WMDEDGT August 2019

Wie jeden fünften eines Monats fragt Frau Brüllen, was wir eigentlich den ganzen Tag so machen.

Ich bin schon vor dem Wecker wach, naja, so halb, und döse so vor mich hin. Das große Kind geht aufs Klo, ich frage mich, wieviel Uhr es wohl sein mag, da klingelt der Wecker auch schon. Halb sieben. Kurz danach gehen die Rollläden hoch, ich kann noch zehn Minuten liegenbleiben. Ich hasse früh aufstehen. Ich möchte nichts lieber, als mich umzudrehen und noch eine Stunde oder anderthalb zu schlafen.

Morgen muss ich noch eher aufstehen, da beginnt die Kita wieder. Heute ist der letzte Tag der Schließzeit. Außerdem kommen morgen meine Eltern für eine Woche zu Besuch, da ist noch einiges zu tun, bis sie da sind.

Jetzt erstmal aufstehen, Klo, waschen, ins Schlafzimmer gehen und sich wundern, wo denn das kleine Kind geblieben ist. Der Mann ist nur so halb wach, das kleine Kind liegt weder neben ihm noch im Kinderbett, sondern sitzt fröhlich plappernd mit drei Kuscheltieren vor dem Spiegel. Sie freut sich, mich zu sehen und stellt mir die Tiere mit ihren typischen Lautmalereien vor.

Anziehen, Frühstück machen, frühstücken. Das große Kind muss mehrfach gebeten werden, doch auch mal runter zu kommen und dann, doch bitte wenigstens ein halbes Brötchen zu essen. Nun, ich muss ich heute nicht mit den hungrigen Kindern rumschlagen.

Nach dem Frühstück schmiere ich meine Brote und gehe dann Zähneputzen. Da noch genug Zeit ist, hole ich danach Ernie (unseren Staubsaugerroboter), damit er heute mal den Dachboden saugt. Dort muss ich heute die Betten für meine Eltern beziehen, da ist es gut, wenn mal durchgesaugt wurde. Mir fallen dabei allerdings noch ein paar Spinnweben an den Dachfenstern auf, der Staubsauger muss wohl trotzdem mal nach oben geschleppt werden.

Beim wieder Runtergehen fällt mir der kleine aufblasbare Pool auf, den wir eine Zeitlang als Badewannenersatz genutzt haben. Eine der Luftkammern ging leider relativ bald kaputt und mittlerweile sind die Kinder wohl eh rausgewachsen, ich beschließe also, ihn wegzuschmeißen. Wir haben einfach zuviel Müll, es ist schlimm.

Ich verabschiede mich also von Mann und Kindern, packe Rucksack, Büchereitasche und Pool und gehe erst zu den Mülltonnen, dann zur Bushaltestelle. Just in time, der Bus biegt grade um die Ecke. Ich fahre ein paar Stationen und steige dann in die U-Bahn um, wo ich ein neues Buch beginne.

Etwa zehn Minuten später steige ich aus. Auf dem Weg zur Arbeit muss ich noch zu Budni. Ich komme an einigen E-Scootern vorbei und muss mal wieder an den Artikel denken, in dem stand, dass diese Roller nur eine Lebensdauer von etwa vier Wochen haben. Die Menschheit kann sich echt nur Mist ausdenken, habe ich den Eindruck.

Bei Budni kaufe ich Schokocreme und suche wieder mal vergeblich nach den Zahnbürsten der Eigenmarke, die ich bisher immer für die Kinder gekauft hatte. Die wurden offenbar aus dem Sortiment genommen, sehr ärgerlich. Da muss ich mal nachfragen. Ich kaufe zwei einzelne, das bedeutet auch wieder mehr Müll. Seufz.

Ich komme etwa zehn Minuten zu spät (8:40 Uhr) im Büro an, ein Kollege ist schon da.

Die anderen trudeln mit der Zeit ein. Ein Kollege war zwei Wochen im Urlaub, in der Türkei. Ich wundere mich mal wieder, was alle an der Türkei finden, mich kriegen da keine zehn Pferde hin. Allerdings ist seine Frau Türkin und deren Eltern haben ein Sommerhaus, es klingt ziemlich gut. Es hat halt alles seine guten und schlechten Seiten.

Chef1 kommt an, er war ein langes Wochenende in den Dolomiten. Der Klimawandel ist in diesem Büro eher kein Thema. Doppelseufz.

Ich arbeite vor mich hin, übers Wochenende bleibt immer einiges liegen.

Die Arbeit ist ganz ok heute, ich nehme zwischendurch eine Lebensmittellieferung entgegen, die sehr viel Schokolade beinhaltet. Zwar nicht unbedingt meine Sorten, aber immerhin. Außerdem kopiere ich eine Geschichte aus einem Buch, welches ich später in der Bücherhalle zurückgeben will. Der Kopierer kann sogar bunt, wunderbar!

Außerdem poste ich auf der Facebook-Seite von Budni die Frage, wo eigentlich die besagte Zahnbürsten seien. Man antwortet mir, man werde es an die entsprechende Fachabteilung weiterleiten.

Um halb zwei mache ich Feierabend und gehe zu besagter Bücherhalle. Mein Lesestoff geht nämlich schon wieder zur Neige.
In der Bücherhalle leihe ich mir die drei geplanten Bücher aus, werfe noch einen Blick in den Flohmarkt und in die Jugendbibliothek, werde aber nicht fündig. Naja, in ein paar Tagen wollen wir eh wieder hierher kommen. Das große Kind freut sich schon.

Ich fahre nach Hause, wo ich kurz nach halb drei ankomme. Die Kinder belagern mich sofort und erzählen mir von ihrem Tag. Sie waern mit Papa beim goldenen M und wir haben jetzt ein neues rosa Glas. Und ein überflüssiges Spielzeug. Soso.

Weil ich ziemlich Hunger habe, schicke ich die Kinder raus in den Garten und wärme mir Reste vom Vortag auf.
Danach will der Mann putzen. Er räumt oben auf und fängt schon mal an zu staubsaugen, während ich unten aufräume.
Als er oben fertig ist, sauge ich das Sofa ab und nehme dann das große Kind mit auf den Dachboden, um die Betten für meine Eltern zu beziehen. Als wir fertig sind, kommt auch das kleine Kind hoch und wir sehen alle zusammen ein wenig aus den Dachfenstern. Die Nachbarn zwei Häuser weiter sehen uns und winken, wir winken zurück.

Dann hängen wir im Schlafzimmer rum, die Kinder spielen mit Filzschnüren und dem Hüpfkissen und hüpfen und springen vor sich hin. Schließlich ist der Mann fertig mit putzen und kommt ebenfalls hoch. Prompt stößt das kleine Kind sich den Kopf, beide Kinder heulen, der Mann bringt Safteis. Weil das kleine Kind etwas davon auf mein Bett kleckert, beschließe ich das als endgültiges Zeichen anzusehen und ziehe das Ehebett ab. Ich hatte es eh vor, konnte mich aber noch nicht so recht aufraffen.

Der Mann hilft mir beim Neubeziehen. Als ich die Wäsche in die Maschine stopfe, ist es etwa zehn vor fünf. Ich habe grade angefangen, die Kellertreppe zu fegen, da klingelt es. Die Nachbarin von ganz vorne in der Reihe steht vor der Tür und fragt, ob sie mal unsere Fenster ansehen kann. Die haben wir vor gut zwei Jahren neu machen lassen und es all unseren NAchbarn weiter empfohlen (die alten Fenster waren von 1982…) und nun wollen gleich viert Parteien ihre Fenster neu machen lassen. Vor ein paar Tagen fragte schon eine andere Nachbarin, ob sie mal unsere Fenster angucken kann.

Als sie wieder weg ist, fege ich die Treppe fertig und wische die Fensterrahmen ab, das wollte ich auch schon seit längerem machen. Danach räume ich die Küche auf. Der Mann ist unterdessen nochmal kurz einkaufen gegangen.

Ich schreibe mit meiner Freundin in Frankfurt. Rein zufällig hören wir mal wieder gleichzeitig Rammstein. Wir verabreden, wenn wir alt sind, gemeinsam in eine WG zu ziehen und nichts anderes zu hören. Ich hatte vor ein paar Tagen meine Alben runter in die Küche gebracht, aber offenbar eines auf dem Dachboden vergessen. Ich will das gleich nachholen und kündige den Kindern an, die Badewanne fertig zu machen.

Meine Freundin gesteht mir, dass ihr erstes Album von den Prinzen war, was ich zum Anlass nehme, direkt mal meine fünf eigenen Prinzen-CDs zu fotografieren. Wir sind uns offenbar ähnlicher als gedacht. Das besagte Rammstein-Album findet sich nicht. Ärgerlich. Ich überlege, es neu zu kaufen.

