Jahresrückblick 2016

Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war Dein Jahr?
9

Glücklich gewesen?
Ja. Im Großen und Ganzen bin ich wirklich vom Glück gesegnet. Manchmal hab ich Angst, dass der fette Hammer kommt, aber ich versuche, das zu verdrängen und zu genießen.

Zugenommen oder abgenommen?
Nach dem Abstillen ein bisschen zugenommen. Dann letztens festgestellt, dass ich wieder etwas abgenommen habe. Jetzt zum Jahresende wieder ein Kilo drauf.

Haare länger oder kürzer?
Gleich kurz

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Auch keine Änderung

Mehr ausgegeben oder weniger?
Wir haben ein Haus gekauft. Wobei nur ein Teil des Geldes wirklich von uns war. Aber es war wohl wirklich die größtmögliche Summe, die wir je auf einen Schlag ausgegeben haben (werden).

Mehr Kohle oder weniger?
Ungefähr gleich. Meine Chefs zahlen unseren Beitrag für die Kita.

Besseren Job oder schlechteren?
Im Prinzip auch keine Änderung. Teilzeit im selben Job wie vorher.

Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn ja, was?
Ich glaube nicht.

Mehr bewegt oder weniger?
Es hätte mehr sein können. Immerhin laufe ich zu Hause jetzt Treppen.

Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr?
Ein paar Erkältungen. Dazu eine Nebenhöhlenentzündung im Mai, die aber nur einmal so wirklich unangenehm und schmerzhaft war, wie man immer so denkt. Ich musste Antibiotika nehmen, denke aber, dass die überflüssig waren.
Außerdem einmal Lazarett, siehe nächste Frage.

Davon war für Dich die Schlimmste?
Als wir im März alle mit einem fetten grippalen Infekt flach lagen, der Mann sich dazu den Magen verdorben hatte und einen halben Tag lang nichts trinken konnte. Da war ich schon auf der Suche nach einem Arzt, der nach Hause kommt, aber sowas gibt es ja heute nicht mehr. Ich hatte ziemliche Gliederschmerzen und mir ein paar Tage später auch noch den Magen verdorben, es kommt also noch einmal Kotzerei dazu. Das Kind war am wenigsten krank, aber immerhin genug, um viel mit uns im Bett zu liegen und zu schlafen.

Der hirnrissigste Plan, der einfach nicht funktioniert hat?
Zu unserem Hochzeitstag nach Dublin zu fliegen und das Kind bei der Oma zu lassen. Das wurde von einem wenige Stunden vor Abflug kotzenden Kind durchkreuzt. Wir sind dann nicht geflogen.

Die gefährlichste Unternehmung?
Ich hab eher nichts gefährliches gemacht.

Die teuerste Anschaffung?
Naja. Haus, ne?

Das leckerste Essen?
Das beste Essen, von Zubereitung und Qualität her, dürfte wieder das Essen unserer Firmenweihnachtsfeier gewesen sein. Leider war ich erkältet und konnte nach dem dritten Gericht nichts mehr schmecken. Bis dahin war es aber wirklich ziemlich gut.

Das beeindruckendste Buch?
Also. Ich habe zum ersten Mal ein Buch innerhalb von sechs Monaten doppelt gelesen und zwar „Ready Player One“ von Ernest Cline.
Das hab ich noch nie und das sagt wahrscheinlich auch schon alles.

Der ergreifendste beeindruckendste Film?
„Die Entdeckung der Unendlichkeit“
und
„Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“.

Zufällig beides Filme mit Eddie Redmayne als Hauptdarsteller und sehr sehr sehr zu empfehlen, insbesondere der erste!

Das schönste Konzert?
Wir hatten zwei Chorkonzerte, von denen das erste unerwartet gut war, nachdem wir bis zur Einsingprobe kurz vorher immer ziemlich verkackt haben. Im Konzert dann eine riesige Verbesserung und wir waren dann auch alle sehr zufrieden.

Mir ist eingefallen, dass ich noch auf zwei Konzerten war. Einmal Dieter Thomas Kuhn, das war sehr schön. Mit den Mädels, wie früher!
Und dann noch Vanessa Mai, das hatte meine Schwiegermutter mir geschenkt, ich fand es etwas anstrengend.

Und mein Musikgeschmack ist nicht so grauenhaft, wie man jetzt denken könnte. ;)

Die meiste Zeit verbracht mit…?
dem Kind, arbeiten

Die schönste Zeit verbracht mit…?
Schatz, meiner Familie, unserer Tochter

Vorherrschendes Gefühl 2016?
Ich hätte schon ganz gerne noch ein zweites Kind.

