Soweit in Ordnung (35+5)

Hier ist alles soweit in Ordnung.
Die CTG-Kontrolle gestern war gut, ich musste nur mal wieder erklären, dass ich die Vorsorgen bei meiner Hebamme mache. Da kommen die in der Praxis nicht so recht klar drauf.

Nachmittags ginge leider etwas bergab, ich wurde vom Klingeln aus dem Mittagsschlaf geschreckt und bin dann prompt im Flur gestürzt. Ich hab offenbar so ziemlich alles mit meinem linken Oberarm abgefangen, Schmerzen hab ich erst später gespürt. Das Kind verhält sich aber normal, ich jammere also nur ganz leise über den großen blauen Fleck am Arm und die Zerschlagenheit nach einer unruhigen Nacht.

Nachdem ich mich gestern von dem Sturz erholt hab, bin ich in die Stadt gefahren, um ein Paket aus unserem Büro abzuholen. Dort überraschte mich $Chef2, in dem er mir die BBC-Fassung von „Per Anhalter durch die Galaxis“ in die Hand drückte. Die hatte er mir schon oft empfohlen und nun extra für mich besorgt. Ich hab eben tolle Chefs! :D

Außerdem hab ich nochmal Wolle gekauft. Die Patches für die Babydecke sind eigentlich soweit fertig, aber es sind etwas zu wenige, so dass die Decke für meinen Geschmack zu klein wird. Also stricke ich nochmal ein paar einfarbige, was sich gestern Abend aufgrund des Musters schon als nicht ganz so einfach herausgestellt hat. Da muss ich mich heute mal mit beschäftigen.

Ausstattungstechnisch haben wir soweit alles zusammen.
Seit Samstag besitzen wir auch endlich einen Kinderwagen, in den neutralen und unverwüstlichen Farben Cappuccino und Espresso. Er steht grade im Wohnzimmer rum und ich freue mich jedesmal, wenn ich ihn ansehe. Auch deshalb, weil er so ein Schnäppchen war. Gebraucht, aber aufgearbeitet und wie neu.

Ein, zwei Klamöttchen in den kleinen Größen sind noch auf dem Weg zu mir, ich hoffe, die lassen sich nicht mehr allzu viel Zeit.

Morgen beginnt der Oktober. Der Monat, in dem unser Kind auf die Welt kommen wird. Vermutlich anders als geplant, aber das ist egal. Morgen ist auch wieder Kontrolle im Krankenhaus, ich bin aber weiter sehr optimistisch!
Es ist und bleibt spannend!

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Wöchentlicher Statusbericht XXXII

Wie weit bin ich: 35+0
Bauchumfang: am Bauchnabel: 107 cm
Gewicht: 70 kg
Der beste Moment diese Woche: Die heutige Kontrolle im KH: Alles weiterhin super, das Fruchtwasser ist wieder mehr geworden. Möglicherweise kann es sich doch noch drehen. Ich bin grade voll Hoffnung und Optimismus!
Das war doof: Die Deutsche Bahn. Wie meine Oma geistig nun doch immer weiter abbaut. Die Erkenntnis, dass der Mutterschutz jetzt die ganzen Wehwehchen rauskitzelt.
Ich vermisse: Ach, eigentlich nix.
HeißhungerAppetit auf: Alles irgendwie.
Wehwehchen/Symptome: Wassereinlagerungen. So richtig schöne und alles auf einmal. Rückenschmerzen, im Kreuzbein.
Gekauft/Bestellt: Stillbustiers. Pflegezeug fürs Kind. Windeln. Klamöttchen in Gr. 50-62. Handtücher und Waschlappen.

Das Positive (34+5)

In dem ganzen „Es wird beim besten Willen nicht so laufen, wie geplant“ gibt es auch positive Dinge.

Ich zähle mal wahllos auf, was mir in den letzten Tagen so eingefallen ist.

Das Kind wird auf jeden Fall im Oktober zur Welt kommen (ich gehe jetzt mal davon aus, dass es nicht September wird). Da hatte ich von Anfang an drauf gehofft, November ist irgendwie ein recht düsterer Monat und ich mag den Oktober allgemein.

Ich kann mir möglicherweise oder sogar wahrscheinlich das Datum aussuchen. Das hat doch auch was.

