Gedanken (26+3)

Ich habe ausgerechnet, dass ich nur noch 27 Tage arbeiten muss. Dann beginnen sechs Tage Resturlaub und danach schon der Mutterschutz. Das ist quasi nix mehr.

Gleichzeitig bedeutet es auch, dass ich eine, für mich, kritische Phase komme. Nämlich die, in der in der letzten Schwangerschaft der Stress anfing.

Bisher bin ich in dieser Schwangerschaft sehr entspannt. Sogar noch entspannter als beim letzten Mal. Ich esse fast alles (außer rohem Fleisch), auch mal Räucherfisch und einmal ja sogar eine rohe Lachs-Maki-Roll. ;)
Ich habe auch den Verdacht, dass es mir insgesamt sogar noch besser geht als letztes Mal. Das Baby ist ja, wie schon mal geschrieben, wahnsinnig aktiv. Ich habe den Verdacht, dass sie irgendwann alienmäßig aus meiner rechten Seite ausbrechen wird. Mit einem Kleinkind läuft die Schwangerschaft nur so nebenher, logisch und ich habe deshalb kaum Zeit vor mich hin zu jammern und zu ächzen. Höchstens abends auf dem Sofa.
Selbst das nächtliche aufstehen zum Pinkeln fällt leichter. Für gewöhnlich gehe ich aufs Klo, wenn das Kind ruft und zu uns möchte und selbst ein möglicher zweiter Toilettengang (wo kommt das bloß alles her?) fällt mir nicht so schwer. Schlaf ist wichtig!

Nun, wie gesagt, die kritische Phase. In drei Wochen habe ich einen Termin zum dritten großen Ultraschall bei meiner Frauenärztin. Und ich denke die ganze ZEit hin und her, ob ich den überhaupt machen soll. Meine Hausgeburtshebamme hatte mir ja damals schon davon abgeraten und ich bin immer noch der Meinung, dass sie recht hatte. Zwar kommen dann immer alle mit dem Argument: „Aber es war doch dann zurecht?“ Denn schließlich war das Kind ja dünn und es gab wenig Fruchtwasser (das einzige, was mir je wirklich Sorgen bereitet hat) und falschrum lags auch noch.

Tja und ich bin eben der Meinung, dass es umgekehrt war. Ja, das Kind war dünn. Aber es war auch kerngesund und war bei allen Untersuchungen immer prima versorgt. Auch die vielen CTGs waren immer in Ordnung und wenn nicht, dann lag es an „zu wenig getrunken“.
Erst die Überwachung und der Stress durch die ständigen Untersuchungen haben alles pathologisiert. Ich bin überzeugt, dass sie sich sogar noch gedreht hätte.

Aber auf mein Bauchgefühl hat nie jemand was gegeben und das möchte ich mir nicht nochmal antun.

Meine Angst, dass es beim nächsten US wieder heißt: wenig Fruchtwasser, dünnes Kind, gehen Sie bitte ins Krankenhaus zur Kontrolle, ist groß! gleichzeitig ist meine neue Frauenärztin deutlich entspannter als meine alte. Und ich hab ja jetzt etwas Erfahrung und weiß, dass ein dünnes Kind auch völlig normal und kerngesund sein kann.

Ich bin unschlüssig.

Meine anderen Gedanken drehen sich um die Geburt. Bekanntermaßen wünsche ich mir sehnlichst eine Spontangeburt. Nicht um jeden Preis, aber ich werde viel daran setzen, diesen Traum wahr werden zu lassen.
Derzeit klopft mein Herz oft ganz vorfreudig, wenn ich daran denke, dass es wirklich so kommen könnte. Schließlich ist noch alles offen. Ich stecke noch mitten in der Schwangerschaft und über die Lage des Babys lässt sich noch längst nichts endgültiges sagen. Ich hoffe sehr, dass ich irgendwann die Worte „Köpfchen ist schon fest im Becken“ höre.

Der Gedanke an einen erneuten Kaiserschnitt lässt sich jedoch nie ganz wegschieben. Die OP selbst macht mir auch keine Angst, aber die Vorstellung wieder tagelang mit starken Schmerzen im Krankenhaus zu liegen, die ist fast unerträglich. Wobei der lange Aufenthalt ja wiederum auch durch die Neugeborenengelbsucht vom Kind bedingt war. Und die kann ich nun wirklich nicht beeinflussen.

Ich drehe mich im Kreis…

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