Das große Kind folgt mir auf den Dachboden, danach kommen der Mann und das kleine Kind. Wir stopfen die Kinder in die Badewanne. Ich räume mal wieder auf und wasche den Kindern die Haare, der Mann bereitet das Abendessen vor. Meine Freundin schickt mir einen Link zu einem kürzlich stattgefundenen Chorwettbewerb. Ich höre mir den Gewinnertitel und den deutschen Beitrag an und bin vor allem von letzterem beeindruckt. Beide Titel haben wir ebenfalls schon mal im Chor gesungen, aber diese Versionen sind deutlich anspruchsvoller. Ich schicke den Link in unsere Chor-WhatsApp-Gruppe.

Bis die Kinder endlich aus der Wanne sind, ist es nach halb sieben. Sie essen rasch was und dürfen dann noch eine Folge Peppa Wutz gucken. Der Mann bringt das kleine Kind ins Bett, ich mache dem große Kind noch Bibi und Tina an.

Danach schreibe ich diesen Beitrag zu Ende. Ich muss mal noch was essen und etwas Zweisamkeit steht auch noch auf dem Programm.
Mal sehen, was außerdem heute noch im Fernsehen läuft.

Gute Nacht!

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Bucket List – Update

Im Gespräch mit einer Freundin kam das Thema Bucket List auf. Auf ihrer ganz weit oben stand der Besuch eines Rammstein-Konzertes, das hat sie jetzt geschafft. Ich hab derer schon drei erlebt, das vierte folgt nächstes Jahr, das brauch ich also nicht draufschreiben.

Mir fiel dann ein, dass ich auch schon mal eine erstellt hatte, nämlich hier.

Das war allerdings 2013. Hilfe, wo ist die Zeit hin? Zwar konnte ich schon Punkte durchstreichen, aber aktuell ist was anderes.

1. Heiraten. Kinder kriegen. Eins, zwei oder sogar drei? (Na, drei ist unwahrscheinlich) Verheiratet, zwei Kinder, Familienplanung abgeschlossen.
2. Klassischer Punkt auf ca. 80% dieser Listen: Das Nordlicht sehen.
3. Wahlweise: An einen Ort reisen, wo es dunkel genug ist, dass man endlich mal alle sichtbaren Sterne sehen kann. In Mitteleuropa schon gar nicht mehr möglich.
4. Mich tätowieren lassen. Ist in Planung.
5. Mit einem großen Chor ein großes Werk (egal, ob religiös oder weltlich) aufführen. Anfang des Jahres habe ich Carmina Burana gesehen. Auf der Bühne standen sechs Chöre, dazu die Hamburger Symphoniker. Es war großartig und ich habe mir sehnlichst gewünscht, ich könnte auf die Bühne steigen und mitsingen.
Hier kann ich ebenfalls updaten: Im Juni habe ich mit einem Projektchor (ca. 80 Leute) drei Stücke bei der Nacht der Chöre aufgeführt. Das war schon ganz gut. Wenn ich Glück habe, kann ich 2020 bei einem richtig großen Chor in der Elbphilharmonie mitsingen. Daumen drücken!
6. Die Küste Norwegens mit den Hurtigruten abfahren.
7. Alle deutschen Meeresinseln besuchen. Die Liste ist übrigens länger als gedacht. Probieren wirs erstmal mit den 20 größten.
8. In ein Casino gehen. Ist schon geplant.
9. Aus aktuellem Anlass füge ich hinzu: Einen Garten haben. Egal wie. Oder zumindest einen sehr großen Balkon. Mit unserem Umzug 2016 erledigt. Es ist kein großer Garten, aber ausreichend.

Zu Punkt 7:
Rügen
Usedom
Fehmarn
Sylt
Föhr
Pellworm
Poel
Borkum
Norderney
Amrum
Langeoog
Ummanz
Spiekeroog (in Planung)
Hiddensee
Juist
Langeneß (Hallig)
Norderoogsand
Wangerooge
Baltrum
Hooge (Hallig)

Die kursiven sind schon geschafft.

WMDEDGT Juli 2019

Wie jeden fünften eines Monats fragt Frau Brüllen, was wir eigentlich so den ganzen Tag lang machen.

Die Nacht war ok, ich habe beim großen Kind geschlafen, welches um halb zwei mal aufs Klo musste. Der Wecker klingelt um fünf nach sechs. Ich messe meine Temperatur und fühle mich, als habe ich meine Regel bekommen, doch das bestätigt sich nicht.

Ich bin müde, sehr müde, wie immer. Schließlich raffe ich mich auf, gehe aufs Klo und ziehe mich an. Die Kinder schlafen bzw. dösen noch.

Frühstückszeit. Der Mann hat heute Home Office, da das neue Bett vom kleinen Kind geliefert werden soll, dazu später mehr. Er weckt das kleine Kind und zieht sie an, in der Zwischenzeit kommt das große Kind runter und beklagt sich über die vorhandenen Brötchen. Das kleine Kind wird vom Mann runtergebracht. Sie ist gut drauf, wie immer. Beide wollen Saft trinken, der ist fast alle. Zum Glück ist Freitag, da wird eingekauft.

Ich frühstücke das übliche, schmiere danach meine Brote und ärgere mich über die unaufgeräumte Küche. Die letzten Nachmittage war ich ständig beschäftigt und hatte keine Zeit mal in Muße sauberzumachen. Heute Nachmittag werde ich kochen, danach wird’s dann ordentlich werden. Hoffentlich.

Um halb acht Abmarsch nach oben zum Anziehen und Zähneputzen. Das große Kind sucht sich ihre Sachen nach sehr groben Vorgaben von mir aus. Ich passe meist nur noch temperaturtechnisch an, wenn Sie buntgemustert rumlaufen will, ist mir das gleich.

Das kleine Kind kriegt ein anderes Oberteil an. Zähneputzen, Haare machen, fertig.

Verabschiedung vom Mann, Schuhe anziehen. Da das Wetter momentan eher mittel ist, ziehe ich dem kleinen Kind mal wieder die geschlossenen Schuhe an. Vorher teste ich anhand der Sohle, ob die eigentlich noch passen. Tatsächlich passen sie nur noch haarscharf. Da sind also wieder neue fällig.

Um zehn vor acht gehen wir los. Das ist fünf Minuten zu spät. Diese Woche sind wir ständig zu spät, nachdem wir letzte Woche immer überpünktlich waren. Es ist ein Rätsel.

Das große Kind läuft wie üblich fünf Meter hinter mir her, träumt und singt vor sich hin. Es ist ja niedlich, aber auch echt anstrengend. Ich treibe sie ständig an.

Um kurz nach acht sind wir da. Ich gebe beide Kinder problemlos ab und mache ich mich wieder auf den Weg.

Die U-Bahnen sind pünktlich und so bin ich es wider Erwarten auch. Im Büro bin ich die erste. Erstmal aufs Klo gehen!

Dann kommt auch der erste Kollege an. Heute wird ein ruhiger Tag. Der eine Chef ist nicht da, der andere Kollege im Urlaub.

Ich muss gestehen, dass ich erstmal eine ganze Weile auf Facebook rumänge. Meine Freundin und ich haben beschlossen, dass wir versuchen werden, für nächstes Jahr ein Klassentreffen auf die Beine zu stellen. Wir haben dann 15 Jahre Abi, das trifft sich doch ganz gut. Meine Freundin hat auch direkt mal eine Nachricht an einige Leute geschrieben und es stellt sich raus, dass eine ganze Menge unserer ehemaligen Mitschüler:innen bei Facebook angemeldet ist. Ob die auch alle aktiv sind, wird sich zeigen.

Leider ist das Organisieren von Hamburg bzw. München aus nicht so einfach, da sind wir auf andere angewiesen. Ich bin noch skeptisch.

Schließlich arbeite ich doch mal was und beginne dann, gegen halb zehn diesen Beitrag zu schreiben. Hunger krieg ich auch. Das war wohl nicht genug zum Frühstück.

Das Handy summt, ein Mann ist dran und fragt, ob wir zu Hause seien, er habe eine Lieferung. Ich versichere ihm, dass mein Mann am Start ist.

Um zehn nach zehn mache ich mir Kaffee. Ich habe leichte Kopfschmerzen und hoffe, dass der etwas hilft. Dazu ein paar Schokokekse.

Der Mann meldet von zu Hause, der Staubsaugerroboter sei unter der untersten Treppenstufe durchgefahren und abgestürzt. Prima, das sind über zwei Meter. Auf dem Foto sieht er heil aus, aber der Mann scheint nicht in der Lage zu sein, ihn mal zu testen. Muss ich auch nicht verstehen.

Ich mache auf Ebay Kleinanzeigen ein Paar nahezu ungetragene Schuhe fürs kleine Kind klar. Die Frau will sie noch heute losschicken.

10:48 Uhr: Der Mann meldet, das Bett sei da. Nachdem gestrigen Kommunikationschaos mit der dem Internet zufolge unfähigen Speditionsfirma ist das ausgesprochen erfreulich. Bevor wir das Bett allerdings aufbauen können, müssen noch einige andere Dinge geschehen. Aber immerhin ist es da.

