WMDEDGT Dezember 2017

Wie jeden Monat fragt Frau Brüllen, was wir eigentlich den ganzen Tag so machen.

Zum ersten Mal auf den Wecker schaue ich um fünf Uhr und stöhne innerlich. Das hatten wir zuletzt öfter, dass das Baby um diese unchristliche Uhrzeit knallwach war. Doch sie lässt sich wieder in den Schlaf stillen. Um viertel nach sechs klingelt des Mannes Wecker. Um halb sieben ruft das große Kind energisch nach dem Papa. Der geht hin. Zwei Minuten später singt sie lautstark „Single Bells“ im Flur. Da wird auch das Baby wach. Nacht vorbei. Immerhin habe ich heute Morgen keine Rückenschmerzen. Mir ist es zu eng mit dem Baby in meinem Bett, aber sobald ich sie von meiner Matratze entferne und 20 Zentimeter weiter in ihr Bett lege, wird sie unweigerlich wach. Spätestens nach ein paar Minuten. Nun gut.

Der Mann kümmert sich ums große Kind, erklärt ihr aber, dass er erstmal duschen müsste, bevor sie runtergehen könnten.
Das veranlasst sie zu der Aussage: „Dann gehe ich eben runter, nehme mir die Fünf und setze mich aufs Sofa, ganz einfach!“
Klar, unten steht der Adventskalender. Sie kommt dann aber erst doch kurz ins Schlafzimmer, um ihre Schwester zu begrüßen. Dann geht sie wieder raus, macht das Licht an und geht runter. Ich höre sie am Adventskalender kramen und bin gespannt, ob sie die Schokolade wohl sofort essen wird.

Ich stehe auch auf, wickle das Baby und ziehe sie an. Dann lege ich sie unters Mobile und mache mich selbst fertig.

Unten sitzen der Mann und das große Kind am FRühstückstisch. In der Fünf waren ein kleiner Dekoengel und einer aus Schokolade. Der Adventskalender kommt von meiner Schwiegermutter und die Figürchen sind niedlich, aber sinnlos. Ich stelle sie als Deko auf den Kaminsims. Ein paar Minuten später wird dann auch der Schokoengel seinem ursprünglichen Zweck zugeführt.

Ich mache mir Frühstück. Besonders hungrig bin ich nicht. Am Wochenende hatte ich mir den Magen verdorben, das hat meinen Appetit etwas zurechtgestutzt.

Gegen halb acht verabschiedet sich der Mann. Er hat heute Weihnachtsfeier und wird erst spät nach Hause kommen. Das wird ein langer Tag für mich.

Das Baby spielt unterm Spielebogen und kullert ein bisschen vor sich hin.

Ich schaffe mein Frühstück nicht vollständig. Ich räume ab, packe das Baby in die Wippe und gehe mit ihr in den Keller. Eine Ladung Wäsche muss in die Maschine und die Ladung vom Vortag abgehängt und gefaltet werden. Das große Kind kommt mit und befragt mich zu des Mannes Hemden, die an der Leine hängen. Ich stelle die Maschine an und falte nur ein paar Kleidungsstücke. Der Rest reicht auch später noch. Dann gehen wir wieder hoch. Das Kind macht ein Puzzle, ich stille das Baby.

Es ist Dienstag, Ausflugstag der Kitagruppe. Da braucht das Kind ausnahmsweise einen Rucksack mit Brotdose und Wasserflasche. Ich gehe in die Küche, um das Brot zu schmieren. Das große Kind schleppt ihren Rucksack hinterher.

So, alles fertig. Fünf vor halb neun, Zeit zum Zähneputzen. Außerdem andere Klamotten obenrum (der Mann hat das Kind für den tiefsten Winter angezogen) und überhaupt ne Hose anziehen. Und Haare machen. Ich bereite das Kind drauf vor, dass sie heute einen Friseurtermin hat. Sie ist skeptisch. Ich hantiere mit Haarspangen und Haarbürsten und denke mal wieder drüber nach, dass ein Junge echt praktisch gewesen wäre. Haare auf 12 mm runterrasieren, fertig. (Disclaimer: Ich würde meine beiden Mädels niemals wieder hergeben und das mit dem Jungen ist lediglich in meinem Kopf, nicht in meinen Handlungen oder sonst irgendwo. Und ja, genderneutrale Erziehung blabla, bei den Haaren bin ich konservativ. Solange ich mich um die Haare kümmern muss, bestimme ich die Frisur.)

Endlich ist das Kind vollständig angezogen und frisiert. Wir gehen runter, ich ermahne sie mehrfach, sich jetzt bitte doch mal die Schuhe anzuziehen, stopfe das Baby in ihre Jacke und lege sie in den Kinderwagen. Sie ist müde (man kann die Uhr nach ihr stellen) und schreit. Kind fertig anziehen, selber Schuhe und Jacke anziehen, rausgehen. Beim Abschließen merken, dass ich meinen Schal vergessen habe. Wieder reingehen. Das Kind sieht meinen Schal und möchte auch einen. Vor zwei Minuten wollte sie noch keinen. Nochmal reingehen. Kinderschal holen. Abschließen.

12 Minuten vor neun: Abmarsch. Das große Kind ausnahmsweise auf dem Buggyboard. Das Baby schreit weiterhin. Ich streichle sie hin und wieder und gebe ihr einen Schnuller, kann aber sonst nur abwarten. Kurz vor der Kita schläft sie ein.
Es nieselt übrigens. Acht Grad sollen es heute werden. Vor einem Jahr hatten wir Minusgrade und wunderbaren Frost.

Ich stelle den Kinderwagen in den Flur und gehe mit dem Kind in die Garderobe. Schnell ausziehen, Schläppchen an, ab in die Gruppe. Da ist es dunkel. Blöd. Wir gehen nochmal in den Flur gucken. Es sind auf jeden Fall schon Kinder aus der Gruppe da, aber wo sind die Erzieher. Nochmal in den Gruppenraum. Da ist jetzt Licht, aber statt der Erzieher sind da die Kitaleiterin und der Hausmeister. Die Erzieherin sei beim Frühstück, sagt sie mir. Das Kind findet das alles überhaupt nicht gut und klebt an mir. Die Leiterin nimmt uns mit zum Essraum, wo die Erzieherin auch tatsächlich sitzt. Das Kind möchte aber nicht frühstücken und klebt weiterhin an meinem Bein. Ich sage zu ihr, dass ich beim besten Willen nicht bleiben kann und verabschiede mich von ihr. Sie dreht sich um und geht Richtung Gruppenraum. Hm. Ok. Ich ziehe meine Schuhe an, gucke dann nochmal, ob ich sie sehe. Nein, gut, dann gehe ich jetzt nach Hause.

Das Baby schläft weiterhin. Zu Hause angekommen räume ich etwas auf, kümmere mich um die Wäsche, mache Betten und schaue immer mal wieder nach, ob das Baby nach wie vor pennt. Schließlich setze ich mich auf Sofa und lese Twitter nach. Nach ganzen anderthalb Stunden wird das Baby endlich wach. Wir stillen und spielen ein wenig. Auf der Krabbeldecke übt sie ernergisch das Drehen, aber es klappt nach wie vor nicht.

Ich recherchiere zum Thema Infrarotheizungen und mache mir etwas Gedanken, ob wir es wohl pünktlich zum Friseurtermin schaffen werden. Dank Ausflugstag isst die Kitagruppe heute spät, das hatte ich beim Terminausmachen nicht bedacht. Ich schaue nach, wie lang der Bus fährt. Drei Minuten? Huch? Oh. Das ist die U-Bahn. Natürlich, die gibt es ja auch noch, völlig vergessen. Na gut, wir werden wohl halbwegs pünktlich sein.

Um zwanzig nach 12 mache ich mir Essen warm. Es gibt klassischen Grünkohl mit Wurst. Das Baby sitzt auf meinem Schoß und grapscht mir immer wieder auf meinen Teller. Nein, meine Kleine, dafür bist du noch etwas zu jung!

Sie motzt und schläft nach ein paar Minuten an meiner Schulter ein. Ich setze mich mit ihr aufs Sofa, um diesen Beitrag zu beginnen. Da ist es kurz vor eins.

Es ist jetzt 13:22, das Baby wird wieder wach.

Wir  wickeln und stillen, ich gehe nochmal aufs Klo, dann gehen wir los. In der Kita müssen wir kurz warten, bis die Kinder mit dem Essen fertig sind. Leider hab ich den obligatorischen Fruchtriegel vergessen, aber ich hab genug Bestechungsschokolade eingepackt. Ähem.

Das Kind lässt sich zum Glück schnell anziehen, Jacke und Schal sind dreckig, der Ausflug war offenbar ein Erfolg.

Am Aufzug zur U-Bahn müssen wir warten und deshalb auf die Bahn und sind dann doch wieder in Verzug. Ich hasse es.

Wir kommen aber noch halbwegs pünktlich. Die Probleme fangen jetzt erst an, das Kind möchte sich nämlich trotz aller Versprechungen nicht die Haare schneiden lassen und klebt an meinem Hintern. 
Schließlich können wir sie überreden, sich die Jacke auszuziehen und sich auf den en Stuhl zu setzen. Umgang oder Handtuch werden nicht geduldet. Dann ohne.
Die Friseurin hat zum Glück Geduld und schließlich hat das Kind trotz Proteste und Gewackele die Haare wieder ordentlich. Ich gebe ordentlich Trinkgeld, dann verabschieden wir uns. Für ein paar Monate haben wir jetzt alle Ruhe. 

Wir gehen zum Einkaufszentrum. Auf dem Weg dahin muss das Kind Pipi. Ich lasse sie im Schutz vom Kinderwagen an einen Busch  pinkeln und trete dann zur Strafe in einen Hundehaufen.

Wir sitzen uns zum Stillen  und Schokolade essen auf eine Bank. Danach gehen wir einkaufen, was erfreulich reibungslos verläuft. Danach klettert das Kind noch in einem dieser Fahrzeuge rum, für die man Geld bezahlen muss, was ich aus Prinzip nicht tue, dann fahren wir mit dem Bus nach Hause. 

Wir sind um kurz nach vier zu Hause, fünf meter vor dem Haus schläft das Baby ein, so dass ich noch kurz draußen bleibe, um den Wagen zu schuckeln.
Das Kind ist irritiert und fragt mehrfach, ob ich jetzt reinkomme.

Ausziehen, Sachen aufhängen, Hände waschen. Letzteres ist ganz wichtig, da klebt sogar noch Ausflugsdreck dran. Abhärtung ist alles.

