WMDEDGT Februar 2017

Der Tag beginnt früh. Sehr früh. Nachdem der Mann am Abend zuvor vollmundig erzählt hatte, dass das Kind ja wirklich prima schläft nachts, müssen wir sie zwischen halb vier und halb fünf vom Aufstehen abhalten. Nachdem wir sie zu uns ins Bett geholt haben, schlafen wir immerhin alle bis kurz vor sieben. 

Ich stehe mit dem Kind auf und gehe mit ihr hoch auf den Dachboden, wo meine Eltern schlafen. Mein Vater ist erst am Abend zuvor angekommen und hat seine Enkelin noch nicht gesehen. Ich kuschle mich kurz zu meiner Mutter ins Bett und erzähle von dem Traum, den ich hatte. Das Kind kommt an und quetscht sich zwischen uns. Sie sieht sehr niedlich aus und ich bin mal wieder ziemlich verliebt. 

Ich lasse sie bei der Oma und gehe duschen. Danach ziehe ich mich an und beginne ich am Handy diesen Beitrag, bis das Kind mit der Oma runterkommt. 

Ich versuche das Kind zum Wickeln und Anziehen zu überreden, bin aber nur mäßig erfolgreich. Sie besteht darauf, von der Oma fertig gemacht zu werden. Na gut. Dann kommt der Mann vom Brötchen holen zurück und sie ist beleidigt, weil sie ihn nicht die Tür öffnen durfte. Wir holen das nach, Hauptsache Kind glücklich. 

Frühstückszeit. Ich habe mit Schmerzen im unteren Rücken zu kämpfen und dem üblichen mangelnden Appetit. 

Um viertel vor neun sind wir fertig. 

Das Kind darf ein wenig am iPad spielen und der Mann zeigt mit eine sehr wirre taiwanesische Werbung für den SuperBowl. Dieser findet heute Nacht statt und der Mann plant ihn komplett anzusehen. Da bin ich ja mal gespannt! 

Wir versuchen die Sendung mit der Maus in der Mediathek anzusehen, scheitern aber an technischen Problemen. Die Großeltern packen stattdessen das Kind zum Spazierengehen ein.
Ich schreibe eine Karte. Wir sind heute auf eine Taufe eingeladen und der Mann ist Pate!

Meine Eltern kommen wieder und berichten, das Kind habe einen PowerNap gehalten. Wundert mich nicht, aber ich bin froh, heute mit dem Mittagsschlaf nichts zu tun zu haben. 

Ich schiebe zwei Aufbackbrezeln in den Ofen und ziehe mich um. Meine normale schwarze Hose passt noch, aber das Oberteil werde ich  immer zurechtziehen müssen und der Gürtel ist auch doof. Nun denn, es geht nicht anders. 

Um kurz vor halb zwölf verabschieden wir uns. Die Taufe ist zwar erst um 13 Uhr, aber leider haben wir derzeit kein Auto. Wir müssen ziemlich weit in den Norden von Hamburg und fahren entsprechend lang. Daher bin ich ganz froh damit, das Kind bei Oma und Opa lassen zu können. Die haben selten genug Exklusivzeit mit ihr. Win-win-Situation!

Die Taufe ist recht schön und in wirklich kleinem Kreise. Der Täufling ist offenbar begeistert, in den Kreis der Kirche aufgenommen zu werden und strahlt und strampelt fröhlich! 

Danach fahren wir mit einem Onkel zum Restaurant, eingequetscht zwischen zwei älteren Damen sitze ich hinten. Das Essen ist sehr lecker (Rinderfilet!) und wir sitzen ganz schön beisammen. Gegen Ende wird es unentspannt, weil es dem Kleinen zu viel wird. Leider sehen die Eltern seine Zeichen nicht so und beenden das Zusammensein zu spät. Naja. 

Zum Glück können wir auch für den Heimweg die Mitfahrgelegenheit nutzen. Meinem Rücken gefällt das nicht, aber wie sagt meine  Mutter immer so schön: „Besser schlecht gefahren, als gut gelaufen.“ 

Daheim war alles problemlos. Das Kind hat geschlafen und gegessen und sie sind mit der U-Bahn gefahren. Vermisst wurden wir nicht. Große Kinder sind praktisch! 

Wir essen zu Abend und sehen dann Nachrichten, während das Kind rumturnt. Schließlich nehme ich sie mit nach oben. Zähneputzen und umziehen sind ein einziger Act. Schließlich übernimmt der Mann, der sie auch ins Bett bringt. 

Wir schauen noch den Tatort und gehen rechtzeitig ins Bett. Also, alle, bis auf den Mann! 

Jahresrückblick 2016

Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war Dein Jahr?
9

Glücklich gewesen?
Ja. Im Großen und Ganzen bin ich wirklich vom Glück gesegnet. Manchmal hab ich Angst, dass der fette Hammer kommt, aber ich versuche, das zu verdrängen und zu genießen.

Zugenommen oder abgenommen?
Nach dem Abstillen ein bisschen zugenommen. Dann letztens festgestellt, dass ich wieder etwas abgenommen habe. Jetzt zum Jahresende wieder ein Kilo drauf.

Haare länger oder kürzer?
Gleich kurz

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Auch keine Änderung

Mehr ausgegeben oder weniger?
Wir haben ein Haus gekauft. Wobei nur ein Teil des Geldes wirklich von uns war. Aber es war wohl wirklich die größtmögliche Summe, die wir je auf einen Schlag ausgegeben haben (werden).

Mehr Kohle oder weniger?
Ungefähr gleich. Meine Chefs zahlen unseren Beitrag für die Kita.

Besseren Job oder schlechteren?
Im Prinzip auch keine Änderung. Teilzeit im selben Job wie vorher.

Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn ja, was?
Ich glaube nicht.

Mehr bewegt oder weniger?
Es hätte mehr sein können. Immerhin laufe ich zu Hause jetzt Treppen.

Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr?
Ein paar Erkältungen. Dazu eine Nebenhöhlenentzündung im Mai, die aber nur einmal so wirklich unangenehm und schmerzhaft war, wie man immer so denkt. Ich musste Antibiotika nehmen, denke aber, dass die überflüssig waren.
Außerdem einmal Lazarett, siehe nächste Frage.

Davon war für Dich die Schlimmste?
Als wir im März alle mit einem fetten grippalen Infekt flach lagen, der Mann sich dazu den Magen verdorben hatte und einen halben Tag lang nichts trinken konnte. Da war ich schon auf der Suche nach einem Arzt, der nach Hause kommt, aber sowas gibt es ja heute nicht mehr. Ich hatte ziemliche Gliederschmerzen und mir ein paar Tage später auch noch den Magen verdorben, es kommt also noch einmal Kotzerei dazu. Das Kind war am wenigsten krank, aber immerhin genug, um viel mit uns im Bett zu liegen und zu schlafen.

Der hirnrissigste Plan, der einfach nicht funktioniert hat?
Zu unserem Hochzeitstag nach Dublin zu fliegen und das Kind bei der Oma zu lassen. Das wurde von einem wenige Stunden vor Abflug kotzenden Kind durchkreuzt. Wir sind dann nicht geflogen.

Die gefährlichste Unternehmung?
Ich hab eher nichts gefährliches gemacht.

Die teuerste Anschaffung?
Naja. Haus, ne?

Das leckerste Essen?
Das beste Essen, von Zubereitung und Qualität her, dürfte wieder das Essen unserer Firmenweihnachtsfeier gewesen sein. Leider war ich erkältet und konnte nach dem dritten Gericht nichts mehr schmecken. Bis dahin war es aber wirklich ziemlich gut.

Das beeindruckendste Buch?
Also. Ich habe zum ersten Mal ein Buch innerhalb von sechs Monaten doppelt gelesen und zwar „Ready Player One“ von Ernest Cline.
Das hab ich noch nie und das sagt wahrscheinlich auch schon alles.

Der ergreifendste beeindruckendste Film?
„Die Entdeckung der Unendlichkeit“
und
„Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“.

