Trocken werden, Trocken sein

Gut 9 Monate hat es vom ersten Pipi im Töpfchen und weitere Fortschritte gedauert, aber nun ist es, zumindest zum allergrößten Teil geschafft.

Das große Kind ist trocken, jedenfalls tagsüber. Pünktlich zu ihrem dritten Geburtstag klappte es plötzlich.

Zwei Tage zuvor gab es den bis dato letzten Pipiunfall, seitdem geht sie konsequent aufs Töpfchen, das der Einfachheit halber im Wohnzimmer steht oder eben aufs Klo. 

An ihrem Geburtstag brachte der Mann das geforderte Paket Windeln und Feuchttücher im die Kita, denn  ab dem dritten Geburtstag werden die Windeln nicht mehr gestellt. Von der Packung wurden wahrscheinlich höchstens zwei Windel gebraucht, denn zwei Tage später ging sie zum ersten  Mal ohne Windel in die Kita und hatte seitdem tagsüber nur noch ein einmal eine an.

Nachts trägt sie weiterhin eine, aber das ist ja kein Problem. Manchmal ist die Nachtwindel sogar trocken, aber bevor sie es nicht selbst sagt, bekommt sie weiter eine an. 

Die neue Situation ist erstaunlich angenehm, da sie das alles sehr selbstständig macht. Manchmal erinnere ich sie noch dran, aber oft genug geht es auch ohne. Auch auf dem Spielplatz hockt sie sich einfach hin und ich bin ganz froh, das 15-kg-Kind nicht abhalten zu müssen. Bisher blieb dabei auch alles sauber.

Apropos sauber. Mit dem kleinen Geschäft klappt es nun also ganz gut. Mit dem großen.. nicht so. In der Woche vor ihrem Geburtstag gab es fast jeden Tag Kaka in der Unterhose. Einmal immerhin im Töpfchen. Bei Schwiegermutter geht sie zu diesem Zweck brav aufs Klo. In der Kita ist wohl bisher nix passiert, ich vermute aber dass das Zufall ist. Nun, Wechselwäsche ist genug dort.

Mein Mädchen wird groß! Nun haben wir im Großen und Ganzen also nur noch ein Wickelkind! Wieviel Geld man da doch spart! ;) 

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Drei Jahre!

Drei Jahre ist dieser Tag, an dem wir morgens ins Krankenhaus gingen und ich kurze Zeit später unter hellem OP-Licht ein dünnes kleines schreiendes Kind auf der Brust hielt, schon her.

Sie waren die schönsten, aber auch anstrengendsten Jahre meines Lebens. Niemals wieder möchte ich auf dich verzichten, geliebtes Kind!

Ich kann vieles aus meinem Bericht zum zweiten Geburtstag bestätigen. Du bist immer noch eine Quatschmacherin, du kletterst wie ein Äffchen, bist nach wie völlig unerschrocken und liebst Action, egal von wem, Hauptsache, du hattest ein paar Minuten Zeit, dich an ihn zu gewöhnen. Dein besonderer Held ist der Opa! Der darf alles, dich baden, dich ins Bett bringen, dir vorlesen, mit dir im Sandkasten spielen, dir die Hände waschen usw.

Letzteres ist gerne mal ein Thema bei uns. Ich bestehe auf Hände waschen nach dem Heimkommen, aber du siehst das noch nicht so recht ein und so muss ich auch mal laut werden. Das muss ich überhaupt öfter mal, denn du kannst ein kleiner Sturkopf sein. Du kannst Anweisungen so wunderbar ignorieren, das ist schon fast bewundernswert. Meine Geduld ist da doch des öfteren schon mal am Ende.

Du drehst gerne mal am Rad, wie es Zweijährige wohl einfach tun. Du hast in diesem vergangenen Lebensjahr, besonders gegen Ende aber auch allen Grund dafür. In der Kita wurdest deutlich eher als erwartet in den Elementarbereich eingewöhnt und gehörst nun zu den Großen. Das ist eine gewaltige Umstellung, insbesondere weil du dort keinen Mittagsschlaf mehr bekommst, den du eigentlich noch dringend brauchst. Trotzdem hast du das alles bisher besser mitgemacht als erwartet.

Ein noch größerer Umbruch ist zu Hause geschehen, denn am 12.08. wurde deine kleine Schwester geboren. Schon in der Schwangerschaft warst du sehr liebevoll und besorgt um Mamas dicken Bauch und deine Liebe hat mit der Geburt nicht nachgelassen. Du herzt und drückst und küsst das Baby, dass wir manchmal schon einschreiten müssen, damit du sie mit all deiner Liebe nicht erdrückst. Es ist wunderbar, euch beide zu sehen und ich freue mich schon, wenn ihr beide richtig interagieren könnt.

