Es nimmt Formen an III

Übers Osterwochenende war ich fleißig. Na gut, wir waren fleißig.

Karfreitag fuhren wir alle Mann ins Haus, um unser neues Sofa aufzubauen. Weil wir aber manchmal nicht mitdenken, hatte wir kein Werkzeug dabei und konnten so nur alles auspacken und schon mal rätseln, welches Teil wohin gehört.

Karsamstag konnten wir gottseidank unser Problem mit dem Treppenlack lösen. Donnerstags, als wir das Schleifgerät abgeholt hatten, stellte sich nämlich heraus, dass man solches Zeug gar nicht so einfach im Baumarkt kaufen kann, schon gar nicht in weiß. Spontanes googeln ergab nur, dass der Fachhandel größtenteils Karsamstag größtenteils zu haben sollte. Das lag mir dann schon wieder sehr im Magen, denn die Treppe MUSSTE gemacht werden.

Ein wenig telefonieren ergab Samstag dann aber doch einen Laden, der die passende Menge in weiß vorrätig hatte (für viel Geld), uns noch das passsende Schleifpapier verkaufte (ich hatte viel zu grobes gekauft) und noch passendes Ding zum umrühren mitgab.

Nachmittags hab ich mich dann also handwerklich betätigt und die Treppen abgeschliffen. Das ging einfacher als gedacht. Mit dem richtigen Werkzeug ist sowas alles kein Problem. Leider stellte sich der Kleber, mit dem die Stufenmatten verklebt worden waren, doch als recht hartnäckig heraus, weshalb wir nochmal in den Baumarkt fuhren, um Bremsreiniger zu kaufen. Angeblich das Mittel, um Klebereste von lackiertem Holz zu entfernen.

Ostersonntag musste ich dann nachmittags feststellen, dass Bremsreiniger doch nicht so das A&O ist, jedenfalls nicht bei größeren/dickeren Resten. Ich hab die dann von Hand abgeschliffen, Hauptsache halbwegs glatt. Dann hab ich schön die Treppen vom Farbstaub gereinigt und wollte endlich anfangen zu streichen… nur um festzustellen, dass ich gar keine Farbwanne hatte. Toll.

Zum Glück war ja am nächsten Tag noch ein Feiertag und wir hatten auch noch Farbwannen in der Wohnung, immer gut, wenn man nicht alles sofort wegschmeißt. Vormittags ging also der Mann mit dem Kind auf den Spielplatz und ich ans Streichen der Kellertreppe. Das hat richtig Spaß gemacht! Der Lack ließ sich toll verarbeiten und deckte gleich beim ersten Mal. Und bei sowas kann ich ja mit sehr viel Hingabe arbeiten, bis alles schön gleichmäßig ist. Wunderbar! Manchmal denke ich, ich sollte doch noch eine handwerkliche Ausbildung anfangen.

Hier kann man mal schön sehen, wie die Treppe vor dem Lackieren aussah. Und wie danach.
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Ich hoffe, dass es auch nach dem Trocknen noch gut aussieht. Leider ist der Lack hochglänzend, das war so eigentlich nicht geplant. Aber ich schätze, das wird sich mit der Zeit eh angleichen.

Nachmittags ließen wir dann das Kind bei der Oma und bauten das Sofa auf. Das dauerte ganze zwei Stunden, aber wir haben uns nicht einmal angebrüllt. Wir lernen das Teamwork doch noch. ;-)
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Es ist riesig! Mit Schlaffunktion, wir können jetzt Gäste ohne Ende beherbergen!

Gestern abend gab es dann noch die erfreuliche Nachricht, dass unser Maler doch noch das Dachgeschoss gestrichen hat. So konnte ich das von meiner „Zukünftig zu erledigen“-Liste streichen.

Heute wird unsere neue Wohnwand geliefert. Die ursprünglich bestellte war nicht mehr lieferbar, da mussten wir umdisponieren.
Morgen wird dann der Teppich verlegt und ich hoffe sehr, dass alles gut geht.
Samstag streiche ich die zweite Treppe. Und zwischendurch muss ich endlich mal das Kistenpacken forcieren. Und das Ausmisten. Immerhin ziehen wir schon in 10 Tagen um!