Zufällig beides Filme mit Eddie Redmayne als Hauptdarsteller und sehr sehr sehr zu empfehlen, insbesondere der erste!

Das schönste Konzert?
Wir hatten zwei Chorkonzerte, von denen das erste unerwartet gut war, nachdem wir bis zur Einsingprobe kurz vorher immer ziemlich verkackt haben. Im Konzert dann eine riesige Verbesserung und wir waren dann auch alle sehr zufrieden.

Mir ist eingefallen, dass ich noch auf zwei Konzerten war. Einmal Dieter Thomas Kuhn, das war sehr schön. Mit den Mädels, wie früher!
Und dann noch Vanessa Mai, das hatte meine Schwiegermutter mir geschenkt, ich fand es etwas anstrengend.

Und mein Musikgeschmack ist nicht so grauenhaft, wie man jetzt denken könnte. ;)

Die meiste Zeit verbracht mit…?
dem Kind, arbeiten

Die schönste Zeit verbracht mit…?
Schatz, meiner Familie, unserer Tochter

Vorherrschendes Gefühl 2016?
Ich hätte schon ganz gerne noch ein zweites Kind.

Und: Was ist das für eine kranke Welt?

2016 zum ersten Mal getan?
Ein Haus gekauft.

2016 (nach langer Zeit) wieder getan?
Umgezogen.
Gehibbelt.
Schwanger geworden.

3 Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
Ich wiederhole das vom letzten Jahr: Die ganzen Krisen, Dramen und grauenhaften Dinge, die dieses Jahr in der Welt passiert sind.
Diverse Tage ohne Geschmacks- und Geruchssinn.

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Lass ma wieder hibbeln!

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Die Ankündigung des zweiten Enkelkindes.

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Dass der Mann sich tatsächlich wieder aufs Hibbeln einließ.

Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
„Ich hab noch ein Geschenk für euch!“

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
„Na dann, ist doch gut!“

Dein Wort des Jahres?
Haus, Garten, alles!

Dein Unwort des Jahres?
Rechtspopulismus

2016 war mit 1 Wort…?
schön!

Zum Vergleich: Verlinke deinen Rückblick vom letzten Jahr!
Jahresrückblick 2012
Jahresrückblick 2013
Jahresrückblick 2014
Jahresrückblick 2015

WMDEDGT Dezember 2016

Wie immer am 5. eines jeden Monats fragt Frau Brüllen, was ich eigentlich den ganzen Tag so mache.

Montag Morgen. Der Tag beginnt mit einem pünktlich zur Aufstehzeit (06:30 Uhr) quatschenden Kind und mit Kieferschmerzen und einem verspannten Rücken bei mir. Ich hab wohl mal wieder die Zähne nachts aufeinander gepresst. Auch der Mann ist nicht ausgeschlafen. Er steht auf und versucht das Kind anzuziehen, scheitert aber wie immer an der Hose. Die beiden gehen schon mal runter zum frühstücken, ich habe noch ein paar Minuten Schonfrist, die ich auch brauche um überhaupt halbwegs wach zu werden. Gut geschlafen ist was anderes.

Ich ziehe mich an und gehe ebenfalls runter. Frühstück vorbereiten, ein bisschen Radio hören, Frühstück essen, alles wie immer. Ich muss mit Müsli (mit viel Joghurt) im Mund niesen, das ist natürlich überflüssig. Das Kind sagt erst „Danke“ und dann „’sundheit!“
Der Mann verabschiedet sich sehr pünktlich, um 18 Uhr ist Eigentümerversammlung, da muss er rechtzeitig zu Hause sein. Das Kind verabschiedet ihn an der Tür und zieht sich dann ihre Stiefel und ihre Mütze an. In Kombination mit den nackten Beinen sieht das ziemlich lustig aus!

Ich beende mein Frühstück und gehe in die Küche. Das Kind darf die Spülmaschine anstellen, ich schmiere Brote. Schließlich überrede ich sie, die Stiefel auszuziehen und gehe mit ihr hoch, Zähneputzen. Das klappt so halbwegs, sie lässt sich auch willig Hände und Mund waschen, sowie Haare bürsten. Erst als es ans Hose anziehen geht, ist es nicht mehr so einfach. Die eigentlich angedachte Latzhose ist nicht genehm. Ich entscheide mich angesichts der Minustemperaturen für eine dünne Hose mit Strumpfhose drunter und muss dann doch einmal laut werden, weil sie sich so gar nicht anziehen lässt. Ich habe sofort ein schlechtes Gewissen und entschuldige mich. Schließlich ist sie fertig und wir können runter gehen.

Dort können jetzt enldich die Stiefel angezogen werden. Ich suche mir noch ein paar Ohrringe aus, was sofort das Kind auf den Plan ruft: „Ich auch!“ Ich gebe ihr einen großen Ohrring zum spielen, der aber bald uninteressant ist, schließlich sind da immer noch die Stiefel. Wir ziehen sie gemeinsam an an. Dann muss das Beebi her, also ihre Puppe. Die liegt auf dem Tisch. Ich darf sie aber nicht holen, das möchte das Kind selbst machen. Dann ist der Schal vom Beebi verschwunden. Ich habe den Mann im Verdacht, also dass er ihn am Freitag in der Kita vergessen hat. Kind und Puppe setzen sich in den Buggy. Ich bin jetzt auch fertig und wir können los. Tür abschließen, das Kind im Buggy zudecken und die großartige Winteratmosphäre bewundern. Es ist viertel vor acht und noch sehr dämmrig. außerdem etwas neblig und alles ist überfroren. Wunderschön!
Ich bringe den Müll weg, dann gehen wir zur Kita. Kaum sind wir unterwegs, zieht das Kind die Mütze aus und eine Minute später auch die Decke von ihren Beinen. Nicht zum ersten Mal kommt mir der Verdacht, dass das Kind entweder sehr viel Hitze oder überhaupt kein Temperaturgefühl hat. Es sind übrigens -4°C draußen.

Auf dem Weg zur Kita halte ich zweimal an und fotografiere die Eiskristalle, die alles überziehen. Ich bin ganz begeistert und denke wieder einmal, dass der Winter doch wirklich schön sein kann und dass es eigentlich keinen Schnee braucht. Nur Frost.

In der Kita angekommen, will das Kind zunächst nicht mit rein, sondern lieber das Gartentor öffnen und schließen. Schließlich kommt sie aber doch und ich ziehe sie aus. Leider ist ihre Lieblingserzieherin heute nicht da, weshalb sie bei der Übergabe etwas skeptisch ist. Aber auch die anwesende Erzieherin ist sehr lieb und alles geht gut.

Auf dem Weg zur Bahn werde ich wieder von den Eiskristallen in den Bann gezogen und verpasse fast meine U-Bahn. Aber es klappt doch noch. In der Bahn schreibe ich mit einer Freundin, die mit den Kitaerziehern nicht so viel Glück hat wie wir und lese in meinem Buch.

Auf dem Weg ins Büro treffe ich meinen Kollegen und unterhalte mich mit ihm über Kinofilme bzw. Kinos an sich.

Um viertel vor acht fange ich an, diesen Beitrag zu schreiben und arbeite dann erstmal.

Es klingelt. Unsere Steuerberaterin steht vor der Tür. Sie ist eine sehr liebe Frau (was meine Chefs anders sehen :D) und wir unterhalten uns eine Weile über Kinder (sie hat drei, ein Paradebeispiel für die berühmte Vereinbarkeit) und Hunde.

Nachdem sie gegangen ist, kocht der Kollege Kaffee.

Zum Dank erheitere ich ihn mit folgendem Tweet:

Feierabend um halb zwei.

Ich gehe zu Karstadt und kaufe Wolle für ein Puppenjäckchen. Die Tochter meiner Freundin wird demnächst ein Jahr alt und bekommt eine Puppe. Und die braucht unbedingt Kleidung! Vermutlich werde ich des Kindes Beebi dann auch eine Jacke stricken.

Um 14 Uhr hole ich das Kind aus der Kita. Wir wollen zusammen einkaufen gehen.