Erfreulicherweise zeigst du fast keine Eifersucht, es sei denn, deine geliebte babcia hat das Baby auf dem Arm. Das gefällt dir nicht so richtig. Babcia ist nach wie vor ein wichtiger Fixpunkt in deinem Leben. Jeden Samstagnachmittag bist du bei ihr und unter der Woche auch hin und wieder mal. Wir sind sehr dankbar, diese Möglichkeit zu haben.

Ansonsten bist du einfach unser großes Mädchen, in allen Belangen. Beim „Übergabegespräch“ in der Kita wurdest du in den höchsten Tönen gelobt, sogar als gute Esserin giltst du. Da musste ich aber doch nachfragen, ob wir vom selben Kind sprechen. Mit dem Essen hast du es zu Hause nicht so. Deine Leibspeisen sind Haferflocken, Kartoffelbrei, Wurst(brot)/Würstchen und Pizza. Nudeln gehen auch manchmal. Hin und wieder auch mal eine Banane oder Äpfel bei der Oma.
Da du in der Kita ja aber sogar Obst und Gemüse isst, machen wir uns da keine großen Sorgen. Du bist fit und gesund!

Besonders auffällig ist deine Sprache. Du sprichst vollständige Sätze und hast einen riesigen Wortschatz. Deine Oma staunt immer wieder, wie gut du dich schon für dein Alter ausdrücken kannst. Ein kleiner Papagei bist du natürlich auch und sprichst jedes unbekannte Wort nach. Da kann es beim Autofahren dann schon mal vom Rücksitz tönen: „Alles gut, Schatz! Du brauchst dich nicht aufregen!“, wenn der Mann sich über unfähige Autofahrer echauffiert. Spieglein, Spieglein…

Ein Grund für deine ausgeprägte Sprache ist neben Vorlesen, Singen und Kita sicher auch das iPad. Du bist regelrecht süchtig nach dem Ding und wir müssen es wirklich sehr begrenzen, wenn man dich ließe, würdest du den ganzen Tag davor versacken. Und dafür ist es dann doch etwas früh.

Die Kinderserien, die du dir auf dem Tablet ansiehst, beflügeln aber durchaus deine Fantasie und du spielst du verschiedenen Szenen oft nach. Da müssen auch schon mal Mama, Papa oder die Großeltern als Statisten herhalten.
Wie oft hast du schon Geburtstagskuchen für uns im Sandkasten gebacken…

Ein wichtiges Thema in diesem Lebensjahr war natürlich das Trocken werden. Seit Monaten machst du viele Fort- und Rückschritte und derzeit geht es wirklich gewaltig voran. Ich denke, es wird nicht mehr lange dauern, bis du tagsüber trocken bist. Nur das mit dem großen Geschäft, das musst du noch lernen. ;)

Zu erwähnen wären wohl auch noch deine ersten beiden Friseurbesuche in diesem Jahr. Von deinen langen Locken hatte ich zu Beginn des Sommers die Nase voll, zumal du auch keinen Zopf mehr haben wolltest. Im Juli wurden sie dann auf etwas unterhalb der Ohren abgeschnitten. Beim zweiten Besuch warst du nicht mehr so begeistert wie beim ersten und hast dich sehr an mich geklammert, aber die Frisur passt wunderbar zu dir!

Beim Zahnarzt warst du ebenfalls, einma außer planmäßig, da du über Zahnschmerzen geklagt hattest. Du hast dich anstandslos auf den Stuhl gesetzt und dir in den Mund schauen und die Ärztin alles abtasten lassen. Sie hat zwar nichts gefunden, aber ich war selten stolzer auf dich!

Mit Ärzten haben wir ansonsten nicht viel zu schaffen. Du bist *toitoitoi* ein sehr gesundes Kind, nur wenn wir verreisen wollen, wirst du fast unweigerlich krank. Die Notartzpraxis in München kennen wir jetzt also auch schon… Immerhin, es bleibt meist bei Erkältungen und etwas Fieber oder einmal übergeben.

Nun können wir also endlich deinen dritten Geburtstag feiern, nachdem du seit Monaten darauf hinfieberst. Das Wetter ist fantastisch, es hat wohl ein Einsehen, damit du dein Geburtstagsgeschenk, einen Roller, direkt ausprobieren kannst. Ich bin gespannt, wie er dir gefallen wird!

