Dopplersonografie bei 34+2 (2) – Uff!

Gestern hatte ich nun also die von Frau Doktor gewünschte Dopplersonografie. Ich war nicht unbedingt nervös, aber in meinem Kopf wanderten die Gedanken zwischen meinen beiden Worst Cases (Stationäre Aufnahme bzw. sofortiger Kaiserschnitt) und dem Best Case (ein Alles ok! für die nächsten 3-4 Wochen) hin und her. Ich rechnete mit irgendwas dazwischen.

Ich war zum Glück sehr rechtzeitig unterwegs, denn von der U-Bahn zum Krankenhaus muss man doch ein ganzes Stück laufen. Es gibt wohl einen Schleichweg, aber den hab ich auch auf dem Rückweg nicht gefunden..

Das Krankenhaus ist mir jedenfalls ausgesprochen sympathisch. Sehr modern und auch die Leute, mit denen ich bisher dort zu tun hatte (meist am Telefon) sind alle sehr freundlich.

Ich meldete mich an und bekam unter anderem einen Pieper in die Hand, der würde sich melden, wenn ich zum Arzt reingehen könnte. Coole Sache, natürlich hatte ich die zehn Minuten die ich warten musste die ganze Zeit Angst, das Ding zu überhören.
Weil die Wegbeschreibung ein bisschen vage war, musste ich das Zimmer, wo ich hinsollte, etwas suchen, aber ich bin dann doch fündig geworden.

Der Arzt war jedenfalls sehr nett, nuschelte nur ein bisschen, sowas find ich immer anstrengend. Man kommt sich beim Nachfragen so dämlich vor. Er fragte alles gründlich ab und war natürlich auch an der ersten Schwangerschaft recht interessiert.

Dann ging es ans Schallen. Um es kurz zu machen: Alles gut! Das Kind ist gut versorgt, es liegt weiter richtig rum, es ist weiterhin dünn, aber nicht besorgniserregend, außerdem nach wie vor ganz eindeutig ein Mädchen und die Fruchtwassermenge ist auch im Rahmen. Er guckte sich auch die Organe noch ein bisschen an und war da auch ziemlich zufrieden.

In drei Wochen soll ich zur Kontrolle wiederkommen, er ist aber optimistisch, dass es bis dahin weiter brav wächst. Im Arztbrief steht nun „Verdacht auf genetisch bedingt leichteres Kind“ oder auf gut deutsch: Bei mir ist das halt einfach so.
Sollte ich bis zum Termin kommen, werden die 3 kg vielleicht grad so geknackt, bei 38+0 dürfte es ungefähr das Gewicht haben, das das große Kind bei der Geburt hatte.

Bei dem Kontrolltermin will er noch irgendwas anderes überprüfen, ich soll mit voller Harnblase antanzen. Wegen Nuschelns weiß ich nicht so genau, was er machen will, eventuell die Narbe checken? Ich weiß es nicht und lasse mich überraschen.
Das Thema Kaiserschnitt bzw. dass ich den eben nach Möglichkeit nicht will, habe ich nätürlich auch angesprochen und er meinte, es gäbe auch gar keinen Grund, da irgendwas in die Richtung zu planen. Juchhu!

Ich bin jetzt jedenfalls sehr erleichtert und bin fast tanzend da rausgegangen. In drei Wochen werde ich schon bei 37+3 sein und dann ist es auf jeden Fall kein Frühchen mehr. Natürlich kann in der Zeit noch alles mögliche passieren, aber ich bin jetzt einfach mal optimistisch. Morgen muss ich nochmal hin, allerdings nur zur Geburtsanmeldung, das ließ sich leider nicht kombinieren.

