WMDEDGT Juli 2017

Bei Frau Brüllen gibts alle Teilnehmer.

Ich schlafe die Nacht durch (was in letzter Zeit erstaunlich häufig vorkommt), bis um zehn nach sechs die Rolläden hochgehen. Draußen regnet es mal wieder, wie überflüssig. Der Mann steht um viertel nach sechs auf und erstaunlicherweise ist auch das Kind schon wach, welches am Abend zuvor erst um halb zehn endgültig schlief.

Ich döse bis um viertel vor sieben, ziehe mich an und gehe runter zum Frühstück. Der Mann verabschiedet sich zeitig, er will vor der Arbeit noch zum Sport. Das Kind guckt noch etwas iPad, ich frühstücke in Ruhe. Dann möchte sie ein Buch angucken, verliert aber bald das Interesse. Stattdessen spielt sie mit einem Handtuch und zieht mal wieder ihre Hose aus. Diese Phase hatten wir eigentlich hinter uns.

Sie hlift mir beim Tisch abräumen, dann gehen wir hoch zum Zähneputzen. Mit viel Geduld und Überredungskunst darf ich ihr ein bisschen die Zähne putzen. Naja, besser als nichts. Dann Hände und Mund waschen, Haare bürsten, Haarspangen rein, Socken aussuchen.

Unten wieder angekommen heißt es Socken, Hose, Schuhe und Jacke anziehen. Das Kind besteht auf ihrem Regenschirm, dabei hat es zum Glück aufgehört zu regnen. Heute gehen wir ausnahmsweise ohne Buggy zur Kita. Das klappt erstaunlich gut, das werden wir dann wohl öfter so machen. Wenn das Baby da ist, wird der Buggy eh eingemottet.

Ich gebe das Kind ab, ihr Verehrer erwartet sie schon. Leider hat sie kaum Interesse an ihm, das ist fast ein bisschen herzzerreißend. Ich berichte von des Kindes mutmaßlichem Schlafmangel und teile mit, dass ich sie schon um viertel nach eins abholen werde. Ich habe einen Arzttermin und muss sie ausnahmsweise mitnehmen. Die Erzieherin schreibt es sich auf und meint, dass sie sie dann schon wecken und fertig machen werden. Ich freue mich das zu hören, das hatte ich gar nicht verlangen wollen.

Nach der Verabschiedung gehe ich zu Budni und kaufe einige Dinge, unter anderem Himbeerblättertee. Den hatte ich auch in der letzten Schwangerschaft schon, aufgrund des drohenden Kaiserschnitts dann aber nur eine Tasse davon getrunken. Den Rest hatte ich einer Freundin überlassen.

Zu Hause setze ich einen Brotteig an und bereite dann Schoko-Bananen-Muffins vor. Der kleine Nachbarsjunge hat heute Geburtstag und weil wir immer so lecker von unseren Nachbarn verköstigt werden, will ich mich doch mal wieder revanchieren.

Dann fange ich an die frisch entwickelten Fotos in des Kindes Fotoalbum einzukleben. Leider habe ich vergessen, Fotoecken zun kaufen, so dass die Aktion begrenzt ist.

Nach den Muffins kommt der Brotteig zum Gehen in den Ofen. Ich schneide Fenchel klein, den will ich später anbraten.
Gegen halb zwölf fange ich an das Brot zu backen und stelle mir einen Wecker. Ich will die Zeit nutzen und mich noch etwas hinlegen. Ich schaffe es ausnahmsweise nicht in den Schlaf, aber Dösen ist auch gut.

Um zehn nach zwölf ist das Brot fertig. Dann brate ich den Fenchel, zusammen mit ein paar gekochten Kartoffeln, die noch übrig waren. Dazu kommen zwei Bratwürste. Es ist eine ziemlich große Portion, aber ich schaffe sie wider Erwarten komplett.
Ich packe noch ein paar Sachen zusammen und mache mich um kurz nach eins auf den Weg zur Kita.

Dort ist das Kind tatsächlich fertig, hat aber ihren Mittagsschlaf bereits am Vormittag erledigt. Das erzählen mir alle drei Erzieher unabhängig voneinander. :D
Das Kind bekommt ihren üblichen Fruchtriegel, dann gehen wir zur U-Bahn. Wir fahren in die Innenstadt zu meiner Frauenärztin.

Dort läuft alles recht entspannt, nur dass ich ans CTG angeschlossen werde, ist ihr sehr unheimlich und sie fängt bitterlich an zu weinen. Die Arzthelferin ist sehr lieb und schafft es, sie mit Stiften und Papier zu beruhigen. Sie malt ein wenig, während das Baby wie üblich ziemlich aktiv ist.

Beim Ultraschall ist ebenfalls alles wie immer, das Baby ist dünn, aber auf der Linie gewachsen, sogar ein klein bisschen mehr. Wegen des Streptokokkenabstrichs muss ich noch auf den Stuhl, was das Kind irritiert, sie lässt es aber zu. Die Ärztin stellt fest, dass das Kind schon in Richtung Becken gerutscht ist, sie kann den Kopf aber noch verschieben. Aufregende Sache für mich!

Ich mache die nächsten zwei Kontrolltermine aus, dann gehen wir. Wir machen draußen noch eine Butterbrot- und Kekspause und fahren dann zum Musikgarten. Der verläuft ebenfalls recht schön und entspannt, nur das Sitzen fällt mir allmählich schwer.

Wir fahren nach Hause, wo ich vier Muffins zusammenpacke und mit einer kleinen Kerze verziere. Passenderweise ist die Nachbarin mit ihrem Sohn grade draußen. Das Kind hat sich mittlerweile selbst an den Muffins bedient. Wir werden nach nebenan eingeladen, wo wir viele Süßigkeiten, Kuchen und leckeren türkischen Schwarztee bekommen. Die beiden Kinder spielen miteinander.

Gegen 18 Uhr verabschieden wir uns wieder. Der Mann ist schon zu Hause. Das Kind hat plötzlich die Windeln voll, nun, sie soll eh gebadet werden. Danach bekommt sie noch Haferflocken und darf nochmal kurz iPad gucken. Nach einigem Widerstand bringt der Mann sie schließlich ins Bett.

Um halb acht fällt mir auf, dass heute der fünfte ist und ich beschließe, diesen Beitrag zu schreiben.

Um viertel nach acht klingelt es plötzlich, es sind die Nachbarn von der anderen Seite, mit einem Teller riesiger Muffins. Sie bedanken sich für unsere Geduld während ihrer Renovierungsarbeiten und dass wir ihnen WLan geliehen haben. Mit unseren Nachbarn haben wir wirklich Glück!

Der Tag wird nicht mehr lang, der Mann muss am nächsten Tag um fünf Uhr aufstehen.

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