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Es nimmt Formen an II

Also. Sollte es eigentlich.
Unserem aktuellen Gesundheitszustand zufolge haben wir selbst jetzt noch nicht so wahnsinnig viel getan.

Wir haben in der Wohnung einen großen Sack Zeug aussortiert. Und schon mal eine Kiste CDs, die schon ewig rumstand, ins Haus gefahren. Ja, die hätte man wahrscheinlich auch aussortieren können. Egal.

Außerdem delegieren wir. Ich hätte ja wahnsinnig gerne gestrichen, aber man muss ja immer nen Babysitter organisieren und alleine schafft man die Streicherei eh nicht und wir kennen ja jemand und jedenfalls wird das Haus grade vom Onkel eines Freundes gestrichen. Decken und Wände in den beiden Wohngeschossen. Das Dachgeschoss muss auch irgendwann gestrichen werden, aber ich fürchte, das wird noch etwas warten müssen. Dabei wärs nötig.
Der Mann ist Profi, dementsprechend flott und wahrscheinlich wird alles bis Ostern fertig sein.

Des Weiteren ist grade ein Dachdecker im Haus und dämmt den Spitzboden. Das wird günstiger als wir eigentlich angedacht hatten und nun müssen wir das übrige Geld irgendwie anders ausgeben, da wir sonst Verzugszinsen zahlen müssen. Wir müssen also noch irgendwas modernisieren. Da ist natürlich genug zu tun, aber es sollte ja auch das Budget nicht übersteigen und ich fürchte, das wird noch sehr spaßig.

Ebenfalls delegieren werden wir das Teppichbodenverlegen. Wir wollten das ja auch selbst machen, unter Zuhilfenahme eines handwerklich begabten Bekannten meiner Schwiegermutter, der ausreichend Erfahrung im Teppichbodenverlegen hat. Leider fällt der jetzt aus gesundheitlichen Gründen aus. Zudem stellte sich raus, dass der alte Teppich entgegen einer früheren Info vollverklebt wurde. Und zwar mit nichtwasserlöslichem Leim. Toll.
Übers Internet findet man ja alles und nun kommt am 31.3. eine Firma und verlegt 55qm Teppich im Obergeschoss. Und reißt natürlich vorher den alten raus.
Währenddessen denke ich drüber nach, was für einen Bodenbelag ich gerne im Dachgeschoss hätte. Momentan liegt auch dort ein oller Teppichboden. Derzeit liebäugele ich mit Kork. Der Mann meinte was von Laminat, aber das halte ich für Quatsch.

Immerhin, eine Sache werde ich auf jeden Fall selbst machen. Und zwar die Treppe bzw. die Treppen, in den Keller und in den ersten Stock. Es handelt sich um eine Holztreppe, die aber weiß gestrichen wurde. An sich hübsch, leider haben die Vorbesitzer diese unsäglichen Stufenmatten draufgeklebt. In dem selben hässlichen beige, wie der Rest vom Teppich. Ich finde diese Matten ja eh grauenhaft, aber dann auch noch in dieser Farbe und nach den ganzen Jahren sind die natürlich nicht mehr mal annähernd ansehnlich. Die kommen also ab. Das ging leichter als gedacht, wie ich am Samstag feststellen konnte. Die Dinger sind an nur zwei Stellen verklebt. Aber.
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Schmutzränder. *heul*

Es bleibt mir also nichts anderes übrig, als die Matten runterzureißen, die KLebereste zu entfernen, mindestens die Trittfläche abzuschleifen und dann drüberzulackieren. Ich habe mir schon eine Schleifmaschine im Baumarkt reserviert. Über Ostern werde ich also beschäftigt sein.

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Hier mal ein Eindruck von der Treppe. Samt meiner Familie. ;-)
Es geht um die Stufen nach oben und die, die der Mann grade runtergeht.

Zum Glück ist das Licht da nicht so gut, es muss also nicht perfekt sein.

Heute bekommen wir noch 50 Umzugskartons geliefert und der Sprinter auch schon reserviert. Wird schon.

Lazarett

Letzte Woche hatte ich einen sehr ausführlichen Bericht darüber angefangen, dass wir alle krank waren, mit mir angefangen und beim zumindest angeschlagenen Kind geendet.