Ich ärgere mich ja nur im Nachhinein so ein bisschen, dass ich nicht schon in der ersten Schwangerschaft dort war (wie mir eigentlich auch angeraten wurde). Ich glaube, dann wäre alles etwas anders verlaufen…

Wöchentlicher Statusbericht XXXI (2)

Wie weit bin ich: 34+1
Bauchumfang: am Bauchnabel 104,5 cm.
Gewicht: 69,5 kg
Das war schön: Wir haben meine Oma besucht. Schöner Spielplatznachmittag mit einer anderen Mama. Kind liegt weiterhin richtig rum.
Das war doof: Dass mir wieder eine Dopplersonografie bevorsteht und die Sorgen, die sich nun in meinem Kopf drehen. Wie sehr die Oma geistig abgebaut hat. Streit mit dem Mann.
Ich vermisse: mich problemlos im Bett umdrehen oder schnell vom Sofa aufstehen zu können. Innere Gelassenheit.
Heißhunger auf: Obst. Schokolade.
Wehwehchen/Symptome: Bisschen Kreuzbein. Bisschen harter Bauch. Geschwollene Hände. Ring Nr. 1 ist seit heute ab.
Ich freue mich: auf hoffentlich Erleichterung und weniger Sorgen nach dem Termin morgen.
Gekauft/Bestellt/Erledigt: Neue Wickelauflage bestellt. Den Bezug vom Kinderwagen gewaschen.

So war es bei Nummer 1.

Kontrolle bei 33+4 (2) – Oh Mann

Nachdem das letzte Mal alles ganz fluffig war und das Kind prima auf seiner Linie gewachsen war, ging es heute also wieder zur Frauenärztin. Diesmal mit der Sorge im Gepäck, es könnte sich gedreht haben. Irgendwie hatte ich so ein Gefühl.

Ein Anruf ergab, dass ich ausnahmsweise pünktlich sein könnte und unter grauen Wolken ging ich los. Es war alles recht entspannt, auch das CTG, meine Panik davor habe ich mittlerweile etwas verloren, weil es derzeit wirklich prima läuft. Die Helferinnen waren auch sehr angetan.

Unterdessen wurde es draußen immer dunkler und während ich auf die Frauenärztin wartete, fing es auch an zu grummeln.
Dann also der Ultraschall. Erfreulicherweise ist der Kopf weiterhin unten, da waren die Sorgen doch ganz unberechtigt.

Die verlagern sich jetzt allerdings in eine adnere Richtung, denn diesmal ergab der US, dass das Baby zwar gewachsen war, aber der Bauch weiterhin deutlich abfällt und nun gesellt sich auch das Köpfchen hinzu. Seufz. Da es lange Beine hat, sieht es im Durchschnitt ganz ok aus, aber das ist ja auch nur Augenwischerei. Zudem ist das Fruchtwasser weniger geworden. Wie deucht mir alles so bekannt.

Frau Doktor war also erwartungsgemäß nicht sehr zufrieden und bat mich, möglichst bald eine Dopplersonografie machen zu lassen, um zu überprüfen, wie gut die Plazenta noch arbeitet. Bäm.
Wenn dabei alles gut ist, dann haben wir sozusagen ein Guthaben von vier Wochen und alles sind etwas beruhigter. Bis dahin wäre ich ja auch schon fast am Termin.

Na gut. Ich habe nächste Woche eh einen Termin zur Anmeldung in meinem Wunschkrankenhaus. Ich hatte gehofft, das kombinieren zu können, aber das wurde mir am Telefon aus dem Kopf geschlagen. Nun darf ich nächste Woche Dienstagmittag aufschlagen. Leider kann meine Schwiegermutter an dem Tag nicht, der Mann ebenso nicht und nun hoffe ich, dass das Kind so lange in der Kita bleiben kann. Mitnehmen möchte ich sie eigentlich nicht. Das werde ich nämlich schon zur nächsten Vorsorge in zwei Wochen tun müssen. ^^

Ich versuche optimistisch zu bleiben. Ich denke schon seit einiger Zeit, dass man mich ziemlich sicher nicht über den Termin gehen lassen wird und nun glaube ich, dass es möglicherweise ziemlich sicher sogar ein Julikind werden wird. Was ich jetzt soo schlecht nicht fände. Immerhin ist der Mann auch eins. ;)

Wöchentlicher Statusbericht XXX (2)

