WMDEDGT Dezember 2017

Wie jeden Monat fragt Frau Brüllen, was wir eigentlich den ganzen Tag so machen.

Zum ersten Mal auf den Wecker schaue ich um fünf Uhr und stöhne innerlich. Das hatten wir zuletzt öfter, dass das Baby um diese unchristliche Uhrzeit knallwach war. Doch sie lässt sich wieder in den Schlaf stillen. Um viertel nach sechs klingelt des Mannes Wecker. Um halb sieben ruft das große Kind energisch nach dem Papa. Der geht hin. Zwei Minuten später singt sie lautstark „Single Bells“ im Flur. Da wird auch das Baby wach. Nacht vorbei. Immerhin habe ich heute Morgen keine Rückenschmerzen. Mir ist es zu eng mit dem Baby in meinem Bett, aber sobald ich sie von meiner Matratze entferne und 20 Zentimeter weiter in ihr Bett lege, wird sie unweigerlich wach. Spätestens nach ein paar Minuten. Nun gut.

Der Mann kümmert sich ums große Kind, erklärt ihr aber, dass er erstmal duschen müsste, bevor sie runtergehen könnten.
Das veranlasst sie zu der Aussage: „Dann gehe ich eben runter, nehme mir die Fünf und setze mich aufs Sofa, ganz einfach!“
Klar, unten steht der Adventskalender. Sie kommt dann aber erst doch kurz ins Schlafzimmer, um ihre Schwester zu begrüßen. Dann geht sie wieder raus, macht das Licht an und geht runter. Ich höre sie am Adventskalender kramen und bin gespannt, ob sie die Schokolade wohl sofort essen wird.

Ich stehe auch auf, wickle das Baby und ziehe sie an. Dann lege ich sie unters Mobile und mache mich selbst fertig.

Unten sitzen der Mann und das große Kind am FRühstückstisch. In der Fünf waren ein kleiner Dekoengel und einer aus Schokolade. Der Adventskalender kommt von meiner Schwiegermutter und die Figürchen sind niedlich, aber sinnlos. Ich stelle sie als Deko auf den Kaminsims. Ein paar Minuten später wird dann auch der Schokoengel seinem ursprünglichen Zweck zugeführt.

Ich mache mir Frühstück. Besonders hungrig bin ich nicht. Am Wochenende hatte ich mir den Magen verdorben, das hat meinen Appetit etwas zurechtgestutzt.

Gegen halb acht verabschiedet sich der Mann. Er hat heute Weihnachtsfeier und wird erst spät nach Hause kommen. Das wird ein langer Tag für mich.

Das Baby spielt unterm Spielebogen und kullert ein bisschen vor sich hin.

Ich schaffe mein Frühstück nicht vollständig. Ich räume ab, packe das Baby in die Wippe und gehe mit ihr in den Keller. Eine Ladung Wäsche muss in die Maschine und die Ladung vom Vortag abgehängt und gefaltet werden. Das große Kind kommt mit und befragt mich zu des Mannes Hemden, die an der Leine hängen. Ich stelle die Maschine an und falte nur ein paar Kleidungsstücke. Der Rest reicht auch später noch. Dann gehen wir wieder hoch. Das Kind macht ein Puzzle, ich stille das Baby.

Es ist Dienstag, Ausflugstag der Kitagruppe. Da braucht das Kind ausnahmsweise einen Rucksack mit Brotdose und Wasserflasche. Ich gehe in die Küche, um das Brot zu schmieren. Das große Kind schleppt ihren Rucksack hinterher.

So, alles fertig. Fünf vor halb neun, Zeit zum Zähneputzen. Außerdem andere Klamotten obenrum (der Mann hat das Kind für den tiefsten Winter angezogen) und überhaupt ne Hose anziehen. Und Haare machen. Ich bereite das Kind drauf vor, dass sie heute einen Friseurtermin hat. Sie ist skeptisch. Ich hantiere mit Haarspangen und Haarbürsten und denke mal wieder drüber nach, dass ein Junge echt praktisch gewesen wäre. Haare auf 12 mm runterrasieren, fertig. (Disclaimer: Ich würde meine beiden Mädels niemals wieder hergeben und das mit dem Jungen ist lediglich in meinem Kopf, nicht in meinen Handlungen oder sonst irgendwo. Und ja, genderneutrale Erziehung blabla, bei den Haaren bin ich konservativ. Solange ich mich um die Haare kümmern muss, bestimme ich die Frisur.)

Endlich ist das Kind vollständig angezogen und frisiert. Wir gehen runter, ich ermahne sie mehrfach, sich jetzt bitte doch mal die Schuhe anzuziehen, stopfe das Baby in ihre Jacke und lege sie in den Kinderwagen. Sie ist müde (man kann die Uhr nach ihr stellen) und schreit. Kind fertig anziehen, selber Schuhe und Jacke anziehen, rausgehen. Beim Abschließen merken, dass ich meinen Schal vergessen habe. Wieder reingehen. Das Kind sieht meinen Schal und möchte auch einen. Vor zwei Minuten wollte sie noch keinen. Nochmal reingehen. Kinderschal holen. Abschließen.

12 Minuten vor neun: Abmarsch. Das große Kind ausnahmsweise auf dem Buggyboard. Das Baby schreit weiterhin. Ich streichle sie hin und wieder und gebe ihr einen Schnuller, kann aber sonst nur abwarten. Kurz vor der Kita schläft sie ein.
Es nieselt übrigens. Acht Grad sollen es heute werden. Vor einem Jahr hatten wir Minusgrade und wunderbaren Frost.

Ich stelle den Kinderwagen in den Flur und gehe mit dem Kind in die Garderobe. Schnell ausziehen, Schläppchen an, ab in die Gruppe. Da ist es dunkel. Blöd. Wir gehen nochmal in den Flur gucken. Es sind auf jeden Fall schon Kinder aus der Gruppe da, aber wo sind die Erzieher. Nochmal in den Gruppenraum. Da ist jetzt Licht, aber statt der Erzieher sind da die Kitaleiterin und der Hausmeister. Die Erzieherin sei beim Frühstück, sagt sie mir. Das Kind findet das alles überhaupt nicht gut und klebt an mir. Die Leiterin nimmt uns mit zum Essraum, wo die Erzieherin auch tatsächlich sitzt. Das Kind möchte aber nicht frühstücken und klebt weiterhin an meinem Bein. Ich sage zu ihr, dass ich beim besten Willen nicht bleiben kann und verabschiede mich von ihr. Sie dreht sich um und geht Richtung Gruppenraum. Hm. Ok. Ich ziehe meine Schuhe an, gucke dann nochmal, ob ich sie sehe. Nein, gut, dann gehe ich jetzt nach Hause.

Das Baby schläft weiterhin. Zu Hause angekommen räume ich etwas auf, kümmere mich um die Wäsche, mache Betten und schaue immer mal wieder nach, ob das Baby nach wie vor pennt. Schließlich setze ich mich auf Sofa und lese Twitter nach. Nach ganzen anderthalb Stunden wird das Baby endlich wach. Wir stillen und spielen ein wenig. Auf der Krabbeldecke übt sie ernergisch das Drehen, aber es klappt nach wie vor nicht.

Ich recherchiere zum Thema Infrarotheizungen und mache mir etwas Gedanken, ob wir es wohl pünktlich zum Friseurtermin schaffen werden. Dank Ausflugstag isst die Kitagruppe heute spät, das hatte ich beim Terminausmachen nicht bedacht. Ich schaue nach, wie lang der Bus fährt. Drei Minuten? Huch? Oh. Das ist die U-Bahn. Natürlich, die gibt es ja auch noch, völlig vergessen. Na gut, wir werden wohl halbwegs pünktlich sein.

