3. Ultraschall (29+2) – Tja

Heute also der Ultraschall, bei dem ich sehr lange gehadert habe, ob ich ihn überhaupt machen lasse.
Dann kam ja die kleine Erleichterung und ich wurde etwas entspannter.

Um ab gestern abend dann immer nervöser zu werden und als ich nach zwei Telefonaten wegen der Wartezeit („wir haben schon eine Stunde Verzug“ seufz) endlich in der Praxis stand, ja, ich hatte Schiss. Das hab ich auch so gesagt. Wofür zumindest die eine Arzthelferin (heute waren es gleich drei) Verständnis hatte.

Pinkeln, Blutdruck, Waage.
Dann CTG. Ich hasse es. Die Herztöne fanden sich erst nicht und gingen dann immer wieder weg. Mich hat das alles wahnsinnig gemacht, nicht aus Sorge, sondern weil einfach das ganze Prozedere so nervig und anstrengend finde. Wofür die Arzthelferin (eine andere) eher wenig Verständnis hatte. Ich solle mich doch mal entspannen, da müsse ich an mir arbeiten, das wäre auch nicht gut für das Kind und ich solle mich doch freuen über die Überwachung (haha!) und es wäre doch alles in Ordnung (ICH WEISS!).

Gut, also, das CTG war dann eher lückenhaft und man bescheinigte mir ein ziemlich lebhaftes Kind (achso).

Auf den Ultraschall musste ich zum Glück auch nicht so lange warten, ich hab ein bisschen in meinem Buch gelesen.
Ich hab dann nochmal meine Sorgen erwähnt und sie mein Gewicht und meinen Eisenwert (eigentlich alles super, warum müssen Ärzte immer gleich so besorgt klingen?) und dann gings auch los. Kleine Freude, der Kopf liegt rechts unten. Dass das Kind noch Purzelbäume schlägt, war mir eigentlich klar, aber tatsächlich zu sehen, dass es nicht nur Beckenendlage kann, war sehr beruhigend für mich.

Kopfdurchmesser, alles gut. Und dann, der Bauch. Ja, ein Deja-vu zum letzten Mal. Die Werte des Abdomenumfangs entsprechen eher 27+3 (so ungefähr), sind also etwa zwei Wochen zurück. Ich habe jetzt sogar im Mutterpass gesehen, dass ich letztes Mal den gleichen Wert hatte, da aber eine Woche weiter war.

Tja. In Kombination mit den wohl recht langen Beinchen entspricht das Baby derzeit etwa SSW 28+5.
Fruchtwasser war genügend da, das hatte mich auch ziemlich umgetrieben, aber sie war damit zufrieden.

Laut Ärztin alles nicht besorgniserregend, sie möchte aber gerne in zwei Wochen eine Ultraschallkontrolle machen.

Ich bin mittelmäßig geknickt aus der Praxis gegangen. Und hoffe jetzt das Beste, also dass es weiterhin brav wächst, so wie das große Kind damals auch. Und dass es mit ein paar Kontrollen alle paar Wochen getan ist. Die Überüberwachung vom letzten Mal werde ich mir nicht nochmal antun, und wenn sich alle auf den Kopf stellen.

Wöchentlicher Statusbericht XXVI (2)

Wie weit bin ich: 29+1
Bauchumfang: am Bauchnabel 98-99 cm. (tatsächlich wieder geschrumpft)
Gewicht: 66 kg
Das war schön: Schönes Wetter. Einen stressfreien Zahnarzttermin mit dem Kind gehabt. Uns für einen weiteren Musikgartenkurs angemeldet, das kommt geradeso hin. Nur noch 15 Tage arbeiten.
Das war doof: Kompressionsstrümpfe. Sowas dämliches. Ziehe sie nur an, wenn es sein muss.
Ich vermisse: Eigentlich nichts weiter.
Heißhunger auf: Nektarinen. Nektarinen!! Erdbeeren. Obst im Allgemeinen. Fruchtsaft. Marzipanschokolade (schon seit einigen Wochen)
Wehwehchen/Symptome: Schlafprobleme. Hin und wieder etwas Rücken. Wenig Sodbrennen. Manchmal ein harter Bauch.
Ich freue mich: auf unseren Besuch in München. Ich hoffe, es kommt nix mehr dazwischen (*klopft auf Holz*). Morgen ist der dritte Basis-US.
Gekauft/Bestellt/Erledigt: Kompressionsstrümpfe bekommen. Leichte Sommerhosen bestellt.