Wie weit bin ich: 33+1
Bauchumfang: am Bauchnabel 104 cm.
Gewicht: 68 kg
Das war schön: Endlich Urlaub! Habe einen schönen Blumenstrauß von meinen Chefs bekommen. Außerdem ist Sommer! Treffen mit meinen Freundinnen.
Das war doof: Eigentlich nicht viel.
Ich vermisse: mich problemlos im Bett umdrehen oder schnell vom Sofa aufstehen zu können.
Heißhunger auf: Obst. Schokolade.
Wehwehchen/Symptome: Bisschen Kreuzbein. Bisschen harter Bauch. Leicht geschwollene Hände. Die Ringe werden eng.
Ich freue mich: auf viele Vormittagsschläfchen. Außerdem kommen in knapp zwei Wochen meine Etern zu Besuch.
Gekauft/Bestellt/Erledigt: Maxi Cosi klargemacht, aber noch nicht gekauft.

So war es bei Nummer 1.

Wöchentlicher Statusbericht XXIX (2)

Wie weit bin ich: 32+1
Bauchumfang: am Bauchnabel 104 cm.
Gewicht: 67,5 kg
Das war schön: Kontrolle war unauffällig, Baby wächst brav auf der Linie, es liegt richtig rum und genug Fruchtwasser ist auch da, CTG lief endlich mal wieder entspannt. Erstmal nur alle zwei Wochen Kontrolle.
Das war doof: Immer noch Husten. Immer noch verklebte Augen morgens. Das Kind war eine Nacht krank, weshalb wir nicht zur Oma gefahren sind.
Ich vermisse: mich problemlos im Bett umdrehen oder schnell vom Sofa aufstehen zu können.
Heißhunger auf: Obst. Schokolade.
Wehwehchen/Symptome: Bisschen Kreuzbein. Bisschen harter Bauch. Bisschen Sodbrennen. Müde, so müde.
Ich freue mich: nur noch vier Arbeitstage!
Gekauft/Bestellt/Erledigt: Mutterschaftsgeldantrag abgeschickt. Weiteren Papierkram bearbeitet.

So war es bei Nummer 1.

Trocken werden, weiter gehts

Vor fünf Monaten schrieb ich schon mal über das Thema.

Damals dachte ich wirklich, wir würden jetzt in großen Schritten Richtung Trocken werden und bald keine Windel mehr gehen. Tja, weit gefehlt. Ich muss noch viel lernen. ;)

Tatsächlich ebbte das Interesse am Klo bzw. Töpfchen bald wieder ab. Na gut, dachte ich mir, wickeln ist ja schon recht praktisch, vor allem, solange es noch kalt ist. Kind im Winterwind abhalten, muss nicht unbedingt sein. Meine Freundin in München erzählte unterdessen, ihre Tochter sei zwar sauber, aber noch nicht trocken (Spoiler: sie ist zum heutigen Zeitpunkt nicht viel weiter als unsere).

Wir setzten sie hin und wieder aufs Töpfchen bzw. sie ging freiwillig drauf, es ging aber für gewöhnlich nichts rein. Bis ich Mitte April mal selbst aufs Klo musste und plötzlich das Kind vor mir stand: „Mama, ich hab gepüschert!“ Tatsächlich, ja. Pipi im Töpfchen. Das war so aufregend für sie, dass sie noch mittendrin aufstehen musste, um mir das zu erzählen. :D Zum Glück ist das Bad gefliest.

Seitdem macht sie öfter mal ins Töpfchen und mittlerweile steht sie auch nicht mehr mittendrin auf. Einmal sagte sie sogar nach dem Baden, noch ohne Windel, dass sie Pipi machen wollte und ging dann auch tatsächlich erfolgreich auf den Topf.

Ich erfuhr etwa zeitgleich in der Kita, dass sie auch dort hin und wieder erfolgreich aufs Klo geht.