Mir bleiben die letzten hochschwangeren Wochen erspart. Ich lagere seit dem Wochenende vermehrt Wasser ein und die Vorstellung noch fünf oder sechs Wochen mit dicken Füßen rumzulaufen, amüsiert mich nicht unbedingt.
Zwar sind die ästhetischen Gründe, die Promi-Mütter ja oft zu einem Wunsch-Kaiserschnitt verleiten, für mich eher unverständlich, aber wo es nun mal so ist, kann ich „etwas weniger Gewichtszunahme“, „etwas weniger Bauchumfang“ und „vielleicht gar keine Schwangerschaftsstreifen“ auch gleich noch mitnehmen. :)

Ich kann mich trotz allem auf den Kaiserschnitt einstellen. Ich lese positive Berichte dazu und denke, dass ich letztlich gut damit werde leben können.
Die Vorstellung eines Notkaiserschnitts, der ja immer auch vorkommen kann, ist nochmal deutlich unangenehmer.

Zwar bin ich durchaus besorgt wegen der sicherlich auftretenden Schmerzen, aber ich habe eine ganz gute Konstitution und bin optimistisch, dass ich das gut werde aushalten können. Es gibt ja auch vernünftige Schmerzmittel.

Ich habe eine ganz gute Heilhaut und außerdem ein Faible für Narben. Daher bin ich mir sicher, dass ich mit der Narbe später nicht viel hadern werde.

Krankenhäuser sind eher kein toller Aufenthaltsort, aber zumindest muss ich mich die ersten paar Tage nicht ums Essen kümmern und kann dort schon den ersten ein oder anderen Besuch empfangen.

—>
Das sind alles eher Dinge, die ich für mich positiv sehe.

Für das Kind fallen mir leider nicht ganz so viele schöne Dinge ein. Es ist einfach nicht die ideale Art auf die Welt zu kommen, aber immerhin bietet mein Krankenhaus wohl das Sectio Bonding an, sofern denn alles gut ist, will sagen, das Kind würde mir noch im OP auf die Brust gelegt. Das wäre mir sehr wichtig und ich will das im Vorgespräch auf jeden Fall nochmal ansprechen und nachfragen.

Die medizinische Versorgung ist natürlich nicht zu verachten. Zwar nähert sich das Gewicht meines Kindes offenbar allmählich der Normalität, aber das wenige Fruchtwasser darf man nicht vergessen.

Letztlich zählt, dass das Kind gesund auf die Welt kommt und dann auch einen guten Start ins Leben hat. Auch wenn die Umstände etwas widrig sind.

Schwarze Gedanken (34+1)

Gestern war ich recht entspannt und im Einklang mit dem, was nun vor mir liegt.

Doch im Dunkeln kamen die schwarzen Gedanken und als ich nach dem Besuch bei einer Freundin auf dem Heimweg war, liefen mir auf den letzten Fußwegmetern die Tränen nur so herunter.

Die ganzen Träume zerplatzt. Die monatelange Vorfreude, die Überlegungen, wann und wie es wohl so weit sein wird, alles weggewischt.
Niemand kann etwas dafür, weder ich, noch das Kind noch die Ärzte.

Alles, wovor ich mich mit einer Hausgeburt hatte schützen wollen, die Unruhe im Krankenhaus, die Nächte in einem fremden Bett, mit einer Zimmernachbarin, den Babyblues, die wahrscheinlichen unterschiedlichen Anweisungen, was das Stillen angeht, das kommt nun doch auf mich zu.
Dazu der ganze OP-Kram. Nichts mit Geburt bei sanftem Licht, stattdessen eine Bauch-OP. Schön ist was anderes.

Für mich war ein Kaiserschnitt nie eine Option. Und jetzt nicht mehr die Wahl zu haben, das nagt an mir. Das und der Neid auf jede Frau, die ihr Kind wie gewünscht auf die Welt bringen konnte.

Ja, ich weiß. Nur, weil ich entspannt war und ohne Angst vor der Geburt, heißt das nicht, dass die Geburt so stattgefunden hätte. Probleme sind immer möglich. Und ein Not-Kaiserschnitt ist nochmal die blödere Möglichkeit.

Die möglichen Probleme hab ich während der ganzen Schwangerschaft ausgeblendet.
Es geht mir doch gut, was soll schon sein? Beckenendlage? Kann ich mir nicht vorstellen. Ich war der festen Überzeugung, bestimmt eine Woche lang zu übertragen. Das Kind kommt vor Termin? Ich bin doch immer eher Schildkröte gewesen. Und kam selbst auch 10 Tage später.

