WMDEDGT September 2016

(Wie üblich: Hier die anderen)

Montag. Ach schön!
Die Nacht war bis 1 Uhr unruhig, das Kind jammerte immer mal vor sich hin, dann ist aber Ruhe bis um kurz vor sechs die Rolläden hochgehen. An der Helligkeit im Zimmer ändert das nicht viel, es wird eindeutig Herbst.
Der Mann steht, obwohl er heute frei hat, wie üblich zuerst auf. Ich messe meine Temperatur und gehe dann ins Bad. Ich ziehe mich an, dann wecken wir das Kind, welches müde vor sich hinplappert. Immerhin lässt sie sich heute vom Mann wickeln und anziehen, die letzten Tage war sie immer sehr entschieden, wer was machen durfte und fürs wickeln war meist ich zuständig.

Die beiden gehen schon mal runter, während ich feststelle, dass meine Jeans nicht nur nach Holzrauch riecht (gestern war Mittelaltermarkt), sondern auch undefinierbare Flecken hat, ich ziehe mich also nochmal um.

Dann ab in die Küche, Frühstück machen. Das Kind kriegt ein halbes Brötchen mit Quark, knabbert aber nur ein wenig daran. Der Mann isst irgendwelche Cerealien, und ich Müsli mit Obst und Joghurt, sowie ein halbes Brötchen. Aus Zeitgründen esse ich einen Teil vom Brötchen in der Küche, wo ich Brote schmiere. In drei Wochen muss ich nur noch für mich welche schmieren, juchhu!
Das Kind kriegt statt des Brötchens eine Banane, die wird eher angenommen.

Dann Zähneputzen beim Kind, ich trete diese Aufgabe an den Mann ab, der hat ja Zeit. Selber Zähneputzen und dann das Kind nochmal mit der Haarbürste quälen. Ihre Haare lassen sich trotz der Locken prima bürsten, aber sie schreit jedesmal wie am Spieß, ähnlich wie beim Haarewaschen. Nun, da müssen wir durch.

Dann Abmarsch, den Mann lassen wir zu Hause, der muss auf den Klempner warten. Der soll die Verstopfung unterhalb unserer Spüle beseitigen. Ich hatte schon erfolglos dran rumgeschraubt, die Engstelle muss tiefer sitzen.

Heute ist eine Premiere. Das Kind und ich werden ohne Buggy zur Kita fahren. Sie will nicht mehr darin sitzen und da ich keine Lust habe, ständig einen leeren Buggy zu bugsieren und gleichzeitig auf das Kind aufzupassen, lassen wir ihn halt zu Hause. Schade, für die Einkäufe war der ja immer sehr praktisch.

Wir erwischen unseren Bus um halb acht, die Bahn hat dafür etwas Verspätung. Die Bahnfahrt ist entspannt wie nie. Wir setzen uns hin und das Kind bleibt sogar ruhig sitzen. Der Fußweg zur Kita ist etwas zäh und wir sind ca. 10 Minuten später da als sonst. Ich gebe sie problemlos ab und mache mich auf den Weg zur Arbeit. Ich fange ein paar Pokemon, bis der Mann anruft, als ich grade in der Bahn bin (ich hasse es, in der Öffentlichkeit zu telefonieren). Er teilt mir mit, der Klempner habe die Verstopfung nicht beseitigen können. Offenbar sind die Rohre auf dem Weg in den Keller verschlammt. Die müssen aufgeschraubt und gründlich gereinigt oder ausgetauscht werden. Das ist offenbar eine völlig normale, wenn auch eklige Sache. Große Freude. Er will einen Termin dafür ausmachen.

Um halb neun bin ich im Büro. Wieder ruft der Mann an. Morgen um elf kommen die Handwerker. Da muss Schwiegermutter einspringen und die reinlassen. Zum Glück wohnt sie in der Nähe, dafür bin ich immer wieder dankbar! Der Mann muss jetzt erstmal die Keller freiräumen. Vielleicht können wir die Gelegenheit nutzen und weiter ausmisten.

Der Kollege kocht uns einen Kaffee und fragt mich, wie das Wochenende war. Wir wollten ja nach Dublin, leider hat das Kind uns am Freitag einen Strich durch die Rechnung gemacht, indem sie frühmorgens anfing, sich zu übergeben. Wieder einmal wurde bewiesen, dass man mit einem Kleinkind keine Pläne machen sollte.

Dann rätseln wir darüber, warum mein Handy sich nicht mehr mit dem WLAN verbinden will, finden aber keine Lösung.