Vor einer Woche war schönstes Sommerwetter und ich hab beschlossen, mal zu prüfen, wie es so ist, wenn sie längere Zeit ohne Windel rumlaufen darf. Es war von der Quantität her ein sehr erfolgreicher Tag. Schon morgens, nach einer sehr trockenen Nachtwindel, ging was in den Topf und an dem Nachmittag folgten noch vier weitere Sitzungen (Freiluftpinkeln ins Töpfchen auf der Terrasse), die sie ganz selbstständig erledigte. Tatsächlich machte ich mir schon fast Sorgen, weil teilweise nur zehn Minuten dazwischen lagen. Aber ist es ja auch noch ne kleine Blase.

Dann wurden wir aber zu vertrauensselig, abgelenkt vom iPad ging die letzte Runde aufs Sofa. Naja. Selbst schuld. :D

Unter den passenden Bedingungen entwickelt sie wohl also allmählich ein Gefühl für ihre Blase. Beim großen Geschäft tut sich noch nichts.

Ursprünglich dachte ich, dass sie sicher trocken sein wird, bis das Baby auf der Welt ist, aber bis dahin sind es ja nur noch etwa acht Wochen. Und selbst wenn, wird es dann sicherlich nochmal zu einem Rückfall kommen, da sie auch wieder Baby sein möchte. Zumindest rechne ich damit. Aber darauf kann man sich ja einstellen.

Twitter sei dank konnte ich zuletzt auch mal wieder die große Zeitspanne sehen, in der Kinder trocken werden. Das eine Kind, 9 Monate jünger als unseres: trocken. Das andere Kind, ein Jahr älter als unseres: noch nicht trocken, jedenfalls nicht zuverlässig. Schon ziemlich interessant!

Kontrolle bei 31+2 – Kopf runter. Kopf hoch.

Gestern war nun also die bereits angekündigte Kontrolle.
Ich bin relativ guter Dinge hingegangen. Die Kindsbewegungen sind insgesamt ein bisschen weniger geworden, dafür aber jetzt schmerzhaft. Ich ging also davon aus, dass die kleine Madame ziemlich fit ist.

Es ging tatsächlich auch ganz gut weiter. Bis auf das Blutabnehmen, das war wirklich extrem schmerzhaft, das hat die gute Frau nicht ordentlich hingekriegt. Dabei gibt es dort eine Helferin, die quasi schmerzfrei Blut abnehmen kann, aber man kann wohl nicht alles haben. Übrigens trinke ich seit ein paar Tagen Rotbäckchensaft, mal sehen, ob das den Eisenwert schon beeinflusst hat.
Auch das CTG war entspannt, die Herztöne ließen sich quasi sofort finden und obwohl das Baby recht aktiv war und sie zeitweise ziemlich in die Höhe gingen, konnte problemlos aufgezeichnet werden. Obwohl ich hin und wieder husten musste, blöde Erkältung.

Ich musste noch etwas warten und durfte dann zur Ärztin. Der erzählte ich von meiner Erkältung, den Kindsbewegungen und erfuhr etwas ganz wichtiges: Nämlich, dass die Fruchtwassermenge nicht von der Menge des Trinkens abhängt, sondern nahezu ausschließlich von der Leistungsfähigkeit der Plazenta. DAS hat mir beim letzten Mal keine Sau erklärt und da waren ja genug Leute mit Ahnung. Diese eine kleine Info hat sehr viel Bedeutung für mich und hätte mir damals alles ein bisschen erleichtert. Nun gut. Egal.

Die Fruchtwassermenge war also das erste, was sie checkte und sie ist erfreulicherweise ganz prima. Erste Erleichterung.
Dann: Der Kopf liegt unten. Tatsächlich. Ich spüre die Bewegungen vor allem rechts und oben und tatsächlich liegt der Rücken wohl auf der linken Seite. Passt. Zweite Erleichterung.
Sie maß das Kind schnell durch und, dritte Erleichterung, der Bauchumfang ist zwar immer noch zwei Wochen zurück, aber das bedeutet auch, dass es auf genau auf seiner Linie gewachsen ist. Und darauf kam es ja an.