Das Kind darf die Smarties essen, die ich ihr versprochen hatte (ja, es gab viel Schokolade heute), ich esse Plätzchen und gucke kurz aufs Handy, dann machen wir die Kerze an, lesen das aktuelle Lieblingsbuch vom Kind („Alle Kinder dieser Welt“) und gleich zweimal die heutige Adventsgeschichte.

Gegen zwanzig vor fünf gehe ich in die Küche um einen nasses Tuch für die Hände vom Kind zu holen und stelle auf dem Rückweg fest, dass das Baby wach ist. Sie hat allerdings keinen Ton von sich gegeben. Ich überlege, ob sie wohl der Adventsgeschichte gelauscht hat.

Die Zeit vergeht mit Spielen, ein paar Lieder am Laptop gucken, Haferflocken essen, Stillen, einmal aufs Töpfchen und einmal aufs Klo gehen.

Um viertel vor sechs gehen wir hoch zum Baden. Ich puste mal wieder den Rand der Duschbadewanne auf und muss dann feststellen, dass da wohl nicht nur ein kleines Loch ist, sondern das Ventil kaputt ist. Die Luft geht so schnell raus wie rein. Der Pool kostet in der neuen Version mal eben 50€ und eigentlich hab ich keine Lust, das auszugeben. Ohne gehts zumindest die nächsten drei Jahre eher nicht.

Das Kind planscht im Bad, das Baby liegt mit den nackigen Beinen zappelnd auf dem Badvorleger und lutscht fröhlich an ihren Händen. Meine Kinder sind schon ziemlich toll!

Gegen zehn nach sechs hole ich das Kind aus der Wanne, dusche sie ab und gebe ihr das Handtuch. Sie legt sich neben ihre Schwester auf den Badvorleger. Ich bereite alles für die Nacht vor, hole eine Windel und den Schlafanzug und fülle den Becher fürs Kind. Ich ziehe das Kind an und putze ihr die Zähne. Immer wieder muss ich sie dazu vom Badvorleger holen und werde irgendwann ziemlich laut.

Dann kommt das Baby dran. Wickeln und in den Schlafanzug stopfen. Das Kind steht neben dem Wickeltisch auf einem kleinen Stuhl und fällt vor lauter Hampelei gleich zweimal runter. Das stört sie allerdings überhaupt nicht. Ob sie es wohl je lernen wird?

Das Baby kommt in den Schlafsack und ich lege sie ins Bett vom Kind. Das große Kind „liest“ ihr vor, während ich nochmal aufs Klo gehe. Dann stille ich das Baby und lese währenddessen zwei Geschichten vor. Gute Nacht, Licht aus, um zwanzig vor sieben schläft das Kind. War ein anstrengender Tag!

Ich gehe nochmal kurz mit dem Baby runter, sie ist noch nicht müde genug. Ich hole Geschenkpapier, der Mann hat morgen Schrottwichteln und hat mich gebeten, das Geschenk einzupacken. Das Baby knurrt mich an, wir gehen doch wieder hoch.

Ich wippe mit ihr auf dem Pezziball, bis sie schläft und lege mich dann mit ihr ins Bett, um sicherzugehen, dass sie wirklich schläft.

Um halb acht gehe ich runter, mache das Babyfon an und mir selbst Abendbrot. Dann packe ich das Geschenk ein, der Tee muss schließlich noch ziehen und esse dann vor dem Fernseher.

Mal schauen, wie der Abend wird, ich hoffe ruhig.

Gute Nacht!

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WMDEDGT Oktober 2017

Frau Brüllen fragt, was wir eigentlich den ganzen Tag so machen. Momentan komme ich nicht viel zum Bloggen, aber das Tagebuchbloggen ist es dann doch mal wert. ;)

Die Nacht ist ganz gut. Gegen viertel vor drei wühlt mich das Baby zum ersten Mal wach. Bis dahin hat sie etwa fünfeinhalb Stunden geschlafen, das finde ich schon ziemlich gut. Nächster kurzer Stillstopp um kurz vor halb sechs. Danach öchzt und kröchzt sie noch etwas, schläft aber wieder ein.
Irgendwann werde ich wach, denke noch im Scherz: „Ist bestimmt schon sieben“, um voller Schreck die Uhrzeit 6:56 Uhr auf dem Handy zu sehen. Scheiße! Um acht will ich beim Kinderarzt sein, das Baby bekommt die erste Impfung.
Der Mann hat einen Workshop und bringt um neun das große Kind zur Kita. So kann ich zumindest diesmal mit nur einem Kind beim Arzt aufschlagen.

Ich bin etwas gestresst, weil ich auch auf jeden Fall noch was essen muss. Ich denke, dass der Mann sicher das Baby wickeln wird, aber der geht erstmal duschen. Ich bin sauer, weil er nicht mitdenkt. Ich ziehe mich rasch an, das Baby findet das doof und schreit, was wiederum das große Kind (die hatte tatsächlich bis nach sieben Uhr geschlafen, über zwölf Stunden ohne Mucks) auf den Plan ruft und natürlich schreit sie solidarisch mit. Der Mann kommt aus der Dusche und beruhigt sie. Ich wickle das Baby und übergebe sie dem Mann.

Frühstückszeit. Ich hole zwei Brötchen aus dem Gefrierfach, überlege, ob ich Müsli essen soll und stelle fest, dass noch Bananenquark vom Vortag da ist. Perfekt! Der Mann kommt und sagt, ich solle noch zwei Brötchen aus dem Gefrierfach holen. Ich denke, dass er auch Brötchen essen will, es stellt sich aber später raus, dass das die üblichen Brötchen sind, die das Kind und ich morgens immer essen. Missverständnisse ohne Ende hier.

Beim Frühstücken stille ich das Baby und nehme sie dann mit hoch ins Bad. Dann übergebe ich sie wieder dem Mann. Ich muss meine Schuhe anziehen. Außerdem regnet es, wir brauchen die Regenplane für den Kinderwagen. Schließlich sind wir abfahrbereit. Ich gehe zur Bushaltestelle. Der Kinderarzt ist praktischerweise nur ein paar Stationen mit dem Bus entfernt. Das Baby fährt leider nicht gerne Bus und schreit die meiste Zeit.

Bei der Praxis angekommen, sind wir tatsächlich etwas zu früh und müssen draußen warten. Ich nehme das schreiende Baby aus dem Kinderwagen, was kurze Zeit später eine Frau auf den Plan ruft, die meint, dass es ziehe und meinen Schal ums Kind drapiert. Nun möglicherweise hat sie recht. Sie war jedenfalls sehr freundlich.

Endlich dürfen wir rein. Wir warten nur kurz und können dann in einen kleinen Behandlungsraum. Erst kommt unser Kinderarzt für einen kleinen Check, dann die Helferin für die Impfung. Heute ist es harmlos, nur eine Schluckimpfung. In ein paar Wochen zur U4 wird auch gepiekst.

An der Bushaltestelle erhalte ich eine Nachricht von meiner Freundin, sie hätte die halbe Nacht über der Kloschüssel gehangen und müsste unser nachmittägliches Treffen absagen. Schade, ich hatte mich schon gefreut. Zum Glück hatte ich dem großen Kind nicht gesagt, dass ihre Freundin M. kommen sollte.

Auf der Rückfahrt schläft das Baby im Bus ein. Ich mache mir aber keine Illusionen, dass sie jetzt länger schlafen wird und tatsächlich wird sie zu Hause nach ein paar MInuten wach. Ich nehme sie mit aufs Sofa zum Stillen. Sie schläft wieder ein, wird aber beim Ablegen (ich muss echt dringend aufs Klo) wieder wach. Ok, geht jetzt nicht anders.

Sie liegt bei meiner Rückkehr ganz zufrieden auf dem Sofa und ich fange an, diesen Beitrag zu schreiben. Dann fängt sie an zu motzen, ich lege sie auf meine Schulter, wo sie einschläft.

Leider müssen wir bald wieder raus in den Regen, um halb elf habe ich meinen Termin zur Nachuntersuchung bei der Frauenärztin.
Außerdem hab ich einen Anflug von Halsschmerzen und keine Ahnung, was ich heute essen könnte.

Jetzt ist es 09:34 Uhr.

Wir kommen pünktlich aus dem Haus. Prompt fahren zwei Busse an meiner Nase vorbei. Der dritte kommt direkt hinterher (alles dieselbe Linie…), den erwische ich danke eines schnellen Spurts.

Das Baby ist wie üblich nicht begeistert vom Bus- und Bahnfahren, lässt sich aber auf dem Arm beruhigen. Der Aufzug am Hauptbahnhof funktioniert. Der für die Gegenrichtung leider nicht. Ich muss also später auf eine andere U-Bahn-Station ausweichen und meinen Plan, zum einzigen wirklich barrierefreien Budni in der Innenstadt zu gehen, kann ich auch ad acta legen. Es ist so nervig. Aber gut, dann gehe ich halt zu dm.

Das Baby schläft wider Erwarten auf dem Fußweg zur Praxis ein. Es regnet übrigens.
Die Helferinnen stehen zufällig alle drei vorne am Tresen und freuen sich mich zu sehen. Einmal aufs Klo gehen bitte, dann Blutdruck messen und, och nö, Blutabnehmen. Ich hab da ja eigentlich kein Problem mit, aber mit dieser Helferin hab ich schon mal schlechte Erfahrungen bei dem Thema gemacht. Doch ich habe Glück, sie findet keine Ader und ruft die Blutabnahmefee herbei (so nenne ich sie, weil sie das quasi schmerzfrei kann). Sie ist erfolgreich, nur einmal tut es doch kurz weh, da war wohl ein Nerv in der Nähe.

Das Baby schläft friedlich weiter, ich werde vom Wartezimmer ins Sprechzimmer gebeten, wo ich in Ruhe in meinem Buch lese, bis Frau Doktor aufkreuzt. Sie ist ein bisschen konsterniert, dass es mit meiner Wunschgeburt doch nix wurde und redet dann über Verhütung. Nee, keine Hormone mehr und bittedanke auch keine Spirale. Wir nehmen erstmal Kondome, bis wir eine Lösung gefunden haben.

Kurz bevor ich auf den Stuhl soll, höre ich draußen das Baby quäken. Sie meint, wir würden uns beeilen und ihre Helferinnen hätten da Erfahrung. Na, mir solls recht sein. Sie untersucht mich rasch und findet meinen Beckenboden super und klasse. Zur Rückbildungsgymnastik soll ich aber auf jeden Fall. Jawohl, mach ich, alles schon in die Wege geleitet.

