Ein halbes Jahr Chillerbaby

Liebes kleines Mädchen,
6 Monate bist du nun schon bei uns. Es ist kaum zu glauben!

Du bist unser kleiner Sonnenschein, jeder der dir etwas Aufmerksamkeit schenkt, wird sofort angestrahlt. „Lächle und es wird zurückgelächelt“, ist dein Motto.
Nur bei deiner einer Oma bist du anfangs immer ziemlich skeptisch. Bei deiner großen Schwester war das damals auch so, wir haben noch nicht rausgefunden, woran das liegt.

Auch allgemein bist du ein echt entspanntes und gutmütiges Baby. Deine große Schwester kann sich fast alles mit dir erlauben. Sie ist deine große Heldin und du bist begeistert, wenn sie sich mit dir beschäftigt. Besonders gerne nimmt sie dir grundlos Spielzeug weg. Aber sie „liest“ dir auch vor und kümmert sich allgemein rührend um dich. Sie möchte dir wahnsinnig gerne ungesunde Dinge wie Muffins oder Smarties füttern und ist immer maßlos enttäuscht, wenn ich ihr das verbiete. Ich schmunzle dann immer in mich hinein und denke, dass ihr euch in einem Jahr um solche Zeug schlagen werdet.

Du bist nicht nur entspannt, du bist auch Frühaufsteherin. Die letze Woche bist du fast jeden Tag gegen fünf Uhr aufgestanden. Ich bin überhaupt keine Frühaufsteherin und fand das extrem anstrengend. Zwar schläfst du meist nach einer guten Stunde wieder, aber für mich ist das Thema Schlaf für den Tag erledigt. Die letzten drei Tage war es immerhin sechs Uhr, vielleicht ist diese Phase erstmal vorbei. Die Nächte sind ansonsten ganz ok, da will ich nicht klagen. Tagsüber hast du weiterhin deinen zwei/zweieinhalb Stunden-Rhythmus.

Motorisch bist du momentan sozusagen auf dem Sprung. Du drehst sich shcon seit zwei Monaten auf den Bauch, und seit einiger Zeit auch wieder zurück. Letzteres willst du nur meist nicht, sondern meckerst lieber. Manchmal hebst du schon den Hintern oder winkelst ein Bein an. Ich könnte mir vorstellen, dass du bald beginnst zu robben. Sitzen willst du auch unbedingt, aber das funktioniert noch nicht. Deine Füße hast du natürlich auch schon längst entdeckt, aber interessanterweise willst du sie nicht in den Mund stecken. Ich bin gespannt, ob das noch kommt.

Seit einem knappen Monat bekommst du Beikost. Zunächst warst du nicht so begeistert, aber nun isst du eigentlich alles, was man dir so gibt. Zähne sind übrigens noch keine in Sicht, aber es geht auch ohne.

Manchmal wirst übrigens sogar du laut, nämlich, wenn du für deinen Geschmack zu lange im Kinderwagen umhergefahren wirst oder wenn du Autofahren musst. Beides wird aber besser. Trotzdem mache ich drei Kreuze, wenn du groß genug für Buggy und den größeren Kindersitz fürs Auto bist.

Ansonsten bist du ein Riesenbaby, dass die 70cm-Marke schon geknackt hat und derzeit Strumpfhosen trägt, welche das große Kind mit 8-10 Monaten trug. Am Donnerstag ist U5, da erfahren wir auch dein Gewicht. Es dürfte nicht allzuviel sein, du bist nämlich ziemlich schlank.

Kleine Maus, die Hälfte der Babyzeit liegt schon hinter uns. Und ab jetzt wird es richtig interessant!

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1000 Fragen an mich selbst IX

101. Treffen die deinem Sternbild zugeordneten Charaktereigenschaften auf dich zu?
Die musste ich erstmal googlen. Naja. Teilweise. Ich kann tatsächlich sehr undiplomatisch und direkt sein. Aber sonst bin ich nicht so kämpferisch wie dort beschrieben.

102. Welche Farbe dominiert in deinem Kleiderschrank?
Dunkelblau. Und petrol. Und eine Farbe, die glaube offiziell dunkles Magenta heißt.

103. Holst du alles aus einem Tag heraus?
Nein. Dazu bin ich zu faul.

104. Wie viele TV-Serien schaust du regelmässig?
Keine. Ich komm nicht dazu. Selbst für Breaking Bad hab ich momentan keine Zeit.

105. In welchen Momenten wärst du am liebsten ein Kind?
Ich weiß, wann ich definitiv wieder so fühlen werde: Wenn ich mich wieder bewerbe und alles doof ist und ich keine Lust habe, mich mit solch wichtigem Erwachsenenkram zu beschäftigen.