Um zwanzig nach 12 mache ich mir Essen warm. Es gibt klassischen Grünkohl mit Wurst. Das Baby sitzt auf meinem Schoß und grapscht mir immer wieder auf meinen Teller. Nein, meine Kleine, dafür bist du noch etwas zu jung!

Sie motzt und schläft nach ein paar Minuten an meiner Schulter ein. Ich setze mich mit ihr aufs Sofa, um diesen Beitrag zu beginnen. Da ist es kurz vor eins.

Es ist jetzt 13:22, das Baby wird wieder wach.

Wir  wickeln und stillen, ich gehe nochmal aufs Klo, dann gehen wir los. In der Kita müssen wir kurz warten, bis die Kinder mit dem Essen fertig sind. Leider hab ich den obligatorischen Fruchtriegel vergessen, aber ich hab genug Bestechungsschokolade eingepackt. Ähem.

Das Kind lässt sich zum Glück schnell anziehen, Jacke und Schal sind dreckig, der Ausflug war offenbar ein Erfolg.

Am Aufzug zur U-Bahn müssen wir warten und deshalb auf die Bahn und sind dann doch wieder in Verzug. Ich hasse es.

Wir kommen aber noch halbwegs pünktlich. Die Probleme fangen jetzt erst an, das Kind möchte sich nämlich trotz aller Versprechungen nicht die Haare schneiden lassen und klebt an meinem Hintern. 
Schließlich können wir sie überreden, sich die Jacke auszuziehen und sich auf den en Stuhl zu setzen. Umgang oder Handtuch werden nicht geduldet. Dann ohne.
Die Friseurin hat zum Glück Geduld und schließlich hat das Kind trotz Proteste und Gewackele die Haare wieder ordentlich. Ich gebe ordentlich Trinkgeld, dann verabschieden wir uns. Für ein paar Monate haben wir jetzt alle Ruhe. 

Wir gehen zum Einkaufszentrum. Auf dem Weg dahin muss das Kind Pipi. Ich lasse sie im Schutz vom Kinderwagen an einen Busch  pinkeln und trete dann zur Strafe in einen Hundehaufen.

Wir sitzen uns zum Stillen  und Schokolade essen auf eine Bank. Danach gehen wir einkaufen, was erfreulich reibungslos verläuft. Danach klettert das Kind noch in einem dieser Fahrzeuge rum, für die man Geld bezahlen muss, was ich aus Prinzip nicht tue, dann fahren wir mit dem Bus nach Hause. 

Wir sind um kurz nach vier zu Hause, fünf meter vor dem Haus schläft das Baby ein, so dass ich noch kurz draußen bleibe, um den Wagen zu schuckeln.
Das Kind ist irritiert und fragt mehrfach, ob ich jetzt reinkomme.

Ausziehen, Sachen aufhängen, Hände waschen. Letzteres ist ganz wichtig, da klebt sogar noch Ausflugsdreck dran. Abhärtung ist alles.

Das Kind darf die Smarties essen, die ich ihr versprochen hatte (ja, es gab viel Schokolade heute), ich esse Plätzchen und gucke kurz aufs Handy, dann machen wir die Kerze an, lesen das aktuelle Lieblingsbuch vom Kind („Alle Kinder dieser Welt“) und gleich zweimal die heutige Adventsgeschichte.

Gegen zwanzig vor fünf gehe ich in die Küche um einen nasses Tuch für die Hände vom Kind zu holen und stelle auf dem Rückweg fest, dass das Baby wach ist. Sie hat allerdings keinen Ton von sich gegeben. Ich überlege, ob sie wohl der Adventsgeschichte gelauscht hat.

Die Zeit vergeht mit Spielen, ein paar Lieder am Laptop gucken, Haferflocken essen, Stillen, einmal aufs Töpfchen und einmal aufs Klo gehen.

Um viertel vor sechs gehen wir hoch zum Baden. Ich puste mal wieder den Rand der Duschbadewanne auf und muss dann feststellen, dass da wohl nicht nur ein kleines Loch ist, sondern das Ventil kaputt ist. Die Luft geht so schnell raus wie rein. Der Pool kostet in der neuen Version mal eben 50€ und eigentlich hab ich keine Lust, das auszugeben. Ohne gehts zumindest die nächsten drei Jahre eher nicht.

Das Kind planscht im Bad, das Baby liegt mit den nackigen Beinen zappelnd auf dem Badvorleger und lutscht fröhlich an ihren Händen. Meine Kinder sind schon ziemlich toll!

Gegen zehn nach sechs hole ich das Kind aus der Wanne, dusche sie ab und gebe ihr das Handtuch. Sie legt sich neben ihre Schwester auf den Badvorleger. Ich bereite alles für die Nacht vor, hole eine Windel und den Schlafanzug und fülle den Becher fürs Kind. Ich ziehe das Kind an und putze ihr die Zähne. Immer wieder muss ich sie dazu vom Badvorleger holen und werde irgendwann ziemlich laut.

Dann kommt das Baby dran. Wickeln und in den Schlafanzug stopfen. Das Kind steht neben dem Wickeltisch auf einem kleinen Stuhl und fällt vor lauter Hampelei gleich zweimal runter. Das stört sie allerdings überhaupt nicht. Ob sie es wohl je lernen wird?

Das Baby kommt in den Schlafsack und ich lege sie ins Bett vom Kind. Das große Kind „liest“ ihr vor, während ich nochmal aufs Klo gehe. Dann stille ich das Baby und lese währenddessen zwei Geschichten vor. Gute Nacht, Licht aus, um zwanzig vor sieben schläft das Kind. War ein anstrengender Tag!

Ich gehe nochmal kurz mit dem Baby runter, sie ist noch nicht müde genug. Ich hole Geschenkpapier, der Mann hat morgen Schrottwichteln und hat mich gebeten, das Geschenk einzupacken. Das Baby knurrt mich an, wir gehen doch wieder hoch.

Ich wippe mit ihr auf dem Pezziball, bis sie schläft und lege mich dann mit ihr ins Bett, um sicherzugehen, dass sie wirklich schläft.

Um halb acht gehe ich runter, mache das Babyfon an und mir selbst Abendbrot. Dann packe ich das Geschenk ein, der Tee muss schließlich noch ziehen und esse dann vor dem Fernseher.

Mal schauen, wie der Abend wird, ich hoffe ruhig.

Gute Nacht!

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WMDEDGT September 2017

Tagebuchbloggen an jedem fünften eines Monats. Gesammelt wird bei Frau Brüllen.

Die Nacht… ist ganz ok. Das Baby wird halb zwei, um fünf und um sechs wach. Das große Kind war schon um 23 Uhr zu uns rübergewandert und schläft die ganze Nacht ruhig im Kinderbett. Um etwa viertel nach sechs wird sie wach und will dringend mit mir kuscheln. Zum Schießen finde ich die Frage: „Hast du noch ein Plätzchen frei für mich?“ Was diese Gören alles auf YouTube lernen!

Der Mann wickelt das Baby und geht dann duschen. Das große Kind möchte erst nicht aufstehen und nimmt mir einiges an Platz im Bett weg. Das Baby stillt solange weiter, will aber nicht mehr schlafen. Das große Kind geht runter. Dort versucht der Mann sie zu überreden, doch sich doch erstmal wickeln und anziehen zu lassen, aber aber sie bleibt relativ lange stur. Irgendwann klappt es doch.

