Equal Care Day

Heute (eigentlich am 29. Februar) ist Equal Care Day, ein „Tag für mehr Wertschätzung und eine faire Verteilung der Fürsorgearbeit“.

Von „equal“ sind wir weit entfernt, aber ich will mal den akutellen Status aufschreiben. Vielleicht wird sich in den nächsten Jahren ja was daran ändern.

Wir haben die klassische Aufteilung: Der Mann arbeitet Vollzeit, ich arbeite 25 Stunden und betreue nachmittags das Kind und schmeiße den Haushalt, zumindest einen Teil davon. Vollzeit zu arbeiten kann ich mir derzeit nicht vorstellen, es würde sich auch finanziell kaum lohnen. Zudem ist mein Job ganz nett, aber längst nicht so erfüllend, dass ich ihn wieder den ganzen Tag machen möchte. Es war vom Arbeitgeber her zum Glück kein Problem, auf Teilzeit zu wechseln. Der Mann hat einen ziemlich familienfreundlichen Job. Er kann pünktlich Feierabend machen und, wenn es drauf ankommt, auch mal deutlich eher gehen oder später kommen.

Es sieht also so aus, dass der Mann mit dem Kind aufsteht, sie wickelt, anzieht und ihr Frühstück macht. Ich putze ihr dann später die Zähne und mache ihr eine Frisur, ziehe sie fertig an und bringe sie in die Kita. Ich hole sie auch wieder ab und verbringe den Nachmittag mit ihr, mit solchen Dingen wie Kinderturnen oder Musikgarten. Das würde der Mann z.B. nie machen, selbst wenn es zeitlich hinkäme.
Er hat sich allerdings diesmal um die Eingewöhnung in die neue Kita gekümmert. ;)
Ich habe auch den Überblick über Termine wie Kinderarzt, was ich auch fast ausschließlich erledige.

Das Ins-Bett-Bringen und das Fertigmachen vorher teilen wir uns ziemlich genau auf, wobei ich häufiger mal abends weg bin und der Mann das volle Programm macht.

Den Haushalt mache logischerweise eher ich. Wäsche waschen (und alles was dazu gehört, ich muss gestehen, ich mache es gerne), kochen, die Küche aufräumen (nicht so regelmäßig wie es müsste), Betten machen, Fenster putzen, irgendwelche Schränke sauber machen, usw. Auch die Gartenarbeit liegt komplett in meinen Händen.
Das Putzen teilen wir uns. Er saugt und wischt, ich bin für Bad und die Klos zuständig. Alles was darüber hinausgeht, bleibt an mir hängen. Er käme nie auf die Idee, den Kühlschrank sauberzumachen. Oder die Terrasse zu fegen. Oder die Küche aufzuräumen. Ich habe aber tatsächlich auch keine besonders hohen Ansprüche, was meine Mutter bei jedem Besuch wieder verzweifeln lässt. ;)

Jedenfalls, im Großen und Ganzen kann ich mich nicht beklagen. Es ist nicht gleich, nein, aber wir arbeiten ja auch nicht gleich. Mit dem Baby wird wieder alles anders, allerdings vermutlich weniger zu meinen Gunsten. ^^

Aber in ein paar Jahren kann schon wieder alles anders sein. Wir tasten uns ran.

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