WMDEDGT September 2017

Tagebuchbloggen an jedem fünften eines Monats. Gesammelt wird bei Frau Brüllen.

Die Nacht… ist ganz ok. Das Baby wird halb zwei, um fünf und um sechs wach. Das große Kind war schon um 23 Uhr zu uns rübergewandert und schläft die ganze Nacht ruhig im Kinderbett. Um etwa viertel nach sechs wird sie wach und will dringend mit mir kuscheln. Zum Schießen finde ich die Frage: „Hast du noch ein Plätzchen frei für mich?“ Was diese Gören alles auf YouTube lernen!

Der Mann wickelt das Baby und geht dann duschen. Das große Kind möchte erst nicht aufstehen und nimmt mir einiges an Platz im Bett weg. Das Baby stillt solange weiter, will aber nicht mehr schlafen. Das große Kind geht runter. Dort versucht der Mann sie zu überreden, doch sich doch erstmal wickeln und anziehen zu lassen, aber aber sie bleibt relativ lange stur. Irgendwann klappt es doch.

Ich stehe um zehn vor sieben auf, Klo, waschen, anziehen und gehe dann mit dem Baby runter. Dort übergebe ich sie an den Mann und mache mir Frühstück.

Der Rest des Morgens ist das das übliche Prozedere. Frühstücken, das Kind zum Zähneputzen und Haare machen überreden. Und zu Fuß zur Kita zu gehen. Der Mann gibt nach und schiebt sie im Buggy davon. Er wird ihn später wieder mitbringen, denn mit Abholen bin heute ich dran.

Das Baby schläft ein wenig unruhig im Kinderwagen, ich setze einen Brotteig an. Als der Mann wieder da ist, besprechen wir das Mittagessen und was er einkaufen soll. Er fährt weg, ich tue nicht viel, außer lesen und hin und wieder den Schnuller ins Baby zurückzuschieben.

Nachdem der Mann wieder da ist, wird sie doch wach und möchte stillen. Ich übergebe sie an den Mann und erledige ein paar Telefonanrufe. Ich spreche mit einem Gärtner, der die Bäume in unserem Garten entfernen soll. Er kommt morgen mal vorbei zum Gucken. Der zweite Telefonanruf betrifft die Rückbildung. Wahrscheinlich kann ich im November anfangen, denn der nächste Kurs startet schon nächste Woche und das ist noch etwas zu früh für mich. Aber November reicht auch.

Zwischendurch kommt der Mann hoch zum Wickeln. Gegen zehn Uhr versuche ich das Baby und mich etwas hinzulegen, scheitere aber am zappelnden, hellwachen Baby. Später schläft sie beim Mann ein, aber da bin ich schon wieder beschäftigt und kriege so trotz Müdigkeit heute keinen Mittagsschlaf. Wird ja eh überbewertet. Um viertel vor zwölf schiebe ich das Brot in den Ofen und mache dann den Abwasch.

Danach lese mein aktuelles Buch fertig, damit ich es später mit zur Bücherhalle nehmen kann. Zwischendurch mal wieder stillen und Babyschuckeln. Sie schläft auf mir. Um halb eins lege ich sie in den Kinderwagen und hole das Brot aus dem Ofen und stecke eine schwäbische Lasagne hinein. Der Mann isst heute Camembert.

Nach dem Mittagessen beschäftige ich mich mit den Geburtskarten. Leider muss ich feststellen, dass ich überhaupt kein passendes Bild vom Baby im Querformat habe. Also muss das noch etwas warten. Um halb zwei wecken wir mal das Baby. Sie muss gewickelt werden und ich möchte sie nochmal stillen, bevor wir zur Kita marschieren. Das klappt auch alles ganz gut.

Auf dem Weg zur Kita mache ich einen Umweg zum Briefkasten und bin dann relativ pünktlich um 14 Uhr in der Kita. Das Kind ist draußen und spielt im Sandkasten. Sie sieht mich erst nicht, kommt aber dann begeistert zu mir. Wir gehen in den Umkleideraum der großen Kinder. Seit Ende der Schließzeit gehört das große Kind zum Kindergarten und nicht mehr zu Krippe und nun ist sie auch im entsprechenden Umkleideraum. Die stellvertretende Leiterin kommt vorbei und bewundert das Baby.

Dann gehen wir los zur Bücherhalle. Dort ist das Kind eher an den bunten Hockern interessiert. Sie stellt alle hübsch zusammen und erklärt mir dann, wer wo sitzt. Zwischendurch kann ich noch ein paar Bücher für mich aussuchen. Dann wird das Baby wach. Mit ihr auf dem Arm sehe ich mir die Kinderbücher an und überlege, welche wir mitnehmen könnten. Leider ist die Auswahl in dieser Bücherhalle nicht besonders groß. Das Kind fummelt weiter an den Hockern herum. Ich finde das Bild ganz schön und möchte ein Foto machen. Nun ist das Kind dringend am Handy interessiert und möchte selber fotografieren. Irgendwann kann ich es ihr wieder abluchsen und mit ihr Bücher aussuchen.

