Ausquartiert(?)

Seit Anfang des Monats schläft das Kind in ihrem eigenen Zimmer. Also, zumindest einen Teil der Zeit.

Für mich war es ja ein wichtiger Punkt, sie deutlich vor Ankunft ihres Geschwisterchens auszuquartieren. Am liebsten hätte ich das schon Anfang des Jahres gemacht, aber so haben wir doch erstmal nur das Lattenroste vom Gitterbett runtergesetzt, selbiges geschlossen und von meiner Seite auf die des Mannes gestellt. Das funktionierte auch ganz gut, manchmal schlief sie die ganze Nacht in ihrem Bett, oft holten wir sie aber auch zu uns. Das heißt, der Mann holte sie zu sich, sie scheint zu merken, dass ich es überhaupt nicht leiden kann, wenn man mir Platz wegnimmt und so nahm sie eben dem Papa dem Platz weg.

Ich hab dann ewig nach dem richtigen Bett fürs Kind gesucht. Es sollte direkt ein großes Bett werden, also 1 x 2m. Wenn schon, denn schon. Am liebsten ein umbaubares Bett, vom normalen zum Hochbett und wieder retour. Und um Himmels Willen nicht weiß, ich verstehe nach wie vor nicht, warum Kinderzimmermöbel so häufig weiß sind. Man legte mir die Möbel von Flexa ans Herz, aber die waren auch größtenteils weiß und außerdem sauteuer. Das wollte der Mann nicht einsehen.

Schließlich wurde ich doch fündig und im März konnten wir endlich das neue Bett aus hellem massivem Holz aufbauen. Dann fehlte nur noch die Matratze. Da hab ich auch wieder ewig gesucht, um dann doch bei Ikea zu landen. Kaum hatte ich die Matratze ausgepackt und zum Ausliegen ins Schlafzimmer gelegt, da pennte das Kind auch schon darauf ein. Vormittags, deutlich vor ihrer Zeit. Treffer, würde ich sagen.

Seit dem ersten April also steht das Bett samt Matratze und Bettzeug. Letzteres hat Schwiegermutter gekauft, inkl. eines normal großen Kissens, das meines Erachtens noch lange viel zu groß fürs Kind ist, aber seit ein paar Tagen besteht sie darauf.

Sie nahm das Bett von Anfang an als ihres an, tatsächlich war sie ganz begeistert und sie schläft auch jeden Abend anstandslos dort ein. Relativ zu Anfang gab es zwei Nächte, in denen sie bis sechs Uhr durchschlief, aber in den anderen wurde sie doch wach, meist weinend, so dass wir sie ins Schlafzimmer geholt haben. Dort schläft sie dann im Gitterbett problemlos weiter.
Die Uhrzeiten variieren, mal ist es Mitternacht, mal wird es halb vier.

Mein Plan ist es ja eigentlich, nicht mit beiden Kindern im Schlafzimmer zu schlafen. Ich denke aber, ich werde der Realität ins Auge sehen müssen. Gerade die ersten Monate sind wir wahrscheinlich alle froh um jeden Schlaf, den wir kriegen, ob nun zu dritt oder zu viert im Zimmer.

Lediglich über die Schlafgelegenheiten muss ich mir nochmal Gedanken machen. Das Gitterbett soll wieder Beistellbett werden und auch wenn das Baby wahrscheinlich erstmal nicht darin schlafen wird, braucht das große Kind eine Möglichkeit. Alle vier im Ehebett kommt nicht in Frage und wir werden jetzt auch kein Drei-Meter-Bett mehr bauen. Es wird wohl erstmal eine Matratze auf dem Boden werden.

Na denn, gute Nacht!

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Versetzt (25+2)

Tja, eigentlich sollte hier ein Bericht über die erfolgreiche Vorsorge bei meiner Hebamme stehen.
Die tauchte leider gestern nicht auf. Ohne Nachricht. Ich hatte schon so ein Gefühl. Bisher war sie pünktlich gewesen bzw. höchstens zwanzig Minuten zu spät, was für mich bei einer Hebamme, die ja auch viel durch die Gegend fährt, immer noch als pünktlich gilt.