Vielleicht ist es auch genau das, was mir so zu schaffen macht. Dass es mir so gut geht und keinerlei Schmerzen oder sonstige Wehwehchen habe. Dass ich nicht möchte, dass diese Schwangerschaft so viel eher endet. Dass ich mich körperlich und geistig in der Lage sehe, das Kind problemlos voll auszutragen.

Noch ungefähr drei Wochen. Ich hoffe, diese Zeit zu bekommen. Denn ich brauche sie sehr, um mit den Aussichten klarzukommen.

Ein bisschen Entspannung. Und doch… (34+0)

So, heute war ich wieder zur Kontrolle im KH. 3,5 Stunden hast gedauert, aber jetzt bin ich wenigstens etwas schlauer und auch etwas entspannter.

Irgendwie bin ich so eine Art medizinisches Rätsel, hab ich das Gefühl.
Diesmal wurde das CTG hintendran gehängt und ich wurde erstmal von der Ärztin geschallt, die mich schon vor meinem Heimaturlaub angeschaut hatte.
Es war noch ne andere Ärztin dabei, die lernte aber offenbar noch. Deshalb hat auch alles etwas länger gedauert, wegen der Erklärungen. Aber das macht ja nix.

Jedenfalls, es ist alles tiptop, die Versorgung, das Wachstum (es ist jetzt sogar gut innerhalb der Norm), die Organe, soweit man sie noch erkennen konnte (und das CTG später war auch prima).

Nur das Fruchtwasser halt nicht. Es ist… wenig. Sehr wenig, an der unteren Grenze. Und es gibt irgendwie keine passende Erklärung.

Sie hat mir drei mögliche Gründe genannt:
1. Kind hat keine oder kranke Nieren und scheidet deshalb keinen Harn aus.
—> Trifft nicht zu. Nieren sind am Start, arbeiten gut, Harnblase war gut gefüllt.
2. Kind ist nicht richtig versorgt, weshalb das Blut eher bei den wichtigen Organen wie Herz und Hirn ist, weshalb die Nieren vernachlässigt werden.
—> Trifft nicht zu, Versorgung ist toll und s.o.
3. Unbemerkter Blasensprung
—> Wurde mit Hilfe eines Wattestäbchens und eines entsprechenden Tests ausgeschlossen (auch keine 100%ige Genauigkeit, aber ich glaube, ich würde es schon merken, wenn da Flüssigkeit aus mir rauslaufen würde)

Tja.
Der Chefarzt, den ich schon mal kennenlernen durfte, wurde hinzugezogen. Der hat auch keine rechte Erklärung, fragte mich aber immerhin, was ich so dazu meine und fühle. Ob ich cool wäre. 8-)
Das fand ich gut.

Die Ärztin meinte direkt, ich wäre cool und ich hab auch gesagt, ich sähe das alles recht entspannt, mir ginge es sehr gut und dem Kind meines Erachtens auch und ich würde es gerne so lange wie möglich drin behalten. Das fand er wiederum gut, stimmte dem auch zu und meinte, ich wäre ja genau die richtige Schwangere für sie. :D

Und so sind wir nun verblieben:
Weiterhin Überwachung, mit „nur“ noch zweimal die Woche CTG und einmal die Woche Ultraschall. Wenn alles gut, dann wird die Schwangerschaft noch etwa drei Wochen fortgeführt und das Kind dann geholt. Per Kaiserschnitt, eine Drehung ist bei der geringen Fruchtwassermenge sehr unwahrscheinlich. Sie würden sogar äußere Wendungen bei Vorderwandplazenta anbieten, aber das ist bei mir nicht ratsam und würde wahrscheinlich nicht funktionieren. Ich bin da eh nicht scharf drauf.

So ist es nun.
Wenn man mir das vorher gesagt hätte und wenn ich mir meinen Schwangerschaftsverlauf so ansehe, kaum zu fassen.
Wochen- und Monatelang haben wir eine Hausgeburt geplant und vor Augen gehabt und nun wird es mit nahezu 100%iger Wahrscheinlichkeit ein Kaiserschnitt.

Eine ET-Tipprunde fällt damit leider aus. Aber vielleicht kriegen wir ja mal noch ein zweites Kind. Dann kann schon wieder alles ganz anders sein.

