WMDEDGT März 2019

Wie jeden 5. eines Monats fragt Frau Brüllen was wir eigentlich den ganzen Tag so machen..

Die Nacht verbringe ich beim großen Kind. Die letzten Nächte mit dem kleinen Kind waren extrem schlauchend, aber nun ist sie abgestillt. Immerhin. Jetzt ist der Mann mal dran.

Ich schlafe etwa fünf Stunden, bis ich um kurz nach vier wach werde. Pünktlich mit dem großen Kind, das mal pinkeln muss. Ich gehe auch, kann aber erstmal ne Weile nicht wieder einschlafen.

Der Wecker klingelt um fünf nach sechs, ich stehe eine Viertelstunde später auf. Die Kinder schlafen beide noch selig.

Waschen, Anziehen, Frühstücken. Der Mann weckt die Kinder und zieht das kleine Kind an. Die Nacht war wohl ganz ok.

Der Mann verabschiedet sich um kurz vor sieben. Ich füttere die Kinder ab, schmiere mir Brote und ziehe das große Kind an und das kleine Kind müslibedingt um.

Zähneputzen, Haaremachen, jeden Morgen dasselbe Spiel.

Eigentlich will ich noch eine Waschmaschine anschmeißen, aber das schaffe ich zeitlich nicht mehr. Nun, ob ich die Wäsche um drei aufhänge oder um fünf, ist wahrscheinlich auch egal.

Ich bereite das Wohnzimmer für Ernie vor, der fährt immer um 9 Uhr los und saugt.

Als wir aus dem Haus kommen, steht wie immer in letzter Zeit das Auto der Eltern des Nachbarn. Die bringen momentan immer den Enkel in die Kita, um die Mama zu entlasten. Vor zwei Monaten kam da nämlich noch ein kleines Schwesterchen an. An sich finde ich diesen Oma-und-Opa-Service ja gut, aber allem Anschein nach haben sie keinen Kindersitz im Auto und ich bin die ganze Zeit am überlegen, ob ich da mal was sagen soll. Oder der Polizei einen Tipp geben, mal bei der Kita Kontrolle zu machen.

Wir kommen pünktlich in der Kita an. Das große Kind sucht ihre Hausschuhe. Die sind ein paar Tagen verschollen. Ärgerlich, natürlich sind die ganz neu.

Ich verabschiede mich problemlos und werde vom großen Kind rausgeworfen.

Ab zur Arbeit. Dort bin ich die Erste und werde aus Urlaubs- und Krankheitsgründen wohl noch ne Weile allein bleiben. Ich nutze die Zeit, den Karton auszumessen, mit dem ich etwas verschicken muss. Leider ist er um einen Zentimeter zu breit. Ich verständige mich mit der Empfängerin und verkleinere den Karton mit Schere und Klebeband. Nun sollte es hinhauen.

Dann ist doch mal ein bisschen was zu tun. Da ich immer noch allein bin, lasse ich nebenher die Mädchensitzung des ZDF laufen. Ich liebe Karneval, in Hamburg ist da aber nicht viel los. Also gar nichts. Bis auf den Fasching in der Kita. Ich wundere mich mal wieder, dass auf der Mädchensitzung zwar der ganze Saal voller Frauen ist, auf der Bühne aber fast ausschließlich männliche Redner. Wäre genau diese Sitzung nicht mal eine super Möglichkeit das zu ändern?

Ich arbeite weiter vor mich hin, wundere mich über merkwürdige Nutzeranfragen und recherchiere noch ein Möbel für unser Schlafzimmer. Das gibt’s nur gar nicht so, wie ich es mir vorstelle.

Um halb eins mache ich mir mein Essen warm. Normalerweise esse ich im Büro nur Brot, aber heute passt es ausnahmsweise mit dem warmen Mittagessen. Wir sind heute auch nur zu dritt, da stört das nicht so.

Halb zwei, Feierabend. Ich fahre mit der U-Bahn und hole die Kinder aus der Kita. Heute Nachmittag treffen wir uns ein letztes Mal mit meiner Freundin und deren Tochter. Übermorgen ziehen sie leider weg, so dass wir uns nicht mehr regelmäßig sehen können. Sehr schade! Wir essen Eis und Waffeln in einer Eisdiele im Einkaufszentrum. Danach gehen wir noch zusammen zu Budni, wo ich einem Türstopper in Form einer Eule nicht widerstehen kann. Das kleine Kind auch nicht. Sie liebt Eulen!

Dann verabschieden wir uns. Wir müssen noch ein paar Dinge im Supermarkt kaufen. Auch das ist bald erledigt, wir gehen noch für Brezel und Brötchen zum Bäcker und fahren dann mit dem Bus nach Hause.

Gegen 20 nach vier sind wir da. Ich verräume die Einkäufe. Das große Kind muss mal aufs Klo. Um viertel vor fünf kann ich endlich die Waschmaschine anschmeißen. Ich bin ziemlich kaputt und möchte am liebsten auf dem Sofa rumgammeln, aber das ist natürlich keine Option. Wir hören etwas Musik und gucken Bücher. Ich wundere mich etwas, weil der Mann noch nicht da ist, kann mich aber erinnern, dass er noch irgendwo hinwollte nach der Arbeit. Leider fällt mir nicht mehr ein, was das war.

Um viertel vor sechs stecke ich die Kinder in die Badewanne äh das Planschbecken. Also erst das kleine Kind, das große weigert sich zunächst, da ich ihr Haarewaschen angedroht habe. Das kleine Kind will dann auch gar nicht, dass ihr die große Schwester Platz wegnimmt, aber schließlich sind alle drin. Da kommt auch der Mann. Er hat ein neues Notebook gekauft. Das war das also.

Das kleine Kind kommt zuerst aus der Badewanne, der Mann kümmert sich um sie, während ich dem großen Kind unter dem üblichen Geschrei die Haare wasche. Es ist so nervig.

Dann brüllt es von unten. Jemand möchte offenbar sein Abendessen nicht essen. Ich ziehe dem großen Kind den Schlafanzug an und schicke sie runter. Nach dem Abendessen gibt es noch die übliche Folge Paw Patrol, dann gehen alle vier nach oben, Zähneputzen und dann ins Bett. Ich lese noch eine Geschichte vor und bringe dann das kleine Kind ins Bett. Das ist mittlerweile sehr einfach, ich halte sie einfach auf dem Schoß, bis sie einschläft. Meist kann ich dabei sogar noch etwas lesen.

Um halb acht verlasse ich das Schlafzimmer. Der Mann zeigt mir unten das neue Notebook, dann genießen wir etwas Zweisamkeit auf dem Sofa.

Dienstags Abends läuft immer Visite im NDR, ich habe ein Faible für solche Sendungen und staune über die Möglichkeiten der Medizin.

Um 22 Uhr gehen wir ins Bett. Gute Nacht!

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WMDEDGT Februar 2019

Wie jeden fünften eines Monats fragt Frau Brüllen, was wir eigentlich den ganzen Tag so machen.

Mein Tag beginnt eigentlich recht angenehm. Das kleine Kind hat erfreulich gut geschlafen. Da sie die Nacht zuvor sich mehrfach erbrochen hat, bleiben wir heute zu Hause und ich kann noch etwas liegen bleiben. Um viertel vor sieben wird sie wach. Wir gucken noch ein Buch an und stehen dann auf. Sie will sofort runter zu Papa und Schwester, ich bestehe aber doch erstmal auf Wickeln und Anziehen. Dann schicke ich sie runter und beginne mich anzuziehen.

Ich höre das große Kind unten jammern. Sie will hochgetragen werden. Ich frage sie, ob sie nicht vielleicht auch daheim bleiben will. Sie willigt ein und erzählt mir was von Bauchschmerzen. Na gut. Der Mann, der sie eigentlich in die Kita bringen soll, verabschiedet sich. Es ist etwa zwanzig nach sieben.
Ich helfe dem großen Kind beim Anziehen und sage dann in der Kita Bescheid.

Frühstückszeit. Das kleine Kind isst Brötchen und kriegt den Rest Haferflocken. Das große Kind hat schon gegessen und spielt vor sich hin. Ich frühstücke das übliche, lese in meinem Handy und gucke zwischendurch Bücher mit dem kleinen Kind, als es fertig ist mit Essen.

Dann kümmern wir uns gemeinschaftlich um die Wäsche. Zwischendurch muss ich das kleine Kind wickeln. Der Windelinhalt ist immer noch etwas fragwürdig. Dann lasse ich Ernie in der Küche fahren.

Das große Kind möchte ein Buch vorgelesen bekommen. Wir setzen uns aufs Sofa. Das kleine Kind fängt plötzlich an zu jammern und während ich noch denke: „Oh, oh!“, kotzt sie auch schon das Sofa voll. Klassischer Verlauf. Bis zu dem Zeitpunkt war sie nämlich scheinbar kerngesund und quietschfidel.

