II: 4+1 – Hm

Es fällt mir wahnsinnig schwer, diese Schwangerschaft anzunehmen. Phasenweise bin ich überzeugt, dass zwar eine Einnistung stattgefunden hat, es das aber auch war. Tatsächlich tauchte schon öfter der Gedanke in meinem Kopf auf, dass es auch gut sein kann, dass wir am 15.12. kein schlagendes Herzchen sehen.

Solche Gedanken hatte ich in der ersten Schwangerschaft nie. Ich war von Anfang an ein Ausbund an Optimismus und habe nie (bis auf eine einzige Nacht und ein paar Phasen mit wenig Kindsbewegungen) daran gezweifelt, dass alles gut ausgehen wird.

Überhaupt ist alles anders. Beim letzten Mal hatte ich ein relativ deutliches Ziehen im Unterbauch, es machte sich eben jemand gemütlich. Diesmal war seit der vermuteten Einnistung bei ES+9 gar nichts mehr. Was vielleicht auch dran liegt, dass die Gebärmutter das schon mal alles mitgemacht hat. ;) Dafür bin ich sehr müde und habe ziemlich viel Durst. Ansonsten fühle ich mich ziemlich unschwanger, was das letzte Mal aber auch so war. Jede Schwangerschaft ist anders und wahrscheinlich wird mir in zwei Wochen total schlecht sein und ich werde mich ärgern, dass ich mir deutlichere Anzeichen gewünscht habe.

Mein Bauchgefühl hat sich nicht getäuscht, als es darum ging, ob ich schwanger bin. Aber jetzt soll es bitte mal für ein paar Wochen die Klappe halten.

P.S. Ich hab mir jetzt nochmal Tests bestellt. Vielleicht kann mich eine stärker werdende Linie überzeugen. :)

Wöchentlicher Statusbericht I (2)

Wie weit bin ich: 4+0 (gaaaanz am Anfang)
Bauchumfang: am Bauchnabel 79 cm
Gewicht: 55 kg
Der beste Moment diese Woche: Die Erkenntnis, dass mein Bauchgefühl schon ziemlich früh recht hatte
Das war doof: Meine Frühtesterei, die Nervosität. Und dass die Schwangerschaft noch nicht so recht realisieren kann und mir ständig Sorgen mache, was das wohl bedeutet. Und wie laaaangsam die Zeit am Anfang vergeht. Kaum zu glauben, wie lang eine halbe Woche dauern kann.
Ich vermisse: Nichts bisher.
Heißhunger auf: nix
Wehwehchen/Symptome: Müdigkeit und Durst. Hatte ich beides letztes Mal gar nicht.
Ich freue mich: dass wir ein Sommerkind erwarten und dass uns eine lange Hibbelzeit erspart bleibt.
Gekauft/Bestellt/Erledigt: Frauenarzttermin für den 15.12. ausgemacht.

So wars bei Nummer 1

II: 3+4

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So. Nun sollte es eindeutig sein. Und auch der Mann glaubt mir jetzt endlich wirklich. ;) Laut NFP ist der Termin der 6.8. Es wirklich noch sehr früh.

Ich hab es noch nicht so wirklich realisiert, aber immerhin schon mal einen Frauenarzttermin ausgemacht, für den 15.12. Abends ist die Weihnachtsfeier, das nenne ich mal ne Mischung. Aber zur Not nehme ich halt „Antibiotika“. Von daher ist es gar nicht so schlecht, dass ich morgens später komme, weil ich zum Arzt muss.

Ich bin auch überlegen, wie ich das mit den Vorsogen mache. Eigentlich wollte ich diesmal eine reine Hebammenbegleitung, aber meine neue Frauenärztin ist so nett, da bin ich jetzt irgendwie von abgekommen. Eine Hausgeburt käme diesmal nicht mehr in Frage und auch das Krankenhaus wird ein anderes sein, eines, das zwar wieter weg ist, aber viel Wert auf Natürlichkeit und wenig Eingriffe legt. Einem Geburtshaus sehr nah, wie man mir berichtete.

Nun, es heißt abwarten. Und hoffen. Ich schwanke zwischen Nervosität und Entspannung. Und mithibbeln bei meiner Freundin, die grade ebenfalls wieder im ersten ÜZ steht. Nachdem wir das letzte Mal schon fast exakt zeitglich schwanger waren.

ÜZ II 1 – ES+10 bzw. 11. : Ein Schuss, ein Treffer

Es sieht tatsächlich so aus. Nachdem ich im Prinzip eine Woche lang rumgehibbelt habe und mein Bauchgefühl mir immer stärker sagte, dass es geklappt hat, während gleichzeit natürlich der Kopf alles zu relativieren versuchte, hab ich gestern das bewährte PreSense Doppelpack gekauft.