Und: Was ist das für eine kranke Welt?

2016 zum ersten Mal getan?
Ein Haus gekauft.

2016 (nach langer Zeit) wieder getan?
Umgezogen.
Gehibbelt.
Schwanger geworden.

3 Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
Ich wiederhole das vom letzten Jahr: Die ganzen Krisen, Dramen und grauenhaften Dinge, die dieses Jahr in der Welt passiert sind.
Diverse Tage ohne Geschmacks- und Geruchssinn.

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Lass ma wieder hibbeln!

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Die Ankündigung des zweiten Enkelkindes.

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Dass der Mann sich tatsächlich wieder aufs Hibbeln einließ.

Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
„Ich hab noch ein Geschenk für euch!“

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
„Na dann, ist doch gut!“

Dein Wort des Jahres?
Haus, Garten, alles!

Dein Unwort des Jahres?
Rechtspopulismus

2016 war mit 1 Wort…?
schön!

Zum Vergleich: Verlinke deinen Rückblick vom letzten Jahr!
Jahresrückblick 2012
Jahresrückblick 2013
Jahresrückblick 2014
Jahresrückblick 2015

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Satz mit X

Gestern hatte ich das Kennenlerngespräch mit der Hebamme.

Am Telefon klang sie sehr nett und ich fand es auch toll, das sie so unkomplizert Termine per SMS ausmacht. Ich sollte zu ihr in die Praxis kommen, was ich kurz komisch fand, aber dann schon in Ordnung, die Praxis ist mit ÖPNV eine knappe Stunde entfernt. Das sie für ein kurzes Gespräch nicht durch die Gegend fahren will, hab ich durchaus verstanden. Ich ging davon aus, dass die Vorsorgen dann sicher bei mir zu Hause stattfinden würden. Das kann man ja auch zeitlich flexibel gestalten.

Ich klingelte also und sie machte mir die Tür auf. Und war mir auf den ersten Blick gleich irgendwie nicht so sympathisch. Sie bat mich durch, ich fragte nach dem Klo und durfte es benutzen.
Danach fand Gespräch statt und es stellte sich raus, dass die Vorsorgen tatsächlich nur in der Praxis stattfinden. Man müsse ja sonst immer das CTG mitschleppen. Pfff. Ich bin wohl verwöhnt durch meine vorherige Hebamme.

Sie sprach auch ständig von den ganzen Kursen, die in der Praxis so angeboten werden. Ok, das bringt mir jetzt nichts, ich wohne in einem völlig anderen Stadtteil und brauche, wie gesagt, fast eine Stunde dorthin. Auf ihrer Website schreibt sie, dass sie ihre Dienste auch in meinem Stadtteil anbietet, daher hatte ich sie überhaupt kontaktiert.

Nun denn. Nach 10 Minuten war das ganze wieder vorbei, ich wurde gebeten, ihr noch vor Heiligabend Bescheid zu geben und dann schnell rauskomplimentiert.

Okee. Die ist es also schon mal nicht. Morgen werde ich ihr absagen.
Und nun bin ich wieder auf der Suche nach einer Hebamme. Zwei hab ich angeschrieben, ich hoffe, dass zeitnah was zurückkommt. Ich vermute aber, dass ich dieses Thema dieses Jahr wohl nicht mehr werde klären können.

Dies und Das

Hier tut sich mal wieder viel im Verborgenen, aber es ist nichts, was ich derzeit verbloggen könnte.

Uns allen geht es soweit gut. Mich plagt ein hartnäckiger Husten, dazu Schnupfen, aber es wird jeden Tag ein bisschen besser.
Das Kind ist fit und macht den üblichen Blödsinn. Für gewöhnlich verliere ich einmal am Tag die Nerven, aber ich habe die Hoffnung, dass auch das wieder besser wird. Im Großen und Ganzen kann ich mich nämlich eigentlich nicht beschweren.

Letzte Woche Donnerstag hatten wir Firmenweihnachtsfeier, die ich aufgrund von Aussetzern bei Geschmacks- und Geruchssinn leider nicht so genießen konnte wie sonst. Aber schön war es trotzdem. Zudem haben wir am Tag darauf alle frei gekriegt, das hat viel wett gemacht.