Ich stehe um zehn vor sieben auf, Klo, waschen, anziehen und gehe dann mit dem Baby runter. Dort übergebe ich sie an den Mann und mache mir Frühstück.

Der Rest des Morgens ist das das übliche Prozedere. Frühstücken, das Kind zum Zähneputzen und Haare machen überreden. Und zu Fuß zur Kita zu gehen. Der Mann gibt nach und schiebt sie im Buggy davon. Er wird ihn später wieder mitbringen, denn mit Abholen bin heute ich dran.

Das Baby schläft ein wenig unruhig im Kinderwagen, ich setze einen Brotteig an. Als der Mann wieder da ist, besprechen wir das Mittagessen und was er einkaufen soll. Er fährt weg, ich tue nicht viel, außer lesen und hin und wieder den Schnuller ins Baby zurückzuschieben.

Nachdem der Mann wieder da ist, wird sie doch wach und möchte stillen. Ich übergebe sie an den Mann und erledige ein paar Telefonanrufe. Ich spreche mit einem Gärtner, der die Bäume in unserem Garten entfernen soll. Er kommt morgen mal vorbei zum Gucken. Der zweite Telefonanruf betrifft die Rückbildung. Wahrscheinlich kann ich im November anfangen, denn der nächste Kurs startet schon nächste Woche und das ist noch etwas zu früh für mich. Aber November reicht auch.

Zwischendurch kommt der Mann hoch zum Wickeln. Gegen zehn Uhr versuche ich das Baby und mich etwas hinzulegen, scheitere aber am zappelnden, hellwachen Baby. Später schläft sie beim Mann ein, aber da bin ich schon wieder beschäftigt und kriege so trotz Müdigkeit heute keinen Mittagsschlaf. Wird ja eh überbewertet. Um viertel vor zwölf schiebe ich das Brot in den Ofen und mache dann den Abwasch.

Danach lese mein aktuelles Buch fertig, damit ich es später mit zur Bücherhalle nehmen kann. Zwischendurch mal wieder stillen und Babyschuckeln. Sie schläft auf mir. Um halb eins lege ich sie in den Kinderwagen und hole das Brot aus dem Ofen und stecke eine schwäbische Lasagne hinein. Der Mann isst heute Camembert.

Nach dem Mittagessen beschäftige ich mich mit den Geburtskarten. Leider muss ich feststellen, dass ich überhaupt kein passendes Bild vom Baby im Querformat habe. Also muss das noch etwas warten. Um halb zwei wecken wir mal das Baby. Sie muss gewickelt werden und ich möchte sie nochmal stillen, bevor wir zur Kita marschieren. Das klappt auch alles ganz gut.

Auf dem Weg zur Kita mache ich einen Umweg zum Briefkasten und bin dann relativ pünktlich um 14 Uhr in der Kita. Das Kind ist draußen und spielt im Sandkasten. Sie sieht mich erst nicht, kommt aber dann begeistert zu mir. Wir gehen in den Umkleideraum der großen Kinder. Seit Ende der Schließzeit gehört das große Kind zum Kindergarten und nicht mehr zu Krippe und nun ist sie auch im entsprechenden Umkleideraum. Die stellvertretende Leiterin kommt vorbei und bewundert das Baby.

Dann gehen wir los zur Bücherhalle. Dort ist das Kind eher an den bunten Hockern interessiert. Sie stellt alle hübsch zusammen und erklärt mir dann, wer wo sitzt. Zwischendurch kann ich noch ein paar Bücher für mich aussuchen. Dann wird das Baby wach. Mit ihr auf dem Arm sehe ich mir die Kinderbücher an und überlege, welche wir mitnehmen könnten. Leider ist die Auswahl in dieser Bücherhalle nicht besonders groß. Das Kind fummelt weiter an den Hockern herum. Ich finde das Bild ganz schön und möchte ein Foto machen. Nun ist das Kind dringend am Handy interessiert und möchte selber fotografieren. Irgendwann kann ich es ihr wieder abluchsen und mit ihr Bücher aussuchen.

Dann gehen wir zur Ausleihe, nicht ohne die übliche Diskussion, dass sie jetzt noch nicht auf das Buggyboard steigen kann und das wir die Bücher auch erstmal ausleihen müssen, bevor sie sie einpacken kann. Sie sieht es schließlich ein.

Auf dem Weg zum Bus klettert sie erstmal noch auf ein paar Bänken herum, aber 15 Uhr etwa kommen wir doch zu Hause an, wo der Mann die Tür öffnet.

Das Baby schläft weiterhin im Kinderwagen, das große Kind darf iPad gucken. Nach dem Händewaschen! Erneute Diskussionen.

Schließlich fragt der Mann, ob wir Eis möchten und bereitet es in zwei Schüsseln vor. Leider in zwei unterschiedlichen Schüsseln. Das Kind macht einen riesen Aufstand, weil sie gerne meine Schüssel möchte. Es könnte auch mit der etwas größeren Eismenge zu tun haben, aber eigentlich ist der Unterschied marginal. Schließlich lasse ich mich erweichen und tausche mit ihr. Nach zwei Löffeln will sie zurücktauschen und macht einen erneuten Aufstand, aber meine Geduld ist am Ende. Ich gehe auf die Terrasse und esse mein Eis zu Ende. Sie folgt mir und tut es mir ohne größere Probleme nach.

Dann fängt sie an, im Sandkasten zu spielen. Mir fällt auf, dass der fünfte ist, hole den Laptop und beginne diesen Beitrag.

Es ist jetzt 16:24. Das Baby schläft immer noch.

Um zehn vor fünf wacht sie doch mal auf. Ich stille, wickle, stille. Das große Kind matscht unterdessen mit Sand und Wasser herum. Ich muss sie mal wieder davon abhalten, das Regenwasser zu trinken. Kurz darauf kommt der Mann vom Friseur wieder.

Wir diskutieren darüber, was wir aus dem Garten alles entfernt haben möchte und machen eine kleine Begehung. Mal wieder.
Später legt er das Baby auf die Decke, die wir am Tag zuvor von Freunden geschenkt bekommen haben. Prompt kotzt sie darauf. Nun, ist die also auch schon markiert. Ich nutze die Gelegenheit und mache endlich ein passendes Foto von ihr. Später nehme ich auch noch die große Kamera und fotografiere sie mit dem Papa.

Um kurz nach sechs decken wir den Tisch und essen zu Abend. Der Mann schuckelt weiter das Baby. Das große Kind hat mal wieder nur Blödsinn im Kopf und alle ihre Manieren vergessen. Irgendwann platzt dem Mann der Kragen und er bringt sie eine halbe Stunde vor ihrer Zeit nach oben. Er kommt nach dem Zähneputzen aber nochmal runter und deckt den Tisch ab. Dann will er das Kind ins Bett bringen, die ist aber nicht erfreut, dass sie mir nicht richtig Gute Nacht sagen konnte. Also gehe ich auch hoch, stopfe sie noch in ihren Schlafanzug und fülle frisches Wasser in ihren Trinkbecher.
Dann gehe ich runter und gehe mit dem Baby umher, das nicht so ganz zufrieden ist.

Um zwanzig nach sieben kommt der Mann runter, das Kind schläft.
Er macht den Fernseher an und nimmt mir das Baby ab.