Ich schrubbe das Sofa ab und ärgere mich mal wieder, dass wir damals kein Glattledersofa bekommen haben. Genau aus diesem Grund war ich immer gegen den Webstoff. Wenigstens kann ich die großen Kissen abziehen und waschen.
Ich berichte dem Mann von der Chose. Wir besprechen, wer die nächsten zwei Tage daheimbleiben soll und ich melde mich schon mal kindkrank. Morgen geht es dann zum Arzt.

Das kleine Kind ist fit und lässt sich nichts anmerken. Ich bin aber noch skeptisch. Eine Stunde nach dem ersten Ausbruch sitzt sie auf einem Stuhl, ist motzig und kotzt dann auf Tisch, Stuhl und Boden. Und wischt natürlich sofort mit den Händen drin rum, war ja eh das meiste Wasser. Brrrr. Ich putze und ziehe sie dann um.

Das große Kind hat sich mittlerweile ins Bett verzogen und will offenbar die Gelegenheit zu einem Mittagsschlaf nutzen.
Nach dem Umziehen ist das kleine Kind müde und schlecht drauf. Ich trage sie in den Schlaf. Gegen viertel vor elf kann ich sie ins Bett legen. Auch das große Kind pennt. Ich lege mich aufs Sofa und lese Twitter nach. Frau Brüllen erinnert daran, dass heute der 5. ist. Ich hätte es mal wieder vergessen.

Ich bekomme Hunger, esse einen Keks und hänge dann die Wäsche auf. Danach koche ich One-Pot-Pasta. Und hoffe weiterhin, dass der Magen-Darm-Virus niemand anderen befällt.

Gegen viertel vor zwölf versuche ich, das große Kind zu wecken. Sie wird wach, weigert sich aber vorerst aufzustehen. Das kleine Kind schläft noch friedlich. Als ich wirklich endlich mit Kochen anfangen will (natürlich hab ich erstmal noch fünf andere Dinge erledigt), höre ich sie aber quaken. Es ist zwölf Uhr, sie hätte ruhig etwas länger schlafen können.

Die Kinder dürfen zwei Folgen Paw Patrol gucken, ich schnibbele in Ruhe mein Gemüse und koche eine extra Portion Nudeln fürs große Kind. Sie isst sie mit Ketchup. Das kleine Kind kriegt ein paar Nudeln von meiner One-Pot-Pasta. Ich esse zwei Portionen.

Den Nachmittag vertreiben wir uns mit Musik hören, Bücher angucken, Lesen und Kekse essen (ich), das Alphabet am Computer schreiben und ein Eis essen und Butterbrot essen (das große Kind), noch zweimal ein bisschen kotzen und ein paar Kekse essen (das kleine Kind), eine Höhle bauen, ein Kartenspiel spielen usw. usf.

Um zehn nach fünf kommt der Mann nach Hause. Er erkundigt sich nach dem Gesundheitszustand des kleinen Kindes und badet sie dann. Danach ist das große Kind dran. Mit Haarewaschen. Drama! Immer dasselbe.

Mir ist ein bisschen flau, ich kann mich aber nicht so recht entscheiden, ob ich Hunger habe oder mir jetzt auch schlecht wird.

Schließlich sind alle Kinder im Schlafanzug und kriegen noch etwas Butterbrot. Das kleine Kind hat nicht so recht Hunger, verständlich.

Es folgen nochmal zwei Folgen Paw Patrol, danach geht es nach oben, Zähne putzen. Der Mann bringt das kleine Kind ins Bett, ich das große. Ich hatte ihr eigentlich empfohlen, direkt unten zu bleiben, da sie sicher eh noch nicht schlafen, aber sie wollte ins Bett.

Ich schmökere in einem alten Buch und lese danach Twitter, während ich überlege, ob ich vielleicht doch mal was essen sollte. Gegen viertel nach sieben entscheide ich mich fürs Abendessen und gehe in die Küche. Als ich gerade fertig bin, höre ich, wie der Mann mit dem großen Kind spricht. Wusste ichs doch.

Sie kommt zu uns aufs Sofa. Der Mann zockt, ich aktualisiere diesen Beitrag.

Das große Kind geht gegen 20 vor acht wieder ins Bett. Ich sehe mir eine Dokumentation über den Buckingham-Palast an, während der Mann zockt. Das kleine Kind wird nur einmal wach.

Um kurz nach zehn gehen wir ins Bett. Gute Nacht!

Jahresrückblick 2018

Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war Dein Jahr?
8

Glücklich gewesen?
Ja. Sehr.

Zugenommen oder abgenommen?
Weiterhin abgenommen, ich hab jetzt mein persönliches Idealgewicht.

Haare länger oder kürzer?
Gleich kurz

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Auch keine Änderung

Mehr ausgegeben oder weniger?
Ich schätze mal gleichbleibend.

Mehr Kohle oder weniger?
Etwas mehr, dank Wiedereinstieg in den Job

Besseren Job oder schlechteren?
Immer noch derselbe Job, aber er ist irgendwie besser geworden.

Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn ja, was?
Nein.

Mehr bewegt oder weniger?
Vielleicht ein bisschen mehr, da nicht schwanger.

Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr?
Vielleicht so 7-8

Davon war für Dich die Schlimmste?
Tja. Der unkontrollierbare Durchfall Anfang April, mit mehreren Tagen Übelkeit vorher und nachher
oder
Die diversen -itisse im Mai (Halsentzündung mit allem was dazu gehört), da ging es mir richtig beschissen
oder
Der relativ schwere Milchstau Ende August, mit Schmerzen und Fieber allüberall?

Ich kann mich nicht entscheiden. Ich hätte gut auf alle drei verzichten mögen.

Der hirnrissigste Plan, der einfach nicht funktioniert hat?
Mir einen neuen Job zu suchen.

Die gefährlichste Unternehmung?
Wahrscheinlich, mich regelmäßig abends im Dunkeln durch Hamburg zu bewegen.

Die teuerste Anschaffung?
Das Auto hatte einiges an Reparaturkosten.

Das leckerste Essen?
Da gabs eigentlich nicht viel besonderes. Einmal das Essen bei der Firmenweihnachtsfeier und einmal bracht der Chef etwas Ibericoschwein mit ins Büro, das war schon sehr sehr lecker!

Das beeindruckendste Buch?
Beeindruckend ist vielleicht das falsche Wort, aber am meisten gefesselt hat mich dieses Jahr die Clifton-Saga von Jeffrey Archer. Sehr spannend geschrieben, manchmal etwas zu konstruiert, manchmal ein bisschen arg unwahrscheinliche Wendungen, aber dennoch bin ich richtig in die Geschichte, die über mehrere Jahrzehnte geht, eingesogen worden. Insgesamt gibt es sieben Bücher, zwei hab ich noch vor mir.

Der ergreifendste beeindruckendste Film?
Ich hab kaum Filme gesehen und im Kino war ich nur einmal, in Phantastische Tierwesen 2, der war durchaus beeindruckend, aber insgesamt nur so mittel.

Das schönste Konzert?
Ich war bei unseren beiden Chorkonzerten dabei, da war das zweite schon sehr schön!

Die meiste Zeit verbracht mit…?
den Kindern

Die schönste Zeit verbracht mit…?
Schatz, meiner Familie, unseren Kindern

Vorherrschendes Gefühl 2018?
Mhmpf

2018 zum ersten Mal getan?
-nicht in meiner Heimat gewesen. Insgesamt werden es wohl sogar zwei Jahre werden.

2018 (nach langer Zeit) wieder getan?
-Bewerbungen geschrieben
-Ein Vorstellungsgespräch geführt
-Eine Jobzusage erhalten.
-einen Job abgesagt
-im Freibad gewesen
-Urlaub auf Rügen gemacht
-von einer Wespe gestochen worden

Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
-s. meine Krankheiten
-die vielen Infekte vom kleinen Kind
-die vielen schlechten Nächte, besonders in der zweiten Jahreshälfte
-dass es bei der Jobzusage ausgerechnet am Gehalt gescheitert ist.
-die Nachricht am 1. Weihnachtsfeiertag, dass meine quasi beste Freundin, deren Tochter die quasi beste Freundin vom großen Kind in den nächsten Wochen wegziehen wird.

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Dass Geld vielleicht doch nicht so wichtig ist bzw. dass ich mehr Gehalt möchte.

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Dem Mann einen neuen Rucksack. Der alte war seit ungefähr zehn Jahren reif für den Müll.

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Der Mann hatte sich überlegt, mir ein bestimmtes Buch zu schenken, während ich mir gleichzeitig überlegt hatte, mir genau dieses von ihm zu wünschen. Solche Sachen kommen selten bei uns vor.

Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?

Dein Wort des Jahres?
Knutschbrosch!