So war es bei Nummer 1.

Wöchentlicher Statusbericht XXV (2)

Wie weit bin ich: 28+1
Bauchumfang: am Bauchnabel 100 cm. (ich hab mich jetzt selbst eingeholt, womit der Bauch nun offiziell größer ist als letztes Mal)
Gewicht: 65 kg
Das war schön: Frühsommer! Ich war beim Yoga und es war sehr gut. Erleichterung, weil meine Erinnerung mich trog.
Das war doof: Das Kind macht Einschlafstress. Ich bin leicht verschnupft.
Ich vermisse: Beweglichkeit.
Heißhunger auf: Äpfel. Und Fanta Zero.
Wehwehchen/Symptome: In erster Linie müde. Ziehen an einer Stelle im Bauch. Wenig Sodbrennen. Schwere Beine. Muskelkater vom Yoga.
Ich freue mich: auf den Mutterschutz. Auf unseren Besuch in München nächste Woche.
Gekauft/Bestellt/Erledigt: Baby für die Kita vorangemeldet. Elterngeldantrag ausgefüllt und Listen gemacht. Verordnung für Kompressionsstrümpfe bekommen und selbige anmessen lassen.

So war es bei Nummer 1.

Kleine Erleichterung (27+4)

Es ist wirklich gut, wenn man immer alles aufschreibt. Erinnerungen können bekanntlich trügen und gestern musste ich feststellen, dass ich was falsch in meinem Kopf abgespeichert habe.

In knapp zwei Wochen steht ja der dritte große Ultraschall an, vor dem ich ja einige Sorgen habe. Bis hin zu Angst.
Schließlich war die Ärztin beim letzten Mal (also dem dritten US der ersten Schwangerschaft) schon etwas besorgt, bestellte mich vier Wochen später zur Kontrolle und danach ging der Stress mit der Überwachung los.

Dachte ich.

Tatsächlich bestellte sie mich bereits nach dem zweiten Basis-Ultraschall zur erneuten Kontrolle vier Wochen später. Die Überwachung begann direkt nach dem dritten Basis-Ultraschall.
Die Sorgen wegen des dritten US sind also nicht völlig unberechtigt, aber: Diesmal gab es ja gar keinen erneuten Kontrolltermin. Beim zweiten US war alles zeitgerecht entwickelt, auch wenn sich wieder ein zartes Baby andeutet.

Diese Erkenntnis hat mir gestern sowas von den Tag gerettet, das kann man sich nicht vorstellen. Ich werde mich trotz allem gründlich auf den dritten US vorbereiten, aber ich bin sehr viel entspannter und optimistischer. Vielleicht wird doch noch alles gut!

Wöchentlicher Statusbericht XXIV (2)

Wie weit bin ich: 27+1
Bauchumfang: am Bauchnabel 98 cm (sic! Ich hab mehrfach nachgemessen. Blähungen?)
Gewicht: 65 kg
Das war schön: Bei der Vorsorge war alles gut. Gestern war endlich mal Frühling, so mit draußen sitzen und so. Das Kind ist derzeit sehr angenehm!
Das war doof: Die ersten paar Minuten CTG in dieser Schwangerschaft. Meh. War aber alles gut.
Ich vermisse: Nichts.
Heißhunger auf: Äpfel!! Und ich hätte so gerne Erdbeeren.
Wehwehchen/Symptome: Sodbrennen. Kreuzbeinschmerzen. Müde müde.
Ich freue mich: auf den Mutterschutz. Sind leider noch sieben Wochen.
Gekauft/Bestellt/Erledigt: Nix. Ich nehme mir für zeitnah den Elterngeldantrag vor.

So war es bei Nummer 1.

WMDEDGT Mai 2017

Der Tag beginnt um halb eins. Da hole ich das Kind zu uns ins Schlafzimmer, wo sie in ihrem kleinen Bett weiterschläft. Ich nutze die Gelegenheit und gehe mal noch kurz aufs Klo.
Dann schlafe ich leidlich gut bis um sechs Uhr. Die Rolläden gehen hoch und das Kind fängt laut an zu singen, bis es dem Mann zu viel wird und er sich noch etwas Ruhe erbittet. Das Kind schmollt und ist ruhig.
Er steht kurze Zeit später auf, ich döse noch rum bis zwanzig vor sieben und überrde dann das Kind zum aufstehen. Sie lässt sich wickeln und anziehen, die Nachtwindel ist erstaunlich leicht. Leider vergesse ich sie aufs Töpfchen zu setzen, das wäre bestimmt erfolgreich gewesen.
Socken anziehen ist erstmal noch nicht, der Mann ist im Bad und rasiert sich. Das kommt aufgrund seines Vollbartes seltener vor, also muss das Kind dringend nachschauen, was das für Geräusche sind. Ich gehe aufs Klo, wo sie mich aufspürt und verlangt, dass ich ihr die Socken anziehe. Was man nicht so alles macht als Mutter. Dafür möchte sie dann auch die Klospülung drücken.