Der vierte Advent ist schon wieder rum. In wenigen Tagen ist Weihnachten. Ich fühle mich nicht sehr weihnachtlich, habe aber recht viel geschmückt, mit dem Kind Plätzchne gebacken und höre immer mal Weihnachtslieder. Und breche bei „Auf der Suche nach Weihnachten“ von Rolf Zuckowski in Tränen aus, weil es mich so sehr an die vorfreudige festliche Zeit in in meiner Kindheit erinnert, die ich nie wieder erleben werde, und die ich bisher auch nicht schaffe, für das Kind heraufzubeschwören. Vielleicht wird das in den nächsten Jahren was, wenn selbiges größer ist und selbst Vorfreude verspüren kann.

Am Sonntag, dem ersten Weihnachtsfeiertag, kommen meine Eltern und mein Bruder zu Besuch und bleiben bis ins neue Jahr. Ich freue mich drauf, aber ich habe auch etwas Sorge, dass wir uns auf die Nerven fallen könnten. Wobei ich zwischen den Jahren allerdings drei Tage arbeiten muss.

Es ist noch einiges zu erledigen in den nächsten Tagen. Wir haben immer noch keinen Baum, obwohl ich da seit zwei Wochen erledigt haben will. Irgendwie stellt sich der Mann quer. Ich seh uns den am Heiligabend vormittag besorgen, falls es da überhaupt noch welche gibt. ^^

Ich werde wahrscheinlich im Dezember nicht mehr viel als meinen Jahresrückblick online stellen. Daher schön mal schöne Feiertage und einen guten Rutsch!

Wöchentlicher Statusbericht IV (2)

Wie weit bin ich: 7+1
Bauchumfang: am Bauchnabel 82 cm
Gewicht: 56 kg
Der beste Moment diese Woche: Ein positiver Besuch bei der Frauenärztin. Es ist ein kleiner Eckenkuschler und einen Herzschlag gab es zum Glück auch zu sehen.
Das war doof: So müde. Dazu Schlaflosigkeit. Und Übelkeit. Ich bin einfach platt.
Ich vermisse: Wein..
Heißhunger auf: Dosenfisch.
Wehwehchen/Symptome: Übelkeit. Müdigkeit. Schlaflosigkeit. Husten.
Ich freue mich: auf Weihnachten und darauf, es meiner Familie zu verkünden können. Außerdem auf jede Minute Schlaf. Morgen ist außerdem das Kennenlerngespräch mit der Hebamme.
Gekauft/Bestellt/Erledigt: Die Verkündigung bei unseren Freunden. Versehentlich. Der Mann schickte das US-Bild per WhatsApp statt an mich an die Freundesgruppe und schon war die Katze aus dem Sack. Naja. :D Fast hätte ich mich auch bei Twitter geoutet, einige wurden neugierig, zweien hab ich es dann auch gesagt. Aber weil mein Bruder mitliest, muss das noch etwas warten.

So war es bei Nummer 1.

II: 6+4 – Bestätigung

Heute war der ersehnte Frauenarzttermin.
Der Mann wollte unbedingt mitkommen und so saßen wir pünktlich um 8:30 Uhr bei meiner neuen Frauenärztin auf der Bank vor dem Behandlungszimmer. Ich war ganz guter Dinge, fühle ich mich doch recht schwanger schon, inkl. Müdigkeit, immer was essen müssen, weil sonst übel, usw.

Es dauerte unerwartet lange. Gegenüber war der CTG-Raum und ich musste feststellen, dass ich diese speziellen Geräusche NICHT vermisse. Ich hatte in der letzten Schwangerschaft genug CTGs für drei Schwangerschaften und ich hoffe, dass ich diesmal mit so wenigen wie möglich auskomme.

Schließlich stellte sich auch raus, warum es so lange dauerte, die Frau, die vor mir dran war, war ganz offensichtlich keine glückliche Frühschwangere, „fallende Hormonwerte“, „Krankschreibung“ und „soll sofort kommen“ sprechen ihre eigene Sprache. Im Behandlungszimmer selbst standen zwei Becher Tee/Kaffee o.ä. und auch meine Ärztin musste erstmal ein bisschen runterkommen. Nicht schön das alles, aber da ich bisher verschont blieb von sowas, hat es mir auch nichts weiter ausgemacht.

