Frust und Freude

Derzeit ist mein Leben eigentlich ziemlich gut. Ich freue mich jeden Tag wieder darüber, dass wir so ein schönes Haus in einer angenehmen Gegend gekauft haben. Der Mann ist weiterhin prima und das Kind sowieso.

Selbiges tritt jetzt allerdings in die Wutzwerg-Phase ein. Vorgestern hat schon Blumenpost darüber gebloggt. Zwar ist es nicht ganz so, aber kleine brüllende Kinder, die sich über scheinbare Nichtigkeiten aufregen, sind ja doch irgendwie alle ähnlich. Am Montag bekam ich shcon einen wunderbaren Vorgeschmack, als wir die Ersatzgroßeltern besuchten und ab Punkt fünf Uhr alles den Bach runter ging. Auslöser war das Windelwechseln. Da sie sich gar nicht beruhigen wollte, sind wir nach Hause gefahren, das bedeutet in diesem Fall einmal quer durch die Stadt. Im Bus ging es, in der U-Bahn hat sie fast die ganze Zeit gebrüllt. Zu Hause ging es grade weiter, ich habe sie in die Badewanne gesteckt, weil das normalerweise immer für gute Laune sorgt, aber über den Punkt waren wir schon hinweg. Auch ihren geliebten Joghurt wollte sie nicht essen, obwohl ich mir sicher war, dass sie Hunger hatte. Insgesamt ging das Spektakel etwa anderhalb Stunden und ich muss gestehen, ich wurde gegen Ende auch mal laut, weil ich es nicht mehr ertragen konnte. Als der Mann nach Hause kam, war dann alles wieder gut.

Heute Morgen dann ähnlich, Zähneputzen ist ja immer ein Drama und dann wollte ich ihr auch noch ein anderes Oberteil anziehen. Ende vom Lied war ein auf dem Boden liegendes brüllendes Kind, das weder im ersten Stock bleiben noch mit runter kommen wollte. Ich hätte sie gerne in Ruhe ausbrüllen lassen, aber leider mussten wir los. Schuhe und Jacke anziehen war natürlich auch nicht gewünscht, zum Glück ist ja aber derzeit nicht so kalt, sie kam also so mit. Auf meinem Arm, anders ging es gar nicht. Da beruhigte sie sich zum Glück auch völlig und war dann in der U-Bahn so gut drauf, dass sie vor dem Aussteigen den Hinweisaufklebern auf der Fensterscheibe (für Kinderwagen und Rollstühle) Küsschen gab. Dieses Kind! <3

Jedenfalls hat das heute Morgen den Ausschlag bei mir gegeben, uns doch mal nach einer anderen Kita umzuschauen. Ich liebe ja unsere Kita und lasse darauf auch nichts kommen, nur leider ist sie eben nicht sehr nahe. An meinem Arbeitsplatz ja, aber nun, wo wir umgezogen sind und dort auch wirklich bleiben werden, wäre eine wohnortnahe Kita doch einfach viel praktischer. Bisher hat mir aber bei dem Gedanken an einen Wechsel das Herz geblutet, weil ich die Erzieherinnen auch so mag. Aber im Herbst würde das Kind eh die Gruppe wechseln und ich denke, das wäre dann, wenn, der beste Zeitpunkt. Zumal sie ja auch später dort in der Gegend in die Schule gehen soll. Und wir würden morgens so viel Zeit sparen.
Auf dem Weg zur U-Bahn liegt eine Kita, die ich heute mal angeschrieben habe. Vielleicht haben wir ja Glück!

(Eigentlich wollte ich noch über zwei andere Dinge schreiben, aber das passt grade gar nicht. Die kriegen eigene Blogeinträge.)

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