WMDEDGT August 2017

Die Nacht ist gewohnt unruhig. Wie überhaupt fast alle der letzten Nächte. Ich wälze mich herum (immer schön übers schmerzende Kreuzbein und der Bauch wurde ja auch nicht kleiner in den letzten Wochen), plage mich mit Sodbrennen (diesmal in der schmerzhaften, nicht der brennenden Variante) und träume zwischendurch Blödsinn. Gegen halb eins muss ich mal aufs Klo. Das Kind jammert im Schlaf.
Später schlafe ich dann doch noch. Plötzlich ist es viertel vor sieben. Um zehn nach sieben gehen unsere Rolläden hoch. Das Kind wird auch wach. Der Mann kümmert sich um sie. Ich höre zu, wie er sie wickelt und anzieht. Ausnahmsweise geht alles ohne großes Drama von statten und ich bin sehr verliebt in die beiden.

Das Kind kommt vorbei und sagt mir Hallo, dann gehen sie runter frühstücken. Um halb acht quäle ich mich auch aus dem Bett. Wie mittlerweile jeden Morgen habe ich ziemliche Kreuzbeinschmerzen. Klo, Waschen, Anziehen, runtergehen, Frühstück für mich machen.

Der Mann beschließt, dass er Bewegung braucht und verabschiedet sich um acht für einen Gang in den Park. Als ich fast fertig bin mit Essen, steht das Kind plötzlich so komisch ruhig da. Gut, dann gehen wir erstmal wickeln. Zähneputzen ist ja auch noch nötig. Und eine Runde Haarebürsten. Oben möchte das Kind sich lieber verstecken, aber ich schaffe es doch noch, sie zu überreden.

Dann mache ich die Betten. Sie versteckt sich mit diversen Kuscheltieren unter ihrer kleinen Bettdecke und ich muss da zu singen: „$Kind, Bär, Kikaninchen und Löwe sind verschwunden…“ Ein ganzer Sermon.

Ich hatte am Tag zuvor die Betten neu bezogen. Ein Teil der Bettwäsche ist schon gewaschen und größtenteils trocken, heute kommt der Rest an die Reihe. Im Keller hilft mir das Kind, die Wäsche in die Waschmaschine zu packen. Dann darf sie Waschpulver einfüllen und die Maschine anstellen. Zwei Spannbettlaken von gestern sind noch nicht ganz trocken. Ich nehme sie mit nach oben und hänge sie auf die Terrasse. Ganz eventuell bleibt es heute wieder trocken. Absolute Ausnahmetage zur Zeit.

Das Kind und ich spielen Arzt. Und Verstecken. Außerdem fahren wir mit dem Auto, dem Schiff, der Eisenbahn. Dann klingelt es, der Papa ist wieder zurück. Ich gehe nochmal nach draußen. Ich will den Sandkasten überprüfen. Tatsächlich, der viele Regen in den letzten Wochen hat dazu geführt, dass das Wasser regelrecht darin steht und das trotz Abdeckung. Ich fange an, das Wasser rauszuschöpfen und muss das Kind davon abhalten, ihre Füße darin zu baden. Sie beschließt, im Garten zu „arbeiten“. Komischerweise braucht sie dafür Wäscheklammern. Ich frage lieber nicht nach.

Um halb zehn macht der Mann sich nochmal auf den Weg. Im Briefkasten lag gestern eine Benachrichtigung über ein Päckchen. Ich vermute, dass es meine Stillkugeln sind.

Unterdessen ist die Waschmaschine fertig. Wieder hilft mir das Kind, die Wäsche rauszuholen und verliert dabei im Wäschekorb irgendeinen Deckel, den sie mit sich rumgeschleppt hat. Ich verspreche ihr, dass wir den wiederfinden. Einen Teil der Wäsche hänge ich im Keller auf, den Rest auf der Terrasse. Der Deckel findet sich auch wieder. Das Kind ist begeistert.

Wieder steht der Mann vor der Tür. Tatsächlich hat er das Päckchen mit den Stillkugeln dabei. Das Kind überreicht es mir stolz. Wir machen alle ein Päuschen, das Kind darf noch kurz iPad gucken, dann bringt der Mann sie ins Bett.
Gegen elf geht er zu den Nachbarn rüber, dort muss eine Pumpe gereinigt werden und Hilfe ist immer gut.

Ich beschließe diesen, Beitrag zu beginnen.
Als nächstes steht die Vorbereitung des Mittagessens auf dem Plan. Heute gibt es Mangold-Lachs-Lasagne.

