Wöchentlicher Statusbericht XXXIII (2)

Wie weit bin ich: 36+1
Bauchumfang: am Bauchnabel 107 cm.
Gewicht: 70,5 kg
Das war schön: Schönes ruhiges Wochenende mit liebem Besuch und Sommerwetter. Das Kind ist einfach zum Knuddeln momentan! Erfolgreicher Frauenarzttermin. Ein schon fast ins Becken gesenktes Baby!
Das war doof: Unruhige Nächte. Ich laufe aufgrund von Rückenschmerzen teilweise nur noch in Zeitlupe.
Ich vermisse: Wein.
Heißhunger auf: Obst. Schokolade.
Wehwehchen/Symptome: Kreuzbein. Ischias. Leichte Wassereinlagerungen. Sodbrennen.
Ich freue mich: dass alles weiterhin entspannt ist.
Gekauft/Bestellt/Erledigt: Mutterschaftsgeld ist da. Zwei Still-Bustiers gekauft.

So war es bei Nummer 1.

WMDEDGT Juli 2017

Bei Frau Brüllen gibts alle Teilnehmer.

Ich schlafe die Nacht durch (was in letzter Zeit erstaunlich häufig vorkommt), bis um zehn nach sechs die Rolläden hochgehen. Draußen regnet es mal wieder, wie überflüssig. Der Mann steht um viertel nach sechs auf und erstaunlicherweise ist auch das Kind schon wach, welches am Abend zuvor erst um halb zehn endgültig schlief.

Ich döse bis um viertel vor sieben, ziehe mich an und gehe runter zum Frühstück. Der Mann verabschiedet sich zeitig, er will vor der Arbeit noch zum Sport. Das Kind guckt noch etwas iPad, ich frühstücke in Ruhe. Dann möchte sie ein Buch angucken, verliert aber bald das Interesse. Stattdessen spielt sie mit einem Handtuch und zieht mal wieder ihre Hose aus. Diese Phase hatten wir eigentlich hinter uns.

Sie hlift mir beim Tisch abräumen, dann gehen wir hoch zum Zähneputzen. Mit viel Geduld und Überredungskunst darf ich ihr ein bisschen die Zähne putzen. Naja, besser als nichts. Dann Hände und Mund waschen, Haare bürsten, Haarspangen rein, Socken aussuchen.

Unten wieder angekommen heißt es Socken, Hose, Schuhe und Jacke anziehen. Das Kind besteht auf ihrem Regenschirm, dabei hat es zum Glück aufgehört zu regnen. Heute gehen wir ausnahmsweise ohne Buggy zur Kita. Das klappt erstaunlich gut, das werden wir dann wohl öfter so machen. Wenn das Baby da ist, wird der Buggy eh eingemottet.

Ich gebe das Kind ab, ihr Verehrer erwartet sie schon. Leider hat sie kaum Interesse an ihm, das ist fast ein bisschen herzzerreißend. Ich berichte von des Kindes mutmaßlichem Schlafmangel und teile mit, dass ich sie schon um viertel nach eins abholen werde. Ich habe einen Arzttermin und muss sie ausnahmsweise mitnehmen. Die Erzieherin schreibt es sich auf und meint, dass sie sie dann schon wecken und fertig machen werden. Ich freue mich das zu hören, das hatte ich gar nicht verlangen wollen.

Nach der Verabschiedung gehe ich zu Budni und kaufe einige Dinge, unter anderem Himbeerblättertee. Den hatte ich auch in der letzten Schwangerschaft schon, aufgrund des drohenden Kaiserschnitts dann aber nur eine Tasse davon getrunken. Den Rest hatte ich einer Freundin überlassen.

Zu Hause setze ich einen Brotteig an und bereite dann Schoko-Bananen-Muffins vor. Der kleine Nachbarsjunge hat heute Geburtstag und weil wir immer so lecker von unseren Nachbarn verköstigt werden, will ich mich doch mal wieder revanchieren.

Dann fange ich an die frisch entwickelten Fotos in des Kindes Fotoalbum einzukleben. Leider habe ich vergessen, Fotoecken zun kaufen, so dass die Aktion begrenzt ist.

Nach den Muffins kommt der Brotteig zum Gehen in den Ofen. Ich schneide Fenchel klein, den will ich später anbraten.
Gegen halb zwölf fange ich an das Brot zu backen und stelle mir einen Wecker. Ich will die Zeit nutzen und mich noch etwas hinlegen. Ich schaffe es ausnahmsweise nicht in den Schlaf, aber Dösen ist auch gut.

