U7 und das Kind in der Kita

Gestern Morgen hatten wir U7. Das ist anscheinend die gefürchtetste Vorsorgeuntersuchung, weil die Kinder meist keinen Bock haben zu mitzumachen. Aber die Ärzte kennen das ja und ich war wie üblich tiefenentspannt. Ich hatte dem Kind am Abend vorher und morgens Bescheid gesagt, dass wir zum Doktor fahren und er sie anguckt. Ob sie es verstanden hat, keine Ahnung, aber für mein Gefühl war es gut.

Beim Arzt durfte ich einen Fragebogen ausfüllen, wo abgefragt wurde, welche üblichen Dinge das Kind schon kann und tut, z.B. Zwei-Wort-Sätze verwenden (ja), Tätigkeiten nachahmen (ja), ein Glas aufschrauben (WTF? Ne Tube, ja), den eigenen Namen verwenden (Nein) und ob sie weit entfernte Dinge wie Flugzeuge am Himmel sieht (oh ja, jedes Flugzeug ist zur Zeit ein Ereignis) und ob sie gut hört, also nicht im Sinne von gehorchen.

Das Kind hat alles im Grunde ganz gut mitgemacht, bis auf das Messen und später das Abhören und in die Ohren schauen. Das war Drama pur und „Aua aua!“. Ich frage mich immer, was der Arzt bei so einem schreienden Kind hören will, aber gut, er wird genug Erfahrung haben.

Das Messen war sehr lustig, oder jedenfalls die Ergebnisse. Die Helferin maß 83 cm. Ich dachte mir, hä? Das war zu Hause mehr. Da das Kreuzchen auf der Linie ziemlich abfiel, habe ich den Kinderarzt drauf aufmerksam gemacht. Er maß selbst nochmal und kam auf 88 cm (!). Okee. Ich hab daheim mit der Messlatte 86 cm gemessen und bin überzeugt, dass das korrekt ist. Jedenfalls weiß ich, dank der Aufzeichnungen meiner Mutter, dass ich in so ziemlich dem aktuellen Alter des Kindes ein Kilo leichter (Kind ist bei 11,7 kg mit Sommerklamotten und Windel) und 2 cm kleiner war. Ich bin gespannt, wieviel größer als ich sie letztlich sein wird.

Der Rest war ein bisschen fragen, ob sie sie in die Kita geht und ob sie durchschläft (phasenweise ja, aber aktuell ist es zum Kotzen, ein Neugeborenes könnte kaum schlimmer sein) und an das Kind gerichtet, wo denn ihr Bauch, ihre Nase, ihre Ohren seien. Das hat sie alles korrekt gezeigt und mir wurde gesagt, da sei sie schon recht weit. Ich war überrascht, das macht sie nämlich schon seit mehreren Monaten.

Ich erwähnte dann noch eine Sache, die mir seit dem Tag zuvor etwas im Magen lag. Das Kind heult nämlich jedesmal zum Steinerweichen, wenn ich sie abhole und zwar aus Erleichterung. Das wird in letzter Zeit immer schlimmer. Sie lässt sich allerdings problemlos abgeben, weshalb ich mir keine wirklichen Sorgen mache.
Der Erzieher meinte jedenfalls, sie sei viel zu lieb und würde sich gar nicht wehren oder mal „Nein!“ sagen, wenn andere Kinder sie ärgern. Das kommt mir aus meiner eigenen Kindheit ja schon so ein bisschen bekannt vor. *seufz* Er hat aber gestern nachmittag beim abholen gesagt, ich solle mir da nicht so viele Sorgen machen, sie würde sich schon zu helfen wissen.

Der Kinderarzt meinte ebenfalls, das wäre ganz normal und irgendwann würde das Fass schon überlaufen und dann würde sie sich auch wehren. Sie würde das ja auch bei den anderen Kindern sehen.

Das Kind ist also, wie es natürlich mein Eindruck ist, ganz prima entwickelt und hat nun eine TÜV-Plakette bis nächstes Jahr. Während der ganzen Untersuchung standen übrigens noch ein Medizinstudent (Dreiviertelarzt) und ein Praktikant herum, das war irgendwie ganz lustig. Dem Kind gefiel die Aufmerksamkeit durchaus. ;)

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