Ich ziehe mich an, der Mann darf dem Kind Haarspangen in die Haare machen. Dann nimmt er sie mit runter und macht ihr Frühstück. Ich gehe ebenfalls runter und küsse den Mann. Gemeinsam freuen wir uns über elf gemeinsame Jahre. Schließlich ist heute der 5.5., unser Jahrestag!

Frühstück für mich, der Mann geht kurze Zeit später aus dem Haus. Der Rest des Morgens vergeht friedlich, das Kind isst ihr Brötchen, sieht dann, dass ich Quark habe und schmiert sich geschickt welchen auf den Rest ihres Brötchens. Und füttert dann ihre Puppe damit. Zähneputzen klappt auch, Haarebürsten so halb. Sie besteht darauf, es selbst zu tun, fummelt mit gewichtiger Miene mit der Bürste in ihren Haaren rum und verlangt dann: „Zopf!“ Ok, also einen Zopf.

Wir kommen mit einigen Minuten Verspätung los. Auf dem Weg zur Kita beobachte ich, wie eine landende Amsel direkt vor den Vorderreifen eines vorbeifahrenden Autos gerät. Sie kann sich wohl in ein Gebüsch retten, büßt aber einen Teil ihrer Federn ein. Puh!

Ich gebe das Kind wie üblich problemlos an ihre Lieblingserzieherin ab. Will sagen, ich bin abgeschrieben, sobald sie sie begrüßt hat. Ich freue mich jedesmal wieder, dass sie sich dort in der Kita so wohl fühlt.

Ab zur Arbeit. In der Bahn merke ich mal wieder, dass mein Kreislauf noch nicht zu 100% seinen Dienst angetreten hat. Es ist nicht schlimm, aber ungewohnt, da ich sonst wirklich nie unter Kreislaufproblemen leide. Aber so ist das wohl in der Schwangerschaft.

Im Büro angekommen lüfte ich gründlich und räume die Spülmaschine aus. Dann beginne ich diesen Beitrag und meine Arbeit.

Arbeiten ist heute unspektakulär. Ich trinke einen Kaffee und knapp einen Liter Wasser, gehe ein paarmal aufs Klo, frage mich, wo die Paketboten mit meinen beiden Bestellungen bleiben und mache meinen Kram. Die Entwickler sind fleißig und mein Chef reißt mehrere schlechte Witze. :D

Dann stelle ich fest, dass Hermes angeblich mein Paket zugestellt hat. Im. Büro. Nur war da  halt kein Paketbote. Weitere Info sind hab ich nicht. Sehr witzig. Ich bin  gespannt, ob sich das noch klären wird. 

Um 13:30 mache ich Feierabend. Ich will vor dem Abholen des Kindes noch schnell zu Budni. Dort sind die restlichen bestellten Fotos immer noch nicht angekommen sind. Sehr unüblich, normalerweise sind die sehr flott. Dafür finde ich einen kleinen Regenschirm fürs Kind, das wünscht sich unbedingt einen. 

In der Kita werde ich freudig begrüßt, sehr angenehm, nachdem das Kind am Tag zuvor ein ziemliches Drama gemacht hat, weil ich nicht die Oma war. Auch wenn ich nicht weiß, warum sie die Oma erwartet hat. Außer dem Kind stehen noch drei weitere Kinder um mich herum, die mir alle begeistert verschiedene Dinge zeigen. Ich erfahre noch, dass das Kind gut gegessen hat, dann gehen wir Richtung Garderobe. Dort entdeckt das Kind den Regenschirm und freut sich sehr. Sie bekommt noch einen Fruchtriegel und lässt sich sogar anziehen.

