Wöchentlicher Statusbericht XIV (2)

Wie weit bin ich: 17+1
Bauchumfang: am Bauchnabel 89 cm
Gewicht: 59,5 kg (seufz)
Das war schön: Einige kopfschmerzfreie Tage. Ein glückliches Faschingskind. Das Baby zu spüren. Meine neue Bekannte von gegenüber brachte ihren Sohn auf die Welt. Sushi essen mit den Mädels. Liebe Post von meinem Chor.
Das war doof: Dass die Hebamme bei der Vorsorge nichts gemacht hat. Viele Zweifel, ob wirklich alles in Ordnung ist. Unruhige Nächte.
Ich vermisse: Nichts.
Appetit/Heißhunger auf: Lachgummit mit Joghurt.
Wehwehchen/Symptome: Kopfschmerzen. Sodbrennen. Müdigkeit. Rückenschmerzen. Im Bauch zieht es, wenn ich zu schnell aufstehe. Latente Bauchschmerzen gestern.
Ich freue mich: nach wie vor auf meinen Urlaub. Besuch von meiner Freundin samt Familie kommenden Sonntag.
Gekauft/Bestellt/Erledigt: Das neue Bett fürs große Kind ist da. Das heißt, das kleine Kind kann das Gitterbett haben. Wir müssen es nur noch aufbauen, das große Bett.

So war es bei Nummer 1.

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2: Erste Hebammenvorsorge (16+2) – Hmmmm

Gestern war meine Hebamme zu ersten Vorsorge da und sie hat… nichts gemacht. Ja genau. Hä?

Meine Hausgeburtshebamme war immer sehr gründlich, die hat alles gecheckt, Blutdruck, Urin, Bauch abgetastet, Bauch vermessen, Fundusstand usw.
Ähnliches hatte ich natürlich auch für diesmal erwartet.

Wir unterhielten uns ein wenig, ob alles in Ordnung sei, ob ich schon ein Klopfen spüre und ähnliches.
Sie meinte, in der 17. Woche würde es sich noch nicht lohnen, den Bauch abzutasten oder mit dem Höhrrohr nach den Herztönen zu horchen. Ein Dopton nutzt sie leider nicht. Das hatte sie schon gesagt und hat mich eigentlich auch nicht gestört, denn meine frühere Hebamme hatte auch immer mit dem Höhrrohr gehorcht und auch schon recht früh die Herztöne hören können.

Tja. Und nun sitz ich hier. Und bin unzufrieden. Und besorgt. Denn ich dachte ja eigentlich, ich würde das Kind spüren. Aber in den letzten zwei, drei Tagen irgendwie nicht mehr so.
Ist also irgendwas nicht in Ordnung? Oder ist das ganz normal und es ist halt grade wieder etwas ruhiger? Oder hatte ich es gar nicht gespürt, sondern bloß ein paar Blähungen?

Ich überlege, meine Frauenärztin anzurufen, die ist nur heute vormittag leider nicht da. Und nachmittags müsste ich das Kind mitschleppen, das wäre unideal.

Letzte Nacht habe ich mich mindestens eine Stunde herumgewälzt und die Situation bedacht.

Wenn die gute Frau doch bloß ein Dopton verwenden würde.

P.S. Die nächste Vorsorge bei ihr wird auf jeden Fall deutlich ausführlicher. Mir geht es ja gut. Und eigentlich mag ich dieses Entspannte ja auch…

 

Wöchentlicher Statusbericht XIII (2)