Um zehn nach zwölf ist das Brot fertig. Dann brate ich den Fenchel, zusammen mit ein paar gekochten Kartoffeln, die noch übrig waren. Dazu kommen zwei Bratwürste. Es ist eine ziemlich große Portion, aber ich schaffe sie wider Erwarten komplett.
Ich packe noch ein paar Sachen zusammen und mache mich um kurz nach eins auf den Weg zur Kita.

Dort ist das Kind tatsächlich fertig, hat aber ihren Mittagsschlaf bereits am Vormittag erledigt. Das erzählen mir alle drei Erzieher unabhängig voneinander. :D
Das Kind bekommt ihren üblichen Fruchtriegel, dann gehen wir zur U-Bahn. Wir fahren in die Innenstadt zu meiner Frauenärztin.

Dort läuft alles recht entspannt, nur dass ich ans CTG angeschlossen werde, ist ihr sehr unheimlich und sie fängt bitterlich an zu weinen. Die Arzthelferin ist sehr lieb und schafft es, sie mit Stiften und Papier zu beruhigen. Sie malt ein wenig, während das Baby wie üblich ziemlich aktiv ist.

Beim Ultraschall ist ebenfalls alles wie immer, das Baby ist dünn, aber auf der Linie gewachsen, sogar ein klein bisschen mehr. Wegen des Streptokokkenabstrichs muss ich noch auf den Stuhl, was das Kind irritiert, sie lässt es aber zu. Die Ärztin stellt fest, dass das Kind schon in Richtung Becken gerutscht ist, sie kann den Kopf aber noch verschieben. Aufregende Sache für mich!

Ich mache die nächsten zwei Kontrolltermine aus, dann gehen wir. Wir machen draußen noch eine Butterbrot- und Kekspause und fahren dann zum Musikgarten. Der verläuft ebenfalls recht schön und entspannt, nur das Sitzen fällt mir allmählich schwer.

Wir fahren nach Hause, wo ich vier Muffins zusammenpacke und mit einer kleinen Kerze verziere. Passenderweise ist die Nachbarin mit ihrem Sohn grade draußen. Das Kind hat sich mittlerweile selbst an den Muffins bedient. Wir werden nach nebenan eingeladen, wo wir viele Süßigkeiten, Kuchen und leckeren türkischen Schwarztee bekommen. Die beiden Kinder spielen miteinander.

Gegen 18 Uhr verabschieden wir uns wieder. Der Mann ist schon zu Hause. Das Kind hat plötzlich die Windeln voll, nun, sie soll eh gebadet werden. Danach bekommt sie noch Haferflocken und darf nochmal kurz iPad gucken. Nach einigem Widerstand bringt der Mann sie schließlich ins Bett.

Um halb acht fällt mir auf, dass heute der fünfte ist und ich beschließe, diesen Beitrag zu schreiben.

Um viertel nach acht klingelt es plötzlich, es sind die Nachbarn von der anderen Seite, mit einem Teller riesiger Muffins. Sie bedanken sich für unsere Geduld während ihrer Renovierungsarbeiten und dass wir ihnen WLan geliehen haben. Mit unseren Nachbarn haben wir wirklich Glück!

Der Tag wird nicht mehr lang, der Mann muss am nächsten Tag um fünf Uhr aufstehen.

Wöchentlicher Statusbericht XXXII (2)

Wie weit bin ich: 35+1
Bauchumfang: am Bauchnabel 106 cm.
Gewicht: 70 kg
Das war schön: Der Arzt war beim Doppler sehr zufrieden. Ausreichend Fruchtwasser und Kind ist zwar dünn, aber „das ist bei mir halt so.“ Kontrolle übernächste Woche. Uff! Meine Eltern sind da und wir haben schon richtig viel geschafft!
Das war doof: Zwei Tage Dauerregen. Krankheitsfehlalarm in der Kita.
Ich vermisse: Wein.
Heißhunger auf: Obst. Schokolade.
Wehwehchen/Symptome: Kreuzbein. Sodbrennen. Krampfartiges Ziehen in die Innenseiten der Oberschenkel. Sind das schon Senkwehen?
Ich freue mich: dass es weiter nach einer Spontangeburt aussieht.
Gekauft/Bestellt/Erledigt: Die ersten Windeln in Gr. 1 besorgt. Spucktücher und Moltontücher gewaschen.