106. Kannst du eine Woche auf das Internet verzichten?
Das habe ich bisher nicht probiert. Ich würde tatsächlich wahnsinnig gerne mal Handy- und Internetfasten, aber dazu müsste ich alleine in den Urlaub fahren.

107. Wer kennt dich am besten?
Ich mich selbst.

108. Welche Arbeit im Haushalt findest du am wenigsten langweilig?
Wäsche waschen! Ich liebe es, die Wäsche zu machen.

109. Bist du manchmal von anderen enttäuscht?
Natürlich ja. Besonders häufig leider vom Mann, aber mit dem verbringe ich ja auch die meiste Zeit.

110. Wie sieht ein idealer freier Tag für dich aus?
Arbeitsfrei hab ich ja eh momentan, also kinderfrei: Ausschlafen. Und noch ein bisschen schlafen. Essen, Fernsehen, Lesen. Draußen sitzen. Vielleicht spazieren oder in den Park gehen. Ein Nickerchen, falls es passt. Abends ewig vorm PC versacken. Ins Bett gehen und alleine in meinem Bett schlafen.

111. Bist du stolz auf dich?
Ja. Manchmal schon.

112. Welches nutzlose Talent besitzt du?
Oh, viele. Ich komme mit der Zunge an meine Nasenspitze, kann mit den Ohren wackeln, den Vulkaniergruß und das Gegenteil zeigen (das können nicht viele!), außerdem kann ich gut Knoten lösen und Geld finden.

113. Gibt es in deinem Leben etwas, das du nicht richtig abgeschlossen hast?
Fragt mal meine Strickprojekte.

114. Warum trinkst du Alkohol beziehungsweise keinen Alkohol?
Wenn ich welchen trinke, was ziemlich selten vorkommt, dann weil er mir schmeckt.

115. Welche Sachen machen dich froh?
Wenn etwas so läuft, wie ich es mir vorgestellt habe.
Wenn man einen Vorschlag von mir annimmt.

116. Hast du heute schon einmal nach den Wolken am Himmel geschaut?
Es waren heute unfassbarerweise keine Wolken am Himmel zu sehen. Aber sonst schaue ich wirklich jeden Tag nach den Wolken.

117. Welches Wort sagst du zu häufig?
meistens

118. Stehst du gern im Mittelpunkt?
Ach, manchmal ist das ganz nett, aber eigentlich bin ich da nicht der Typ für.

119. Wofür solltest du dir häufiger Zeit nehmen?
An meiner Beziehung zu arbeiten.

120. Sind Menschen von Natur aus gut?
Nein.

WMDEDGT Februar 2018

Wie jeden Monat am 5. schreibe ich auf, was ich so mache. Frau Brüllen sammelt die Beiträge.

Die Nacht ist mittelgut, ich bin definitiv wach gegen drei, da kann das Baby nicht so recht wieder einschlafen. Danach wieder um halb sechs, da ist sie endgültig wach. Ich kann sie guten Gewissens an den Mann übergeben, der war schon um neun im Bett und außerdem bin ich am Wochenende jeweils um viertel vor bzw. viertel nach fünf mit ihr aufgestanden.

Ich döse noch eine knappe Stunde, dann wird das große Kind laut, weil sie sich keine Haarspangen reinmachen lassen will. Ich stehe auf, gehe aufs Klo und wasche mich (das Kind fragt: „Was machst du da?“), darf mich dann aber nochmal für eine Viertelstunde ins Bett legen.

Um viertel vor sieben stehe ich endgültig auf, um fünf nach sieben sitze ich am Frühstückstisch. Der Mann hat heute frei, er muss nämlich dringend den Superbowl nachgucken.

Das große Kind und ich frühstücken, das Baby lutscht auf einem Stück Brötchen herum.

Danach hänge unter anderem ich Handtücher, werfe Wäsche in die Maschine und wundere mich, warum fs immer noch so viel im Korb ist. Außerdem bringe ich das Baby zum Schlafen und stelle fest, als sie schon fast die Augen zu hat, dass die Windel voll ist. Toll. Nun, sie schläft ja eh nicht lange.

Der Mann telefoniert unterdessen mit einer Autowerkstatt und einem Servicemenschen für Spülmaschinen. Am Samstag gingen nämlich sowohl Auto als auch Spülmaschine kaputt. Beides ist gleich ärgerlich, denn das Auto haben wir erst vor einem Jahr (gebraucht) gekauft und die Spülmaschine will ich eh durch eine größere ersetzen, aber das ist halt noch nichtmal in die Wege geleitet.

Ich putze mir die Zähne, dann dem Kind, ziehe sie fertig an und mache ihre Haare. Danach blicke ich ins Schlafzimmer, wo das Baby tatsächlich schon wieder wach ist und mit ihren Füßen spielt. Jetzt endlich, Windeln wechseln.