Ich lade die neuesten Fotos in die Dropbox und aktualisiere diesen Beitrag.

Das Baby ist ziemlich unglücklich, ich werde wohl bald mit ihr nach oben gehen müssen. Ich hoffe, sie wird nicht zu spät schlafen.

Also schon mal: Gute Nacht!

Die Zeit verfliegt!

Bei uns ist übrigens alles in Ordnung! Auch wenn das Baby sehr entspannt ist, man kommt doch selten mal zu etwas.

Morgen ist unsere kleine Tochter schon drei Wochen bei uns und man fragt sich wieder mal: Wie war es eigentlich vorher?

Allerdings, ganz im Alltag sind wir dank des Urlaubs vom Mann noch nicht angekommen. Die Kita hat aber zum Glück schon wieder angefangen. Wobei das große Kind diese Veränderung bisher erstaunlich gut und eifersuchtsfrei aufgenommen hat. Ich klopfe auf Holz und hoffe, dass es so bleibt!

Unterdessen feiern der Mann und ich heute unseren fünften Hochzeitstag und fragen uns, wo die Zeit nur geblieben ist? Und staunen, was in den fünf Jahren alles passiert ist! Fast nur Gutes, die nächsten fünf Jahre dürfen dann gerne genauso werden! <3

WMDEDGT Juli 2017

Bei Frau Brüllen gibts alle Teilnehmer.

Ich schlafe die Nacht durch (was in letzter Zeit erstaunlich häufig vorkommt), bis um zehn nach sechs die Rolläden hochgehen. Draußen regnet es mal wieder, wie überflüssig. Der Mann steht um viertel nach sechs auf und erstaunlicherweise ist auch das Kind schon wach, welches am Abend zuvor erst um halb zehn endgültig schlief.

Ich döse bis um viertel vor sieben, ziehe mich an und gehe runter zum Frühstück. Der Mann verabschiedet sich zeitig, er will vor der Arbeit noch zum Sport. Das Kind guckt noch etwas iPad, ich frühstücke in Ruhe. Dann möchte sie ein Buch angucken, verliert aber bald das Interesse. Stattdessen spielt sie mit einem Handtuch und zieht mal wieder ihre Hose aus. Diese Phase hatten wir eigentlich hinter uns.

Sie hlift mir beim Tisch abräumen, dann gehen wir hoch zum Zähneputzen. Mit viel Geduld und Überredungskunst darf ich ihr ein bisschen die Zähne putzen. Naja, besser als nichts. Dann Hände und Mund waschen, Haare bürsten, Haarspangen rein, Socken aussuchen.

Unten wieder angekommen heißt es Socken, Hose, Schuhe und Jacke anziehen. Das Kind besteht auf ihrem Regenschirm, dabei hat es zum Glück aufgehört zu regnen. Heute gehen wir ausnahmsweise ohne Buggy zur Kita. Das klappt erstaunlich gut, das werden wir dann wohl öfter so machen. Wenn das Baby da ist, wird der Buggy eh eingemottet.

Ich gebe das Kind ab, ihr Verehrer erwartet sie schon. Leider hat sie kaum Interesse an ihm, das ist fast ein bisschen herzzerreißend. Ich berichte von des Kindes mutmaßlichem Schlafmangel und teile mit, dass ich sie schon um viertel nach eins abholen werde. Ich habe einen Arzttermin und muss sie ausnahmsweise mitnehmen. Die Erzieherin schreibt es sich auf und meint, dass sie sie dann schon wecken und fertig machen werden. Ich freue mich das zu hören, das hatte ich gar nicht verlangen wollen.

Nach der Verabschiedung gehe ich zu Budni und kaufe einige Dinge, unter anderem Himbeerblättertee. Den hatte ich auch in der letzten Schwangerschaft schon, aufgrund des drohenden Kaiserschnitts dann aber nur eine Tasse davon getrunken. Den Rest hatte ich einer Freundin überlassen.

Zu Hause setze ich einen Brotteig an und bereite dann Schoko-Bananen-Muffins vor. Der kleine Nachbarsjunge hat heute Geburtstag und weil wir immer so lecker von unseren Nachbarn verköstigt werden, will ich mich doch mal wieder revanchieren.

Dann fange ich an die frisch entwickelten Fotos in des Kindes Fotoalbum einzukleben. Leider habe ich vergessen, Fotoecken zun kaufen, so dass die Aktion begrenzt ist.

Nach den Muffins kommt der Brotteig zum Gehen in den Ofen. Ich schneide Fenchel klein, den will ich später anbraten.
Gegen halb zwölf fange ich an das Brot zu backen und stelle mir einen Wecker. Ich will die Zeit nutzen und mich noch etwas hinlegen. Ich schaffe es ausnahmsweise nicht in den Schlaf, aber Dösen ist auch gut.

Um zehn nach zwölf ist das Brot fertig. Dann brate ich den Fenchel, zusammen mit ein paar gekochten Kartoffeln, die noch übrig waren. Dazu kommen zwei Bratwürste. Es ist eine ziemlich große Portion, aber ich schaffe sie wider Erwarten komplett.
Ich packe noch ein paar Sachen zusammen und mache mich um kurz nach eins auf den Weg zur Kita.

Dort ist das Kind tatsächlich fertig, hat aber ihren Mittagsschlaf bereits am Vormittag erledigt. Das erzählen mir alle drei Erzieher unabhängig voneinander. :D
Das Kind bekommt ihren üblichen Fruchtriegel, dann gehen wir zur U-Bahn. Wir fahren in die Innenstadt zu meiner Frauenärztin.

Dort läuft alles recht entspannt, nur dass ich ans CTG angeschlossen werde, ist ihr sehr unheimlich und sie fängt bitterlich an zu weinen. Die Arzthelferin ist sehr lieb und schafft es, sie mit Stiften und Papier zu beruhigen. Sie malt ein wenig, während das Baby wie üblich ziemlich aktiv ist.

Beim Ultraschall ist ebenfalls alles wie immer, das Baby ist dünn, aber auf der Linie gewachsen, sogar ein klein bisschen mehr. Wegen des Streptokokkenabstrichs muss ich noch auf den Stuhl, was das Kind irritiert, sie lässt es aber zu. Die Ärztin stellt fest, dass das Kind schon in Richtung Becken gerutscht ist, sie kann den Kopf aber noch verschieben. Aufregende Sache für mich!

Ich mache die nächsten zwei Kontrolltermine aus, dann gehen wir. Wir machen draußen noch eine Butterbrot- und Kekspause und fahren dann zum Musikgarten. Der verläuft ebenfalls recht schön und entspannt, nur das Sitzen fällt mir allmählich schwer.

Wir fahren nach Hause, wo ich vier Muffins zusammenpacke und mit einer kleinen Kerze verziere. Passenderweise ist die Nachbarin mit ihrem Sohn grade draußen. Das Kind hat sich mittlerweile selbst an den Muffins bedient. Wir werden nach nebenan eingeladen, wo wir viele Süßigkeiten, Kuchen und leckeren türkischen Schwarztee bekommen. Die beiden Kinder spielen miteinander.

Gegen 18 Uhr verabschieden wir uns wieder. Der Mann ist schon zu Hause. Das Kind hat plötzlich die Windeln voll, nun, sie soll eh gebadet werden. Danach bekommt sie noch Haferflocken und darf nochmal kurz iPad gucken. Nach einigem Widerstand bringt der Mann sie schließlich ins Bett.

Um halb acht fällt mir auf, dass heute der fünfte ist und ich beschließe, diesen Beitrag zu schreiben.