Dann melde ich mich für eine Studie zum Thema Zyklusbeobachtung an, auf die ich am Tag zuvor aufmerksam gemacht wurde. Ursprünglich war ich nicht interessiert, unter anderem, weil eine einführende Veranstaltung in Berlin Pflicht ist. Das Ganze ließ mich aber nicht los und so hab ich die Formulare doch ausgefüllt. Mit einer kleinen Lüge: Abgestillt habe ich nicht vor >6 Monaten, sondern erst vor viereinhalb. Aber bis das losgeht, sind die sechs Monate auch rum. Dachte ich.

Nun finden die Einführungsveranstaltungen an verschiedenen Terminen statt, ich hätte nur an einem Zeit gehabt. Beginn: 9:45 Uhr. Da es noch keine Ortsangabe gibt, bin ich nun doch raus. Schade, das wäre sehr interessant gewesen.

Zwischendurch arbeite ich aber auch mal was. Tatsächlich. Leider nicht sehr konzentriert, die Kopfschmerzen bleiben mir erhalten. Schließlich nehme ich eine Tablette dagegen.

Es ist sehr ruhig im Büro, wir sind nur zu dritt und es sagt kaum jemand ein Wort.

Um halb zwei mache ich Feierabend.

Ich fahre mit der U-Bahn und habe beim Umsteigen noch ein recht unangenehmes Erlebnis mit einem blinden Mann, den ich helfenderweise höflich angesprochen hatte. Nun, er brauchte meine Hilfe nicht. Ich hab ihm darauf innerlich gewünscht, er möge dann doch einfach gegen die nächste Wand laufen, danach sah es nämlich aus. Tja.

Ich hole die Kinder ab und gehe mit ihnen nach Hause. Der Mann ist daheim.
Wir tragen die Einzelteile vom Bett erstmal runter in den Keller. Der Staubsaugerroboter ist noch in tadellosem Zustand.
Dann streiten wir uns, weil noch Geld von zwei Leuten fehlt, für die ich vorgestern Rammstein-Tickets gekauft hatte. Es handelt sich um zwei Freundinnen meines Bruders. Wir rechnen rum, meines Erachtens fehlt nur noch genau das Geld von den beiden, dem Mann zufolge fehlt mindestens doppelt so viel. Was Blödsinn ist, weil ich jeden Geldeingang auf Korrektheit überprüft habe. Schließlich sieht er es ein und ich schreibe meinem Bruder, er möge da nochmal erinnern.

Dann besprechen wir den Einkauf und die Planung des Wochenendes.
Er fährt mit dem großen Kind einkaufen und Blumengießen in der Wohnung seiner Mutter, ich bleibe mit dem kleinen Kind daheim, welches darüber nicht amused ist. Man verspricht ihr einen Kinderriegel.
Wir gucken uns ein paar Bücher an, dann möchte sie unbedingt „bunn“ geschminkt werden. Ich hole also die Palette aus dem Regal und male ihr hübsche bunte Linien ins Gesicht. Sie darf mich dann ebenfalls anmalen. Danach gehe ich in die Küche, mache dort erstmal ein wenig sauber und bereit denn Spinat-Lachs-Sahne-Sauce vor. Das kleine Kind guckt Bücher an und spielt in der Kinderküche.

Nach etwa anderthalb Stunden sind die beiden wieder da. Im Schlepptau zwei Kuscheltiere aus Omas Wohnung und die versprochenen Kinderriegel. Und Milchbrötchen. Ich beschließe, es ist Zeit, Eis vorzubereiten. Die Grundlage sind Milchmädchen und Sahne sowie etwas Vanillearoma. Die eine Hälfte vermische ich mit einem Erdbeer-Nektarinen-Basilikum-Brei, die andere mit geschmolzener Schokolade und Schokostreuseln. Das wird lecker!

Zu dem oben erwähnten Spinat mit Lachs koche ich Reis. Eigentlich waren Nudeln angedacht, aber irgendwie habe ich keine Lust auf Nudeln. Der Mann probiert kritisch und empfiehlt noch etwas Salz.

Während ich mit dem Eis beschäftigt bin, badet der Mann die Kinder. Es kreischt wie üblich, aber mit Haarewaschen sind sie schon fertig, als ich hochgehe. Das kleine Kind ist ganz blau im Gesicht. Das sei die Malseife, erklärt man mir.
Ich wasche die Malseife und die Schminke ab und spüle dann die Kinder ab. Raus aus der Wanne und ab in die Handtücher. Ich trage das kleine Kind in ihr Zimmer zum Anziehen. Das große Kind brüllt nach Papa, weil sie „wie ein Baby getragen werden will“. Papa ist aber mit Abendessen machen beschäftigt. Ich erbarme mich irgendwann und schleppe sie in ihr Zimmer, wo sie nach einem neuen Schlafanzug sucht, statt den erst drei Nächte getragenen nochmal zu nehmen.

Abendessen. Die Kinder essen Brot, Haferflocken, Babybrei. Letzteren möchte immer das kleine Kind haben, aber das meiste esse dann doch ich auf.

Nach dem Essen dürfen die Kinder noch Peppa Wutz gucken. Um sieben Uhr gehen wir nach oben. Zähneputzen, Bettzeug austauschen, heute schläft der Mann beim großen Kind. Die Kinder machen Quatsch miteinander. Schließlich lese ich dem großen Kind noch eine Geschichte vor, bevor ich ihr eine gute Nacht wünsche. Der Mann bringt das kleine Kind ins Bett.

Ich gehe runter und koche meine Menstasse aus. Dann gehe ich ins Wohnzimmer, wo sich plötzlich die Sofadecke bewegt. Das große Kind hat sich runtergeschlichen. Sie kann nicht schlafen. Ich ignoriere sie weitgehend und stelle fest, dass mein Bruder das fehlende Geld geschickt hat.

Oben schreit das kleine Kind, der Mann resigniert. Ich geh also hoch und löse ihn ab. Er schickt das große Kind zurück ins Bett.
Ich probiere gut zwanzig Minuten das kleine Kind ins Bett zu bringen, bis er gegen 20 Uhr wieder reinkommt. Wir beschließen, dass der Mittagsschlaf in der Kita gekürzt werden muss. Das große Kind schläft immer noch nicht. Ich lese ihr noch zwei Geschichten vor und schicke sie nochmal aufs Klo. Der Mann ist schließlich erfolgreich.

Wir treffen uns im Wohnzimmer, wo ich erstmal einen sehr langen Blogartikel von ihm gegenlesen muss. Dann schreibe ich diesen hier zu Ende. Aus irgendeinem Grund habe ich fürchterlich Hunger, dabei hab ich doch vorhin erst Abend gegessen.

Mal sehen, was es noch gibt. Wir gucken erstmal noch eine Folge Stranger Things.

Gute Nacht!

WMDEDGT Mai 2019

Wie jeden fünften eines Monats fragt Frau Brüllen, was wir eigentlich den ganzen Tag so machen.

Die Nacht ist unruhig, ich schlafe beim großen Kind und sie wird wahlweise wach, weil sie Angst im Dunkeln hat, was trinken will oder ihr Po juckt. Letzteres ist ein Alarmzeichen, schließlich hatte sie vor einem halben Jahr Würmer. Es scheint aber nur so ein Jucken zu sein.
Zwischendurch bin ich einfach so wach, auch weil mein Magen etwas Stress macht.

Um halb acht ist die Nacht endgültig vorbei, weil das kleine Kind antappst kommt. Der Mann geht Brötchen holen.
Ich ziehe die Kinder und mich an. Beim Frühstück reden wir darüber, dass wir heute 13 Jahre zusammen sind. Das große Kind will wissen, das bedeutet. Dass wir uns seit 13 Jahren Kussis geben, ist offenbar nicht so verständlich. 13 Jahre Sex finde ich etwas unpassend. Auf die einfachste Erklärung, dass wir uns seit 13 Jahren lieb haben, kommt mal wieder keiner. Wir sind wirklich rasend romantisch.

Nach dem Frühstück möchte das große Kind eine Geburtstagskarte für den Opa malen, der hat kommenden Samstag Geburtstag und wir werden zu Besuch sein. Leider ist sie mit keinem ihrer Entwürfe zufrieden, sie zerknüllt sie wegen eines falschen kleinen Striches in einer Wolke. Ich kann mit diesem Perfektionismus nicht umgehen, finde aber, ich könnte auch mal was malen und hole eines meiner Malbücher raus. Ich male ein Mandala aus, natürlich möchte das große Kind prompt auch. Das kleine Kind schmiert währenddessen mit einem Textmarker rum. Das große Kind macht das wirklich ganz toll und ordentlich. Sie lobt mich leider ungefähr alle zwei Minuten, was mit der Zeit etwas nervig wird. Sie möchte natürlich auch ständig zurückgelobt werden.

Irgendwann reicht es, räume auf und gehe dann Wäsche aufhängen und die Bäder putzen. Der Mann geht mit den Kindern raus, das große Kind möchte Radfahren üben. Der Knoten ist am ersten Mai geplatzt, nun folgt die Feinarbeit.