Meine Ärztin ist weiterhin halbwegs entspannt, sie möchte aber nun wohl weiter bei den zweiwöchentlichen Vorsorgen einen kurzen Ultraschall machen, um das Wachstum zu kontrollieren. Damit kann ich leben. Die Praxis ist ganz gut organisiert, die CTGs dauern nur so 15 Minuten und meine Ärztin ist wirklich verständnisvoll. Sie kann natürlich nicht garantieren, dass es bei „nur“ zweiwöchentlichen Kontrollen bleibt, aber ich bin jetzt erstmal optimistisch. Es sind noch etwa 8,5 Wochen bis Termin, bei der nächsten Kontrolle werde ich schon bei 33+4 sein. Da wird es schon fast absehbar.

Ich bin also sehr guter Dinge aus der Praxis raus, hab natürlich die eigentlich geplante Bescheinigung über den mutmaßlichen Entbindungstermin vergessen, die ich hatte mitnehmen wollen, und musste dann erstmal allen die recht guten Nachrichten mitteilen.

So darf es also weitergehen. Und wir müssen/können/dürfen uns wohl wirklich mit dem Thema „spontane Geburt“ auseinandersetzen. Und vor allem damit, dass wir diesmal nicht wissen werden, wann es soweit sein wird. Hoffe ich.

Wöchentlicher Statusbericht XXVIII (2)

Wie weit bin ich: 31+1
Bauchumfang: am Bauchnabel 101 cm.
Gewicht: 66,5 kg
Das war schön: Schönes Wetter. Yoga.
Das war doof: Nun selber krank. Stressiger, unangenehmer Nachmittag am letzten Dienstag.
Ich vermisse: Eigentlich nichts weiter.
Heißhunger auf: Obst. Schokolade.
Wehwehchen/Symptome: bisschen Kreuzbein, bisschen harter Bauch. Hab mich beim großen Kind angesteckt: Husten, Schnupfen, Matschauge
Ich freue mich: nächste Woche geht es in den Resturlaub! Am kommenden Samstag besuchen wir meine Oma.
Gekauft/Bestellt/Erledigt: Eine Rassel fürs Baby über Twitter.

So war es bei Nummer 1.

Unser Wochenende und so

Übers lange Wochenende waren wir in München, um Freunde zu besuchen. Unsere Töchter sind quasi gleichalt und bei deren Besuch im letzten September haben die beiden sich ganz prima verstanden. Ich war guter Dinge, ein paar entspannte Tage zu haben.

Ganz getreu dem Motto „Plane niemals mit Kleinkind“ freute ich m ich auch erst, als wir definitiv im Zug saßen. Ja, wir sind diesmal Zug gefahren, Fliegen war mit dem Feiertag einfach zu teuer. Sechs Stunden waren pro Fahrt angesetzt und mir graute davor. Nicht wegen der Schwangerschaft, ich kann auch im achten Monat noch ganz prima sitzen (die Kompressionsstrümpfe hab ich brav getragen), aber das Kind! Das muss ja auch bespaßt werden. Da wir erst nachmittags fuhren, hatte sie ihren Mittagsschlaf schon erledigt. Es ging dann aber ganz gut. Mit iPad funktionierendem WLAN im ICE, diversen Büchern, vielen Stickern und einigen Spaziergängen durch den Zug haben wir die Zeit ganz gut rumgekriegt.

Blöd nur: Das Kind hustete. Sie war ja eh schon erkältet und das seit zwei Wochen. Ein Schnupfen ist ja nun quasi Dauerzustand bei Kitakindern, weshalb der kein Ausschlusskriterium für die Fahrt war. Nun also noch Husten. Na gut, das war jetzt so.

Wir kamen gut an, die Kinder mussten sich noch kurz beschnuppern und waren dann ganz aufgedreht. Ruhe war erst gegen 22 Uhr. Die Nächte waren die ganze Zeit kurz und unruhig. Unser Kind wachte jeden Tag pünktlich um halb sieben auf. Ich habe ungefähr gar nicht geschlafen, wegen zu wenig Platz, zu warm, zu laut. Der Mann ist zwar später ins Wohnzimmer umgesiedelt, weil 1,20m Bettbreite für uns einfach nicht ausreichen, insbesondere nicht, wenn das Kind auch noch bei uns schlafen will.