Auf ein wunderbares spannendes neues Lebensjahr, geliebtes Kind, unser kleiner Brosch, unser verrücktes Mädchen! Wir haben dich lieb!

Deine Mama, dein Papa!

WMDEDGT Oktober 2017

Frau Brüllen fragt, was wir eigentlich den ganzen Tag so machen. Momentan komme ich nicht viel zum Bloggen, aber das Tagebuchbloggen ist es dann doch mal wert. ;)

Die Nacht ist ganz gut. Gegen viertel vor drei wühlt mich das Baby zum ersten Mal wach. Bis dahin hat sie etwa fünfeinhalb Stunden geschlafen, das finde ich schon ziemlich gut. Nächster kurzer Stillstopp um kurz vor halb sechs. Danach öchzt und kröchzt sie noch etwas, schläft aber wieder ein.
Irgendwann werde ich wach, denke noch im Scherz: „Ist bestimmt schon sieben“, um voller Schreck die Uhrzeit 6:56 Uhr auf dem Handy zu sehen. Scheiße! Um acht will ich beim Kinderarzt sein, das Baby bekommt die erste Impfung.
Der Mann hat einen Workshop und bringt um neun das große Kind zur Kita. So kann ich zumindest diesmal mit nur einem Kind beim Arzt aufschlagen.

Ich bin etwas gestresst, weil ich auch auf jeden Fall noch was essen muss. Ich denke, dass der Mann sicher das Baby wickeln wird, aber der geht erstmal duschen. Ich bin sauer, weil er nicht mitdenkt. Ich ziehe mich rasch an, das Baby findet das doof und schreit, was wiederum das große Kind (die hatte tatsächlich bis nach sieben Uhr geschlafen, über zwölf Stunden ohne Mucks) auf den Plan ruft und natürlich schreit sie solidarisch mit. Der Mann kommt aus der Dusche und beruhigt sie. Ich wickle das Baby und übergebe sie dem Mann.

Frühstückszeit. Ich hole zwei Brötchen aus dem Gefrierfach, überlege, ob ich Müsli essen soll und stelle fest, dass noch Bananenquark vom Vortag da ist. Perfekt! Der Mann kommt und sagt, ich solle noch zwei Brötchen aus dem Gefrierfach holen. Ich denke, dass er auch Brötchen essen will, es stellt sich aber später raus, dass das die üblichen Brötchen sind, die das Kind und ich morgens immer essen. Missverständnisse ohne Ende hier.

Beim Frühstücken stille ich das Baby und nehme sie dann mit hoch ins Bad. Dann übergebe ich sie wieder dem Mann. Ich muss meine Schuhe anziehen. Außerdem regnet es, wir brauchen die Regenplane für den Kinderwagen. Schließlich sind wir abfahrbereit. Ich gehe zur Bushaltestelle. Der Kinderarzt ist praktischerweise nur ein paar Stationen mit dem Bus entfernt. Das Baby fährt leider nicht gerne Bus und schreit die meiste Zeit.

Bei der Praxis angekommen, sind wir tatsächlich etwas zu früh und müssen draußen warten. Ich nehme das schreiende Baby aus dem Kinderwagen, was kurze Zeit später eine Frau auf den Plan ruft, die meint, dass es ziehe und meinen Schal ums Kind drapiert. Nun möglicherweise hat sie recht. Sie war jedenfalls sehr freundlich.

Endlich dürfen wir rein. Wir warten nur kurz und können dann in einen kleinen Behandlungsraum. Erst kommt unser Kinderarzt für einen kleinen Check, dann die Helferin für die Impfung. Heute ist es harmlos, nur eine Schluckimpfung. In ein paar Wochen zur U4 wird auch gepiekst.

An der Bushaltestelle erhalte ich eine Nachricht von meiner Freundin, sie hätte die halbe Nacht über der Kloschüssel gehangen und müsste unser nachmittägliches Treffen absagen. Schade, ich hatte mich schon gefreut. Zum Glück hatte ich dem großen Kind nicht gesagt, dass ihre Freundin M. kommen sollte.

Auf der Rückfahrt schläft das Baby im Bus ein. Ich mache mir aber keine Illusionen, dass sie jetzt länger schlafen wird und tatsächlich wird sie zu Hause nach ein paar MInuten wach. Ich nehme sie mit aufs Sofa zum Stillen. Sie schläft wieder ein, wird aber beim Ablegen (ich muss echt dringend aufs Klo) wieder wach. Ok, geht jetzt nicht anders.

