WMDEDGT Januar 2015

Heute ist kein spannender Tag, aber wann hat man das schon mal.

Die Nacht ist unruhig, so wie alle Nächte der letzten 5-6 Tage. Ich bin auf jeden Fall wach gegen halb drei und gegen halb sechs, aber wirklich viel schlafe ich dazwischen auch nicht. Das Kind zappelt.
Der Mann steht um halb sieben auf und wickelt das Kind. Sie zappelt weiterhin. Ich stille.
Bis der Mann um halb acht geht, bin ich so halbwegs eingeschlafen, er verabschiedet sich nur ganz leise.

Wir dösen, stillen und zappeln bis kurz nach halb zehn, irgendwann fange ich an, meine Twitter-Timeline nachzulesen.
Nachdem das Kind ein paarmal vernehmlich in die Windeln gemacht hat, stehen wir endlich auf. Es ist etwa viertel vor zehn.
Ich schließe grade den letzten Knopf am Strampler, da ruft meine Mutter an. Sie erzählt mir, dass sie die Trempelwand aufgeräumt haben und sogar mehr altes Spielzeug als erwartet gefunden haben. Duplo, Bauklötze, Puppenwagen, Ritterburg, Lastwagen (die letzten beiden von meinem Opa selbstgebaut), alles noch da. Das gibts jetzt alles nach und nach zum Geburtstag und zu Weihnachten. Sehr praktisch!
Ich erzähle ihr von unseren Nächten, sie macht sich Sorgen. Außerdem gab es am Abend zuvor eine Erkenntnis in Sachen Muttermilch. Das Zeug lässt sich nicht einfrieren, nach dem Auftauen schmeckt sie ziemlich widerlich. Mein restlicher Vorrat wird demnächst zu Seife verarbeitet.

Ich ziehe mich endlich an und mache mir Frühstück. Das Kind liegt erst im Bett unterm Mobile und später in der Wippe. Das toleriert sie aber nicht lange und so esse ich die Hälfte vom Frühstück mit Kind auf dem Arm oder wahlweise im Raum spazierend.

Wir stillen. Das Kind schläft ein. Beim Ablegen gehen die Augen natürlich auf, ich nutze aber die kurze Ruhe zum Zähneputzen.

Windelcheck. Dabei Anfängerfehler: Ich bespaße das Kind, ohne vorher eine frische Windel unterzulegen und bekomme prompt die Quittung. Die Unterlage ist dreckig.
Ich will einige Dinge erledigen und lege das Kind in die Wippe. Nach ein paar Minuten fordern mich gewisse Geräusche zum erneuten Wickeln auf. Hach, ich liebe es.

Erneutes Stillen. Ich rufe währenddessen beim Kinderarzt an, um den U4-Termin zu verschieben. Ausgerechnet an dem Tag sind meine Eltern da, blödes Timing. Die Sprechstundenhilfe ist etwas konsterniert und fragt, ob man es nicht doch irgendwie einrichten könne. Sie seien mit ihren Terminen schon bei Ende Februar angelangt. Ich sehe das ein und verspreche, es einrichten zu können.

Nun kommt das Kind unter den Spielebogen und sie übt Boxen. Ich bestelle solange zwei weitere Adapter für meine Kumja. Anfang März mache ich mit meinen Eltern Urlaub an der Nordsee und sie wollen das Kind auch mal tragen. Ohne Jackenerweiterung geht es da nicht. Ärgerlicherweise unterscheiden sich ihre Reißverschlüsse nur in der Anzahl der Schieber, sonst hätte ein Adapter gereicht.

Das Kind meckert, wir stillen. Wir wickeln. Ich singe ihr vor und frage mich, wo wohl meine Mundorgel ist. Dann stelle ich mich mit ihr vor den Spiegel im Flur (wir nennen das „das Spiegelbaby besuchen“) und singe weiter.
Es ist jetzt 12 Uhr.

Gegen halb eins kommt sie ins Tuch. Ich hänge Wäsche ab und setze mich dann hin, um zu bloggen.