Den Weg nach Hause legen wir natürlich komplett zu Fuß zurück. Ich hab eigentlich ziemlich Hunger, aber der Regenschirm muss natürlich gewürdigt werden. An der Haltestelle vorm Haus treffen wir zufällig den Mann, den ich eigentlich erst eine Stunde später erwartet hatte. Offenbar gab es im Fitnessstudio einen Wasserschaden.

Zu Hause angekommen müssen wir dem Kind klarmachen, dass der Regenschirm erstmal im Flur trocknen muss. Die Schuhe will sie auch nicht ausziehen. Ich mache mir etwas zu essen, der Mann telefoniert mit seiner Mutter.

Ich ruhe mich etwas aus und esse dann. Als ich fast fertig bin, wünscht das Kind Haferflocken, welche der Mann ihr macht.
Dann gehen wir hoch, ich will nämlich vorm Einkaufen noch die Betten abziehen. Wir erledigen das gemeinsam, es sind jetzt immerhin schon vier Betten.

Ich schmeiße die Wäsche in die Waschmaschine und ziehe das Kind an. Erneut gibt es Drama, weil sie den Regenschirm nicht mitnehmen darf. Schließlich können wir zum Auto gehen. Wir holen meine Schwiegermutter ab, welche mit einkaufen und dann zum Baumarkt will.

Das Einkaufen verläuft recht problemlos. Im Baumarkt wird Schwiegermutter allerdings nicht fündig.

Wieder zu Hause angekommen, packe ich zwei Pakete aus, die ich vorher noch beim Nachbarn geholt hatte, hänge Wäsche ab und auf, stecke ich das Kind in die Wanne (Haarewaschen: Riesendrama!) und telefoniere mit meiner Mutter.
Dann Kind anziehen, sogar mit Socken. Ich beziehe die Betten neu, das Kind isst unterdessen Würstchen.

Zeit, hier mal den Beitrag zu aktualisieren. Dann lese ich dem Kind noch zwei Bücher vor, bis es gegen viertel nach sieben Zeit fürs Zähneputzen wird. Mit dem Insbettbringen ist heute aber der Mann dran.

Ich höre die beiden noch längere Zeit singen. Um 20 Uhr kommt er runter.

Wir genießen noch ein wenig Zweisamkeit und ich schaue Let’s dance.

Gedanken (26+3)

Ich habe ausgerechnet, dass ich nur noch 27 Tage arbeiten muss. Dann beginnen sechs Tage Resturlaub und danach schon der Mutterschutz. Das ist quasi nix mehr.

Gleichzeitig bedeutet es auch, dass ich eine, für mich, kritische Phase komme. Nämlich die, in der in der letzten Schwangerschaft der Stress anfing.

Bisher bin ich in dieser Schwangerschaft sehr entspannt. Sogar noch entspannter als beim letzten Mal. Ich esse fast alles (außer rohem Fleisch), auch mal Räucherfisch und einmal ja sogar eine rohe Lachs-Maki-Roll. ;)
Ich habe auch den Verdacht, dass es mir insgesamt sogar noch besser geht als letztes Mal. Das Baby ist ja, wie schon mal geschrieben, wahnsinnig aktiv. Ich habe den Verdacht, dass sie irgendwann alienmäßig aus meiner rechten Seite ausbrechen wird. Mit einem Kleinkind läuft die Schwangerschaft nur so nebenher, logisch und ich habe deshalb kaum Zeit vor mich hin zu jammern und zu ächzen. Höchstens abends auf dem Sofa.
Selbst das nächtliche aufstehen zum Pinkeln fällt leichter. Für gewöhnlich gehe ich aufs Klo, wenn das Kind ruft und zu uns möchte und selbst ein möglicher zweiter Toilettengang (wo kommt das bloß alles her?) fällt mir nicht so schwer. Schlaf ist wichtig!

Nun, wie gesagt, die kritische Phase. In drei Wochen habe ich einen Termin zum dritten großen Ultraschall bei meiner Frauenärztin. Und ich denke die ganze ZEit hin und her, ob ich den überhaupt machen soll. Meine Hausgeburtshebamme hatte mir ja damals schon davon abgeraten und ich bin immer noch der Meinung, dass sie recht hatte. Zwar kommen dann immer alle mit dem Argument: „Aber es war doch dann zurecht?“ Denn schließlich war das Kind ja dünn und es gab wenig Fruchtwasser (das einzige, was mir je wirklich Sorgen bereitet hat) und falschrum lags auch noch.