So war es bei Nummer 1.

Dopplersonografie bei 34+2 (2) – Uff!

Gestern hatte ich nun also die von Frau Doktor gewünschte Dopplersonografie. Ich war nicht unbedingt nervös, aber in meinem Kopf wanderten die Gedanken zwischen meinen beiden Worst Cases (Stationäre Aufnahme bzw. sofortiger Kaiserschnitt) und dem Best Case (ein Alles ok! für die nächsten 3-4 Wochen) hin und her. Ich rechnete mit irgendwas dazwischen.

Ich war zum Glück sehr rechtzeitig unterwegs, denn von der U-Bahn zum Krankenhaus muss man doch ein ganzes Stück laufen. Es gibt wohl einen Schleichweg, aber den hab ich auch auf dem Rückweg nicht gefunden..

Das Krankenhaus ist mir jedenfalls ausgesprochen sympathisch. Sehr modern und auch die Leute, mit denen ich bisher dort zu tun hatte (meist am Telefon) sind alle sehr freundlich.

Ich meldete mich an und bekam unter anderem einen Pieper in die Hand, der würde sich melden, wenn ich zum Arzt reingehen könnte. Coole Sache, natürlich hatte ich die zehn Minuten die ich warten musste die ganze Zeit Angst, das Ding zu überhören.
Weil die Wegbeschreibung ein bisschen vage war, musste ich das Zimmer, wo ich hinsollte, etwas suchen, aber ich bin dann doch fündig geworden.

Der Arzt war jedenfalls sehr nett, nuschelte nur ein bisschen, sowas find ich immer anstrengend. Man kommt sich beim Nachfragen so dämlich vor. Er fragte alles gründlich ab und war natürlich auch an der ersten Schwangerschaft recht interessiert.

Dann ging es ans Schallen. Um es kurz zu machen: Alles gut! Das Kind ist gut versorgt, es liegt weiter richtig rum, es ist weiterhin dünn, aber nicht besorgniserregend, außerdem nach wie vor ganz eindeutig ein Mädchen und die Fruchtwassermenge ist auch im Rahmen. Er guckte sich auch die Organe noch ein bisschen an und war da auch ziemlich zufrieden.

In drei Wochen soll ich zur Kontrolle wiederkommen, er ist aber optimistisch, dass es bis dahin weiter brav wächst. Im Arztbrief steht nun „Verdacht auf genetisch bedingt leichteres Kind“ oder auf gut deutsch: Bei mir ist das halt einfach so.
Sollte ich bis zum Termin kommen, werden die 3 kg vielleicht grad so geknackt, bei 38+0 dürfte es ungefähr das Gewicht haben, das das große Kind bei der Geburt hatte.

Bei dem Kontrolltermin will er noch irgendwas anderes überprüfen, ich soll mit voller Harnblase antanzen. Wegen Nuschelns weiß ich nicht so genau, was er machen will, eventuell die Narbe checken? Ich weiß es nicht und lasse mich überraschen.
Das Thema Kaiserschnitt bzw. dass ich den eben nach Möglichkeit nicht will, habe ich nätürlich auch angesprochen und er meinte, es gäbe auch gar keinen Grund, da irgendwas in die Richtung zu planen. Juchhu!

Ich bin jetzt jedenfalls sehr erleichtert und bin fast tanzend da rausgegangen. In drei Wochen werde ich schon bei 37+3 sein und dann ist es auf jeden Fall kein Frühchen mehr. Natürlich kann in der Zeit noch alles mögliche passieren, aber ich bin jetzt einfach mal optimistisch. Morgen muss ich nochmal hin, allerdings nur zur Geburtsanmeldung, das ließ sich leider nicht kombinieren.