Und nachmittags getestet. Wider besseren Wissens. Eigentlich bin ich keine Frühtesterin, aus gutem Grund. Zwar kann ich danke meiner kurzen Hochlage schon relativ früh testen, aber ES+10 und dann auch noch nachmittags? Aber ich hab es nicht mehr ausgehalten. Erst war da auch nix. Aber dann, ein Hauch. von Strich. Eine Verdunstungslinie?

Ich schicke das Bild meiner Freundin, die überzeugt ist, einen zweiten Strich zu sehen. Sie dreht den Kontrast hoch. Ja, das ist was.

Ich bin relativ indifferent, sage erstmal nichts weiter dazu und beschließe, am nächsten Morgen zu testen. Mit Morgenurin sollte doch was zu sehen sein.

Gesagt, getan. Beim zweiten Kind ist man schon etwas weniger feierlich und so ging ich halb angezogen ins Schlafzimmer, wo der Mann das Kind zum Aufstehen zu überreden versuchte und fragte ihn, ob er einen zweiten Strich sähe. Erst: „Nein. Da ist kein Strich. Nein nein.“ Dann: „Ach, du meinst den da in der Mitte? Aber der ist doch viel zu schwach? Nee, ich glaub da nicht dran.“

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Er fragte trotzdem nach dem potentiellen ET und ich versprach ihm, noch einen digitalen Test zu kaufen. Damit er es quasi schwarz auf weiß hat.

Mein Bauchgefühl und ich sind uns aber sicher. Ich bin wieder schwanger. Und das gleich im ersten Versuch!

Puppenmutti

Das Kind ist in den letzten beiden Wochen zur Puppenmutti mutiert. Sie kam mit einer kleinen Puppe im Arm von ihrem Omatag wieder und seitdem gibt es nur noch „Beebi“ für sie.
Ich finde das sehr faszinierend, konnte ich doch schon als Kind nichts mit Puppen anfangen und habe auch heute noch Schwierigkeiten damit. Ich bin mehr so der Typ „Kuscheltiere und Bücher“.

Jedenfalls, die Puppe ist quasi ein viertes Familienmitglied. Sie schläft mit dem Kind im Bett, ist bei den Mahlzeiten dabei, kriegt (manchmal) die Zähne geputzt, muss mit angezogen werden (da sie keine weiteren Klamotten hat, halt die Sachen vom Kind, wenigstens so tun als ob) und darf natürlich auch mit in die Kita.
Das Kind setzt sie aufs Töpfchen, steckt sie in ihre Winterstiefel und setzt sie liebevoll in ihren Buggy, bevor sie ebenfalls reinklettert. Dann wiederum schmeißt sie sie einfach in ihre Kiste oder lässt sie achtlos in der Küche liegen. Um eine halbe Stunde später verzweifelt danach zu suchen.

Ich hab dem Beebi mal einen Schal gestrickt, damit es jetzt im Winter nicht frieren muss. Meine Mutter meinte, sie macht einen Pullover.

Auch der Mann hat das Beebi schon sehr angenommen, das ist schon ziemlich niedlich, wie er mit Kind und Puppe interagiert.

Da fragt man sich fast, wozu man eigentlich ein zweites Kind braucht. ;)

ÜZ II – Hibbelgedanken

Bisher war das mit der Hibbelei nur eine Art halb (un)ausgesprochener Konsenz.
Gestern erfuhr der Mann allerdings, dass sein Vertrag (eigentlich auf ein Jahr befristet, Entfristung aber nur Formalie) zeitnah, also in den nächsten Wochen entfristet wird. Er ist grade mal zwei Wochen im neuen Job, hat sich dort aber schon einen Namen gemacht und das erste Gehalt ist auch schon da. *ka-ching* kann ich nur sagen.

Und so sagte er gestern: „Dann können wir die Kinderproduktion ja auf die nächste Stufe setzen.“ Ja gut. Das haben wir ja letztlich schon gemacht, aber jetzt ist es halt offiziell.

Klar, dass mein Kinderwunsch prompt gar nicht mehr soo riesig ist, ein Kind reicht doch auch, geht ja grade alles recht gut mit Madame, trotz gelegentlicher Autonomie.

Aber nein, natürlich wollen wir ein zweites Kind, da gibts nichts dran zu rütteln.

Momentan stehe ich ca. 4 Tage nach Eisprung. Zeitlich hätte der S*x besser passen können, aber naja. Man wird sehen.

In diesem Zylus wäre es eh eine Win-Win-Situation. Entweder ich werde schwanger, dann juchhu, aber wenn nicht, muss ich mir wenigstens wegen diverser Weihnachtsfeier und dem dort fließenden Alkohol keine Gedanken machen. Tatsächlich bin ich sehr hin- und hergerissen. Nicht, weil ich so gerne Alkohol trinke, aber es würde halt auffallen, wenn ich bei der Firmenfeier nichts trinken würde. Und es wäre einfach auch noch zu früh, um was zu sagen.