Gestern wurde ich also versetzt. Ich bin mittelmäßig angepisst, denn sie ist auch nicht per Handy erreichbar bzw. hat sich auf meine Mailboxnachricht hin noch nicht gemeldet. Das kann natürlich alles heißen. Vielleicht ist ja auch etwas passiert, man weiß es nicht. Trotzdem bin ich der Meinung, dass man als Hebamme für solche Eventualiäten Vorkehrungen getroffen haben sollte.

Nun hänge ich in der Schwebe. Kann ich noch irgendwann mit ihr rechnen? Muss ich sie völlig abschreiben? Ich kann natürlich die Vorsorgen auch komplett bei meiner Frauenärztin machen, aber das möchte ich aus verschiedenen Gründen nur ungern. Sollte sie sich nicht mehr melden, bleibt mir aber nichts anderes übrig. Immerhin geht es mir gut und ich habe bisher eigentlich auch keine wirklichen FRagen oder Probleme.

Besonders ärgert es mich aber wegen der Nachsorge. Die war mir nie soo wichtig, auch bei Kind Nr. 1 haben wir die Hebamme deutlich weniger gebraucht und nun hat man ja schon etwas Erfahrung. Trotzdem wäre es mir lieber, wenn da jemand wäre, der käme und sich das Kind mal anschaut. Man weiß ja nie.

Ich bin ziemlich verärgert und eigentlich möchte ich bloß, dass sich alles in Wohlgefallen auflöst. Aber irgendwie glaube ich nicht, dass es so kommt.

Edit: Es löste sich alles mehr oder weniger in Wohlgefallen auf, s. Kommentare.

Wöchentlicher Statusbericht XXII (2)

Wie weit bin ich: 25+1
Bauchumfang: am Bauchnabel 94 cm
Gewicht: 64 kg (hmmmm)
Das war schön: Endlich wieder daheim. Ein Chorwochenende am Meer.
Das war doof: Tagelange Halsschmerzen, keine Stimme. Anstrengende Heimfahrt mit diesmal gesundem Kind.
Ich vermisse: Nichts.
Heißhunger auf: Nichts
Wehwehchen/Symptome: bisschen Sodbrennen. Bisschen Kreuzbeinschmerzen. Hin und wieder ein harter Bauch oder zumindest ein Gefühl davon. Wirklich hart wird er nicht. Verdauungsprobleme.
Ich freue mich: darauf, dass es vielleicht irgendwann mal wieder Frühling wird?
Gekauft/Bestellt/Erledigt: nichts, aber allmählich gäbe es doch einiges zu tun.

So war es bei Nummer 1.

Wöchentlicher Statusbericht XXI (2)

Wie weit bin ich: 24+1
Bauchumfang: am Bauchnabel 93 cm
Gewicht: 63 kg
Das war schön: Ostern und Geburtstag bei meinen Eltern. Ausflüge und teilweise schönes Wetter.
Das war doof: Krankes Kind. Anstrengendes Kind. Fehlender Alltag.
Ich vermisse: Nichts.
Heißhunger auf: Frisches Obst, insbesondere Pfirsiche und Erdbeeren. Gibts noch nicht, als Ersatz daher Äpfel und Weintrauben.
Wehwehchen/Symptome: bisschen Sodbrennen.
Ich freue mich: auf den Alltag.
Gekauft/Bestellt/Erledigt: einen winzigen Kurzarmbody mit Krokodilen drauf. ;)

So war es bei Nummer 1.

Junge, Mädchen, Junge, Mädchen…

Eigentlich ist dieser Text mittlerweile überflüssig, aber mich möchte es gerne für mich für später aufschreiben.

Die beliebteste Frage anderer Leute an Schwangere ist ja die Frage nach dem Geschlecht. Ich nehme mich da selbst auch nicht aus, finde es aber auch bei anderen Leuten deutlich spannender als bei mir.
Mir selbst wurde die Frage ab der elften Woche gestellt, als das Baby noch ein Gummibärchen und ganz sicher nichts zu erkennen war. Dieser Freundin teilte ich irgendwann mit, dass ich mir das Geschlecht wahrscheinlich verraten lassen, aber das dann nicht unbedingt weitergeben würde. Da ruderte sie plötzlich zurück, so wichtig sei es ja auch nicht. Ach was. Nachdem sie die Frage jede Woche gestellt hatte. Menschen.

