Sommerloch

Also „Sommer“. Damit ist es ja mal wieder nicht so weit her. Ein paar Tage konnten wir schon auf der Terrasse und im Planschbecken verbringen.
Aber zuletzt regnet es sehr viel. Wir haben aber ja jetzt einen Garten und wissen das daher durchaus zu schätzen.

Das Wetter führte auch dazu, dass wir ein länger geplantes Treffen mit Freunden (eigentlich gedacht im Schrebergarten mit Grillen und Co) zu uns ins Wohnzimmer verlegen mussten. Immerhin, es blieb trocken und wir konnten die Kinder (insgesamt 4 an der Zahl) auch mal auf die Terrasse werfen.

Vier Kinder und insgesamt acht Erwachsene. Davon zwei Schwangere, die eine schon ziemlich hochschwanger. Hach, da wurde ich doch schon wieder sehnsüchtig!

Der Mann und ich konnten uns am Wochenende übrigens tatsächlich auf einen ungefähren Zeitpunkt für einen erneuten Hibbelstart einigen. Später als gedacht, aber mittlerweile ist es ok für mich.
Ich bin auch überzeugter denn je, dass dem Kind ein Geschwisterchen sehr gut tun würde. Mit den anderen Kindern kam sie, nach anfänglicher Skepsis, wunderbar klar, und das war wirklich schön zu beobachten.

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Sonst so? Urlaub machen wir ja keinen, jedenfalls keinen „richtigen“. Ende nächster Woche fliege ich mit dem Kind für 10 Tage zu meinen Eltern. Ich schwanke zwischen Grauen und Vorfreude.
Zunächst sind eine Stunde Flug zu überstehen. Noch ist das Kind keine zwei Jahre alt, weshalb sie keinen eigenen Sitzplatz hat. Mit dem auf dem Schoß sitzen hat sie es nicht so und mit mal ein bisschen stillsitzen erst recht nicht. Ich hoffe, dass es nicht so voll wird und sie etwas mehr Platz zum Rumwurschteln hat.
Und dann ist da noch die Sache mit dem Zubettbringen. Das klappt bei mir nach wie vor nicht wirklich. Gut, wenn der Mann nicht dabei ist, wird es schon irgendwie gehen, aber es ist halt alles etwas unentspannt. Naja, ist ja Urlaub.

Ansonsten werde ich so einige Leute wiedersehen, unter anderem eine langjährige Freundin, die im Januar Mutter wurde. Den Kleinen kenne ich bisher nur von Bildern und ich bin schon gespannt!

Wir wollen außerdem in den Zoo und zum Bodensee, meine Cousine samt Familie besuchen. Die kennen das Kind nämlich auch noch nicht.

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Das Kind selbst ist momentan (*auf Holz klopf*) ganz gut drauf. Von gelegentlichen theatralischen Ausbrüchen angesehen, wenn irgendwas nicht so läuft wie gedacht, mal abgesehen.
Mit dem Sprechen haperts immer noch, sie hat zuletzt nicht wirklich viel dazugelernt, saugt aber begierig alles auf. Mal sehen, wann sie platzt.

Die Wege zur Kita und zurück sind derzeit auch wieder recht entspannt. Das Kind lässt sich meist brav in den Buggy setzen und will auch nicht mehr alle Knöpfe drücken. Eine wahre Wohltat!

Der Mann und ich sind derzeit oft begeistert, was für ein niedliches und leicht verrücktes Kind wir doch in die Welt gesetzt haben! <3

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Ich selbst bin, wie so viele in meiner Filterblase, im Pokemon Go-Fieber. Ich finde dieses Spiel einfach klasse! Pokemon mochte ich schon immer, obwohl ich das nie gezockt habe, sondern nur damals die Serie angesehen habe. Die kleinen Biester jetzt wiederzusehen, hat ziemlich viel von "Ich fühle mich in meine Jugend zurückversetzt!" Und dass man wirklich rausgehen und ordentlich Strecke machen muss, gefällt mir großartig, von der Augmented Reality mal ganz abgesehen. Man entdeckt ziemlich viele Details und unsere Nachbarschaft kenne ich nach zwei längeren Streifzügen am Wochenende jetzt doch ganz gut.