Ich mach jetzt mal die Kurzfassung, letzte Woche lagen der Mann und ich mit einem grippalen Infekt flach, beim Mann gabs am Dienstag dazu noch einen verdorbenen Magen. Selbiges hab ich dann, völlig überflüssigerweise, vorgestern nachgeholt.
Das Kind hatte zumindest eine abgeschwächte Form des Ganzen, was ganz gut war, denn krank ein gesundes Kind zu bespaßen, da kann ich mir echt schöneres vorstellen.

Heute sind wir endlich wieder alle bei der Arbeit und in der Kita, wenn auch noch etwas rostig klingend und hustend und manchmal etwas schwach auf den Beinen. Von so Magenverstimmungen hat man ja immer etwas länger was.

Für meinen Geschmack reichts jetzt erstmal mit Kranksein. Wir haben auch gar keine Zeit mehr dazu. Wir haben ein Haus zu renovieren.

Die Sache mit dem zweiten Kind

Neben der Tatsache, dass auf jeden Fall Mutter zu werden, stand für mich schon immer fest: Bloß kein Einzelkind. Konnte ich mir einfach nicht vorstellen.
Nicht, dass ich mit meinem Bruder immer ein Herz und eine Seele gewesen wäre, auch heute haben wir kein sonderliches enges, aber im allgemeinen recht gutes Verhältnis, aber ohne ihn wäre es doch ziemlich langweilig gewesen, so in der Kindheit.

Gewünschte Anzahl von Kindern meinerseits: 2-3
Gewünschte Anzahl von Kindern seiten des Mannes: 1-2
Schnittmenge: 2. Wunderbar.

Nächstes Thema: Wann?
Gewünschter Abstand meinerseits: 2-3 Jahre
Gewünschter Abstand seiten des Mannes: 5 Jahre
Schnittmenge: keine. Schwierig.

Für mich waren selbst vier Jahre schon zuviel, während er sich auf unter fünf gar nicht einlassen konnte. Ohne Begründung natürlich.

Es ergab sich aber eine Wendung. Erstmal teilte der Mann mit, er wolle auf jeden Fall, dass das Kind nicht alleine bleibt. Und dann, dass wir doch, sofern das Hausthema sich zeitnah erledige (das war im Herbst, glaube ich), wir doch dann eigentlich 2016 wieder anfangen könnten. Genauer will ich das grade mal nicht schreiben. Ich war erstaunt und erfreut, stimmte zu und legte das Thema erstmal wieder zu den Akten.

Und nun sitze ich da. Und zweifle. Wirklich ein zweites Kind?

Einerseits: Klar, ja, natürlich. Nochmal hibbeln, nochmal schwanger sein, diesmal vielleicht die ersehnte Spontangeburt. Ein Brüderchen fürs Kind wäre fantastisch. Ich wollte doch immer zwei Kinder. Manchmal träume ich heimlich sogar von einem dritten. (Der Mann würde mir den Vogel zeigen.) Außerdem haben wir demnächst zwei Kinderzimmer, das passt doch super.
Eigentlich kann ich es kaum erwarten, wieder loszulegen.

Andererseits: Ein zweites Kind? Jetzt , demnächst? Geht doch grad ganz gut. Ich kann abends zum Chor, ohne mir ständig Sorgen machen zu müssen, ob daheim alles läuft. Überhaupt, Auszeiten sind mal möglich, einer passt aufs Kind auf, der andere macht sein eigenes Ding. Das wird mit zwei Kindern schon schwieriger. Vielleicht wären fünf Jahre doch besser als drei.
Und das Kind schläft ja noch nichtmal annähernd durch. Und stillt noch fröhlich vor sich hin. Mein Körper arbeitet hart noch daran, den Zyklus wieder auf „es ist möglich schwanger zu werden“ umzustellen.

Aber dann wieder: In ein zwei bis drei Jahren wäre es dann geschafft. Aus dem allergröbsten raus sein. Und nicht „wenn das Kind in die Schule kommt, nochmal ein Neugeborenes am Hals haben“.

Oder vielleicht doch nicht?

Ich sitze zwischen allen Stühlen. Es ist kompliziert.

Lieblingstweets im Februar 2016

Da hab ich letzten Monat doch einfach die Lieblingstweets vergessen. Tse. Zum Glück ist der Februar trotz Schalttag ein kurzer Monat, es geht also schnell weiter.

Weitere Lieblingstweets wie immer bei Anne.