Tja und ich bin eben der Meinung, dass es umgekehrt war. Ja, das Kind war dünn. Aber es war auch kerngesund und war bei allen Untersuchungen immer prima versorgt. Auch die vielen CTGs waren immer in Ordnung und wenn nicht, dann lag es an „zu wenig getrunken“.
Erst die Überwachung und der Stress durch die ständigen Untersuchungen haben alles pathologisiert. Ich bin überzeugt, dass sie sich sogar noch gedreht hätte.

Aber auf mein Bauchgefühl hat nie jemand was gegeben und das möchte ich mir nicht nochmal antun.

Meine Angst, dass es beim nächsten US wieder heißt: wenig Fruchtwasser, dünnes Kind, gehen Sie bitte ins Krankenhaus zur Kontrolle, ist groß! gleichzeitig ist meine neue Frauenärztin deutlich entspannter als meine alte. Und ich hab ja jetzt etwas Erfahrung und weiß, dass ein dünnes Kind auch völlig normal und kerngesund sein kann.

Ich bin unschlüssig.

Meine anderen Gedanken drehen sich um die Geburt. Bekanntermaßen wünsche ich mir sehnlichst eine Spontangeburt. Nicht um jeden Preis, aber ich werde viel daran setzen, diesen Traum wahr werden zu lassen.
Derzeit klopft mein Herz oft ganz vorfreudig, wenn ich daran denke, dass es wirklich so kommen könnte. Schließlich ist noch alles offen. Ich stecke noch mitten in der Schwangerschaft und über die Lage des Babys lässt sich noch längst nichts endgültiges sagen. Ich hoffe sehr, dass ich irgendwann die Worte „Köpfchen ist schon fest im Becken“ höre.

Der Gedanke an einen erneuten Kaiserschnitt lässt sich jedoch nie ganz wegschieben. Die OP selbst macht mir auch keine Angst, aber die Vorstellung wieder tagelang mit starken Schmerzen im Krankenhaus zu liegen, die ist fast unerträglich. Wobei der lange Aufenthalt ja wiederum auch durch die Neugeborenengelbsucht vom Kind bedingt war. Und die kann ich nun wirklich nicht beeinflussen.

Ich drehe mich im Kreis…

Wöchentlicher Statusbericht XXIII (2)

Wie weit bin ich: 26+1
Bauchumfang: am Bauchnabel 94 cm
Gewicht: 64 kg
Das war schön: Jeder einzelne Mittagsschlaf. Und ich wundere mich immer wieder, wie wahnsinnig aktiv das Baby ist!
Das war doof: die zweitägige Befürchtung, meine Hebamme könnte mich im Stich gelassen haben. Unruhige gestückelte Nächte mit wirren Träumen. Sodbrennen mit Nachwirkungen.
Ich vermisse: Nichts.
Heißhunger auf: Äpfel!!
Wehwehchen/Symptome: mehr Sodbrennen. Bisschen Kreuzbeinschmerzen. Müde müde.
Ich freue mich: immer noch auf den Frühling. Ich kriege meine Jacken nicht mehr zu.
Gekauft/Bestellt/Erledigt: zwei kurze Umstandshosen.

So war es bei Nummer 1.

Ausquartiert(?)

Seit Anfang des Monats schläft das Kind in ihrem eigenen Zimmer. Also, zumindest einen Teil der Zeit.

Für mich war es ja ein wichtiger Punkt, sie deutlich vor Ankunft ihres Geschwisterchens auszuquartieren. Am liebsten hätte ich das schon Anfang des Jahres gemacht, aber so haben wir doch erstmal nur das Lattenroste vom Gitterbett runtergesetzt, selbiges geschlossen und von meiner Seite auf die des Mannes gestellt. Das funktionierte auch ganz gut, manchmal schlief sie die ganze Nacht in ihrem Bett, oft holten wir sie aber auch zu uns. Das heißt, der Mann holte sie zu sich, sie scheint zu merken, dass ich es überhaupt nicht leiden kann, wenn man mir Platz wegnimmt und so nahm sie eben dem Papa dem Platz weg.

Ich hab dann ewig nach dem richtigen Bett fürs Kind gesucht. Es sollte direkt ein großes Bett werden, also 1 x 2m. Wenn schon, denn schon. Am liebsten ein umbaubares Bett, vom normalen zum Hochbett und wieder retour. Und um Himmels Willen nicht weiß, ich verstehe nach wie vor nicht, warum Kinderzimmermöbel so häufig weiß sind. Man legte mir die Möbel von Flexa ans Herz, aber die waren auch größtenteils weiß und außerdem sauteuer. Das wollte der Mann nicht einsehen.

