Uff

Eigentlich hatte hier ein kleiner zusammenfassender Artikel über mein Dasein als Mutter stehen sollen. Die Stilldemenz hat ihn ausgelöscht. Oder der Schlafmangel. Man weiß es nicht.

Irgendwann schreibe ich ihn aber, ich möchte ein paar Dinge festhalten.

Vorerst verabschiede ich mich. Übermorgen fahren das Kind und ich ja in den Urlaub und vom Handy aus bloggen, finde ich etwas anstrengend.

Ich bin gespannt, wie die Kleine sich verhalten wird. Aktuell stecken wir ja mitten im 19-Wochen-Schub und es ist doch recht anstrengend. Auf Norderney herrscht Reizklima. Vielleicht führt es ja zu mehr Schlaf für alle, man wird es sehen.

IN jedem Fall gibt es dort Meer und es gibt nichts schöneres! Ich freu mich! Bis in anderthalb Wochen!

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Es geht voran

Diese Woche steht ganz im Sinne der Urlaubsvorbereitungen. Am Samstag fahren das Kind und ich nach Norderney, dort urlauben wir eine Woche mit meinen Eltern. Die sich natürlich schon rasend freuen, endlich mal mehr als nur zwei Tage mit ihrer Enkelin zu verbringen.

Pünktlich zu diesem Anlass lernt das Kind möglicherweise alleine zu schlafen. Jedenfalls ein bisschen.

Letzten Freitag war ich nachmittags mit ihr einkaufen. Sie schlief im Kinderwagen natürlich ein, das tut sie doch recht zuverlässig. Als ich nach einer halben Stunde nach Hause kam, schlief sie immer noch. Ich ließ sie also im dunklen Flur stehen und wartete ab. Tatsächlich war noch anderthalb Stunden lang Ruhe. Ich konnte telefoniere, stricken und fernsehen. Ein ganz neues Gefühl.

Abends konnte ich dann ziemlich problemlos nochmal für eine halbe Stunde aufstehen und duschen und noch ein bisschen im Wohnzimmer sitzen.

Am Samstag ging es ähnlich weiter. Wir hatten Besuch und grad als das Essen fertig war, wurde das Kind müde und quengelig. Ich hab also die anderen erstmal essen lassen und bin mit ihr in Schlafzimmer zum Stillen. Sie schlief auch auf meinem Arm ein. dann kam der Mann und nahm sie mir ab. Ich hab was gegessen und plötzlich tauchte der Mann auf, ohne Kind. Die lag tatsächlich auf meinem Bett, ein bisschen in den Schlafsack gekuschelt und hat geschlafen. Ne gute halbe Stunde lang und das beste ist, dass das später nochmal geklappt hat. Wieder etwa 35 Minuten. Ich konnte es gar nicht glauben.

Ich will jetzt die nächsten Tage versuchen, sie tagsüber immer im Schlafzimmer zu stillen, wenn sie müde ist und dann dort hinzulegen.

Die Nächte sind übrigens dafür derzeit total mies. Vor einer Woche hatten schon mal so eine Phase von vier Nächten, in denen ich alle anderthalb bis zwei Stunden stillen durfte, die von einer Phase abgelöst wurde, in der ich maximal zwei Mal stillen musste.
Jetzt sind wir wieder bei drei Nächten wenig bis kein Schlaf. Sie schläft in 10-Minuten-Häppchen, scheint nicht in den Tiefschlaf zu finden und will immer wieder an die Brust.
Heute morgen war ich daher ziemlich aggressiv, allerdings nur allgemein, nicht dem Kind gegenüber. Sie braucht mich sowieso nur einmal anzustrahlen, schon hab ich ihr alles verziehen. Das hat Mutter Natur schon clever eingerichtet. :)

Das Thema Schlaf beschäftigt uns also weiter, wenn auch auf ganz andere Weise als noch vor ein paar Wochen.

Sinnkrise

Ich komme leider einfach nicht so oft zum Bloggen wie ich gerne würde.
Zu selten habe ich die Hände frei und wenn, erledige ich andere Dinge, meistens den Haushalt oder ich stricke.

Das Muttersein ist anstrengend. Damit erzähle ich vermutlich niemandem etwas neues. Es ist wunderschön, wirklich. Ich liebe dieses Kind über alle Maßen und könnte mir ein Leben ohne gar nicht mehr vorstellen, aber ich bin einfach ständig gefordert.
Einen Feierabend (oder sowas in der Art, halt mal ne Stunde kindfrei) hab ich eigentlich gar nicht mehr.

Kommt der Mann heim (meist zwischen 18 und 19 Uhr), drücke ich ihm die Kleine in die Hand, esse schnell was, dusche und mit etwas Glück kann ich sogar noch ein, zwei andere über Tag angefallene Dinge erledigen. Meist ist das Kind aber nach kurzer Zeit müde und knatschig und mir bleibt nichts anderes übrig, als mit ihr ins Bett zu gehen und sie in den Schlaf zu stillen bzw. nuckeln zu lassen.
Daher kriegen wir auch keine richtige Abend- oder Einschlafroutine hin. Ich hab keine Zeit dafür.