Dein Unwort des Jahres?
Werbeverbot (Thema Abtreibung)

2018 war mit 1 Wort…?
gut

Zum Vergleich: Verlinke deinen Rückblick vom letzten Jahr!

Jahresrückblick 2012

Jahresrückblick 2013

Jahresrückblick 2014

Jahresrückblick 2015

Jahresrückblick 2016

Jahresrückblick 2017

WMDEDGT November 2018

Endlich hab ich mal wieder dran gedacht.
Am jeden 5. eines Monats fragt Frau Brüllen, was wir eigentlich den ganzen Tag so machen.

Der Tag beginnt um 6:18 Uhr. Ich bin erstaunt, weil es schon so spät ist. Hat das kleine Kind etwa seit viertel vor elf durchgeschlafen? Ich kann mich an kein Aufwachen erinnern. Eine ziemlich gute Nacht also, die haben schon seit vielen Wochen Seltenheitswert.
Der Mann steht auf, geht aufs Klo und teilt mir mit, das große Kind befinde sich nicht in ihrem Bett. Viele Orte kann es nicht geben, wo sie sein kann und ich erhalte dann auch eine Nachricht von meiner Freundin, das Kind sei oben bei ihnen auf dem Dachboden.
Dort nächtigen seit Donnerstag unsere Freunde aus München. Die beiden großen Mädchen, die eigentlich im Kinderzimmer schlafen, haben sich nach oben geschlichen und meine Freundin um eine Geschichte angebettelt.
Ich stehe auf, wickle das kleine Kind und ziehe sie an und gehe dann hoch auf den Dachboden. Vier kleine Mädchen im Alter von 9 Monaten bis genau vier Jahre wuseln durcheinander. Alle hatten eine gute Nacht. Sehr schön!
Der Mann kommt vom Brötchen holen zurück und deckt den Tisch.
Alle bis auf den Besuchspapa sitzen gegen halb neun am Tisch. Schließlich kommt auch er runter und bekommt von seiner Tochter und Frau ein Lied vorgesungen.
Das große Kind fragt nach der Medizin, die sie vor ein paar Tagen nehmen musste. Es hat sich herausgestellt, dass sie Würmer hat. Wie unangenehm, besonders mit dem Besuch. Sie sind aber entspannt und das Entwurmungsmittel scheint auch zu wirken. Sie muss sie erst nächste Woche wieder nehmen und dann zwei Wochen später nochmal.
Schließlich haben alle gegessen. Ich denke darüber nach, ob die vorhandenen Reste fürs MIttagessen ausreichen werden.
Tisch abräumen und spülen. Die Kinder werden fertig angezogen.
Gegen halb zehn den Lapt auf den Tisch und logge mich bei Eventim ein. Um Punkt zehn Uhr beginnt der Vorverkauf für Fanclubmitglieder für die Rammstein-Stadion-Tour nächstes Jahr und meine Freundin und ich wollen beim Münchner Konzert auf jeden Fall dabei sein. Nach Hamburg kommen sie leider nicht.
Dann gehe ich in den KEller und kümmere mich mal wieder um die Wäsche. Würmerbedingt wasche ich derzeit sehr viel. Um kurz vor zehn ruft meine Freundin mich aufgeregt nach oben. Die letzten paar Minuten hibbeln wir vor dem PC, um zehn Uhr aktualisiere ich die Seite und natürlich ist die Anfrage überwältigend. Wir sind im Warteraum. 30 Sekunden. Nochmal 30 Sekunden und nochmal. Nach ein paar Minuten haben wir tatsächlich die Möglichkeit, Karten auszuwählen. Wir entscheiden uns für die zweitbeste Kategorie im Rang. Meine Freundin wäre gerne in den Innenraum gegangen, aber das halte ich einfach nicht aus, so leid es mir tut.
Zweimal 3 Minuten später kann ich den Kauf abschließen und kaufe dann direkt noch Innenraumkarten für meinen Bruder.
Wir klatschen uns ab, ziehen alle an und gehen auf den Spielplatz. Meine Freundin teilt direkt allen auf Facebook unsere Pläne mit, was dazu führt, dass ich später noch weitere Tickets für München kaufen muss, eine gemeinsame Freundin will sie ihrem Freund und ihrem Bruder schenken. Nun sind meine sechs Tickets aufgebraucht und wir sehr zufrieden. Wir nutzen das entsprechende Wochenende (Pfingsten) direkt für den Gegenbesuch in München. Wunderbar! Nur noch sieben Monate!

Auf dem Spielplatz powern wir die Kinder aus. Das große Kind fällt von der Seilbahn, das kleine will unbedingt Karussell fahren, darf dann die steile Rutsche runterrutschen und wird von Papa aufgefangen. Der Hit! Wir machen viele Fotos von den Kindern.
Dann schläft das Baby ein, das kleine Kind wird kurze Zeit später vom Mann schon mal heim- und ins Bett gebracht. Der Rest macht sich dann auch bald auf den Weg.

Zu Hause gibt es Mittagessen. Der Mann hat noch ein paar kleine Pizzen gekauft, die die großen Kinder begeistert weghauen. Wir essen Kartoffelsuppe und Lasagne. Alles ist leer, alle sind satt. So soll es sein!
Die kleinen Kinder schlafen noch ziemlich lange. Das kleine Kind wacht um viertel nach eins auf, das Baby etwas später. Nun kriegen auch sie Mittagessen.

Unsere Freunde packen ihr Zeug zusammen und suchen einen orangenen Stapelbecher. Sie suchen ihn sehr ausdauernd und als wir ihn schon abgeschrieben haben, findet meine Freundin ihn im Regal.
Die Kinder malen noch eine Runde und dürfen dann eine Folge Paw Patrol schauen. Wir kümmern uns um den Proviant.
Gegen 15 Uhr verabschieden wir unsere Freunde. Sie werden jetzt sechs Stunden mit dem Zug zurückfahren.
Es war ein schönes Wochenende und wir freuen uns auf das Wiedersehen!

Es wird Zeit, aufzuräumen und zumindest die Bäder zu putzen. Letzteres macht der Mann. Danach geht er mit dem großen Kind eine Runde Fahrrad fahren, während ich endlich meine Mutter anrufe. Wir haben aufgrund ständiger Besucher in letzter Zeit seit anderhtalb Wochen nicht gesprochen. Ich bringe sie bezüglich Besuch, Würmer und Chorkonzert auf den neuesten Stand und wir überlegen, wann wir uns nächstes Jahr sehen. Vielleicht machen wir im September Urlaub zusammen.
Ich erfahre, dass mein Vater eine Wundrose hatte. Ich halte mit der Thrombose meiner Schwiegermutter dagegen. Ein bisschen mehr Gesundheit für alle wäre schön!

Danach beschließe ich, endlich die ganzen Bananen im Kühlschrank zu verarbeiten und Schoko-Bananen-Muffins zu backen. Das große Kind möchte gerne helfen. Das kleine Kind räumt die Schränke aus und wird immer wieder vom Mann eingefangen. Schließlich schafft sie es, eine Packung Paniermehl auszuleeren, aber ich bin tiefenentspannt. Kann man auffegen.

Um halb sechs kommt das kleine Kind in die Badewanne. Ich räume unterdessen den Dachboden auf. Noch mehr zu waschen!
Etwa 20 Minuten später folgt das große Kind, sie hockt eine halbe Ewigkeit darin. Währenddessen bekommt das kleine Kind Abendessen.
Als das große Kind aus der Wanne kommt, fangen die Kinder an, sich kichernd und kreischend durch den Flur zu jagen. Davon hab ich immer geträumt. Kinder sind was tolles!
Nach dem Anziehen gibt es noch Haferflocken für das große Kind und die üblichen Folge Paw Patrol vor dem Schlafen gehen. Ich esse solange zu Abend.
Um kurz nach sieben bringen wir die Kinder ins Bett. Der Mann das kleine und ich das große Kind.

Danach genießen wir etwas Zweisamkeit auf dem Sofa. Dann guckt der Mann Football, ich muss direkt rein zum kleinen Kind. Es ist etwa 20 Uhr. Mir fällt ein, dass ich noch diesen Beitrag schreiben will und notiere ein paar stichpunkte auf dem Handy.

Es ist jetzt 20:43 Uhr. Ich werde noch etwas stricken, dann duschen und ins Bett gehen. Morgen ist wieder Allltag.

Gute Nacht!

WMDEDGT August 2018

Jeden fünften eines Monats sammelt Frau Brüllen unseren Beiträge.

Die Nacht ist mittelgut. Irgendwann, es ist noch dunkel, ist das Baby auf einmal wach, sehr wach und scheint Anstalten zu machen, jetzt nicht mehr zu schlafen, sondern mal bitte aufzustehen. Vergiss es, denke ich mir und drehe mich weg. Sie rollt nochmal über mich drüber, ich gucke auf die Uhr. 4:40 Uhr. Wundervoll. Schließlich schaffe ich es, sie mit Stillen doch wieder zur Ruhe zu bringen. Die frühen Morgenstunden sind aber immer unruhig und um viertel vor sieben ist endgültig Schluss mit Schlafen. Das große Kind liegt in des Mannes Bett und flüstert schon eine Weile vor sich hin.