Dann gehen wir zur Ausleihe, nicht ohne die übliche Diskussion, dass sie jetzt noch nicht auf das Buggyboard steigen kann und das wir die Bücher auch erstmal ausleihen müssen, bevor sie sie einpacken kann. Sie sieht es schließlich ein.

Auf dem Weg zum Bus klettert sie erstmal noch auf ein paar Bänken herum, aber 15 Uhr etwa kommen wir doch zu Hause an, wo der Mann die Tür öffnet.

Das Baby schläft weiterhin im Kinderwagen, das große Kind darf iPad gucken. Nach dem Händewaschen! Erneute Diskussionen.

Schließlich fragt der Mann, ob wir Eis möchten und bereitet es in zwei Schüsseln vor. Leider in zwei unterschiedlichen Schüsseln. Das Kind macht einen riesen Aufstand, weil sie gerne meine Schüssel möchte. Es könnte auch mit der etwas größeren Eismenge zu tun haben, aber eigentlich ist der Unterschied marginal. Schließlich lasse ich mich erweichen und tausche mit ihr. Nach zwei Löffeln will sie zurücktauschen und macht einen erneuten Aufstand, aber meine Geduld ist am Ende. Ich gehe auf die Terrasse und esse mein Eis zu Ende. Sie folgt mir und tut es mir ohne größere Probleme nach.

Dann fängt sie an, im Sandkasten zu spielen. Mir fällt auf, dass der fünfte ist, hole den Laptop und beginne diesen Beitrag.

Es ist jetzt 16:24. Das Baby schläft immer noch.

Um zehn vor fünf wacht sie doch mal auf. Ich stille, wickle, stille. Das große Kind matscht unterdessen mit Sand und Wasser herum. Ich muss sie mal wieder davon abhalten, das Regenwasser zu trinken. Kurz darauf kommt der Mann vom Friseur wieder.

Wir diskutieren darüber, was wir aus dem Garten alles entfernt haben möchte und machen eine kleine Begehung. Mal wieder.
Später legt er das Baby auf die Decke, die wir am Tag zuvor von Freunden geschenkt bekommen haben. Prompt kotzt sie darauf. Nun, ist die also auch schon markiert. Ich nutze die Gelegenheit und mache endlich ein passendes Foto von ihr. Später nehme ich auch noch die große Kamera und fotografiere sie mit dem Papa.

Um kurz nach sechs decken wir den Tisch und essen zu Abend. Der Mann schuckelt weiter das Baby. Das große Kind hat mal wieder nur Blödsinn im Kopf und alle ihre Manieren vergessen. Irgendwann platzt dem Mann der Kragen und er bringt sie eine halbe Stunde vor ihrer Zeit nach oben. Er kommt nach dem Zähneputzen aber nochmal runter und deckt den Tisch ab. Dann will er das Kind ins Bett bringen, die ist aber nicht erfreut, dass sie mir nicht richtig Gute Nacht sagen konnte. Also gehe ich auch hoch, stopfe sie noch in ihren Schlafanzug und fülle frisches Wasser in ihren Trinkbecher.
Dann gehe ich runter und gehe mit dem Baby umher, das nicht so ganz zufrieden ist.

Um zwanzig nach sieben kommt der Mann runter, das Kind schläft.
Er macht den Fernseher an und nimmt mir das Baby ab.

Ich lade die neuesten Fotos in die Dropbox und aktualisiere diesen Beitrag.

Das Baby ist ziemlich unglücklich, ich werde wohl bald mit ihr nach oben gehen müssen. Ich hoffe, sie wird nicht zu spät schlafen.

Also schon mal: Gute Nacht!

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Die Zeit verfliegt!

Bei uns ist übrigens alles in Ordnung! Auch wenn das Baby sehr entspannt ist, man kommt doch selten mal zu etwas.

Morgen ist unsere kleine Tochter schon drei Wochen bei uns und man fragt sich wieder mal: Wie war es eigentlich vorher?

Allerdings, ganz im Alltag sind wir dank des Urlaubs vom Mann noch nicht angekommen. Die Kita hat aber zum Glück schon wieder angefangen. Wobei das große Kind diese Veränderung bisher erstaunlich gut und eifersuchtsfrei aufgenommen hat. Ich klopfe auf Holz und hoffe, dass es so bleibt!

Unterdessen feiern der Mann und ich heute unseren fünften Hochzeitstag und fragen uns, wo die Zeit nur geblieben ist? Und staunen, was in den fünf Jahren alles passiert ist! Fast nur Gutes, die nächsten fünf Jahre dürfen dann gerne genauso werden! <3