Als ich soweit bin, ist mir schlecht vor Müdigkeit (vielleicht ist es auch Hunger) und ich lege mich ein bisschen aufs Sofa. Leider nur etwa 10 Minuten, dann wacht das Kind so halb auf und schlägt mir den Kopf auf die Kehle. Nichts wird einem gegönnt.
Ich esse zur Stärkung eine Schokokugel und mache mich an den Abwasch. Immer wieder faszinierend: unser Verbrauch an kleinen Löffeln. Abtrocknen und wegräumen darf übrigens der Mann, wenn er nach Hause kommt.

Das Kind schläft wieder, ich mache mir Mittagessen warm. Zum Glück kocht Schwiegermutter Sonntags immer so viel, dass noch für mindestens einen Tag das Mittagessen gesichert ist. Heute gibt es Brühe mit Gemüse, ein Stück Schweinebraten, Rotkohl und den Ringelmiezschen Linsensalat, der tatsächlich sehr lecker ist und mir sogar mit meiner Linsenabneigung schmeckt.

Mittlerweile ist es 15 Uhr. Ich setze mich hin, um zu stricken.

Na gut, nicht ganz. Erstmal suche ich 20 Minuten lang auf DaWanda nach der perfekten U-Hefthülle. So ganz bin ich noch nicht fündig geworden.

Danach stricke ich endlich, allerdings nicht nur hin, sondern weil ich manchmal dämlich bin, auch zurück.

Gegen 16 Uhr wird das Kind endlich wach. Komischerweise strahlt sie mich an, als ich sie aus dem Tragetuch hole. Wir stillen, dann müssen wir dringend mal die Windel checken. Wieder stillen. Wieder Windelstopp. Unglaublich, was aus dem Kind so rauskommt.

Ich singe ihr vor, mein Repertoire ist nach 22 Jahren Chor recht ergiebig. Wir besuchen das Spiegelbaby, mir fällt der Kriminaltango ein. So mache ich Peter Alexander auf Youtube an und tanze mit dem Kind Tango durchs Wohnzimmer.

Um meinen Rücken auszuruhen, lege ich sie kurz unter den Spielebogen.
Dann wieder wickeln, stillen, das übliche.

Danach parke ich sie in der Wippe, weil ich endlich das Lavendelöl ansetzen will, das ich eigentlich schon im Herbst herstellen wollte.
Es ist zwanzig vor sechs.

Nun hat das Kind keine Geduld mehr, sie möchte bitte die ganze Zeit getragen werden.
Weil ich mal die Hände freihaben will, binde ich mit dem Tuch die Kreuztrage, die meine Freundin mir mal empfohlen hatte.
Das hatte ich vor ein paar Wochen schon mal probiert, da mochte das Kind sie nicht. Leider hat sich daran nichts geändert, nach fünf Minuten wird gebrüllt.

Ich bin genervt und hoffe, dass der Mann bald heimkommt. Vorher teile ich ihm mit, was er mir einkaufen soll.

Um kurz nach halb sieben taucht er endlich auf und teilt mir mit, wie müde ich aussähe. Tja nun, was soll ich machen.
Das Kind ist unterdessen an meiner Brust eingenickt, wacht aber sofort auf, als wir uns unterhalten.

Der Mann nimmt sie mir ab, ich kann bloggen und zu Abend essen.

Nochmal Stillen, dann gehe ich in die Küche und fange an, das Lavendelöl abzuseien. Ziemliche Sauerei.

Meine Freundin schreibt mir per Whats App und schickt ein Foto von ihrer Tochter im BabyBjörn. Ausgerechnet. Ich mag Einmischerei eigentlich nicht, aber da kann ich nicht wegsehen. Ich mache ihr klar, was das Problem beim BabyBjörn ist und dass es da wirklich bessere Tragen gibt. Zum Glück haben sie das Ding nur ausgeliehen und sie sieht es offenbar ein.

Beim nächsten Stillen schläft das Kind ein, aber natürlich nur bis ich sie dem Mann überreiche.
Nach der Tagesschau geh ich kurz duschen. Der Mann trägt solange das Kind herum und singt ihr vor.

Ein bisschen Fernsehen, stricken und bloggen, gegen 22 Uhr gehen wir ins Bett.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s