Alles gut, nächste Vorsorge in einem Jahr. Draußen nehme ich mein Baby entgegen und bekomme das CTG-Zimmer zum Stillen und Wickeln angeboten. Kurz bevor ich die Türe schließe, höre ich noch, wie die Helferinnen fasziniert darüber sprechen, wie ähnlich mir das Baby doch sieht. Hihi! Ich liebe diese Praxis!

Dann verabschiede ich mich und gehe mit dem Baby rasch Geld holen, dann zu dm und hole mir dann noch eine Ofenkartoffel zum mitnehmen. Sie schläft die meiste Zeit friedlich, jedenfalls solange ich in Bewegung bin. Dann gehe ich zur U-Bahn-Station und habe Glück, alle Aufzüge funktionieren. Unterwegs werde ich noch gefragt, wie man zur U3 kommt. Mit Kinderwagen sieht man offenbar vertrauenerweckend aus, gestern Abend wurde ich auch schon nach dem Weg gefragt. Da konnte ich aber nicht helfen.

Wir fahren nach Hause, ich kann weiter mein Buch lesen. Zuhause treffe ich einen Nachbarn, der ein Paket für mich hat. Erwartet hatte ich den Roller fürs große Kind, aber es ist von meiner Tante.

Dann brate ich zwei Fleischkäse an und esse sie mit der Ofenkartoffel. Das Baby? Pennt. Wie ungewöhnlich!
Beim Mittagessen noch ein unangenehmes Erlebnis, mir bleibt mal wieder was im Hals stecken und ich spucke das reflexartig getrunkene Wasser im hohen Bogen über mich, den Tisch, den Boden. Ich hasse es.

Draußen schüttet es unterdessen eifrig weiter. Ein Sturm ist angekündigt und ich hoffe, er wartet, bis ich das große KInd von der Kita abgeholt habe.

Es ist 13:07 Uhr. Jetzt mache ich erstmal Pause.

Der Sturm lässt sich leider keine Zeit, draußen weht es ziemlich heftig und die Geräusche gefallen mir nicht. Leider hab ich keine Wahl, das Kind muss abgeholt werden. Ich lege das Baby in den Kinderwagen, ziehe meine Windjacke an und gehe los. Auf dem Weg zur Kita liegen viele abgebrochene Äste und ich fluche leise vor mich hin. Meine größte Angst ist immer, von so einem Ding getroffen zu werden.

Es geht aber alles gut. In der Kita teilt mir die Erzieherin mit, das Kind habe geschlafen und sie hätte behauptet, sie sei spät ins Bett gekommen. Pff.

Wir gehen schnell durch den Wind nach Hause, immerhin hat es aufgehört zu regnen. Zuhause verlangt das Kind ein Stück schokolade, ich bestehe auf vorherigem Händewaschen.
Dann spielen wir ein Spiel, ich stille das Baby in den Schlaf und kann sie wieder in den Kinderwagen legen, wo sie eine Weile schläft. Das Kind und ich sind abwechselnd Frau Doktor Braunbär und spielen mit dem Arztkoffer.

Draußen ist der Sturm vorbei. Die Sonne strahlt von blauem Himmel.

Dann darf das Kind in der Küche am Spülbecken planschen. Sie hatte mich zunächst falsch verstanden, sie dachte, sie dürfte ins Planschbecken. Es gibt ein kleines Drama.

Vor dem Planschen ziehe ich sie bis auf die Unterwäsche aus, damit nicht alles völlig nass wird. Auch die Windel kommt weg. Über den Nachmittag geht sie zweieinhalb Mal erfolgreich aufs Klo und hat anderthalb Unfälle.

Sie planscht eine Weile und überschwemmt alles, das Baby liegt in der Wippe, was wie so oft zu einer vollen Windel führt. Also erstmal ne Runde wickeln.

Wir vertreiben uns so die Zeit, bis es halb sechs ist. Dann darf das Kind eine halbe Stunde mit dem iPad spielen. Gegen sechs mache ich ihr ein Brot, von dem sie nur einmal abbeißt.

Ab in die Badewanne! Um viertel nach sechs kommt der Mann heim und übernimmt das Baby. Nach einer Weile kann ich das Kind aus der Wanne quatschen, wickeln und in ihren Schlafanzug stecken.

Dann bekommt sie noch Haferflocken, das Brot von vorher esse ich auf und mache mir noch drei weitere Scheiben.

Das Baby ist auf dem Arm des Mannes eingeschlafen, also bringe ich das Kind ins Bett. Nicht sehr erfolgreich, nach längerem Umherwälzen beschließt sie, nicht einschlafen zu können, weshalb wir um viertel vor acht wieder runter gehen. Da rächt sich der ungeplante MIttagsschlaf.

Ich esse mein Brot und aktualisiere diesen Beitrag. Das Baby ist weiterhin ruhig, hat etwas Milch aus der Flasche getrunken und ist wieder auf dem Mann eingeschlafen. Selbiger guckt Baseball im Fernsehen.

Das Kind möchte auch was essen und bekommt was von meinem Brot ab.

Der Mann zeigt mir noch ein paar Baseball-Szenen, dann gehe ich wieder mit dem Kind hoch, wo ich noch eine Viertelstunde an ihrem Bett sitze und lese. Der Kindle ist einfach Gold wert! (Lektüretipp: Die Gestirne von Eleanor Catton)

Um halb neun schläft sie endlich und ich gehe duschen und Zähne putzen. Der Mann hat sich was zu essen gemacht und telefoniert nun mit seiner Mutter. Das Baby ist wach, aber ruhig. Ich nehme sie aus der Wippe und setze mich mit ihr aufs Sofa. Der Mann fragt nach meinem Tag, ich erzähle. Dann erklärt er mir irgendwelche technologischen Probleme, die er grade hat. Ich verstehe leider kein Wort.

Um neun Uhr gehen das Baby und hoch hoch. Sie ist nach wie vor erstaunlich ruhig. Der Mann vermutet die Impfung als Grund.

Um halb zehn mache ich das Licht aus. Gute Nacht! 

WMDEDGT August 2017

Die Nacht ist gewohnt unruhig. Wie überhaupt fast alle der letzten Nächte. Ich wälze mich herum (immer schön übers schmerzende Kreuzbein und der Bauch wurde ja auch nicht kleiner in den letzten Wochen), plage mich mit Sodbrennen (diesmal in der schmerzhaften, nicht der brennenden Variante) und träume zwischendurch Blödsinn. Gegen halb eins muss ich mal aufs Klo. Das Kind jammert im Schlaf.
Später schlafe ich dann doch noch. Plötzlich ist es viertel vor sieben. Um zehn nach sieben gehen unsere Rolläden hoch. Das Kind wird auch wach. Der Mann kümmert sich um sie. Ich höre zu, wie er sie wickelt und anzieht. Ausnahmsweise geht alles ohne großes Drama von statten und ich bin sehr verliebt in die beiden.

Das Kind kommt vorbei und sagt mir Hallo, dann gehen sie runter frühstücken. Um halb acht quäle ich mich auch aus dem Bett. Wie mittlerweile jeden Morgen habe ich ziemliche Kreuzbeinschmerzen. Klo, Waschen, Anziehen, runtergehen, Frühstück für mich machen.

Der Mann beschließt, dass er Bewegung braucht und verabschiedet sich um acht für einen Gang in den Park. Als ich fast fertig bin mit Essen, steht das Kind plötzlich so komisch ruhig da. Gut, dann gehen wir erstmal wickeln. Zähneputzen ist ja auch noch nötig. Und eine Runde Haarebürsten. Oben möchte das Kind sich lieber verstecken, aber ich schaffe es doch noch, sie zu überreden.

Dann mache ich die Betten. Sie versteckt sich mit diversen Kuscheltieren unter ihrer kleinen Bettdecke und ich muss da zu singen: „$Kind, Bär, Kikaninchen und Löwe sind verschwunden…“ Ein ganzer Sermon.

Ich hatte am Tag zuvor die Betten neu bezogen. Ein Teil der Bettwäsche ist schon gewaschen und größtenteils trocken, heute kommt der Rest an die Reihe. Im Keller hilft mir das Kind, die Wäsche in die Waschmaschine zu packen. Dann darf sie Waschpulver einfüllen und die Maschine anstellen. Zwei Spannbettlaken von gestern sind noch nicht ganz trocken. Ich nehme sie mit nach oben und hänge sie auf die Terrasse. Ganz eventuell bleibt es heute wieder trocken. Absolute Ausnahmetage zur Zeit.

Das Kind und ich spielen Arzt. Und Verstecken. Außerdem fahren wir mit dem Auto, dem Schiff, der Eisenbahn. Dann klingelt es, der Papa ist wieder zurück. Ich gehe nochmal nach draußen. Ich will den Sandkasten überprüfen. Tatsächlich, der viele Regen in den letzten Wochen hat dazu geführt, dass das Wasser regelrecht darin steht und das trotz Abdeckung. Ich fange an, das Wasser rauszuschöpfen und muss das Kind davon abhalten, ihre Füße darin zu baden. Sie beschließt, im Garten zu „arbeiten“. Komischerweise braucht sie dafür Wäscheklammern. Ich frage lieber nicht nach.

Um halb zehn macht der Mann sich nochmal auf den Weg. Im Briefkasten lag gestern eine Benachrichtigung über ein Päckchen. Ich vermute, dass es meine Stillkugeln sind.

Unterdessen ist die Waschmaschine fertig. Wieder hilft mir das Kind, die Wäsche rauszuholen und verliert dabei im Wäschekorb irgendeinen Deckel, den sie mit sich rumgeschleppt hat. Ich verspreche ihr, dass wir den wiederfinden. Einen Teil der Wäsche hänge ich im Keller auf, den Rest auf der Terrasse. Der Deckel findet sich auch wieder. Das Kind ist begeistert.

Wieder steht der Mann vor der Tür. Tatsächlich hat er das Päckchen mit den Stillkugeln dabei. Das Kind überreicht es mir stolz. Wir machen alle ein Päuschen, das Kind darf noch kurz iPad gucken, dann bringt der Mann sie ins Bett.
Gegen elf geht er zu den Nachbarn rüber, dort muss eine Pumpe gereinigt werden und Hilfe ist immer gut.

Ich beschließe diesen, Beitrag zu beginnen.
Als nächstes steht die Vorbereitung des Mittagessens auf dem Plan. Heute gibt es Mangold-Lachs-Lasagne.

