Jahresrückblick 2015

Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war Dein Jahr?
9

Blumenpost hat in ihrem Rückblick die sehr gute Frage: Glücklich gewesen? gestellt.
Also: Ja! Eindeutig. Immer wieder ist mir dieses Jahr aufgefallen, vor allem in der zweiten Jahreshälfte und ganz besonders an unserem Hochzeitstag, wie glücklich ich bin.
Und das freut mich sehr!

Zugenommen oder abgenommen?
Abgenommen. Aktuell zwei Kilo unter Vorschwangerschaftsgewicht. Ui.

Haare länger oder kürzer?
Gleich kurz

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Auch keine Änderung

Mehr ausgegeben oder weniger?
Hm. Stagnierend, glaube ich. Vielleicht etwas weniger, s. nächste Frage.

Mehr Kohle oder weniger?
Bis September Elterngeld, jetzt Teilzeitgehalt in Steuerklasse 5. Eher weniger. Kommt mir aber eigentlich nicht so vor.

Besseren Job oder schlechteren?
Im Prinzip auch keine Änderung. Teilzeit im selben Job wie vorher.

Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn ja, was?
Ein Buch bei Ringelmiez!

Mehr bewegt oder weniger?
Ich glaube mehr. Spaziergänge, Rückbildung, Buggyfit, das Kind durch die Gegend schleppen und später dem Kind hinterher rennen.

Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr?
Vier Erkältungen, drei davon fiebrig.

Davon war für Dich die Schlimmste?
Wirklich schlimm war nur dieser eine Tag im Oktober, als die Eingewöhung anfing, das Kind und ich beide krank waren und es mir so mies ging, der Mann natürlich auf der Arbeit war und meine Schwiegermutter, die mich als einzige hätte entlasten können, unterwegs und nicht erreichbar war. Da hab ich wirklich gelitten.

Der hirnrissigste Plan?
Vielleicht im April mit einem knapp halbjährigen Kind in einem Sprinter die Strecke Hamburg-Stuttgart zu fahren. Wir haben 10 Stunden gebraucht und es war nicht so schön.

Die gefährlichste Unternehmung?
Ich hab eher nichts gefährliches gemacht.

Die teuerste Anschaffung?
Der Buggy.

Das leckerste Essen?
Mama hat an Weihnachten gekocht und es war absolut köstlich. Und hat meines Erachtens sogar das teure gehobene Essen der Weihnachtsfeier übertroffen.
Einfacher ist manchmal besser.

Das beeindruckendste Buch?
Schwierig. Sehr schwierig. Ich habe dieses Jahr so viele Bücher gelesen, wie nie zuvor. Aber keines stach so richtig heraus.
Ich werde daher mal wahllos aufzählen, welche mir übers Jahr im Gedächtnis geblieben sind.

E. Lockhart: We were Liars. Diana Gabaldon: Ein Schatten von Verrat und Liebe – 8. Band der Highland-Saga. Jo Baker: Im Hause Longbourn. Thea Dencker: Ein buntes Leben. Kira Gembri: Wenn du dich traust. Meike Winnemuth: Das große Los. Craig Lancaster: 600 Stunden aus Edwards Leben

Der ergreifendstebeeindruckendste Film?
Star Wars VII, denke ich mal.

Das schönste Konzert?
Nichts diesmal. Selbst unsere Chorkonzerte waren nicht so grandios, bzw. das beste hab ich wegen Krankheit verpasst.

Die meiste Zeit verbracht mit…?
dem Kind

Die schönste Zeit verbracht mit…?
Schatz, meiner Familie, unserer Tochter

Vorherrschendes Gefühl 2015?
Müde. Aber es ist so wunderschön!

2015 zum ersten Mal getan?
Ein Kind in die Kita eingewöhnt
Ein Haus bzw. mehrere besichtigt und fast gekauft
Silvester komplett ohne Gäste gefeiert

2015 (nach langer Zeit) wieder getan?
Gearbeitet
Mit meinen Eltern Urlaub gemacht
Bei meinen Eltern Weihnachten verbracht

3 Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
Diverse unruhige Nächte, mit stündlichem Aufwachen, die gerne mehrfach hintereinander kamen
Fiebrige Erkältungen
Die ganzen Krisen, Dramen und grauenhaften Dinge, die dieses Jahr in der Welt passiert sind. Ich hätte beim Jahresrückblick im Fernsehen quasi nur heulen können.