Abholen und einkaufen verlaufen erfreulich unkompliziert. An der Kasse bekommt das Kind einige Tiersticker geschenkt, die sie sehr interessant findet. Es ist sogar ein Tukan dabei, den sie aus einem Zoobuch kennt.

Wir fahren mit dem Bus nach Hause.

Dort möchte sie Wasser, Apfel und „Guja“. Wasser bekommt sie sofort, bei den anderen beiden bestehe ich auf vorherigem Händewaschen. Wie üblich dauert die Diskussion eine Weile an.

Ich lüfte das Wohnzimmer und betrachte seufzend das Hygrometer, welches 29% Luftfeuchtigkeit anzeigt. Zum Glück habe ich noch  eine Ladung Wäsche in Planung , die sollte das Problem vorübergehend entspannen.

Das Kind willigt ein, Hände zu waschen und bekommt ein Stück Schokolade und einen Apfel. Ich räume die Einkäufe ein und die Spülmaschine aus.

Dann gehe ich kurz in den Keller, um eine Maschine mit 60 Grad-Wäsche anzustellen. Das Kind bekommt unterdessen einen Wutanfall, ich finde aber nicht heraus, was das Problem ist.

Nun packt sie weitere Tiersticker aus. Dann finde ich im Rucksack das Päckchen vom Adventskalender aus der Kita. Da war das Kind nämlich heute dran. Sie packt es aus. Darin ein Kinderriegel und ein Schleich-Fuchs. Das gefällt mir.

Ich bastele ihr für die Aufkleber ein kleines Heftchen und  lege mich dann etwas aufs Sofa, um zu lesen. Das Kind isst ihren Riegel  und den Apfel. So und mit Quatsch machen verbringen wir einige Zeit.

Um 16 Uhr mache ich uns etwas zu essen warm, werde aber von einer sehr vollen Windel unterbrochen.

Dann essen wir Gemüse-Hackpfanne mit Reis. Das Kind isst geschickt um die Paprika herum.

Gegen viertel vor fünf beginne ich die Wäsche aufzuhängen.

Danach albern das Kind und ich herum, wobei ich feststelle, dass sie heimlich zwei weitere Zähne bekommen hat. Nun fehlen nur noch die beiden letzten Backenzähne oben.

Um 20 nach sechs klingelt der Mann. Das Kind öffnet ihm mit der Mundharmonika in der Hand und teilt ihm mit, dass ich auch da sei, was den Mann natürlich nicht so sehr überrascht.

Das Kind darf ein wenig mit dem iPad spielen, der Mann und ich unterhalten uns. Um kurz vor sechs geht er zur Eigentümerversammlung.

Das Kind darf baden und spielt dabei Whirlpool. Zum Glück kann man die Dusche zu machen. Sie gibt sich dafür Mühe, die Duschtür ordentlich sauber zu machen. ;)

Danach abtrocknen und anziehen. Um halb sieben gibt es Abendessen. Haferflocken wie meistens. Das Kind beschäftigt sich weiter mit den Tierbildern und lernt, was ein Faultier ist.

Kurze Zeit später kommt der Mann heim, mit Luftballontieren in der Hand. Die hat der Nachbar fürs Kind gemacht.

Die Versammlung war wohl recht ergiebig, nur dass die beiden Parteien um die es ging, gar nicht da waren. Wir bekommen demnächst neue Nachbarn und die machen sich direkt nach unbeliebt. Mal sehen,  was das noch wird.

Um kurz nach sieben nimmt der Mann das Kind mit nach oben und bringt sie ins Bett.

Ich stricke und schaue etwas Fernsehen.

Ich muss noch duschen, ansonsten wird der Abend nicht mehr lang.

Als ich später die Haustür abschließe, entdecke ich, dass der Nikolaus da war. Ein kleiner Sack voll  Süßigkeiten fürs Kind hängt am Türgriff. Wir haben tolle Nachbarn!

Gute Nacht!

WMDEDGT Oktober 2016

Die anderen gibts wie immer bei Frau Brüllen.

Die Nacht ist erfreulich ruhig und mit genügend Schlaf. Das Kind lag nach ihrer üblichen unruhigen Phase gegen 23 Uhr den Rest der Nacht zwischen uns und schon konnte ich bis viertel nach sechs (geschätzt) durchschlafen. Durch den Kitawechsel dürfen wir jetzt eine halbe Stunde länger im Bett bleiben, das freut die Langschläferin in mir.

Bis der Wecker klingelt, flüstert sie vor sich hin und wälzt sich herum. Kaum ist das Licht an, schält sie sich aus ihrem Schlafsack, klettert vom Bett und verlangt die Öffnung der Schlafzimmertür. Der Mann geht mit ihr, um sie zu wickeln und anzuziehen. Ich hab allerdings mal wieder die Klamotten des Kindes umgeräumt und vergessen, ihm zu sagen, wo was liegt (nein, er ist nicht in der Lage danach zu suchen. Männer!), weshalb ich mich hinzugeselle. Das führt dazu, dass das Kind nur von mir fertig gemacht werden möchte. Ja gut, ok. Als sie parat ist, hebe ich sie vom Wickeltisch und schicke sie hinunter zum Mann. Wie jeden Morgen ist sie aber urplötzlich nicht mehr in der Lage, die Treppe alleine hinunterzugehen, so dass er sie holen muss.

Ich wasche mich und ziehe mich an und stelle fest, dass es nur noch 19°C im Schlafzimmer hat. Die Fußbodenheizung ist in dem Raum nämlich ausgeschaltet. Das wird noch interessant werden im Winter.

Gegen sieben Uhr gehe ich hinunter, wo das Kind sich an einem Joghurt gütlich tut. Der Mann hat bereits drei Brötchen aus dem Gefrierfach geholt, die ich auftaue. Eins kommt auf den Toaster, das ist für mich. Müsli vorbereiten, dann alles rübertragen, mich wundern, dass das jetzt so schnell ging… Tee vergessen. Also Wasser kochen, die ZEit nutzen, selbst nochmal in den Keller zu dackeln und das Brot aus dem Gefrierfach zu holen. Ich muss nur noch für mich Brote schmieren, das Kind darf in der Kita ein zweites Frühstück zu sich nehmen, welches dort gestellt wird. Sehr angenehm, finde ich.

Ich frühstücke und biete dem Kind die eine Hälfte meines Brötchens an. Sie verlangt „‚tella“. Wir berschließen, dass es unter der Woche kein Nutella mehr gibt und sie gibt sich mit „Butta“ (bzw. Margarine) zufrieden.

Brot schmieren in der Küche, das Kind möchte aus ihrer Flasche trinken, die ist nur leider leer. Der Mann nimmt sie mit zum Zähneputzen, ich folge kurz darauf. Er putzt ihr die Zähne und bringt sie zum Lachen, damit sie den Mund schön aufmacht. So geht das also! ;)

Dann alle Mann wieder runter, Socken und Schuhe anziehen, um 20 vor acht ziehen die beiden ab Richtung Kita. Ich will eigentlich kurz darauf folgen, muss aber doch erst nochmal aufs Klo.

Um fünf vor acht schließe ich die Haustür ab und mache mich auf zur U-Bahn. Zu Fuß, ich muss noch Eier ausbrüten. In der U-Bahn lese ich (endlcih kann ich wieder in Ruhe U-bahn fahren, juchhu!) und beschließe, eine Station weiterzufahren. Ich muss noch zum Drogeriemarkt und hoffe auf eine zu besetzende Pokemon-Arena. Die Hoffnung erfüllt sich nicht, ich kann aber die benötigten Sachen einkaufen. Und vergesse prompt des Kindes geliebte Fruchtriegel. Einen hab ich noch, da muss ich morgen wohl nochmal los. Auf dem Weg ins Büro wird ein Ei fertig, sehr schön!

Noch rasch Geld holen und um 20 vor neun bin ich auch schon da. Ich bin die Erste, wie eigentlich fast immer.