Nun denn. Bekanntlich habe ich mir das Geschlecht diesmal verraten lassen bzw. wollte es nach Möglichkeit wissen (im Gegensatz zum letzten Mal, als ich unbedingt ein Überraschungsei haben wollte) und zwar aus dem einfachen Grund, dass ich mich an ein mögliches zweites Mädchen erstmal gewöhnen müsste.

Denn mein größter Wunsch war immer ein Sohn. Ich weiß gar nicht so recht warum, aber ich wollte immer gerne einen kleinen Jungen. Tatsächlich war ich jetzt beim zweiten Kind auch eine ganz Weile davon überzeugt, dass es ein Junge wird. Es konnte gar nicht anders sein. Weder in meiner Familie noch der des Mannes gibt es viele Mädchen und schon gar keine Schwestern (Ausnahme: meine Schwiegermutter hat eine Schwester).

Auch mit dem Namen hatten wir Probleme. Diesmal stand schon sehr schnell ein Jungenname fest, also konnte es nur ein Junge werden, klar. Am Mädchennamen haben wir ewig rumgemacht und so hundertprozentig bin ich nach wie vor nicht überzeugt. Aber es gibt einfach keine sonst, die mir gefallen.

Nun kam also vor drei Wochen der große Ultraschall und ich fragte irgendwann mal vorsichtig, ob man denn wohl und meine Ärztin, ja, könne man. (Ist wirklich so abgelaufen.)
Und tatsächlich. Für den Bruchteil einer Sekunde dachte ich: Junge! Aber dann bestätigte es mir meinen Ärztin, das sei ganz eindeutig ein Mädchen.

Ja, ich war enttäuscht. Ganz ehrlich. Denn das Thema Kinder ist nach diesem zweiten Kind durch. Natürlich legt mir jetzt jeder nahe, noch ein drittes Kind zu kriegen, aber das ist nahezu ausgeschlossen. Der Wunsch nach einem kleinen Sohn wird also nicht merh erfüllt werden.

Die ersten Tage hat es immer gepiekt, wenn ich irgendwo was von „Sohn, Bruder, Junge“ oder ähnlichem las. Nach einer knappen Woche hatte ich es akzeptiert und ich konnte hin und wieder „sie“ statt „es“ denken. Es wird aber trotzdem wohl bis zur Geburt „das Baby“ bleiben.

Das Kind hat das mit der kleinen Schwester schon ziemlich akzeptiert. Verstehen tut sie es nicht, aber wenn man das Wort Bruder erwähnt, korrigiert sie einen schon.

Ich habe auch lange darüber nachgedacht, warum ich so gerne einen Sohn haben wollte. Letztlich ist das Geschlecht ja ziemlich egal. Jeder Mensch ist anders und wir sind ja nicht mehr im finsteren Mittelalter, wo Frauen quasi nur fürs Heiraten und Kinderkriegen zuständig waren, während die Männer alle Rechte hatten.
Auch wenn der Feminismus und die Emanzipation noch viel zu tun haben, bis Mann und Frau wirklich wirklich gleichgestellt sind. Nun ist es also meine/unsere Aufgabe, unsere Töchter zu selbstbewussten Mädchen bzw. Frauen zu erziehen, die ihren eigenen Weg gehen können.

Von der fehlenden Familiensymmetrie mal abgesehen ist mein Problem tatsächlich: Meine Neugierde wird nicht befriedigt. Ich hätte so gerne gewusst, wie es mit einem Sohn wäre. Wie hätte ich ihn behandelt und erzogen? Wirklich neutral, wie es ja eigentlich mein Ziel ist? Oder wäre ich doch wieder auf das Klischee vom rabaukigen Jungen reingefallen? Letztlich Quatsch, denn unsere große Tochter ist alles andere als eine zarte Prinzessin, die sich nichts zutraut und der auch nichts zugetraut wird.

Vorgestern unterhielt ich mich mit meiner Freundin über dieses Thema, der es ähnlich geht. Sie hat bereits eine Tochter und wünscht sich ebenfalls sehr einen Sohn. Im Gegensatz zu mir würde sie wohl sogar in Richtung drittes Kind gehen, falls das zweite Kind auch ein Mädchen wird.