Wir hängen noch etwas rum, dann geht der Mann Brötchen holen. Ich ziehe das große Kind an, das kleine ist schon längst vom Mann gewickelt worden, und kümmere mich dann wie jeden Sonntag um frische Handtücher für alle. Außerdem räume ich etwas auf und öffne auf dem Dachboden die Fenster zum Lüften. Draußen ist es ungewohnt kühl. Dann gehen wir runter, Tisch decken. Der Mann kommt wieder und füttert schon mal das Baby. Zu fünfzig Prozent, den Rest füttert sie sich selber. Wir frühstücken.

Nach dem Abräumen schmeiße ich die Waschmaschine an, und nehme schon mal das Putzzeug mit nach oben. Dort steht der Staubsauger. Gut, dann erstmal auf dem Dachboden staubsaugen. Am Mittwoch kommen meine Eltern und was erledigt ist, ist erledigt. Als ich fast fertig bin, kommt das Baby die steile Treppe hochgekrabbelt, natürlich mit dem Mann im Schlepptau. Er nimmt sie wieder mit runter, ich bringe den Staubsauger runter. Den brauchen wir eher im Erdgeschoss. Jetzt heißt es Bäderputzen. Na gut, nur grob. Ich putze nochmal gründlich, bevor der Besuch kommt.

Das Baby wird müde. Ich lege sie hin, um kurz vor halb zehn schläft sie wieder. Das große Kind kommt ebenfalls zum Schlafen ins Schlafzimmer. Ein bisschen Ruhe ist ganz nett, am liebsten würde ich jetzt das Spielhäuschen im Garten aufstellen, aber der Mann ist nicht motiviert. Also nehme ich mir stattdessen des Babys Geburtstagskerze vor. Die wurde bei der Taufe im März etwas in Mitleidenschaft gezogen. Ich bin leider nicht ganz erfolgreich, die letztens bestellten Buchstaben sind viel zu groß und dick. Da muss ich nochmal in die Stadt kommende Woche.

Ich setze mich an den Computer, eine Überweisung tätigen und diesen Beitrag beginnen. Ich komme nicht weit, um kurz nach zehn ist das Baby wieder wach. Ich versuche, sie nochmal in den Schlaf zu stillen, da sie eindeutig noch nicht ausgeschlafen ist, es klappt aber leider nicht. Dann muss es jetzt so gehen. Bis halb zwei muss sie mindestens durchhalten.

Ich erledige dies und das, hänge Wäsche auf und lese in jeder freien Minute in meinem aktuellen Buch. Das möchte ich morgen zurückgeben und spannend ist es auch. Um halb zwölf gucken wir Sendung mit der Maus. Danach kriegt das Baby schon mal was zu essen, sie isst ne ganze Menge. Der Mann will sich ein halbes Stündchen hinlegen, seine Nacht war nämlich ziemlich kurz. Das große Kind möchte auch was essen, sie kriegt eine halbe Banane und Haferflocken. Das Baby haut zwischendurch zweimal in die Windel.

Zum xten Mal räume ich die Kinderbücher ins Regal, wo sie innerhalb kürzester Zeit vom Baby herausgezogen werden. Zu Büchern hat sie eine ganz besondere Beziehung. Gegen 13 Uhr habe ich mein Buch ausgelesen und empfehle es auf Twitter weiter.
Dann kann ich ja morgen beruhigt zur Bücherhalle gehen. Das letzte Mal musste ich ziemlich viele Gebühren zahlen, ich hatte das Verlängern schlicht vergessen. Das soll nicht nochmal vorkommen.

Heute nachmittag fahren wir zu Freunden zum Grillen in deren Kleingarten. Gegen 13:30 Uhr wollen wir los.
Ok, 13:30 Uhr war etwas übertrieben. Wir fahren um kurz vor zwei los und finden den Garten sogar ohne Navi.

Den Nachmittag verbringen wir mit Reden (die Erwachsenen), Essen (alle), Rasierschaumparty, Planschen, Spielen und Heulen (die Kinder). Das Baby macht zwischen viertel nach drei und vier einen Mittagsschlaf.

Gegen halb sieben fahren wir nach Hause. Die Kinder werden ohne Umwege in die Badewanne gesteckt, bekommen Abendbrot und dürfen noch zwei Folgen Paw Patrol gucken. Dann geht es hoch zum Zähneputzen. Das große Kind möchte im Schlafzimmer schlafen. In Papas Bett. Das Baby ist begeistert! Na gut. Das große Kind schläft innerhalb von Minuten ein. Das Baby stillt eine Weile, als ich sie jedoch endgültig in den Schlaf tragen will, ist sie gut gelaunt und macht keinerlei Anstalten zu schlafen.

Ich gehe mit ihr zum Mann ins Arbeitszimmer. Er guckt Baseball. Das Baby spielt. Ich lese ein bisschen und liege rum. Es ist ein bisschen Leerlauf. Ich bin müde, müsste aber eigentlich noch was essen, habe aber keinen Hunger.

Also erstmal diesen Beitrag weiterschreiben. Es ist jetzt zwanzig vor neun.
Dann versuche ich, das Baby erneut ins Bett zu bringen und scheitere. Ich mache ihr eine neue Windel, lasse sie beim Papa und gehe erstmal was zu Abend essen. Im Wohnzimmer lese ich die 11 Freunde und esse. An den Geräuschen von oben höre ich, dass der Mann es wohl geschafft hat, das Baby zum Schlafen zu bringen und ins Bett zu legen.

Ich esse fertig und schreibe diesen Beitrag fertig. Es ist 21:29 Uhr. Gute Nacht!

WMDEDGT Juni 2018

Wie jeden 5. eines Monats möchte Frau Brüllen wissen, was wir eigentlich den ganzen Tag so machen.

Mein Tag beginnt um zehn nach fünf. Da ist das Baby endgültig wach und lässt sich nicht mehr in den Schlaf stillen. Ich bin genervt, denn ich bin todmüde und habe Halsschmerzen. Ich nehme das Baby mit, wickle sie und setze sie in das Zimmer des großen Kindes, wo sie spielen kann. Ich selbst lege mich ins Kinderbett und döse vor mich hin, bis das Baby zu quaken anfängt.
Nochmal wickeln. Dann hängen wir noch etwas rum, bis ich sie um kurz vor sechs dem Mann übergebe und nochmal eine halbe Stunde ins Bett gehe.

Das große Kind wird um halb sieben wach. Ich stehe um viertel vor sieben endgültig auf. Der Mann geht heute zum Glück etwas später zur Arbeit. Ich frühstücke und räume etwas auf. Der Mann ist mit dem Baby oben. Es ist verdächtig still. Sie ist wohl eingeschlafen. Klar, wer schon um fünf Party macht. Das große Kind und ich gehen Zähne putzen und Haare machen. Das ist jetzt etwas einfacher, war sie doch gestern beim Friseur. Dann beschließt sie, sich auch wieder hinlegen zu müssen. Ich gehe aufs Klo und stelle fest, dass ich meine Regel bekommen habe. Also Menstasse auskochen. Der Mann verabschiedet sich zur Arbeit. Ich gehe erneut aufs Klo. Um kurz nach halb neun wird das Baby wach und ich muss das große Kind etwas antreiben.

Wir gehen vermutlich pünktlich los. Ich habe meine Armbanduhr unauffindbar verlegt, weshalb ich etwas durch die Zeit schwebe.

Ich gebe sie in der Kita ab, nach einigem Hin und Her, denn eigentlich möchte sie mit ihren Freundinnen raus, es dürfen aber erstmal nur die Größeren raus.
Dann fahre ich nach Hause, wo ich eine Weile mit dem Baby abhänge. Dann versuche ich die Telefonnummer der Ansprechpartnerin von einer meiner offenen Bewerbungen herauszufinden. Es gibt keine. Also schreibe ich eine E-Mail und erhalte die Antwort, dass das Auswahlverfahren noch laufe. Wie nett, vielleicht hab ich ja Glück. Dann rufe ich beim Kinderarzt an, um einen Termin für die U8 vom großen Kind auszumachen. Mein Anruf kann nicht entgegen genommen werden. Ich hinterlasse eine Nachricht.

Gegen viertel vor elf mache ich die Gartenserie auf Netflix an, die ich kürzlich entdeckt habe. Das Baby spielt vor sich hin, wird dann aber unleidlich. Ich trage sie im Schlafzimmer in den Schlaf, es jetzt etwa 20 nach elf.