Ich trage meine Temperatur in meine Kurve ein und lache mich dann schlapp über diesen Comic: Objekte! :D

Kaum habe ich fertig gelacht, kommt der Kollege rein. Um 20 nach neun erinnert Twitter mich daran, dass heute der 5. ist und ich beginne mit diesem Beitrag.

Die Arbeit gestaltet sich aufgrund von Serverproblemen schwierig. Zwischenzeitlich recherchiere ich Übergangsjacken fürs Kind, trinke Kaffee, erhalte Nachricht vom Mann aus der Eingewöhnung (läuft!), finde das Paket mit den neuen Kinderwinterstiefeln im Büro und überlege, was ich heute kochen könnte.

Um kurz nach 12 bin ich noch zu keinem Ergebnis gekommen, aber ich hab ja noch Zeit. Leider habe ich aufgrund des Kitawechsels keine Möglichkeit mehr, nach der Arbeit noch einkaufen zu gehen, da der Zeitpuffer fast völlig für die Bahnfahrt draufgeht. Das ist ein bisschen ärgerlich und ich habe auch noch keine wirkliche Lösung gefunden. Außer vernünftiger Vorratshaltung. Aber das hilft mir aktuell auch nicht weiter.

Um 13:30 Uhr mache ich Feierabend und fahre zur Kita. Dort angekommen, sagt man mir, dass das Kind noch schläft. Ich bitte darum, sie in Zukunft gegen halb zwei zu wecken. Sie wacht auf, als ich in den Raum komme. Ich lasse mir erzählen, wie es war und erfahre, dass sie nichts zu Mittag gegessen hat. Dann wickle ich sie. Schuhe an und ab nach Hause. 

Dort ist das Kind mies drauf. Sie hat zwischenzeitlich einen Fruchtriegel und etwas Brot gegessen und lehnt die angebotenen Nudeln zunächst ab. Sie verlangt dringend nach etwas zu trinken und ich beschließe, nochmal in der Kita nachzufragen, wie das dort mit den Getränken geregelt ist. 

Wir kuscheln auf der Couch. Das ist ungewöhnlich und ich mache mir etwas Sorgen. Sie spielt und versucht, eine Nasentropfenflasche unters Sofa zu schieben. Das klappt nicht und die Laune wird nicht besser. 

Da mit mittlerweile selbst fast schlecht ist vor Hunger, koche ich Nudeln, mache ein paar Fischstäbchen und schneide frisches Gemüse klein. 

Bis wir mit Essen fertig sind, Ist es viertel vor vier und ich sage meinen Freundinnen ab, mit denen wir eigentlich verabredet sind. 
Zu allem Überfluss plagen mich den ganzen Tag mal Bauchkrämpfe. Meine Verdauung spinnt seit dem Vortag. 

Das Kind ist jetzt etwas besser drauf und füllt die Windeln, will sich aber nicht Wickeln sich. Ich lasse sie gewähren, lese etwas, bis sie sich auf den Wickeltisch packen lässt. 

Der Mann ist bei seiner Mutter und kommt erst gegen 10 vor sechs nach Hause.   Kurz vorher beschließe ich, das Kind zu baden. Mittendrin klingelt es, der Mann ist da. Natürlich hat er einen Schlüssel, das Kind besteht jedoch darauf, ihm die Tür zu öffnen. Also normalerweise. Heute ist sie ja in der Wanne. Sie  steht direkt auf und will raus. Ich wickle sie in ihr Handtuch und trage sie runter. Zum Glück akzeptiert sie es, dass der Mann schon drin ist. Wir baden  weiter. 
Dann ziehe ich sie an, sie darf kurz mit dem iPad spielen und bekommt dann ihre Haferflocken. 

Ich suche meine Sachen zusammen, es ist Mittwoch, da habe ich Chorprobe. Um viertel vor sieben verabschiede ich mich und gehe zur Bahn. Während der Fahrt schreibe ich diesen Text fertig. 

Die Probe ist um kurz nach halb zehn zu Ende. Gegen viertel nach zehn werde ich zu Hause sein. 

Gute Nacht! 

WMDEDGT September 2016

(Wie üblich: Hier die anderen)

Montag. Ach schön!
Die Nacht war bis 1 Uhr unruhig, das Kind jammerte immer mal vor sich hin, dann ist aber Ruhe bis um kurz vor sechs die Rolläden hochgehen. An der Helligkeit im Zimmer ändert das nicht viel, es wird eindeutig Herbst.
Der Mann steht, obwohl er heute frei hat, wie üblich zuerst auf. Ich messe meine Temperatur und gehe dann ins Bad. Ich ziehe mich an, dann wecken wir das Kind, welches müde vor sich hinplappert. Immerhin lässt sie sich heute vom Mann wickeln und anziehen, die letzten Tage war sie immer sehr entschieden, wer was machen durfte und fürs wickeln war meist ich zuständig.

Die beiden gehen schon mal runter, während ich feststelle, dass meine Jeans nicht nur nach Holzrauch riecht (gestern war Mittelaltermarkt), sondern auch undefinierbare Flecken hat, ich ziehe mich also nochmal um.

Dann ab in die Küche, Frühstück machen. Das Kind kriegt ein halbes Brötchen mit Quark, knabbert aber nur ein wenig daran. Der Mann isst irgendwelche Cerealien, und ich Müsli mit Obst und Joghurt, sowie ein halbes Brötchen. Aus Zeitgründen esse ich einen Teil vom Brötchen in der Küche, wo ich Brote schmiere. In drei Wochen muss ich nur noch für mich welche schmieren, juchhu!
Das Kind kriegt statt des Brötchens eine Banane, die wird eher angenommen.

Dann Zähneputzen beim Kind, ich trete diese Aufgabe an den Mann ab, der hat ja Zeit. Selber Zähneputzen und dann das Kind nochmal mit der Haarbürste quälen. Ihre Haare lassen sich trotz der Locken prima bürsten, aber sie schreit jedesmal wie am Spieß, ähnlich wie beim Haarewaschen. Nun, da müssen wir durch.

Dann Abmarsch, den Mann lassen wir zu Hause, der muss auf den Klempner warten. Der soll die Verstopfung unterhalb unserer Spüle beseitigen. Ich hatte schon erfolglos dran rumgeschraubt, die Engstelle muss tiefer sitzen.

Heute ist eine Premiere. Das Kind und ich werden ohne Buggy zur Kita fahren. Sie will nicht mehr darin sitzen und da ich keine Lust habe, ständig einen leeren Buggy zu bugsieren und gleichzeitig auf das Kind aufzupassen, lassen wir ihn halt zu Hause. Schade, für die Einkäufe war der ja immer sehr praktisch.

Wir erwischen unseren Bus um halb acht, die Bahn hat dafür etwas Verspätung. Die Bahnfahrt ist entspannt wie nie. Wir setzen uns hin und das Kind bleibt sogar ruhig sitzen. Der Fußweg zur Kita ist etwas zäh und wir sind ca. 10 Minuten später da als sonst. Ich gebe sie problemlos ab und mache mich auf den Weg zur Arbeit. Ich fange ein paar Pokemon, bis der Mann anruft, als ich grade in der Bahn bin (ich hasse es, in der Öffentlichkeit zu telefonieren). Er teilt mir mit, der Klempner habe die Verstopfung nicht beseitigen können. Offenbar sind die Rohre auf dem Weg in den Keller verschlammt. Die müssen aufgeschraubt und gründlich gereinigt oder ausgetauscht werden. Das ist offenbar eine völlig normale, wenn auch eklige Sache. Große Freude. Er will einen Termin dafür ausmachen.

Um halb neun bin ich im Büro. Wieder ruft der Mann an. Morgen um elf kommen die Handwerker. Da muss Schwiegermutter einspringen und die reinlassen. Zum Glück wohnt sie in der Nähe, dafür bin ich immer wieder dankbar! Der Mann muss jetzt erstmal die Keller freiräumen. Vielleicht können wir die Gelegenheit nutzen und weiter ausmisten.

