Ein bisschen Entspannung. Und doch… (34+0)

So, heute war ich wieder zur Kontrolle im KH. 3,5 Stunden hast gedauert, aber jetzt bin ich wenigstens etwas schlauer und auch etwas entspannter.

Irgendwie bin ich so eine Art medizinisches Rätsel, hab ich das Gefühl.
Diesmal wurde das CTG hintendran gehängt und ich wurde erstmal von der Ärztin geschallt, die mich schon vor meinem Heimaturlaub angeschaut hatte.
Es war noch ne andere Ärztin dabei, die lernte aber offenbar noch. Deshalb hat auch alles etwas länger gedauert, wegen der Erklärungen. Aber das macht ja nix.

Jedenfalls, es ist alles tiptop, die Versorgung, das Wachstum (es ist jetzt sogar gut innerhalb der Norm), die Organe, soweit man sie noch erkennen konnte (und das CTG später war auch prima).

Nur das Fruchtwasser halt nicht. Es ist… wenig. Sehr wenig, an der unteren Grenze. Und es gibt irgendwie keine passende Erklärung.

Sie hat mir drei mögliche Gründe genannt:
1. Kind hat keine oder kranke Nieren und scheidet deshalb keinen Harn aus.
—> Trifft nicht zu. Nieren sind am Start, arbeiten gut, Harnblase war gut gefüllt.
2. Kind ist nicht richtig versorgt, weshalb das Blut eher bei den wichtigen Organen wie Herz und Hirn ist, weshalb die Nieren vernachlässigt werden.
—> Trifft nicht zu, Versorgung ist toll und s.o.
3. Unbemerkter Blasensprung
—> Wurde mit Hilfe eines Wattestäbchens und eines entsprechenden Tests ausgeschlossen (auch keine 100%ige Genauigkeit, aber ich glaube, ich würde es schon merken, wenn da Flüssigkeit aus mir rauslaufen würde)

Tja.
Der Chefarzt, den ich schon mal kennenlernen durfte, wurde hinzugezogen. Der hat auch keine rechte Erklärung, fragte mich aber immerhin, was ich so dazu meine und fühle. Ob ich cool wäre. 8-)
Das fand ich gut.

Die Ärztin meinte direkt, ich wäre cool und ich hab auch gesagt, ich sähe das alles recht entspannt, mir ginge es sehr gut und dem Kind meines Erachtens auch und ich würde es gerne so lange wie möglich drin behalten. Das fand er wiederum gut, stimmte dem auch zu und meinte, ich wäre ja genau die richtige Schwangere für sie. :D

Und so sind wir nun verblieben:
Weiterhin Überwachung, mit „nur“ noch zweimal die Woche CTG und einmal die Woche Ultraschall. Wenn alles gut, dann wird die Schwangerschaft noch etwa drei Wochen fortgeführt und das Kind dann geholt. Per Kaiserschnitt, eine Drehung ist bei der geringen Fruchtwassermenge sehr unwahrscheinlich. Sie würden sogar äußere Wendungen bei Vorderwandplazenta anbieten, aber das ist bei mir nicht ratsam und würde wahrscheinlich nicht funktionieren. Ich bin da eh nicht scharf drauf.

So ist es nun.
Wenn man mir das vorher gesagt hätte und wenn ich mir meinen Schwangerschaftsverlauf so ansehe, kaum zu fassen.
Wochen- und Monatelang haben wir eine Hausgeburt geplant und vor Augen gehabt und nun wird es mit nahezu 100%iger Wahrscheinlichkeit ein Kaiserschnitt.

Eine ET-Tipprunde fällt damit leider aus. Aber vielleicht kriegen wir ja mal noch ein zweites Kind. Dann kann schon wieder alles ganz anders sein.

Morgen muss ich nochmal zum CTG, damit ich am Wochenende beruhigt zum 90. Geburtstag meiner Oma fahren kann. ;-)
Die Ärztin von heute wird ab jetzt immer für mich zuständig sein, das finde ich auch gut. Sie ist nett und ich vertraue ihr.
Ich bin ganz froh, jetzt alles etwas geplanter und entspannter zu haben. Ich weiß nun ungefähr, womit ich rechnen kann. Und auch, wenn es nun wirklich nicht so kommt wie erhofft, dann kann ich damit leben.
Hauptsache, es kommt am Ende ein gesundes Kind dabei raus. :)

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4 thoughts on “Ein bisschen Entspannung. Und doch… (34+0)

  1. Schade, daß das mit der Hausgeburt nicht klappt, ich hätte es Dir sehr gewünscht. Aber wie Du schon sagst, Hauptsache, dem Kind gehts gut. Gibts eigentlich auch die Möglichkeit, daß das Kind noch länger als 3 Wochen drinbleiben könnte?

    Und ist es schon faßbar für Dich, daß Du ziemlich wahrscheinlich in 3 Wochen schon Dein Baby im Arm hast?

    1. Ich bezweifle, dass es viel länger als drei Wochen werden. Dafür müssen ja überhaupt erstmal die Werte weiterhin so gut bleiben.
      Auch wenn ich sicherlich noch um einzelne Tage kämpfen werde. ;-)

      Nein, wirklich fassen kann ich das noch nicht. Ich hätte gerne die letzten 6 Wochen zum gewöhnen gehabt. :)

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