Um viertel nach acht klingelt es plötzlich, es sind die Nachbarn von der anderen Seite, mit einem Teller riesiger Muffins. Sie bedanken sich für unsere Geduld während ihrer Renovierungsarbeiten und dass wir ihnen WLan geliehen haben. Mit unseren Nachbarn haben wir wirklich Glück!

Der Tag wird nicht mehr lang, der Mann muss am nächsten Tag um fünf Uhr aufstehen.

Trocken werden, weiter gehts

Vor fünf Monaten schrieb ich schon mal über das Thema.

Damals dachte ich wirklich, wir würden jetzt in großen Schritten Richtung Trocken werden und bald keine Windel mehr gehen. Tja, weit gefehlt. Ich muss noch viel lernen. ;)

Tatsächlich ebbte das Interesse am Klo bzw. Töpfchen bald wieder ab. Na gut, dachte ich mir, wickeln ist ja schon recht praktisch, vor allem, solange es noch kalt ist. Kind im Winterwind abhalten, muss nicht unbedingt sein. Meine Freundin in München erzählte unterdessen, ihre Tochter sei zwar sauber, aber noch nicht trocken (Spoiler: sie ist zum heutigen Zeitpunkt nicht viel weiter als unsere).

Wir setzten sie hin und wieder aufs Töpfchen bzw. sie ging freiwillig drauf, es ging aber für gewöhnlich nichts rein. Bis ich Mitte April mal selbst aufs Klo musste und plötzlich das Kind vor mir stand: „Mama, ich hab gepüschert!“ Tatsächlich, ja. Pipi im Töpfchen. Das war so aufregend für sie, dass sie noch mittendrin aufstehen musste, um mir das zu erzählen. :D Zum Glück ist das Bad gefliest.

Seitdem macht sie öfter mal ins Töpfchen und mittlerweile steht sie auch nicht mehr mittendrin auf. Einmal sagte sie sogar nach dem Baden, noch ohne Windel, dass sie Pipi machen wollte und ging dann auch tatsächlich erfolgreich auf den Topf.

Ich erfuhr etwa zeitgleich in der Kita, dass sie auch dort hin und wieder erfolgreich aufs Klo geht.

Vor einer Woche war schönstes Sommerwetter und ich hab beschlossen, mal zu prüfen, wie es so ist, wenn sie längere Zeit ohne Windel rumlaufen darf. Es war von der Quantität her ein sehr erfolgreicher Tag. Schon morgens, nach einer sehr trockenen Nachtwindel, ging was in den Topf und an dem Nachmittag folgten noch vier weitere Sitzungen (Freiluftpinkeln ins Töpfchen auf der Terrasse), die sie ganz selbstständig erledigte. Tatsächlich machte ich mir schon fast Sorgen, weil teilweise nur zehn Minuten dazwischen lagen. Aber ist es ja auch noch ne kleine Blase.

Dann wurden wir aber zu vertrauensselig, abgelenkt vom iPad ging die letzte Runde aufs Sofa. Naja. Selbst schuld. :D

Unter den passenden Bedingungen entwickelt sie wohl also allmählich ein Gefühl für ihre Blase. Beim großen Geschäft tut sich noch nichts.

Ursprünglich dachte ich, dass sie sicher trocken sein wird, bis das Baby auf der Welt ist, aber bis dahin sind es ja nur noch etwa acht Wochen. Und selbst wenn, wird es dann sicherlich nochmal zu einem Rückfall kommen, da sie auch wieder Baby sein möchte. Zumindest rechne ich damit. Aber darauf kann man sich ja einstellen.

Twitter sei dank konnte ich zuletzt auch mal wieder die große Zeitspanne sehen, in der Kinder trocken werden. Das eine Kind, 9 Monate jünger als unseres: trocken. Das andere Kind, ein Jahr älter als unseres: noch nicht trocken, jedenfalls nicht zuverlässig. Schon ziemlich interessant!

Unser Wochenende und so

Übers lange Wochenende waren wir in München, um Freunde zu besuchen. Unsere Töchter sind quasi gleichalt und bei deren Besuch im letzten September haben die beiden sich ganz prima verstanden. Ich war guter Dinge, ein paar entspannte Tage zu haben.

Ganz getreu dem Motto „Plane niemals mit Kleinkind“ freute ich m ich auch erst, als wir definitiv im Zug saßen. Ja, wir sind diesmal Zug gefahren, Fliegen war mit dem Feiertag einfach zu teuer. Sechs Stunden waren pro Fahrt angesetzt und mir graute davor. Nicht wegen der Schwangerschaft, ich kann auch im achten Monat noch ganz prima sitzen (die Kompressionsstrümpfe hab ich brav getragen), aber das Kind! Das muss ja auch bespaßt werden. Da wir erst nachmittags fuhren, hatte sie ihren Mittagsschlaf schon erledigt. Es ging dann aber ganz gut. Mit iPad funktionierendem WLAN im ICE, diversen Büchern, vielen Stickern und einigen Spaziergängen durch den Zug haben wir die Zeit ganz gut rumgekriegt.

Blöd nur: Das Kind hustete. Sie war ja eh schon erkältet und das seit zwei Wochen. Ein Schnupfen ist ja nun quasi Dauerzustand bei Kitakindern, weshalb der kein Ausschlusskriterium für die Fahrt war. Nun also noch Husten. Na gut, das war jetzt so.

Wir kamen gut an, die Kinder mussten sich noch kurz beschnuppern und waren dann ganz aufgedreht. Ruhe war erst gegen 22 Uhr. Die Nächte waren die ganze Zeit kurz und unruhig. Unser Kind wachte jeden Tag pünktlich um halb sieben auf. Ich habe ungefähr gar nicht geschlafen, wegen zu wenig Platz, zu warm, zu laut. Der Mann ist zwar später ins Wohnzimmer umgesiedelt, weil 1,20m Bettbreite für uns einfach nicht ausreichen, insbesondere nicht, wenn das Kind auch noch bei uns schlafen will.

Es ging dann aber auch mit wenig Schlaf. Bin ich ja gewohnt. Wir waren auf dem Spielplatz und im Biergarten. Am Samstag haben wir eine Schifffahrt auf dem Ammersee gemacht. Danach haben sich die Kinder unplanmäßig im Wasser getummelt, was angesichts der Erkältung vom Kind vielleicht nicht die beste Idee war. Und da verstärkte sich auch das nächste Symptom: Matschauge. Meh. Bindehautentzündung oder noch Erkältungssymptom? Die Augen waren nicht rot und schmerzhaft war es offenbar auch nicht.

Wir gingen erstmal von letzterem aus, bis das Kind um 17 Uhr beschloss, sie wolle jetzt schlafen. Tat sie tatsächlich auch. Wir haben zwischendurch mal geweckt, damit sie was trank und haben dann doch mal Fieber gemessen: 38,4°C. Ja. Gut. Krank also. Sehr unangenehm, schließlich möchte man ungerne seine Keime zu anderen Kleinkindern schleppen.

Es wurde dann sehr lange diskutiert, ob wir in die Notfallpraxis fahren und wenn ja, wann und vielleicht sollte man doch erstmal telefonieren. Das Telefonat ergab die Ferndiagnose Bindehautentzündung. Wir sollten damit zum Arzt. Aha.

Um 20 Uhr wurde das Kind wieder wach und war gut drauf, allerdings mit verklebten Augen. Sie aß etwas Pizza, malte ein Bild, ließ sich duschen und ging dann wieder ins Bett. In der Nacht schlief sie wie ein Stein, im Gegensatz zu mir.