Morgen muss ich nochmal zum CTG, damit ich am Wochenende beruhigt zum 90. Geburtstag meiner Oma fahren kann. ;-)
Die Ärztin von heute wird ab jetzt immer für mich zuständig sein, das finde ich auch gut. Sie ist nett und ich vertraue ihr.
Ich bin ganz froh, jetzt alles etwas geplanter und entspannter zu haben. Ich weiß nun ungefähr, womit ich rechnen kann. Und auch, wenn es nun wirklich nicht so kommt wie erhofft, dann kann ich damit leben.
Hauptsache, es kommt am Ende ein gesundes Kind dabei raus. :)

Wöchentlicher Statusbericht XXXI

Wie weit bin ich: 34+1
Bauchumfang: am Bauchnabel: 106 cm
Gewicht: 69 kg
Der beste Moment diese Woche: Nicht wirklich viel.
Das war doof: Angstmachende Worte vom Arzt. Die Panik vor einem verfrühten Kaiserschnitt.
Ich vermisse: die Vorfreude, die Ruhe. Sorglos zu sein.
HeißhungerAppetit auf: Nichts besonderes.
Wehwehchen/Symptome: Bisschen Sodbrennen. Bisschen Rücken.
Gekauft/Bestellt: Ein Tragetuch. Lauter Vorbereitungszeugs für Krankenhaus und Wochenbett. Pflegezeug für das Kind.

Sorgen, Sorgen (33+4)

Erstmal, der Heimaturlaub bei meinen Eltern war sehr schön. Das Wetter war zwar die meiste Zeit eher mies, aber wir haben die schönen oder trockenen Momente ausgenutzt.
Ich konnte mich lange mit meiner Schulfreundin, die ja quasi zeitgleich mit mir schwanger ist, unterhalten. Meine Cousine hat mir massig Babyklamotten geliehen, außerdem ein Beistellbett und dann hatte sie noch einen Maxi Cosi, inkl. Fußsack, garantiert unfallfrei, den konnte ich ihr direkt abkaufen.
Samstags war ich mit meiner Mutter auf einem Bauernmarkt, da haben wir noch einen warmen Strampelsack für den Winter erstanden. Und bei Ikea gabs ne Babybadewanne.

Schon sind auf einen Schlag viele Sachen erledigt. :)

Dann fiel mir ein, dass ich bei Gelegenheit wirklcih dringend mal das Mutterschaftsgeld beantragen muss, den eigentlichen Antrag zu finden, war nicht ganz easy (falls sich jemand fragt, auf der Rückseite der Bescheinigung über den Geburtstermin). Den muss ich dann jetzt mal einreichen.

—-

Und dann war heute wieder Kontrolle im Krankenhaus.
Das CTG war langweilig aber unauffällig. Dann ging es wieder zum Ultraschall, eigentlich nur Doppler, aber der Johnny-Depp-Verschnitt, der mich schallte, machte auch gleich eine Wachstumskontrolle.
Jedenfalls: Im Prinzip alles gut. Versorgung gut, Kind ist schön gewachsen und liegt mit dem geschätzten Gewicht von 1922 Gramm jetzt sogar auf der 9. Perzentilen (vorher war es die 4.).

Aber: Das Fruchtwasser. Es ist weiterhin wenig, offenbar allmählich besorgniserregend wenig, der Arzt sagte, ich müsse am Donnerstag auf jeden Fall zur Kontrolle wiederkommen.
Falls dann irgendwas nicht in Ordnung wäre (ein Wert, CTG, was auch immer), müsse man über eine vorzeitige Einleitung der Schwangerschaft nachdenken. In diesem Falle hieße das wohl Kaiserschnitt, da das Kind standhaft in Beckenendlage liegt/sitzt. Und das Drehen wird mit dem wenigen Fruchtwasser nicht einfacher.

Man kann sich vorstellen, dass ich schon ziemlich geschockt war.
Zwar glaube ich nicht, dass sich die Werte so rasch verschlechtern werden, bisher war ja immer alles in Ordnung und das Messen der Fruchtwasserdepots hängt auch immer vom Messenden ab.
Trotzdem ist die Vorstellung, dass mein armes Kind möglicherweise schon sechs Wochen vor Termin ans Licht der Welt gezerrt werden soll, eher unschön. Tatsächlich hab ich so einige Tränen vergossen, als ich wieder im Büro war.

