Raum (15+2)

Das Baby nimmt immer mehr Raum ein. Das ist nicht nur wörtlich gemeint und auf meinen wachsenden Bauch bezogen (beim letzten Mal hatte ich dieselben Maße in derselben Schwangerschaftswoche, das finde ich merkwürdig), sondern allgemein, in unserer Familie, unseren Gedanken.

Das Kind besteht jetzt darauf, jedesmal, wenn sie mich aufs Klo begleitet, liebevoll meinen Bauch zu streicheln. Und „Hallo, Milch!“ zu meinen Brüsten zu sagen. :D
Ob sie es verstanden hat, dass da in ein paar Monaten wirklich ein Baby sein wird? Nein, ich glaube nicht. Ich wurde letztens gefragt, ob sie sich ein Brüderchen oder ein Schwesterchen wünscht und bin aus allen Wolken gefallen. Damit kann sie noch gar nichts anfangen. Sie weiß wohl, dass es Mädchen und Jungen gibt, zumindest kennt sie diese Worte, aber inwiefern die sich unterscheiden und dass es dann auch eine entsprechende Bezeichnung für das Baby geben wird… nein, das ist noch ganz weit weg von ihr und ich werde den Teufel tun, irgendwelche Fragen oder Erklärungen zu liefern und womöglich schlafende Hunde zu wecken.

Was das Geschlecht angeht, so werde ich ja alle naslang von diversen Leuten danach gefragt. Ich bin schon sehr genervt, schließlich sitze ich nicht alle naslang beim Ultraschall. Mir ist schleierhaft, warum das für andere Menschen so wichtig ist. Mittlerweile hab ich auf stur geschaltet und werde es wahrscheinlich gar nicht verraten. Falls das Kind sich im nächsten Ultraschall überhaupt entsprechend zeigt.

Seit letzter Woche spüre ich das Baby. Zunächst wollte ich es nicht glauben, es kam mir viel zu früh vor, aber gestern war es dann doch eindeutig, dass das nicht nur Blähungen waren. In der ersten Schwangerschaft wollte ich das lange nicht wahrhaben, weil es sich so anders anfühlte als erwartet. Zudem hatte ich eine Vorderwandplazenta. Vor der 19./20. SSW war da nichts.
Ich freue mich wahnsinnig über diese kleinen leichten Stupser. Diesmal konnte ich es kaum erwarten, ein Zeichen vom Baby zu kriegen.
Bisher läuft diese Schwangerschaft so nebenher. Normal bei den Geschwisterkindern, fordert das große Kind derzeit doch noch alle Aufmerksamkeit. Doch ich bemühe mich nun, in ruhigen Minuten Kontakt zum Baby aufzunehmen und ihm meine Liebe zu versichern. <3

Eine ebenfalls Freundin hat mich auf eine Studie zu den psychologischen Faktoren in Schwangerschaft/Geburt/Wochenbett aufmerksam gemacht. Da es eine Aufwandsentschädigung gibt, war sogar der Mann sofort dabei. Ich frage mich, ob er sich ahnt, worauf er sich eingelassen hat. Ich liebe solche Studien und hätte vermutlich auch ohne Geld mitgemacht.

Apropos Geld: Der Vorteil am zweiten Kind ist ja, dass man nicht so viel anschaffen muss. Das meiste ist noch da. Größte Anschaffung bisher: eine neues Auto. Das alte war ein kleiner Dreitürer und wurde zu allem Überfluss im Januar bei einem Unfall zum wirtschaftlichen Totalschaden. Nun haben wir uns für einen gebrauchten Kombi entschieden, heute holen wir ihn ab. Romantisch, zum Valentinstag!

Ansonsten brauchen wir nicht viel. Eine neue Babyschale, definitiv, die alte war schon gebraucht und hat jetzt ihre maximale Anzahl an Nutzungsjahren überschritten. Eine neue Wickelauflage, die alte ist nun doch ziemlich auf und ich gehe optimistisch davon aus, dass das große Kind rechtzeitig trocken sein wird. Babykleidung sollte auch ausreichend da sein, sogar in weitgehend neutralen Farben. In ein paar Wochen werde ich mal anfangen zu sortieren. Ich freu mich drauf!

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