Das kleine Kind ist angeschlagen und jammerig. Ich hole sie wieder rein. Ich will ihr Nasentropfen geben, sie verweigert jedoch. Sie jammert im Schlafzimmer vor sich hin, während ich weiter das Bad putzen. Als ich wieder ins Schlafzimmer komme, hat sie sich in ihr Bett gelegt und ist eingeschlafen. Sie röchelt vor sich und wird in der kommenden Stunde noch dreimal, trotz später gegebener Nasentropfen und Hustensaft, aufwachen. Um 12 Uhr ist endgültig Schluss mit Schlafen. Das ist etwas wenig, aber sie ist nun zum Glück wieder besser drauf.

Das große Kind und ich haben in der Zwischenzeit die Sendung mit der Maus gesehen, der Mann hat sich um das Mittagessen gekümmert.

Wir machen etwas Quatsch in der Küche, die Kinder wollen Saft trinken. Dann gehen wir raus, damit der Mann in Ruhe weiter kochen kann. Es gibt Reis und Hühnchen. Ich muss mal wieder das große Kind aus ihrem Bett zerren. Vorher hatte sie mir noch erzählt, sie sei ja so hungrig, und nun kann ich sie kaum zum Essen überreden. Es ist so nervig.

Schließlich haben alle halbwegs gegessen. Es ist 13 Uhr. Der Mann legt sich auf meinen Vorschlag hin ein wenig im Schlafzimmer hin, ich mache solange die Küche sauber. Dann steht mal wieder Wickeln an. Das ist momentan ein mittleres Drama, das kleine Kind hasst das Sauber machen und ich weiß nicht, ob sie es nur unangenehm findet oder ob da mal was vorgefallen ist. Ich werde in der Kita nachfragen müssen.

Der Mann will mit den Kindern in den Park fahren, ich bin mit zwei Freundinnen zum Kuchenessen verabredet. Wir brechen gleichzeitig auf, sie mit dem Auto, ich mit dem Bus.

Ich erwische wider Erwarten die geplante Bahn und muss mich an der Zielstation durch die Menschenmenge quetschen, es findet ein Straßenfest statt.

Wir haben einen schönen Nachmittag zu dritt, meine eine Freundin hatte Geburtstag und wir feiern sie ein wenig. Meine andere Freundin hat ihr knapp fünf Monate altes Baby mitgebracht und wir betüdeln ihn ein wenig. Als er müde wird, verlassen wir das Café und stehen noch ein wenig im Park in der Sonne. Wir werden von einer älteren Frau angesprochen, die von Parents4Future ist und für die große Demo am 24. Mai wirbt. Ich weiß noch nicht, ob ich mich da aufraffen kann. Aber wichtig wäre es natürlich.

Schließlich verabschieden wir uns. Es ist mittlerweile 17 Uhr. Mit Bus, Bahn und Bus fahre ich nach Hause und bin gegen viertel vor sechs daheim. Hier ist das kleine Kind frisch gebadet, todmüde und entsprechend motzig drauf. Wir kredenzen den Kindern Abendbrot und ich lasse mir vom Nachmittag im Park erzählen. Dann dürfen beide noch ne Runde Paw Patrol gucken.

Schlafenszeit. Es ist erst 20 vor sieben, aber heute sind alle kaputt. Das kleine Kind heult vor sich hin, sie muss Zähneputzen, Schnodderabsaugen, Nasentropfen und Hustensaft geben über sich ergehen lassen und schläft auf dem Arm des Mannes ein, noch ehe ich mit dem Zähneputzen beim großen Kind fertig bin. Ich habe den Eindruck, dass ihr Husten besser geworden ist und hoffe auf eine halbwegs erholsame Nacht.

Der Mann und ich genießen etwas Zweisamkeit auf dem Sofa. Dann fällt mir ein, dass ich ja noch diesen Text schreiben wollte. Es ist jetzt 19:48 Uhr. Das kleine Kind hat schon ein paar Mal gehustet und gejammert, aber es ist insgesamt wirklich besser geworden. Ich werde noch zu Abend essen, neue Overnight Oats vorbereiten und meine Serie („Russian Doll“) weiter schauen.

Morgen ist wieder Montag und Alltag.

Gute Nacht!

WMDEDGT April 2019

Wie jeden fünften eines Monats fragt Frau Brüllen, was wir eigentlich den ganzen Tag so machen.

Mein Tag beginnt um 3 Uhr, als ich von einem lauten „Mama! Mama!“ geweckt werde. Das große Kind hat ins Bett gemacht. Wunderbar. Ich ziehe sie um und das Bett ab und lege mich wieder hin.

Nach einiger Zeit schlafe ich wieder ein, bis um fünf nach sechs der Wecker klingelt. Ich bin sehr müde und würde alles dafür geben, einfach liegen bleiben zu dürfen. Ursprünglich hatte ich mir diesen Tag freigenommen, es dann aber wieder geändert. Hätte ich es mal bleiben lassen.

Das kleine Kind ruft. Ich gehe ins Schlafzimmer, sie schläft aber schon unruhig weiter. Beide Kinder waren gestern Abend erst gegen 20:30 Uhr im Bett, die Kita hat heute zu, es wäre also ganz gut, wenn sie etwas länger schliefen.

Ich bin gerade im Bad, da tapst schon das große Kind herein. Soviel dazu.

Ich mache ihr ein paar Haarspangen rein und schicke sie runter zum Mann. Dann ziehe ich mich an, das kleine Kind schläft nach wie vor.

Dann gehe ich zum Frühstück runter. Die Kinder kriegen Brötchen, ich esse auch eins, dazu Müsli und Schwarztee. Im Großen und Ganzen das gleiche wie jeden Morgen. Der Mann berichtet von der Nacht. Einmal Wickeln und ein Ausraster vom kleinen Kind, man kann sie wohl als gut bezeichnen, die Nacht.

Wir besprechen den Tagesablauf, dann verabschiedet er sich gegen zehn vor sieben.

Das große Kind fragt, ob Oma und Opa schon wach sind (Oma ist grad aufgestanden), ob sie heute wieder fahren (nein), wann sie fahren (Montag).

Das kleine Kind wacht um viertel nach sieben auf, ich wickle sie und ziehe sie an. Unpraktischerweise hat sie schon eigene Vorstellungen, was sie anziehen möchte. Das Kleid und die Leggins werden verworfen, stattdessen ein T-Shirt über dem Body und eine bestimmte Strumpfhose. Auf diese Autonomie hätte ich ja gut noch verzichten können.

Jetzt aber, Frühstück. Das große Kind knabbert an einem Nutellabrötchen. Vor drei Tagen hat sie sich übergeben und hat das Essen seitdem irgendwie fast völlig aufgegeben. Ich weiß nicht, wovon sie lebt. Das kleine Kind isst fast ein ganzes Brötchen.

Meine Mutter und ich diskutieren über die Fridays-for-Future-Demos. Der Hamburger Ableger wird wohl wieder an meinem Bürofenster vorbeiführen.

Ich breche die Diskussion ab, als es um unseren Haushalt geht. Ich weiß genau, wo unsere Schwachpunkte sind und habe keine Lust ständig mit der Nase darauf gestoßen zu werden. Ich stehe, was das Thema angeht, allein auf weiter Flur. Den Mann interessiert es nicht, da ist es schwierig, in großem Stil was zu ändern.

Nun gut. Ich schmiere mir meine Brote und packe das Restessen von gestern ein. Heute werde ich von meinen Eltern und den Kindern von der Arbeit abgeholt, wir wollen in ein Café und dann eine neue gebrauchte Nähmaschine kaufen.

Um 8 Uhr verabschiede ich mich. Das kleine Kind ist nicht sehr erfreut darüber, aber da muss sie durch. Ich nehme den Bus, der praktischerweise grade kommt und fahre zur übernächsten U-Bahn-Haltestelle. Da verpasse ich die U-Bahn. Das wirft meine Pläne, vor der Arbeit noch zu Budni zu gehen, über den Haufen. Ich möchte ungerne zu spät kommen.

Im Büro angekommen, versuche ich mal wieder den Kinderarzt zu erreichen. Das kleine Kind braucht einen Termin für die U7 und eigentlich könnte ich auch gleich einen Termin für die U9 vom großen Kind ausmachen. Obwohl mein Anruf der erste in der Warteschleife ist, wie am Tag zuvor auch schon, wird das ganze abgebrochen. Ich spreche auf den Anrufbeantworter und bitte um einen Rückruf.

Dann kümmere ich mich um eine Rücksendung. Ich hatte dem großen Kind Schuhe bestellt, die sich als viel zu niedrig für ihren Spann herausgestellt haben. Wir müssen wohl doch mal ins Geschäft gehen. Ich hasse Schuhgeschäfte, die Auswahl ist meistens Mist.

Dann beginne ich diesen Beitrag. Es ist jetzt neun Uhr, außer mir ist noch keiner im Büro, ich hätte locker noch zu Budni gehen können. War ja klar.