Sie liegt bei meiner Rückkehr ganz zufrieden auf dem Sofa und ich fange an, diesen Beitrag zu schreiben. Dann fängt sie an zu motzen, ich lege sie auf meine Schulter, wo sie einschläft.

Leider müssen wir bald wieder raus in den Regen, um halb elf habe ich meinen Termin zur Nachuntersuchung bei der Frauenärztin.
Außerdem hab ich einen Anflug von Halsschmerzen und keine Ahnung, was ich heute essen könnte.

Jetzt ist es 09:34 Uhr.

Wir kommen pünktlich aus dem Haus. Prompt fahren zwei Busse an meiner Nase vorbei. Der dritte kommt direkt hinterher (alles dieselbe Linie…), den erwische ich danke eines schnellen Spurts.

Das Baby ist wie üblich nicht begeistert vom Bus- und Bahnfahren, lässt sich aber auf dem Arm beruhigen. Der Aufzug am Hauptbahnhof funktioniert. Der für die Gegenrichtung leider nicht. Ich muss also später auf eine andere U-Bahn-Station ausweichen und meinen Plan, zum einzigen wirklich barrierefreien Budni in der Innenstadt zu gehen, kann ich auch ad acta legen. Es ist so nervig. Aber gut, dann gehe ich halt zu dm.

Das Baby schläft wider Erwarten auf dem Fußweg zur Praxis ein. Es regnet übrigens.
Die Helferinnen stehen zufällig alle drei vorne am Tresen und freuen sich mich zu sehen. Einmal aufs Klo gehen bitte, dann Blutdruck messen und, och nö, Blutabnehmen. Ich hab da ja eigentlich kein Problem mit, aber mit dieser Helferin hab ich schon mal schlechte Erfahrungen bei dem Thema gemacht. Doch ich habe Glück, sie findet keine Ader und ruft die Blutabnahmefee herbei (so nenne ich sie, weil sie das quasi schmerzfrei kann). Sie ist erfolgreich, nur einmal tut es doch kurz weh, da war wohl ein Nerv in der Nähe.

Das Baby schläft friedlich weiter, ich werde vom Wartezimmer ins Sprechzimmer gebeten, wo ich in Ruhe in meinem Buch lese, bis Frau Doktor aufkreuzt. Sie ist ein bisschen konsterniert, dass es mit meiner Wunschgeburt doch nix wurde und redet dann über Verhütung. Nee, keine Hormone mehr und bittedanke auch keine Spirale. Wir nehmen erstmal Kondome, bis wir eine Lösung gefunden haben.

Kurz bevor ich auf den Stuhl soll, höre ich draußen das Baby quäken. Sie meint, wir würden uns beeilen und ihre Helferinnen hätten da Erfahrung. Na, mir solls recht sein. Sie untersucht mich rasch und findet meinen Beckenboden super und klasse. Zur Rückbildungsgymnastik soll ich aber auf jeden Fall. Jawohl, mach ich, alles schon in die Wege geleitet.

Alles gut, nächste Vorsorge in einem Jahr. Draußen nehme ich mein Baby entgegen und bekomme das CTG-Zimmer zum Stillen und Wickeln angeboten. Kurz bevor ich die Türe schließe, höre ich noch, wie die Helferinnen fasziniert darüber sprechen, wie ähnlich mir das Baby doch sieht. Hihi! Ich liebe diese Praxis!

Dann verabschiede ich mich und gehe mit dem Baby rasch Geld holen, dann zu dm und hole mir dann noch eine Ofenkartoffel zum mitnehmen. Sie schläft die meiste Zeit friedlich, jedenfalls solange ich in Bewegung bin. Dann gehe ich zur U-Bahn-Station und habe Glück, alle Aufzüge funktionieren. Unterwegs werde ich noch gefragt, wie man zur U3 kommt. Mit Kinderwagen sieht man offenbar vertrauenerweckend aus, gestern Abend wurde ich auch schon nach dem Weg gefragt. Da konnte ich aber nicht helfen.

Wir fahren nach Hause, ich kann weiter mein Buch lesen. Zuhause treffe ich einen Nachbarn, der ein Paket für mich hat. Erwartet hatte ich den Roller fürs große Kind, aber es ist von meiner Tante.

Dann brate ich zwei Fleischkäse an und esse sie mit der Ofenkartoffel. Das Baby? Pennt. Wie ungewöhnlich!
Beim Mittagessen noch ein unangenehmes Erlebnis, mir bleibt mal wieder was im Hals stecken und ich spucke das reflexartig getrunkene Wasser im hohen Bogen über mich, den Tisch, den Boden. Ich hasse es.

