Warum es egal ist, ob man ein 11-monatiges Kind oder eine Katze hat

In den letzten Wochen hatte ich immer wieder das Gefühl, statt des Kindes eine Katze daheim zu haben. Die Ähnlichkeiten sind unbestreitbar. ;-)
Zwar habe ich selbst nie eine Katze gehabt, jedoch in den ersten Monaten in Hamburg mit zweien zusammengelebt und außerdem hatte der Mann jahrelang eine, d.h. eigentlich war es ein Kater.
Ein bisschen Erfahrung hab ich also mit den Viechern.

Was gibt es also für Ähnlichkeiten?
1. Keine Rücksichtnahme auf den Nachtschlaf. Ob nun morgens um halb sechs gemotzt oder vor der Zimmertür miaut wird, macht eigentlich keinen Unterschied. Die Nacht ist zu Ende.
2. Das Essen ist nie das richtige. Katzen möchten immer genau das andere Futter, das sie tagelang verschmäht haben und beim Kind kann man sich auch nie drauf verlassen, was denn grade essenstechnisch genehm ist. Mochte sie gestern Gurke, wird sie heute angewidert das Gesicht verziehen und umgekehrt.
3. Runterschmeißen macht Spaß! Katzen sind ja bekannt dafür, stoisch und arrogant alles in ihrem Weg herunterzuschieben. Ich erkenne das im Kind wieder. Sie hat ein Tischchen an ihrem TrippTrapp und egal was man ihr gibt, sie schiebt es solange vor sich her, bis es runterfällt. Manchmal weil sie es loswerden will, manchmal, damit wir es wieder aufheben. Andere Eltern werden das kennen.
4. Gluck gluck. Die Katzen, die ich kenne, tranken bevorzugt olles Blumenwasser oder aus der Toilette. Das Kind trinkt sehr gerne Wasser mit eingeweichten Bröckchen drin…
5. Überhaupt, die Toilette. So spannend! Und Klopapier ist eh das tollste Spielzeug der Welt, da unterscheiden Katzen und Kinder sich kein bisschen.
6. Dreck! Die Katzen hinterlassen Haare und Katzenkloreste, das Kind Krümel. Oder Wasserpfützen. Oder angeschmierte Löffel.
7. Ich fühle mich gefesselt. Wenn das Kind mal wieder an meinen Beinen klebt, wenn ich in der Küche oder im Bad stehe, fühle ich mich doch immer sehr an die Katzen erinnert, die einem unbedingt um die Beine schleichen müssen. Ganz eng. Und immer dann, wenn man grade nicht stolpern sollte. Beim Kind genauso.
8. Dass beide auf allen vieren laufen, verstärkt die Ähnlichkeit natürlich nochmal.
9. Klettern! Ob da nun eine Katze auf unserer Sofalehne sitzt oder das Kind (keine Sorge, da ist die Wand, sie kann nicht runterfallen) ist ja nun eigentlich egal.

Unterschiede:
Beim Kind besteht Hoffnung, dass es irgendwann besser wird. Und dass es nicht haart, hat wirklich große Vorteile.

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2 thoughts on “Warum es egal ist, ob man ein 11-monatiges Kind oder eine Katze hat

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