Schließlich wurde ich doch fündig und im März konnten wir endlich das neue Bett aus hellem massivem Holz aufbauen. Dann fehlte nur noch die Matratze. Da hab ich auch wieder ewig gesucht, um dann doch bei Ikea zu landen. Kaum hatte ich die Matratze ausgepackt und zum Ausliegen ins Schlafzimmer gelegt, da pennte das Kind auch schon darauf ein. Vormittags, deutlich vor ihrer Zeit. Treffer, würde ich sagen.

Seit dem ersten April also steht das Bett samt Matratze und Bettzeug. Letzteres hat Schwiegermutter gekauft, inkl. eines normal großen Kissens, das meines Erachtens noch lange viel zu groß fürs Kind ist, aber seit ein paar Tagen besteht sie darauf.

Sie nahm das Bett von Anfang an als ihres an, tatsächlich war sie ganz begeistert und sie schläft auch jeden Abend anstandslos dort ein. Relativ zu Anfang gab es zwei Nächte, in denen sie bis sechs Uhr durchschlief, aber in den anderen wurde sie doch wach, meist weinend, so dass wir sie ins Schlafzimmer geholt haben. Dort schläft sie dann im Gitterbett problemlos weiter.
Die Uhrzeiten variieren, mal ist es Mitternacht, mal wird es halb vier.

Mein Plan ist es ja eigentlich, nicht mit beiden Kindern im Schlafzimmer zu schlafen. Ich denke aber, ich werde der Realität ins Auge sehen müssen. Gerade die ersten Monate sind wir wahrscheinlich alle froh um jeden Schlaf, den wir kriegen, ob nun zu dritt oder zu viert im Zimmer.

Lediglich über die Schlafgelegenheiten muss ich mir nochmal Gedanken machen. Das Gitterbett soll wieder Beistellbett werden und auch wenn das Baby wahrscheinlich erstmal nicht darin schlafen wird, braucht das große Kind eine Möglichkeit. Alle vier im Ehebett kommt nicht in Frage und wir werden jetzt auch kein Drei-Meter-Bett mehr bauen. Es wird wohl erstmal eine Matratze auf dem Boden werden.

Na denn, gute Nacht!

Versetzt (25+2)

Tja, eigentlich sollte hier ein Bericht über die erfolgreiche Vorsorge bei meiner Hebamme stehen.
Die tauchte leider gestern nicht auf. Ohne Nachricht. Ich hatte schon so ein Gefühl. Bisher war sie pünktlich gewesen bzw. höchstens zwanzig Minuten zu spät, was für mich bei einer Hebamme, die ja auch viel durch die Gegend fährt, immer noch als pünktlich gilt.

Gestern wurde ich also versetzt. Ich bin mittelmäßig angepisst, denn sie ist auch nicht per Handy erreichbar bzw. hat sich auf meine Mailboxnachricht hin noch nicht gemeldet. Das kann natürlich alles heißen. Vielleicht ist ja auch etwas passiert, man weiß es nicht. Trotzdem bin ich der Meinung, dass man als Hebamme für solche Eventualiäten Vorkehrungen getroffen haben sollte.

Nun hänge ich in der Schwebe. Kann ich noch irgendwann mit ihr rechnen? Muss ich sie völlig abschreiben? Ich kann natürlich die Vorsorgen auch komplett bei meiner Frauenärztin machen, aber das möchte ich aus verschiedenen Gründen nur ungern. Sollte sie sich nicht mehr melden, bleibt mir aber nichts anderes übrig. Immerhin geht es mir gut und ich habe bisher eigentlich auch keine wirklichen FRagen oder Probleme.

Besonders ärgert es mich aber wegen der Nachsorge. Die war mir nie soo wichtig, auch bei Kind Nr. 1 haben wir die Hebamme deutlich weniger gebraucht und nun hat man ja schon etwas Erfahrung. Trotzdem wäre es mir lieber, wenn da jemand wäre, der käme und sich das Kind mal anschaut. Man weiß ja nie.

Ich bin ziemlich verärgert und eigentlich möchte ich bloß, dass sich alles in Wohlgefallen auflöst. Aber irgendwie glaube ich nicht, dass es so kommt.

Edit: Es löste sich alles mehr oder weniger in Wohlgefallen auf, s. Kommentare.