Draußen schüttet es unterdessen eifrig weiter. Ein Sturm ist angekündigt und ich hoffe, er wartet, bis ich das große KInd von der Kita abgeholt habe.

Es ist 13:07 Uhr. Jetzt mache ich erstmal Pause.

Der Sturm lässt sich leider keine Zeit, draußen weht es ziemlich heftig und die Geräusche gefallen mir nicht. Leider hab ich keine Wahl, das Kind muss abgeholt werden. Ich lege das Baby in den Kinderwagen, ziehe meine Windjacke an und gehe los. Auf dem Weg zur Kita liegen viele abgebrochene Äste und ich fluche leise vor mich hin. Meine größte Angst ist immer, von so einem Ding getroffen zu werden.

Es geht aber alles gut. In der Kita teilt mir die Erzieherin mit, das Kind habe geschlafen und sie hätte behauptet, sie sei spät ins Bett gekommen. Pff.

Wir gehen schnell durch den Wind nach Hause, immerhin hat es aufgehört zu regnen. Zuhause verlangt das Kind ein Stück schokolade, ich bestehe auf vorherigem Händewaschen.
Dann spielen wir ein Spiel, ich stille das Baby in den Schlaf und kann sie wieder in den Kinderwagen legen, wo sie eine Weile schläft. Das Kind und ich sind abwechselnd Frau Doktor Braunbär und spielen mit dem Arztkoffer.

Draußen ist der Sturm vorbei. Die Sonne strahlt von blauem Himmel.

Dann darf das Kind in der Küche am Spülbecken planschen. Sie hatte mich zunächst falsch verstanden, sie dachte, sie dürfte ins Planschbecken. Es gibt ein kleines Drama.

Vor dem Planschen ziehe ich sie bis auf die Unterwäsche aus, damit nicht alles völlig nass wird. Auch die Windel kommt weg. Über den Nachmittag geht sie zweieinhalb Mal erfolgreich aufs Klo und hat anderthalb Unfälle.

Sie planscht eine Weile und überschwemmt alles, das Baby liegt in der Wippe, was wie so oft zu einer vollen Windel führt. Also erstmal ne Runde wickeln.

Wir vertreiben uns so die Zeit, bis es halb sechs ist. Dann darf das Kind eine halbe Stunde mit dem iPad spielen. Gegen sechs mache ich ihr ein Brot, von dem sie nur einmal abbeißt.

Ab in die Badewanne! Um viertel nach sechs kommt der Mann heim und übernimmt das Baby. Nach einer Weile kann ich das Kind aus der Wanne quatschen, wickeln und in ihren Schlafanzug stecken.

Dann bekommt sie noch Haferflocken, das Brot von vorher esse ich auf und mache mir noch drei weitere Scheiben.

Das Baby ist auf dem Arm des Mannes eingeschlafen, also bringe ich das Kind ins Bett. Nicht sehr erfolgreich, nach längerem Umherwälzen beschließt sie, nicht einschlafen zu können, weshalb wir um viertel vor acht wieder runter gehen. Da rächt sich der ungeplante MIttagsschlaf.

Ich esse mein Brot und aktualisiere diesen Beitrag. Das Baby ist weiterhin ruhig, hat etwas Milch aus der Flasche getrunken und ist wieder auf dem Mann eingeschlafen. Selbiger guckt Baseball im Fernsehen.

Das Kind möchte auch was essen und bekommt was von meinem Brot ab.

Der Mann zeigt mir noch ein paar Baseball-Szenen, dann gehe ich wieder mit dem Kind hoch, wo ich noch eine Viertelstunde an ihrem Bett sitze und lese. Der Kindle ist einfach Gold wert! (Lektüretipp: Die Gestirne von Eleanor Catton)

Um halb neun schläft sie endlich und ich gehe duschen und Zähne putzen. Der Mann hat sich was zu essen gemacht und telefoniert nun mit seiner Mutter. Das Baby ist wach, aber ruhig. Ich nehme sie aus der Wippe und setze mich mit ihr aufs Sofa. Der Mann fragt nach meinem Tag, ich erzähle. Dann erklärt er mir irgendwelche technologischen Probleme, die er grade hat. Ich verstehe leider kein Wort.

Um neun Uhr gehen das Baby und hoch hoch. Sie ist nach wie vor erstaunlich ruhig. Der Mann vermutet die Impfung als Grund.

Um halb zehn mache ich das Licht aus. Gute Nacht!