Eingewöhnung – fertig

Das Kind ist eingewöhnt. Es ist noch hart für sie, aber sie hält die sechs Stunden durch. Diese Woche war noch Schonfrist für mich. Da der Mann Urlaub hatte, konnte ich morgens in Ruhe frühstücken und ließ mich dann entweder von den beiden bei der Arbeit abholen oder holte eben das Kind selbst mit dem Mann ab.
Das erste Mal war sie die volle Zeit tatsächlich erst am Donnerstag da. Eigentlich war das schon für Mittwoch geplant, nachdem am Dienstag fünfeinhalb Stunden kein Problem waren. Doch an dem Tag berichteten die Erzieherinnen dem Mann, dem Kind sei eine Flüssigkeit aus dem Ohr gelaufen. Das machte uns etwas ratlos, war das Kind doch soweit gut drauf, von den schlechten Nächten abgesehen. Flüssigkeit aus dem Ohr deutet ja meist auf Mittelohrentzündung hin, was ja ziemlich schmerzhaft ist.

Eine meiner Twitterdamen meinte, ihr Sohn hätte das auch gehabt, da wäre das einzige Symptom nächtliches Weinen gewesen. Ich wurde hellhörig und schickte den Mann am nächsten Tag zum Kinderarzt. Sie hätten sowieso dorthin gemusst, das Kind ist mit der Auffrischungsimpfung an der Reihe. Doch die Ärztin stellte nichts als ein verklebtes Ohr fest, verschob allerdings die Impfung meinte, bei Fieber sollten wir wiederkommen.

Es kam seither keine Flüssigkeit mehr aus dem Ohr, das Kind hat jetzt am Wochenende etwas erhöhte Temperatur, aber nichts was uns größere Sorgen machen würde.

Mal sehen, ob wir kommende Woche die Impfung machen lassen können.

Ansonsten, wie gesagt, es ist hart für sie. Sie weint immer sehr, wenn man sie der Erzieherin übergibt und ist außerhalb der Kita extrem anhänglich. Ist sie bei mir auf dem Arm, streckt sie die Arme nach dem Mann aus und umgekehrt. Besonders morgens und abends gefällt es ihr gar nicht, wenn der Mann sie mal nimmt. Am Mittwoch kam ich von der Chorprobe und sie streckte die Arme so flehentlich nach mir aus, dass ich fast mitgeweint hätte. Die Nächte sind so lala, aber das ist ja zu erwarten.

Dafür scheinen die Dinge, die mir im zuvor größere Sorgen bereitet haben, nämlich schlafen und essen, gar keine Probleme zu machen. Sie schläft zwar nicht immer zur Mittagsschlafzeit, sondern oft schon vor, aber daran wird sie sich wohl noch anpassen. Auch das Essen scheint zu funktionieren, jedenfalls mittags.

Die Erzieherinnen berichten, sie sei ziemlich zurückhaltend und tatsächlich ist sie meist auf dem Schoß einer Erzieherin, wenn man sie abholt und blüht dann richtig auf, wenn alle anderen Kinder schlafen. Ich erkenne mich da durchaus wieder, allerdings hatte ich gedacht, mein Kind sei da ein deutlich offenerer Typ. Aber das wird sich vermutlich auch mit der Zeit geben.

Ich bin weiterhin sehr überzeugt von der Kita und der doch relativ frühen Abgabe nach einem Jahr. Denn mir tut es auch gut, wieder arbeiten zu gehen. :)

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