Gegegn 12 Uhr fange ich also an zu kochen. Es ist ein bisschen wenig Mangold, dafür gibt es umso mehr Lachs. Außerdem Mozzarella. Die Bechamelsauce wird klumpig, wie immer. Ich hab einfach kein Händchen dafür.

Als ich wieder ins Wohnzimmer komme, sehe ich, dass der Mann Ghostbusters im Fernsehen gefunden hat. Die gehören zu unseren gemeinsamen LIeblingsfilmen und wir können sie immer wieder ansehen. Eigentlich halte ich nichts vom Fernsehen tagsüber, aber naja.

Um viertel vor eins höre ich oben die Tür gehen. Das Kind hat ausgeschlafen und kommt die Treppe runter. So ist es mir am liebsten, weil sie dann meist ganz gut drauf ist. Wecken aus dem Mittagsschlaf ist immer keine so schöne Sache.

Essen möchte sie außer Banane nichts. Der Mann gibt ihr außerdem zwei Scheiben Wurst. Blöde Idee, sie isst die nie auf.

Wir essen die Lasagne. Dann tragen wir ein paar Kämpfe aus, weil das Kind einerseits gerne sofort zu Oma möchte, andererseits noch eine frische Windel braucht und drittens außerdem noch ganz dringend diverse Sachen spielen möchte. Eine gefühlte halbe Stunde heißt es: „Aba wir müssen noch verstecken/Hallihallo singen/hüpfen.“

Schließlich ist es geschafft. Der Mann fährt das Kind zu seiner Mutter. Ich räume ein wenig auf. Und beschließe mir den zweiten Ghostbustersfilm anzusehen. Der Mittagsschlaf kann noch warten. Ein Eis gibt es auch noch.

Mittagsschlaf von viertel nach drei bis viertel nach vier. Vorher übe ich noch die tiefe Hocke. Allmählich möchte ich das Kind doch mal rauslocken, weshalb ich nach dem Mittagsschlaf einen Chai-Tee trinke. Der Glaube versetzt Berge.

Übrigens möchte ich, so passend es für diesen Beitrag wäre, heute kein Baby bekommen. Heute haben schon viele Leute in meinem Umfeld Geburtstag und außerdem gefällt mir das Datum nicht. Ich bin bescheuert, ich weiß. Bisher tut mir das Baby den Gefallen und bleibt noch drin.

Wäsche abhängen ist angesagt. Ich betrachte den Sandkasten, der nun schon ein klein wenig trockener ist. Der Himmel wird aber schon wieder verdächtig dunkel. Was für ein Sommer…

Es beginnt wider Erwarten nicht zu regnen. Ich gammle etwas rum und lese meine Twitter-Timeline und meine Blogroll nach.

Schwiegermutter ruft an und berichtet offenbar vom sehr ausführlichen und erfolgreichen Spielplatzbesuch mit dem Kind. Außerdem bekommen wir sie wohl gebadet zurück, sehr praktisch!

Der Mann macht sich was zu Essen und fährt um 18 Uhr los, das Kind abzuholen.

Die beiden kommen etwa eine halbe Stunde später zurück. Das Kind geht grußlos an mir vorbei und macht sich dran, die Tüte mit den Klamotten auszupacken, die die Oma ihr mitgegeben hat. Darin unter anderem eine Dose blaue Knete. Ich bin nicht ganz so begeistert. Wir haben super selbstgemachte Knete, diese künstliche gefällt mir weder vom Geruch noch von der Konsistenz her. Das Kind krümelt 20 Minuten lang den Esstisch und ihre Duplosteine voll. Dann nimmt der Mann sie mit, um sie bettfertig zu machen. Es artet mal wieder zu einem Kampf aus, was meines Erachtens nicht hätte sein müssen.

Ich bin dann dran, das Kind zum Schlafen zu bringen. Wir gucken uns sehr ausführlich eines ihrer Wimmelbücher an. Am Schluss lobt sie mich. :D

Sie lässt die Rolläden runter, dann mache ich das Licht aus. Ich singe noch drei Lieder und lese etwas in meinem E-Reader, bis sie gegen 20 Uhr schläft.

Im Wohnzimmer duftet es nach Popcorn, da kann ich nicht widerstehen. Um halb neun mache ich mir aber doch Abendessen.

Wir gucken Leichtathletik WM. Ich schreibe kurz mit einer Freundin, die sich nach dem Stand der Dinge erkundigt und sie rät mir, früh ins Bett zu gehen.

Na, mal sehen. Wir haben noch Pläne für heute Abend!

Gute Nacht!

WMDEDGT Februar 2017

Der Tag beginnt früh. Sehr früh. Nachdem der Mann am Abend zuvor vollmundig erzählt hatte, dass das Kind ja wirklich prima schläft nachts, müssen wir sie zwischen halb vier und halb fünf vom Aufstehen abhalten. Nachdem wir sie zu uns ins Bett geholt haben, schlafen wir immerhin alle bis kurz vor sieben. 

Ich stehe mit dem Kind auf und gehe mit ihr hoch auf den Dachboden, wo meine Eltern schlafen. Mein Vater ist erst am Abend zuvor angekommen und hat seine Enkelin noch nicht gesehen. Ich kuschle mich kurz zu meiner Mutter ins Bett und erzähle von dem Traum, den ich hatte. Das Kind kommt an und quetscht sich zwischen uns. Sie sieht sehr niedlich aus und ich bin mal wieder ziemlich verliebt. 

Ich lasse sie bei der Oma und gehe duschen. Danach ziehe ich mich an und beginne ich am Handy diesen Beitrag, bis das Kind mit der Oma runterkommt. 

Ich versuche das Kind zum Wickeln und Anziehen zu überreden, bin aber nur mäßig erfolgreich. Sie besteht darauf, von der Oma fertig gemacht zu werden. Na gut. Dann kommt der Mann vom Brötchen holen zurück und sie ist beleidigt, weil sie ihn nicht die Tür öffnen durfte. Wir holen das nach, Hauptsache Kind glücklich. 

Frühstückszeit. Ich habe mit Schmerzen im unteren Rücken zu kämpfen und dem üblichen mangelnden Appetit. 

Um viertel vor neun sind wir fertig. 

Das Kind darf ein wenig am iPad spielen und der Mann zeigt mit eine sehr wirre taiwanesische Werbung für den SuperBowl. Dieser findet heute Nacht statt und der Mann plant ihn komplett anzusehen. Da bin ich ja mal gespannt! 

Wir versuchen die Sendung mit der Maus in der Mediathek anzusehen, scheitern aber an technischen Problemen. Die Großeltern packen stattdessen das Kind zum Spazierengehen ein.
Ich schreibe eine Karte. Wir sind heute auf eine Taufe eingeladen und der Mann ist Pate!

Meine Eltern kommen wieder und berichten, das Kind habe einen PowerNap gehalten. Wundert mich nicht, aber ich bin froh, heute mit dem Mittagsschlaf nichts zu tun zu haben. 

Ich schiebe zwei Aufbackbrezeln in den Ofen und ziehe mich um. Meine normale schwarze Hose passt noch, aber das Oberteil werde ich  immer zurechtziehen müssen und der Gürtel ist auch doof. Nun denn, es geht nicht anders. 

Um kurz vor halb zwölf verabschieden wir uns. Die Taufe ist zwar erst um 13 Uhr, aber leider haben wir derzeit kein Auto. Wir müssen ziemlich weit in den Norden von Hamburg und fahren entsprechend lang. Daher bin ich ganz froh damit, das Kind bei Oma und Opa lassen zu können. Die haben selten genug Exklusivzeit mit ihr. Win-win-Situation!

Die Taufe ist recht schön und in wirklich kleinem Kreise. Der Täufling ist offenbar begeistert, in den Kreis der Kirche aufgenommen zu werden und strahlt und strampelt fröhlich! 

Danach fahren wir mit einem Onkel zum Restaurant, eingequetscht zwischen zwei älteren Damen sitze ich hinten. Das Essen ist sehr lecker (Rinderfilet!) und wir sitzen ganz schön beisammen. Gegen Ende wird es unentspannt, weil es dem Kleinen zu viel wird. Leider sehen die Eltern seine Zeichen nicht so und beenden das Zusammensein zu spät. Naja. 

Zum Glück können wir auch für den Heimweg die Mitfahrgelegenheit nutzen. Meinem Rücken gefällt das nicht, aber wie sagt meine  Mutter immer so schön: „Besser schlecht gefahren, als gut gelaufen.“ 

Daheim war alles problemlos. Das Kind hat geschlafen und gegessen und sie sind mit der U-Bahn gefahren. Vermisst wurden wir nicht. Große Kinder sind praktisch! 

Wir essen zu Abend und sehen dann Nachrichten, während das Kind rumturnt. Schließlich nehme ich sie mit nach oben. Zähneputzen und umziehen sind ein einziger Act. Schließlich übernimmt der Mann, der sie auch ins Bett bringt. 

Wir schauen noch den Tatort und gehen rechtzeitig ins Bett. Also, alle, bis auf den Mann! 

Jahresrückblick 2016

Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war Dein Jahr?
9

Glücklich gewesen?
Ja. Im Großen und Ganzen bin ich wirklich vom Glück gesegnet. Manchmal hab ich Angst, dass der fette Hammer kommt, aber ich versuche, das zu verdrängen und zu genießen.

Zugenommen oder abgenommen?
Nach dem Abstillen ein bisschen zugenommen. Dann letztens festgestellt, dass ich wieder etwas abgenommen habe. Jetzt zum Jahresende wieder ein Kilo drauf.

Haare länger oder kürzer?
Gleich kurz

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Auch keine Änderung

Mehr ausgegeben oder weniger?
Wir haben ein Haus gekauft. Wobei nur ein Teil des Geldes wirklich von uns war. Aber es war wohl wirklich die größtmögliche Summe, die wir je auf einen Schlag ausgegeben haben (werden).

Mehr Kohle oder weniger?
Ungefähr gleich. Meine Chefs zahlen unseren Beitrag für die Kita.

Besseren Job oder schlechteren?
Im Prinzip auch keine Änderung. Teilzeit im selben Job wie vorher.

Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn ja, was?
Ich glaube nicht.

Mehr bewegt oder weniger?
Es hätte mehr sein können. Immerhin laufe ich zu Hause jetzt Treppen.

Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr?
Ein paar Erkältungen. Dazu eine Nebenhöhlenentzündung im Mai, die aber nur einmal so wirklich unangenehm und schmerzhaft war, wie man immer so denkt. Ich musste Antibiotika nehmen, denke aber, dass die überflüssig waren.
Außerdem einmal Lazarett, siehe nächste Frage.

Davon war für Dich die Schlimmste?
Als wir im März alle mit einem fetten grippalen Infekt flach lagen, der Mann sich dazu den Magen verdorben hatte und einen halben Tag lang nichts trinken konnte. Da war ich schon auf der Suche nach einem Arzt, der nach Hause kommt, aber sowas gibt es ja heute nicht mehr. Ich hatte ziemliche Gliederschmerzen und mir ein paar Tage später auch noch den Magen verdorben, es kommt also noch einmal Kotzerei dazu. Das Kind war am wenigsten krank, aber immerhin genug, um viel mit uns im Bett zu liegen und zu schlafen.

Der hirnrissigste Plan, der einfach nicht funktioniert hat?
Zu unserem Hochzeitstag nach Dublin zu fliegen und das Kind bei der Oma zu lassen. Das wurde von einem wenige Stunden vor Abflug kotzenden Kind durchkreuzt. Wir sind dann nicht geflogen.

Die gefährlichste Unternehmung?
Ich hab eher nichts gefährliches gemacht.

Die teuerste Anschaffung?
Naja. Haus, ne?

Das leckerste Essen?
Das beste Essen, von Zubereitung und Qualität her, dürfte wieder das Essen unserer Firmenweihnachtsfeier gewesen sein. Leider war ich erkältet und konnte nach dem dritten Gericht nichts mehr schmecken. Bis dahin war es aber wirklich ziemlich gut.

Das beeindruckendste Buch?
Also. Ich habe zum ersten Mal ein Buch innerhalb von sechs Monaten doppelt gelesen und zwar „Ready Player One“ von Ernest Cline.
Das hab ich noch nie und das sagt wahrscheinlich auch schon alles.

Der ergreifendste beeindruckendste Film?
„Die Entdeckung der Unendlichkeit“
und
„Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“.

Zufällig beides Filme mit Eddie Redmayne als Hauptdarsteller und sehr sehr sehr zu empfehlen, insbesondere der erste!

Das schönste Konzert?
Wir hatten zwei Chorkonzerte, von denen das erste unerwartet gut war, nachdem wir bis zur Einsingprobe kurz vorher immer ziemlich verkackt haben. Im Konzert dann eine riesige Verbesserung und wir waren dann auch alle sehr zufrieden.

Mir ist eingefallen, dass ich noch auf zwei Konzerten war. Einmal Dieter Thomas Kuhn, das war sehr schön. Mit den Mädels, wie früher!
Und dann noch Vanessa Mai, das hatte meine Schwiegermutter mir geschenkt, ich fand es etwas anstrengend.

Und mein Musikgeschmack ist nicht so grauenhaft, wie man jetzt denken könnte. ;)

Die meiste Zeit verbracht mit…?
dem Kind, arbeiten

Die schönste Zeit verbracht mit…?
Schatz, meiner Familie, unserer Tochter

Vorherrschendes Gefühl 2016?
Ich hätte schon ganz gerne noch ein zweites Kind.

Und: Was ist das für eine kranke Welt?

2016 zum ersten Mal getan?
Ein Haus gekauft.

2016 (nach langer Zeit) wieder getan?
Umgezogen.
Gehibbelt.
Schwanger geworden.

3 Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
Ich wiederhole das vom letzten Jahr: Die ganzen Krisen, Dramen und grauenhaften Dinge, die dieses Jahr in der Welt passiert sind.
Diverse Tage ohne Geschmacks- und Geruchssinn.

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Lass ma wieder hibbeln!

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Die Ankündigung des zweiten Enkelkindes.

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Dass der Mann sich tatsächlich wieder aufs Hibbeln einließ.

Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
„Ich hab noch ein Geschenk für euch!“

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
„Na dann, ist doch gut!“

Dein Wort des Jahres?
Haus, Garten, alles!

Dein Unwort des Jahres?
Rechtspopulismus

2016 war mit 1 Wort…?
schön!

Zum Vergleich: Verlinke deinen Rückblick vom letzten Jahr!
Jahresrückblick 2012
Jahresrückblick 2013
Jahresrückblick 2014
Jahresrückblick 2015

WMDEDGT Dezember 2016

Wie immer am 5. eines jeden Monats fragt Frau Brüllen, was ich eigentlich den ganzen Tag so mache.

Montag Morgen. Der Tag beginnt mit einem pünktlich zur Aufstehzeit (06:30 Uhr) quatschenden Kind und mit Kieferschmerzen und einem verspannten Rücken bei mir. Ich hab wohl mal wieder die Zähne nachts aufeinander gepresst. Auch der Mann ist nicht ausgeschlafen. Er steht auf und versucht das Kind anzuziehen, scheitert aber wie immer an der Hose. Die beiden gehen schon mal runter zum frühstücken, ich habe noch ein paar Minuten Schonfrist, die ich auch brauche um überhaupt halbwegs wach zu werden. Gut geschlafen ist was anderes.

Ich ziehe mich an und gehe ebenfalls runter. Frühstück vorbereiten, ein bisschen Radio hören, Frühstück essen, alles wie immer. Ich muss mit Müsli (mit viel Joghurt) im Mund niesen, das ist natürlich überflüssig. Das Kind sagt erst „Danke“ und dann „’sundheit!“
Der Mann verabschiedet sich sehr pünktlich, um 18 Uhr ist Eigentümerversammlung, da muss er rechtzeitig zu Hause sein. Das Kind verabschiedet ihn an der Tür und zieht sich dann ihre Stiefel und ihre Mütze an. In Kombination mit den nackten Beinen sieht das ziemlich lustig aus!

Ich beende mein Frühstück und gehe in die Küche. Das Kind darf die Spülmaschine anstellen, ich schmiere Brote. Schließlich überrede ich sie, die Stiefel auszuziehen und gehe mit ihr hoch, Zähneputzen. Das klappt so halbwegs, sie lässt sich auch willig Hände und Mund waschen, sowie Haare bürsten. Erst als es ans Hose anziehen geht, ist es nicht mehr so einfach. Die eigentlich angedachte Latzhose ist nicht genehm. Ich entscheide mich angesichts der Minustemperaturen für eine dünne Hose mit Strumpfhose drunter und muss dann doch einmal laut werden, weil sie sich so gar nicht anziehen lässt. Ich habe sofort ein schlechtes Gewissen und entschuldige mich. Schließlich ist sie fertig und wir können runter gehen.

Dort können jetzt enldich die Stiefel angezogen werden. Ich suche mir noch ein paar Ohrringe aus, was sofort das Kind auf den Plan ruft: „Ich auch!“ Ich gebe ihr einen großen Ohrring zum spielen, der aber bald uninteressant ist, schließlich sind da immer noch die Stiefel. Wir ziehen sie gemeinsam an an. Dann muss das Beebi her, also ihre Puppe. Die liegt auf dem Tisch. Ich darf sie aber nicht holen, das möchte das Kind selbst machen. Dann ist der Schal vom Beebi verschwunden. Ich habe den Mann im Verdacht, also dass er ihn am Freitag in der Kita vergessen hat. Kind und Puppe setzen sich in den Buggy. Ich bin jetzt auch fertig und wir können los. Tür abschließen, das Kind im Buggy zudecken und die großartige Winteratmosphäre bewundern. Es ist viertel vor acht und noch sehr dämmrig. außerdem etwas neblig und alles ist überfroren. Wunderschön!
Ich bringe den Müll weg, dann gehen wir zur Kita. Kaum sind wir unterwegs, zieht das Kind die Mütze aus und eine Minute später auch die Decke von ihren Beinen. Nicht zum ersten Mal kommt mir der Verdacht, dass das Kind entweder sehr viel Hitze oder überhaupt kein Temperaturgefühl hat. Es sind übrigens -4°C draußen.

Auf dem Weg zur Kita halte ich zweimal an und fotografiere die Eiskristalle, die alles überziehen. Ich bin ganz begeistert und denke wieder einmal, dass der Winter doch wirklich schön sein kann und dass es eigentlich keinen Schnee braucht. Nur Frost.

In der Kita angekommen, will das Kind zunächst nicht mit rein, sondern lieber das Gartentor öffnen und schließen. Schließlich kommt sie aber doch und ich ziehe sie aus. Leider ist ihre Lieblingserzieherin heute nicht da, weshalb sie bei der Übergabe etwas skeptisch ist. Aber auch die anwesende Erzieherin ist sehr lieb und alles geht gut.

Auf dem Weg zur Bahn werde ich wieder von den Eiskristallen in den Bann gezogen und verpasse fast meine U-Bahn. Aber es klappt doch noch. In der Bahn schreibe ich mit einer Freundin, die mit den Kitaerziehern nicht so viel Glück hat wie wir und lese in meinem Buch.

Auf dem Weg ins Büro treffe ich meinen Kollegen und unterhalte mich mit ihm über Kinofilme bzw. Kinos an sich.

Um viertel vor acht fange ich an, diesen Beitrag zu schreiben und arbeite dann erstmal.

Es klingelt. Unsere Steuerberaterin steht vor der Tür. Sie ist eine sehr liebe Frau (was meine Chefs anders sehen :D) und wir unterhalten uns eine Weile über Kinder (sie hat drei, ein Paradebeispiel für die berühmte Vereinbarkeit) und Hunde.

Nachdem sie gegangen ist, kocht der Kollege Kaffee.

Zum Dank erheitere ich ihn mit folgendem Tweet:

Feierabend um halb zwei.

Ich gehe zu Karstadt und kaufe Wolle für ein Puppenjäckchen. Die Tochter meiner Freundin wird demnächst ein Jahr alt und bekommt eine Puppe. Und die braucht unbedingt Kleidung! Vermutlich werde ich des Kindes Beebi dann auch eine Jacke stricken.

Um 14 Uhr hole ich das Kind aus der Kita. Wir wollen zusammen einkaufen gehen.

Abholen und einkaufen verlaufen erfreulich unkompliziert. An der Kasse bekommt das Kind einige Tiersticker geschenkt, die sie sehr interessant findet. Es ist sogar ein Tukan dabei, den sie aus einem Zoobuch kennt.

Wir fahren mit dem Bus nach Hause.

Dort möchte sie Wasser, Apfel und „Guja“. Wasser bekommt sie sofort, bei den anderen beiden bestehe ich auf vorherigem Händewaschen. Wie üblich dauert die Diskussion eine Weile an.