Mal sehen, wie lange ich süchtig bleibe. ;)

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WMDEDGT Juli 2016

Endlich hab ich mal wieder dran gedacht und es ist auch erst halb elf. ;-) Hier gibts die anderen.

Ich werde einmal um 2 Uhr wach, weil das Kind schreit. Das tut sie häufig so einmal pro Nacht. Meistens brüllt sie „Meine, meine!“ oder auch mal „Aua! Aua!“. So ersichtlich ist es nciht, warum sie so schreit, wahrscheinlich Verarbeitung des Tages, jedenfalls lässt sie sich beruhigen und wir schlafen weiter bis 6 Uhr. Um fünf nach sechs klingelt der Wecker, ich messe meine Temperatur und sinniere über meine neue Menstasse nach. Das Kind schläft weiter. Aufstehen, waschen, anziehen, um 20 nach kommt der Mann und weckt doch mal das Kind, was sich etwas schwieriger gestaltet, offenbar ist sie noch ziemlich müde. Es klappt dann aber doch alles ohne größere Wutanfälle. Da sie immer mehr selbst machen will, ist vieles ein Eiertanz geworden. Was gestern noch ging, darf man heute schon nicht mehr machen.

Das Kind wird angezogen und frühstückt Joghurt und Brötchen mit Nutella, welches sie sich selbst draufschmiert. Der Mann unterstützt aber etwas.

Ich bereite ebenfalls mein Frühstück, sowie unsere Brotdosen vor. Während ich frühstücke, ist das Kind fertig und möchte saubergemacht werden. Sie spielt etwas und holt dann eins ihrer großen Pappbilderbücher. Leider habe ich keine Zeit und verweise daher an den Mann, der das Buch mit ihr anschaut.
Ich mache die Brotdosen fertig und gehe dann mit dem Kind zum Zähnputzen. Das geht derzeit ganz gut. *klopft auf Holz*

Das Kind kriegt vom Mann Socken und Schuhe sowie eine Jacke angezogen, praktischerweise geht er heute erst nach uns aus dem Haus. Um viertel nach sieben brechen wir auf Richtung Bushaltestelle. Der Weg dorthin, sowie die Fahrt mit Bus und dann der Bahn laufen an sich recht ereignislos ab, das Kind möchte nur zweimal den Türöffnerknopf drücken, bringt mehrere Leute zum Lächeln und schafft es dann an der vorletzten Haltestelle doch noch rasch auf den Behindertennotrufknopf zu drücken. Peinlich peinlich! Das ist schon das zweite Mal, dass das passiert. Diesmal kann ich es zum Glück problemlos sofort dem Fahrer erklären, das letzte Mal musste ich durch die ganze Bahn laufen, weil die Verbindung nicht so richtig zustande kam. Ich hoffe, dass mir das kein drittes Mal passiert.

Wir dackeln Richtung Kita. Das KInd bleibt erfreulicherweise die Hälfte des Weges im Buggy sitzen, will dann aber aussteigen und ein und dieselbe Stelle immer wieder laufen. Ich lasse sie ein paar Mal gewähren, fange sie dann aber doch ein und bewege mich mit ihr Stück für Stück vor, da sie immer wieder zurücklaufen will. Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen. Sie findet es immerhin wahnsinnig lustig. Schließlich sind wir da, holen den Schlüssel für den Buggyraum, stellen selbigen ab und gehen dann hinunter zum Gruppenraum. Ich gebe das Kind ab, welches mich mit ihrem üblichen „Tiss“ verabschiedet.

Da ich genug Zeit habe, gehe ich zu Fuß zum Büro. An einer grünen Fußgängerampel werde ich fast überfahren, die Fahrerin stoppt etwa 30cm vor mir und guckt blöd. Ich weise auf die grüne Ampel hin und gehe kopfschüttelnd weiter. War wohl ein Auto mit eingebauter Vorfahrt.

Im Büro angekommen, ist mein Kollege schon da. Er hat später noch einen Arzttermin, erklärt er. Ich mache meine üblichen Aufgaben, trinken Kaffee, nehme Pakete und eine Wasserlieferung entgegen.
Währenddessen recherchiere ich eifrig weiter zum Thema Menstasse. Eventuell schreibe ich da später noch einen Beitrag zu.

Jetzt ist es 10:48 Uhr.