Dann beschäftige ich mich mit dem Briefkasten. Der ist rostig. Dabei ist das Edelstahl. Mit Putzstein kriege ich den Rost fast vollständig weg. Nun ist er ein wenig zerkratzt, aber das sieht man fast gar nicht.

Danach ist Zeit fürs Kochen. Heute soll es Bohnen-Kartoffel-Stampf geben. Ich schneide alles klein, setze die Kartoffeln auf und gehe dann die Serienfolge zu Ende anschauen. Jetzt sind die Bohnen dran mit Kochen. Im keller, wo ich das Bohnenkraut aus dem Gefrierfach holen will, erlebe ich eine kleine Enttäuschung. Das, was ich für Bohnenkraut hielt, ist in Wirklichkeit Thymian. Das Bohnenkraut hab ich dann wohl letztens versehentlich entsorgt. Wie schade, ich liebe Bohnenkraut.

Um viertel vor eins erwacht das Baby aus seinem Mittagsschlaf. Wir essen gemeinsam, danach spielt sie etwas und ich aktualisiere diesen Beitrag.

Gegen zehn vor zwei machen wir uns auf den Weg zur Kita. Das große Kind ist draußen im Garten und zum Glück willens mitzukommen. Das geht manchmal auch ganz anders. Sie freut sich, als ich sage, dass wir zur Bücherhalle gehen wollen. Das tun wir dann auch.
Dort angekommen, gebe ich die Bücher zurück und möchte dann erstmal dringend aufs Klo. Kaum habe ich das zum Kind gesagt, fällt ihr ein, dass sie dringend Kaka muss. Das Klo ist besetzt. Es ist sehr leise und ich hoffe, dass es überhaupt geöffnet ist. Schließlich hört man aber doch was. Ein Jugendlicher mit Handy in der Hand kommt heraus. Ich habe sofort unangenehme Bilder im Kopf. Jedenfalls können wir jetzt unsere Geschäfte erledigen.

Dann setze ich die Kinder in die Kinderbuchabteilung und gehe zu den Regalen mit Büchern für mich, dabei immer ein Auge auf dem Baby. Dort gibt es nämlich ein dreistufiges Podest zum draufsitzen und sie klettert später tatsächlich komplett drauf. Da stehe ich aber nebendran.

Ich finde einige Bücher und auch zwei Zeitschriften. Das Kind möchte sich merkwürdige Bücher und Spiele ausleihen. Ich überrede sie sanft zu einem Spiel und einem anderen Buch.

Nach dem Ausleihen und Verlassen der Bücherhalle gehen wir Richtung Einkaufszentrum. Ich habe ein Eis versprochen und muss vorher aber noch Geld holen. Das Eis gibt es im Einkaufszentrum selbst. Das Kind möchte ihre Eiskugel in der Waffel. Ich lasse ich breitschlagen und nehme selber Schokolade und Pfirsich im Becher. Wir setzen uns auf eine Bank. Das Baby darf auch mal probieren. Das Eis in der Waffel ist erwartungsgemäß eine Sauerei. Zumal sie die Waffel am Ende gar nicht isst. Es gibt das nächste Mal also wieder Eis im Becher.

Danach gehen Richtung Bus mit Halt beim Erdbeerhäuschen (3,50€ das Pfund, die von gestern hätten 2€ gekostet, das hab ich zu spät gesehen) und beim Bäcker, für eine Brezel.

Ab mit dem Bus nach Hause. Das Baby ist sehr müde und ich lege sie direkt hin. Gegen kurz vor vier schläft sie. Das Kind möchte das Spiel spielen. Es stellt sich heraus, dass die Anleitung fehlt. Super. Fürs Spielen nicht so dramatisch, aber ich fürchte, dass das auf uns zurückfällt. Denn eigentlich werden die Spiele beim Abgeben kontrolliert. Außerdem fällt uns auf, dass das Kind ihre Sonnenbrille in der Bücherhalle vergessen hat. Da kann ich frühstens Donnerstag nachfragen.

Um zwanzig nach vier wecke ich das Baby. Wir gehen nach draußen auf die Terrasse, wo der Sandkasten steht. Ich versuche ein wenig in einem meiner ausgeliehenen Bücher zu lesen, aber es ist hoffnungslos.

Das große Kind möchte ein Butterbrot. Ich mache ihr eins. Sie legt es auf den Sandkastenrand und wird sandig. Das Baby schleicht sich sofort heran und klaut das Brot. Beide manschen mit Brot und Wurst rum und spätestens als das Kind dem Baby die Wurst auf den Kopf legt, ist meine Geduld am Ende. Ich bin wütend und sammle alles ein.

Dann kommt zum Glück der Mann nach Hause. Das Kind darf ein bisschen fernsehen und er erzählt von der Veranstaltung, auf der er heute war. Dann baden wir die Kinder und ziehen sie an, wobei wir mehrere Kämpfe mit dem großen Kind ausfechten. Sie ist offenbar ziemlich müde und hat nur noch vollkommenen Blödsinn im Kopf.

Schließlich schaffen wir es auch, beide abzufüttern, eins kriegt Frischkäsebrot, eins Wurstbrot.

Um kurz nach sieben gehen wir nach oben, Windel anziehen und Zähne putzen. Mann und Kind gucken noch ein Wimmelbuch an, ich stille das Baby. Dann fährt er einkaufen. Die Kinder sind noch nicht müde und spielen noch ein wenig. Das Baby erkundet den Flur, reibt sich dann aber doch die Augen. Ich trage sie ausdauernd herum und singe, bis sie um kurz nach halb acht schläft. Das große Kind ist schon etwas eher eingeschlafen.

Im Wohnzimmer angekommen, räume ich etwas auf und schreibe diesen Beitrag zu Ende. Der Mann kommt vom einkaufen nach Hause und berichtet, dass es keine Haferflocken mehr gab. Oh oh!

Mein Tag wird nicht mehr lang sein. Morgen habe ich ein Vorstellungsgespräch, auf das ich mich noch etwas vorbereiten muss. Danach duschen und rechtzeitig ins Bett.

Gute Nacht!

WMDEDGT April 2018

(Seit fünf Jahren schon sammelt Frau Brüllen unsere Berichte an jedem 5. eines Monats!)

So früh hab ich noch nie angefangen, einen Bericht zu schreiben. Es zehn vor eins in der Nacht. Vor ungefähr einer Stunde fing plötzlich das große Kind an zu kotzen. Perfektes Timing, ist doch der Mann die nächsten anderthalb Tage nicht da und ich hatte uns extra für heute Nachmittag verabredet, damit wir nicht zu Hause rumsitzen müssen. Daraus wird wohl nichts. Nun hoffe ich, dass das Kind nichts ansteckendes hat. Eine Runde Magen-Darm für die ganze Familie können wir eher nicht gebrauchen. Aber wenn kann man das schon.

Wir diskutieren, was die Ursache war. Viel Schlaf wird es heute Nacht wohl nicht geben. Immer lauschen wir auf verdächtige Geräusche aus dem Kinderzimmer. Die Matratze im Schlafzimmer ist ja nun leider vorerst unbenutzbar.

Nach dem zweiten übergeben ist Ruhe. Ich sitze bis zehn vor zwei an ihrem Bett, bis ich mich in mein eigenes wage. Es dauert eine Weile, bis ich einschlafe. Die Nacht ist um 6 vorbei, da ruft das große Kind nach mir. Sie kommt mit ins Schlafzimmer, wo sie sich ins Kinderbett legt und vor sich hin flüstert. Das Baby regt sich auch schon und ich möchte einfach nur schlafen. Um halb sieben klingelt der Wecker vom Mann.

Er zieht sich an, geht Brötchen holen und packt dann seinen Kram. Er nimmt das Baby mit, das Kind und ich liegen noch eine Weile rum. Schließlich stehen wir auf und ich stecke das Kind in die Wanne. Sie riecht trotz des nächtlichen Duschens immer noch ungut.

Dann legt sie sich in ihr Bett und ich rufe in der Kita an, um sie für heute abzumelden. Ich lass offen, ob sie morgen hingeht. Ich bin mittlerweile überzeugt, dass es nur ein verdorbener Magen ist. Mir ist eingefallen, dass sie am Tag zuvor ihr Brötchen an einem Mülleimer gerieben hat. Wenn man einmal eine Sekunde wegguckt..

Ich schaue nach der Wäsche. Und stelle fest, dass sie nicht sauber geworden ist, da war die Waschmaschine mal wieder zu voll. Also einen Teil nochmal rein.

Mir ist auch ziemlich flau, aber das ist wohl mehr solidarisch.

Um acht wird das Baby müde, ich stille sie und trage sie in den Schlaf.

Um halb neun kommen die Kollegen vom Mann. Sie stellen sich mir vor, dann steigen alle ins Auto und weg sind sie. Bis morgen Mittag bin ich nun Strohwitwe.