Am nächsten Tag konnte sie immer noch mit erhöhter Temperatur aufwarten, dafür waren die Augen wieder gut. Wir fuhren in die Bereitschaftspraxis, wo wir etwa eineinviertel Stunden verbrachten und mit einem Rezept für Augentropfen wieder entlassen wurden. Die es in der Apotheke dann nicht gab. Der Mann ging dann zur nächsten Apotheke und hatte dort Glück. Das Tropfen geben selbst ging auch ganz gut.

Nachmittags haben wir die Theresienwiese besucht, wo der Mann sein fast nagelneues Handy fallen ließ (und entsprechend schlecht gelaunt war) und das Kind immerhin bis zur Hälfte in die Statue der Bavaria hochkletterte, bevor es ihr zu unheimlich wurde. Ich selbst habe das übrigens nicht mehr geschafft und sie guten Gewissens unseren Freunden anvertrauen können. Der Mann musste ja sein Handy betrauern.

Danach gingen wir Eis essen zum Verrückten Eismacher. Der Name sagt schon viel, es gibt zwar relativ normal Eissorten, aber auch Biereis, Kartoffelsalateis, Wursteis, Cheesecake-Eis, und noch einige andere Sorten mehr, die ich mir leider nicht merken konnte. Ich hatte Schokoladensorbet und Erdbeer-Basilikum-Balsamico-Eis und es war ganz ausgesprochen köstlich! Ich überlege, wie ich letzteres nachbauen könnte.

Abends durften die Kinder dann nochmal gemeinsam baden. Und dabei das Bad unter Wasser setzen. Das kann ich ja nun gar nicht leiden, aber es war ja nicht mein Bad. Meine Freundin ist da etwas entspannter.

Gestern Vormittag haben wir uns dann wieder auf den Weg Richtung Hamburg gemacht, diesmal mit einmal Umsteigen. Das Kind ist zum Glück direkt nach dem Umsteigen eingeschlafen, so nölig und motzig wie sie war, war das auch dringend nötig. Die Fahrt haben wir auch ganz gut rumgebracht, wieder ohne Verspätung oder sonstige Probleme. Mein Bedarf an Zugfahren ist allerdings jetzt erstmal gedeckt.

Das Kind war völlig fertig, als wir zu Hause ankamen und schlief um kurz nach sieben innerhalb kürzester Zeit ein. Ich hoffe, sie ist diese blöde Erkältung bald los!

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Hauptgesprächsthema am Wochenende: natürlich die Kinder. Kaum waren wir nämlich angekommen, wurde uns eröffnet, dass meine Freundin wieder schwanger ist. Genau das hatte ich geahnt! Sie haben gleichzeitig mit uns wieder angefangen zu hibbeln, waren bisher aber nicht erfolgreich. Und ich hatte so eine Ahnung, dass es entweder jetzt klappen würde und wir das dann ganz frisch erfahren würden oder dass es noch ewig dauern würde.

Nun hat es also geklappt und ich freue mich sehr für sie! Wir sind diesmal genau 25 Wochen auseinander. Lustigerweise geht es ihr genau wie mir. Keinerlei Symptome und die Sorge, ob das wohl was zu bedeuten hat. Sie hat dafür morgen schon einen Termin beim Frauenarzt, der stand eh schon seit Monaten fest. Da passt das ja jetzt.

Ansonsten musste ich mich schon sehr wundern, also so innerlich. Die Freundestochter ist ja so alt wie unsere. Und hat nach wie vor einen Schnuller. Ständig. Auch tagsüber. In der Kita wohl nicht, aber sonst. Dazu trinkt sie literweise Milch aus Nuckelflaschen. Ich krieg ja schon die Krise, wenn unser Kind mehr als zwei Becher Milch am Tag trinkt, weil Milch gleich Lebensmittel, nicht Getränk. Auch wenn beide Kinder eher schlank bzw. zart sind.

Da ging es dann teilweise tatsächlich so: Schnuller raus, Milchflasche rein, Milchflasche raus, Schnuller rein, Schnuller raus, Milchflasche rein usw. usf. Da hab ich echt blöd geguckt.

Die Eltern sind entspannt. Irgendwann wollen sie ihr das mal abgewöhnen. Meine Freundin möchte nicht, dass sie mit Schnuller im Mund spricht. Das wurde allerdings auch nicht sehr konsequent umgesetzt. Ich hab nur innerlich meinen Kopf geschüttelt.

Es war dann auch gut, dass wir gestern wieder gefahren sind. Unser Kind wollte dann nämlich ihre Milch zum Frühstück aus einer Puppennuckelflasche, die sie in der Spielküche gefunden hatte, trinken. Und machte allen Ernstes Anstalten, die Milch aus ihrem Becher in die Flasche zu schütten. Das haben wir dann doch mal unterbunden.

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So wäre also auch dieser Besuch geschafft! Ich hoffe sehr, dass wir die Freundestochter nicht angesteckt haben und allgemein nicht zu anstrengende Gäste waren. :D
Das nächste Treffen ist für Anfang Oktober ausgemacht, da können sie dann unser Baby bewundern und ich Babybauch streicheln. <3

WMDEDGT Mai 2017

Der Tag beginnt um halb eins. Da hole ich das Kind zu uns ins Schlafzimmer, wo sie in ihrem kleinen Bett weiterschläft. Ich nutze die Gelegenheit und gehe mal noch kurz aufs Klo.
Dann schlafe ich leidlich gut bis um sechs Uhr. Die Rolläden gehen hoch und das Kind fängt laut an zu singen, bis es dem Mann zu viel wird und er sich noch etwas Ruhe erbittet. Das Kind schmollt und ist ruhig.
Er steht kurze Zeit später auf, ich döse noch rum bis zwanzig vor sieben und überrde dann das Kind zum aufstehen. Sie lässt sich wickeln und anziehen, die Nachtwindel ist erstaunlich leicht. Leider vergesse ich sie aufs Töpfchen zu setzen, das wäre bestimmt erfolgreich gewesen.
Socken anziehen ist erstmal noch nicht, der Mann ist im Bad und rasiert sich. Das kommt aufgrund seines Vollbartes seltener vor, also muss das Kind dringend nachschauen, was das für Geräusche sind. Ich gehe aufs Klo, wo sie mich aufspürt und verlangt, dass ich ihr die Socken anziehe. Was man nicht so alles macht als Mutter. Dafür möchte sie dann auch die Klospülung drücken.

Ich ziehe mich an, der Mann darf dem Kind Haarspangen in die Haare machen. Dann nimmt er sie mit runter und macht ihr Frühstück. Ich gehe ebenfalls runter und küsse den Mann. Gemeinsam freuen wir uns über elf gemeinsame Jahre. Schließlich ist heute der 5.5., unser Jahrestag!

Frühstück für mich, der Mann geht kurze Zeit später aus dem Haus. Der Rest des Morgens vergeht friedlich, das Kind isst ihr Brötchen, sieht dann, dass ich Quark habe und schmiert sich geschickt welchen auf den Rest ihres Brötchens. Und füttert dann ihre Puppe damit. Zähneputzen klappt auch, Haarebürsten so halb. Sie besteht darauf, es selbst zu tun, fummelt mit gewichtiger Miene mit der Bürste in ihren Haaren rum und verlangt dann: „Zopf!“ Ok, also einen Zopf.