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Dass fünf Jahre Altersunterschied zum nächsten Kind zu viel sind.

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Ich behaupte einfach mal, die Fotokalender für 2016.

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Dass ich mich mit dem Mann über gewisse Dinge einigen konnte.

Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
Nee, keine Ahnung.

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
Da möchte ich jetzt grade nichts weiter zu sagen.

Dein Wort des Jahres?
Motte (Spitzname fürs Kind)

Dein Unwort des Jahres?
Motten (Lebensmittelmotten in der Wohnung)

2015 war mit 1 Wort…?
cool!

Zum Vergleich: Verlinke deinen Rückblick vom letzten Jahr!
Jahresrückblick 2012
Jahresrückblick 2013
Jahresrückblick 2014

Zwischen den Jahren

Weihnachten war ziemlich entspannt. Wir waren eine Woche bei meinen Eltern, die sich natürlich riesig gefreut haben. Das Kind war verhältnismäßig offen gegenüber Oma, Opa und Onkel, zumindest wenn sie ausgeschlafen war. Das war nicht immer der Fall, in den ersten beiden Nächten wachte sie gefühlt alle 10-30 Minuten auf. Danach wurde es besser.

Außerdem haben wir sie mal wieder in kaltes Wasser geworfen, also im übertragenen Sinne. Der Mann, mein Vater und ich sind in Star Wars gegangen. Als wir uns auf den Weg machte, schlief sie tief und fest. Wir waren etwa vier Stunden weg und es lief alles prima. Sie schien nicht mal sehr empört zu sein, dass wir einfach weg waren. Offenbar sind Oma und Onkel auch eine ziemlich gute Gesellschaft.

Essenstechnisch lief es erstaunlich gut, mittags hat sie so gut wie alles mitgegessen, meistens sogar selbstständig. Und abends hat sie eine gewisse Vorliebe für Frischkäse entwickelt, will sagen, sie hat eigentlich gar nichts anderes mehr gegegessen. Naja, jeder wie er mag.

Was das Stillen angeht, so gab es erstaunlicherweise so gut wie keine Bemerkungen seitens meiner Mutter. Sie ist natürlich der Meinung, ich sollte mal abstillen, aber sie hatte durchaus Verständnis, als ich meinte, dass das eben nicht mit einem Knopfdruck o.ä. getan ist.

Geschenke gabs natürlich auch fürs Kind. Wir haben die drei Geschenke auf drei Tage aufgeteilt und es stellte sich raus, dass sie das Prinzip „Geschenke auspacken“ nun verstanden hat.
Vom Onkel gab es einen Nachziehubschrauber, von den Großeltern eine massive Holztrommel und von uns ein Buch, das Tiergeräusche macht. Letzteres ist ihr aber noch nicht so recht geheuer, daher haben wir es erstmal dort gelassen.

Eine meiner Schulfreundinnen, derzeit schwanger, mit ET im Februar, kam mit ihrem Freund für ein Stündchen zu Besuch. Der zukünftige Papa ist Südamerikaner und wohl nicht so viel verstanden, aber so ein Kleindkind spricht ja international. Ich bin sehr gespannt, wie das mit meiner Freundin weitergeht. Sie ging und geht völlig anders an die Schwangerschaft an sich heran und auch ihr Familienleben wird ziemlich anders aussehen. Vor nächstem Sommer werde ich sie wohl nicht wiedersehen, aber es gibt ja WhatsApp. :)

Seit Sonntag Abend sind wir wieder daheim. Ich arbeite diese Woche noch, der Mann darf zu Hause das Kind bespaßen. Wir legen die Grundsteine für ein größeres Projekt, über das ich dieses Jahr wohl nichts mehr schreiben kann. Im Januar dann hoffentlich.

Gestern traf ich mich mit einigen Twitterdamen und ebenso vielen Kindern. Das war sehr schön, auch wenn mein Kind ja derzeit in der Phase des „Ich renne durchs Restaurant und möchte auch unbedingt diese Treppe runtersteigen“ ist.

