15 Monate oder eineinviertel Jahre

Wieder sind drei Monate vergangen. Das Kind ist 15 Monate alt. Sie hat in diesen drei Monaten eine ziemliche Entwicklung durchgemacht, woran die Kita, die sie ebenso lange besucht, sicher nicht ganz unschuldig ist.

Sie ist ein verrücktes Kleinkind, das liebend gerne grölend durch die Wohnung rennt. Besonders, wenn der Mann abends nach Hause kommt. Sie tippt mit Vorliebe auf dem iPad rum oder auf meinem Handy. Seit das aber ein paar Sprünge im Display hat, kriegt sie es kaum noch in die Hände. Musik findet sie toll und tanzt mit erhobenem Zeigefinger dazu, geht in die Knie und wackelt mit dem Hintern. Es sieht jedesmal zum Schießen aus. :D

Motorisch ist sie prima entwickelt. Das Laufen hat sie zehn Tage nach ihrem ersten Geburtstag für sich entdeckt. Sehr lange sah sie dabei aus wie ein Pinguin oder wie der betrunkene Butler aus Dinner for One, aber allmählich geht es doch etwas glatter.
Seit ein paar Wochen isst sie eigenständig mit Löffel oder Gabel, lässt sich aber auch bereitwillig füttern. Jedenfalls solange sie ein eigenes Besteck zum Rumspielen hat.

Derzeit warten wir auf den nächsten Zahn. Die ersten Backenzähne haben sich auf den Weg gemacht und führen seit längerem zu schlechten Nächten. Außer geschwollenem Zahnfleisch ist allerdings noch nichts zu sehen.  Pünktlich zum 15. Monatsgeburtstag hat sich dann oben links der erste Backenzahn durchgedrückt.
Wenn ich mich nicht völlig vermessen habe, ist sie in den letzten drei Monaten sechs Zentimeter gewachsen und steht damit bei ca. 83 cm. Das Gewicht kann ich nur schätzen, es dürfte bei ca. 10 kg oder etwas mehr liegen.
Seit dem neuen Jahr hat das Kind auch einen neuen Sitz im Auto, den sie prima findet. Endlich sieht man auch mal was!

Das Kind redet sehr viel. Leider in einer Sprache, die wir nicht wirklich verstehen. Zwar verwendet sie immer wieder die gleichen Ausdrücke, aber wir haben noch nicht rausgefunden, welche Bedeutung diese haben. Sie kann „Nein“ und „Ja“ sagen. Nicht immer hat das dann die erwartete Bedeutung, aber das kommt mit der Zeit, denke ich. Zugleich weigert sie sich Mama oder Papa zu sagen. Manchmal sagt sie Baba, das interpretiere ich dann als Papa, aber so richtig sicher ist das nicht.

Auch mit dem Zuordnen einzelner Personen oder Dinge zu Wörtern hapert es noch etwas. Sie weiß, was ein Ball ist und holt ihn auch, wenn man sie darum bittet. Fragt man, wo die Oma ist, zeigt sie auf die entsprechende Person, jedenfalls meistens. Auch den Papa kann sie des öfteren zuordnen, zeigt aber auch gerne ziellos in den Raum, was sie auch macht, wenn man nach der Mama fragt. Ähnlich ist es, wenn man ein Bilderbuch anschaut und nach der Katze fragt, die man schon 50x gezeigt an. Sie zeigt irgendwohin, aber nie auf die Katze.
Wirklich Sorgen macht mir das nicht, wahrscheinlich fehlt da einfach noch die entsprechende Reife, aber verwundern tuts mich schon.

In der Kita ist das Kind vollends angekommen. Auch die zwei Wochen Schließzeit über Weihnachten und Silvester haben dem keinen Abbruch getan. Am ersten Tag im neuen Jahr weinte sie noch beim Abgeben, aber am nächsten Tag war es schon wieder in Ordnung. Mittlerweile brauche ich sie auch nicht mehr einer Erzieherin übergeben, sondern kann sie einfach so dazu setzen bzw. sie setzt sich selbst hin. Auch beim Abholen rennt sie nicht mehr eifrig auf mich zu, sondern lässt sich Zeit. Die Erzieherinnen sind mit ihr sehr zufrieden.

Neueste Angewohnheit: Lautes, ärgerliches Quietschen, wenn etwas nicht so klappt, wie sie will. Helfen ist leider auch nicht erwünscht, da quietscht sie noch mehr!
Überhaupt entdeckt sie allmählich ihren eigenen Willen. So möchte sie in der U-Bahn unbedingt aus dem Buggy steigen und umherlaufen, aber das kann ich einfach nicht erlauben. Bin ich mit dem Mann unterwegs geht es grade noch so, aber alleine ist mir das zu gefährlich. Wir hatten daher schon so einige schöne Bahnfahrten mit hysterisch schreiendem und sich windendem Kind. Im Moment geht es, ich lenke sie mit einer Banane ab und vielleicht hat sie sich auch einfach damit abgefunden.

Ansonsten macht sie uns wirklich viel Freude und sind gespannt, was in den nächsten Monaten noch so auf uns zukommt. Insbesondere das Sprechenlernen wird eine interessante Sache!

Advertisements

One thought on “15 Monate oder eineinviertel Jahre

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s