Dann endlich: unten rum freimachen, US einstöpseln und tadaa: Fruchthöhle, zeitgerecht. Und ganz an der Seite, ein kleiner Eckenkuschler. Zunächst allerdings kein Herzschlag, was auch normal gewesen wäre, aber meine Ärztin bat um Geduld und tatsächlich, da war ein Pochen. Uff! Alles gut! Der Mann war auch erleichtert.

Danach begutachtete sie meinen Mutterpass und war sehr erfreut über den Immunschutz für Cytomegalie und Toxoplasmose. Sie empfahl mir dann noch dringend, mich auf Ringelröteln testen zu lassen, da wir ein Kleinkind in der Kita haben, ist das eine nicht zu ignorierende Gefahr.

Ich fragte noch nach, wie es aussähe wegen Vorsorgen bei Hebamme und sie meinte, am liebsten im Wechsel. Na gut, mir ist es gleich. Hauptsache kein Stress.

Als ich den Mann verabschiedete, kam die Frau von vorher nochmal rein und sie tat mir gleich doppelt leid, hielt der Mann doch grade ein frisch ausgedrucktes US-Bild in der Hand. Wir haben es etwas versteckt.

Die Blutabnahme war ein Traum, es ging auf Anhieb! und ohne Schmerzen. Das habe ich auch selten. Ich bin wohl wirklich in der richtigen Praxis gelandet.

Der nächste Termin findet in 3,5 Wochen statt und wird fast eine Stunde dauern. Da bin ich mal gespannt!

Nun noch die Chefs informieren, heute abend ist Weihnachtsfeier und ich möchte lieber Klartext reden, bevor ich dumm angeguckt werde, weil ich plötzlich keinen Alkohol mehr trinke.

Wöchentlicher Statusbericht III (2)

Wie weit bin ich: 6+1
Bauchumfang: am Bauchnabel 82 cm
Gewicht: 55 kg
Der beste Moment diese Woche: War mit meinen Freundinnen essen und habe von der Schwangerschaft erzählt. Es war ein sehr schöner Abend!
Das war doof: Ich schlafe so schlecht und kriege nicht gut Luft, s. Symptome
Ich vermisse: Wein..
Heißhunger auf: Dosenfisch. Und dann hatten wir wider Erwarten keinen da! :(
Wehwehchen/Symptome: Schwangerschaftsschnupfen. Husten. Frieren. Müde.
Ich freue mich: auf den Frauenarzttermin am Donnerstag bei 6+4
Gekauft/Bestellt/Erledigt: mit einer Hebamme einen Termin für ein Kennenlerngespräch ausgemacht.

So war es bei Nummer 1.

WMDEDGT Dezember 2016

Wie immer am 5. eines jeden Monats fragt Frau Brüllen, was ich eigentlich den ganzen Tag so mache.

Montag Morgen. Der Tag beginnt mit einem pünktlich zur Aufstehzeit (06:30 Uhr) quatschenden Kind und mit Kieferschmerzen und einem verspannten Rücken bei mir. Ich hab wohl mal wieder die Zähne nachts aufeinander gepresst. Auch der Mann ist nicht ausgeschlafen. Er steht auf und versucht das Kind anzuziehen, scheitert aber wie immer an der Hose. Die beiden gehen schon mal runter zum frühstücken, ich habe noch ein paar Minuten Schonfrist, die ich auch brauche um überhaupt halbwegs wach zu werden. Gut geschlafen ist was anderes.

Ich ziehe mich an und gehe ebenfalls runter. Frühstück vorbereiten, ein bisschen Radio hören, Frühstück essen, alles wie immer. Ich muss mit Müsli (mit viel Joghurt) im Mund niesen, das ist natürlich überflüssig. Das Kind sagt erst „Danke“ und dann „’sundheit!“
Der Mann verabschiedet sich sehr pünktlich, um 18 Uhr ist Eigentümerversammlung, da muss er rechtzeitig zu Hause sein. Das Kind verabschiedet ihn an der Tür und zieht sich dann ihre Stiefel und ihre Mütze an. In Kombination mit den nackten Beinen sieht das ziemlich lustig aus!

Ich beende mein Frühstück und gehe in die Küche. Das Kind darf die Spülmaschine anstellen, ich schmiere Brote. Schließlich überrede ich sie, die Stiefel auszuziehen und gehe mit ihr hoch, Zähneputzen. Das klappt so halbwegs, sie lässt sich auch willig Hände und Mund waschen, sowie Haare bürsten. Erst als es ans Hose anziehen geht, ist es nicht mehr so einfach. Die eigentlich angedachte Latzhose ist nicht genehm. Ich entscheide mich angesichts der Minustemperaturen für eine dünne Hose mit Strumpfhose drunter und muss dann doch einmal laut werden, weil sie sich so gar nicht anziehen lässt. Ich habe sofort ein schlechtes Gewissen und entschuldige mich. Schließlich ist sie fertig und wir können runter gehen.