Schon komisch, das Thema ist so tabu, und es heißt immer nur „Hauptsache gesund“, aber wenn man doch mal nachfragt, stellt sich raus, wieviele Menschen doch ziemlich konkrete Wünsche haben, was das Geschlecht angeht. Und dass auch da Enttäuschung herrscht. Wie es nun mal bei Wünschen passiert, die nicht in Erfüllung gehen.

Zwei Mädchen also. Ganz neue Zeiten.

Wöchentlicher Statusbericht XX (2)

Wie weit bin ich: 23+1
Bauchumfang: am Bauchnabel 92,5 cm
Gewicht: 62 kg
Das war schön: Friseur mit dem Kind am Dienstag. Es ging ganz wunderbar und problemlos und jetzt ist sie schick. Babygucken letzten Mittwoch. Das Kind war sehr angetan von dem Kleinen.
Das war doof: Sehr unruhige Nächte mit wenig Schlaf am Stück.
Ich vermisse: Nichts.
Heißhunger auf: Frisches Obst, insbesondere Pfirsiche und Erdbeeren. Gibts noch nicht, als Ersatz daher Äpfel und Weintrauben.
Wehwehchen/Symptome: Nichts, außer etwas Rücken von zuviel Garten- und Hausarbeit. Bisschen Sodbrennen.
Ich freue mich: die Zeit bei meinen Eltern. Die Bahnfahrt wird aber wahrscheinlich anstrengend. Meinen Geburtstag.
Gekauft/Bestellt/Erledigt: Den Elterngeldantrag ausgedruckt.

So war es bei Nummer 1.

WMDEDGT April 2017

Der Tag beginnt um zehn vor sechs. Da steht der Mann auf und holt das rufende Kind. Wir hatten sie am Wochenende in ihr eigenes Zimmer ausquartiert und sie hat jetzt die zweite Nacht dort durchgeschlafen. Er hatte sich noch beschwert, dass das so weit weg ist und er sie gar nicht hört. Nun, diesmal hab ich offenbar tiefer geschlafen als er.

Das Kind liegt zwischen uns und plappert vor sich hin. Sie schreit auf einmal „Aua aua!“, wir wissen aber nicht warum. Der Mann gibt ihr einen tröstenden Kuss, woraufhin sie motzt: „Nein, Pusten, nicht Kussi!“ Ok. Ich liege unterdessen da und spüre das Baby gegen meine Hand stupsen. <3

Schließlich steht der Mann auf. Das Kind hinterher, sie besteht aber darauf, dass er sich zuerst anzieht. Dann hängt sie sich an ihr Bett und ist nicht mehr ansprechbar. Der Mann geht also runter, Frühstück vorbereiten. Das Kind hängt weiterhin am Bett.

Um halb sieben geht sie schließlich zur Treppe, ruft nach Papa und lässt sich von ihm fertig machen. Ich stehe kurz danach auf, Klo, waschen, anziehen. Ich höre von unten, dass das Kind erst guten Appetit sagen will, bevor sich etwas isst. Dafür will sie auf mich warten. Nun denn.

Ich gehe runter, und bereite in der Küche schon mal alles vor. Schließlich ist das Kind bereit den Spruch mit den kleinen Fischen aufzusagen und danach die Teller zu verteilen. Also ihren und meinen, der Mann ist schon fertig mit essen. Er geht Zähneputzen, ich bin wieder in der Küche. Er verabschiedet sich, als ich am Tisch sitze und wir kuscheln kurz. Sofort kriegen wir wieder eins drauf: „Nein, nicht kuscheln! Meine Papa!“ Kuscheln will sie aber auch nicht mit ihm. Pff.

Frühstücken, kurz im Handy lesen, ein Buch angucken. Das Kind zieht einen Socken aus und beklagt sich, dass ihr Fuß warm ist. Danach Brote schmieren und Zähneputzen. Letzteres klappt ausnahmsweise mit verhältnismäßig wenig Überredung. Es ist ein täglicher Kampf.

Danach will ich das Kind komplett anziehen, findet aber ihren zweiten Socken nicht, den sie eben noch in der Hand hatte. Wie kann sowas in Sekundenbruchteilen verschwinden? Also andere Socken, dazu ein zweites Oberteil, es ist nicht so warm heute. Außerdem Haare bürsten. Wir waren gestern beim Friseur und nun stellt sich die Frage „Zopf ja oder nein?“ erstmal nicht mehr. Bürsten und Haarspangen müssen trotzdem sein.