Übermorgen ist auch schon Silvester, das ich zum allerersten Mal in meinem Leben ganz ohne Gäste verbringen werde. Der Mann und ich wollen den dritten Teil von „Der Hobbit“ gucken. Geböllert wird draußen eh genug, da müssen wir nicht mitmischen. Zum Essen gibts Hamburger.

Ich werde noch meinen Jahresrückblick posten. Und ich bin gespannt, was 2016 uns so bringen wird!

Einen guten Rutsch euch!

Immer noch das leidige Thema

Auf Twitter habe ich eine kleine Diskussion mitverfolgt. Es ging ums abstillen. Allerdings von Kindern, die 2,5 und älter sind. Es wird ganz offensichtlich nicht einfacher mit der Zeit, zumal wenn die Kleinen schon diskutieren können. Eine Mutter hat mit ihrer Tochter einen bestimmten Zeitpunkt ausgemacht und das hat auch funktioniert. Eine andere Mutter meinte, ihre Tochter lässt gar nicht erst mit sich reden, was das Thema angeht.

Fazit für mich: Abstillen, bevor das Kind diskutieren kann.

Eigentlich hatte ich in den letzten Wochen vorgehabt, mit Hilfe der Gordon-Methode nachts abzustillen. Beginn: Wenn alle gesund sind und es mal wieder ein, zwei gute Nächte gab, damit wir nicht total im Eimer sind. Problem ist nur, nach jeder guten Nacht denke ich: „Ach, so schlimm ist das doch gar nicht, das kann man auch erstmal so lassen.“

Wir sind also noch keinen Schritt weitergekommen.
Überhaupt weiß ich nicht so recht, wie ich es anstellen soll. Das Kind schreit hysterisch, wenn sie nachts aufwacht und ich nicht direkt die Brust anbiete. Ich habe den Verdacht, dass da erst noch ein gewisser Sprung stattfinden muss. So wie sie theoretisch ja jetzt auch ohne Einschlafstillen einschlafen kann. Jedenfalls, wenn ich nicht da bin.

Mehr Gedanken mache ich mir eigentlich auch über das tagsüber stillen. Sie möchte tatsächlich noch sehr häufig an die Brust. Ich habe angefangen, das Stillen tagsüber zu tracken, um einen Überblick zu bekommen. Ich versuche auch, sie abzulenken. Ich biete ihr Essen und Trinken an, denn möglicherweise hat sie ja Hunger oder Durst und ich spiele mit ihr oder lese ihr ein Buch vor. Ablenken klappt manchmal, aber oft besteht sie vehement auf dem Stillen.

Es ist offenbar einfach eine Bedürfnisbefriedigung, denn wenn sie in einem bestimmten Zeitraum lang und oft genug an der Brust war, kommt sie wieder drei bis vier Stunden ohne aus. In der Kita ist es natürlich ebenfalls kein Problem. Aber sobald wir zu Hause sind, ist das der erste Programmpunkt. Womit ich auch kein Problem habe, wenn es denn damit getan wäre.

Mein Ziel zum Abstillen ist übrigens weiterhin Mitte April, wenn das Kind anderthalb ist. Das sind jetzt noch vier Monate. Ich hoffe, das klappt.

Nächste Woche sind wir übrigens bei meinen Eltern und ich freue mich schon darauf, was ich mir zu dem Thema wieder alles von meiner Mutter anhören darf. Dem sollte ich wohl direkt Einhalt gebieten.

Nachtrag: Prompt nur zweimal gestillt tagsüber. Die Nacht war nicht ganz so mies wie befürchtet, aber mies genug. Seufz.

In diesem Moment

In diesem Moment sitze ich hier im Büro. Hinter mir sitzt mein Kollege, der manchmal ein bisschen zu viel von seinem Leben erzählt.