Dort können jetzt enldich die Stiefel angezogen werden. Ich suche mir noch ein paar Ohrringe aus, was sofort das Kind auf den Plan ruft: „Ich auch!“ Ich gebe ihr einen großen Ohrring zum spielen, der aber bald uninteressant ist, schließlich sind da immer noch die Stiefel. Wir ziehen sie gemeinsam an an. Dann muss das Beebi her, also ihre Puppe. Die liegt auf dem Tisch. Ich darf sie aber nicht holen, das möchte das Kind selbst machen. Dann ist der Schal vom Beebi verschwunden. Ich habe den Mann im Verdacht, also dass er ihn am Freitag in der Kita vergessen hat. Kind und Puppe setzen sich in den Buggy. Ich bin jetzt auch fertig und wir können los. Tür abschließen, das Kind im Buggy zudecken und die großartige Winteratmosphäre bewundern. Es ist viertel vor acht und noch sehr dämmrig. außerdem etwas neblig und alles ist überfroren. Wunderschön!
Ich bringe den Müll weg, dann gehen wir zur Kita. Kaum sind wir unterwegs, zieht das Kind die Mütze aus und eine Minute später auch die Decke von ihren Beinen. Nicht zum ersten Mal kommt mir der Verdacht, dass das Kind entweder sehr viel Hitze oder überhaupt kein Temperaturgefühl hat. Es sind übrigens -4°C draußen.

Auf dem Weg zur Kita halte ich zweimal an und fotografiere die Eiskristalle, die alles überziehen. Ich bin ganz begeistert und denke wieder einmal, dass der Winter doch wirklich schön sein kann und dass es eigentlich keinen Schnee braucht. Nur Frost.

In der Kita angekommen, will das Kind zunächst nicht mit rein, sondern lieber das Gartentor öffnen und schließen. Schließlich kommt sie aber doch und ich ziehe sie aus. Leider ist ihre Lieblingserzieherin heute nicht da, weshalb sie bei der Übergabe etwas skeptisch ist. Aber auch die anwesende Erzieherin ist sehr lieb und alles geht gut.

Auf dem Weg zur Bahn werde ich wieder von den Eiskristallen in den Bann gezogen und verpasse fast meine U-Bahn. Aber es klappt doch noch. In der Bahn schreibe ich mit einer Freundin, die mit den Kitaerziehern nicht so viel Glück hat wie wir und lese in meinem Buch.

Auf dem Weg ins Büro treffe ich meinen Kollegen und unterhalte mich mit ihm über Kinofilme bzw. Kinos an sich.

Um viertel vor acht fange ich an, diesen Beitrag zu schreiben und arbeite dann erstmal.

Es klingelt. Unsere Steuerberaterin steht vor der Tür. Sie ist eine sehr liebe Frau (was meine Chefs anders sehen :D) und wir unterhalten uns eine Weile über Kinder (sie hat drei, ein Paradebeispiel für die berühmte Vereinbarkeit) und Hunde.

Nachdem sie gegangen ist, kocht der Kollege Kaffee.

Zum Dank erheitere ich ihn mit folgendem Tweet:

Feierabend um halb zwei.

Ich gehe zu Karstadt und kaufe Wolle für ein Puppenjäckchen. Die Tochter meiner Freundin wird demnächst ein Jahr alt und bekommt eine Puppe. Und die braucht unbedingt Kleidung! Vermutlich werde ich des Kindes Beebi dann auch eine Jacke stricken.

Um 14 Uhr hole ich das Kind aus der Kita. Wir wollen zusammen einkaufen gehen.

Abholen und einkaufen verlaufen erfreulich unkompliziert. An der Kasse bekommt das Kind einige Tiersticker geschenkt, die sie sehr interessant findet. Es ist sogar ein Tukan dabei, den sie aus einem Zoobuch kennt.

Wir fahren mit dem Bus nach Hause.

Dort möchte sie Wasser, Apfel und „Guja“. Wasser bekommt sie sofort, bei den anderen beiden bestehe ich auf vorherigem Händewaschen. Wie üblich dauert die Diskussion eine Weile an.