Wie weit bin ich: 16+1
Bauchumfang: am Bauchnabel 89 cm
Gewicht: 59 kg (öhm?)
Das war schön: Ich spüre seit einer Woche definitiv das Baby! Eine durchschlafene Nacht. Das Turnen letzten Montag, das erneute Treffen mit einer hochschwangeren Frau am Mittwoch und der Musikgarten letzten Donnerstag. Viele Kontakte, ich bin sehr zufrieden derzeit.
Das war doof: Weiterhin latente Kopfschmerzen, es ließ sich aber aushalten.
Ich vermisse: Nichts.
Appetit/Heißhunger auf: Saft.
Wehwehchen/Symptome: Kopfschmerzen. Gelegentliches Sodbrennen. Hin und wieder Schmerzen in der linken Hüfte, die in den Po ziehen, sobald ich Gewicht aufs linke Bein bringe. Phasenweise ein harter Bauch.
Ich freue mich: auf die erste Hebammenvorsorge morgen nachmittag.
Gekauft/Bestellt/Erledigt: Die Namenssuche ist für beide Geschlechter abgeschlossen!

So war es bei Nummer 1.

Raum (15+2)

Das Baby nimmt immer mehr Raum ein. Das ist nicht nur wörtlich gemeint und auf meinen wachsenden Bauch bezogen (beim letzten Mal hatte ich dieselben Maße in derselben Schwangerschaftswoche, das finde ich merkwürdig), sondern allgemein, in unserer Familie, unseren Gedanken.

Das Kind besteht jetzt darauf, jedesmal, wenn sie mich aufs Klo begleitet, liebevoll meinen Bauch zu streicheln. Und „Hallo, Milch!“ zu meinen Brüsten zu sagen. :D
Ob sie es verstanden hat, dass da in ein paar Monaten wirklich ein Baby sein wird? Nein, ich glaube nicht. Ich wurde letztens gefragt, ob sie sich ein Brüderchen oder ein Schwesterchen wünscht und bin aus allen Wolken gefallen. Damit kann sie noch gar nichts anfangen. Sie weiß wohl, dass es Mädchen und Jungen gibt, zumindest kennt sie diese Worte, aber inwiefern die sich unterscheiden und dass es dann auch eine entsprechende Bezeichnung für das Baby geben wird… nein, das ist noch ganz weit weg von ihr und ich werde den Teufel tun, irgendwelche Fragen oder Erklärungen zu liefern und womöglich schlafende Hunde zu wecken.

Was das Geschlecht angeht, so werde ich ja alle naslang von diversen Leuten danach gefragt. Ich bin schon sehr genervt, schließlich sitze ich nicht alle naslang beim Ultraschall. Mir ist schleierhaft, warum das für andere Menschen so wichtig ist. Mittlerweile hab ich auf stur geschaltet und werde es wahrscheinlich gar nicht verraten. Falls das Kind sich im nächsten Ultraschall überhaupt entsprechend zeigt.

Seit letzter Woche spüre ich das Baby. Zunächst wollte ich es nicht glauben, es kam mir viel zu früh vor, aber gestern war es dann doch eindeutig, dass das nicht nur Blähungen waren. In der ersten Schwangerschaft wollte ich das lange nicht wahrhaben, weil es sich so anders anfühlte als erwartet. Zudem hatte ich eine Vorderwandplazenta. Vor der 19./20. SSW war da nichts.
Ich freue mich wahnsinnig über diese kleinen leichten Stupser. Diesmal konnte ich es kaum erwarten, ein Zeichen vom Baby zu kriegen.
Bisher läuft diese Schwangerschaft so nebenher. Normal bei den Geschwisterkindern, fordert das große Kind derzeit doch noch alle Aufmerksamkeit. Doch ich bemühe mich nun, in ruhigen Minuten Kontakt zum Baby aufzunehmen und ihm meine Liebe zu versichern. <3

Eine ebenfalls Freundin hat mich auf eine Studie zu den psychologischen Faktoren in Schwangerschaft/Geburt/Wochenbett aufmerksam gemacht. Da es eine Aufwandsentschädigung gibt, war sogar der Mann sofort dabei. Ich frage mich, ob er sich ahnt, worauf er sich eingelassen hat. Ich liebe solche Studien und hätte vermutlich auch ohne Geld mitgemacht.