Wir kommen mit einigen Minuten Verspätung los. Auf dem Weg zur Kita beobachte ich, wie eine landende Amsel direkt vor den Vorderreifen eines vorbeifahrenden Autos gerät. Sie kann sich wohl in ein Gebüsch retten, büßt aber einen Teil ihrer Federn ein. Puh!

Ich gebe das Kind wie üblich problemlos an ihre Lieblingserzieherin ab. Will sagen, ich bin abgeschrieben, sobald sie sie begrüßt hat. Ich freue mich jedesmal wieder, dass sie sich dort in der Kita so wohl fühlt.

Ab zur Arbeit. In der Bahn merke ich mal wieder, dass mein Kreislauf noch nicht zu 100% seinen Dienst angetreten hat. Es ist nicht schlimm, aber ungewohnt, da ich sonst wirklich nie unter Kreislaufproblemen leide. Aber so ist das wohl in der Schwangerschaft.

Im Büro angekommen lüfte ich gründlich und räume die Spülmaschine aus. Dann beginne ich diesen Beitrag und meine Arbeit.

Arbeiten ist heute unspektakulär. Ich trinke einen Kaffee und knapp einen Liter Wasser, gehe ein paarmal aufs Klo, frage mich, wo die Paketboten mit meinen beiden Bestellungen bleiben und mache meinen Kram. Die Entwickler sind fleißig und mein Chef reißt mehrere schlechte Witze. :D

Dann stelle ich fest, dass Hermes angeblich mein Paket zugestellt hat. Im. Büro. Nur war da  halt kein Paketbote. Weitere Info sind hab ich nicht. Sehr witzig. Ich bin  gespannt, ob sich das noch klären wird. 

Um 13:30 mache ich Feierabend. Ich will vor dem Abholen des Kindes noch schnell zu Budni. Dort sind die restlichen bestellten Fotos immer noch nicht angekommen sind. Sehr unüblich, normalerweise sind die sehr flott. Dafür finde ich einen kleinen Regenschirm fürs Kind, das wünscht sich unbedingt einen. 

In der Kita werde ich freudig begrüßt, sehr angenehm, nachdem das Kind am Tag zuvor ein ziemliches Drama gemacht hat, weil ich nicht die Oma war. Auch wenn ich nicht weiß, warum sie die Oma erwartet hat. Außer dem Kind stehen noch drei weitere Kinder um mich herum, die mir alle begeistert verschiedene Dinge zeigen. Ich erfahre noch, dass das Kind gut gegessen hat, dann gehen wir Richtung Garderobe. Dort entdeckt das Kind den Regenschirm und freut sich sehr. Sie bekommt noch einen Fruchtriegel und lässt sich sogar anziehen.

Den Weg nach Hause legen wir natürlich komplett zu Fuß zurück. Ich hab eigentlich ziemlich Hunger, aber der Regenschirm muss natürlich gewürdigt werden. An der Haltestelle vorm Haus treffen wir zufällig den Mann, den ich eigentlich erst eine Stunde später erwartet hatte. Offenbar gab es im Fitnessstudio einen Wasserschaden.

Zu Hause angekommen müssen wir dem Kind klarmachen, dass der Regenschirm erstmal im Flur trocknen muss. Die Schuhe will sie auch nicht ausziehen. Ich mache mir etwas zu essen, der Mann telefoniert mit seiner Mutter.

Ich ruhe mich etwas aus und esse dann. Als ich fast fertig bin, wünscht das Kind Haferflocken, welche der Mann ihr macht.
Dann gehen wir hoch, ich will nämlich vorm Einkaufen noch die Betten abziehen. Wir erledigen das gemeinsam, es sind jetzt immerhin schon vier Betten.

Ich schmeiße die Wäsche in die Waschmaschine und ziehe das Kind an. Erneut gibt es Drama, weil sie den Regenschirm nicht mitnehmen darf. Schließlich können wir zum Auto gehen. Wir holen meine Schwiegermutter ab, welche mit einkaufen und dann zum Baumarkt will.

Das Einkaufen verläuft recht problemlos. Im Baumarkt wird Schwiegermutter allerdings nicht fündig.

Wieder zu Hause angekommen, packe ich zwei Pakete aus, die ich vorher noch beim Nachbarn geholt hatte, hänge Wäsche ab und auf, stecke ich das Kind in die Wanne (Haarewaschen: Riesendrama!) und telefoniere mit meiner Mutter.
Dann Kind anziehen, sogar mit Socken. Ich beziehe die Betten neu, das Kind isst unterdessen Würstchen.

Zeit, hier mal den Beitrag zu aktualisieren. Dann lese ich dem Kind noch zwei Bücher vor, bis es gegen viertel nach sieben Zeit fürs Zähneputzen wird. Mit dem Insbettbringen ist heute aber der Mann dran.

Ich höre die beiden noch längere Zeit singen. Um 20 Uhr kommt er runter.

Wir genießen noch ein wenig Zweisamkeit und ich schaue Let’s dance.

Gedanken (26+3)

Ich habe ausgerechnet, dass ich nur noch 27 Tage arbeiten muss. Dann beginnen sechs Tage Resturlaub und danach schon der Mutterschutz. Das ist quasi nix mehr.

Gleichzeitig bedeutet es auch, dass ich eine, für mich, kritische Phase komme. Nämlich die, in der in der letzten Schwangerschaft der Stress anfing.

Bisher bin ich in dieser Schwangerschaft sehr entspannt. Sogar noch entspannter als beim letzten Mal. Ich esse fast alles (außer rohem Fleisch), auch mal Räucherfisch und einmal ja sogar eine rohe Lachs-Maki-Roll. ;)
Ich habe auch den Verdacht, dass es mir insgesamt sogar noch besser geht als letztes Mal. Das Baby ist ja, wie schon mal geschrieben, wahnsinnig aktiv. Ich habe den Verdacht, dass sie irgendwann alienmäßig aus meiner rechten Seite ausbrechen wird. Mit einem Kleinkind läuft die Schwangerschaft nur so nebenher, logisch und ich habe deshalb kaum Zeit vor mich hin zu jammern und zu ächzen. Höchstens abends auf dem Sofa.
Selbst das nächtliche aufstehen zum Pinkeln fällt leichter. Für gewöhnlich gehe ich aufs Klo, wenn das Kind ruft und zu uns möchte und selbst ein möglicher zweiter Toilettengang (wo kommt das bloß alles her?) fällt mir nicht so schwer. Schlaf ist wichtig!

Nun, wie gesagt, die kritische Phase. In drei Wochen habe ich einen Termin zum dritten großen Ultraschall bei meiner Frauenärztin. Und ich denke die ganze ZEit hin und her, ob ich den überhaupt machen soll. Meine Hausgeburtshebamme hatte mir ja damals schon davon abgeraten und ich bin immer noch der Meinung, dass sie recht hatte. Zwar kommen dann immer alle mit dem Argument: „Aber es war doch dann zurecht?“ Denn schließlich war das Kind ja dünn und es gab wenig Fruchtwasser (das einzige, was mir je wirklich Sorgen bereitet hat) und falschrum lags auch noch.

Tja und ich bin eben der Meinung, dass es umgekehrt war. Ja, das Kind war dünn. Aber es war auch kerngesund und war bei allen Untersuchungen immer prima versorgt. Auch die vielen CTGs waren immer in Ordnung und wenn nicht, dann lag es an „zu wenig getrunken“.
Erst die Überwachung und der Stress durch die ständigen Untersuchungen haben alles pathologisiert. Ich bin überzeugt, dass sie sich sogar noch gedreht hätte.

