Es wird

Alles neu macht der Mai. Neu ist wohl, dass ich nachts nicht mehr stillen muss.

Das wunderbare Chorwochenende brachte uns ja die Erkenntnis, dass es auch nachts ganz prima ohne Mama geht. Daraufhin habe ich die letzten 7 Nächte ebenfalls außerhalb des SChlafzimmers verbracht. Von denen ich eine sogar durchschlief, aber musste feststellen, Durchschlafen wird überbewertet.

Das Kind machte das alles problemlos mit, wachte 1-3x pro Nacht auf, ließ sich aber immer gut beruhigen und verlangte dann morgens früh, zu mir gebracht und, genau, gestillt zu werden.
Das pendelte sich dann so ein. Dreimal stillen am Tag, morgens, nachmittags, abends.

Ich hatte jedenfalls die Hoffnung, dass sie sich daran gewöhnt, dass es nachts keine Milch mehr gibt. Letzte Nacht dann der Härtetest, ich schlief wieder im Schlafzimmer, direkt neben dem Kind. Und es funktionierte erstaunlich gut. Sie wachte zweimal kurz auf, ließ sich aber mit etwas Streicheln und einmal einem Schluck Wasser wieder beruhigen. Die Brust verlangte sie gar nicht.
Jetzt schauen wir mal, ob das auf Dauer weiter gutgeht.

Währenddessen überlege ich schon, welche Stillmahlzeit ich als nächstes weglassen könnte. Es läuft wohl auf die morgendliche hinaus.
Das größte Problem oder besser Hindernis ist ungeahnterweise der Mann. Der ist nämlich (trotz seiner wirklich tollen Kooperation, was das nächtliche Abstillen angeht) der Meinung, ich solle warten, bis sie sich von alleine abgestillt hat. Er möchte nicht, dass sie traurig oder schlecht gelaunt ist, weil ich ihr die Brust verweigere. Das hatte sich allerdings auch schon vor einer Woche abgezeichnet, als er das Schreienlassen nicht aushielt.

Nun. Ich zitiere hier mal stillkinder.de: „Die meisten Kinder stillen sich von alleine zwischen dem 2. und 4. Lebensjahr ab, aber es gibt auch Kinder, die auch nach dem 4. Geburtstag noch regelmäßig stillen wollen. Das biologische Abstillalter liegt, laut verschiedenen Berechnungen der amerikanischen Anthropologin Katherine Dettwyler, bei mindestens 2,3 Jahren bis maximal 6 – 7 Jahren.“

Haha. So wie ich das Kind einschätze, wird sie da auf jeden Fall eher zu den Langzeitstillern gehören. 1-2 Jahre sind da sicher noch drin. Und das mache ich, bei aller Liebe zu meinem Kind, bestimmt nicht mit.

Ich habe ja die vage Hoffnung, dass eine erneute Schwangerschaft das Problem lösen könnte. Nur leider ist mein Zyklus bisher nicht wirklich zum Schwangerwerden geeignet. Zwar regelmäßig, aber eine Hochlagenlänge von 7-9 Tagen ist noch nicht so ganz das Wahre. Vielleicht hat das nächtliche Abstillen schon einen Effekt.

Der Mann hat also die Wahl zwischen einer zwei Jahre schlecht gelaunten Frau oder einem zwei Wochen (geschätzt) schlecht gelaunten Kind. Eigentlich nicht schwierig, oder?

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