Allmählich trudeln doch die ersten Kollegen ein.

Ich arbeite etwas, lese Twitter nach und werde schließlich gegen 10 Uhr von der Kinderarztpraxis angerufen. Ich bekomme einen Termin für in 3,5 Monaten. Es ist ein bisschen gruselig, dass man so früh anrufen muss, die Praxis ist völlig überlaufen. Zum Glück sind die Kinder meist fit und gesund.

Ich arbeite vor mich hin, entdecke zwischendurch ein halbes Dutzend Kleider bei Boden, die ich am liebsten alle hätte, sind halt nur ein bisschen teuer. Sehr.

Dann weise ich Chef1 auf ein bestimmtes, nach wie vor bestehendes Problem hin und erfreulicherweise nimmt er sich dessen an.

Gegen halb eins esse ich was. Meine Mutter hat gestern sehr großzügig und lecker gekocht und da ich heute sonst keine Zeit zum Mittag essen haben werde, esse ich halt mal im Büro.

Um halb zwei mache ich Feierabend und warte vor dem Büro auf meine Familie.

Ich warte ziemlich lange, will dann noch kurz zur Drogerie, erhalte dann aber einen Anruf von meiner Mutter. Einige Verwirrungen später haben wir uns schließlich gefunden und fahren mit dem Bus ins Nähmaschinenhaus. Dort werden wir recht schnell fündig. Zwar ist die Maschine teurer als gedacht, ich bekomme sie jedoch von meinen Eltern zum Geburtstag geschenkt. Wir bekommen noch ein Fläschchen Sekt und die Kinder Luftballons. So macht Geldausgeben Freude. ;)

Danach gehen wir ins Café nebenan und essen Kuchen und Eis.

Die Kinder benehmen sich die ganze Zeit vorbildlich.

Schließlich fahren wir mit Bus und Bahn nach Hause. Beim Aussteigen aus der Bahn lässt mein Vater die Nähmaschine fallen. Super! Ist aber nichts passiert. Die Familie fährt schon mal heim, ich erstehe bei Budni noch einige Dinge fürs Wochenende.

Zu Hause angekommen freut sich das große Kind über eine Karte ihrer Freundin. Wir beschließen, ihr auch eine zu schreiben. Praktischerweise hab ich kürzlich erst welche gekauft.

Ich ziehe Jacke und Schuhe gar nicht erst aus und fahre mit dem Mann und meinem Vater direkt wieder los zum Baumarkt.

Wir sind dort erfolgreich, ich verliere aber gleich zu Anfang aus Dämlichkeit meine Einkaufswagenmarke. Die hab ich schon ewig. Wirklich doof.

Schwer bepackt fahren wir wieder nach Hause. Morgen können die Kinder in sauberem neuem Sand spielen und ich kann bald Tomaten pflanzen.

Es ist halb sechs, beide Kinder müssen baden und Haare waschen. Das große Kind möchte eigentlich erst Abend essen, aber das kommt später.
Um viertel nach sechs, um genauer zu sein. Das kleine Kind verdrückt fast zwei Scheiben Brot, das große Kind immerhin eine.

Weil das kleine Kind nur eine Dreiviertelstunde geschlafen hat, muss sie direkt nach dem Abendessen ins Bett. Bis sie schläft, ist es 20 nach sieben. Derzeit ist es etwas nervig sie ins Bett zu bringen, weil sie nicht so wirklich zu Ruhe kommt.

Der Mann bringt das große Kind ins Bett. Den Rest des Abends hängen wir nur herum und sehen fern.

Gute Nacht!

WMDEDGT März 2019

Wie jeden 5. eines Monats fragt Frau Brüllen was wir eigentlich den ganzen Tag so machen..

Die Nacht verbringe ich beim großen Kind. Die letzten Nächte mit dem kleinen Kind waren extrem schlauchend, aber nun ist sie abgestillt. Immerhin. Jetzt ist der Mann mal dran.

Ich schlafe etwa fünf Stunden, bis ich um kurz nach vier wach werde. Pünktlich mit dem großen Kind, das mal pinkeln muss. Ich gehe auch, kann aber erstmal ne Weile nicht wieder einschlafen.

Der Wecker klingelt um fünf nach sechs, ich stehe eine Viertelstunde später auf. Die Kinder schlafen beide noch selig.

Waschen, Anziehen, Frühstücken. Der Mann weckt die Kinder und zieht das kleine Kind an. Die Nacht war wohl ganz ok.

Der Mann verabschiedet sich um kurz vor sieben. Ich füttere die Kinder ab, schmiere mir Brote und ziehe das große Kind an und das kleine Kind müslibedingt um.

Zähneputzen, Haaremachen, jeden Morgen dasselbe Spiel.

Eigentlich will ich noch eine Waschmaschine anschmeißen, aber das schaffe ich zeitlich nicht mehr. Nun, ob ich die Wäsche um drei aufhänge oder um fünf, ist wahrscheinlich auch egal.

Ich bereite das Wohnzimmer für Ernie vor, der fährt immer um 9 Uhr los und saugt.

Als wir aus dem Haus kommen, steht wie immer in letzter Zeit das Auto der Eltern des Nachbarn. Die bringen momentan immer den Enkel in die Kita, um die Mama zu entlasten. Vor zwei Monaten kam da nämlich noch ein kleines Schwesterchen an. An sich finde ich diesen Oma-und-Opa-Service ja gut, aber allem Anschein nach haben sie keinen Kindersitz im Auto und ich bin die ganze Zeit am überlegen, ob ich da mal was sagen soll. Oder der Polizei einen Tipp geben, mal bei der Kita Kontrolle zu machen.

Wir kommen pünktlich in der Kita an. Das große Kind sucht ihre Hausschuhe. Die sind ein paar Tagen verschollen. Ärgerlich, natürlich sind die ganz neu.

Ich verabschiede mich problemlos und werde vom großen Kind rausgeworfen.

Ab zur Arbeit. Dort bin ich die Erste und werde aus Urlaubs- und Krankheitsgründen wohl noch ne Weile allein bleiben. Ich nutze die Zeit, den Karton auszumessen, mit dem ich etwas verschicken muss. Leider ist er um einen Zentimeter zu breit. Ich verständige mich mit der Empfängerin und verkleinere den Karton mit Schere und Klebeband. Nun sollte es hinhauen.

Dann ist doch mal ein bisschen was zu tun. Da ich immer noch allein bin, lasse ich nebenher die Mädchensitzung des ZDF laufen. Ich liebe Karneval, in Hamburg ist da aber nicht viel los. Also gar nichts. Bis auf den Fasching in der Kita. Ich wundere mich mal wieder, dass auf der Mädchensitzung zwar der ganze Saal voller Frauen ist, auf der Bühne aber fast ausschließlich männliche Redner. Wäre genau diese Sitzung nicht mal eine super Möglichkeit das zu ändern?

Ich arbeite weiter vor mich hin, wundere mich über merkwürdige Nutzeranfragen und recherchiere noch ein Möbel für unser Schlafzimmer. Das gibt’s nur gar nicht so, wie ich es mir vorstelle.

Um halb eins mache ich mir mein Essen warm. Normalerweise esse ich im Büro nur Brot, aber heute passt es ausnahmsweise mit dem warmen Mittagessen. Wir sind heute auch nur zu dritt, da stört das nicht so.

Halb zwei, Feierabend. Ich fahre mit der U-Bahn und hole die Kinder aus der Kita. Heute Nachmittag treffen wir uns ein letztes Mal mit meiner Freundin und deren Tochter. Übermorgen ziehen sie leider weg, so dass wir uns nicht mehr regelmäßig sehen können. Sehr schade! Wir essen Eis und Waffeln in einer Eisdiele im Einkaufszentrum. Danach gehen wir noch zusammen zu Budni, wo ich einem Türstopper in Form einer Eule nicht widerstehen kann. Das kleine Kind auch nicht. Sie liebt Eulen!

Dann verabschieden wir uns. Wir müssen noch ein paar Dinge im Supermarkt kaufen. Auch das ist bald erledigt, wir gehen noch für Brezel und Brötchen zum Bäcker und fahren dann mit dem Bus nach Hause.

Gegen 20 nach vier sind wir da. Ich verräume die Einkäufe. Das große Kind muss mal aufs Klo. Um viertel vor fünf kann ich endlich die Waschmaschine anschmeißen. Ich bin ziemlich kaputt und möchte am liebsten auf dem Sofa rumgammeln, aber das ist natürlich keine Option. Wir hören etwas Musik und gucken Bücher. Ich wundere mich etwas, weil der Mann noch nicht da ist, kann mich aber erinnern, dass er noch irgendwo hinwollte nach der Arbeit. Leider fällt mir nicht mehr ein, was das war.