Apropos Geld: Der Vorteil am zweiten Kind ist ja, dass man nicht so viel anschaffen muss. Das meiste ist noch da. Größte Anschaffung bisher: eine neues Auto. Das alte war ein kleiner Dreitürer und wurde zu allem Überfluss im Januar bei einem Unfall zum wirtschaftlichen Totalschaden. Nun haben wir uns für einen gebrauchten Kombi entschieden, heute holen wir ihn ab. Romantisch, zum Valentinstag!

Ansonsten brauchen wir nicht viel. Eine neue Babyschale, definitiv, die alte war schon gebraucht und hat jetzt ihre maximale Anzahl an Nutzungsjahren überschritten. Eine neue Wickelauflage, die alte ist nun doch ziemlich auf und ich gehe optimistisch davon aus, dass das große Kind rechtzeitig trocken sein wird. Babykleidung sollte auch ausreichend da sein, sogar in weitgehend neutralen Farben. In ein paar Wochen werde ich mal anfangen zu sortieren. Ich freu mich drauf!

Wöchentlicher Statusbericht XII (2)

Wie weit bin ich: 15+1
Bauchumfang: am Bauchnabel 88 cm
Gewicht: 58kg
Das war schön: Letzten Mittwoch ein weiteres schönes Gespräch mit einer anderen Schwangeren. Das Kind hat sich im Cafe prima benommen. Am Donnerstag waren wir im Musikgarten und auch das war sehr schön. Außerdem haben wir ein neues Auto. Morgen holen wir es ab.
Zudem bilde ich mir manchmal ein, das Baby zu spüren.
Das war doof: Leide erneut unter Kopfschmerzen, die am Samstag Abend ganz besonders heftig waren, das hatte ich selten in der Stärke.
Ich vermisse: Es ist immer ein bisschen fies, wenn jemand in meiner Gegenwart Alkohol trinkt.
Heißhunger: Saft. Fanta. Und von dem Fenchelrisotto hätte ich sogar länger als drei Tage essen können.
Wehwehchen/Symptome: Kopfschmerzen. Gelegentliches Sodbrennen. Schmerzen im unteren Rücken. Im Bauch zieht es teilweise. Schlaflosigkeit.
Ich freue mich: auf meinen Urlaub, der leider erst in knapp vier Wochen startet.
Gekauft/Bestellt/Erledigt: Nichts weiter.

So war es bei Nummer 1.

Wöchentlicher Statusbericht XI (2)

Wie weit bin ich: 14+1
Bauchumfang: am Bauchnabel 88 cm
Gewicht: 58kg (hoppla!)
Der beste Moment diese Woche: Kontakt über das Internet zu anderen (werdenden) Müttern. Am Freitag habe ich mich drei Stunden mit einer anderen Schwangeren unterhalten, die erfreulicherweise genau gegenüber auf der anderen Straßenseite wohnt.
Das war doof: Schick anziehen für die Taufe gestern unmöglich. Sehe aufgrund des Bauches aus wie reingeschossen. Schlaflose Stunden des nachts.
Ich vermisse: im Moment nichts.
Heißhunger Ich wüsste grad nichts.
Wehwehchen/Symptome: Gelegentliches Sodbrennen. Schmerzen im unteren Rücken. Im Bauch zieht es teilweise. Schlaflosigkeit.
Ich freue mich: auf eine volle Woche.
Gekauft/Bestellt/Erledigt: Nichts weiter.

So war es bei Nummer 1.

WMDEDGT Februar 2017

Der Tag beginnt früh. Sehr früh. Nachdem der Mann am Abend zuvor vollmundig erzählt hatte, dass das Kind ja wirklich prima schläft nachts, müssen wir sie zwischen halb vier und halb fünf vom Aufstehen abhalten. Nachdem wir sie zu uns ins Bett geholt haben, schlafen wir immerhin alle bis kurz vor sieben. 