Der Kollege kocht uns einen Kaffee und fragt mich, wie das Wochenende war. Wir wollten ja nach Dublin, leider hat das Kind uns am Freitag einen Strich durch die Rechnung gemacht, indem sie frühmorgens anfing, sich zu übergeben. Wieder einmal wurde bewiesen, dass man mit einem Kleinkind keine Pläne machen sollte.

Dann rätseln wir darüber, warum mein Handy sich nicht mehr mit dem WLAN verbinden will, finden aber keine Lösung.

Nun heißt es erstmal: Arbeiten!

Kurz nach 12. Nichts neues im Westen. Montags habe ich immer viel zu tun und ich wünsche mir oft, das wäre an den anderen Tagen auch so.

Zwischenzeitlich informiere ich mich über potenzielle Geburtstagsgeschenke fürs Kind. Noch 6 Wochen bis dahin, da fängt man lieber frühzeitig an. ;) Ich denke an einer Kinderküche herum. Die eine Oma will zum Glück nur Geld schenken (plus vermutlich weitere Kleinigkeiten), die andere Oma (meine Mutter) muss ich nochmal befragen. Ich stoße auf einen Artikel, dass Laufräder das Fahrradfahrenlernen beeinträchtigen und bin verunsichert. Da muss ich mich nochmal informieren.

Der andere Kollege ist jetzt auch da und hat genau das gleiche Problem mit seinem Handy und dem WLAN, bloß, dass es ein anderes WLAN ist. Blöde Technik.

Um 13:30 Uhr ist Feierabend. Ich mache mich auf den Weg zu Jako-o. Die haben prima Marketing. Ich bekam drei großzügige Rabattaufkleber zugeschickt, die will ich jetzt direkt mal einlösen. Tatsächlich finde ich einen leichten Pullover, einen Body und eine warme Mütze. Wie gesagt, es wird Herbst.

An der Kasse dauert es länger, meine EC-Karte scheint den Geist aufgegeben zu haben. Ich bin daher relativ spät in der Kita. Das Kind ist wach, sie wird jetzt immer um halb zwei geweckt. Sonst dauert es abends so ewig.

Die Rückfahrt verläuft bis auf den einen oder anderen Drama-Anfall recht ereignislos.

Gegen 15:10 Uhr sind wir zu Hause. Nach Schuhe ausziehen und Hände waschen rufe ich meine Eltern an. Die sind gestern abend spät aus dem Urlaub wiedergekommen. Es war offenbar sehr schön, aber nicht sehr erholsam. Das Kind kann zwar jetzt Oma und Opa sagen, ist aber nicht gewillt, das unter Beweis zu stellen. Nun gut, da gibt es sicher noch eine andere Gelegenheit für.

Gegen viertel vor vier kommt der Mann nach Hause. Das Kind rennt ihm entgegen, um dann plötzlich laut weinend anzuhalten. So richtig ist nicht klar, was das Problem ist. Aber wir sind es ja gewohnt.

Sie darf ein wenig am iPad spielen, während der Mann mir von dem Klempnerbesuch berichtet.

Ich esse etwas und dann machen wir uns auf den Weg zum Baumarkt. Wir leben seit 4,5 Monaten ohne Boiler in der Küche, dem wollen wir jetzt doch mal ein Ende setzen.

Auf der Strecke herrscht Stop-and-Go, ich schaffe es, ein Ei auszubrüten.

Nach längerer Suche finden wir tatsächlich den gewünschten Boiler. Das Kind läuft begeistert mit uns durch den Baumarkt.

Auf dem Rückweg halten wir noch bei Rewe an und gehen einkaufen. Und ich fange ein neues Pokemon. Immer wieder schön!

Um kurz vor sechs sind wir daheim. Wir füllen die Zeit mit Spielen, Haferflocken essen und Baden. Also insbesondere das Kind. Dann natürlich noch Anziehen und Zähneputzen.

Sie hat übrigens eine neue Marotte, sie zählt „zwei“ und will dann springen. Natürlich runter. Immerhin immer beide Hände festhaltend. So springen wir also ein paar Mal vom Bett. Dann kommt der Mann und sagt ihr Gute Nacht. Sie will erst nicht so recht einsehen, dass ich sie ins Bett bringe, akzeptiert es dann aber.

Ich liege herum, singe fürs Kind und denke über den lokalen Rückenschmerz an meinem rechten Schulterblatt nach. Immer dieselber verspannte Stelle.

Das Kind möchte jetzt dringend in ihren Schlafsack. Das kommt auch eher selten vor. Nach ein wenig Herumgekugele und ähnlichem schläft sie gegen acht Uhr ein.

Im Wohnzimmer geselle ich mich zum Mann, der mir ein wenig den Rücken massiert. Hilft leider nicht.

Er sieht sich eine merkwürdige japanische Manga-Serie an, während ich diesen Beitrag schreibe.

Abendessen steht noch an. Außerdem duschen.

Und gegen zehn, halb elf gehe ich ins Bett.

Gute Nacht!

 

WMDEDGT Juli 2016

Endlich hab ich mal wieder dran gedacht und es ist auch erst halb elf. ;-) Hier gibts die anderen.

Ich werde einmal um 2 Uhr wach, weil das Kind schreit. Das tut sie häufig so einmal pro Nacht. Meistens brüllt sie „Meine, meine!“ oder auch mal „Aua! Aua!“. So ersichtlich ist es nciht, warum sie so schreit, wahrscheinlich Verarbeitung des Tages, jedenfalls lässt sie sich beruhigen und wir schlafen weiter bis 6 Uhr. Um fünf nach sechs klingelt der Wecker, ich messe meine Temperatur und sinniere über meine neue Menstasse nach. Das Kind schläft weiter. Aufstehen, waschen, anziehen, um 20 nach kommt der Mann und weckt doch mal das Kind, was sich etwas schwieriger gestaltet, offenbar ist sie noch ziemlich müde. Es klappt dann aber doch alles ohne größere Wutanfälle. Da sie immer mehr selbst machen will, ist vieles ein Eiertanz geworden. Was gestern noch ging, darf man heute schon nicht mehr machen.

Das Kind wird angezogen und frühstückt Joghurt und Brötchen mit Nutella, welches sie sich selbst draufschmiert. Der Mann unterstützt aber etwas.

Ich bereite ebenfalls mein Frühstück, sowie unsere Brotdosen vor. Während ich frühstücke, ist das Kind fertig und möchte saubergemacht werden. Sie spielt etwas und holt dann eins ihrer großen Pappbilderbücher. Leider habe ich keine Zeit und verweise daher an den Mann, der das Buch mit ihr anschaut.
Ich mache die Brotdosen fertig und gehe dann mit dem Kind zum Zähnputzen. Das geht derzeit ganz gut. *klopft auf Holz*

Das Kind kriegt vom Mann Socken und Schuhe sowie eine Jacke angezogen, praktischerweise geht er heute erst nach uns aus dem Haus. Um viertel nach sieben brechen wir auf Richtung Bushaltestelle. Der Weg dorthin, sowie die Fahrt mit Bus und dann der Bahn laufen an sich recht ereignislos ab, das Kind möchte nur zweimal den Türöffnerknopf drücken, bringt mehrere Leute zum Lächeln und schafft es dann an der vorletzten Haltestelle doch noch rasch auf den Behindertennotrufknopf zu drücken. Peinlich peinlich! Das ist schon das zweite Mal, dass das passiert. Diesmal kann ich es zum Glück problemlos sofort dem Fahrer erklären, das letzte Mal musste ich durch die ganze Bahn laufen, weil die Verbindung nicht so richtig zustande kam. Ich hoffe, dass mir das kein drittes Mal passiert.

Wir dackeln Richtung Kita. Das KInd bleibt erfreulicherweise die Hälfte des Weges im Buggy sitzen, will dann aber aussteigen und ein und dieselbe Stelle immer wieder laufen. Ich lasse sie ein paar Mal gewähren, fange sie dann aber doch ein und bewege mich mit ihr Stück für Stück vor, da sie immer wieder zurücklaufen will. Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen. Sie findet es immerhin wahnsinnig lustig. Schließlich sind wir da, holen den Schlüssel für den Buggyraum, stellen selbigen ab und gehen dann hinunter zum Gruppenraum. Ich gebe das Kind ab, welches mich mit ihrem üblichen „Tiss“ verabschiedet.