Ich hab mir allerdings vorgenommen, mir einen Kaiserschnitt nicht direkt aufdrücken zu lassen (es sei denn natürlich, alles ist wer weiß wie dramatisch). Eine zweite Meinung ist sicher keine schlechte Idee und ich bin nächste Woche eh in einem weiteren Krankenhaus zur Anmeldung.

Ich hoffe, dass das Kind wenigstens noch drei Wochen in mir wachsen darf. Ab Donnerstag bin ich ja dann auch im Mutterschutz. Und dann wirds auch mal ruhiger. Teilweise jedenfalls. :)

Wöchentlicher Statusbericht XXX

Wie weit bin ich: 33+1
Bauchumfang: am Bauchnabel: 106 cm
Gewicht: 68 kg
Der beste Moment diese Woche: Heimaturlaub bei meinen Eltern. Ausstattungstechnisch, dank meiner Cousine, einen großes Schritt weiter zu sein. Ein schönes Gespräch mit meiner mitschwangeren ehemaligen Schulkameradin.
Das war doof: Schlechtes Wetter. Das Kind ist nach wie vor in BEL.
Ich vermisse: immer noch meine Gelassenheit, aber es ist besser.
HeißhungerAppetit auf: Äpfel. Weintrauben.
Wehwehchen/Symptome: Bisschen Sodbrennen. Bisschen Rücken.
Gekauft/Bestellt: Einen MaxiCosi mit Basisstation, Neugeboreneneinsatz und Fußsack. Babybadewanne. Strampelsack aus Wolle. Außerdem geliehen: Beistellbett. Sehr viele Babyklamotten.

Hebammen-Vorsorge Nr. 6

Als meine Hebamme zur ersten Vorsorge bei mir war, erzählte sie mir etwas Interessantes.
Nämlich, dass die Messung der Länge der Gebärmutter, also vom Schambein bis zum Fundusstand genau soviel über das Wachstum des Kindes aussagt wie ein Ultraschall.
Da gibt es Studien zu und es tut sich wirklich nichts.

Und das bestätigte sich bei der gestrigen Vorsorge prompt. Nachdem die Kreuzchen in den letzten Monaten immer schön angestiegen waren, fiel das gestrige relativ deutlich nach unten ab. Sie meinte, ein Wert würde nicht viel aussagen, aber sie würde mich dann wohl doch mal zum Ultraschall schicken, wäre ich nicht eh schon unter der Kontrolle.

Der ganze Rest war soweit in Ordnung, Blutdruck, Urin und auch das CTG, das sogar im Sitzen brav aufzeichnete.
Wir unterhielten uns ein wenig über das Gerät und ich verzweifelte ein wenig, als sie meinte, angesichts der Anschaffungskosten und der Bezahlung für eine CTG-Untersuchung würde sich das Ding niemals ammortisieren.

Ich bin jedenfalls dankbar für die Möglichkeit, so kann ich mir den einen oder anderen Weg in die Praxis/ins Krankenhaus sparen.

Noch ein kleiner Punkt: Das Kind liegt seit längerem, mindestens drei Wochen in Beckenendlage, recht konsequent mit dem Rücken nach rechts.
Meine Hebamme meinte, es könnte jetzt durchaus sein, dass das Kind angesichts des ganzen Stress keine Lust auf eine Drehung hat und die Sache regelrecht aussitzen will. Wäre nicht so ideal.

Wir sollen es mal mit dem TAschenlampentrick versuchen, was ich gestern Abend auch gleich ausprobiert hab, ich fürchte aber, zu dem Zeitpunkt hat es grade geschlafen.

Nun, ich mach mir da keinen Stress. Die nächsten Tage werden ja, was Arztbesuche angeht, eher ruhiger und auch ich kann daheim entspannen. Vielleicht reicht das schon.

Und so weiter und so fort (32+4)

Montag, mein fünfletzter Arbeitstag vorm Mutterschutz.
Es wird ein kurzer, heute nachmittag kommt meine Hebamme zur Vorsorge. Ich freu mich drauf, es wird endlich mal wieder was völlig normales. Gut, es wird auch ein CTG geschrieben, aber das ist ja schon fast Routine für mich.