Ich lüfte das Wohnzimmer und betrachte seufzend das Hygrometer, welches 29% Luftfeuchtigkeit anzeigt. Zum Glück habe ich noch  eine Ladung Wäsche in Planung , die sollte das Problem vorübergehend entspannen.

Das Kind willigt ein, Hände zu waschen und bekommt ein Stück Schokolade und einen Apfel. Ich räume die Einkäufe ein und die Spülmaschine aus.

Dann gehe ich kurz in den Keller, um eine Maschine mit 60 Grad-Wäsche anzustellen. Das Kind bekommt unterdessen einen Wutanfall, ich finde aber nicht heraus, was das Problem ist.

Nun packt sie weitere Tiersticker aus. Dann finde ich im Rucksack das Päckchen vom Adventskalender aus der Kita. Da war das Kind nämlich heute dran. Sie packt es aus. Darin ein Kinderriegel und ein Schleich-Fuchs. Das gefällt mir.

Ich bastele ihr für die Aufkleber ein kleines Heftchen und  lege mich dann etwas aufs Sofa, um zu lesen. Das Kind isst ihren Riegel  und den Apfel. So und mit Quatsch machen verbringen wir einige Zeit.

Um 16 Uhr mache ich uns etwas zu essen warm, werde aber von einer sehr vollen Windel unterbrochen.

Dann essen wir Gemüse-Hackpfanne mit Reis. Das Kind isst geschickt um die Paprika herum.

Gegen viertel vor fünf beginne ich die Wäsche aufzuhängen.

Danach albern das Kind und ich herum, wobei ich feststelle, dass sie heimlich zwei weitere Zähne bekommen hat. Nun fehlen nur noch die beiden letzten Backenzähne oben.

Um 20 nach sechs klingelt der Mann. Das Kind öffnet ihm mit der Mundharmonika in der Hand und teilt ihm mit, dass ich auch da sei, was den Mann natürlich nicht so sehr überrascht.

Das Kind darf ein wenig mit dem iPad spielen, der Mann und ich unterhalten uns. Um kurz vor sechs geht er zur Eigentümerversammlung.

Das Kind darf baden und spielt dabei Whirlpool. Zum Glück kann man die Dusche zu machen. Sie gibt sich dafür Mühe, die Duschtür ordentlich sauber zu machen. ;)

Danach abtrocknen und anziehen. Um halb sieben gibt es Abendessen. Haferflocken wie meistens. Das Kind beschäftigt sich weiter mit den Tierbildern und lernt, was ein Faultier ist.

Kurze Zeit später kommt der Mann heim, mit Luftballontieren in der Hand. Die hat der Nachbar fürs Kind gemacht.

Die Versammlung war wohl recht ergiebig, nur dass die beiden Parteien um die es ging, gar nicht da waren. Wir bekommen demnächst neue Nachbarn und die machen sich direkt nach unbeliebt. Mal sehen,  was das noch wird.

Um kurz nach sieben nimmt der Mann das Kind mit nach oben und bringt sie ins Bett.

Ich stricke und schaue etwas Fernsehen.

Ich muss noch duschen, ansonsten wird der Abend nicht mehr lang.

Als ich später die Haustür abschließe, entdecke ich, dass der Nikolaus da war. Ein kleiner Sack voll  Süßigkeiten fürs Kind hängt am Türgriff. Wir haben tolle Nachbarn!

Gute Nacht!

Wöchentlicher Statusbericht II (2)

Wie weit bin ich: 5+0
Bauchumfang: am Bauchnabel 81 cm (Huch!)
Gewicht: 55 kg
Der beste Moment diese Woche: allmählich fühle ich mich doch mal schwanger. Ich muss tatsächlich seit ein paar Tagen den Knopf an der Hose öffnen.
Das war doof: Kotzikind gestern abend. Starke Schmerzen beim Niesen.
Ich vermisse: Nichts bisher.
Heißhunger auf: nix
Wehwehchen/Symptome: Durst. 2,5 Liter am Tag sind kein Problem. Schlaflosigkeit. Kopfschmerzen. Rückenschmerzen.
Ich freue mich: dass es mir gut geht.
Gekauft/Bestellt/Erledigt: mich mit der Hebammensuche beschäfitigt. über die Themen „zweites Auto“, „Babyschale“ und „Mädchenname“ diskutiert. Der Jungenname steht übrigens schon lange fest.

So war es bei Nummer 1.