Da ich genug Zeit habe, gehe ich zu Fuß zum Büro. An einer grünen Fußgängerampel werde ich fast überfahren, die Fahrerin stoppt etwa 30cm vor mir und guckt blöd. Ich weise auf die grüne Ampel hin und gehe kopfschüttelnd weiter. War wohl ein Auto mit eingebauter Vorfahrt.

Im Büro angekommen, ist mein Kollege schon da. Er hat später noch einen Arzttermin, erklärt er. Ich mache meine üblichen Aufgaben, trinken Kaffee, nehme Pakete und eine Wasserlieferung entgegen.
Währenddessen recherchiere ich eifrig weiter zum Thema Menstasse. Eventuell schreibe ich da später noch einen Beitrag zu.

Jetzt ist es 10:48 Uhr.

Ich bestelle eine Menstasse und eine neue Handytasche. Zwischendurch arbeite ich aber auch mal was. ;)

Um kurz nach halb zwei mache ich Feierabend. Ich habe ausnahmsweise nichts einzukaufen und trödle Richtung U-Bahn-Station, wo ich noch etwas Pause mache, bis ich um zwei an der Kita sein muss.

In der Kita selbst herrscht mal wieder Personalmangel, weshalb die Gruppen teilweise zusammengelegt wurden. Dem Kind macht sowas zum Glück nicht so viel aus. Ich ziehe sie an und gebe ihr einen Fruchtriegel.

Der Weg zur U-Bahn ist mal wieder mühsam. Zunächst läuft sie brav mit und lässt sich an der Kreuzung auch in den Buggy setzen, will später aber wieder aussteigen und in die andere Richtung rennen. Da ich dafür nicht so viel Zeit habe, lasse ich sie nur kurz gewähren und setze sie unter Geschrei in den Buggy.

An der Station wartet noch eine andere Kitamutter. In der Bahn selbst entdeckt das Kind ein winziges Baby. Die Fahrt selbst verläuft soweit ruhig.

Um 15 Uhr haben wir einen Termin in der neuen Kita des Kindes. Ab Oktober wird sie nah von daheim betreut werden und dafür müssen wir sie erstmal anmelden. Der Termin ist nicht in den Kalender eingetragen, was die Leiterin wundert, aber sie hat Zeit und so erledigen wir die ganze Angelegenheit. Die Kita ist anders als unsere jetzige, aber es ist sehr vielversprechend und ich hoffe, dass das Kind dort genauso gut aufgehoben sein wird wie jetzt. Den Vertrag unterschreibe ich noch nicht, sondern nehme ihn mit heim, um ihn dort mit dem Mann zu besprechen.

Der Rest vom Heimweg verläuft ruhig, ich muss das Kind allerdings mit Eis bestechen, damit sie die Kita überhaupt verlässt. Wie schon bei der Besichtigung findet sie den Außenbereich unwiderstehlich. :)

Zu Hause angekommen essen wir Eis mit Erdbeeren und gucken Bücher. Da es grade mal trocken ist, spielt das Kind ein bisschen im Garten. Ich mache was zu essen warm. Als wir am Tisch sitzen, kommen Sturzbäche vom Himmel. Keine zehn Minuten später strahlt die Sonne wieder vom blauen Himmel, bis selbiger wieder seine Schleusen öffnet. So geht das den Rest des Tages. Vielleicht haben wir doch April.

Wir spielen ein bisschen und ich lese etwas. Außerdem versuche ich meine Oma anzurufen, aber sie geht nicht ran.
Gegen 10 vor sechs kommt der Mann heim. Er war beim Friseur. Das Kind freut sich wie immer sehr ihn zu sehen und sagt: „Hi!“

Sie darf ein wenig mit dem iPad spielen, während der Mann duschen geht. Dann macht er ihr Haferflocken und sie essen zusammen zu Abend.

Gegen viertel vor sieben darf ich in der Wanne die Haferflocken vom Kind waschen. Die Zeit bis das Kind ins Bett geht vergeht mit eincremen, anziehen, rumrennen, Blödsinn machen, wickeln, telefonieren, pinkeln (auf den Teppich), Zähneputzen und Buch angucken.

Der Mann bringt das Kind zum Schlafen und ich aktualisiere endlich diesen Beitrag.

Kaum bin ich damit fertig, poltert und schreit es im Schlafzimmer. Offenbar hat sich das grade eingeschlafene Kind aus dem Bett gerollt. Sie weint und möchte von mir getröstet und schließlich auch ins Bett gebracht werden. Das ist die nächste Stunde leider eher unerfolgreich. Zwar ist sie recht ruhig, schält sich aber zweimal aus ihrem Schlafsack. Um kurz nach halb neun probiert der Mann es noch mal und ist auch nach kurzer Zeit erfolgreich. Ziemlich spät fürs Kind, mal sehen, wie sie morgen so drauf ist.

Wir genießen etwas Zweisamkeit auf dem Sofa. Dann zockt der Mann, ich lese mein Buch zu Ende und gehe gegen 22 Uhr duschen.

Um halb elf liegen wir im Bett, tauschen noch ein paar liebevolle Bemerkungen übers Kind aus und dann: Gute Nacht!

Geschafft!

Wir sind umgezogen!

Nachdem ich zwischenzeitlich schon fast am Verzweifeln war, weil es einfach so unglaublich viel Zeug war, haben wir es dank tatkräftiger Hilfe dreier Freunde, einer Freundin und meines Bruders doch noch in halbwegs angemessener Zeit hingekriegt.
Möglicherweise fanden die Freunde alles etwas unorganisiert, das wars nämlich eigentlich. Ich hätte einfach deutlich eher mit Packen anfangen müssen. Aber ich konnte mich ja nicht aufraffen. Asche auf mein Haupt.

Meine Freundin hat dann sehr eifrig mitgeholfen, diverse Kartons und Kisten zu füllen und bisher haben wir auch fast alles wiedergefunden, zumindest die Dinge, die wir akut gesucht haben. Bis auf die Windeln. Aber die kann man ja kaufen.

Drei Fuhren im Sprinter waren nötig, um all unser Zeug rüberzuschaffen. Dazu noch zwei PKW-Ladungen. Dabei hatten wir schon etwas vorgearbeitet.

Aber jetzt können wir schon auf dem Sofa sitzen und fernsehen. Das Kind schläft und auch wir können nachher in unsere gewohnten Betten gehen. Das ist viel Wert, finde ich.

Das Kind hatte übrigens auch einen ereignisreichen Tag. Wir hatten sie für die Samstagsbetreuung in der Kita angemeldet und so war sie heute zusammen mit einer Erzieherin und einem weiteren Mädchen in ihrem Alter im Zoo. Damit hat sie mir einiges voraus, im Hamburger Zoo war ich in den ganzen Jahren noch nicht.

Zwar hatte sie etwas geweint, als ich sie abgab, weil sie die Erzieherin nicht kannte, aber das war nur sehr kurz, ich war noch nicht mal richtig draußen, da war sie schon wieder ruhig.

Nachmittags habe ich sie dann wieder abgeholt und zur Oma gebracht, wo sie mich zum ersten Mal ganz ohne Weinen und auf Omas Arm ziehen ließ. Sie hat offenbar verstanden, dass ich (oder der Papa) wirklich immer wieder komme.

Im Haus angekommen kletterte sie übrigens unermüdlich die Treppen rauf und runter und wir müssen dringend passende Treppengitter kaufen, sie neigt dazu, denn es fällt sich leider leicht.