Ich lüfte das Wohnzimmer und betrachte seufzend das Hygrometer, welches 29% Luftfeuchtigkeit anzeigt. Zum Glück habe ich noch  eine Ladung Wäsche in Planung , die sollte das Problem vorübergehend entspannen.

Das Kind willigt ein, Hände zu waschen und bekommt ein Stück Schokolade und einen Apfel. Ich räume die Einkäufe ein und die Spülmaschine aus.

Dann gehe ich kurz in den Keller, um eine Maschine mit 60 Grad-Wäsche anzustellen. Das Kind bekommt unterdessen einen Wutanfall, ich finde aber nicht heraus, was das Problem ist.

Nun packt sie weitere Tiersticker aus. Dann finde ich im Rucksack das Päckchen vom Adventskalender aus der Kita. Da war das Kind nämlich heute dran. Sie packt es aus. Darin ein Kinderriegel und ein Schleich-Fuchs. Das gefällt mir.

Ich bastele ihr für die Aufkleber ein kleines Heftchen und  lege mich dann etwas aufs Sofa, um zu lesen. Das Kind isst ihren Riegel  und den Apfel. So und mit Quatsch machen verbringen wir einige Zeit.

Um 16 Uhr mache ich uns etwas zu essen warm, werde aber von einer sehr vollen Windel unterbrochen.

Dann essen wir Gemüse-Hackpfanne mit Reis. Das Kind isst geschickt um die Paprika herum.

Gegen viertel vor fünf beginne ich die Wäsche aufzuhängen.

Danach albern das Kind und ich herum, wobei ich feststelle, dass sie heimlich zwei weitere Zähne bekommen hat. Nun fehlen nur noch die beiden letzten Backenzähne oben.

Um 20 nach sechs klingelt der Mann. Das Kind öffnet ihm mit der Mundharmonika in der Hand und teilt ihm mit, dass ich auch da sei, was den Mann natürlich nicht so sehr überrascht.

Das Kind darf ein wenig mit dem iPad spielen, der Mann und ich unterhalten uns. Um kurz vor sechs geht er zur Eigentümerversammlung.

Das Kind darf baden und spielt dabei Whirlpool. Zum Glück kann man die Dusche zu machen. Sie gibt sich dafür Mühe, die Duschtür ordentlich sauber zu machen. ;)

Danach abtrocknen und anziehen. Um halb sieben gibt es Abendessen. Haferflocken wie meistens. Das Kind beschäftigt sich weiter mit den Tierbildern und lernt, was ein Faultier ist.

Kurze Zeit später kommt der Mann heim, mit Luftballontieren in der Hand. Die hat der Nachbar fürs Kind gemacht.

Die Versammlung war wohl recht ergiebig, nur dass die beiden Parteien um die es ging, gar nicht da waren. Wir bekommen demnächst neue Nachbarn und die machen sich direkt nach unbeliebt. Mal sehen,  was das noch wird.

Um kurz nach sieben nimmt der Mann das Kind mit nach oben und bringt sie ins Bett.

Ich stricke und schaue etwas Fernsehen.

Ich muss noch duschen, ansonsten wird der Abend nicht mehr lang.

Als ich später die Haustür abschließe, entdecke ich, dass der Nikolaus da war. Ein kleiner Sack voll  Süßigkeiten fürs Kind hängt am Türgriff. Wir haben tolle Nachbarn!

Gute Nacht!

WMDEDGT Oktober 2016

Die anderen gibts wie immer bei Frau Brüllen.

Die Nacht ist erfreulich ruhig und mit genügend Schlaf. Das Kind lag nach ihrer üblichen unruhigen Phase gegen 23 Uhr den Rest der Nacht zwischen uns und schon konnte ich bis viertel nach sechs (geschätzt) durchschlafen. Durch den Kitawechsel dürfen wir jetzt eine halbe Stunde länger im Bett bleiben, das freut die Langschläferin in mir.

Bis der Wecker klingelt, flüstert sie vor sich hin und wälzt sich herum. Kaum ist das Licht an, schält sie sich aus ihrem Schlafsack, klettert vom Bett und verlangt die Öffnung der Schlafzimmertür. Der Mann geht mit ihr, um sie zu wickeln und anzuziehen. Ich hab allerdings mal wieder die Klamotten des Kindes umgeräumt und vergessen, ihm zu sagen, wo was liegt (nein, er ist nicht in der Lage danach zu suchen. Männer!), weshalb ich mich hinzugeselle. Das führt dazu, dass das Kind nur von mir fertig gemacht werden möchte. Ja gut, ok. Als sie parat ist, hebe ich sie vom Wickeltisch und schicke sie hinunter zum Mann. Wie jeden Morgen ist sie aber urplötzlich nicht mehr in der Lage, die Treppe alleine hinunterzugehen, so dass er sie holen muss.

Ich wasche mich und ziehe mich an und stelle fest, dass es nur noch 19°C im Schlafzimmer hat. Die Fußbodenheizung ist in dem Raum nämlich ausgeschaltet. Das wird noch interessant werden im Winter.

Gegen sieben Uhr gehe ich hinunter, wo das Kind sich an einem Joghurt gütlich tut. Der Mann hat bereits drei Brötchen aus dem Gefrierfach geholt, die ich auftaue. Eins kommt auf den Toaster, das ist für mich. Müsli vorbereiten, dann alles rübertragen, mich wundern, dass das jetzt so schnell ging… Tee vergessen. Also Wasser kochen, die ZEit nutzen, selbst nochmal in den Keller zu dackeln und das Brot aus dem Gefrierfach zu holen. Ich muss nur noch für mich Brote schmieren, das Kind darf in der Kita ein zweites Frühstück zu sich nehmen, welches dort gestellt wird. Sehr angenehm, finde ich.

Ich frühstücke und biete dem Kind die eine Hälfte meines Brötchens an. Sie verlangt „‚tella“. Wir berschließen, dass es unter der Woche kein Nutella mehr gibt und sie gibt sich mit „Butta“ (bzw. Margarine) zufrieden.

Brot schmieren in der Küche, das Kind möchte aus ihrer Flasche trinken, die ist nur leider leer. Der Mann nimmt sie mit zum Zähneputzen, ich folge kurz darauf. Er putzt ihr die Zähne und bringt sie zum Lachen, damit sie den Mund schön aufmacht. So geht das also! ;)

Dann alle Mann wieder runter, Socken und Schuhe anziehen, um 20 vor acht ziehen die beiden ab Richtung Kita. Ich will eigentlich kurz darauf folgen, muss aber doch erst nochmal aufs Klo.

Um fünf vor acht schließe ich die Haustür ab und mache mich auf zur U-Bahn. Zu Fuß, ich muss noch Eier ausbrüten. In der U-Bahn lese ich (endlcih kann ich wieder in Ruhe U-bahn fahren, juchhu!) und beschließe, eine Station weiterzufahren. Ich muss noch zum Drogeriemarkt und hoffe auf eine zu besetzende Pokemon-Arena. Die Hoffnung erfüllt sich nicht, ich kann aber die benötigten Sachen einkaufen. Und vergesse prompt des Kindes geliebte Fruchtriegel. Einen hab ich noch, da muss ich morgen wohl nochmal los. Auf dem Weg ins Büro wird ein Ei fertig, sehr schön!

Noch rasch Geld holen und um 20 vor neun bin ich auch schon da. Ich bin die Erste, wie eigentlich fast immer.

Ich trage meine Temperatur in meine Kurve ein und lache mich dann schlapp über diesen Comic: Objekte! :D

Kaum habe ich fertig gelacht, kommt der Kollege rein. Um 20 nach neun erinnert Twitter mich daran, dass heute der 5. ist und ich beginne mit diesem Beitrag.

Die Arbeit gestaltet sich aufgrund von Serverproblemen schwierig. Zwischenzeitlich recherchiere ich Übergangsjacken fürs Kind, trinke Kaffee, erhalte Nachricht vom Mann aus der Eingewöhnung (läuft!), finde das Paket mit den neuen Kinderwinterstiefeln im Büro und überlege, was ich heute kochen könnte.

Um kurz nach 12 bin ich noch zu keinem Ergebnis gekommen, aber ich hab ja noch Zeit. Leider habe ich aufgrund des Kitawechsels keine Möglichkeit mehr, nach der Arbeit noch einkaufen zu gehen, da der Zeitpuffer fast völlig für die Bahnfahrt draufgeht. Das ist ein bisschen ärgerlich und ich habe auch noch keine wirkliche Lösung gefunden. Außer vernünftiger Vorratshaltung. Aber das hilft mir aktuell auch nicht weiter.

Um 13:30 Uhr mache ich Feierabend und fahre zur Kita. Dort angekommen, sagt man mir, dass das Kind noch schläft. Ich bitte darum, sie in Zukunft gegen halb zwei zu wecken. Sie wacht auf, als ich in den Raum komme. Ich lasse mir erzählen, wie es war und erfahre, dass sie nichts zu Mittag gegessen hat. Dann wickle ich sie. Schuhe an und ab nach Hause. 

Dort ist das Kind mies drauf. Sie hat zwischenzeitlich einen Fruchtriegel und etwas Brot gegessen und lehnt die angebotenen Nudeln zunächst ab. Sie verlangt dringend nach etwas zu trinken und ich beschließe, nochmal in der Kita nachzufragen, wie das dort mit den Getränken geregelt ist. 

Wir kuscheln auf der Couch. Das ist ungewöhnlich und ich mache mir etwas Sorgen. Sie spielt und versucht, eine Nasentropfenflasche unters Sofa zu schieben. Das klappt nicht und die Laune wird nicht besser. 

Da mit mittlerweile selbst fast schlecht ist vor Hunger, koche ich Nudeln, mache ein paar Fischstäbchen und schneide frisches Gemüse klein. 

Bis wir mit Essen fertig sind, Ist es viertel vor vier und ich sage meinen Freundinnen ab, mit denen wir eigentlich verabredet sind. 
Zu allem Überfluss plagen mich den ganzen Tag mal Bauchkrämpfe. Meine Verdauung spinnt seit dem Vortag. 

Das Kind ist jetzt etwas besser drauf und füllt die Windeln, will sich aber nicht Wickeln sich. Ich lasse sie gewähren, lese etwas, bis sie sich auf den Wickeltisch packen lässt. 