Es ging dann aber auch mit wenig Schlaf. Bin ich ja gewohnt. Wir waren auf dem Spielplatz und im Biergarten. Am Samstag haben wir eine Schifffahrt auf dem Ammersee gemacht. Danach haben sich die Kinder unplanmäßig im Wasser getummelt, was angesichts der Erkältung vom Kind vielleicht nicht die beste Idee war. Und da verstärkte sich auch das nächste Symptom: Matschauge. Meh. Bindehautentzündung oder noch Erkältungssymptom? Die Augen waren nicht rot und schmerzhaft war es offenbar auch nicht.

Wir gingen erstmal von letzterem aus, bis das Kind um 17 Uhr beschloss, sie wolle jetzt schlafen. Tat sie tatsächlich auch. Wir haben zwischendurch mal geweckt, damit sie was trank und haben dann doch mal Fieber gemessen: 38,4°C. Ja. Gut. Krank also. Sehr unangenehm, schließlich möchte man ungerne seine Keime zu anderen Kleinkindern schleppen.

Es wurde dann sehr lange diskutiert, ob wir in die Notfallpraxis fahren und wenn ja, wann und vielleicht sollte man doch erstmal telefonieren. Das Telefonat ergab die Ferndiagnose Bindehautentzündung. Wir sollten damit zum Arzt. Aha.

Um 20 Uhr wurde das Kind wieder wach und war gut drauf, allerdings mit verklebten Augen. Sie aß etwas Pizza, malte ein Bild, ließ sich duschen und ging dann wieder ins Bett. In der Nacht schlief sie wie ein Stein, im Gegensatz zu mir.

Am nächsten Tag konnte sie immer noch mit erhöhter Temperatur aufwarten, dafür waren die Augen wieder gut. Wir fuhren in die Bereitschaftspraxis, wo wir etwa eineinviertel Stunden verbrachten und mit einem Rezept für Augentropfen wieder entlassen wurden. Die es in der Apotheke dann nicht gab. Der Mann ging dann zur nächsten Apotheke und hatte dort Glück. Das Tropfen geben selbst ging auch ganz gut.

Nachmittags haben wir die Theresienwiese besucht, wo der Mann sein fast nagelneues Handy fallen ließ (und entsprechend schlecht gelaunt war) und das Kind immerhin bis zur Hälfte in die Statue der Bavaria hochkletterte, bevor es ihr zu unheimlich wurde. Ich selbst habe das übrigens nicht mehr geschafft und sie guten Gewissens unseren Freunden anvertrauen können. Der Mann musste ja sein Handy betrauern.

Danach gingen wir Eis essen zum Verrückten Eismacher. Der Name sagt schon viel, es gibt zwar relativ normal Eissorten, aber auch Biereis, Kartoffelsalateis, Wursteis, Cheesecake-Eis, und noch einige andere Sorten mehr, die ich mir leider nicht merken konnte. Ich hatte Schokoladensorbet und Erdbeer-Basilikum-Balsamico-Eis und es war ganz ausgesprochen köstlich! Ich überlege, wie ich letzteres nachbauen könnte.

Abends durften die Kinder dann nochmal gemeinsam baden. Und dabei das Bad unter Wasser setzen. Das kann ich ja nun gar nicht leiden, aber es war ja nicht mein Bad. Meine Freundin ist da etwas entspannter.

Gestern Vormittag haben wir uns dann wieder auf den Weg Richtung Hamburg gemacht, diesmal mit einmal Umsteigen. Das Kind ist zum Glück direkt nach dem Umsteigen eingeschlafen, so nölig und motzig wie sie war, war das auch dringend nötig. Die Fahrt haben wir auch ganz gut rumgebracht, wieder ohne Verspätung oder sonstige Probleme. Mein Bedarf an Zugfahren ist allerdings jetzt erstmal gedeckt.