Um viertel vor sechs stecke ich die Kinder in die Badewanne äh das Planschbecken. Also erst das kleine Kind, das große weigert sich zunächst, da ich ihr Haarewaschen angedroht habe. Das kleine Kind will dann auch gar nicht, dass ihr die große Schwester Platz wegnimmt, aber schließlich sind alle drin. Da kommt auch der Mann. Er hat ein neues Notebook gekauft. Das war das also.

Das kleine Kind kommt zuerst aus der Badewanne, der Mann kümmert sich um sie, während ich dem großen Kind unter dem üblichen Geschrei die Haare wasche. Es ist so nervig.

Dann brüllt es von unten. Jemand möchte offenbar sein Abendessen nicht essen. Ich ziehe dem großen Kind den Schlafanzug an und schicke sie runter. Nach dem Abendessen gibt es noch die übliche Folge Paw Patrol, dann gehen alle vier nach oben, Zähneputzen und dann ins Bett. Ich lese noch eine Geschichte vor und bringe dann das kleine Kind ins Bett. Das ist mittlerweile sehr einfach, ich halte sie einfach auf dem Schoß, bis sie einschläft. Meist kann ich dabei sogar noch etwas lesen.

Um halb acht verlasse ich das Schlafzimmer. Der Mann zeigt mir unten das neue Notebook, dann genießen wir etwas Zweisamkeit auf dem Sofa.

Dienstags Abends läuft immer Visite im NDR, ich habe ein Faible für solche Sendungen und staune über die Möglichkeiten der Medizin.

Um 22 Uhr gehen wir ins Bett. Gute Nacht!

WMDEDGT Februar 2019

Wie jeden fünften eines Monats fragt Frau Brüllen, was wir eigentlich den ganzen Tag so machen.

Mein Tag beginnt eigentlich recht angenehm. Das kleine Kind hat erfreulich gut geschlafen. Da sie die Nacht zuvor sich mehrfach erbrochen hat, bleiben wir heute zu Hause und ich kann noch etwas liegen bleiben. Um viertel vor sieben wird sie wach. Wir gucken noch ein Buch an und stehen dann auf. Sie will sofort runter zu Papa und Schwester, ich bestehe aber doch erstmal auf Wickeln und Anziehen. Dann schicke ich sie runter und beginne mich anzuziehen.

Ich höre das große Kind unten jammern. Sie will hochgetragen werden. Ich frage sie, ob sie nicht vielleicht auch daheim bleiben will. Sie willigt ein und erzählt mir was von Bauchschmerzen. Na gut. Der Mann, der sie eigentlich in die Kita bringen soll, verabschiedet sich. Es ist etwa zwanzig nach sieben.
Ich helfe dem großen Kind beim Anziehen und sage dann in der Kita Bescheid.

Frühstückszeit. Das kleine Kind isst Brötchen und kriegt den Rest Haferflocken. Das große Kind hat schon gegessen und spielt vor sich hin. Ich frühstücke das übliche, lese in meinem Handy und gucke zwischendurch Bücher mit dem kleinen Kind, als es fertig ist mit Essen.

Dann kümmern wir uns gemeinschaftlich um die Wäsche. Zwischendurch muss ich das kleine Kind wickeln. Der Windelinhalt ist immer noch etwas fragwürdig. Dann lasse ich Ernie in der Küche fahren.

Das große Kind möchte ein Buch vorgelesen bekommen. Wir setzen uns aufs Sofa. Das kleine Kind fängt plötzlich an zu jammern und während ich noch denke: „Oh, oh!“, kotzt sie auch schon das Sofa voll. Klassischer Verlauf. Bis zu dem Zeitpunkt war sie nämlich scheinbar kerngesund und quietschfidel.

Ich schrubbe das Sofa ab und ärgere mich mal wieder, dass wir damals kein Glattledersofa bekommen haben. Genau aus diesem Grund war ich immer gegen den Webstoff. Wenigstens kann ich die großen Kissen abziehen und waschen.
Ich berichte dem Mann von der Chose. Wir besprechen, wer die nächsten zwei Tage daheimbleiben soll und ich melde mich schon mal kindkrank. Morgen geht es dann zum Arzt.

Das kleine Kind ist fit und lässt sich nichts anmerken. Ich bin aber noch skeptisch. Eine Stunde nach dem ersten Ausbruch sitzt sie auf einem Stuhl, ist motzig und kotzt dann auf Tisch, Stuhl und Boden. Und wischt natürlich sofort mit den Händen drin rum, war ja eh das meiste Wasser. Brrrr. Ich putze und ziehe sie dann um.

Das große Kind hat sich mittlerweile ins Bett verzogen und will offenbar die Gelegenheit zu einem Mittagsschlaf nutzen.
Nach dem Umziehen ist das kleine Kind müde und schlecht drauf. Ich trage sie in den Schlaf. Gegen viertel vor elf kann ich sie ins Bett legen. Auch das große Kind pennt. Ich lege mich aufs Sofa und lese Twitter nach. Frau Brüllen erinnert daran, dass heute der 5. ist. Ich hätte es mal wieder vergessen.

Ich bekomme Hunger, esse einen Keks und hänge dann die Wäsche auf. Danach koche ich One-Pot-Pasta. Und hoffe weiterhin, dass der Magen-Darm-Virus niemand anderen befällt.

Gegen viertel vor zwölf versuche ich, das große Kind zu wecken. Sie wird wach, weigert sich aber vorerst aufzustehen. Das kleine Kind schläft noch friedlich. Als ich wirklich endlich mit Kochen anfangen will (natürlich hab ich erstmal noch fünf andere Dinge erledigt), höre ich sie aber quaken. Es ist zwölf Uhr, sie hätte ruhig etwas länger schlafen können.

Die Kinder dürfen zwei Folgen Paw Patrol gucken, ich schnibbele in Ruhe mein Gemüse und koche eine extra Portion Nudeln fürs große Kind. Sie isst sie mit Ketchup. Das kleine Kind kriegt ein paar Nudeln von meiner One-Pot-Pasta. Ich esse zwei Portionen.

Den Nachmittag vertreiben wir uns mit Musik hören, Bücher angucken, Lesen und Kekse essen (ich), das Alphabet am Computer schreiben und ein Eis essen und Butterbrot essen (das große Kind), noch zweimal ein bisschen kotzen und ein paar Kekse essen (das kleine Kind), eine Höhle bauen, ein Kartenspiel spielen usw. usf.

Um zehn nach fünf kommt der Mann nach Hause. Er erkundigt sich nach dem Gesundheitszustand des kleinen Kindes und badet sie dann. Danach ist das große Kind dran. Mit Haarewaschen. Drama! Immer dasselbe.

Mir ist ein bisschen flau, ich kann mich aber nicht so recht entscheiden, ob ich Hunger habe oder mir jetzt auch schlecht wird.

Schließlich sind alle Kinder im Schlafanzug und kriegen noch etwas Butterbrot. Das kleine Kind hat nicht so recht Hunger, verständlich.

Es folgen nochmal zwei Folgen Paw Patrol, danach geht es nach oben, Zähne putzen. Der Mann bringt das kleine Kind ins Bett, ich das große. Ich hatte ihr eigentlich empfohlen, direkt unten zu bleiben, da sie sicher eh noch nicht schlafen, aber sie wollte ins Bett.

Ich schmökere in einem alten Buch und lese danach Twitter, während ich überlege, ob ich vielleicht doch mal was essen sollte. Gegen viertel nach sieben entscheide ich mich fürs Abendessen und gehe in die Küche. Als ich gerade fertig bin, höre ich, wie der Mann mit dem großen Kind spricht. Wusste ichs doch.

Sie kommt zu uns aufs Sofa. Der Mann zockt, ich aktualisiere diesen Beitrag.

Das große Kind geht gegen 20 vor acht wieder ins Bett. Ich sehe mir eine Dokumentation über den Buckingham-Palast an, während der Mann zockt. Das kleine Kind wird nur einmal wach.

Um kurz nach zehn gehen wir ins Bett. Gute Nacht!

Jahresrückblick 2018

Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war Dein Jahr?
8

Glücklich gewesen?
Ja. Sehr.

Zugenommen oder abgenommen?
Weiterhin abgenommen, ich hab jetzt mein persönliches Idealgewicht.

Haare länger oder kürzer?
Gleich kurz

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Auch keine Änderung

Mehr ausgegeben oder weniger?
Ich schätze mal gleichbleibend.

Mehr Kohle oder weniger?
Etwas mehr, dank Wiedereinstieg in den Job

Besseren Job oder schlechteren?
Immer noch derselbe Job, aber er ist irgendwie besser geworden.

Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn ja, was?
Nein.

Mehr bewegt oder weniger?
Vielleicht ein bisschen mehr, da nicht schwanger.

Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr?
Vielleicht so 7-8

Davon war für Dich die Schlimmste?
Tja. Der unkontrollierbare Durchfall Anfang April, mit mehreren Tagen Übelkeit vorher und nachher
oder
Die diversen -itisse im Mai (Halsentzündung mit allem was dazu gehört), da ging es mir richtig beschissen
oder
Der relativ schwere Milchstau Ende August, mit Schmerzen und Fieber allüberall?