Das große Kind hat unterdessen einen kleinen Zusammenbruch, weil sie nicht in die Kita darf heute. Nun ja. Morgen vielleicht.
Sie möchte auf dem Sofa liegen und ihr Freundebuch vorgelesen bekommen. Dann gehe ich in die Küche und setze Brotteig an. Das Baby wird um kurz vor neun wach. Das Kind möchte nun lieber im Bett liegen, wo sie auch bald einschläft.

So, Zeit fürs Frühstück. Das flaue Gefühl wurde von Hunger abgelöst.

Dann hängen wir Wäsche auf und ich schmeiße direkt die nächste Maschine an. Danach muss der Brotteig in die Formen verfrachtet werden. Ich hab diesmal ziemlich viel Wasser genommen. Da geht der zwar schön auf, aber es besteht immer die Gefahr, dass er zu löchrig wird.

Ich telefoniere mit meiner Mutter und erzähle ihr von der aktuellen Lage. Das Baby ist müde und schläft um kurz vor elf beim Stillen ein. Zeit, sich um den Teppichboden zu kümmern. Der hat ein bisschen was abgekriegt letzte Nacht. Das Brot kommt ind en Ofen. Dann ist der Abwasch dran. Als ich fast fertig bin, wird das Baby wach. Gemeinsam versuchen wir, das große Kind mal zum Aufstehen und vor allem zum Zähneputzen zu überreden. Sie möchte nochmal ihr Freundebuch vorgelesen bekommen und beschließt dann, noch eine Weile liegen zu bleiben.

Es ist zwölf Uhr, jetzt kriegt erstmal das Baby was zu essen. Ich erwärme etwas und zunächst isst sie begeistert, um sich dann wieder jammernd zu winden. Das ist grad fast jedes Mal der Fall. Schließlich geht aber doch ein bisschen was rein.

Das Brot ist fertig, es kommt raus aus dem Ofen, ich gehe wieder hoch zum Kind, da klingelt es. Die Nachbarin steht mit ihrem kleinen Sohn vor der Tür, sie hat mal wieder köstliche türkische Dinge gebacken und bringt uns etwas davon vorbei. Ich gebe ihr im Gegenzug etwas von dem frischen Brot mit.

Wir unterhalten uns kurz, dann verabschiedet sie sich. Das große Kind legt sich aufs Sofa und guckt iPad. Ich schreibe Schwiegermutter, ob sie Zeit hat, kurz vorbeizukommen, damit ich einkaufen gehen kann. Sie sagt zu, gegen 14 Uhr vorbeizukomen.
Ich packe das motzende Baby in die Rückentrage und fege eine Menge Dreck zusammen. Das große Kind möchte Haferflocken und verlangt, einen Kinderriegel vom Einkaufen mitgebracht zu bekommen.

Um viertel vor zwei klingelt es schon. Wir essen rasch eine Scheibe Brot mit Butter zusammen, dann gehen das Baby und ich einkaufen. Während der ganzen Aktion macht sie keinen mucks, schläft aber auch nicht ein.
Gegen kurz vor drei sind wir wieder daheim und meine Schwiegermutter verabschiedet sich wieder.

Das große Kind verabschiedet sich nach ihrem Kinderriegel mal wieder ins Bett und auch das Baby ist jetzt endgültig müde. Bis sie um viertel vor vier wieder wach wird, habe ich etwas Zeit für mich und schreibe an diesem Beitrag.

Ich mache dem Baby etwas Obst mit Haferflocken, doch das Spielchen wiederholt sich. Zwei, drei Löffel sind genehm, danach Geschrei. Gut, dann nicht. Ich stille sie, das zumindest geht problemlos. Um zehn nach vier beschließe ich, mal nach dem Kind zu gucken und lege das Baby zu ihr ins Bett. Ich muss mal wieder das Freundebuch vorlesen.

Schließlich kann ich sie mit Paw Patrol nochmal ins Wohnzimmer locken, doch bald ist sie wieder müde. Da geht jemand morgen definitiv nicht in die Kita. Das Baby motzt weiter vor sich hin und ich zähle die Minuten, bis beide endlich im Bett sind. Ich mache den Fernseher an. Es läuft eine Zoosendung aus der Wilhelma. Allein wegen des Dialektes bleibe ich dort hängen. Irgendwann lege ich das Baby ab und schneide in der Küche mein Brot auf. Danach koche ich Griesbrei und füttere das Baby. Selbes Spielchen, siehe oben.

Es ist 18 Uhr. Wir gehen jetzt mal hoch. Keine Lust mehr. Das Kind wird wach. Wir machen ein klein bisschen Quatsch. Dann ziehe sie um und putze ihr endlich die Zähne. Weil sie sich warm anfühlt, messe ich Fieber. 38,4. Nun denn. Das erklärt, warum sie so schlapp ist. Danach ist das Baby dran. Ich packe sie in den Schlafsack. Sie schläft beim Stillen ein.

Das große Kind kommt mit mir runter und darf nochmal iPad gucken. Ich schreibe weiter an diesem Text. Dann wird das Baby wach und es dauert eine ganze Weile, sie zu beruhigen. Als ich runter komme, hängt das Kind immer noch am iPad, lässt es sich aber widerstandslos wegnehmen und meint, sie sei müde. Sie möchte in Papas Bett. Dorthin lege ich sie und bleibe noch ein wenig mit meinem Kindle im Zimmer. Dann wird das Baby wach, ich trage sie herum. Um halb acht ist endgültig Ruhe.

Ich schreibe diesen Text zu Ende. Mir ist mal wieder flau und ich wünsche mir ganz fest, dass alle ruhig schlafen heute nacht. Ohne Kotzerei oder ähnlichem.

Gute Nacht!

WMDEDGT März 2018

Wie jeden Monat fragt Frau Brüllen, was wir eigentlich den gazen Tag so machen.

Zusammenfassend kann ich sagen: Husten und Schniefen. Die ganze Familie ist erkältet oder zumindest angeschlagen. Das Baby hatte gestern abend auch Fieber.

Aber gut, ich bin dankbar, dass es nichts schlimmeres ist.

Zum ersten Mal auf die Uhr schaue ich um kurz vor halb fünf. Das Baby hatte erst um 22:15 abends die Kurve gekriegt, seitdem haben wir maximal einmal gestillt. War also ziemlich gut die Nacht.
Sie ist aber jetzt mehr oder weniger vorbei. Es ist noch etwa eine Stunde Ruhe, aber um zwanzig nach fünf quatscht das Baby fröhlich vor sich hin. Der Mann nimmt sie zu sich ins Bett, ich döse noch etwas. Dann packt er sie aus dem Schlafsack, meint sie sei nass und geht wickeln.

Ich höre meine Eltern aufstehen. Die müssen heute schon um sieben los, sie fahren heute auf einen Nordseeinsel in den Urlaub und die Nachmittagsfähre fällt witterungsbedingt aus. Ärgerlich!

Ich stehe um viertel vor sechs auf und ziehe mich und das Baby an. Als ich runterkomme, sitzen tatsächlich alle um den Frühstückstisch. Bis auf das große Kind, das schläft ungewöhnlicherweise noch. Auch mein Bruder ist da, der fährt heute ebenfalls in den Urlaub. Wir haben am Samstag die Kinder taufen lassen, daher ist meine Familie versammelt.

Es wird etwas chaotisch. Mein Mutter hat es morgens regnen hören und der Blick aus dem Fenster offenbart einen Eispanzer auf den Gehwegen. Blitzeis, genau das, was man braucht, wenn man noch ne Weile Auto fahren muss. Prompt gerät mein Vater in Stress.

Miene Familie holt das ganze Gepäck zusammen. Sieht aus, als wollten sie ausziehen, so viel ist es. Ich frühstücke nebenher, das Baby mümmelt an einem Zwieback. Um halb sieben wacht das große Kind auf, will sich aber nicht anziehen lassen und sitzt schließlich im Schlafanzug am Tisch.

Um kurz vor sieben verabschiedet sich der Mann, gefolgt von meinem Vater mit einem Eimer heißen Wassers in der Hand. Irgendwie muss das Auto ja enteist werden. Dann geht auch mein Bruder, der muss zum Flughafen.

Eine Viertelstunde später ist das Auto enteist und beladen und meine Eltern verabschieden sich. Das große Kind sperrt sich erst noch, sie ist nicht begeistert, dass Oma und Opa schon wieder fahren, lässt sich dann aber dann doch dazu herab, aus der Tür zu winken. Sie ruft: „Auf Wiederhören!“

Dann frühstücken wir zu Ende. Das Baby kullert ein wenig im Wohnzimmer umher.
Ich räume den Frühstückstisch ab, dann möchte das Kind etwas Bandolino spielen.
Um kurz nach acht gehen wir schließlich nach oben. Zähneputzen, anziehen. Außerdem die benutzten Gästehandtucher abnehmen und in den Keller schmeißen.