Anziehen geht ebenfalls fast problemlos, bis sie austickt, weil ich ihre Jacke während des Anziehens angefasst habe. Manchmal muss man sich schon wundern…
Sie geht heulend raus, erzählt mir was von „Aua Bauch“ und will in den Buggy. Mir soll es recht sein. Wir sind pünktlich in der Kita, wo ich eine Mutter samt Tochter treffe, die ich schon seit einigen Wochen nicht mehr gesehen habe. Offenbar haben wir uns immer verpasst.

Das Kind rennt begeistert zu ihrer Erzieherin. Ich freue mich immer zu sehen, wie wohl sie sich dort fühlt und wie sehr sie ihre Erzieherinnen mag.

Ich unterhalte mich noch kurz mit der anderen Mutter über meine Schwangerschaft, lasse sie das Geschlecht raten (sie liegt richtig, bisher lag jeder richtig) und diskutiere die Möglichkeit eines dritten Kindes (nein!)

Dann auf zur U-Bahn. Ich steige eine Station eher aus und gehe zu Budni. Wir dürfen heute ein noch ziemlich frisches Baby bewundern und ich will sowohl dem Kleinen als auch der Mutter etwas mitbringen. Sie bekommt ein erfrischende Duschgel und einen Nervennahrungsosterhasen. Bei der Handcreme für mich erwische ich versehentlich den Tester. Der war noch komplett zu. Warum stellt man einen verschlossenen und versiegelten Tester ins Regal? Ich darf in trotzdem mitnehmen.

Ich bin etwas zu spät im Büro, aber wie so oft die erste, da merkt das keiner. Dann unterhalte ich mich mit einer Twitterfreundin über Agyrax, THE Zaubermittel bei Hyperemesis. Eine andere Bekannte leidet unter starkem Erbrechen in der Schwangerschaft und macht sich Sorgen, ob das Zeug dem Baby wirklich nicht schadet. Ich kann sie beruhigen und bin wieder einmal froh, dass mir die Kotzerei erspart geblieben ist. Hin und wieder muss ich etwas würgen, aber das ist ja zu vernachlässigen.

Dann beginne ich mit diesem Beitrag und arbeite etwas. Um 10 Uhr will ich zu Karstadt und ein kleines Geschenk für das Baby heute nachmittag besorgen.

Leider muss ich dann feststellen, dass eine Paket für mich nicht abgeliefert werden konnte, weil ich vergessen habe, die Firma anzugeben. Wie dämlich. Jetzt bestelle ich schon seit so vielen Jahren Pakete ins Büro… Mal schauen, wie ich jetzt an das Paket komme.

Nächster Punkt: Zugfahrkarten nach München buchen. Über das Himmelfahrt-Wochenende. Als wir vor anderthalb Monaten erstmalig die Preise gecheckt haben, wären wir drei für 95€ hin und zurück gekommen. Tja. Heute nicht mehr. Heute zahlen wir das dreifache. Ich werde es nie lernen.
Als ich endlich eine passende bezahlbare Verbindung gefunden habe, stellt sich heraus, dass auf der Hinfahrt bereits alle Sitzplätze ausgebucht sind. Ich möchte kotzen.
Vielleicht sollten wir doch fliegen. Das ist noch unbezahlbarer. Insbesondere, wenn man noch Gepäck hat. Vielleicht Hinflug und zurück mit der Bahn. Ich finde ein interessantes Angebot, welches sich aber zerschlägt, weil wir mit einer bestimmten, nicht vorhandenen Kreditkarte hätten buchen müssen.
Die günstigste Verbindung, die ich finde, kostet insgesamt 317€. Ich ärgere mich schwarz, dass ich nicht direkt vor einigen Wochen gebucht habe. Aber wir wollten halt erst die Urlaubstage fix haben. Noch mehr ärgere ich mich, dass ich auf Betreiben des Mannes meine BahnCard gekündigt habe. Weil er immer sparen will. Läuft.

Der Mann ist im Meeting, die Buchung verschiebt sich auf heute Abend.