Nun heißt es erstmal: Arbeiten!

Kurz nach 12. Nichts neues im Westen. Montags habe ich immer viel zu tun und ich wünsche mir oft, das wäre an den anderen Tagen auch so.

Zwischenzeitlich informiere ich mich über potenzielle Geburtstagsgeschenke fürs Kind. Noch 6 Wochen bis dahin, da fängt man lieber frühzeitig an. ;) Ich denke an einer Kinderküche herum. Die eine Oma will zum Glück nur Geld schenken (plus vermutlich weitere Kleinigkeiten), die andere Oma (meine Mutter) muss ich nochmal befragen. Ich stoße auf einen Artikel, dass Laufräder das Fahrradfahrenlernen beeinträchtigen und bin verunsichert. Da muss ich mich nochmal informieren.

Der andere Kollege ist jetzt auch da und hat genau das gleiche Problem mit seinem Handy und dem WLAN, bloß, dass es ein anderes WLAN ist. Blöde Technik.

Um 13:30 Uhr ist Feierabend. Ich mache mich auf den Weg zu Jako-o. Die haben prima Marketing. Ich bekam drei großzügige Rabattaufkleber zugeschickt, die will ich jetzt direkt mal einlösen. Tatsächlich finde ich einen leichten Pullover, einen Body und eine warme Mütze. Wie gesagt, es wird Herbst.

An der Kasse dauert es länger, meine EC-Karte scheint den Geist aufgegeben zu haben. Ich bin daher relativ spät in der Kita. Das Kind ist wach, sie wird jetzt immer um halb zwei geweckt. Sonst dauert es abends so ewig.

Die Rückfahrt verläuft bis auf den einen oder anderen Drama-Anfall recht ereignislos.

Gegen 15:10 Uhr sind wir zu Hause. Nach Schuhe ausziehen und Hände waschen rufe ich meine Eltern an. Die sind gestern abend spät aus dem Urlaub wiedergekommen. Es war offenbar sehr schön, aber nicht sehr erholsam. Das Kind kann zwar jetzt Oma und Opa sagen, ist aber nicht gewillt, das unter Beweis zu stellen. Nun gut, da gibt es sicher noch eine andere Gelegenheit für.

Gegen viertel vor vier kommt der Mann nach Hause. Das Kind rennt ihm entgegen, um dann plötzlich laut weinend anzuhalten. So richtig ist nicht klar, was das Problem ist. Aber wir sind es ja gewohnt.

Sie darf ein wenig am iPad spielen, während der Mann mir von dem Klempnerbesuch berichtet.

Ich esse etwas und dann machen wir uns auf den Weg zum Baumarkt. Wir leben seit 4,5 Monaten ohne Boiler in der Küche, dem wollen wir jetzt doch mal ein Ende setzen.

Auf der Strecke herrscht Stop-and-Go, ich schaffe es, ein Ei auszubrüten.

Nach längerer Suche finden wir tatsächlich den gewünschten Boiler. Das Kind läuft begeistert mit uns durch den Baumarkt.

Auf dem Rückweg halten wir noch bei Rewe an und gehen einkaufen. Und ich fange ein neues Pokemon. Immer wieder schön!

Um kurz vor sechs sind wir daheim. Wir füllen die Zeit mit Spielen, Haferflocken essen und Baden. Also insbesondere das Kind. Dann natürlich noch Anziehen und Zähneputzen.

Sie hat übrigens eine neue Marotte, sie zählt „zwei“ und will dann springen. Natürlich runter. Immerhin immer beide Hände festhaltend. So springen wir also ein paar Mal vom Bett. Dann kommt der Mann und sagt ihr Gute Nacht. Sie will erst nicht so recht einsehen, dass ich sie ins Bett bringe, akzeptiert es dann aber.

Ich liege herum, singe fürs Kind und denke über den lokalen Rückenschmerz an meinem rechten Schulterblatt nach. Immer dieselber verspannte Stelle.

Das Kind möchte jetzt dringend in ihren Schlafsack. Das kommt auch eher selten vor. Nach ein wenig Herumgekugele und ähnlichem schläft sie gegen acht Uhr ein.

Im Wohnzimmer geselle ich mich zum Mann, der mir ein wenig den Rücken massiert. Hilft leider nicht.

Er sieht sich eine merkwürdige japanische Manga-Serie an, während ich diesen Beitrag schreibe.

Abendessen steht noch an. Außerdem duschen.

Und gegen zehn, halb elf gehe ich ins Bett.

Gute Nacht!

 

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