Ich bestelle eine Menstasse und eine neue Handytasche. Zwischendurch arbeite ich aber auch mal was. ;)

Um kurz nach halb zwei mache ich Feierabend. Ich habe ausnahmsweise nichts einzukaufen und trödle Richtung U-Bahn-Station, wo ich noch etwas Pause mache, bis ich um zwei an der Kita sein muss.

In der Kita selbst herrscht mal wieder Personalmangel, weshalb die Gruppen teilweise zusammengelegt wurden. Dem Kind macht sowas zum Glück nicht so viel aus. Ich ziehe sie an und gebe ihr einen Fruchtriegel.

Der Weg zur U-Bahn ist mal wieder mühsam. Zunächst läuft sie brav mit und lässt sich an der Kreuzung auch in den Buggy setzen, will später aber wieder aussteigen und in die andere Richtung rennen. Da ich dafür nicht so viel Zeit habe, lasse ich sie nur kurz gewähren und setze sie unter Geschrei in den Buggy.

An der Station wartet noch eine andere Kitamutter. In der Bahn selbst entdeckt das Kind ein winziges Baby. Die Fahrt selbst verläuft soweit ruhig.

Um 15 Uhr haben wir einen Termin in der neuen Kita des Kindes. Ab Oktober wird sie nah von daheim betreut werden und dafür müssen wir sie erstmal anmelden. Der Termin ist nicht in den Kalender eingetragen, was die Leiterin wundert, aber sie hat Zeit und so erledigen wir die ganze Angelegenheit. Die Kita ist anders als unsere jetzige, aber es ist sehr vielversprechend und ich hoffe, dass das Kind dort genauso gut aufgehoben sein wird wie jetzt. Den Vertrag unterschreibe ich noch nicht, sondern nehme ihn mit heim, um ihn dort mit dem Mann zu besprechen.

Der Rest vom Heimweg verläuft ruhig, ich muss das Kind allerdings mit Eis bestechen, damit sie die Kita überhaupt verlässt. Wie schon bei der Besichtigung findet sie den Außenbereich unwiderstehlich. :)

Zu Hause angekommen essen wir Eis mit Erdbeeren und gucken Bücher. Da es grade mal trocken ist, spielt das Kind ein bisschen im Garten. Ich mache was zu essen warm. Als wir am Tisch sitzen, kommen Sturzbäche vom Himmel. Keine zehn Minuten später strahlt die Sonne wieder vom blauen Himmel, bis selbiger wieder seine Schleusen öffnet. So geht das den Rest des Tages. Vielleicht haben wir doch April.

Wir spielen ein bisschen und ich lese etwas. Außerdem versuche ich meine Oma anzurufen, aber sie geht nicht ran.
Gegen 10 vor sechs kommt der Mann heim. Er war beim Friseur. Das Kind freut sich wie immer sehr ihn zu sehen und sagt: „Hi!“

Sie darf ein wenig mit dem iPad spielen, während der Mann duschen geht. Dann macht er ihr Haferflocken und sie essen zusammen zu Abend.

Gegen viertel vor sieben darf ich in der Wanne die Haferflocken vom Kind waschen. Die Zeit bis das Kind ins Bett geht vergeht mit eincremen, anziehen, rumrennen, Blödsinn machen, wickeln, telefonieren, pinkeln (auf den Teppich), Zähneputzen und Buch angucken.

Der Mann bringt das Kind zum Schlafen und ich aktualisiere endlich diesen Beitrag.

Kaum bin ich damit fertig, poltert und schreit es im Schlafzimmer. Offenbar hat sich das grade eingeschlafene Kind aus dem Bett gerollt. Sie weint und möchte von mir getröstet und schließlich auch ins Bett gebracht werden. Das ist die nächste Stunde leider eher unerfolgreich. Zwar ist sie recht ruhig, schält sich aber zweimal aus ihrem Schlafsack. Um kurz nach halb neun probiert der Mann es noch mal und ist auch nach kurzer Zeit erfolgreich. Ziemlich spät fürs Kind, mal sehen, wie sie morgen so drauf ist.

Wir genießen etwas Zweisamkeit auf dem Sofa. Dann zockt der Mann, ich lese mein Buch zu Ende und gehe gegen 22 Uhr duschen.

Um halb elf liegen wir im Bett, tauschen noch ein paar liebevolle Bemerkungen übers Kind aus und dann: Gute Nacht!

Lieblingstweets im Juni 2016