Ich stehe mit dem Kind auf und gehe mit ihr hoch auf den Dachboden, wo meine Eltern schlafen. Mein Vater ist erst am Abend zuvor angekommen und hat seine Enkelin noch nicht gesehen. Ich kuschle mich kurz zu meiner Mutter ins Bett und erzähle von dem Traum, den ich hatte. Das Kind kommt an und quetscht sich zwischen uns. Sie sieht sehr niedlich aus und ich bin mal wieder ziemlich verliebt. 

Ich lasse sie bei der Oma und gehe duschen. Danach ziehe ich mich an und beginne ich am Handy diesen Beitrag, bis das Kind mit der Oma runterkommt. 

Ich versuche das Kind zum Wickeln und Anziehen zu überreden, bin aber nur mäßig erfolgreich. Sie besteht darauf, von der Oma fertig gemacht zu werden. Na gut. Dann kommt der Mann vom Brötchen holen zurück und sie ist beleidigt, weil sie ihn nicht die Tür öffnen durfte. Wir holen das nach, Hauptsache Kind glücklich. 

Frühstückszeit. Ich habe mit Schmerzen im unteren Rücken zu kämpfen und dem üblichen mangelnden Appetit. 

Um viertel vor neun sind wir fertig. 

Das Kind darf ein wenig am iPad spielen und der Mann zeigt mit eine sehr wirre taiwanesische Werbung für den SuperBowl. Dieser findet heute Nacht statt und der Mann plant ihn komplett anzusehen. Da bin ich ja mal gespannt! 

Wir versuchen die Sendung mit der Maus in der Mediathek anzusehen, scheitern aber an technischen Problemen. Die Großeltern packen stattdessen das Kind zum Spazierengehen ein.
Ich schreibe eine Karte. Wir sind heute auf eine Taufe eingeladen und der Mann ist Pate!

Meine Eltern kommen wieder und berichten, das Kind habe einen PowerNap gehalten. Wundert mich nicht, aber ich bin froh, heute mit dem Mittagsschlaf nichts zu tun zu haben. 

Ich schiebe zwei Aufbackbrezeln in den Ofen und ziehe mich um. Meine normale schwarze Hose passt noch, aber das Oberteil werde ich  immer zurechtziehen müssen und der Gürtel ist auch doof. Nun denn, es geht nicht anders. 

Um kurz vor halb zwölf verabschieden wir uns. Die Taufe ist zwar erst um 13 Uhr, aber leider haben wir derzeit kein Auto. Wir müssen ziemlich weit in den Norden von Hamburg und fahren entsprechend lang. Daher bin ich ganz froh damit, das Kind bei Oma und Opa lassen zu können. Die haben selten genug Exklusivzeit mit ihr. Win-win-Situation!

Die Taufe ist recht schön und in wirklich kleinem Kreise. Der Täufling ist offenbar begeistert, in den Kreis der Kirche aufgenommen zu werden und strahlt und strampelt fröhlich! 

Danach fahren wir mit einem Onkel zum Restaurant, eingequetscht zwischen zwei älteren Damen sitze ich hinten. Das Essen ist sehr lecker (Rinderfilet!) und wir sitzen ganz schön beisammen. Gegen Ende wird es unentspannt, weil es dem Kleinen zu viel wird. Leider sehen die Eltern seine Zeichen nicht so und beenden das Zusammensein zu spät. Naja. 

Zum Glück können wir auch für den Heimweg die Mitfahrgelegenheit nutzen. Meinem Rücken gefällt das nicht, aber wie sagt meine  Mutter immer so schön: „Besser schlecht gefahren, als gut gelaufen.“ 

Daheim war alles problemlos. Das Kind hat geschlafen und gegessen und sie sind mit der U-Bahn gefahren. Vermisst wurden wir nicht. Große Kinder sind praktisch! 

Wir essen zu Abend und sehen dann Nachrichten, während das Kind rumturnt. Schließlich nehme ich sie mit nach oben. Zähneputzen und umziehen sind ein einziger Act. Schließlich übernimmt der Mann, der sie auch ins Bett bringt. 

Wir schauen noch den Tatort und gehen rechtzeitig ins Bett. Also, alle, bis auf den Mann!