Morgen werden wir uns dann daran machen, die Räumlichkeiten bewohnbar zu machen und in den ganzen Kisten hoffentlich das ein oder andere wichtige wiederzufinden. Zahnbürste, Unterhose und Handyladekabel sind schon mal da. ;-)

Dann sind wir mal gespannt, wie die erste Nacht im neuen Haus sich so ergibt. Da gibt es ja diesen Glauben, von in Erfüllung gehenden Träumen…

WMDEDGT April 2016

Die Nacht und so, ihr wisst schon Bescheid.

Viertel nach sechs klingelt der Wecker, ich messe meine Temperatur, das Kind dreht sich nochmal um, wacht aber dann doch auf, als ich grade im Bad bin.
Der Mann nimmt das motzende Kind mit, wickelt und zieht sie an. Als ich aus dem Bad komme, ist sie fröhlich und winkt mir zu mit einem fröhlichen „Hajo!!“
Ich stelle fest, dass der Wäschekorb schon wieder voll ist, werfe alles in die Waschmaschine und stelle sie so ein, dass sie grade dann fertig ist, wenn wir heimkommen.

Morgenbeschäftigung fürs Kind: iPad-Spielen. Pädagogisch megakorrekt, ich weiß, aber so können wir alle in Ruhe frühstücken bzw. die Brotdosen vorbereiten. Es kommen auch wieder andere Zeiten. Sie frühstückt ein Brötchen mit einem Hauch Nutella und pult wieder mal nur das Innere heraus.

Der Ablauf ist der übliche, um 10 nach sieben verabschieden wir den Mann, ich bin noch in der Küche, das Kind sitzt auf der Waschmaschine.
Ich hebe sie herunter und drücke ihr ihre Brotdose und Wasserflasche in die Hand, damit sie beides in ihren Rucksack tut.
Nochmal eine Runde Bad, dem Kind den Mund abwischen, wie üblich die Haarspängchen auf die andere Seite packen (der Mann ist der sehr konsequent. Ich auch) und dann Schuhe anziehen.

Wir verlieren etwas Zeit, weil ich vergeblich des Kindes Mütze suche. Also nehmen wir die dicke Mütze. Das Kind rutscht schon mal die erste Treppe runter, ich werde etwas ungeduldig und freue mich, dass wir in ein paar Tagen nicht mehr aus dem vierten Stock runter müssen, sondern einfach zur Haustür rauskönnen. Schließlich nehme ich sie auf den Arm und will sie unten in den Buggy stecken, aber das wird nicht toleriert. Im Buggy ist übrigens auch die gesuchte Mütze. Kind komplettieren und los gehts. Ein paar Schritte kann ich sie laufen lassen, zum Glück hab ich morgens einen recht großen Zeitpuffer. Das wird sich auch bald ändern, wenn unser Weg morgens 10-15 Minuten länger dauern wird. Das heißt auf jeden Fall früher aufstehen…

Wie üblich bleibt sie an jedem Gullideckel wie angenagelt stehen. Ich frage mich ja, was das zu bedeuten hat. Sie läuft weg, ich fange sie ein und setze sie doch in den Buggy.

An der U-Bahn-Haltestelle fährt grade eine Bahn ein, wir erwischen sie zum Glück noch. Es ist relativ voll, und ich stehe im Weg. Ich mag das nicht, aber es lässt sich nicht ändern.
Es klappt aber alles problemlos und auf dem Weg zur Kita amüsiere ich das Kind mit schnellem Fahren und Buggy auf die Hinterräder kippen. „Schwuuuuuunnnnngggg!!“

Ich gebe sie ab und stelle im Gruppenraum fest, dass ich unbedingt neue Windeln kaufen muss. Zum Glück muss ich mittags eh zur Drogerie.

Viertel nach acht. Ich fahre eine Station mit der Bahn und gehe den Rest zu Fuß. Im Büro sitzt unerwarteterweise mein Kollege, der sollte eigentlich im Home Office sein. Ich freue mich darüber, denn ich mag ihn sehr und wir sind humortechnisch auf einer Linie. ;-)

Wir unterhalten uns kurz, da klingelt mein Handy. Dran ist die Kinderzahnarztpraxis, der Termin für morgen soll verschoben werden. Wir verschieben ihn auf Freitag. Kaum habe ich aufgelegt, fällt mir auf, dass das ne ganz blöde Idee ist. Ich versuche mehrfach zurückzurufen, bin aber angeblich immer außerhalb der Sprechzeiten. Schließlich klappt es und wir verschieben ihn auf nächste Woche Mittwoch.

Das bringt jetzt unsere Pläne etwas durcheinander, fürs Kind ist es aber besser, weil ihre Routine sich nicht so verändert.

Dann mache ich ein Päckchen fertig, die bestellten Schuhe fürs Kind sind doch noch zu groß und allgemein nicht so toll, weshalb sie wieder zurückgehen sollen.

Auf Twitter entdecke ich, dass mal wieder der fünfte ist und fange an, diesen Beitrag zu schreiben.

Ich arbeite vor mich hin, wundere mich das ein Paket für mich ankommt und stelle mit den Kollegen ein paar anrüchige Überlegungen an. Es sind aber doch nur die bestellten Staubsaugerbeutel.

Um kurz vor halb zwei mache ich Feierabend, verabschiede mich von allen für die nächsten anderthalb Wochen und gehe zur Post, um meine Retoure abzugeben. Dann gehe ich zur Drogerie und kaufe Windeln, Zahnbürsten und hole noch ein paar bestellte Fotos ab.

Ich schaffe es sogar noch, ein paar Seiten in meinem Buch zu lesen, ehe ich zur Kita muss. Dort begrüßt das Kind mich freudig. Die Erzieher berichten, dass sie u.a. Musik gemacht hätten. Ich ziehe das Kind an und gehe los. Sie läuft zunächst ganz vernünftig mit, will sich aber an der großen Straße partout nicht in den Buggy setzen lassen. Ich verstehe das gut, da sie aber noch nicht kapiert, dass Autos auch gefährlich sein können, haben wir keine andere Wahl. Ich trage trage einen längeren Kampf mit dem heulenden und sich wehrenden Kind aus. Im Buggy windet sie sich weiter und befürchte, dass sie trotz Gurt herausfällt. Sie beruhigt sich erst, als sie an der Haltestelle ein Butterbrot bekommt. Die Heimfahrt verläuft friedlich und auf dem Weg nach Hause läuft sie wieder und setzt sich in den Matsch.

Gegen drei sind wir in der Wohnung. Vorher erfahre ich noch, dass ab morgen eine Wohnung im Stockwerk über uns saniert werden soll. Ich bin irritiert, denn ich hatte mögt mitgekriegt, dass jemand ausgezogen ist.

In der Wohnung waschen wir Hände und ich ziehe dem Kind die dreckige Hose aus. Die tägliche Stillmahlzeit folgt, währenddessen telefoniere ich mit meiner Mutter, die sich schon sehr freut, nächste Woche ihre Enkelin wiederzusehen.

Dann ziehe ich dem Kind eine Strumpfhose an und hänge ich die Wäsche auf, während sie an einem Brötchen knabbert und mit dem Radio spielt.

Danach klebe ich die neuen Fotos ein. Wir schauen ein paar Bilderbücher an und machen Tierstimmen nach.

Viertel vor fünf. Man könnte mal wickeln. Wie üblich liegt sie solange ruhig, bis ich die neue Windel anbringen will. Zum Glück kenne ich das schon und kann die Windel zu kleben.

Ich gehe mal aufs Klo, das Kind amüsiert sich im Flur mit meinen Schuhen.

Den Rest der Zeit, bis der Mann kommt, fällt mir das Kind auf den Nerv. Heute bin ich nicht sehr gut drauf und ihr ständiges „Äh, äh!“, wenn sie irgendwas will, macht mich mürbe.

Gegen 18 Uhr esse ich endlich mal was. Zum Glück kann ich mir was aufwärmen.

Schließlich können wir vom Balkon aus die Ankunft des Mannes beobachten und man merkt richtig den Moment, in dem sie ihn (vom vierten Stock aus!) erkennt.