Danach geht sie ab zu Papa und ich mache das Kind für die Kita fertig. Gegen 20 vor neun gehen wir los. Draußen herrscht ausnahmsweise Winter. Also es hat eine leichte Schicht Puderzucker geschneit und die Temperaturen liegen bei etwa Null Grad. Sogar die Sonne scheint. Ganz angenehm, endlich mal nicht nur Regen und Grau zu sehen.

Wir sind pünktlich in der Kita. Das Abgeben geht fast unkompliziert, kaum bin ich aus der Tür, kommt das Kind nochmal hinterher und schmiegt sich nochmal eine Minute an mich.

Danach gehe ich nach Hause, wo der Mann mit dem Baby auf mich gewartet hat. Wir wollen die Halbzeitshow des Superbowl zusammen sehen. Justin Timberlake trägt ein Halstüchlein, wie ein Baby. Merkwürdig.

Dann hänge ich mit dem Baby Wäsche auf und bringe sie anschließend ins Bett. Es ist halb elf, als sie wieder schläft. Währenddessen beginne ich am Handy diesen Beitrag.

Dann gehe ich runter, schaue am Laptop endlich das Finale vom Dschungelcamp fertig und schreibe hieran weiter. Um viertel vor elf meint der Mann, das Baby sei wach. Tatsächlich, da rollt sie sich schon wieder herum. Weil eine Viertelstunde nun wirklich zu wenig ist, stille ich sie zurück in den Schlaf, zum Glück erfolgreich.

Das Baby schläft unterwarterweise fast eine ganze Stunde. Ich schreibe zwei Küchenbauer an, stricke dann mein aktuelles Projekt fertig und kette es ab. Dann friere ich Essen ein.

Um 20 vor zwölf fährt der Mann das Auto in die Werkstatt. Ich hoffe, er kommt heil an.
Zehn Minuten später wird das Baby wach. Ich bereite zwei Butterbrote vor, zähle die Muffins für später ab und mache dann dem Baby etwas Gemüse-Kartoffelbrei warm. Während ich sie füttere, kommt der Mann schon wieder nach Hause.

Er übernimmt das Baby, während ich mir Essen warm mache. Er selbst isst heute Döner.

Danach macht er den Abwasch. Ich bespaße das Baby und schreibe bei Gelegenheit diesen Text weiter.

In einer halben Stunde geht es los, das große Kind abholen, danach fahren wir zu einer Freundin. Das wird vermutlich ein nervenaufreibendes Treffen, weil auch noch eine weiter Mutter kommen will, die in letzter Zeit eine schlimme Sache durchgemacht hat. Mal sehen. Wenigstens haben wir Schokomuffins.

Bei der Freundin ist es schön, nur ein bisschen anstregend, weil die Kinder sehr an uns kleben und nicht so recht spielen wollen. Die Muffins kommen gut an, das Baby isst etwas Banane und Maiskringel.
Das Thema der Freundin streifen wir nur am Schluss ganz kurz, bis auf eine gewisse Traurigkeit merkt man ihr eigentlich nichts an.
Ich staube noch drei Stricksachen für das große Kind ab und biete der schwangeren Freundin Babyklamotten an. Sie hat nämlich gar nichts mehr, die Sachen der großen Tochter sind schon lange weg.

Gegen 20 nach fünf machen wir uns auf den Weg zur Bushaltestelle. Das müde Baby brüllt, bis ich sie dort rausnehme. Der Bus hat etwas Verspätung, wir fahren gemütlich durch die Gegend und müssen dann noch ein Stück laufen. Natürlich pennt das Baby auf dem Weg ein.
Daheim angekommen bin ich plötzlich völlig fertig und ruhe mich auf dem Sofa aus. Das große Kind guckt iPad, das Baby wacht um halb sieben auf. Der Mann erzählt mir von seinem Gespräch mit der Werkstatt. Offenbar ist alles nicht so schlimm, man empfielt uns einiges. Er spricht sich mit einem Freund, der gelernter KFZ-Mechaniker ist, ab.

Dann diskutieren wir mit dem Kind über Baden und Essen, sie willigt in „Waschen“ und „Butterbrot selber schmieren ein“.

Gesagt, getan. Sie isst ihr Brot, naja, vor allem den Belag, dann gehen wir alle nach oben. Es ist kurz nach sieben Uhr.

Der Mann zieht das Baby um, ich wasche das Kind und stopfe sie in Windel und Schlafanzug. Danach putze ich ihr die Zähne und sage ihr Gute Nacht. Ich bin gespannt, ob das Baby sich ins Bett bringen lassen wird. Müde genug ist sie eigentlich, trotz des späten Schlafs. Ich stille sie und trage sie dann im Dunkeln hin und her. Plötzlich leuchtet das Handy auf. Da das Baby noch keine Anstalten macht, zu schlafen, gehe ich ran. Einer der Küchenbauer ruft zurück und bittet um ein Foto der Situation, welches ich ihm zusichere.