Der Mann ist bei seiner Mutter und kommt erst gegen 10 vor sechs nach Hause.   Kurz vorher beschließe ich, das Kind zu baden. Mittendrin klingelt es, der Mann ist da. Natürlich hat er einen Schlüssel, das Kind besteht jedoch darauf, ihm die Tür zu öffnen. Also normalerweise. Heute ist sie ja in der Wanne. Sie  steht direkt auf und will raus. Ich wickle sie in ihr Handtuch und trage sie runter. Zum Glück akzeptiert sie es, dass der Mann schon drin ist. Wir baden  weiter. 
Dann ziehe ich sie an, sie darf kurz mit dem iPad spielen und bekommt dann ihre Haferflocken. 

Ich suche meine Sachen zusammen, es ist Mittwoch, da habe ich Chorprobe. Um viertel vor sieben verabschiede ich mich und gehe zur Bahn. Während der Fahrt schreibe ich diesen Text fertig. 

Die Probe ist um kurz nach halb zehn zu Ende. Gegen viertel nach zehn werde ich zu Hause sein. 

Gute Nacht! 

WMDEDGT September 2016

(Wie üblich: Hier die anderen)

Montag. Ach schön!
Die Nacht war bis 1 Uhr unruhig, das Kind jammerte immer mal vor sich hin, dann ist aber Ruhe bis um kurz vor sechs die Rolläden hochgehen. An der Helligkeit im Zimmer ändert das nicht viel, es wird eindeutig Herbst.
Der Mann steht, obwohl er heute frei hat, wie üblich zuerst auf. Ich messe meine Temperatur und gehe dann ins Bad. Ich ziehe mich an, dann wecken wir das Kind, welches müde vor sich hinplappert. Immerhin lässt sie sich heute vom Mann wickeln und anziehen, die letzten Tage war sie immer sehr entschieden, wer was machen durfte und fürs wickeln war meist ich zuständig.

Die beiden gehen schon mal runter, während ich feststelle, dass meine Jeans nicht nur nach Holzrauch riecht (gestern war Mittelaltermarkt), sondern auch undefinierbare Flecken hat, ich ziehe mich also nochmal um.

Dann ab in die Küche, Frühstück machen. Das Kind kriegt ein halbes Brötchen mit Quark, knabbert aber nur ein wenig daran. Der Mann isst irgendwelche Cerealien, und ich Müsli mit Obst und Joghurt, sowie ein halbes Brötchen. Aus Zeitgründen esse ich einen Teil vom Brötchen in der Küche, wo ich Brote schmiere. In drei Wochen muss ich nur noch für mich welche schmieren, juchhu!
Das Kind kriegt statt des Brötchens eine Banane, die wird eher angenommen.

Dann Zähneputzen beim Kind, ich trete diese Aufgabe an den Mann ab, der hat ja Zeit. Selber Zähneputzen und dann das Kind nochmal mit der Haarbürste quälen. Ihre Haare lassen sich trotz der Locken prima bürsten, aber sie schreit jedesmal wie am Spieß, ähnlich wie beim Haarewaschen. Nun, da müssen wir durch.

Dann Abmarsch, den Mann lassen wir zu Hause, der muss auf den Klempner warten. Der soll die Verstopfung unterhalb unserer Spüle beseitigen. Ich hatte schon erfolglos dran rumgeschraubt, die Engstelle muss tiefer sitzen.

Heute ist eine Premiere. Das Kind und ich werden ohne Buggy zur Kita fahren. Sie will nicht mehr darin sitzen und da ich keine Lust habe, ständig einen leeren Buggy zu bugsieren und gleichzeitig auf das Kind aufzupassen, lassen wir ihn halt zu Hause. Schade, für die Einkäufe war der ja immer sehr praktisch.

Wir erwischen unseren Bus um halb acht, die Bahn hat dafür etwas Verspätung. Die Bahnfahrt ist entspannt wie nie. Wir setzen uns hin und das Kind bleibt sogar ruhig sitzen. Der Fußweg zur Kita ist etwas zäh und wir sind ca. 10 Minuten später da als sonst. Ich gebe sie problemlos ab und mache mich auf den Weg zur Arbeit. Ich fange ein paar Pokemon, bis der Mann anruft, als ich grade in der Bahn bin (ich hasse es, in der Öffentlichkeit zu telefonieren). Er teilt mir mit, der Klempner habe die Verstopfung nicht beseitigen können. Offenbar sind die Rohre auf dem Weg in den Keller verschlammt. Die müssen aufgeschraubt und gründlich gereinigt oder ausgetauscht werden. Das ist offenbar eine völlig normale, wenn auch eklige Sache. Große Freude. Er will einen Termin dafür ausmachen.

Um halb neun bin ich im Büro. Wieder ruft der Mann an. Morgen um elf kommen die Handwerker. Da muss Schwiegermutter einspringen und die reinlassen. Zum Glück wohnt sie in der Nähe, dafür bin ich immer wieder dankbar! Der Mann muss jetzt erstmal die Keller freiräumen. Vielleicht können wir die Gelegenheit nutzen und weiter ausmisten.

Der Kollege kocht uns einen Kaffee und fragt mich, wie das Wochenende war. Wir wollten ja nach Dublin, leider hat das Kind uns am Freitag einen Strich durch die Rechnung gemacht, indem sie frühmorgens anfing, sich zu übergeben. Wieder einmal wurde bewiesen, dass man mit einem Kleinkind keine Pläne machen sollte.

Dann rätseln wir darüber, warum mein Handy sich nicht mehr mit dem WLAN verbinden will, finden aber keine Lösung.

Nun heißt es erstmal: Arbeiten!

Kurz nach 12. Nichts neues im Westen. Montags habe ich immer viel zu tun und ich wünsche mir oft, das wäre an den anderen Tagen auch so.

Zwischenzeitlich informiere ich mich über potenzielle Geburtstagsgeschenke fürs Kind. Noch 6 Wochen bis dahin, da fängt man lieber frühzeitig an. ;) Ich denke an einer Kinderküche herum. Die eine Oma will zum Glück nur Geld schenken (plus vermutlich weitere Kleinigkeiten), die andere Oma (meine Mutter) muss ich nochmal befragen. Ich stoße auf einen Artikel, dass Laufräder das Fahrradfahrenlernen beeinträchtigen und bin verunsichert. Da muss ich mich nochmal informieren.

Der andere Kollege ist jetzt auch da und hat genau das gleiche Problem mit seinem Handy und dem WLAN, bloß, dass es ein anderes WLAN ist. Blöde Technik.

Um 13:30 Uhr ist Feierabend. Ich mache mich auf den Weg zu Jako-o. Die haben prima Marketing. Ich bekam drei großzügige Rabattaufkleber zugeschickt, die will ich jetzt direkt mal einlösen. Tatsächlich finde ich einen leichten Pullover, einen Body und eine warme Mütze. Wie gesagt, es wird Herbst.

An der Kasse dauert es länger, meine EC-Karte scheint den Geist aufgegeben zu haben. Ich bin daher relativ spät in der Kita. Das Kind ist wach, sie wird jetzt immer um halb zwei geweckt. Sonst dauert es abends so ewig.

Die Rückfahrt verläuft bis auf den einen oder anderen Drama-Anfall recht ereignislos.

Gegen 15:10 Uhr sind wir zu Hause. Nach Schuhe ausziehen und Hände waschen rufe ich meine Eltern an. Die sind gestern abend spät aus dem Urlaub wiedergekommen. Es war offenbar sehr schön, aber nicht sehr erholsam. Das Kind kann zwar jetzt Oma und Opa sagen, ist aber nicht gewillt, das unter Beweis zu stellen. Nun gut, da gibt es sicher noch eine andere Gelegenheit für.

Gegen viertel vor vier kommt der Mann nach Hause. Das Kind rennt ihm entgegen, um dann plötzlich laut weinend anzuhalten. So richtig ist nicht klar, was das Problem ist. Aber wir sind es ja gewohnt.

Sie darf ein wenig am iPad spielen, während der Mann mir von dem Klempnerbesuch berichtet.

Ich esse etwas und dann machen wir uns auf den Weg zum Baumarkt. Wir leben seit 4,5 Monaten ohne Boiler in der Küche, dem wollen wir jetzt doch mal ein Ende setzen.

Auf der Strecke herrscht Stop-and-Go, ich schaffe es, ein Ei auszubrüten.

Nach längerer Suche finden wir tatsächlich den gewünschten Boiler. Das Kind läuft begeistert mit uns durch den Baumarkt.

Auf dem Rückweg halten wir noch bei Rewe an und gehen einkaufen. Und ich fange ein neues Pokemon. Immer wieder schön!

Um kurz vor sechs sind wir daheim. Wir füllen die Zeit mit Spielen, Haferflocken essen und Baden. Also insbesondere das Kind. Dann natürlich noch Anziehen und Zähneputzen.

Sie hat übrigens eine neue Marotte, sie zählt „zwei“ und will dann springen. Natürlich runter. Immerhin immer beide Hände festhaltend. So springen wir also ein paar Mal vom Bett. Dann kommt der Mann und sagt ihr Gute Nacht. Sie will erst nicht so recht einsehen, dass ich sie ins Bett bringe, akzeptiert es dann aber.

Ich liege herum, singe fürs Kind und denke über den lokalen Rückenschmerz an meinem rechten Schulterblatt nach. Immer dieselber verspannte Stelle.

Das Kind möchte jetzt dringend in ihren Schlafsack. Das kommt auch eher selten vor. Nach ein wenig Herumgekugele und ähnlichem schläft sie gegen acht Uhr ein.

Im Wohnzimmer geselle ich mich zum Mann, der mir ein wenig den Rücken massiert. Hilft leider nicht.

Er sieht sich eine merkwürdige japanische Manga-Serie an, während ich diesen Beitrag schreibe.

Abendessen steht noch an. Außerdem duschen.

Und gegen zehn, halb elf gehe ich ins Bett.

Gute Nacht!

 

WMDEDGT Juli 2016

Endlich hab ich mal wieder dran gedacht und es ist auch erst halb elf. ;-) Hier gibts die anderen.

Ich werde einmal um 2 Uhr wach, weil das Kind schreit. Das tut sie häufig so einmal pro Nacht. Meistens brüllt sie „Meine, meine!“ oder auch mal „Aua! Aua!“. So ersichtlich ist es nciht, warum sie so schreit, wahrscheinlich Verarbeitung des Tages, jedenfalls lässt sie sich beruhigen und wir schlafen weiter bis 6 Uhr. Um fünf nach sechs klingelt der Wecker, ich messe meine Temperatur und sinniere über meine neue Menstasse nach. Das Kind schläft weiter. Aufstehen, waschen, anziehen, um 20 nach kommt der Mann und weckt doch mal das Kind, was sich etwas schwieriger gestaltet, offenbar ist sie noch ziemlich müde. Es klappt dann aber doch alles ohne größere Wutanfälle. Da sie immer mehr selbst machen will, ist vieles ein Eiertanz geworden. Was gestern noch ging, darf man heute schon nicht mehr machen.