Ich viertel vor sieben verabschiede ich mich und mache mich auf den Weg zum Chor. Überflüssigerweise habe ich leichte Bauchschmerzen, ich vermute den Mittelschmerz.

In der Bahn hab ich endlich die Muße, mein Buch zu Ende zu lesen, dass schon zwei Wochen rumliegt. Es ist ein ziemlich blödes Buch und ich bin froh, dass ich es durch habe.

Die Probe ist eine reine Sopranprobe und sehr intensiv, obwohl unser Chorleiter angeschlagen ist.

Wir machen rechtzeitig Schluss und ich gehe zusammen mit einer Mitsängerin, deren Sohn etwa einen Monat älter als das Kind ist, zur Bahn.

Um viertel nach zehn bin ich daheim und gehe auch bald ins Bett.

Gute Nacht!

Es nimmt Formen an III

Übers Osterwochenende war ich fleißig. Na gut, wir waren fleißig.

Karfreitag fuhren wir alle Mann ins Haus, um unser neues Sofa aufzubauen. Weil wir aber manchmal nicht mitdenken, hatte wir kein Werkzeug dabei und konnten so nur alles auspacken und schon mal rätseln, welches Teil wohin gehört.

Karsamstag konnten wir gottseidank unser Problem mit dem Treppenlack lösen. Donnerstags, als wir das Schleifgerät abgeholt hatten, stellte sich nämlich heraus, dass man solches Zeug gar nicht so einfach im Baumarkt kaufen kann, schon gar nicht in weiß. Spontanes googeln ergab nur, dass der Fachhandel größtenteils Karsamstag größtenteils zu haben sollte. Das lag mir dann schon wieder sehr im Magen, denn die Treppe MUSSTE gemacht werden.

Ein wenig telefonieren ergab Samstag dann aber doch einen Laden, der die passende Menge in weiß vorrätig hatte (für viel Geld), uns noch das passsende Schleifpapier verkaufte (ich hatte viel zu grobes gekauft) und noch passendes Ding zum umrühren mitgab.

Nachmittags hab ich mich dann also handwerklich betätigt und die Treppen abgeschliffen. Das ging einfacher als gedacht. Mit dem richtigen Werkzeug ist sowas alles kein Problem. Leider stellte sich der Kleber, mit dem die Stufenmatten verklebt worden waren, doch als recht hartnäckig heraus, weshalb wir nochmal in den Baumarkt fuhren, um Bremsreiniger zu kaufen. Angeblich das Mittel, um Klebereste von lackiertem Holz zu entfernen.

Ostersonntag musste ich dann nachmittags feststellen, dass Bremsreiniger doch nicht so das A&O ist, jedenfalls nicht bei größeren/dickeren Resten. Ich hab die dann von Hand abgeschliffen, Hauptsache halbwegs glatt. Dann hab ich schön die Treppen vom Farbstaub gereinigt und wollte endlich anfangen zu streichen… nur um festzustellen, dass ich gar keine Farbwanne hatte. Toll.

Zum Glück war ja am nächsten Tag noch ein Feiertag und wir hatten auch noch Farbwannen in der Wohnung, immer gut, wenn man nicht alles sofort wegschmeißt. Vormittags ging also der Mann mit dem Kind auf den Spielplatz und ich ans Streichen der Kellertreppe. Das hat richtig Spaß gemacht! Der Lack ließ sich toll verarbeiten und deckte gleich beim ersten Mal. Und bei sowas kann ich ja mit sehr viel Hingabe arbeiten, bis alles schön gleichmäßig ist. Wunderbar! Manchmal denke ich, ich sollte doch noch eine handwerkliche Ausbildung anfangen.

Hier kann man mal schön sehen, wie die Treppe vor dem Lackieren aussah. Und wie danach.
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Ich hoffe, dass es auch nach dem Trocknen noch gut aussieht. Leider ist der Lack hochglänzend, das war so eigentlich nicht geplant. Aber ich schätze, das wird sich mit der Zeit eh angleichen.

Nachmittags ließen wir dann das Kind bei der Oma und bauten das Sofa auf. Das dauerte ganze zwei Stunden, aber wir haben uns nicht einmal angebrüllt. Wir lernen das Teamwork doch noch. ;-)
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Es ist riesig! Mit Schlaffunktion, wir können jetzt Gäste ohne Ende beherbergen!

Gestern abend gab es dann noch die erfreuliche Nachricht, dass unser Maler doch noch das Dachgeschoss gestrichen hat. So konnte ich das von meiner „Zukünftig zu erledigen“-Liste streichen.

Heute wird unsere neue Wohnwand geliefert. Die ursprünglich bestellte war nicht mehr lieferbar, da mussten wir umdisponieren.
Morgen wird dann der Teppich verlegt und ich hoffe sehr, dass alles gut geht.
Samstag streiche ich die zweite Treppe. Und zwischendurch muss ich endlich mal das Kistenpacken forcieren. Und das Ausmisten. Immerhin ziehen wir schon in 10 Tagen um!

Leerlauf

Momentan erledigen wir vor allem theoretische Dinge. Und solche, die mit Geld zu tun haben.
Steuererklärung. Bankformulare. Kita-Gutschein.

Überhaupt, Geld. Ich darf mich ja zu den glücklichen Menschen zählen, die 1. niemals Geldsorgen hatten und 2. mit Geld umgehen können. Der Mann ebenso.
Nur deshalb haben wir uns überhaupt getraut, das Haus zu kaufen. Denn die abzuzahlenden Schulden sind ja nicht zu vernachlässigen. Dazu Renovierung, Umzug, Anschaffungen. Erstmal nur das wichtigste, aber trotzdem.

Nun leide ich mal wieder etwas darunter, dass mein Job, so sehr ich ihn mag, nur so mittelgut bezahlt ist. Und jetzt, mit 25 Stunden pro Woche und Steuerklasse 5, bleibt eher nicht so viel übrig. Und dann durfte ich noch erfahren, dass bei Kindkranktagen keine Lohnfortzahlung besteht. Sowas sagt einem ja auch keiner. Dazu noch eine Änderung bei der Lohnsteuer und prompt bleibt noch weniger übrig. Immerhin, ich kann bei der Krankenkasse Kinderkrankengeld beantragen. Da bin ich gespannt, wieviel das ist. Unsere Steuerdame sagte was von 2/3 vom Gehalt, die Twittertimeline was von 90-100%, es hängt wohl davon ab.

Jetzt frage ich mich nur, gibt es die Lohnfortzahlung nur dann nicht, wenn ich eine Bescheinigung vom Arzt übers kranke Kind habe, oder immer, wenn ich wegen kindkrank daheim bleibe? Wird sich wohl rausstellen.

Dafür habe ich ein anderes Geldthema angesprochen: Kitakostenzuschuss. Darauf brachte mich ebenfalls die Steuerdame und meine Chefs sind nicht abgeneigt.

Ich nehme, was ich kriegen kann. Eigentlich wäre das beste ein neuer Job. Wäre nach fast sieben Jahren sicher eh mal angebracht. Davon hält mich nur grade ab, dass wir ja eigentlich noch ein zweites Kind wollen und das nicht erst in zwei Jahren. Stattdessen also vielleicht eine Weiterbildung? Bloß was?
Nächsten Monat ist Mitarbeitergespräch, mal gucken, was da rauskommt.

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Haustechnisch geht es jetzt ganz langsam los. Am Samstag fahren wir hin, um auszumessen. Außerdem kommt ein Bekannter, der Maler ist, um mal die zu streichenden Wände zu begutachten.
Und vielleicht haben wir dann noch Zeit, einen Teppichboden auszusuchen.
Gestern sagte ich dem Dachdecker zu, mit dem machen wir heute einen Termin aus.

Ich möchte auch wirklich endlich mal anfangen. Aber es dauert immer noch zweieinhalb Wochen, bis wir die Schlüssel kriegen. Und dann haben wir vier Wochen Zeit, um alles fertigzukriegen, inkl. packen für den Umzug. Uaah, da grauts mir vor! So viel Zeug! Ich werde ausmisten ohne Ende, aber trotzdem.