Es dauert natürlich alles etwas länger, als es sich liest. Um halb neun gehen wir wieder runter, angesichts des Eises draußen möchte ich, dass wir rechtzeitig losgehen und ziehe uns alle an.
Draußen ist es nicht so glatt wie befürchtet. Trotzdem brauchen wir für den Weg zur Kita fast eine halbe Stunde, da das große Kind in Zeitlupe läuft und dazu noch durch jeden Schneehaufen und jede Schneefeld. Ich bin unwahrscheinlich genervt. Das Baby schläft zum Glück friedlich.

Schließlich sind wir in der Kita angelangt, wo ich erfreut das Freundebuch des Kindes im Fach finde. Das war bei einem anderen Kind und die eigentlich zuverlässige Mutter hatte es wohl völlig vergessen. Na, macht nix. Eine Sorge weniger.

Ich gebe das Kind ab und gehe dann mit dem Baby einkaufen. Mit Besuch schrumpfen die Vorräte doch immer deutlich schneller.
Als ich aus dem Supermarkt komme, werde ich angesprochen. Es ist eine Mutter aus dem Babyschwimmkurs, mit der ich mich die letzten Male immer gut unterhalten habe. Wir reden eine Weile über Krankheiten, wie das halt so ist mit kleinen Kindern und verabreden uns für spätestens die nächste Woche im Schwimmbad.

Ich gehe noch rasch zur Apotheke und fahre dann mit dem Bus nach Hause. Gegen viertel vor zehn bin ich daheim. Das Wetter wird freundlicher und es taut hörbar. Ich verräume die Einkäufe und nehme das Baby mit nach oben, sicherheitshalber doch nochmal Fieber messen. Aber es ist alles gut. Meine Eltern schreiben, dass sie gut am Fähranleger angekommen sind.

Das Baby wird motzig. Ich verabreiche ihr Nasentropfen und stille sie, sie ist aber doch noch nicht müde. Ich lese, dass der 5. des Monats ist und beginne diesen Text. Ohne Hinweis wäre mir das wohl nicht aufgefallen. ^^

Wir gehen wieder ins Wohnzimmer. Ich hole mir den Rest des Brötchens vom großen Kind aus dem Kühlschrank. Das Baby amüsiert sich ein wenig auf ihrer Krabbeldecke.

Um elf wird sie aber doch motzig und ich stille sie im Schlafzimmer in den Schlaf. Dann gibts noch Nasentropfen für mich selbst.
Ich schreibe an diesem Beitrag weiter und sinniere beim Blick aus dem Fenster darüber nach, ob wir heute zum Spielplatz gehen sollen oder nicht.

Das Baby schläft unerwartet zwei Stunden am Stück. Ich schaue YouTube, kümmere mich um die Wäsche und mache mir Reste vom Tag zuvor als Mittagessen warm. Außerdem habe ich beschlossen, dass wir zum Spielplatz gehen werden und bereite alles dafür vor. Dann gehe ich gucken, ob das Baby noch atmet. Tut sie. Also ist noch Zeit fürs Nägel feilen. Um kurz nach eins wird sie schließlich wach. Ich wickele sie und gebe ihr etwas zu essen. Besonders viel Hunger hat sie allerdings nicht.

Um zehn vor zwei machen wir uns auf den Weg zur Kita. Dort finde ich das Kind im Garten. Sie will erst nicht mitkommen, lässt sich dann aber doch überreden. Die Erzieherin meint, wir müssten demnächst mal ein Gespräch führen, sie möchte gerne einen Überblick haben. Das letzte Gespräch ist auch schon eine Weile her und war noch mit der vorherigen Erzieherin.

Um zehn nach zwei machen wir uns auf den Weg zum Spielplatz. Beim üblichen „mit Kind unterwegs“-Tempo brauchen wir dafür 15-20 Minuten. Heute sind es 50. Denn das Kind muss durch jede Pfütze, jedes Splittkorn zählen, jeden Schneematschhaufen mitnehmen, mit Steinen und Müll spielen, auf den Trimm-Dich-Geräten Sport machen und noch vieles mehr. Wenn sie nicht irgendwo steht oder hockt, bewegt sie sich in Zeitlupe. Für mich als bekennende Schnellgeherin ist das eine absolute Qual und mehr als einmal flehe ich sie an, doch wenigstens mal ein kleines bisschen schneller zu gehen.

Tatsächlich sind meine Freundin und ihre Tochter schon auf dem Spielplatz, das kommt sonst nie vor. Wir stecken die Kinder in Matschsachen und machen es uns gemütlich, soweit das bei den Temperaturen geht. Das Baby ist unbemerkt eingeschlafen, wie praktisch.

Spielen ist aber erstmal noch nicht. Die Kinder haben Hunger und stehen alle zwei Minuten bei uns am Tisch, um Brot, Kuchen, Kekse oder Obst zu essen. Dann wollen sie schaukeln, wir müssen anschubsen.
Es kommt zu einigen Tränen und ziemlich dreckigen Klamotten, also einem ganz normalen Spielplatznachmittag. Gegen zwanzig vor fünf verschwindet die Sonne hinter den Häusern. Wir wollen gehen, aber natürlich müssen die Kinder genau jetzt ganz dringend und völlig vertieft mit Schneematsch und Sand spielen.

Schließlich können wir sie loseisen und gehen los. Weil ich keinen Nerv auf weiteres Geschleiche habe, fahren wir heute mit dem Bus, der kommt auch nach ein paar Minuten. Das Kind ist ziemlich irritiert, normalerweise laufen wir erst ein ganzes Stück und fahren dann mit dem Bus. Heute steigen wir halt mal um.

Der Weg von der Bushaltestelle nach Hause ist ziemlich kurz, aber auf dem ersten Drittel der Einfahrt kommt wieder alles ins Stocken. Ich kann das Kind nicht bewegen, vorwärts zu gehen, aber in dem Moment kommt glücklicherweise der Mann nach Hause.
Vor der Haustür fällt das Kind noch in den letzten Haufen Schneematsch, so dass Klamotten waschen und Kind baden so richtig lohnen. Sie darf in Unterwäsche Bobo Siebenschläfer gucken, das Baby kriegt solange etwas Obst.
Dann überreden wir das Kind zum Baden, ich koche noch etwas Abendbrei, da ich mir sicher bin, dass das Obst nicht reicht. Das Baby hat derzeit nämlich ziemlich viel Hunger. Tatsächlich geht vom Abendbrei auch das meiste noch hinein.

Dann mache ich sie bettfertig und übergebe sie dem Mann. Nun muss das große Kind natürlich auch wieder überredet werden, aus der Wanne rauszukommen. Ich wasche sie und dusche sie ab, danach kommt sie ohne größere Widerrede raus und versteckt sich wie üblich auf dem Boden unter ihrem Handtuch. Sie plant, dort liegenzubleiben, weshalb ich sie in ihr Zimmer trage und in den Schlafanzug stopfe. Der Mann teilt mir mit, das Baby röche komisch. Tatsächlich ist die Windel voll. Das hätte ich wohl nicht gerochen, mein Geruchssinn macht erkältungsbedingt eine Pause.

Kurz nach halb sieben: Ich bringe das Baby ins Bett. Stillen, umhertragen, singen, wippen, singen, umhertragen, doch nochmal stillen. Schließlich schläft sie. Zwischendurch höre ich, wie das Kind den Mann anmotzt, weil er ihr nie „bis zur Musik“ die Zähne putzt. Ihre Zahnbürste spielt nach der Hälfte der Putzzeit eine Melodie, aber ihr eine Minute die Zähne zu putzen scheint dem Mann unmöglich zu sein. Tse.

Ich gehe runter und esse den Rest Brot vom Nachmittag. Dann lese ich in meinem Buch. Ich habe im Februar nur ein einziges Buch gelesen und mein aktuelles liegt nun seit fast vier Wochen herum. Ich hatte zuviel mit meiner Strickerei zu tun. Das ist jetzt aber alles fertig und nun habe ich wieder Zeit für Lektüre.

Bis 21 Uhr muss ich zweimal zum Baby rein, esse noch ein Brot und trinke Kakao und bereite zwei Behälter mit Kuchen vor. Wir haben von der Tauffeier soviel übrig, dass wir schon die Nachbarn verköstigen konnten und nun muss der Mann noch etwas für seine Kollegen mit zur Arbeit nehmen.

Aktuell ist es 21:19 Uhr. Ich werde noch etwas lesen und dann bald ins Bett gehen. Mal sehen, wie die Nacht wird.

Gute Nacht!

WMDEDGT Februar 2018

Wie jeden Monat am 5. schreibe ich auf, was ich so mache. Frau Brüllen sammelt die Beiträge.

