Zwei Jahre!

Geliebtes Kind, zwei Jahre bist du nun schon bei uns und es waren die schönsten zwei Jahre meines bzw. unseres Lebens!

Auch in deinem zweiten Lebensjahr ist wieder viel mit dir passiert, auch wenn die Entwicklungen natürlich nicht mehr so ins Auge fallen, wie noch im ersten Jahr.

10 Tage nach deinem ersten Geburtstag konntest du laufen und ich staune immer noch darüber. Auch in der Zeit danach hat sich gezeigt, dass du motorisch wahnsinnig fit bist. Du kletterst sehr gerne (das hast du von Mama) und hängst dich wie ein Äffchen überall hin, wo es geht. Rutschen ist dein Liebstes und so hast du zum zweiten Geburtstag eine Rutsche von uns bekommen. Bis die aufgebaut war, hattest du eine harte Geduldsprobe zu bestehen. Geduld ist nicht so deins, aber das kann man in dem Alter wahrscheinlich auch nicht erwarten.

Reißverschlüsse sind gar kein Problem, du hältst den Stift beim Malen korrekt und auch Gabel oder Löffel sehen in deinen Händen schon ziemlich ordentlich aus.
Zum Geburtstag hast du ein sehr niedliches Holzpuzzle von den Großeltern bekommen, das kannst du mit ein bisschen (mehr) Hilfe tatsächlich auch schon legen.

Unerschrocken bist du außerdem. Du stürzt dich ohne zu zögern eine fünf Meter lange Röhrenrutsche hinunter. Machst auf dem Spielplatz alles nach, was die größeren auch machen. Kletterst die steile Treppe zum Dachboden hoch. Und wieder runter. Als letztens der Teppichverleger da war, bist du ohne Not hoch zu ihm und hast ihm bei der Arbeit zugesehen.

Bei Menschen, die nicht Mama, Papa oder babcia sind, brauchst du immer erst ein wenig, um aufzutauen, aber dann lässt du dich begeistert bespaßen. Hauptsache Action!

Zwei größere Veränderungen gab es im letzten Jahr. Anfang April sind wir in unser Haus gezogen und Mitte Mai habe ich dich endgültig abgestillt. Beides hast du besser mitgemacht als erwartet.

Mit dem Essen hast du es nicht so. Zwar bist du nicht ganz so krüsch wie deine Mutter als Kind, aber phasenweise isst du nur ziemlich geringe Mengen und du bist auch nicht daran interessiert, neues Essen auszuprobieren.

Das Schlafen ist seit dem Abstillen deutlich besser geworden. Abends haben wir jetzt wirklich Feierabend. Wir bringen dich abwechselnd ins Bett und für gewöhnlich schläfst du gegen 20 Uhr und meldest dich dann auch nicht mehr. Du schläfst des öfteren durch, es gibt aber auch oft noch Nächte in denen du jammerst oder sogar kreischend aufwachst. Gerne auch mehrmals. Den Grund dafür haben wir noch nicht gefunden, aber auch das wird wohl vorübergehen.

Den Wechsel in die neue Kita hast du gut mitgemacht. Morgens bist du noch etwas unsicher, aber mittags hole ich bisher immer ein sehr gut gelauntes Kind ab, das ist schon große Verbesserung zur alten Kita.

Vor etwa zwei Monaten ist endlich der Knoten zum Sprechen geplatzt. Du wiederholst alles, was wir sagen (auch Schimpfwörter, natürlich. Ähem.) und sprichst verlässlich in Zwei-Wort-Sätzen. Das ist einfach toll, jeden Tag machen wir wieder große Augen, was für neue Wörter du benutzt.
Besonders konnten wir jetzt am Wochenende staunen, denn du kannst jetzt bis 10 zählen. Das finde ich in dem Alter schon ziemlich bemerkenswert. Deinen eigenen Namen hingegen sagst du immer noch nicht, nichtmal eine Abwandlung davon. Dafür tauchte kürzlich das erste Personalpronomen auf: „Ich auch!“

Du bist eine Kasperliese, wie meine Mutter immer sagt. Eine kleine verrückte Maus. Du lachst sehr viel und sehr albern, wenn du nicht grade Dramaqueen spielen musst, machst Blödsinn und beobachtest unsere Reaktion. Abends erzählen uns der Mann und ich gegenseitig, was du wieder von dir gegeben hast. Das wird noch sehr lustig in den nächsten Jahren!

Kleidung ist nicht so deins. Auch in der neuen Kita bist du schon berüchtig für „Socken ausziehen“, gerne auch die Hose dazu. Auch zu Hause bist du eigentlich immer barfuß und es kann auch vorkommen, dass du bei 12°C Außentemperatur nur mit einer Windel bekleidet herumläufst. Gut, im Haus ist es natürlich etwas wärmer, aber so warm? Eigentlich nicht. Im Winter wirst du wohl oft Strumpfhosen tragen müssen. Aber auch zu sonstiger Kleidung, also z.B. ein Shirt über dem Body muss man dich meist geduldig überreden. Und Schuhe gehen nur, wenn du dich gründlich an sie gewöhnt hast. Ich habe dir bereits Winterstiefel gekauft, die du bisher nur angewidert angesehen hast.

Wir nennen dich gerne unser Hippiemädchen. Dazu passen deine langen (wirklich langen, jeder macht Bemerkungen darüber) braunen Locken, bei denen ich es bisher nicht übers Herz bringe, sie mal etwas in Form zu schneiden. Einen Friseurbesuch würdest du ziemlich sicher noch nicht mitmachen. Bisher behelfen wir uns mit Haarspangen (3-4 Stück), gelegentlich einem Zopfgummi und vielleicht versuche ich mich mal am Flechten.

Unser Hippiemädchen also. Unsere süße Maus, unser kleine Motte, unsere geliebte Tochter! Du bist das Beste, was uns passiert ist und wir sind jeden einzelnen Tag glücklich, dich bei uns zu haben!

Deine Mama, dein Papa!

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s