Gegegn 12 Uhr fange ich also an zu kochen. Es ist ein bisschen wenig Mangold, dafür gibt es umso mehr Lachs. Außerdem Mozzarella. Die Bechamelsauce wird klumpig, wie immer. Ich hab einfach kein Händchen dafür.

Als ich wieder ins Wohnzimmer komme, sehe ich, dass der Mann Ghostbusters im Fernsehen gefunden hat. Die gehören zu unseren gemeinsamen LIeblingsfilmen und wir können sie immer wieder ansehen. Eigentlich halte ich nichts vom Fernsehen tagsüber, aber naja.

Um viertel vor eins höre ich oben die Tür gehen. Das Kind hat ausgeschlafen und kommt die Treppe runter. So ist es mir am liebsten, weil sie dann meist ganz gut drauf ist. Wecken aus dem Mittagsschlaf ist immer keine so schöne Sache.

Essen möchte sie außer Banane nichts. Der Mann gibt ihr außerdem zwei Scheiben Wurst. Blöde Idee, sie isst die nie auf.

Wir essen die Lasagne. Dann tragen wir ein paar Kämpfe aus, weil das Kind einerseits gerne sofort zu Oma möchte, andererseits noch eine frische Windel braucht und drittens außerdem noch ganz dringend diverse Sachen spielen möchte. Eine gefühlte halbe Stunde heißt es: „Aba wir müssen noch verstecken/Hallihallo singen/hüpfen.“

Schließlich ist es geschafft. Der Mann fährt das Kind zu seiner Mutter. Ich räume ein wenig auf. Und beschließe mir den zweiten Ghostbustersfilm anzusehen. Der Mittagsschlaf kann noch warten. Ein Eis gibt es auch noch.

Mittagsschlaf von viertel nach drei bis viertel nach vier. Vorher übe ich noch die tiefe Hocke. Allmählich möchte ich das Kind doch mal rauslocken, weshalb ich nach dem Mittagsschlaf einen Chai-Tee trinke. Der Glaube versetzt Berge.

Übrigens möchte ich, so passend es für diesen Beitrag wäre, heute kein Baby bekommen. Heute haben schon viele Leute in meinem Umfeld Geburtstag und außerdem gefällt mir das Datum nicht. Ich bin bescheuert, ich weiß. Bisher tut mir das Baby den Gefallen und bleibt noch drin.

Wäsche abhängen ist angesagt. Ich betrachte den Sandkasten, der nun schon ein klein wenig trockener ist. Der Himmel wird aber schon wieder verdächtig dunkel. Was für ein Sommer…

Es beginnt wider Erwarten nicht zu regnen. Ich gammle etwas rum und lese meine Twitter-Timeline und meine Blogroll nach.

Schwiegermutter ruft an und berichtet offenbar vom sehr ausführlichen und erfolgreichen Spielplatzbesuch mit dem Kind. Außerdem bekommen wir sie wohl gebadet zurück, sehr praktisch!

Der Mann macht sich was zu Essen und fährt um 18 Uhr los, das Kind abzuholen.

Die beiden kommen etwa eine halbe Stunde später zurück. Das Kind geht grußlos an mir vorbei und macht sich dran, die Tüte mit den Klamotten auszupacken, die die Oma ihr mitgegeben hat. Darin unter anderem eine Dose blaue Knete. Ich bin nicht ganz so begeistert. Wir haben super selbstgemachte Knete, diese künstliche gefällt mir weder vom Geruch noch von der Konsistenz her. Das Kind krümelt 20 Minuten lang den Esstisch und ihre Duplosteine voll. Dann nimmt der Mann sie mit, um sie bettfertig zu machen. Es artet mal wieder zu einem Kampf aus, was meines Erachtens nicht hätte sein müssen.

Ich bin dann dran, das Kind zum Schlafen zu bringen. Wir gucken uns sehr ausführlich eines ihrer Wimmelbücher an. Am Schluss lobt sie mich. :D

Sie lässt die Rolläden runter, dann mache ich das Licht aus. Ich singe noch drei Lieder und lese etwas in meinem E-Reader, bis sie gegen 20 Uhr schläft.

Im Wohnzimmer duftet es nach Popcorn, da kann ich nicht widerstehen. Um halb neun mache ich mir aber doch Abendessen.

Wir gucken Leichtathletik WM. Ich schreibe kurz mit einer Freundin, die sich nach dem Stand der Dinge erkundigt und sie rät mir, früh ins Bett zu gehen.

Na, mal sehen. Wir haben noch Pläne für heute Abend!

Gute Nacht!

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