kammer aufgeräumt und mich gefreut, wieviel Platz darin ist. Dann hab ich mir das Arbeitszimmer angesehen und hab so ein bisschen kapituliert vor der Menge an Zeug, die sich angesammelt hat. Im Prinzip muss die Menge der Sachen in dem Raum um etwa 50% reduziert werden. Bisher sind wir im einstelligen Bereich… Der Mann hat Urlaub und tut hoffentlich seinen Teil. In zwei Wochen kommen voraussichtlich Bett und Wickelkommode an und es wäre schön, wenn der Raum weitestgehend parat wäre.

Nun das, was mir eigentlich am meisten im Magen liegt.
Eigentlich wollten der Mann und ich in der zweiten Augustwoche ein paar Tage zu meinen Eltern fahren. Das Ganze übrigens auf seinen Vorschlag hin, worüber ich mich sehr gefreut habe.
Nun stürzte Anfang letzter Woche seine Mutter, sie ist mittlerweile wieder aus dem Krankenhaus raus, aber aus verschiedenen Gründen kann man das nicht einfach so abhaken. Sie wird wohl erst mal eine Kur machen, der Mann wird in Hamburg bleiben und mit ziemlicher Sicherheit nicht mit zu meinen Eltern kommen.

Ich sitze zwischen allen Stühlen. Zwischen dem Verständnis dafür, zwischen dem Egoismus, dass ich gerne den Mann für mich hätte, dass ich auf seine Mutter als Unterstützung nach der Geburt gehofft hatte und nicht als jemanden, der momentan selbst nicht so gut klarkommt (und zu allem Überfluss kein wirkliches soziales Netzwerk hat, ihr Sohn ist die einzige Hilfe). Dazu meine Mutter, die nur so mittel Verständnis hat und mich fragt, wie das eigentlich gehen soll, es kann doch, spätestens, wenn das Kind da ist, nicht immer seine Mutter an erster Stelle stehen.

Diese Befürchtung hab ich gar nicht mal, ich kann auch nicht so richtig den Finger darauf legen, was eigentlich mein Problem ist. Vielleicht bin ich einfach nur traurig, dass wir nicht ein paar wenige Tage gemütlich zusammen bei meinen Eltern verbringen können.

Im Zweifel sind es die Hormone. Ich berufe mich mal wieder auf mein „Alles wird gut“. Trotzdem hatte ich mir das Ganze ein bisschen problemloser vorgestellt.

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