Ich ärgere mich ja nur im Nachhinein so ein bisschen, dass ich nicht schon in der ersten Schwangerschaft dort war (wie mir eigentlich auch angeraten wurde). Ich glaube, dann wäre alles etwas anders verlaufen…

Wöchentlicher Statusbericht XXXI (2)

Wie weit bin ich: 34+1
Bauchumfang: am Bauchnabel 104,5 cm.
Gewicht: 69,5 kg
Das war schön: Wir haben meine Oma besucht. Schöner Spielplatznachmittag mit einer anderen Mama. Kind liegt weiterhin richtig rum.
Das war doof: Dass mir wieder eine Dopplersonografie bevorsteht und die Sorgen, die sich nun in meinem Kopf drehen. Wie sehr die Oma geistig abgebaut hat. Streit mit dem Mann.
Ich vermisse: mich problemlos im Bett umdrehen oder schnell vom Sofa aufstehen zu können. Innere Gelassenheit.
Heißhunger auf: Obst. Schokolade.
Wehwehchen/Symptome: Bisschen Kreuzbein. Bisschen harter Bauch. Geschwollene Hände. Ring Nr. 1 ist seit heute ab.
Ich freue mich: auf hoffentlich Erleichterung und weniger Sorgen nach dem Termin morgen.
Gekauft/Bestellt/Erledigt: Neue Wickelauflage bestellt. Den Bezug vom Kinderwagen gewaschen.

So war es bei Nummer 1.

Kontrolle bei 33+4 (2) – Oh Mann

Nachdem das letzte Mal alles ganz fluffig war und das Kind prima auf seiner Linie gewachsen war, ging es heute also wieder zur Frauenärztin. Diesmal mit der Sorge im Gepäck, es könnte sich gedreht haben. Irgendwie hatte ich so ein Gefühl.

Ein Anruf ergab, dass ich ausnahmsweise pünktlich sein könnte und unter grauen Wolken ging ich los. Es war alles recht entspannt, auch das CTG, meine Panik davor habe ich mittlerweile etwas verloren, weil es derzeit wirklich prima läuft. Die Helferinnen waren auch sehr angetan.

Unterdessen wurde es draußen immer dunkler und während ich auf die Frauenärztin wartete, fing es auch an zu grummeln.
Dann also der Ultraschall. Erfreulicherweise ist der Kopf weiterhin unten, da waren die Sorgen doch ganz unberechtigt.

Die verlagern sich jetzt allerdings in eine adnere Richtung, denn diesmal ergab der US, dass das Baby zwar gewachsen war, aber der Bauch weiterhin deutlich abfällt und nun gesellt sich auch das Köpfchen hinzu. Seufz. Da es lange Beine hat, sieht es im Durchschnitt ganz ok aus, aber das ist ja auch nur Augenwischerei. Zudem ist das Fruchtwasser weniger geworden. Wie deucht mir alles so bekannt.

Frau Doktor war also erwartungsgemäß nicht sehr zufrieden und bat mich, möglichst bald eine Dopplersonografie machen zu lassen, um zu überprüfen, wie gut die Plazenta noch arbeitet. Bäm.
Wenn dabei alles gut ist, dann haben wir sozusagen ein Guthaben von vier Wochen und alles sind etwas beruhigter. Bis dahin wäre ich ja auch schon fast am Termin.

Na gut. Ich habe nächste Woche eh einen Termin zur Anmeldung in meinem Wunschkrankenhaus. Ich hatte gehofft, das kombinieren zu können, aber das wurde mir am Telefon aus dem Kopf geschlagen. Nun darf ich nächste Woche Dienstagmittag aufschlagen. Leider kann meine Schwiegermutter an dem Tag nicht, der Mann ebenso nicht und nun hoffe ich, dass das Kind so lange in der Kita bleiben kann. Mitnehmen möchte ich sie eigentlich nicht. Das werde ich nämlich schon zur nächsten Vorsorge in zwei Wochen tun müssen. ^^

Ich versuche optimistisch zu bleiben. Ich denke schon seit einiger Zeit, dass man mich ziemlich sicher nicht über den Termin gehen lassen wird und nun glaube ich, dass es möglicherweise ziemlich sicher sogar ein Julikind werden wird. Was ich jetzt soo schlecht nicht fände. Immerhin ist der Mann auch eins. ;)

Wöchentlicher Statusbericht XXX (2)

Wie weit bin ich: 33+1
Bauchumfang: am Bauchnabel 104 cm.
Gewicht: 68 kg
Das war schön: Endlich Urlaub! Habe einen schönen Blumenstrauß von meinen Chefs bekommen. Außerdem ist Sommer! Treffen mit meinen Freundinnen.
Das war doof: Eigentlich nicht viel.
Ich vermisse: mich problemlos im Bett umdrehen oder schnell vom Sofa aufstehen zu können.
Heißhunger auf: Obst. Schokolade.
Wehwehchen/Symptome: Bisschen Kreuzbein. Bisschen harter Bauch. Leicht geschwollene Hände. Die Ringe werden eng.
Ich freue mich: auf viele Vormittagsschläfchen. Außerdem kommen in knapp zwei Wochen meine Etern zu Besuch.
Gekauft/Bestellt/Erledigt: Maxi Cosi klargemacht, aber noch nicht gekauft.