Naja, abwarten. In 10 Tagen weiß ich mehr.

Überhaupt muss ich ja auch erstmal hoffen, dass meine Hochlage lang genug sein wird. Vielleicht wird das alles gar nicht so einfach, wie ich es mir ausmale…

ÜZ II – 1

Tja. Es geht wieder los.

Nachdem der Mann mich sehr lange vertröstet hatte (eigentlich bloß ein halbes Jahr, aber es kommt einem ja immer länger vor) und ich mich auf einen Hibbelbeginn nicht vor Ende Januar eingestellt hatte (mit leiser Hoffnung auf Dezember), sah das gestern plötzlich ganz anders aus.

Es ist vor wenigen Wochen ein wichtiger Wandel in unserem Liebesleben eingetreten. Der Vaginismus, unter dem ich seit eigentlich immer litt, ist mehr oder weniger verschwunden, weshalb plötzlich sehr viel mehr Dinge möglich sind. Das freut uns beide sehr und so kam es, dass gestern gewisse Aktivitäten, wie immer ohne Verhütung, dann plötzlich ganz besonders „unverhütet“ waren.

Unerwartet. Ich fragte ihn noch, ob er weiß, was er da tut. Später fragte er, ob ich grade fruchtbar sei. Ich meinte ja, und antwortete: „Na dann. Ist doch gut!“

Ja, das ist bei uns immer alles sehr liebevoll. ;)

Jedenfalls, wir sind wohl wieder im Hibbelmodus. Also ich. Er lässt sich überraschen.
Vom Zeitpunkt im Zyklus her wäre es wahrscheinlich nur heute und morgen besser gewesen. Und ich versuche meinen Kopf auf andere Gedanken zu bringen. Und auch nicht zu überlegen, wie ich das mit der Firmenweihnachtsfeier dieses Jahr mache, sollte es tatsächlich geklappt haben.

Sooo groß!

WAs man ja gerne bei Kindern eines bestimmten Alters macht, ist zu fragen: Wie groß ist die/der $NamedesKindes?“ und dann reckt das Kind die Arme in die Luft: „Sooo groß!“
Wahnsinnig niedlich und wir haben das schon lange nicht mehr gemacht, denn: Das Kind ist groß!

Ich bin immer wieder fasziniert, was sie schon alles kann!

Ihre Socken selbst anziehen und seit kurzem auch die Winterstiefel, was mir tatsächlich Zeit spart. Denn ich kann währenddessen meine Schuhe anziehen und muss dann bei ihr nur noch die Klettverschlüsse richtig zu machen. Ok, ich muss drauf achten, dass der richtige Schuh an den richtigen Fuß kommt, aber die Trefferquote ist schon ziemlich hoch.
Und manchmal müssen wir halt in Winterstiefeln Zähne putzen, weil sie es kaum erwartne kann, loszukommen und dann halt schon mal die Stiefel anzieht. Während ich noch frühstücke.

Sie macht das Licht an und aus, schließt Türen, bringt Dinge in den Müll, hilft mir beim aufräumen und fängt an sich im Putzen zu üben (die Dusche ist ebenerdig, das passt prima).

Vor allem liegt es aber am Sprechen, dass das Kind schon so groß wirkt. Ich lag letztens neben ihr im Bett, habe drauf gewartet, dass sie einschläft und sagte zu ihr: „Mama ist kaputt.“ Da antwortet sie: „Ich auch ‚putt!“ Überhaupt hat sie sehr früh verstanden, dass man ich sagt, statt des eigenen Vornamens. Den sagt sie erst seit ein paar Tagen, dafür aber auch direkt fast korrekt. Und sie ist recht reflektiert. Wenn sie weint, sagt sie ein paar Minuten später: „Ich ‚weint!“ Und als sie letztens hinfiel, sagte sie nach dem Aufstehen: „Ich ‚fallt!“ Das finde ich schon ne reife Leistung in dem Alter.

Wir sind jetzt dann also bei 3-Wort-Sätzen und das sind ja wirklich schon richtige Aussagen. Beliebt ist nach wie vor: „Nein, du nicht!“, wenn man ihr unerbeten helfen will. Oder manchmal auch einfach so, wenn man unschuldig nebendran sitzt. Dazu der Anfang der Fragen-Phase: „Was (ist) DAS denn?“ In ungläubigem Ton vorgetragen. :D

Und gestern fragte sie mich im Keller: „Was machst du?“ und mir ist noch nie so bewusst geworden, wie groß sie tatsächlich schon ist.

Lieblingstweets im Oktober 2016