Ich kann mich nicht entscheiden. Ich hätte gut auf alle drei verzichten mögen.

Der hirnrissigste Plan, der einfach nicht funktioniert hat?
Mir einen neuen Job zu suchen.

Die gefährlichste Unternehmung?
Wahrscheinlich, mich regelmäßig abends im Dunkeln durch Hamburg zu bewegen.

Die teuerste Anschaffung?
Das Auto hatte einiges an Reparaturkosten.

Das leckerste Essen?
Da gabs eigentlich nicht viel besonderes. Einmal das Essen bei der Firmenweihnachtsfeier und einmal bracht der Chef etwas Ibericoschwein mit ins Büro, das war schon sehr sehr lecker!

Das beeindruckendste Buch?
Beeindruckend ist vielleicht das falsche Wort, aber am meisten gefesselt hat mich dieses Jahr die Clifton-Saga von Jeffrey Archer. Sehr spannend geschrieben, manchmal etwas zu konstruiert, manchmal ein bisschen arg unwahrscheinliche Wendungen, aber dennoch bin ich richtig in die Geschichte, die über mehrere Jahrzehnte geht, eingesogen worden. Insgesamt gibt es sieben Bücher, zwei hab ich noch vor mir.

Der ergreifendste beeindruckendste Film?
Ich hab kaum Filme gesehen und im Kino war ich nur einmal, in Phantastische Tierwesen 2, der war durchaus beeindruckend, aber insgesamt nur so mittel.

Das schönste Konzert?
Ich war bei unseren beiden Chorkonzerten dabei, da war das zweite schon sehr schön!

Die meiste Zeit verbracht mit…?
den Kindern

Die schönste Zeit verbracht mit…?
Schatz, meiner Familie, unseren Kindern

Vorherrschendes Gefühl 2018?
Mhmpf

2018 zum ersten Mal getan?
-nicht in meiner Heimat gewesen. Insgesamt werden es wohl sogar zwei Jahre werden.

2018 (nach langer Zeit) wieder getan?
-Bewerbungen geschrieben
-Ein Vorstellungsgespräch geführt
-Eine Jobzusage erhalten.
-einen Job abgesagt
-im Freibad gewesen
-Urlaub auf Rügen gemacht
-von einer Wespe gestochen worden

Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
-s. meine Krankheiten
-die vielen Infekte vom kleinen Kind
-die vielen schlechten Nächte, besonders in der zweiten Jahreshälfte
-dass es bei der Jobzusage ausgerechnet am Gehalt gescheitert ist.
-die Nachricht am 1. Weihnachtsfeiertag, dass meine quasi beste Freundin, deren Tochter die quasi beste Freundin vom großen Kind in den nächsten Wochen wegziehen wird.

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Dass Geld vielleicht doch nicht so wichtig ist bzw. dass ich mehr Gehalt möchte.

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Dem Mann einen neuen Rucksack. Der alte war seit ungefähr zehn Jahren reif für den Müll.

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Der Mann hatte sich überlegt, mir ein bestimmtes Buch zu schenken, während ich mir gleichzeitig überlegt hatte, mir genau dieses von ihm zu wünschen. Solche Sachen kommen selten bei uns vor.

Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?

Dein Wort des Jahres?
Knutschbrosch!

Dein Unwort des Jahres?
Werbeverbot (Thema Abtreibung)

2018 war mit 1 Wort…?
gut

Zum Vergleich: Verlinke deinen Rückblick vom letzten Jahr!

Jahresrückblick 2012

Jahresrückblick 2013

Jahresrückblick 2014

Jahresrückblick 2015

Jahresrückblick 2016

Jahresrückblick 2017

WMDEDGT November 2018

Endlich hab ich mal wieder dran gedacht.
Am jeden 5. eines Monats fragt Frau Brüllen, was wir eigentlich den ganzen Tag so machen.

Der Tag beginnt um 6:18 Uhr. Ich bin erstaunt, weil es schon so spät ist. Hat das kleine Kind etwa seit viertel vor elf durchgeschlafen? Ich kann mich an kein Aufwachen erinnern. Eine ziemlich gute Nacht also, die haben schon seit vielen Wochen Seltenheitswert.
Der Mann steht auf, geht aufs Klo und teilt mir mit, das große Kind befinde sich nicht in ihrem Bett. Viele Orte kann es nicht geben, wo sie sein kann und ich erhalte dann auch eine Nachricht von meiner Freundin, das Kind sei oben bei ihnen auf dem Dachboden.
Dort nächtigen seit Donnerstag unsere Freunde aus München. Die beiden großen Mädchen, die eigentlich im Kinderzimmer schlafen, haben sich nach oben geschlichen und meine Freundin um eine Geschichte angebettelt.
Ich stehe auf, wickle das kleine Kind und ziehe sie an und gehe dann hoch auf den Dachboden. Vier kleine Mädchen im Alter von 9 Monaten bis genau vier Jahre wuseln durcheinander. Alle hatten eine gute Nacht. Sehr schön!
Der Mann kommt vom Brötchen holen zurück und deckt den Tisch.
Alle bis auf den Besuchspapa sitzen gegen halb neun am Tisch. Schließlich kommt auch er runter und bekommt von seiner Tochter und Frau ein Lied vorgesungen.
Das große Kind fragt nach der Medizin, die sie vor ein paar Tagen nehmen musste. Es hat sich herausgestellt, dass sie Würmer hat. Wie unangenehm, besonders mit dem Besuch. Sie sind aber entspannt und das Entwurmungsmittel scheint auch zu wirken. Sie muss sie erst nächste Woche wieder nehmen und dann zwei Wochen später nochmal.
Schließlich haben alle gegessen. Ich denke darüber nach, ob die vorhandenen Reste fürs MIttagessen ausreichen werden.
Tisch abräumen und spülen. Die Kinder werden fertig angezogen.
Gegen halb zehn den Lapt auf den Tisch und logge mich bei Eventim ein. Um Punkt zehn Uhr beginnt der Vorverkauf für Fanclubmitglieder für die Rammstein-Stadion-Tour nächstes Jahr und meine Freundin und ich wollen beim Münchner Konzert auf jeden Fall dabei sein. Nach Hamburg kommen sie leider nicht.
Dann gehe ich in den KEller und kümmere mich mal wieder um die Wäsche. Würmerbedingt wasche ich derzeit sehr viel. Um kurz vor zehn ruft meine Freundin mich aufgeregt nach oben. Die letzten paar Minuten hibbeln wir vor dem PC, um zehn Uhr aktualisiere ich die Seite und natürlich ist die Anfrage überwältigend. Wir sind im Warteraum. 30 Sekunden. Nochmal 30 Sekunden und nochmal. Nach ein paar Minuten haben wir tatsächlich die Möglichkeit, Karten auszuwählen. Wir entscheiden uns für die zweitbeste Kategorie im Rang. Meine Freundin wäre gerne in den Innenraum gegangen, aber das halte ich einfach nicht aus, so leid es mir tut.
Zweimal 3 Minuten später kann ich den Kauf abschließen und kaufe dann direkt noch Innenraumkarten für meinen Bruder.
Wir klatschen uns ab, ziehen alle an und gehen auf den Spielplatz. Meine Freundin teilt direkt allen auf Facebook unsere Pläne mit, was dazu führt, dass ich später noch weitere Tickets für München kaufen muss, eine gemeinsame Freundin will sie ihrem Freund und ihrem Bruder schenken. Nun sind meine sechs Tickets aufgebraucht und wir sehr zufrieden. Wir nutzen das entsprechende Wochenende (Pfingsten) direkt für den Gegenbesuch in München. Wunderbar! Nur noch sieben Monate!

Auf dem Spielplatz powern wir die Kinder aus. Das große Kind fällt von der Seilbahn, das kleine will unbedingt Karussell fahren, darf dann die steile Rutsche runterrutschen und wird von Papa aufgefangen. Der Hit! Wir machen viele Fotos von den Kindern.
Dann schläft das Baby ein, das kleine Kind wird kurze Zeit später vom Mann schon mal heim- und ins Bett gebracht. Der Rest macht sich dann auch bald auf den Weg.

Zu Hause gibt es Mittagessen. Der Mann hat noch ein paar kleine Pizzen gekauft, die die großen Kinder begeistert weghauen. Wir essen Kartoffelsuppe und Lasagne. Alles ist leer, alle sind satt. So soll es sein!
Die kleinen Kinder schlafen noch ziemlich lange. Das kleine Kind wacht um viertel nach eins auf, das Baby etwas später. Nun kriegen auch sie Mittagessen.

Unsere Freunde packen ihr Zeug zusammen und suchen einen orangenen Stapelbecher. Sie suchen ihn sehr ausdauernd und als wir ihn schon abgeschrieben haben, findet meine Freundin ihn im Regal.
Die Kinder malen noch eine Runde und dürfen dann eine Folge Paw Patrol schauen. Wir kümmern uns um den Proviant.
Gegen 15 Uhr verabschieden wir unsere Freunde. Sie werden jetzt sechs Stunden mit dem Zug zurückfahren.
Es war ein schönes Wochenende und wir freuen uns auf das Wiedersehen!