Am Freitag war ich zur Kontrolle im Krankenhaus. Es ist soweit alles gut, das CTG war prima, der Doppler-Us auch, das Kind ist weiterhin gut versorgt. Es hat auch brav zugenommen, auf seiner Linie halt, das heißt, es ist weiterhin zu dünn und sehr leicht. Aktuelle Gewichtsschätzung 1850 Gramm, es fehlen statistisch gesehen etwa 400 Gramm.
Die Überwachung wird daher weiter aufrecht erhalten, der zu geringe Bauchumfang deutet eben möglicherweise auf irgendwas hin, man weiß halt nicht was.
Mir wurde auch mal wieder Blut abgenommen, um es auf eine eventuelle, später eingefangene, versteckte Infektion zu untersuchen. Wer weiß, was da rauskommt. Ich glaube aber nicht an ein konkretes Ergebnis.

Die Ärztin war eigentlich ganz ok, fragte auch nach meinem Geburtsgewicht und wie groß ich jetzt sei und meinte, dass manche Babys halt einfach dünner seien. Ja, danke, das hab ich jetzt schon öfter gehört.
Sie bat mich nach der Untersuchung, auf jeden Fall diese Woche noch ein weiteres CTG zu schreiben. Ich fürchte, das wird nichts, meine frühere FÄ, die ich dazu ausersehen hatte, hat zu und ich habe ehrlich gesagt keine Lust, dafür in ein Krankenhaus zu fahren. Mal sehen.

Nett war auch die Bemerkung, ich solle mich bei nachlassenden Kindsbewegungen auf jeden Fall sofort im KH vorstellen. Klar, weil dreimal die Woche Kontrolle ja noch nicht ausreicht. Sie meinte, klar, die Kinder bewegen sich auch mal weniger, aber das wäre dann bei mir nicht so gut. Ich hab allerdings nicht nach einem Anhaltspunkt gefragt, ab wann ich die Kindsbewegungen als „nachlassend“ einstufen soll. Die letzten zwei Tage vor der Kontrolle war es auch ziemlich ruhig und bei der Untersuchung selbst war alles super.

Es wirkt möglicherweise so, als nähme ich die ganze Sache nicht so richtig ernst. So kann man das nicht unbedingt sagen, tatsächlich hinterließ der Termin einen schalen Beigeschmack und ich war eine ganze Weile besorgt, sobald das Kind mal etwas länger ruhig blieb. Ob das wohl der Sinn der Sache ist?

Ich bin weiterhin überzeugt, dass eigentlich alles in Ordnung ist. Die Untersuchungen machen mich allerdings oft nervös und tragen nicht so recht zu meiner Beruhigung bei.

—–

Passend zu der ganzen Chose hatte ich am Wochenende viel mit Übungswehen und auch mal einem leichten Ziehen nach unten zu kämpfen. Das war recht fies, vor allem das Ziehen, wenn ich vom Sitzen oder Liegen aufstand und erstmal in Schwung kommen musste.

Längeres Laufen, auch langsam, wird allmählich anstrengend und abends bin ich dann kaum beweglicher als meinen Oma. Nicht so schön.

Übermorgen hab ich dann eine längere Zugfahrt zu meinen Eltern vor mir.
Ich ärgere mich ein wenig, nicht doch einen Flug gebucht zu haben, das ist nämlich weniger anstrengend. Aber nun ist es so.

Daheim besuche ich mit meiner Mutter meine Cousine, die uns einiges an Babyzeug überlassen bzw. leihen will, unter anderem ein Beistellbettchen.
Überhaupt wird es allmählich Zeit, unsere Ausstattung zu vervollständigen. Wir haben jetzt eine Matratze fürs Babybett, eine Wickelauflage und einen Mülleimer, aber so richtig anziehen hat das arme Kind noch nicht.

Ich hatte ein schönes Klamottenpaket bei Mamikreisel gekauft, auf das warte ich jetzt aber auch schon gute 10 Tage. Vorhin hab ich eine Nachricht an die gute Frau geschrieben, ich hoffe auf eine erhellende Antwort.

—–

Ich melde mich dann mal für den Rest der Woche ab. :)

Edit: Da ist die erhellende Antwort auch schon. Das Paket geht morgen raus, die Klamotten seien bei einer Freundin gewesen. Interessant, die ursprüngliche Info war, sie versendet, sobald das Geld da ist.

Muss ich das verstehen?