So war es bei Nummer 1.

Wöchentlicher Statusbericht XXIX (2)

Wie weit bin ich: 32+1
Bauchumfang: am Bauchnabel 104 cm.
Gewicht: 67,5 kg
Das war schön: Kontrolle war unauffällig, Baby wächst brav auf der Linie, es liegt richtig rum und genug Fruchtwasser ist auch da, CTG lief endlich mal wieder entspannt. Erstmal nur alle zwei Wochen Kontrolle.
Das war doof: Immer noch Husten. Immer noch verklebte Augen morgens. Das Kind war eine Nacht krank, weshalb wir nicht zur Oma gefahren sind.
Ich vermisse: mich problemlos im Bett umdrehen oder schnell vom Sofa aufstehen zu können.
Heißhunger auf: Obst. Schokolade.
Wehwehchen/Symptome: Bisschen Kreuzbein. Bisschen harter Bauch. Bisschen Sodbrennen. Müde, so müde.
Ich freue mich: nur noch vier Arbeitstage!
Gekauft/Bestellt/Erledigt: Mutterschaftsgeldantrag abgeschickt. Weiteren Papierkram bearbeitet.

So war es bei Nummer 1.

Trocken werden, weiter gehts

Vor fünf Monaten schrieb ich schon mal über das Thema.

Damals dachte ich wirklich, wir würden jetzt in großen Schritten Richtung Trocken werden und bald keine Windel mehr gehen. Tja, weit gefehlt. Ich muss noch viel lernen. ;)

Tatsächlich ebbte das Interesse am Klo bzw. Töpfchen bald wieder ab. Na gut, dachte ich mir, wickeln ist ja schon recht praktisch, vor allem, solange es noch kalt ist. Kind im Winterwind abhalten, muss nicht unbedingt sein. Meine Freundin in München erzählte unterdessen, ihre Tochter sei zwar sauber, aber noch nicht trocken (Spoiler: sie ist zum heutigen Zeitpunkt nicht viel weiter als unsere).

Wir setzten sie hin und wieder aufs Töpfchen bzw. sie ging freiwillig drauf, es ging aber für gewöhnlich nichts rein. Bis ich Mitte April mal selbst aufs Klo musste und plötzlich das Kind vor mir stand: „Mama, ich hab gepüschert!“ Tatsächlich, ja. Pipi im Töpfchen. Das war so aufregend für sie, dass sie noch mittendrin aufstehen musste, um mir das zu erzählen. :D Zum Glück ist das Bad gefliest.

Seitdem macht sie öfter mal ins Töpfchen und mittlerweile steht sie auch nicht mehr mittendrin auf. Einmal sagte sie sogar nach dem Baden, noch ohne Windel, dass sie Pipi machen wollte und ging dann auch tatsächlich erfolgreich auf den Topf.

Ich erfuhr etwa zeitgleich in der Kita, dass sie auch dort hin und wieder erfolgreich aufs Klo geht.

Vor einer Woche war schönstes Sommerwetter und ich hab beschlossen, mal zu prüfen, wie es so ist, wenn sie längere Zeit ohne Windel rumlaufen darf. Es war von der Quantität her ein sehr erfolgreicher Tag. Schon morgens, nach einer sehr trockenen Nachtwindel, ging was in den Topf und an dem Nachmittag folgten noch vier weitere Sitzungen (Freiluftpinkeln ins Töpfchen auf der Terrasse), die sie ganz selbstständig erledigte. Tatsächlich machte ich mir schon fast Sorgen, weil teilweise nur zehn Minuten dazwischen lagen. Aber ist es ja auch noch ne kleine Blase.

Dann wurden wir aber zu vertrauensselig, abgelenkt vom iPad ging die letzte Runde aufs Sofa. Naja. Selbst schuld. :D

Unter den passenden Bedingungen entwickelt sie wohl also allmählich ein Gefühl für ihre Blase. Beim großen Geschäft tut sich noch nichts.

