Ein- und Umgewöhnung II – fertig

Nur fünf Tage hats gebraucht, dann war die Eingewöhnung in der neuen Kita beendet.

Am Montag bin ich mit ihr hin und saß dann eine gute Stunde mehr oder weniger tatenlos herum. Ok, ich hab ihr erklärt, dass sie jederzeit an das Tablett mit den Bechern und den kleinen Wasserkannen darf, um zu trinken bzw. dass sie immer die Erzieherin fragen darf. Ich glaube, sie hat es verstanden und mir wurde später auch gesagt, sie hätte gut getrunken und man würde jetzt auch nochmal eine extra Trinkpause machen.
Es war auch schön zu sehen, wie gut sich das Kind sich mit dieser einen Erzieherin versteht. Es ist zwar nicht ihre Bezugserzieherin, aber die, die morgens meist als erste da ist. Das Kind ist auch eine der ersten und bekommt so morgens extra viel Aufmerksamkeit, das finde ich eine schöne Sache.

Um kurz nach neun setzte sie sich erwartungsfroh an den Frühstückstisch und ich hab beschlossen, dass sie das ganz prima ohne mich kann. Ich hab mich verabschiedet und sie schien das auch völlig ok zu finden. Mittags bekam ich dann auch einen sehr positiven Bericht, musste aber nochmal darum bitten, dass sie um halb zwei geweckt wird, das kam das letzte Mal nicht an.
Übrigens war beim Abholen meine Schwiegermutter dabei, die außer uns ebenfalls die Erlaubnis hat, das Kind abzuholen und ich wollte sie schon einmal vorstellen und ihr zeigen, wo sie das Kind findet.

Gestern morgen war ich kaum eine Viertelstunde da, das Kind fuhr fröhlich auf einem kleinen Auto durch die Gegend und es war wieder ganz in Ordnung für sie, dass ich mich bald verabschiedet habe. Beim Abholen teilte mir die Bezugserzieherin mit, viele Kinder seien heute weinerlich gewesen, allerdings nicht dauerhaft, immer mal wieder habe sich auch was zum Lachen gefunden. Mein Kind war eben auch dabei. Ich weiß, dass sie aber gerne aus Solidarität mitheult.
Als ich in der Gruppe ankam, hüpfte sie fröhlich auf einem Hüpfpferd und, Wunder oh Wunder, ließ sich auch durch meine Ankunft überhaupt nicht dabei stören. Nachdem ich fast ein Jahr lang ein Kind abgeholt habe, das es kaum erwarten konnte, sich jammernd bis schluchzend in meine Arme zu werfen, ist das meines Erachtens ein sehr gutes Zeichen.

Heute Morgen dann der Härtetest. Ich habe eigentlich heute noch Urlaub, war mir aber sehr sicher, dass ich den nicht brauchen würde. Ich habe sie also heute Morgen verhältnismäßig flott abgegeben. Sie war nicht so richtig glücklich darüber, hat aber nicht geweint und mir dann nochmal mit der Erzieherin aus dem Fenster gewunken.
Zudem wird heute in ihrem LIeblingsspielraum (da sind z.B. die Puppen und die Kinderküche) eine Hochebene aufgebaut. Aber es ist ja Ausflugstag. Ablenkung dürfte es genug geben.

Ich meinte, man könne mich jederzeit anrufen, wenn etwas sei. Bisher ist das Handy ruhig.

Fünf Tage also nur. Ich köntne mir allerdings gut vorstellen, sich in zwei Wochen oder so nochmal was daran ändert und das Abgeben vielleicht mit Tränen verbunden sein wird. Wenn sie endgültig verstanden hat, dass sie jetzt dauerhaft in dieser Kita sein wird. Wir werden sehen.

Alles in allem bin ich sehr stolz auf mein großes Mädchen und froh, dass wir diesen Schritt gewagt haben.

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