Das Kind wird angezogen und frühstückt Joghurt und Brötchen mit Nutella, welches sie sich selbst draufschmiert. Der Mann unterstützt aber etwas.

Ich bereite ebenfalls mein Frühstück, sowie unsere Brotdosen vor. Während ich frühstücke, ist das Kind fertig und möchte saubergemacht werden. Sie spielt etwas und holt dann eins ihrer großen Pappbilderbücher. Leider habe ich keine Zeit und verweise daher an den Mann, der das Buch mit ihr anschaut.
Ich mache die Brotdosen fertig und gehe dann mit dem Kind zum Zähnputzen. Das geht derzeit ganz gut. *klopft auf Holz*

Das Kind kriegt vom Mann Socken und Schuhe sowie eine Jacke angezogen, praktischerweise geht er heute erst nach uns aus dem Haus. Um viertel nach sieben brechen wir auf Richtung Bushaltestelle. Der Weg dorthin, sowie die Fahrt mit Bus und dann der Bahn laufen an sich recht ereignislos ab, das Kind möchte nur zweimal den Türöffnerknopf drücken, bringt mehrere Leute zum Lächeln und schafft es dann an der vorletzten Haltestelle doch noch rasch auf den Behindertennotrufknopf zu drücken. Peinlich peinlich! Das ist schon das zweite Mal, dass das passiert. Diesmal kann ich es zum Glück problemlos sofort dem Fahrer erklären, das letzte Mal musste ich durch die ganze Bahn laufen, weil die Verbindung nicht so richtig zustande kam. Ich hoffe, dass mir das kein drittes Mal passiert.

Wir dackeln Richtung Kita. Das KInd bleibt erfreulicherweise die Hälfte des Weges im Buggy sitzen, will dann aber aussteigen und ein und dieselbe Stelle immer wieder laufen. Ich lasse sie ein paar Mal gewähren, fange sie dann aber doch ein und bewege mich mit ihr Stück für Stück vor, da sie immer wieder zurücklaufen will. Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen. Sie findet es immerhin wahnsinnig lustig. Schließlich sind wir da, holen den Schlüssel für den Buggyraum, stellen selbigen ab und gehen dann hinunter zum Gruppenraum. Ich gebe das Kind ab, welches mich mit ihrem üblichen „Tiss“ verabschiedet.

Da ich genug Zeit habe, gehe ich zu Fuß zum Büro. An einer grünen Fußgängerampel werde ich fast überfahren, die Fahrerin stoppt etwa 30cm vor mir und guckt blöd. Ich weise auf die grüne Ampel hin und gehe kopfschüttelnd weiter. War wohl ein Auto mit eingebauter Vorfahrt.

Im Büro angekommen, ist mein Kollege schon da. Er hat später noch einen Arzttermin, erklärt er. Ich mache meine üblichen Aufgaben, trinken Kaffee, nehme Pakete und eine Wasserlieferung entgegen.
Währenddessen recherchiere ich eifrig weiter zum Thema Menstasse. Eventuell schreibe ich da später noch einen Beitrag zu.

Jetzt ist es 10:48 Uhr.

Ich bestelle eine Menstasse und eine neue Handytasche. Zwischendurch arbeite ich aber auch mal was. ;)

Um kurz nach halb zwei mache ich Feierabend. Ich habe ausnahmsweise nichts einzukaufen und trödle Richtung U-Bahn-Station, wo ich noch etwas Pause mache, bis ich um zwei an der Kita sein muss.

In der Kita selbst herrscht mal wieder Personalmangel, weshalb die Gruppen teilweise zusammengelegt wurden. Dem Kind macht sowas zum Glück nicht so viel aus. Ich ziehe sie an und gebe ihr einen Fruchtriegel.

Der Weg zur U-Bahn ist mal wieder mühsam. Zunächst läuft sie brav mit und lässt sich an der Kreuzung auch in den Buggy setzen, will später aber wieder aussteigen und in die andere Richtung rennen. Da ich dafür nicht so viel Zeit habe, lasse ich sie nur kurz gewähren und setze sie unter Geschrei in den Buggy.

An der Station wartet noch eine andere Kitamutter. In der Bahn selbst entdeckt das Kind ein winziges Baby. Die Fahrt selbst verläuft soweit ruhig.

Um 15 Uhr haben wir einen Termin in der neuen Kita des Kindes. Ab Oktober wird sie nah von daheim betreut werden und dafür müssen wir sie erstmal anmelden. Der Termin ist nicht in den Kalender eingetragen, was die Leiterin wundert, aber sie hat Zeit und so erledigen wir die ganze Angelegenheit. Die Kita ist anders als unsere jetzige, aber es ist sehr vielversprechend und ich hoffe, dass das Kind dort genauso gut aufgehoben sein wird wie jetzt. Den Vertrag unterschreibe ich noch nicht, sondern nehme ihn mit heim, um ihn dort mit dem Mann zu besprechen.

Der Rest vom Heimweg verläuft ruhig, ich muss das Kind allerdings mit Eis bestechen, damit sie die Kita überhaupt verlässt. Wie schon bei der Besichtigung findet sie den Außenbereich unwiderstehlich. :)

Zu Hause angekommen essen wir Eis mit Erdbeeren und gucken Bücher. Da es grade mal trocken ist, spielt das Kind ein bisschen im Garten. Ich mache was zu essen warm. Als wir am Tisch sitzen, kommen Sturzbäche vom Himmel. Keine zehn Minuten später strahlt die Sonne wieder vom blauen Himmel, bis selbiger wieder seine Schleusen öffnet. So geht das den Rest des Tages. Vielleicht haben wir doch April.

Wir spielen ein bisschen und ich lese etwas. Außerdem versuche ich meine Oma anzurufen, aber sie geht nicht ran.
Gegen 10 vor sechs kommt der Mann heim. Er war beim Friseur. Das Kind freut sich wie immer sehr ihn zu sehen und sagt: „Hi!“

Sie darf ein wenig mit dem iPad spielen, während der Mann duschen geht. Dann macht er ihr Haferflocken und sie essen zusammen zu Abend.

Gegen viertel vor sieben darf ich in der Wanne die Haferflocken vom Kind waschen. Die Zeit bis das Kind ins Bett geht vergeht mit eincremen, anziehen, rumrennen, Blödsinn machen, wickeln, telefonieren, pinkeln (auf den Teppich), Zähneputzen und Buch angucken.

Der Mann bringt das Kind zum Schlafen und ich aktualisiere endlich diesen Beitrag.

Kaum bin ich damit fertig, poltert und schreit es im Schlafzimmer. Offenbar hat sich das grade eingeschlafene Kind aus dem Bett gerollt. Sie weint und möchte von mir getröstet und schließlich auch ins Bett gebracht werden. Das ist die nächste Stunde leider eher unerfolgreich. Zwar ist sie recht ruhig, schält sich aber zweimal aus ihrem Schlafsack. Um kurz nach halb neun probiert der Mann es noch mal und ist auch nach kurzer Zeit erfolgreich. Ziemlich spät fürs Kind, mal sehen, wie sie morgen so drauf ist.

Wir genießen etwas Zweisamkeit auf dem Sofa. Dann zockt der Mann, ich lese mein Buch zu Ende und gehe gegen 22 Uhr duschen.

Um halb elf liegen wir im Bett, tauschen noch ein paar liebevolle Bemerkungen übers Kind aus und dann: Gute Nacht!

Geschafft!

Wir sind umgezogen!

Nachdem ich zwischenzeitlich schon fast am Verzweifeln war, weil es einfach so unglaublich viel Zeug war, haben wir es dank tatkräftiger Hilfe dreier Freunde, einer Freundin und meines Bruders doch noch in halbwegs angemessener Zeit hingekriegt.
Möglicherweise fanden die Freunde alles etwas unorganisiert, das wars nämlich eigentlich. Ich hätte einfach deutlich eher mit Packen anfangen müssen. Aber ich konnte mich ja nicht aufraffen. Asche auf mein Haupt.

Meine Freundin hat dann sehr eifrig mitgeholfen, diverse Kartons und Kisten zu füllen und bisher haben wir auch fast alles wiedergefunden, zumindest die Dinge, die wir akut gesucht haben. Bis auf die Windeln. Aber die kann man ja kaufen.

Drei Fuhren im Sprinter waren nötig, um all unser Zeug rüberzuschaffen. Dazu noch zwei PKW-Ladungen. Dabei hatten wir schon etwas vorgearbeitet.

Aber jetzt können wir schon auf dem Sofa sitzen und fernsehen. Das Kind schläft und auch wir können nachher in unsere gewohnten Betten gehen. Das ist viel Wert, finde ich.

Das Kind hatte übrigens auch einen ereignisreichen Tag. Wir hatten sie für die Samstagsbetreuung in der Kita angemeldet und so war sie heute zusammen mit einer Erzieherin und einem weiteren Mädchen in ihrem Alter im Zoo. Damit hat sie mir einiges voraus, im Hamburger Zoo war ich in den ganzen Jahren noch nicht.

Zwar hatte sie etwas geweint, als ich sie abgab, weil sie die Erzieherin nicht kannte, aber das war nur sehr kurz, ich war noch nicht mal richtig draußen, da war sie schon wieder ruhig.

Nachmittags habe ich sie dann wieder abgeholt und zur Oma gebracht, wo sie mich zum ersten Mal ganz ohne Weinen und auf Omas Arm ziehen ließ. Sie hat offenbar verstanden, dass ich (oder der Papa) wirklich immer wieder komme.

Im Haus angekommen kletterte sie übrigens unermüdlich die Treppen rauf und runter und wir müssen dringend passende Treppengitter kaufen, sie neigt dazu, denn es fällt sich leider leicht.

Morgen werden wir uns dann daran machen, die Räumlichkeiten bewohnbar zu machen und in den ganzen Kisten hoffentlich das ein oder andere wichtige wiederzufinden. Zahnbürste, Unterhose und Handyladekabel sind schon mal da. ;-)

Dann sind wir mal gespannt, wie die erste Nacht im neuen Haus sich so ergibt. Da gibt es ja diesen Glauben, von in Erfüllung gehenden Träumen…