Ursprünglich dachte ich, dass sie sicher trocken sein wird, bis das Baby auf der Welt ist, aber bis dahin sind es ja nur noch etwa acht Wochen. Und selbst wenn, wird es dann sicherlich nochmal zu einem Rückfall kommen, da sie auch wieder Baby sein möchte. Zumindest rechne ich damit. Aber darauf kann man sich ja einstellen.

Twitter sei dank konnte ich zuletzt auch mal wieder die große Zeitspanne sehen, in der Kinder trocken werden. Das eine Kind, 9 Monate jünger als unseres: trocken. Das andere Kind, ein Jahr älter als unseres: noch nicht trocken, jedenfalls nicht zuverlässig. Schon ziemlich interessant!

Kontrolle bei 31+2 – Kopf runter. Kopf hoch.

Gestern war nun also die bereits angekündigte Kontrolle.
Ich bin relativ guter Dinge hingegangen. Die Kindsbewegungen sind insgesamt ein bisschen weniger geworden, dafür aber jetzt schmerzhaft. Ich ging also davon aus, dass die kleine Madame ziemlich fit ist.

Es ging tatsächlich auch ganz gut weiter. Bis auf das Blutabnehmen, das war wirklich extrem schmerzhaft, das hat die gute Frau nicht ordentlich hingekriegt. Dabei gibt es dort eine Helferin, die quasi schmerzfrei Blut abnehmen kann, aber man kann wohl nicht alles haben. Übrigens trinke ich seit ein paar Tagen Rotbäckchensaft, mal sehen, ob das den Eisenwert schon beeinflusst hat.
Auch das CTG war entspannt, die Herztöne ließen sich quasi sofort finden und obwohl das Baby recht aktiv war und sie zeitweise ziemlich in die Höhe gingen, konnte problemlos aufgezeichnet werden. Obwohl ich hin und wieder husten musste, blöde Erkältung.

Ich musste noch etwas warten und durfte dann zur Ärztin. Der erzählte ich von meiner Erkältung, den Kindsbewegungen und erfuhr etwas ganz wichtiges: Nämlich, dass die Fruchtwassermenge nicht von der Menge des Trinkens abhängt, sondern nahezu ausschließlich von der Leistungsfähigkeit der Plazenta. DAS hat mir beim letzten Mal keine Sau erklärt und da waren ja genug Leute mit Ahnung. Diese eine kleine Info hat sehr viel Bedeutung für mich und hätte mir damals alles ein bisschen erleichtert. Nun gut. Egal.

Die Fruchtwassermenge war also das erste, was sie checkte und sie ist erfreulicherweise ganz prima. Erste Erleichterung.
Dann: Der Kopf liegt unten. Tatsächlich. Ich spüre die Bewegungen vor allem rechts und oben und tatsächlich liegt der Rücken wohl auf der linken Seite. Passt. Zweite Erleichterung.
Sie maß das Kind schnell durch und, dritte Erleichterung, der Bauchumfang ist zwar immer noch zwei Wochen zurück, aber das bedeutet auch, dass es auf genau auf seiner Linie gewachsen ist. Und darauf kam es ja an.

Meine Ärztin ist weiterhin halbwegs entspannt, sie möchte aber nun wohl weiter bei den zweiwöchentlichen Vorsorgen einen kurzen Ultraschall machen, um das Wachstum zu kontrollieren. Damit kann ich leben. Die Praxis ist ganz gut organisiert, die CTGs dauern nur so 15 Minuten und meine Ärztin ist wirklich verständnisvoll. Sie kann natürlich nicht garantieren, dass es bei „nur“ zweiwöchentlichen Kontrollen bleibt, aber ich bin jetzt erstmal optimistisch. Es sind noch etwa 8,5 Wochen bis Termin, bei der nächsten Kontrolle werde ich schon bei 33+4 sein. Da wird es schon fast absehbar.

Ich bin also sehr guter Dinge aus der Praxis raus, hab natürlich die eigentlich geplante Bescheinigung über den mutmaßlichen Entbindungstermin vergessen, die ich hatte mitnehmen wollen, und musste dann erstmal allen die recht guten Nachrichten mitteilen.

So darf es also weitergehen. Und wir müssen/können/dürfen uns wohl wirklich mit dem Thema „spontane Geburt“ auseinandersetzen. Und vor allem damit, dass wir diesmal nicht wissen werden, wann es soweit sein wird. Hoffe ich.