Familie

Familie kann man sich nicht aussuchen, heißt es so schön. Da ist was dran.

Ich unterscheide sowieso zwischen Familie und Verwandtschaft. Ersteres sind meine Eltern, mein Bruder, der Mann, das Kind und ich. Der Rest ist Verwandtschaft. Selbige ist recht  groß, wohnt aber weit weg, 400 km etwa. Dementsprechend hatte ich als Kind von dieser Verwandtschaft nicht viel.

Überhaupt ist das nichts alltägliches. Wie merkwürdig ich es heute noch finde, dass der Cousin meiner ältesten Freundin mit uns auf eine Schule ging. Cousins leben weit weg, Punkt aus. Dass meine Cousins und Onkel und Tanten alle recht nah beieinander wohnen, hat an der Meinung nichts geändert. ;)

Das Kind hat eher wenig nähere Verwandtschaft. Sind mein Bruder und ich noch mit 5 Onkel plus 5 Tanten und zwei bis drei Kindern pro Onkel aufgewachsen, hat mein Kind nur eben meinen Bruder als Onkel.
Der Mann hat noch eine Halbschwester, aber die ist sehr viel älter und lebt im Ausland.
Außerdem sind da noch die Uromas, auf jeder Seite eine, aber auch diese wohnen weit entfernt.

Meine Eltern leben bekanntlich mehrere hundert Kilometer weit weg, sie sehen das Kind zwar bisher immerhin alle ein bis zwei Monate, aber den Rhythmus werden wir wohl nicht beibehalten können. Meine Schwiegermutter ist ebenfalls sehr engagiert und begeistert von ihrem Enkelkind, das freut mich sehr.

Insgesamt ist das ja aber doch recht wenig, zumal mein Bruder wieder in den Süden gezogen ist.
Also haben wir uns Verwandtschaft adoptiert. Ich bin schon seit vielen Jahren in meinem Chor aktiv und stehe vielen Personen dort recht nahe. Man hat sich sehr mit mir über die Schwangerschaft gefreut und auch das Kind ist ja mehr oder weniger regelmäßig bei den Chorproben zu sehen. So hat das Kind nun Ersatzgroßeltern, ein älteres Ehepaar, das bisher keine Enkelkinder hat (trotz zusammen 5 Kindern), eine Ersatztante und einen Ersatzonkel.

Vor allem erstere sind sehr aktiv und engagiert und lieben das Kind tatsächlich fast, als wäre es das eigene Enkelkind. Sie bieten mir alle erdenkliche Hilfe an und ich denke, spätestens wenn ich wieder arbeite, können wir das durchaus gebrauchen.
Heute waren sie mal wieder da, das Kind war begeistert und die Ersatzoma hat sie sogar gewickelt.

Familie kann man sich nicht aussuchen, aber wenn es doch klappt, hat man was tolles geschafft!

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2 thoughts on “Familie

  1. Das ist so suuuuper! Genieße das und baue das aus! Babysitter sind immer gut zu gebrauchen. Und Ersatzgroßeltern (haben wir hier leider nicht, aber dafür ein gutes Betreuungs-Netzwerk mit Nachbarn, Tamu und Babysitterin) sind doch so toll. Die sind in Rente, haben Zeit und die nötigen Nerven und Erfahrung mit Kindern. Gibt ja sogar Leih-Oma-Netzwerke inzwischen in machen Städten! :-)

    1. Es ist wirklich toll! Die Ersatzoma war heute wieder da und hat ein bisschen das Kind rumgeschoben und nächste Woche treffen wir uns auch wieder. ;-)
      In Rente ist sie allerdings noch nicht, arbeitet aber Schichtdienst.

      Ich finde es auch wirklich super! :D

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