Die Nacht ist mittelgut, ich bin definitiv wach gegen drei, da kann das Baby nicht so recht wieder einschlafen. Danach wieder um halb sechs, da ist sie endgültig wach. Ich kann sie guten Gewissens an den Mann übergeben, der war schon um neun im Bett und außerdem bin ich am Wochenende jeweils um viertel vor bzw. viertel nach fünf mit ihr aufgestanden.

Ich döse noch eine knappe Stunde, dann wird das große Kind laut, weil sie sich keine Haarspangen reinmachen lassen will. Ich stehe auf, gehe aufs Klo und wasche mich (das Kind fragt: „Was machst du da?“), darf mich dann aber nochmal für eine Viertelstunde ins Bett legen.

Um viertel vor sieben stehe ich endgültig auf, um fünf nach sieben sitze ich am Frühstückstisch. Der Mann hat heute frei, er muss nämlich dringend den Superbowl nachgucken.

Das große Kind und ich frühstücken, das Baby lutscht auf einem Stück Brötchen herum.

Danach hänge unter anderem ich Handtücher, werfe Wäsche in die Maschine und wundere mich, warum fs immer noch so viel im Korb ist. Außerdem bringe ich das Baby zum Schlafen und stelle fest, als sie schon fast die Augen zu hat, dass die Windel voll ist. Toll. Nun, sie schläft ja eh nicht lange.

Der Mann telefoniert unterdessen mit einer Autowerkstatt und einem Servicemenschen für Spülmaschinen. Am Samstag gingen nämlich sowohl Auto als auch Spülmaschine kaputt. Beides ist gleich ärgerlich, denn das Auto haben wir erst vor einem Jahr (gebraucht) gekauft und die Spülmaschine will ich eh durch eine größere ersetzen, aber das ist halt noch nichtmal in die Wege geleitet.

Ich putze mir die Zähne, dann dem Kind, ziehe sie fertig an und mache ihre Haare. Danach blicke ich ins Schlafzimmer, wo das Baby tatsächlich schon wieder wach ist und mit ihren Füßen spielt. Jetzt endlich, Windeln wechseln.

Danach geht sie ab zu Papa und ich mache das Kind für die Kita fertig. Gegen 20 vor neun gehen wir los. Draußen herrscht ausnahmsweise Winter. Also es hat eine leichte Schicht Puderzucker geschneit und die Temperaturen liegen bei etwa Null Grad. Sogar die Sonne scheint. Ganz angenehm, endlich mal nicht nur Regen und Grau zu sehen.

Wir sind pünktlich in der Kita. Das Abgeben geht fast unkompliziert, kaum bin ich aus der Tür, kommt das Kind nochmal hinterher und schmiegt sich nochmal eine Minute an mich.

Danach gehe ich nach Hause, wo der Mann mit dem Baby auf mich gewartet hat. Wir wollen die Halbzeitshow des Superbowl zusammen sehen. Justin Timberlake trägt ein Halstüchlein, wie ein Baby. Merkwürdig.

Dann hänge ich mit dem Baby Wäsche auf und bringe sie anschließend ins Bett. Es ist halb elf, als sie wieder schläft. Währenddessen beginne ich am Handy diesen Beitrag.

Dann gehe ich runter, schaue am Laptop endlich das Finale vom Dschungelcamp fertig und schreibe hieran weiter. Um viertel vor elf meint der Mann, das Baby sei wach. Tatsächlich, da rollt sie sich schon wieder herum. Weil eine Viertelstunde nun wirklich zu wenig ist, stille ich sie zurück in den Schlaf, zum Glück erfolgreich.

Das Baby schläft unterwarterweise fast eine ganze Stunde. Ich schreibe zwei Küchenbauer an, stricke dann mein aktuelles Projekt fertig und kette es ab. Dann friere ich Essen ein.

Um 20 vor zwölf fährt der Mann das Auto in die Werkstatt. Ich hoffe, er kommt heil an.
Zehn Minuten später wird das Baby wach. Ich bereite zwei Butterbrote vor, zähle die Muffins für später ab und mache dann dem Baby etwas Gemüse-Kartoffelbrei warm. Während ich sie füttere, kommt der Mann schon wieder nach Hause.

Er übernimmt das Baby, während ich mir Essen warm mache. Er selbst isst heute Döner.

Danach macht er den Abwasch. Ich bespaße das Baby und schreibe bei Gelegenheit diesen Text weiter.

In einer halben Stunde geht es los, das große Kind abholen, danach fahren wir zu einer Freundin. Das wird vermutlich ein nervenaufreibendes Treffen, weil auch noch eine weiter Mutter kommen will, die in letzter Zeit eine schlimme Sache durchgemacht hat. Mal sehen. Wenigstens haben wir Schokomuffins.

Bei der Freundin ist es schön, nur ein bisschen anstregend, weil die Kinder sehr an uns kleben und nicht so recht spielen wollen. Die Muffins kommen gut an, das Baby isst etwas Banane und Maiskringel.
Das Thema der Freundin streifen wir nur am Schluss ganz kurz, bis auf eine gewisse Traurigkeit merkt man ihr eigentlich nichts an.
Ich staube noch drei Stricksachen für das große Kind ab und biete der schwangeren Freundin Babyklamotten an. Sie hat nämlich gar nichts mehr, die Sachen der großen Tochter sind schon lange weg.

Gegen 20 nach fünf machen wir uns auf den Weg zur Bushaltestelle. Das müde Baby brüllt, bis ich sie dort rausnehme. Der Bus hat etwas Verspätung, wir fahren gemütlich durch die Gegend und müssen dann noch ein Stück laufen. Natürlich pennt das Baby auf dem Weg ein.
Daheim angekommen bin ich plötzlich völlig fertig und ruhe mich auf dem Sofa aus. Das große Kind guckt iPad, das Baby wacht um halb sieben auf. Der Mann erzählt mir von seinem Gespräch mit der Werkstatt. Offenbar ist alles nicht so schlimm, man empfielt uns einiges. Er spricht sich mit einem Freund, der gelernter KFZ-Mechaniker ist, ab.

Dann diskutieren wir mit dem Kind über Baden und Essen, sie willigt in „Waschen“ und „Butterbrot selber schmieren ein“.

Gesagt, getan. Sie isst ihr Brot, naja, vor allem den Belag, dann gehen wir alle nach oben. Es ist kurz nach sieben Uhr.

Der Mann zieht das Baby um, ich wasche das Kind und stopfe sie in Windel und Schlafanzug. Danach putze ich ihr die Zähne und sage ihr Gute Nacht. Ich bin gespannt, ob das Baby sich ins Bett bringen lassen wird. Müde genug ist sie eigentlich, trotz des späten Schlafs. Ich stille sie und trage sie dann im Dunkeln hin und her. Plötzlich leuchtet das Handy auf. Da das Baby noch keine Anstalten macht, zu schlafen, gehe ich ran. Einer der Küchenbauer ruft zurück und bittet um ein Foto der Situation, welches ich ihm zusichere.

Danach lege ich mich mit dem Baby hin, weil ich zu kaputt bin, sie weiter hin und her zu tragen. Ich stille sie, bis sie schläft. Dann gehe ich runter und mache mir was zu essen. Ich fühle mich nicht sehr gut, müde und irgendwie flau. Ich hoffe, das ist kein Vorbote einer Krankheit. Der Mann empfiehlt mir, früh ins Bett zu gehen.

Nach dem Essen geht es mir etwas besser. Ich beschließe, das Strickstück zu blocken. Dafür bietet sich der eine Kellerraum an, da liegt nämlich Teppich und es läuft nicht ständig ein neugieriges Kleinkind dort herum. Ich befeuchte das Strickstück und spanne es mit Nadeln auf einem Handtuch auf dem Teppich aus. Vermutlich hätte ich erst die Fäden vernähen sollen, aber es ist ja noch nicht fertig. Es wird ein Jäckchen für das große Kind zur Taufe in einem Monat und ich muss noch die Ärmel zusammennähen.

Danach aktualisiere ich diesen Beitrag. Es ist jetzt 20:45 Uhr und ich werde wohl den Rat des Mannes annehmen, gleich duschen und früh ins Bett gehen.

Gute Nacht!

Spocht. Unterbrechung.

Nachdem ich nun etwa anderthalb Wochen mit Pausen fleißig vor mich hingeshreddet habe und auch durchaus motiviert war, muss ich das ganze jetzt leider unterbrechen.

Die Übungen haben mir sehr gefallen, auch wenn ich sie teilweise recht bald modiziert habe. Nach ein paar Tagen habe ich allerdings meine Unterschenkel und das rechte Fußgelenk ziemlich gespürt, weshalb ich das Ganze jetzt unterbrechen muss. Das Fußgelenk muckt momentan immer, sobald ich das Gelenk mehr belaste als beim Gehen oder Stehen, ich denke also, ich sollte das ernst nehmen.

Mal sehen, wann es weiter geht.