Draußen steht auf der anderen Seite ein Weihnachtsmarkt. Den sehe ich aber nur, wenn ich aufstehe und ans Fenster trete.
Außerdem stehen in diesem Moment auf der anderen Straßenseite mehrere singende Menschen. Zu Gitarrenmusik und Tambourin geben sie durchdringende Töne von sich, in einer unbekannten Sprache. Es ist fast unerträglich. Dennoch, man muss es positiv sehen, es gibt noch eine andere ähnliche Truppe, die das gleiche Zeug singt, aber begleitet von Akkordeon und Cachon. Die sind noch lauter. Vorhin sind beide Gruppen aufeinander getroffen und haben sich duellgleich gemustert. Die lautere ist abgezogen.

In diesem Moment ist das Kind der Kita. Heute morgen gab es beim Abgeben wie schon öfter in letzter Zeit keine Tränen. Ich konnte sie auf den Boden zu den anderen setzen und sie fand das ok. Sie isst vermutlich gerade zu Mittag. In knapp zwei Stunden hole ich sie ab und wir gehen zusammen zu Budni und dann nach Hause. Ich freue mich auf sie.

In diesem Moment esse ich Butterbrot und schaue immer wieder auf mein Handy. Ich bin nervös. Denn in diesem Moment liegt eine meiner engsten Freundinnen in den Wehen. Im Endspurt, so konnten meine andere Fruendin und ich von ihrem Mann erfahren. Nun warten wir auf Nachricht. Und vielleicht, sogar recht wahrscheinlich, ist die neue kleine Erdenbürgerin schon da.

Und dann ist dieser Moment etwas ganz besonderes..!

Alltag

Seit einem guten Monat arbeite ich wieder und allmählich kehren Alltag und Routine in unser Leben ein.
Wie gesagt, unterbrochen von Krankheit, da hatte ich grade mal die ersten zwei Arbeitswochen hinter mir. An der Erkältung laboriere ich immer noch etwas und auch das Kind hustet abends gerne mal noch. Aber im Grunde sind wir gesund. *auf Holz klopf*

Natürlich war die Rückkehr in die Kita nicht einfach, sie hat vor allem die ersten zwei Tage oft geweint und war sehr anhänglich. Zwischendurch war ihre Bezugserzieherin schon recht besorgt. Doch dann ging es Tag für Tag aufwärts und in den letzten Tagen wurde mir immer gesagt, es sei super gewesen. Sie ist wohl endgültig angekommen. In dem, was von ihrem Verhalten erzählt wird, erkenne ich mich sehr wieder. Sie spielt viel alleine, schaut aus dem Fenster oder beobachtet sehr konzentriert die anderen Kinder. Zudem ist sie sehr fixiert auf ihre Erzieherinnen. Und mag nicht gerne von den anderen Kindern angefasst werden. Das kenne ich jetzt nicht so, aber ich denke das lässt sich auch nicht unbedingt vermeiden.

Am 16.12. ist der Elternabend der Krippengruppe. Mein erster Elternabend! Jetzt bin ich wohl erwachsen. ;-)

Das Arbeiten selbst macht mir viel Spaß. Ich konnte im Prinzip wieder an meine alte Stelle zurückkehren, nur halt mit 25 statt 40 Stunden. Eventuell werde ich im nächsten Jahr auf 30 Stunden aufstocken. Ich bin sehr froh, dass ich mich entschieden habe, nach einem Jahr wieder arbeiten zu gehen. Ich habe Abstand vom Muttersein, freue mich aber auch immer wieder, wenn ich mittags das Kind aus der Kita abholen und mit ihr den Nachmittag verbringen kann.

Erfreulicherweise ist auch alles weniger stressig als befürchtet. Meine Arbeitsstätte und die Kita liegen ja mitten in der Innen- bzw. Altstadt. Wir fahren also morgens erstmal ne Weile U-Bahn inklusive umsteigen. Das geht meist besser als gedacht. Auch das frühere Aufstehen als früher (6:20 Uhr statt 7:20 Uhr vor Baby) macht mir erstaunlich wenig aus. Aber darüber will ich seit anderhalb Monaten einen Extrapost schreiben.

Jedenfalls wir sind im Alltag und in der Routine drin und es macht uns viel Spaß. Ich fühle mich in meinen bzw. unseren Entscheidungen derzeit oft bestätigt. Und was will man mehr?

Lieblingstweets im November 2015

Weitere Lieblingstweets wie immer bei Anne.