Danach gehe ich zu Karstadt, ein Kullerbuch für das Baby kaufen. In der Bettenabteilung mache ich kurz halt und lasse mich zu Kissen für Kleinkinder beraten. Dem Kind wird ihr BAbykissen offenbar zu flach, aber das neue, das Schwiegermutter gekauft hat, ist noch viel zu groß und vor allem zu dick. Ich wünschte, sie würde mich in Zukunft vorher fragen. Die Verkäuferin empfielt mir eins, das allerdings relativ teuer ist, außerdem spricht sie immer vom „kleinen Wurm“, weshalb ich mich bedanke und unverrichteter Dinge wieder ins Büro gehe.

Jetzt erstmal wieder arbeiten. Es ist viertel nach elf.

Konzentriertes Arbeiten bis halb zwei. Zwischendurch mal ein Paket annehmen. Nun waren fast alle Paketdienste da, nur mein Paket, das ist jetzt halt irgendwo eingelagert.

Feierabend. Als nächstes: Kuchen kaufen und das Kind abholen.
Um 15 Uhr haben wir unser Babyguck-Date.

Zuhause schaffe ich es grade, das kleine Buch zu verpacken und ein paar Weintrauben zu spachteln. Das Kind ist seeeehr interessiert an dem Schoko-Osterhasen.

Wir sind pünktlich bei meiner Freundin, praktischerweise wohnt sie auf der anderen Seite der Straße. Der kleine Junge schläft, sogar abgelegt im Laufstall. Das bin ich ja gar nicht gewohnt, ich kenne nur Klebebabys. Er ist sehr niedlich und das Kind findet ihn auch ziemlich spannend.

Wir unterhalten uns und essen Kuchen. Meine Freundin erzählt von der Geburt und ich muss ziemlich lachen zwischendurch. Spannend, ob ich wohl auch eine natürliche Geburt erleben darf diesmal?

Das Kind krümelt alles mit Schokomuffin voll (ich vergaß, dass andere Menschen sowas wie Teppich im Wohnzimmer haben (könnten). Dann schleppt sie wieder den Osterhasen an und darf ihn auspacken und ein Stück davon essen.

Der Kleine wird wach, das Kind bringt ihm sofort die Flasche. Sehr niedlich!

Ich darf ihn auch auf den Arm nehmen.  Wie klein und dünn die doch am Anfang sind.

Wickeln darf ich auch noch. Also mein großes Kind.

Nach zwei STunden verabschieden wir uns wieder. Als wir wieder zu Hause sind, fällt mir auf, dass ich eine Idiotin bin. Ich hatte vor zwei Tagen verdunkelnde Plissees für die kleinen Fenster in den Kinderzimmern bestellt. Und nun fällt mir auf, dass wir die gar nicht brauchen. Es gibt nämlich Rolläden. Die werden aber mit einem anderen Schalter bedient, den ich gekonnt übersehen habe. Nun versuche ich die Bestellung zu stornieren.  Bezahlt ist natürlich schon. Ich Trottel.

Um halb sieben kommt der Mann heim. Der Rest des Abends vergeht mit neues Handy einrichten, das Kind ins Bett bringen, essen, noch mehr Handy einrichten, mich ärgern wegen vergessener Passwörter, noch mehr essen, mich ärgern wegen nicht aktivierter SIMcard, duschen, noch ein paar Dinge und. 

Um halb elf mache ich das Licht aus. Gute Nacht!  

Wöchentlicher Statusbericht XIX (2)

Wie weit bin ich: 22+1
Bauchumfang: am Bauchnabel 92 cm
Gewicht: 61,5 kg
Das war schön: Ich bin endlich wieder gesund. Wir haben neue Fenster. Und neue Gartenstühle. Wunderbares Frühlingswetter. Wir haben angegrillt. Ich hatte ein sehr schönes Spielplatzdate. Das Baby tritt mich regelmäßig und eifrig.
Das war doof: Dass es nicht ohne Antibiotika ging. Insgesamt war ich 6 Tage krankgeschrieben.
Ich vermisse: Nichts.
Appetit/Heißhunger auf: Nichts, denke ich.
Wehwehchen/Symptome: Nichts, außer etwas Rücken von zuviel Garten- und Hausarbeit.
Ich freue mich: darauf, nächste Woche zu meinen zu Eltern zu fahren.
Gekauft/Bestellt/Erledigt: Das Bett fürs große Kind ist endlich aufgebaut und sie hat schon anderthalb Nächte in ihrem eigenen Zimmer geschlafen.

So war es bei Nummer 1.