Es wird Zeit, aufzuräumen und zumindest die Bäder zu putzen. Letzteres macht der Mann. Danach geht er mit dem großen Kind eine Runde Fahrrad fahren, während ich endlich meine Mutter anrufe. Wir haben aufgrund ständiger Besucher in letzter Zeit seit anderhtalb Wochen nicht gesprochen. Ich bringe sie bezüglich Besuch, Würmer und Chorkonzert auf den neuesten Stand und wir überlegen, wann wir uns nächstes Jahr sehen. Vielleicht machen wir im September Urlaub zusammen.
Ich erfahre, dass mein Vater eine Wundrose hatte. Ich halte mit der Thrombose meiner Schwiegermutter dagegen. Ein bisschen mehr Gesundheit für alle wäre schön!

Danach beschließe ich, endlich die ganzen Bananen im Kühlschrank zu verarbeiten und Schoko-Bananen-Muffins zu backen. Das große Kind möchte gerne helfen. Das kleine Kind räumt die Schränke aus und wird immer wieder vom Mann eingefangen. Schließlich schafft sie es, eine Packung Paniermehl auszuleeren, aber ich bin tiefenentspannt. Kann man auffegen.

Um halb sechs kommt das kleine Kind in die Badewanne. Ich räume unterdessen den Dachboden auf. Noch mehr zu waschen!
Etwa 20 Minuten später folgt das große Kind, sie hockt eine halbe Ewigkeit darin. Währenddessen bekommt das kleine Kind Abendessen.
Als das große Kind aus der Wanne kommt, fangen die Kinder an, sich kichernd und kreischend durch den Flur zu jagen. Davon hab ich immer geträumt. Kinder sind was tolles!
Nach dem Anziehen gibt es noch Haferflocken für das große Kind und die üblichen Folge Paw Patrol vor dem Schlafen gehen. Ich esse solange zu Abend.
Um kurz nach sieben bringen wir die Kinder ins Bett. Der Mann das kleine und ich das große Kind.

Danach genießen wir etwas Zweisamkeit auf dem Sofa. Dann guckt der Mann Football, ich muss direkt rein zum kleinen Kind. Es ist etwa 20 Uhr. Mir fällt ein, dass ich noch diesen Beitrag schreiben will und notiere ein paar stichpunkte auf dem Handy.

Es ist jetzt 20:43 Uhr. Ich werde noch etwas stricken, dann duschen und ins Bett gehen. Morgen ist wieder Allltag.

Gute Nacht!

WMDEDGT August 2018

Jeden fünften eines Monats sammelt Frau Brüllen unseren Beiträge.

Die Nacht ist mittelgut. Irgendwann, es ist noch dunkel, ist das Baby auf einmal wach, sehr wach und scheint Anstalten zu machen, jetzt nicht mehr zu schlafen, sondern mal bitte aufzustehen. Vergiss es, denke ich mir und drehe mich weg. Sie rollt nochmal über mich drüber, ich gucke auf die Uhr. 4:40 Uhr. Wundervoll. Schließlich schaffe ich es, sie mit Stillen doch wieder zur Ruhe zu bringen. Die frühen Morgenstunden sind aber immer unruhig und um viertel vor sieben ist endgültig Schluss mit Schlafen. Das große Kind liegt in des Mannes Bett und flüstert schon eine Weile vor sich hin.

Wir hängen noch etwas rum, dann geht der Mann Brötchen holen. Ich ziehe das große Kind an, das kleine ist schon längst vom Mann gewickelt worden, und kümmere mich dann wie jeden Sonntag um frische Handtücher für alle. Außerdem räume ich etwas auf und öffne auf dem Dachboden die Fenster zum Lüften. Draußen ist es ungewohnt kühl. Dann gehen wir runter, Tisch decken. Der Mann kommt wieder und füttert schon mal das Baby. Zu fünfzig Prozent, den Rest füttert sie sich selber. Wir frühstücken.

Nach dem Abräumen schmeiße ich die Waschmaschine an, und nehme schon mal das Putzzeug mit nach oben. Dort steht der Staubsauger. Gut, dann erstmal auf dem Dachboden staubsaugen. Am Mittwoch kommen meine Eltern und was erledigt ist, ist erledigt. Als ich fast fertig bin, kommt das Baby die steile Treppe hochgekrabbelt, natürlich mit dem Mann im Schlepptau. Er nimmt sie wieder mit runter, ich bringe den Staubsauger runter. Den brauchen wir eher im Erdgeschoss. Jetzt heißt es Bäderputzen. Na gut, nur grob. Ich putze nochmal gründlich, bevor der Besuch kommt.

Das Baby wird müde. Ich lege sie hin, um kurz vor halb zehn schläft sie wieder. Das große Kind kommt ebenfalls zum Schlafen ins Schlafzimmer. Ein bisschen Ruhe ist ganz nett, am liebsten würde ich jetzt das Spielhäuschen im Garten aufstellen, aber der Mann ist nicht motiviert. Also nehme ich mir stattdessen des Babys Geburtstagskerze vor. Die wurde bei der Taufe im März etwas in Mitleidenschaft gezogen. Ich bin leider nicht ganz erfolgreich, die letztens bestellten Buchstaben sind viel zu groß und dick. Da muss ich nochmal in die Stadt kommende Woche.

Ich setze mich an den Computer, eine Überweisung tätigen und diesen Beitrag beginnen. Ich komme nicht weit, um kurz nach zehn ist das Baby wieder wach. Ich versuche, sie nochmal in den Schlaf zu stillen, da sie eindeutig noch nicht ausgeschlafen ist, es klappt aber leider nicht. Dann muss es jetzt so gehen. Bis halb zwei muss sie mindestens durchhalten.

Ich erledige dies und das, hänge Wäsche auf und lese in jeder freien Minute in meinem aktuellen Buch. Das möchte ich morgen zurückgeben und spannend ist es auch. Um halb zwölf gucken wir Sendung mit der Maus. Danach kriegt das Baby schon mal was zu essen, sie isst ne ganze Menge. Der Mann will sich ein halbes Stündchen hinlegen, seine Nacht war nämlich ziemlich kurz. Das große Kind möchte auch was essen, sie kriegt eine halbe Banane und Haferflocken. Das Baby haut zwischendurch zweimal in die Windel.

Zum xten Mal räume ich die Kinderbücher ins Regal, wo sie innerhalb kürzester Zeit vom Baby herausgezogen werden. Zu Büchern hat sie eine ganz besondere Beziehung. Gegen 13 Uhr habe ich mein Buch ausgelesen und empfehle es auf Twitter weiter.
Dann kann ich ja morgen beruhigt zur Bücherhalle gehen. Das letzte Mal musste ich ziemlich viele Gebühren zahlen, ich hatte das Verlängern schlicht vergessen. Das soll nicht nochmal vorkommen.

Heute nachmittag fahren wir zu Freunden zum Grillen in deren Kleingarten. Gegen 13:30 Uhr wollen wir los.
Ok, 13:30 Uhr war etwas übertrieben. Wir fahren um kurz vor zwei los und finden den Garten sogar ohne Navi.

Den Nachmittag verbringen wir mit Reden (die Erwachsenen), Essen (alle), Rasierschaumparty, Planschen, Spielen und Heulen (die Kinder). Das Baby macht zwischen viertel nach drei und vier einen Mittagsschlaf.

Gegen halb sieben fahren wir nach Hause. Die Kinder werden ohne Umwege in die Badewanne gesteckt, bekommen Abendbrot und dürfen noch zwei Folgen Paw Patrol gucken. Dann geht es hoch zum Zähneputzen. Das große Kind möchte im Schlafzimmer schlafen. In Papas Bett. Das Baby ist begeistert! Na gut. Das große Kind schläft innerhalb von Minuten ein. Das Baby stillt eine Weile, als ich sie jedoch endgültig in den Schlaf tragen will, ist sie gut gelaunt und macht keinerlei Anstalten zu schlafen.

Ich gehe mit ihr zum Mann ins Arbeitszimmer. Er guckt Baseball. Das Baby spielt. Ich lese ein bisschen und liege rum. Es ist ein bisschen Leerlauf. Ich bin müde, müsste aber eigentlich noch was essen, habe aber keinen Hunger.

Also erstmal diesen Beitrag weiterschreiben. Es ist jetzt zwanzig vor neun.
Dann versuche ich, das Baby erneut ins Bett zu bringen und scheitere. Ich mache ihr eine neue Windel, lasse sie beim Papa und gehe erstmal was zu Abend essen. Im Wohnzimmer lese ich die 11 Freunde und esse. An den Geräuschen von oben höre ich, dass der Mann es wohl geschafft hat, das Baby zum Schlafen zu bringen und ins Bett zu legen.

Ich esse fertig und schreibe diesen Beitrag fertig. Es ist 21:29 Uhr. Gute Nacht!