Danach lege ich mich mit dem Baby hin, weil ich zu kaputt bin, sie weiter hin und her zu tragen. Ich stille sie, bis sie schläft. Dann gehe ich runter und mache mir was zu essen. Ich fühle mich nicht sehr gut, müde und irgendwie flau. Ich hoffe, das ist kein Vorbote einer Krankheit. Der Mann empfiehlt mir, früh ins Bett zu gehen.

Nach dem Essen geht es mir etwas besser. Ich beschließe, das Strickstück zu blocken. Dafür bietet sich der eine Kellerraum an, da liegt nämlich Teppich und es läuft nicht ständig ein neugieriges Kleinkind dort herum. Ich befeuchte das Strickstück und spanne es mit Nadeln auf einem Handtuch auf dem Teppich aus. Vermutlich hätte ich erst die Fäden vernähen sollen, aber es ist ja noch nicht fertig. Es wird ein Jäckchen für das große Kind zur Taufe in einem Monat und ich muss noch die Ärmel zusammennähen.

Danach aktualisiere ich diesen Beitrag. Es ist jetzt 20:45 Uhr und ich werde wohl den Rat des Mannes annehmen, gleich duschen und früh ins Bett gehen.

Gute Nacht!

1000 Fragen an mich selbst VIII (ab jetzt 20 Fragen auf einmal)

80. Auf welche zwei Dinge kannst du nicht verzichten?
Mein Handy. Und ein gutes Buch.

81. Was würdest du tun, wenn du fünf Jahre im Gefängnis sitzen müsstest?
Ich würde wohl versuchen, eine Ausbildung zu machen.

82. Was hat dich früher froh gemacht?
Wann früher? Im Zweifel, wenn genug Schokolade da war.

83. In welchem Outfit gefällst du dir sehr?
In dem, was grade angemessen ist. Wobei ich mein rotes Komplimentekleid schon sehr mag.

84. Was liegt auf deinem Nachttisch?
Cremedosen. Papiertaschentücher. Ein Wasserglas. Meine Armbanduhr. Mein Handy. Ladekabel. Ein Still-BH. Stofftaschentücher.

85. Wie geduldig bist du?
Ziemlich. Und ich kann sehr laut werden, wenn die Geduld irgendwann aufgebraucht ist.

86. Wer ist dein gefallener Held?
Ich habe keine Helden.

87. Gibt es Fotos auf deinem Mobiltelefon, mit denen du erpressbar wärst?
Ja.

88. Welcher deiner Freunde kennt dich am längsten?
Die Person, die mich am längsten kennt, bezeichne ich nicht mehr als Freund. Wobei nichts vorgefallen ist, wir haben uns nur auseinandergelebt.

89. Meditierst du gern?
Nein.

90. Wie baust du dich nach einem schlechten Tag wieder auf?
Faul aufm Sofa sitzen, was im Fernsehen anschauen, Schokolade essen. Alternativ stricken. Oder ein altes abgelesenes Jugendbuch lesen. Das hilft immer.

91. Wie heisst dein Lieblingsbuch?
Ich weiß nicht ob ich eines habe. Wenn es denn aber unbedingt eins sein muss, dann ist „Das Parfüm“ von Patrick Süskind ganz weit vorne.

92. Mit wem kommunizierst du am häufigsten über WhatsApp?
Mit meiner Freundin in München. Noch häufiger allerdings mit einer Freundin in Frankfurt, nur halt über Threema.

93. Was sagst du häufiger: Ja oder Nein?
Zur Zeit: Ja.

94. Gibt es Gerüchte über dich?
Zu Schulzeiten gab es welche, da möchte ich nicht genauer dran denken.

95. Was würdest du tun, wenn du nicht mehr arbeiten müsstest?
Medizin studieren. Aus reinem Interesse an der Materie.

96. Kannst du gut Auto fahren?
Leider nein. Ich hoffe, dieses Jahr wieder etwas reinzukommen.

97. Ist es dir wichtig, dass dich die anderen nett finden?
Nur bei Personen, die ich nett finde. Der Rest ist mir egal.

98. Was hättest du in deinem Liebesleben gerne anders?
Ich glaube nicht, dass ich irgendwas dazu aufschreiben werde.

99. Was unternimmst du am liebsten, wenn du abends ausgehst?
Ich gehe nicht aus. Wenn, dann würde ich einfach irgendwo sitzen, was essen und Wein trinken.

100. Hast du jemals gegen ein Gesetz verstossen?
Nicht, dass ich wüsste.