Das Positive (34+5)

In dem ganzen „Es wird beim besten Willen nicht so laufen, wie geplant“ gibt es auch positive Dinge.

Ich zähle mal wahllos auf, was mir in den letzten Tagen so eingefallen ist.

Das Kind wird auf jeden Fall im Oktober zur Welt kommen (ich gehe jetzt mal davon aus, dass es nicht September wird). Da hatte ich von Anfang an drauf gehofft, November ist irgendwie ein recht düsterer Monat und ich mag den Oktober allgemein.

Ich kann mir möglicherweise oder sogar wahrscheinlich das Datum aussuchen. Das hat doch auch was.

Mir bleiben die letzten hochschwangeren Wochen erspart. Ich lagere seit dem Wochenende vermehrt Wasser ein und die Vorstellung noch fünf oder sechs Wochen mit dicken Füßen rumzulaufen, amüsiert mich nicht unbedingt.
Zwar sind die ästhetischen Gründe, die Promi-Mütter ja oft zu einem Wunsch-Kaiserschnitt verleiten, für mich eher unverständlich, aber wo es nun mal so ist, kann ich „etwas weniger Gewichtszunahme“, „etwas weniger Bauchumfang“ und „vielleicht gar keine Schwangerschaftsstreifen“ auch gleich noch mitnehmen. :)

Ich kann mich trotz allem auf den Kaiserschnitt einstellen. Ich lese positive Berichte dazu und denke, dass ich letztlich gut damit werde leben können.
Die Vorstellung eines Notkaiserschnitts, der ja immer auch vorkommen kann, ist nochmal deutlich unangenehmer.

Zwar bin ich durchaus besorgt wegen der sicherlich auftretenden Schmerzen, aber ich habe eine ganz gute Konstitution und bin optimistisch, dass ich das gut werde aushalten können. Es gibt ja auch vernünftige Schmerzmittel.

Ich habe eine ganz gute Heilhaut und außerdem ein Faible für Narben. Daher bin ich mir sicher, dass ich mit der Narbe später nicht viel hadern werde.

Krankenhäuser sind eher kein toller Aufenthaltsort, aber zumindest muss ich mich die ersten paar Tage nicht ums Essen kümmern und kann dort schon den ersten ein oder anderen Besuch empfangen.

—>
Das sind alles eher Dinge, die ich für mich positiv sehe.

Für das Kind fallen mir leider nicht ganz so viele schöne Dinge ein. Es ist einfach nicht die ideale Art auf die Welt zu kommen, aber immerhin bietet mein Krankenhaus wohl das Sectio Bonding an, sofern denn alles gut ist, will sagen, das Kind würde mir noch im OP auf die Brust gelegt. Das wäre mir sehr wichtig und ich will das im Vorgespräch auf jeden Fall nochmal ansprechen und nachfragen.

Die medizinische Versorgung ist natürlich nicht zu verachten. Zwar nähert sich das Gewicht meines Kindes offenbar allmählich der Normalität, aber das wenige Fruchtwasser darf man nicht vergessen.

Letztlich zählt, dass das Kind gesund auf die Welt kommt und dann auch einen guten Start ins Leben hat. Auch wenn die Umstände etwas widrig sind.

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2 thoughts on “Das Positive (34+5)

  1. Oktober ist ein guter Geburtstagsmonat, ich hab das mal für Dich getestet ;-)

    Schön golden, manchmal noch ein bißchen warm und sonnig, manchmal wunderschön neblig, tolle Blätterhaufen zum Spielen und er ist zeitlich noch weit genug weg von Weihnachten.

    Ich finds gut, daß Du versuchst, das ganze so positiv zu sehen und so nicht mit Abwehrhaltung in die Geburt gehst. Und vielleicht könnt ihr ja auch ganz schnell nach Hause gehen.

  2. Das liest sich gut. Ich war etwas in Sorge um dich. Vögel zwitschern sich ja manchmal zu (nicht böse sein…) und so möchte ich nur ganz, ganz liebe Grüße senden. Ich habe auch gern die Kontrolle über mein Leben und weiß wie es ist, wenn einem die Kontrolle entgleitet. Lass Dich nicht unterkriegen.

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