Das Kind war völlig fertig, als wir zu Hause ankamen und schlief um kurz nach sieben innerhalb kürzester Zeit ein. Ich hoffe, sie ist diese blöde Erkältung bald los!

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Hauptgesprächsthema am Wochenende: natürlich die Kinder. Kaum waren wir nämlich angekommen, wurde uns eröffnet, dass meine Freundin wieder schwanger ist. Genau das hatte ich geahnt! Sie haben gleichzeitig mit uns wieder angefangen zu hibbeln, waren bisher aber nicht erfolgreich. Und ich hatte so eine Ahnung, dass es entweder jetzt klappen würde und wir das dann ganz frisch erfahren würden oder dass es noch ewig dauern würde.

Nun hat es also geklappt und ich freue mich sehr für sie! Wir sind diesmal genau 25 Wochen auseinander. Lustigerweise geht es ihr genau wie mir. Keinerlei Symptome und die Sorge, ob das wohl was zu bedeuten hat. Sie hat dafür morgen schon einen Termin beim Frauenarzt, der stand eh schon seit Monaten fest. Da passt das ja jetzt.

Ansonsten musste ich mich schon sehr wundern, also so innerlich. Die Freundestochter ist ja so alt wie unsere. Und hat nach wie vor einen Schnuller. Ständig. Auch tagsüber. In der Kita wohl nicht, aber sonst. Dazu trinkt sie literweise Milch aus Nuckelflaschen. Ich krieg ja schon die Krise, wenn unser Kind mehr als zwei Becher Milch am Tag trinkt, weil Milch gleich Lebensmittel, nicht Getränk. Auch wenn beide Kinder eher schlank bzw. zart sind.

Da ging es dann teilweise tatsächlich so: Schnuller raus, Milchflasche rein, Milchflasche raus, Schnuller rein, Schnuller raus, Milchflasche rein usw. usf. Da hab ich echt blöd geguckt.

Die Eltern sind entspannt. Irgendwann wollen sie ihr das mal abgewöhnen. Meine Freundin möchte nicht, dass sie mit Schnuller im Mund spricht. Das wurde allerdings auch nicht sehr konsequent umgesetzt. Ich hab nur innerlich meinen Kopf geschüttelt.

Es war dann auch gut, dass wir gestern wieder gefahren sind. Unser Kind wollte dann nämlich ihre Milch zum Frühstück aus einer Puppennuckelflasche, die sie in der Spielküche gefunden hatte, trinken. Und machte allen Ernstes Anstalten, die Milch aus ihrem Becher in die Flasche zu schütten. Das haben wir dann doch mal unterbunden.

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So wäre also auch dieser Besuch geschafft! Ich hoffe sehr, dass wir die Freundestochter nicht angesteckt haben und allgemein nicht zu anstrengende Gäste waren. :D
Das nächste Treffen ist für Anfang Oktober ausgemacht, da können sie dann unser Baby bewundern und ich Babybauch streicheln. <3

Wöchentlicher Statusbericht XXVII (2)

Wie weit bin ich: 30+1
Bauchumfang: am Bauchnabel 102 cm.
Gewicht: 66,5 kg
Das war schön: Besuch in München bei strahlendem Sommerwetter. Meine Freundin ist auch wieder schwanger! Uns trennen diesmal genau 25 Wochen. ;)
Das war doof: Krankes Kind, Besuch in Bereitschaftspraxis. Der doofe Ultraschall, der schon wieder ein zu dünnes Kind ergeben hat.
Ich vermisse: Eigentlich nichts weiter.
Heißhunger auf: Obst. Schokolade.
Wehwehchen/Symptome: große Schlafprobleme. Ein harter Bauch. Die Tage in München waren wohl anstrengend.
Ich freue mich: dass ich nur noch elf Arbeitstage habe. Es mir im Großen und Ganzen eigentlich gut geht.
Gekauft/Bestellt/Erledigt: Nichts weiter.

So war es bei Nummer 1.