Gestern war das schon um 19 Uhr der Fall. Und ich dachte wirklich, das sei früh genug, um vielleicht für ein halbes Stündchen nochmal aufstehen zu können. Denkste. Nach einer guten halbe Stunde hatte ich keine Lust mehr, mich als Nuckel missbrauchen zu lassen und habe das Kind abgedockt. Großer Fehler. Also nochmal von vorne mit der anderen Seite.

Wieder wird sie bald wach und ich bin unwahrscheinlich genervt. Der Mann hat kein Verständnis für mich, wir streiten uns, das Kind kreischt als Antwort darauf. Das nützt also auch nichts.

Trotz des frühen Schlafengehens sind die Nächte gewohnt unruhig (ich bin froh, wenn ich zwei Stunden am Stück schlafen kann) und die Zappelei morgens ist nach wie vor da.
Na gut, gestern hat sie tagsüber auch extrem wenig geschlafen, das spielte sicher mit rein.

Ursprünglich hatte ich vorgehabt, ab Februar wieder mehr oder weniger regelmäßig zum Chor zu gehen. Das kann ich fürs Erste vergessen. Nächste Woche werde ich allerdings mal meine Prinzipien (kleine Kinder haben nach acht nix mehr draußen zu suchen) über Bord werfen, das Kind in eine Trage stopfen und meinen Chor besuchen. Mal sehen, wie lange das gut geht.

Und vielleicht lernt sie es ja doch noch in absehbarer Zeit, ein bisschen ohne mich zu schlafen. Dann könnte ich zumindest meine Freundinnen abends mal wieder einladen.

Bis dahin sage ich das Elternmantra vor mich hin: Es ist nur eine Phase, es ist nur eine Phase…

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Immerhin, ich bin nicht die einzige. Alaskagirl hat mit ihrem Jüngsten ähnliche Probleme. Der ist allerdings schon etwas älter als madame. Das macht mir nicht unbedingt Mut.

Zudem schaffe ich, dank ebookreader, doch so einiges an Lesestoff weg, wenn ich abends so im Bett rumgammle. Hat auch was für sich.

Schubidu II

Das Kind ist 16 Wochen und einen Tag alt.

Sie schubt. Sie schläft nicht, zappelt dafür die halbe Nacht rum und trinkt viel. Die letzten drei Nächte gab es für mich nur Häppchen-Schlaf, dementsprechend genervt war ich heute morgen, als es IMMER NOCH neben mir zappelte.

Letzten Montag bei der Rückbildung war sie die meiste Zeit auf meinem Arm und selbst da unberuhigbar, so dass ich des öfteren mit ihr rausmusste.
Aber was will man machen.
Es wird besser werden und das Kind wird ganz tolle neue Fähigkeiten haben.

Gestern waren wir beide bei meiner ehemaligen Mitbewohnerin, die seit Dezember ebenfalls Mutter ist. Ihr Sohn ist wirklich sehr niedlich und es ist wirklich erstaunlich, wie viel acht Wochen ausmachen können.
Außerdem war die Bahnfahrt dorthin eine kleine Generalprobe für unsere Urlaubsfahrt in drei Wochen. Zusammen mit meinen Eltern sind wir eine Woche an der Nordsee und dorthin fahren das Kind und ich mit dem Kinderwagen und Gepäck mit dem Zug. Allerdings muss ich einmal umsteigen, aber bis dahin kommt der Mann mit und setzt uns dann in den Anschlusszug.

Morgen kommt eine Trageberaterin zu uns nach Hause. Bisher haben wir ja immer mit dem Tuch getragen, aber dem Mann ist das zu fummelig, ich musste im immer helfen. Daher wollen wir uns jetzt noch eine Tragehilfe zulegen. Auch kriege ich das Kind derzeit nicht anständig grade ins Tuch gebunden, vielleicht hat sie da noch den einen oder anderen Tipp.

Vor zwei Wochen waren wir bei der U4. Das Kind ist gesund, wiegt 5,5 Kilo und ist angeblich 64c cm groß. Zu Hause hab ich nachgemessen, das sind höchstens 63, eher 62 cm. Aber ist ja eigentlich auch egal.
Bei der Impfung wurde sie rot wie eine Tomate vor Aufregung und hatte bis zum nächsten Tag noch ziemlich dran zu knabbern, aber sonst hat sie die Dröhnung gut überstanden.

Als nächstes bin ich dran mit Impfungen. Alles muss aufgefrischt werden und gegen Keuchhusten bin ich leider gar nicht geimpft, das muss unbedingt nachgeholt werden. Die Arzthelferin bei meiner Hausärztin war nicht gerade hilfreich, sie meinte, in der Stillzeit dürfte ich eh nicht geimpft werden und Keuchhusten, das sei doch gar kein Standard, wozu das denn?
Na vielen Dank. Mit der Ärztin selbst hab ich noch gar nicht drüber gesprochen, aber ich bezweifle, dass die das viel anders sieht. Also suche ich eine neue Praxis.

Lieblingstweets im Januar 2015

https://twitter.com/ohaimareiki/status/551505199249235968