Aber auf mein Bauchgefühl hat nie jemand was gegeben und das möchte ich mir nicht nochmal antun.

Meine Angst, dass es beim nächsten US wieder heißt: wenig Fruchtwasser, dünnes Kind, gehen Sie bitte ins Krankenhaus zur Kontrolle, ist groß! gleichzeitig ist meine neue Frauenärztin deutlich entspannter als meine alte. Und ich hab ja jetzt etwas Erfahrung und weiß, dass ein dünnes Kind auch völlig normal und kerngesund sein kann.

Ich bin unschlüssig.

Meine anderen Gedanken drehen sich um die Geburt. Bekanntermaßen wünsche ich mir sehnlichst eine Spontangeburt. Nicht um jeden Preis, aber ich werde viel daran setzen, diesen Traum wahr werden zu lassen.
Derzeit klopft mein Herz oft ganz vorfreudig, wenn ich daran denke, dass es wirklich so kommen könnte. Schließlich ist noch alles offen. Ich stecke noch mitten in der Schwangerschaft und über die Lage des Babys lässt sich noch längst nichts endgültiges sagen. Ich hoffe sehr, dass ich irgendwann die Worte „Köpfchen ist schon fest im Becken“ höre.

Der Gedanke an einen erneuten Kaiserschnitt lässt sich jedoch nie ganz wegschieben. Die OP selbst macht mir auch keine Angst, aber die Vorstellung wieder tagelang mit starken Schmerzen im Krankenhaus zu liegen, die ist fast unerträglich. Wobei der lange Aufenthalt ja wiederum auch durch die Neugeborenengelbsucht vom Kind bedingt war. Und die kann ich nun wirklich nicht beeinflussen.

Ich drehe mich im Kreis…

Ausquartiert(?)

Seit Anfang des Monats schläft das Kind in ihrem eigenen Zimmer. Also, zumindest einen Teil der Zeit.

Für mich war es ja ein wichtiger Punkt, sie deutlich vor Ankunft ihres Geschwisterchens auszuquartieren. Am liebsten hätte ich das schon Anfang des Jahres gemacht, aber so haben wir doch erstmal nur das Lattenroste vom Gitterbett runtergesetzt, selbiges geschlossen und von meiner Seite auf die des Mannes gestellt. Das funktionierte auch ganz gut, manchmal schlief sie die ganze Nacht in ihrem Bett, oft holten wir sie aber auch zu uns. Das heißt, der Mann holte sie zu sich, sie scheint zu merken, dass ich es überhaupt nicht leiden kann, wenn man mir Platz wegnimmt und so nahm sie eben dem Papa dem Platz weg.

Ich hab dann ewig nach dem richtigen Bett fürs Kind gesucht. Es sollte direkt ein großes Bett werden, also 1 x 2m. Wenn schon, denn schon. Am liebsten ein umbaubares Bett, vom normalen zum Hochbett und wieder retour. Und um Himmels Willen nicht weiß, ich verstehe nach wie vor nicht, warum Kinderzimmermöbel so häufig weiß sind. Man legte mir die Möbel von Flexa ans Herz, aber die waren auch größtenteils weiß und außerdem sauteuer. Das wollte der Mann nicht einsehen.

Schließlich wurde ich doch fündig und im März konnten wir endlich das neue Bett aus hellem massivem Holz aufbauen. Dann fehlte nur noch die Matratze. Da hab ich auch wieder ewig gesucht, um dann doch bei Ikea zu landen. Kaum hatte ich die Matratze ausgepackt und zum Ausliegen ins Schlafzimmer gelegt, da pennte das Kind auch schon darauf ein. Vormittags, deutlich vor ihrer Zeit. Treffer, würde ich sagen.

Seit dem ersten April also steht das Bett samt Matratze und Bettzeug. Letzteres hat Schwiegermutter gekauft, inkl. eines normal großen Kissens, das meines Erachtens noch lange viel zu groß fürs Kind ist, aber seit ein paar Tagen besteht sie darauf.

Sie nahm das Bett von Anfang an als ihres an, tatsächlich war sie ganz begeistert und sie schläft auch jeden Abend anstandslos dort ein. Relativ zu Anfang gab es zwei Nächte, in denen sie bis sechs Uhr durchschlief, aber in den anderen wurde sie doch wach, meist weinend, so dass wir sie ins Schlafzimmer geholt haben. Dort schläft sie dann im Gitterbett problemlos weiter.
Die Uhrzeiten variieren, mal ist es Mitternacht, mal wird es halb vier.

Mein Plan ist es ja eigentlich, nicht mit beiden Kindern im Schlafzimmer zu schlafen. Ich denke aber, ich werde der Realität ins Auge sehen müssen. Gerade die ersten Monate sind wir wahrscheinlich alle froh um jeden Schlaf, den wir kriegen, ob nun zu dritt oder zu viert im Zimmer.

Lediglich über die Schlafgelegenheiten muss ich mir nochmal Gedanken machen. Das Gitterbett soll wieder Beistellbett werden und auch wenn das Baby wahrscheinlich erstmal nicht darin schlafen wird, braucht das große Kind eine Möglichkeit. Alle vier im Ehebett kommt nicht in Frage und wir werden jetzt auch kein Drei-Meter-Bett mehr bauen. Es wird wohl erstmal eine Matratze auf dem Boden werden.

Na denn, gute Nacht!

Versetzt (25+2)

Tja, eigentlich sollte hier ein Bericht über die erfolgreiche Vorsorge bei meiner Hebamme stehen.
Die tauchte leider gestern nicht auf. Ohne Nachricht. Ich hatte schon so ein Gefühl. Bisher war sie pünktlich gewesen bzw. höchstens zwanzig Minuten zu spät, was für mich bei einer Hebamme, die ja auch viel durch die Gegend fährt, immer noch als pünktlich gilt.

Gestern wurde ich also versetzt. Ich bin mittelmäßig angepisst, denn sie ist auch nicht per Handy erreichbar bzw. hat sich auf meine Mailboxnachricht hin noch nicht gemeldet. Das kann natürlich alles heißen. Vielleicht ist ja auch etwas passiert, man weiß es nicht. Trotzdem bin ich der Meinung, dass man als Hebamme für solche Eventualiäten Vorkehrungen getroffen haben sollte.

Nun hänge ich in der Schwebe. Kann ich noch irgendwann mit ihr rechnen? Muss ich sie völlig abschreiben? Ich kann natürlich die Vorsorgen auch komplett bei meiner Frauenärztin machen, aber das möchte ich aus verschiedenen Gründen nur ungern. Sollte sie sich nicht mehr melden, bleibt mir aber nichts anderes übrig. Immerhin geht es mir gut und ich habe bisher eigentlich auch keine wirklichen FRagen oder Probleme.

Besonders ärgert es mich aber wegen der Nachsorge. Die war mir nie soo wichtig, auch bei Kind Nr. 1 haben wir die Hebamme deutlich weniger gebraucht und nun hat man ja schon etwas Erfahrung. Trotzdem wäre es mir lieber, wenn da jemand wäre, der käme und sich das Kind mal anschaut. Man weiß ja nie.

Ich bin ziemlich verärgert und eigentlich möchte ich bloß, dass sich alles in Wohlgefallen auflöst. Aber irgendwie glaube ich nicht, dass es so kommt.

Edit: Es löste sich alles mehr oder weniger in Wohlgefallen auf, s. Kommentare.